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Wetter Vorjahre

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Wetter der Vorjahre 36)

Inhaltsverzeichnis

Wetter der letzten Jahre

2014 · 2013 · 2012 · 2011 · 2010 · 2009 · 2008 · 2007 · 2006 · 2005 · 2004 · 2003


Wetter 2014

- Januar 2014

  • Bis zur Monatsmitte setzte sich die bereits praktisch den gesamten Dezember dominierende, milde Witterung mit zumeist westlicher bis südwestlicher Strömung fort, so dass die erste Hälfte des Januar 2014 um mehr als 4°C zu warm ausfiel. Ab der Monatsmitte baute sich jedoch zunehmend hoher Luftdruck über Skandinavien auf, wodurch sukzessive bodennahe Kaltluft von Osten her zumindest in den Nordosten einsickern konnte. Bis in die südwestlichen Teile Deutschlands gelangte die Kaltluft aufgrund der starken südwestlichen Gegenströmung jedoch nie. Dadurch zeigte sich Deutschland im Hinblick auf die Monatsmitteltemperatur am Ende zweigeteilt: Während der Monat in der Nordosthälfte weitestgehend normale Temperaturen brachte, war er im Südwesten um bis zu 4°C zu mild. Gleichzeitig war es recht trocken.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland betrug 2,1°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 1,7°C zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 waren es plus 2,6°C. Damit ordnet sich der Januar 2014 als 22. wärmster seit 1901 und als 26 wärmster seit 1881 eindeutig im oberen Drittel der Monatsrangfolge ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 44,9 mm gemessen. Das sind 20,9 mm oder 31,8 % weniger als im Mittel des Zeit-raums 1981-2010 und 15,9 mm oder 26,2 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Januar 2014 war damit der 32. trockenste Januar in Deutschland seit 1901 und der 44. trockenste seit 1881.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 46,9 Stunden. Das sind 3,9 Std. oder 7,7 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 3,3 Std. oder 7,6 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 31 sonnenscheinärmster und 34. sonnenscheinreichster Januar seit 1951 nahezu exakt in der Mitte der Monatsrangfolge ein.

Hessen: Hier registrierten die DWD-Experten diesmal 2,9°C (-0,4°C), etwa 46 l/m² (63 l/m²) und 46 Stunden (36 Stunden) Sonnenschein. In einigen Teilen Nordhessens folgte am späten Abend des 3. einem für die Jahreszeit heftigen Gewitter ein schwerer Sturm. Dieser deckte in der Gemeinde Remsfeld, bei Homberg/Efze, zahlreiche Dächer ab.

- Februar 2014

  • Bereits zum Monatsanfang setzten sich die milden Luftmassen von Westen wieder in ganz Deutschland durch und vertrieben die in der zweiten Januarhälfte in den Nordosten eingeflossene Kaltluft wieder vollständig. Bis zum Monatsende blieb es dann bei der bereits im gesamten Winter vorherrschenden Witterung mit zumeist westlicher bis südwestlicher Strömung, so dass auch der Februar 2014 deutlich zu mild ausfiel. Zudem war es erneut zu trocken und es schien überdurchschnittlich viel die Sonne. Nur zu Beginn des Monats gab es einen etwas feuchteren Witterungsabschnitt.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland lag bei 4,3°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 3,4°C zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 waren es plus 3,9°C. Damit ordnet sich der Februar 2014 als 6. wärmster seit 1901 und auch seit 1881 im vordersten Bereich der Monatsrangfolge ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 32,1 mm gemessen. Das sind 22,4 mm oder 41,1 % weniger als im Mittel des Zeit-raums 1981-2010 und 17,3 mm oder 35,0 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Februar 2014 war damit der 31. trockenste Februar in Deutschland seit 1901 und der 40. trockenste seit 1881, gehörte also zu den eher trockenen Feb-ruarmonaten.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 88,4 Stunden. Das sind 12,2 Std. oder 16,0 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 15,8 Std. oder 21,8 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 14 sonnenscheinreichster Februar seit 1951 ebenfalls im oberen Drittel der vorlie-genden Zeitreihe ein.

Hessen: Die Durchschnittstemperatur betrug hier 4,3°C (0,5°C). Am 24. stieg das Quecksilber in Michelstadt im Odenwald auf 15,7°C. Beim Niederschlag fehlten mit 41 l/m² 22 Prozent zum Soll (52 l/m²), beim Sonnenschein mit etwa 61 Stunden (69 Stunden) elf Prozent.

