Lohra-Wiki

Zimmermann

Aus Lohra-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Zimmermann ist ein Beruf und Familienname

Der Familienname Zimmermann ist abgeleitet von dem Beruf des Zimmermanns.

Ein Zimmerer oder Zimmermann, ist ein Beruf des Holzbaugewerbes. Die Mehrzahl lautet Zimmerleute.

In frühen Zeiten war nahezu jeder Hausbesitzer auch ein Zimmermann, da er sich sein Haus meist selbst zimmern musste. Als sich später die Berufe mehr und mehr spezialisierten, wurde auch der Zimmererberuf eigenständig.

Durch die Herausbildung von Zünften und der damit einhergehenden Qualitätssicherung von besonders wichtigen Arbeitstechniken (Dachausmittlung, Schiftung oder Vergatterung) im Mittelalter wurde der Zimmermann, vor allem in der Stadt, unentbehrlich.

Vor allem Prestigebauten wie Rathäuser oder Zunfthäuser mit ihren aufwändigen Dachformen konnten von keinem Laien mehr ohne weiteres gebaut werden. Ein erfahrener Zimmermeister wurde verpflichtet. Wichtige Arbeiten wie das Aufschnüren des Daches auf dem Reißboden übernahm er selbst. Weniger um seine Geheimnisse zu hüten, sondern weil eben diese Arbeiten zu dem damaligen Stand eine der kompliziertesten Konstruktionsaufgaben waren.

Eine Blütezeit des Zimmererhandwerkes war sicherlich das Mittelalter mit seinen gewagten großen städtischen Fachwerkbauten.

Zimmerer ist ein Beruf der Sparten Bauwesen und Holzverarbeitung. Ein Zimmerer fertigt, errichtet und repariert Bauwerkteile, wie Dachkonstruktionen, Fachwerk, Balkone und Veranden und Innenausbau (Wandverkleidungen, Fußböden und Holzdecken, Treppen, zusammen mit dem Bautischler), und auch ganze Bauwerke aus Holz.

Zu den Anforderungen an einen Zimmerer gehören die Fähigkeit, nach Bauzeichnungen zu arbeiten, Kenntnisse der Bauerrichtung- und Bauplanung, und Kenntnisse um das Material Holz. Die Beschäftigung findet – hauptsächlich in Klein- und Mittelbetrieben – in Zimmereien, Holzbaubetrieben sowie Hoch- und Tiefbauunternehmen statt. Der Arbeitsmarkt für Zimmerleute ist von der Baukonjunktur abhängig, und damit auch meist saisonellen Schwankungen (Saisonarbeit) unterworfen.

Tischler beziehungsweise süd- und südwestdeutsch Schreiner ist ein Beruf, der sich auf die Holzbearbeitung und deren Oberflächenbehandlung aus dem Zimmermannsberuf heraus spezialisiert hat.

Ebenist (von Ebenholz) ist die erstmals im Jahr 1657 auf einem französischen Dokument belegte Berufsbezeichnung für einen Kunsttischler. Im Gegensatz zum Tischler dazu verarbeitete der Ebenist in der Regel sehr wertvolle exotische Hölzer, die er als Furniere auf einen Korpus aus ruhigem und weniger kostspieligem Holz leimte.

Der Schutzheilige der Tischler ist St. Josef.

Kirchvers

Johannes Zimmermann

Siehe auch

Berufe · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen

Ansichten
Persönliche Werkzeuge