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Sozialrecht

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Sozialrecht

Umweg kostet den Versicherungsschutz

Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause stehen Arbeitnehmer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Auf ganz kleinen Umwegen, die privaten Zwecken dienen, jedoch nur zu einer unbedeutenden Verlängerung des Weges führen, kann danach noch Unfallversicherungsschutz bestehen. Das gilt allerdings nur, wenn die private Besorgung im Bereich der Straße selbst, mithin "im Vorbeigehen" erledigt wird, beispielsweise, wenn man den PKW anhält, um einen Brief in einen am Weg liegenden Briefkasten zu werfen oder Zigaretten aus einem Automaten zu ziehen. Dabei darf man den öffentlichen Straßenraum nicht verlassen.

Doch wehe, Sie bewegen sich nur ein paar Schritte abseits des geraden Weges.

Wenn ihnen dann etwas passiert, verlieren Sie den Unfallversicherungsschutz über die Berufsgenossenschaft (BG). Eine Folge davon: Sie erhalten beispielsweise nicht das in der Regel höhere Verletztengeld der BG, sondern nur das niedrigere Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung.

(Sozialgericht Stuttgart Az. S 13 U 8068/09).

Siehe auch

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