- März 2014

  • Nach dem nahezu durchweg milden Winter 2013/2014 lagen die Temperaturen in Deutschland auch im März 2014 zumeist deutlich über den für die Jahreszeit üblichen Werten. Das Witterungsgeschehen wurde dabei vorwiegend von Hochdruckgebieten bestimmt, wobei auch in diesem Monat westliche Anströmrichtungen dominierten. Insgesamt war der März 2014 dadurch nicht nur deutlich zu warm, sondern auch erheblich zu trocken und sehr sonnenscheinreich.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland lag bei 6,9°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 2,6°C zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 waren es sogar plus 3,4°C. Damit ordnet sich der März 2014 gemeinsam mit dem März 2012 als 3. wärmster seit 1901 und auch seit 1881 im vordersten Bereich der Monatsrangfolge ein. Lediglich in den Jahren 1938 und 1989 war der März mit einer Mitteltemperatur von jeweils 7,0°C noch ein wenig wärmer.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 18,6 mm gemessen. Das sind 45,7 mm oder 71,1 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und 38,0 mm oder 67,1 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der März 2014 war damit der 5. trockenste März in Deutschland seit 1901 und auch seit 1881.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 181,5 Stunden. Das sind 67,7 Std. oder 59,5 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 70,9 Std. oder 64,1 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 3. sonnenscheinreichster März seit 1951 auch beim Sonnenschein ganz Vorne mit ein.

Hessen: In Hessen betrug die Durchschnittstemperatur 7,0°C (3,7°C). Die Niederschlagsmenge blieb mit etwa 13 l/m² um 79 Prozent unter dem Soll (62 l/m²), die Sonnenscheindauer lag mit rund 190 Stunden (107 Stunden) dagegen um 77 Prozent darüber. Ein Graupelschauer löste am 24. auf der Bundesstraße 8 in Kelkheim eine Unfallserie mit 4 Verletzten und einem geschätzten Schaden von 200.000 Euro aus.

- April 2014

  • Im April 2014 überwog in Deutschland Hochdruckeinfluss mit viel Sonnenschein und erneut überdurchschnittlichen Temperaturen. Tiefdruckgebiete erreichten mit ihren Ausläufern zunächst meist nur den Norden Deutschlands. In den anderen Gebieten fiel erst gegen Ende des Monats mehr Niederschlag, zuvor herrschte dort lange Zeit große Regenarmut. Auf diese Weise reihte sich der April nahtlos in die seit Dezember 2013 bestehende Serie deutlich zu warmer, sehr trockener und sonnenscheinreicher Monate ein.
  • Mit durchschnittlich 10,9 Grad Celsius (°C) verlief der April um 3,5 Grad wärmer als im Mittel der internationalen Referenzperiode 1961-90. Selbst gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981-2010 betrug die Abweichung +2,6 Grad. Damit war der April 2014 der viertwärmste seit Messbeginn 1881.
  • Durch die anhaltende Wärme hatte die Vegetation Ende April einen Vorsprung von mehr als zwei Wochen vergleichen mit dem vieljährigen Mittel und sogar von fünf Wochen im Vergleich zur 2013. Nur im zweiten Drittel setzte sich kurze Zeit kältere Luft mit teils mäßigen Nachtfrösten durch.
  • Nachdem bereits sämtliche Wintermonate sowie der März zu trocken verlaufen waren, blieb auch der April mit 41 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 29 Prozent unter seinem Soll von 58 l/m². Zu Beginn des Monats ging statt des in der Landwirtschaft erhofften Regens Saharastaub nieder. Gewitter, die sich am 3., 4., 14. und vom 21. bis zum 24. entluden, brachten nur örtlich sowie im Norden gebietsweise genügend Nass. Erst Tief „Sabine“ mit Zentrum über den Britischen Inseln sorgte ab dem 25. mit teils schweren Gewittern für flächendeckendere Niederschläge, wobei mancherorts pro Tag mehr als sonst in einem ganzen Monat fiel.

