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Horn

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Familienname von Horn/Hornumb/Hornum

Die hessische Adelsfamilie von Horn geht auf einen Rheinländer Adel zurückgeht, welcher im Gebiet von Köln beheimatet war.

Nach dem Deutschen Wörterbuch IX, 1939, Spalte 1626, stammt der Name Horn oder (Schramm) wie der Stammname derer von Horn hieß, aus dem Ort Horrem Kreis Bergheim. Westlich Köln an der Strecke nach Aachen.

Johan und Philips Schrammen van Hoirem, traten am 26.3.1463 der Erblandesvereinigung der Ritterschaft des Erzstiftes Köln bei.

Bedeutung des Wortes „schräm“-Schräg. In einem Bericht von H. J. v. Brockhusen werden nun noch verschiedene Linien der Adelsfamilie aufgezeichnet.


Inhaltsverzeichnis

Lohra

Wappen der Familie von Horn

Ein roter Schrägbalken in silbernem Schild. Dazu auf dem Helm ein Brackenhals, bezeichnet wie der Schild.

Nach einem Bericht zur Geschichtsbeilage der Oberhessischen Presse 1953, von H. J. v. Brockhusen, wird so die Urform des Wappens der hessischen von Hornum (Horn) beschrieben.

Hier interessiert vor allem die Lohraer Linie:

Wilhelm von Hornumb, der wohl noch in der Kölner Gegend geboren war, wird seit 1651 in Hessen erwähnt. Von ihm wird die Lohraer Linie abstammen. Die bäuerlich gewordene Linie zu Lohra gab in der 3. Generation das Wörtchen „von“ endgültig auf, weil es zu ihrem Stande nicht mehr zu passen schien. Keineswegs geschah dies jedoch wegen Verarmung, wie das Amt des Kirchenältesten und Greben (Ortsvorsteher) beweisen, die für das Ansehen der Familien sprechen. Und gerade deshalb konnte auch Johann Heinrich Horn im Oktober 1805 einen durch Urkunden einwandfrei begründeten Antrag beim Kurfürsten in Kassel auf Wiederherstellung seines Adels einreichen.

Ein Gutachten der Marburger Regierung lehnte, obwohl die Unterlagen stimmten und an der Ehrenhaftigkeit der Familie nicht die leisesten Zweifel bestanden, die Erneuerung wegen der veränderten sozialen Verhältnisse, in denen die Horn seit 130 Jahren lebten, als nicht ratsam ab. Dabei blieb es. Trotzdem können die Horn in Lohra und Umgebung, soweit sie tatsächlich von jenem Geschlecht abstammen, ohne besondere Erlaubnis das Stammwappen führen.

Stammbaum der Familie von Horn (nach H. J. v. Brockhusen/Hetche)

  • Johann von Hornum genannt Schrammen, 1548, heir. Edelind Krevet (wohnt seit 1531 auf Haus Erprath bei Xanten). 1531 kommt es in die Hand Johann's von Hornum gt. Schramm aus einer Jülichschen, bei Neuss, Milien und Brüggen begüterten Familie. Er erweiterte den alten nordwestlichen Teil des Erprather Hauses gegen Süd-Ost in seinen Bestand , trat 1544 mit an die Spitze der Union Clevischer Ritterschaft in dem Kampf um ihre Privilegien gegen den Fürsten und starb mit Hinterlassung eines einzigen Sohnes, Wilhelm, im Juli 1562 auf dem Haus Erprath.
  • Wilhelm von Horn genannt Scharm, 1575, heir. Ludolfa (Loeffe) von Eyll (wohnt auf Haus Gesselen bei Kevelaer).Über die Erbtochter Loeffe kam der Besitz an deren Mann Wilhelm von Hornum. Der wollte sein Haus im Achtzigjährigen Krieg spanischen Truppen zur Verfügung stellen, doch der in niederländischen Diensten stehende Gouverneur Gelderns, der Freiherr Johann Philipp von Hohensax, durchkreuzte die Pläne, indem er Haus Gesselen am 17. Juli 1584 angreifen und brandschatzen ließ. Von Hornum wurde gefangen genommen und erst nach einer Lösegeldzahlung von 6000 Gulden im Dezember des Jahres wieder freigelassen.[5][4] Das stark beschädigte Gebäude wurde schon bald nach 1584 wieder instand gesetzt und 1615 umgebaut sowie erweitert. 1610 wird er hier ermordet
  • Dietrich von Hornhumb, heir. (Ehevertrag in Köln 25.11.1608) Katharine von Langen.
  • Wilhelm von Hornumb seit 1651 in Hessen erwähnt, begraben in Rosenthal 15.4.1685, Obristleutnant heir. vor 1651 ''''Anna Ursula Clauer zu Wohra Wohl noch in der Kölner Gegend geboren, siedelt er sich mit seiner Heirat in Rosenthal (Kreis Frankenberg) an. Er dient 1651-1655 als Leutnant in Schwedischen Reiterregimentern, 1659/60 wird er zum Major befördert und 1664 verabschiedet. Bereits 1670/71 finden wir ihn wieder, diesmal in Braunschweiger Diensten wo er als Obristwachtmeister zu Pferd 1675 genannt wird. Endlich 1677 als Hessischer Obristleutnant führt er 4 Kompanien gegen die Schweden, wo er auf Rügen 1678 mit seinem Sohn gefangengenommen, auf Wartegeld gestellt, 1685 in Rosenthal bestattet wird.
  • Johann Heinrich Horn, geb. 9.12.1766, Bauer in Lohra, stellt 1805 den Antrag auf Erneuerung des Adels unter Nachweis seiner Abstammung aus den Kirchenbüchern.

