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Spitznamen

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Ein Spitzname (im 17. Jahrhundert spitz „verletzend“), auch Übername, Abname, Utzname, Uzname, Ulkname, Neckname, Scheltname oder Spottname, ist ein kurzer Ersatzname für den realen Namen einer Person oder Sache.

Obschon sich beide Begriffe überschneiden, unterscheidet sich der Spitzname vom Pseudonym. Er ist nahezu nie selbstgewählt, auch spielen Zustimmung (oder Ablehnung) des Benannten keine Rolle. Gelegentlich haben hochgestellte Persönlichkeiten des ersten deutschen Reichs neben ihrer Herkunft („von Bayern“) oder dynastischen Zählung („der Dritte“) spitze Beinamen erhalten, etwa Friedrich der Kleine, Karl der Kahle oder Heinrich der Zänker. Dennoch werden solche Namen nicht als Spitznamen gewertet.

Über die Ableitung vom Spottnamen ist ein Spitzname ursprünglich mit einer negativen Assoziation besetzt, ist jedoch zunehmend neutral im Sinne eines Nicknamens. Im familiären Umfeld können spitze Beinamen auch eine positive Wirkung haben und sind dann Kosenamen ähnlich oder gleichwertig.

Kirchvers

Pitze

Haus: Schwimmbadstraße 5, alte Nr. 84

Deutung: Spitzname „Pitz“ zum Dorfnamen geworden

Herkunft: Ludwig Rink (1901-1986) stammte aus „Rinks“ im Burggarten und war einige Jahre als Knecht im Hof Ruth in Holzhausen bei Fronhausen beschäftigt. Dieser Hof trägt in Holzhausen den Dorfnamen „Pitze-Innerschte“. Daher bekam Rink in Kirchvers den Spitznamen „Pitz“, der zum Dorfnamen wurde. Er war mit Dorothea geb. Fenner (1903-1974) aus Fronhausen verheiratet. Das von ihnen erbaute Haus übernahm der Schwiegersohn Gerhard Vogel. 47)

Siehe auch

Kirchvers · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen

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