Hessen: In Hessen betrug die Durchschnittstemperatur 11,2°C (7,5°C), die Niederschlagsmenge 45 l/m² (59 l/m²) und die Sonnenscheindauer 155 Stunden (152 Stunden). Eine Sturmbö deckte am Nachmittag des 14. in Kirchhain bei Marburg einen Teil des Kirchendachs ab. Am 25. schlug der Blitz bei Limburg in eine Oberleitung der ICE-Strecke Frankfurt-Köln ein und legte den Bahnverkehr lahm. Hagel führte am 26. mit-tags in der Rhön gebietsweise zu einer geschlossenen weißen Decke.

- Mai 2014

  • Im Gegensatz zu den Vormonaten war der Mai 2014 zu nass und brachte zu wenig Sonnenschein. Dabei fielen aber sowohl der Niederschlagsüberschuss als auch das Sonnenscheindefizit deutlich moderater als im vergangen Jahr aus, als der Mai 2. Nassester und 4. Sonnenscheinärmster seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 bzw. 1951 wurde. Auch die Niederschlagsverteilung war – anders als im Mai 2013, als es in nahezu ganz Deutschland überdurchschnittlich viel Niederschlag zu verzeichnen gab – recht unterschiedlich. Deutlich positive Abweichungen traten in der gesamten Mitte und im Nordwesten Deutschlands auf, während es im Südwesten sowie im äußersten Nordosten verbreitet zu trocken bleib. Die Temperaturen bewegten sich zumeist im Normalbereich oder leicht darunter, lediglich in der 3. Maiwoche wurden zeitweise auch sommerliche Werte erreicht.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland lag bei 12,4°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 0,6°C zu kalt, während es im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um 0,3°C zu warm war. Damit ordnet sich der Mai 2014 als 52. kältester oder 63. wärmster seit 1901 und als 67. kältester oder 68. wärmster seit 1881 in der Mitte der Monatsrangfolge ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 90,4 mm gemessen. Das sind 18,8 mm oder 26,3 % mehr als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und 19,3 mm oder 27,1 % mehr als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Mai 2014 war damit der 19. feuchteste Mai in Deutschland seit 1901 und der 22. feuchteste seit 1881.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 180,4 Stunden. Das sind 25,0 Std. oder 12,2 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 15,3 Std. oder 7,8 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 17. sonnenscheinärmster Mai seit 1951 im unteren Drittel der Monatsrangfolge ein.

Hessen: Für Hessen registrierten die DWD-Experten 12,5°C (12,1°C), 88 l/m² (71 l/m²) und 188 Stunden (194 Stunden) Sonnenschein. Am Abend des 9. drückte wolkenbruchartiger Regen in Fulda zahlreiche Gullideckel heraus und setzte die Bahnhofshalle unter Wasser. Durch einen Blitzeinschlag in das Umspannwerk in Vellmar bei Kassel waren 35.000 Menschen vorübergehend ohne Strom.

- Juni 2014

  • Mit Ausnahme einer kurzen, aber sehr intensiven Hitzeepisode um das Pfingstwochenende herum lagen die Temperaturen im Juni 2014 in Deutschland zumeist im mäßig warmen Bereich und damit etwa im Bereich der Normalwerte. Insgesamt fiel der Monat somit etwas zu warm aus. Gleichzeitig war es trotz der teils schweren Unwetter zum Ende der Hitzeperiode sowie recht ergiebiger Flächenniederschläge zum Ende des Monats erneut zu trocken und gleichzeitig auch wieder zu sonnig. Mit Ausnahme des Monats Mai war es damit im gesamten ersten Halbjahr 2014 fast durchweg zu warm, zu trocken und zu sonnenscheinreich.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland lag bei 16,1°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 0,4°C zu warm, während es im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um 0,7°C zu warm war. Damit ordnet sich der Juni 2014 als 39. wärmster seit 1901 und als 44. wärmster seit 1881 an der Grenze zwischen oberem und mittlerem Drittel der Monatsrangfolge ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 51,4 mm gemessen. Das sind 26,3 mm oder 33,8 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und 33,2 mm oder 39,2 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Juni 2014 war damit der 11. trockenste Juni in Deutschland seit 1901 und der 14. trockenste seit 1881.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 232,2 Stunden. Das sind 30,5 Std. oder 15,1 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 34,0 Std. oder 17,2 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 15. sonnenscheinreichster Juni seit 1951 recht weit oben in der Monatsrangfolge ein.

