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altes Rathaus Lohra

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Das „Alte Rathaus“ von Lohra, das seit seiner Errichtung im Jahre 1713 als Rathaus, als Schule der jüdischen Gemeinde von Lohra, als Betsaal und dann wieder als Rathaus gedient hatte war durch Verkauf in privaten Besitz übergegangen. Eine Entwicklung, die von allen heimatbewußten Bewohnern als schmerzlich empfunden wurde. Nicht umsonst wird das Rathaus von Lohra in der fachbezogenen Literatur zu den „geschichtlich wertvollen Bauten des Ortes“ gezählt. Seit 1982 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. In den Zeiten früherer Dorfgeschichte galten die Gebäude wie das Rathaus, die Schule, das Backhaus, das Spritzenhaus oder das Leiternhaus als unantastbar, das heißt sie waren von jeglicher privaten Nutzung ausgeschlossen. Sie waren „Gemeinsgebräuch“ und als solches für den allgemeinen Gebrauch bestimmt und gewissermaßen das Inventar des Dorfes, dessen Erhalt und dessen Pflege allgemeine Pflicht aber auch Ehrensache der Einwohner war. Rathäuser oder Bürgermeisterämter wurden in diesem Zusammenhang schon immer mit einer besonderen Wertschätzung bedacht. Sie wurden ausgezeichnet durch ihre besondere Lage im Dorf , durch architektonische Besonderheiten , durch eine repräsentative Außen- und Innengestaltung als eine öffentlich erkennbare Dokumentation des Bürgersinnes betrachtet. Eines Bürgersinnes, der von jeher und zu allen Zeiten einen wesentlichen Bestandteil dessen darstellt, was die Aussagen wie Zusammengehörigkeit und Miteinanderleben in dörflicher Gemeinschaft ausmachen. Die tiefgreifenden Veränderungen in den dörflichen Strukturen haben aber auch vor diesen Einrichtungen nicht Halt gemacht.
Das „Alte Rathaus“ von Lohra, das seit seiner Errichtung im Jahre 1713 als Rathaus, als Schule der jüdischen Gemeinde von Lohra, als Betsaal und dann wieder als Rathaus gedient hatte war durch Verkauf in privaten Besitz übergegangen. Eine Entwicklung, die von allen heimatbewußten Bewohnern als schmerzlich empfunden wurde. Nicht umsonst wird das Rathaus von Lohra in der fachbezogenen Literatur zu den „geschichtlich wertvollen Bauten des Ortes“ gezählt. Seit 1982 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. In den Zeiten früherer Dorfgeschichte galten die Gebäude wie das Rathaus, die Schule, das Backhaus, das Spritzenhaus oder das Leiternhaus als unantastbar, das heißt sie waren von jeglicher privaten Nutzung ausgeschlossen. Sie waren „Gemeinsgebräuch“ und als solches für den allgemeinen Gebrauch bestimmt und gewissermaßen das Inventar des Dorfes, dessen Erhalt und dessen Pflege allgemeine Pflicht aber auch Ehrensache der Einwohner war. Rathäuser oder Bürgermeisterämter wurden in diesem Zusammenhang schon immer mit einer besonderen Wertschätzung bedacht. Sie wurden ausgezeichnet durch ihre besondere Lage im Dorf , durch architektonische Besonderheiten , durch eine repräsentative Außen- und Innengestaltung als eine öffentlich erkennbare Dokumentation des Bürgersinnes betrachtet. Eines Bürgersinnes, der von jeher und zu allen Zeiten einen wesentlichen Bestandteil dessen darstellt, was die Aussagen wie Zusammengehörigkeit und Miteinanderleben in dörflicher Gemeinschaft ausmachen. Die tiefgreifenden Veränderungen in den dörflichen Strukturen haben aber auch vor diesen Einrichtungen nicht Halt gemacht.
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Balkeninschrift am „Alten Rathaus“
Balkeninschrift am „Alten Rathaus“
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Version vom 16:29, 24. Dez. 2006

Das „Alte Rathaus“ von Lohra, das seit seiner Errichtung im Jahre 1713 als Rathaus, als Schule der jüdischen Gemeinde von Lohra, als Betsaal und dann wieder als Rathaus gedient hatte war durch Verkauf in privaten Besitz übergegangen. Eine Entwicklung, die von allen heimatbewußten Bewohnern als schmerzlich empfunden wurde. Nicht umsonst wird das Rathaus von Lohra in der fachbezogenen Literatur zu den „geschichtlich wertvollen Bauten des Ortes“ gezählt. Seit 1982 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. In den Zeiten früherer Dorfgeschichte galten die Gebäude wie das Rathaus, die Schule, das Backhaus, das Spritzenhaus oder das Leiternhaus als unantastbar, das heißt sie waren von jeglicher privaten Nutzung ausgeschlossen. Sie waren „Gemeinsgebräuch“ und als solches für den allgemeinen Gebrauch bestimmt und gewissermaßen das Inventar des Dorfes, dessen Erhalt und dessen Pflege allgemeine Pflicht aber auch Ehrensache der Einwohner war. Rathäuser oder Bürgermeisterämter wurden in diesem Zusammenhang schon immer mit einer besonderen Wertschätzung bedacht. Sie wurden ausgezeichnet durch ihre besondere Lage im Dorf , durch architektonische Besonderheiten , durch eine repräsentative Außen- und Innengestaltung als eine öffentlich erkennbare Dokumentation des Bürgersinnes betrachtet. Eines Bürgersinnes, der von jeher und zu allen Zeiten einen wesentlichen Bestandteil dessen darstellt, was die Aussagen wie Zusammengehörigkeit und Miteinanderleben in dörflicher Gemeinschaft ausmachen. Die tiefgreifenden Veränderungen in den dörflichen Strukturen haben aber auch vor diesen Einrichtungen nicht Halt gemacht.

Rathäuser waren schon immer, neben ihrer eigentlichen Zweckbestimmung, mit einer unbestreitbaren Symbolkraft des bürgerlichen Gemeinsinnes ausgestattet. Mit der angestrebten Wiederbenutzung des „Alten Rathauses“ könnte eine wünschenswerte Revitalisierung des Ortskernes einhergehen. Die äußere Renovierung und soweit erforderlich, die Wiederherstellung der historischen Bausubstanz würde dem Baudenkmal unserer Gemeinde wieder den Platz zuweisen, der ihm in der Reihe des beachtenswerten Fachwerkensembles am Lindenplatz zusteht, Dörflicher Treff, Heimatstube, Dorfkulturscheune, Spinnstube sind Namen die unschwer erkennen lassen, daßes den Nutzern vor allen Dingen um die Lebensqualität in unseren Wohnorten geht.

Im Jahr 1713 den 20. Augusti ist dies Rathaus erbaut zu der Zeit als Her Christofel Spanenberg…. Bauhern sind gewessen die Herrn Schepfen als Meister Johann Seibert viermann johannes Naumann Henrich Hens Johannes Kueckel Johann Seibert Hans Reinhart Schmit Johann Simon Johann Christ Kraft ale Gericht Schepfen der der unter schultes ist henrich herbel werkmeister sint hans Peter und johannes Krauskop

Balkeninschrift am „Alten Rathaus“

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