Noch heute leben Nachkommen von ihm in Lohra, wo der alte Hornshof 1952 an Heinrich Dörr aus Willershausen verkauft wurde, 2011 an die Familie Hetche u. Saleck.


Die Lohraner Linie (Jeweils der älteste Sohn und Namensträger)

  • Johann Heinrich Horn, geboren am 09.12.1762, Bauer in Lohra, stellt 1805 den Antrag auf Erneuerung des Adels unter Nachweis seiner Abstammung aus den Kirchenbüchern.


Beispiele für die Erwähnung der Familie von Horn (Hornumb, Hornum) in Akten des Staatsarchives)

  • 1685: Beschwerde des Johann Wilhelm von Hornumb über Phillip Otto v. Fleckenbühl gen. Bürgel wegen Einbehaltung von Erlösen für verkaufte Schnitthammel.
  • 1685: Auseinandersetzung zwischen Phillip Otto und Johann Anton v. Fleckenbühl gen. Bürgel einerseits und Leutnant Wilhelm v. Hornumb zu Bürgeln anderseits um Nutzung der Forstwiese und der Biegenwiese
  • 1685: Beschwerde des Obristleutnants Arnold v. Breidenbach zu Breidenstein und seiner Ehefrau gegen den Schwager Leutnant v. Hornumb wegen Veräußerung und Vertauschung bürgelscher Güter.
  • 1698: Anzeige der Ehefrau des Major v. Hornumb von ihrem bevorstehenden Umzug von Wohra nach Rosenthal unter Vorbehalt ihrer Rechte an dem Hof zu Wohra gegenüber den v. Dalwigk.
  • 1710-1737: Belehnung der v. Hornumb mit dem früheren Schleyerischen, dann Fabritiussischen Lehen zu Gemünden/Wohra und Josbach.
  • 1718-1720: Beabsichtigter Tausch eines Zehnten durch Major v. Hornumb an den Vizekanzler v. Vulte zu Marburg sowie Veräußerung seines Lehngutes zu Gemünden/Wohra.
  • 1737: Lehen der v. Hornumb
  • 1739: Auseinandersetzung zwischen dem Forstamt Marburg und dem Procurator fisci einerseits und den v. Hornumb als Besitzer eines Gutes zu Josbach andererseits wegen der Jagdgerechtigkeit im Amt Rauschenberg und in der Feldmark der Stadt Gemünden.
  • 1741-1848: Belehnung der v. Baumbach mit dem Freiwaldischen Lehngütern zu Gemünden/Wohra vorher im Besitz der v. Schleyer, Fabritius, v. Hornumb und v. Scheffer
  • 1749-1750: Ankauf des Zehnten zu Josbach von den v. Hornumb durch Obristleutnant v. Wurmb

Siehe auch

Familiennamen · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen

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