Hessen: In Hessen betrug die Durchschnittstemperatur 16,0°C (15,2°C). Die Niederschlagsmenge verfehlte mit 56 l/m² das Soll (80 l/m²) um 30 Prozent, die Sonnenscheindauer lag mit 232 Stunden (192 Stunden) dagegen um 21 Prozent darüber. Schwere Gewitter zogen am 10. über Nordhessen hinweg und richteten in Kassel durch sintflutartige Regenfälle Schäden in Millionenhöhe an. Der Flughafen Kassel-Calden musste vorübergehend geschlossen werden.

- Juli 2014

  • Im gesamten Monatsverlauf wurden nur wenige Tage mit unterdurchschnittlichen Temperaturen beobachtet. Im Norden Deutschlands lagen die Durchschnittstempe-raturen überall über dem langjährigen Mittel. Im Juli 2014 wurden deutschlandweit die höchsten Temperaturen um das 3. Juliwochenende herum beobachtet. Insgesamt fiel der Monat deutlich zu warm aus. Gleichzeitig war der Monat deutlich zu nass. Meistens handelte es sich um konvektive Niederschläge, die häufig in Verbindung mit schweren Unwettern gefolgt von lokalen Überflutungen, auftraten. Trotz der enormen Regenmengen konnte das Niederschlagsdefizit des laufenden Jahres nicht ausgeglichen werden. Insgesamt war der Juli etwas sonnenscheinreicher als normal.
  • Die Mitteltemperatur für Deutschland lag bei 19,3 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um 1,3 K zu warm, während er im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um 2,3 K zu warm war. Damit ordnet sich der Juli 2014 als 8. wärmster seit 1901 und auch seit 1881 unter die 10 wärmsten Julimonate seit 1881 ein. So erreicht der 2. Julimonat in Folge einen Platz unter den 10-wärmsten Julimonaten, denn auch im letzten Jahr wurde diese Marke überschritten.
  • Im Gebietsmittel wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 126,6 mm für Deutschland gemessen. Das sind 42,1 mm oder 49,8 % mehr als im Mittel des Zeit-raums 1981-2010 und 49 mm oder 63,1 % mehr als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Juli 2014 war damit der 9. nasseste Juli in Deutschland seit 1901 und der 10. nasseste seit 1881. Im Juli 2011 fiel ähnlich viel Niederschlag, allerdings war in jenem Julimonat die Durchschnittstemperatur um -1 K kälter im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 228,9 Stunden. Das sind 9,1 Std. oder 4,1 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 20,1 Std. oder 9,6 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 24. sonnenscheinreichster Juli seit 1951 im Mittelfeld der Monatsrangfolge ein.

Hessen: Hessen kam auf 19,2°C (16,9°C) und 232 Sonnenstunden (204 Stunden). Die Niederschlagsmenge von 157 l/m² entsprach 216 Prozent des Solls (73 l/m²). An einigen Orten entstanden neue Stationsrekorde. Nach starkem Regen, der am 10. in Bad Hersfeld 66 l/m² brachte, war der Ortsteil Kathus durch Wassermassen von der Außenwelt abgeschnitten. In Wiesbaden-Auringen fielen am 10. 35 l/m² und am 11. 48 l/m². Noch schlimmer wüteten Gewitter am 13. in Wallernhausen in der Wetterau: Eine bis zu 2 m hohe Flutwelle riss die Teerdecke aus den Straßen.

