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Schule Kirchvers

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Schule in Kirchvers

Inhaltsverzeichnis

Standort

Ahlt Schul

Haus: Kirchstraße 4, alte Nr. 12 1/2

Deutung: Früheres Schulhaus

Herkunft: Im Jahr 1838 entstand an der Stelle des früheren Gemeindshirtenhauses das heutige alte Schulgebäude mit Scheune. Erster darin unterrichtender Lehrer war Johannes Becker (1782-1851) aus "Hanse" (früher "Schumestersch"). Sein Sohn, der ebenfalls Johannes Becker (1816-1896) hieß, war zuerst Lehrer in Weipoltshausen und dann, nach dem Tod des Vaters, in Kirchvers. Er war verheiratet mit Marie, Tochter des damaligen Pfarrers Johann Ludwig Exter in Frohnhausen, mit der er das Kirchverser Schulhaus als erster auch bewohnte.

Im Laufe der Zeit wurde die Schule zu eng, so dass man gezwungen war, auch andere Räume in Kirchvers vorübergehend zu Unterrichtszwecken anzumieten, wie z.B. die alte Pfarrscheune oder den Saal der ehemaligen Gastwirtschaft Rücker ("Schulliehrersch") in der Gießener Landstraße. Nach dem zweiten Wetkrieg wurde deshalb ein neues Schulhaus im heutigen Schulweg erbaut, das heutige Dorfgemeinschaftshaus. Heutiger Besitzer (2004) der alten Schule ist Oliver Kehl. 47)

Hausnamen

Hanse I

vorher "Schumestersch II"

Haus: Gießener Landstraße 5, alte Nr. 20

Deutung: „Hanse“: Vorname Hanss, „Schumestersch“: Beruf Schulmeister

Herkunft: Als ersten Besitzer des Hofes kann man den aus Rodheim stammenden Hans Schmidt vermuten. Er heiratete im Jahr 1602 eine Tochter des Hans Krauskopf in Kirchvers. Bei diesem Krauskopf handelt es sich wahrscheinlich um den damals recht bekannten Zimmermeister, der unter anderem 1592 mit seinen Gesellen die Empore in der Heuchelheimer Martinskirche schuf. Hans Schmidt wurde wegen der Lage seines Hofes am Bach auch „der Bachschmidt“ genannt und verstarb vor 1642. Als nächster Besitzer ist Jost Becker (1608-1676) anzunehmen, der mit Catharina, Tochter des „Adams Simon“ aus Frankenbach verheiratet war. Sein Sohn Johannes (1647-1724) besaß mit Sicherheit das Anwesen. Wiederum dessen Sohn Johann Georg Becker (1685-1751), ein Schneider, heiratete Christina geb. Laucht aus „Wolfels“. Sein Grabstein steht noch an der Kirchverser Kirche.

Nach ihm übernahm der Sohn Johannes Becker (1722-1777) den elterlichen Besitz und wurde einige Jahre später Schulmeister in Kirchvers. Daher bekam der Hof seinen ursprünglichen Dorfnamen „Schumestersch“. Becker war mit Anna Catharina geb. Gibb aus „Hansberresch“ verheiratet. Nachfolger im Schulmeisteramt wurde sein Sohn Johann Aegidius Becker (1749-1823), dem wiederum dessen Sohn Johann Becker (1782-1851) folgte. Diese drei Schullehrer Becker hielten bis zum Bau der Schule in der Kirchstraße in einer Stube ihres Hauses Unterricht. Der Sohn des letztgenannten, Johann Jacob Becker (1823-1890), war zweimal verheiratet und tauschte den Hof 1865 gegen den heutigen „Schumestersch“ Hof Am Heiligen Garten ein. Dorthin zog er auch mit seiner Familie, wobei sich sein Dorfname „Schumestersch“ auf diesen neuen Wohnsitz übertrug. Im Gegenzug zog die Witwe des Johannes Gibb mit ihrer Tochter Anna Margaretha vom Heiligen Garten in die Gießener Landstraße und brachte ihren Dorfnamen „Hanse“ mit. Die genannte Tochter der Witwe Gibb heiratete dann Johann Georg Heuser (1840-1914) aus Lohra. Deren Enkel war Georg Heuser (1904-1981), verheiratet mit Katharina geb. Teutsch (1904-1983) aus Weidenhausen. Er gab das Anwesen an seinen Sohn Walter weiter. 47)

Hanse II

auch "Schumestersch I"

