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Vereine in Chroniken genannt

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Inhaltsverzeichnis

Lohra

Pfundsfrauen

Der Verein war ein Zusammenschluss molliger Frauen zur Akzeptanz von übergewichtigen Menschen in der Gesellschaft. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen, bedingt durch Übergewicht, zu geben.

Gewerbeverein Lohra

Nach jahrzehntelanger Vorzeigearbeit für die Gemeinde Lohra hat die Mitgliederversammlung am 04.05.2007 beschlossen, aufgrund der neuen Entwicklung, ab 01.01.2008 in das Wirtschaftsforum Lohra überzugehen. 2010 wird der Verein aufgelöst.

Aus der Schulchronik entnehmen wir folgendes:

  • Am 16. und 17. Juli 1899 feierte der hiesige

Kriegerverein

nach einem 4 jährigen Bestehen sein Fahnenweihfest. 1)

  • Im Winter 1905/06 feierte der

Pfeifen-Club

sein Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe. 1)

  • Zur Zeit (1905/06) bestehen in Lohra auch folgende Vereine:

Kirchenchor, Gesangverein, Kriegerverein, Pfeifen-Club,

Jungfrauen-Verein

und

Radfahrer-Verein

. 1)

Flüchtlingsverein 1947

Bund der vertriebenen Deutschen, Ortsgruppe Lohra

Ca. 250 Flüchtlinge, Vertriebene, Ausgebombte und Evakuierte versammelten sich in der damaligen Gaststätte „Salzbödetal“. Zum 1. Vorsitzenden wurde Albert Zaunmüller gewählt. Seine Nachfolger waren im Jahre 1948 Herbert Rolle und später Heinrich Richter, der nach Frankfurt umsiedelte. Nach Überwindung der Kinderkrankheiten stabilisierte sich der Verein im Jahre 1950 unter Führung von Franz Pechmann, dem treue Mitarbeiter zur Seite standen. Den Mitgliedern wurde eine finanzielle Hilfe zuteil, als die „Sterbekasse“ ins Leben gerufen wurde. Bei Eintritt eines Sterbefalles erhielt der Berechtigte einen Betrag in Höhe von 150,— DM. Kassiert wurde nur 1,— DM, jedoch nur wenn der Sterbefall eintrat. Nach all den schweren Jahren griff die Gemütlichkeit wieder Platz. Erinnert sei an die schönen Abende im Gasthaus zum Salzbödetal und später die Faschingsveranstaltungen in der Gastwirtschaft Gimbel unter Leitung der eigenen Musikkapelle „Altvater“. Auch das Vereinsoriginal sei kurz erwähnt. Franz Grametbauer genannt „Der Kaiser“. Unter Leitung von Lehrer S t r u n z organisierte sich ein kleiner Gesangverein, der den älteren Mitgliedern zu ihrem Geburtstag ein Ständchen brachte. Eine feste Bindung zwischen Alt- und Neubürgern entstand bei der nie vergessenen 1200-Jahrfeier der Gemeinde Lohra. Erinnert sei an den Blumenwagen und den Wagen vom „Rübezahl“. Hier hatte das Mitglied Wilhelm H a n n i g großen Verdienst. 4 goldene und eine diamantene Hochzeit feierten die Vertriebenen in der neuen Heimat. Die Ehepaare Adolf Ludwig, Kirchweg; Rudolf und Anna Drescher, Sudetenstraße; Rudolf Tahedl, Waldstraße; Josef und Auguste Gröger, Schnurrgasse feierten die goldene Hochzeit und das Ehepaar Adolf und Mathilde Sitter, Waldstraße das Fest der diamantenen Hochzeit. Den ältesten Mitgliedern sei ein kurzes Gedenken gewidmet: Frau Berta Willmann (Mutter von Frau Beutel) Frau Robl (Mutter von Sepp Robl). Beide standen an der Grenze ihres 100. Lebensjahres. Allmählich entschwand der Gedanke an die Rückkehr in die angestammte Heimat. Die Vertriebenen wurden bodenständig und erstellten Eigenheime. Fast 25 Jahre nach der Vertreibung sind die Vertriebenen ein Glied in der Kette der Geschichte des 1200jährigen Lohra. Erich Schilder) 1)

Musikverein Lohra

Am 1. September 1928 wurde in der Gastwirtschaft Rau (Hennes) der Lohraer Musikverein gegründet. 12 Mann ließen sich als Mitglieder eintragen und stellten dem Verein durch enorme Spenden (bis zu 25,— RM) ein gutes Anfangskapital. Der erste Vorsitzende war Johannes Kaletsch (Brudersch). Die ersten Instrumente wurden durch Aufnahme eines Darlehns von 200,— RM gekauft. Später wurden durch eine Ortssammlung und durch die Beiträge der Mitglieder die Finanzen weiter aufgebessert. Der Verein hatte zeitweise 14 aktive Musiker. Auch wurde die Jugend zur Mitgliedschaft geworben. Mit 43 Mitgliedern hatte der Verein in 1939 die höchste Mitgliederzahl erreicht. Bei den meisten örtlichen Veranstaltungen wirkte der Musikverein mit. In eigener Regie wurde alljährlich der Lohraer Kirschenmarkt durchgeführt.