- August 2014

  • Der August 2014 zeigte sich als relativ kühler und wechselhafter Sommermonat. Zu Beginn des Monats wurden im Norden noch Temperaturen über dem langjährigen Mittelwert gemessen, bevor auch dort wie bereits in den meisten Landesteilen die Temperaturen die langjährigen Mittelwerte nur erreichten oder deutlich unterschritten. Zum Monatsende lagen die Temperaturen meist wieder im Bereich der langjährigen Mittelwerte. Meist fiel der Monat zu nass aus, teilweise wurde das Niederschlagssoll um das 1,5-fache überschritten. In nur wenigen Regionen wurden die übliche Anzahl der Sonnenstunden erreicht.
  • Die Mitteltemperatur für Deutschland lag bei 16.0 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um -1,5 K zu kalt, während er im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um -0,5 K zu kalt war. Nur an der Nord- und Ostseeküste wurde die mittlere Temperatur erreicht oder überschritten. Damit ordnet sich der August 2014 als 77. wärmster seit 1901 und 87.-wärmsten seit 1881 unter die durchschnittlich kälteren Augustmonate ein. Die Temperaturen des zurückliegenden Monats liegen im Bereich der zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Mitte der 1960iger Jahre beobachteten Augustmitteltemperaturen. Seit 1990 gab es aber nur 3 Augustmonate die kälter waren (1993, 2005, 2006). Deshalb ist der August gefühlt deutlich zu kalt ausgefallen.
  • Im Gebietsmittel wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 97,2 mm für Deutschland gemessen. Das sind 19,6 mm oder 25,3 % mehr als im Mittel des Zeit-raums 1981-2010 und 20 mm oder 25,9 % mehr als in der Referenzperiode 1961-1990. Der August 2014 war damit der 28. nasseste August in Deutschland seit 1901 und der 33. nasseste seit 1881. In Teilen Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts, im Alpenvorland und im südlichen Schwarzwald wurde das Niederschlagssoll nicht erreicht. Dafür gab es viele Gebiete (Teile Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz, Hessens, Bayerns, Thüringens) in denen es deutlich überschritten wurde.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 176,0 Stunden. Das sind 29,2 Std. oder 14,2 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 20,8 Std. oder 10,6 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 11. sonnenscheinärmster August seit 1951 in der Monatsrangfolge ein. Im August der Jahre 2006 und 2010 wurden in der jüngeren Klimageschichte noch deutlich weniger Sonnenstunden gemessen.

Hessen: Hessen gehörte im August mit 15,5°C (16,4°C) zu den kühlen, mit etwa 106 l/m² (70 l/m²) zu den nassen und mit rund 165 Stunden (190 Stunden) zu den sonnenarmen Bundesländern. Ein Tornado der Stärke F2, also mit Windgeschwindigkeiten um 200 km/h, verwüstete am 10. Bad Schwalbach im Taunus, wo er 50 Häuser ganz oder teilweise abdeckte und etwa 1000 Bäume entwurzelte. Nach heftigen Regenfällen in Frankfurt am 15. fuhr die Feuerwehr 230 Einsätze wegen vollgelaufener Keller.

- September 2014

  • Der September 2014 zeigte sich als sehr milder Herbstmonat. Fast deutschlandweit gab es nur wenige Phasen, in denen im Monatsverlauf die täglichen Durchschnittstemperaturen unterschritten wurden. Dabei waren die beobachteten Temperaturanomalien im Norden am höchsten. Die Anzahl der Sonnenstunden blieb aber etwas unter dem Mittelwert. Das Niederschlagssoll wurde an vielen Stationen nicht erreicht. Regional gab es aber auch deutliche Überschreitung der langjährigen Mittelwerte.
  • Die Mitteltemperatur für Deutschland lag bei 14,9 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +1,4 K zu warm, während er im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um +1,6 K zu warm war. Damit ordnet sich der September 2014 als 14. wärmster seit 1901 und 16.-wärmsten seit 1881 unter die recht warmen Septembermonate ein. Nachdem die Temperaturen der Septembermonate der letzten zwei Jahre sich um den Mittelwert des Vergleichszeitraums 1981-2010 bewegten, wurde in diesem Jahr die mittlere Temperatur deutlich überschritten. Damit ist es der 7. Monat in diesem Jahr, der auch nach dem neuen Vergleichszeitraum wärmer war als normal (Mai und August waren kälter).
  • Im Flächenmittel wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 54,5 mm für Deutschland gemessen. Das sind -13.3 mm oder -19.6 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und -6.6 mm oder -10.8 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der September 2014 war damit der 46. trockenste September in Deutschland seit 1901 und der 55. trockenste seit 1881. Die Niederschlagssumme im September liegt damit im mittleren Bereich der bisher für den September beobachten Niederschlagssummen. Dabei kam es regional zu starken Unterschieden. Im westlichen Teil der Republik, besonders in Niedersachsen, war es sehr trocken, hingegen im östlichen Teil teilweise recht feucht (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen).
  • Das Flächenmittel der Sonnenscheindauer lag bei 136,4 Stunden. Das sind 11,7 Std. oder -7,9 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und -13,0 Std. oder -8,7 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Der Monat ordnet sich als 20. sonnenscheinärmster September seit 1951 in der Monatsrangfolge ein. Damit gehört der Monat zu den eher trüben Monaten. Im Norden wurde das Sonnenscheinsoll erreicht bzw. deutlich überschritten, über dem Rest der Republik war es sonnenscheinarm.