Schulliehrersch

Haus: Gießener Landstraße 10, alte Nr. 44

Deutung: Beruf Schullehrer

Herkunft: Johann Rücker (1844-1911), Ackermann und Gastwirt, stammte aus der Hardtmühle und war mit Wilhelmine Johannette geb. Becker (1849-1904), Tochter des Kirchverser Schullehrers Johannes Becker und seiner Ehefrau Marie geb. Exter, verheiratet. Deshalb bekam diese Familie und somit auch ihr Haus den heutigen Dorfnamen „Schulliehrersch“. Nach ihnen übernahm der Sohn Johannes Rücker (1874-1933) mit seiner Ehefrau Anna Katharina geb. Platt (1873-1934) aus Altenvers, anschließend dessen Sohn Heinrich (1908-1976), verheiratet mit Elisabeth geb. Valentin (1907-1983) aus Wilsbach, das Haus, in dem sich früher eine Gastwirtschaft und später eine Poststelle befand. Der Schwiegersohn der letztgenannten Eheleute, Ernst Rühl, heiratete aus Weipoltshausen ein. 47)

Schumestersch I

vorher „Hanse II“

Haus: Am Heiligen Garten 3, alte Nr. 33

Deutung: „Schumestersch“: Beruf Schulmeister, „Hanse“: Vorname Hans

Herkunft: Der ursprüngliche Dorfname dieses Hofes war „Hanse“. Erster bekannter Bewohner und Namensgeber für diesen Dorfnamen war Hans Weber (1663-1727), der aus Elnhausen stammte und mit Catharina geb. Hahn aus Kirchvers verheiratet war. Diese Eheleute ließen im Jahr 1698 laut Inschrift die heute noch erhaltene Scheune erbauen. Anschließend übernahm deren Schwiegersohn Theiß Weber (1666-1749) aus „Chreass“ das Anwesen. Dessen Schwiegersohn war Johann Steinmüller (1705-1781) aus „Lapps“, dessen Ehe kinderlos blieb. Er zog im Alter wieder zurück in sein Elternhaus.

Nächstgenannter Besitzer war Henrich Tobias Hahn (1734-1778) aus „Kochs“, der im Kirchenbuch erst als Feldwebel und dann als Weißbinder und Maler bezeichnet wird. Er war mit Catharina geb. Gerlach aus Holzhausen bei Gladenbach verheiratet. Nach seinem Tod heiratete sie in zweiter Ehe Johann Jacob Weber, einen unehelich geborenen Sohn der Margaretha Tregel aus „Petersch“. Kurz danach ist das Paar aus Kirchvers weggezogen und der Hof wurde an Conrad Daniel, den damaligen Hofmann im Adelshof (Grabenhof) verkauft. Auch dieser zog kurze Zeit später fort.

Um 1790 erwarb dann Hans Reinhard Gibb (1753-1820) aus dem Nachbarhof „Hansberresch“ mit seiner Ehefrau Elisabeth geb. Dielmann aus Seelbach das Anwesen, welches er anschließend an seinen Sohn Johannes Gibb (1792-1858) weitervererbte. Dessen Witwe Anna tauschte 1865 (wie unter „Hanse I“ beschrieben) den Hof gegen den heutigen „Hanse“ Hof in der "Gießener Landstraße 5" ein und zog mit ihrer Tochter dorthin. Im Gegenzug zog Johann Jacob Becker (1823-1890) mit seiner zweiten Ehefrau Katharina geb. Müller (1833-1887) aus Runzhausen von der Gießener Landstraße an den Heiligen Garten. Dabei übertrug sich deren Dorfname „Schumestersch“ auf diesen Hof. Beckers Schwiegersohn Christian Schneider (1840-1917) aus Odenhausen/Lahn erbte den Besitz der Schwiegereltern, doch er konnte ihn mit seiner Ehefrau Anna Margaretha („Ammegritt“) aus finanziellen Gründen nicht lange unterhalten. So verkauften sie ihn und zogen in das Kirchverser Hirten- oder Armenhaus.

1896 kauften Johann Jakob Abel (1867-1911) aus „Melchersch“ und dessen Ehefrau Anna Elisabeth geb. Elmshäuser (1868-1946) aus Altenvers das Anwesen, das anschließend von dem Sohn Johannes Abel (1908-1945) und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Rücker aus „Schulliehrersch“ übernommen wurde. Deren Sohn ist der heutige Besitzer Heinrich Abel. 47)

Schumestersch II

auch "Hanse I"

Lehrer

Chronik

Siehe auch

Kirchvers · Straßen · Geographie · Schulen · Schulen in Lohra · Persönlichkeiten · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen

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