Durch die moderne Jazz- und Beatmusik, durch Schallplatte und Fernsehen usw. machte sich Anfang der 60er Jahre, hauptsächlich bei unserer Jugend, ein Desinteresse an der so schwungvollen und aufmunternden Marschmusik bemerkbar. Die aktiven Musiker waren zu alt, der Nachwuchs fehlte und ein Teil der Aktiven ist im Krieg gefallen. Zur Zeit sind es nur noch 3 Mann, welche dem Verein und der Marschmusik treu geblieben sind. Es sind dies: Johann Keller, Heinrich Schlienbecker und Walter Weiershäuser. Johann Keller wohnt in der Gartenstraße, Heinrich Schlienbecker in Sachsenhausen und Walter Weiershäuser in Sachsenhausen (von Gladenbach gekommen und in Lohra verheiratet). Wegen zu geringer Besetzung spielen die 3 Mann im Gladenbacher Musikverein mit. 1)

Verein zur Förderung des Baues einer Mehrzweckhalle

Öffentliche Versammlung am Mittwoch, 25. 5. 1960 (im Gasthaus Elmshäuser) Wie schon in der am 19. 5. 1960 vorausgegangenen Versammlung im Gasthaus Lather beschlossen, trug Herr Möller die Richtlinien für die Gründung des Vereins vor. Alle Anwesenden waren mit der Gründung des Vereins einverstanden. Somit wurde die Gründung des Vereins, zur Förderung des Baues einer Mehrzweckhalle, vorgenommen. Es wurden gewählt: 1. Vorstand: Herr E. Möller, Vorsitzender, Herr K. Gaul, Stellvertreter; Herr W. Schorge und Herr E. Schilder, Schriftführer; Herr Heinr. Schorge und Herr R. Diefenbach (in Abwesenh.), Kassierer; Herr H. Petri und Herr H. Hörn, Pressewart. 2. Erweiterter Vorstand: Für jede Straße des Dorfes wurden 3-4 Mann gewählt, deren Aufgabe es sein sollte, die einzelnen Straßen durchzugehen und Mitglieder zu werben. Verpflichtungserklärungen für Mitglieder wurden zur Verfügung gestellt. Jedes Mitglied verpflichtet sich für die Dauer von 12 Jahren jeden Monat 1,— DM oder mehr zu zahlen. Damit war die Angelegenheit aus den Händen des Gewerbe- und Verkehrsvereins gegeben und alles Weitere lag in den Händen des Vereins zur Förderung des Baues einer Mehrzweckhalle. Der Verein hat eine Mitgliederzahl von 240 erreicht. Bei den Verhandlungen wegen des Baues der Mehrzweckhalle, bei der Hessischen Landesregierung in Wiesbaden, gab der Verein die Zusage, 70 000,— DM zum Bau der Halle beizutragen. Wie Bürgermeister Gaul bei einer Versammlung ausführte, so müßte diese Initiative aus der Bürgerschaft kommen, denn nur so würden die Zuschüsse von Kreis und Landesregierung vorzugsweise gewährt. Alljährlich veranstaltet der Verein „Das Heimatfest“, welches nun schon zur Tradition geworden ist. Die Einnahmen oder besser gesagt, der Erlös von dem Fest kommt auf das Sonderkonto des Vereins. Durch die Beiträge der Mitglieder und durch freiwillige Spenden sowie durch das Heimatfest wurden bis dato 61 000,— DM aufgebracht. Wir hoffen noch in diesem Jahr unser Soll von 70 000,— DM zu erfüllen. Damit wäre unser gestecktes Ziel erreicht. Mögen unsere Bürger den guten Gemeinschaftsgeist beibehalten, so kann auch in diesem Sinne das Projekt „Schwimmbad“ einmal verwirklicht werden. 1)

Verein zur Förderung und Pflege gemeinnütziger Aufgaben e. V. Lohra

Die Gründungsversammlung dieses Vereins, welcher die Nachfolge des früheren Vereins zur Förderung des Baues einer Mehrzweckhalle, übernimmt, war am 21. Juni 1969 um 20.15 Uhr im Bürgerhaus. Die Hauptaufgabe des Vereins ist die Förderung und Pflege des kulturellen und sportlichen Lebens sowie der Jugendarbeit. Zum 1. Vorsitzenden wurde gewählt: Jakob Dörr, Hollersgraben. Zum Stellvertreter wurde gewählt: Ludwig Sohn, Hainbuchstraße. Schatzmeister (Kassenwart) wurde Otto Burk, Kirbach. Bürgermeister Konrad Gaul macht von dem Satzungsrecht § 7 Gebrauch und gehört als Beisitzer zum Vorstand. 2. Beisitzer wird Hermann Maier, Hainbuchstraße. Der Verein übernimmt auch weiterhin die Durchführung des Heimatfestes. 1)

Molkereigenossenschaft Lohra

  • Nicht genannt wird der

Antisemitenverein

der in Lohra auch bestand. 29)

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