Hessen: In Hessen lag die Temperatur bei 14,7°C (13,2°C). Niederschlag mit 39 l/m² (57 l/m²) und Sonnenschein mit 100 Stunden (142 Stunden) blieben weit unter dem vieljährigen Klimawert. In Nordhessen schien die Sonne teils nur 80 Stunden.

- Oktober 2014

  • Der Oktober 2014 war ein ausgesprochen warmer Herbstmonat. In den ersten drei Wochen gab es deutschlandweit kaum Phasen, in denen die täglichen Durchschnittstemperaturen unterschritten wurden. Lediglich in der letzten Oktoberwoche sank zeitweise mit dem Durchzug des Ex-Hurrikans ‚Gonzalo‘ die Tagesmitteltemperatur unter die mittleren Tagestemperaturen. Dabei war der Oktober relativ trüb, die Anzahl der Sonnenstunden blieb unter dem langjährigen Mittel. Die Niederschlagssumme entsprach den langjährigen Mittelwerten, allerdings mit deutlichen regionalen Über- und Unterschreitungen.
  • Die Mitteltemperatur für Deutschland lag bei 11,9 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +2,7 K zu warm, während er im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um +2,9 K zu warm war. Damit ordnet sich der Oktober 2014 als drittwärmster sowohl seit 1881 wie auch seit 1901 unter die warmen Oktobermonate ein. In ganz Deutschland gab es kaum Regionen, in denen der Oktober 2014 nicht mindestens +2,0 K zu warm war, in Norddeutschland (Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern) und Südwestdeutschland waren die Mittelwerte der Lufttemperatur teilweise um mehr als +3,0 K wärmer als die langjährigen Mittel. Damit ist der Oktober 2014 der 8. Monat in diesem Jahr, der auch nach dem neuen Vergleichszeitraum wärmer als normal war (nur Mai und August waren kälter).
  • Im Flächenmittel wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 63,7 mm für Deutschland gemessen. Dies entspricht mit 0,2 mm oder 0,3 % Unterschied fast ge-nau der mittleren Niederschlagssumme für den Zeitraum 1981-2010 und liegt mit 7,9 mm oder 14,2 % mehr Niederschlag über der Referenzperiode 1961-1990. Der Oktober 2014 war damit der 43. feuchteste Oktober in Deutschland seit 1901 und der 56. feuchteste seit 1881. Die Niederschlagssumme in diesem Monat liegt damit im mittleren Bereich der bisher für Oktober beobachten Niederschlagssummen. In den meisten Regionen Deutschlands gab es dementsprechend keinen starken Abweichungen; lediglich im nördlichen Niedersachsen und in Schleswig-Holstein war es sehr trocken, während es in den Alpen und dem Alpenvorland sowie teilweise in Mecklenburg-Vorpommern bedeutend mehr als im langjährigen Mittel geregnet hat.
  • Das Flächenmittel der Sonnenscheindauer lag bei 99,9 Stunden. Das sind 5,9 Std. oder -5,6 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und -8,6 Std. oder -7,9 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Der Oktober 2014 ordnet sich als 27. sonnenscheinärmster Oktober seit 1951 in der Monatsrangfolge ein. Damit gehört der Monat zu den eher trüben Monaten. Lediglich in der Oberrheinebene und Teilen Thüringens, Sachsen-Anhalts und Sachsens wurde das Sonnenscheinsoll erreicht oder überschritten.

Hessen: Bei 11,8°C (8,9°C) und rund 65 l/m² (59 l/m²) war Hessen mit etwa 86 Stunden (100 Stunden) das sonnenscheinärmste Bundesland.

- November 2014

  • Wie schon der Oktober war der November 2014 ein ausgesprochen warmer Monat. Im November 2014 befand sich Mitteleuropa meist auf der Vorderseite kräftiger Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik. Dadurch erreichte mit südlichen Winden häufig relativ warme Luft Deutschland. Unter diesem großräumigen Einfluss fielen in Deutschland regional sehr unterschiedlich hohe Niederschlagsmengen, diese beschränkten sich zu großen Teilen auf den Süden und Westen. Hier gab es in den Niederungen auch häufig Nebelbildung und damit sehr wenige Sonnenstunden. Ansonsten wies die Sonnenscheindauer positive Abweichungen zu den langjährigen Mitteln auf.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland betrug 6,5°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +2,1 K zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 waren es +2,5 K. Damit ordnet sich der November 2014 als 7.-wärmster sowohl seit 1901 und wie auch seit 1881 im vorderen Bereich der Monatsrangfolge ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 29,7 mm gemessen. Das sind -37,3 mm oder -55,7 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und -36,7 mm oder -55,3 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Nur in Südwestdeutschland entlang des Oberrheingrabens gab es zum Teil positive Abweichungen der Niederschlagssummen zu den langjährigen Mittelwerten, während es im gesamten restlichen Deutschland starke negative Abweichungen gab, in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel bis zu über 75% weniger Niederschlag als während der beiden Referenzperioden. Der November 2014 war damit der 9.-trockenste November in Deutschland seit 1901 und der 14.-trockenste seit 1881.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 60,0 Stunden. Das sind +6,3 Std. oder +11,7 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und +6,5 Std. oder +12,1 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 16. sonnenscheinreichster November seit 1951 im oberen Drittel der Monatsrangfolge ein.

Hessen : Für Hessen notierte man im November 6,3 °C (3,8 °C) und 38 l/m² (71 l/m²). Beim Sonnenschein erreichte es mit 41 Stunden 94 Prozent des Solls (43 Stunden) und landete damit auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. In Dillenburg an der Lahn schaffte die Sonne weniger als 25 Stunden.

- Dezember 2014

  • Der Dezember 2014 ist der vierte Monat in Folge, der deutlich zu warm ausfällt. Einem besonders im Nordosten kalten Monatsbeginn folgte ein rascher Temperaturanstieg. Ab der Monatsmitte lagen die mittleren Tagestemperaturen deutlich über dem langjährigen Mittel. Erst an den Weihnachtsfeiertagen fielen die Temperaturen wieder und brachten fast deutschlandweit zumindest eine geringe Schneedecke.
  • Deutschlandweit wurde im Dezember 2014 geringfügig mehr Niederschlag beobachtet als normal, wobei die Niederschlagsanomalie einen starken Nord-Süd Gradient aufweist, mit besonders hohen Anomalien in der an die Ostseeküste angrenzenden Regionen.
  • Die Anzahl der Sonnenstunden im Dezember lag deutlich unter den langjährigen Mittelwerten. Sie erreichte besonders im nördlichen Bayern sowie großen Teilen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nicht mehr als 50 %. Nur im Nordwesten wurde das Sonnenscheinsoll großflächig erreicht oder überschritten.
  • Die Mitteltemperatur von Deutschland betrug 2,7°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +1,5 K zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 waren es +1,9 K. Damit ordnet sich der Dezember 2014 als 21.-wärmster seit 1901 und als 23.-wärmster seit 1881 im mittleren Bereich der wärmen Jahre ein.
  • Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 75,5 mm gemessen. Das sind +2,2 mm oder +3 % mehr als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und +5,3 mm oder +7,5 % mehr als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Dezember 2014 war damit der 38.-nasseste Dezember in Deutschland seit 1901 und der 44.-nasseste seit 1881. Dies entspricht genau der Grenze zwischen oberem und mittlerem Terzil.
  • Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 22,4 Stunden. Das sind -16,1 Std. oder -41,8 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 16,7 Std. oder 42,7 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ist der Monat Dezember der 4.-trübste Dezembermonat seit 1951.

Hessen: Für Hessen errechneten die Experten des DWD eine Durchschnittstemperatur von 2,5°C (0,8°C), eine Niederschlagsmenge von etwa 67 l/m² (77 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von rund 20 Stunden (32 Stunden). Orkanböen des Tiefs „Billie“ entwurzelten am 12. in Frankfurt einen Baum, der auf ein Auto stürzte und dort einen Mann erschlug.

Siehe auch

Aktuelle Ereignisse · Wetterlexikon · Wetter vor 100 Jahren · Bauernregeln · Kalenderarten und Termine

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