Lohra-Wiki

Rollshausen

Aus Lohra-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

08 Rollshausen

Familie von Rollshausen

Das hübsche Dorf liegt im Krebsbachtal, ist ein Ortsteil von Lohra im Landkreis Marburg-Biedenkopf und hat derzeit ca. 320 Einwohner. Der Ort liegt an der Kreisstraße 50 und 51, ca. 7 km westlich der Bahnlinie Marburg-Gießen und 236 m über dem Meeresspiegel. Die Gemarkung ist bergig und waldreich: ca. 284 ha von 501 ha sind mit Wald bedeckt.

Veränderungen im Erscheinungsbild des Ortes und der Landschaft gingen einher mit der Expansion von ansässigen Betrieben, wobei der Waldanteil zugenommen hat, da die landwirtschaftliche Nutzung zurückgegangen ist.

Rollshausen ist heute im wesentlichen ein „Wohndorf“(Auspendlerdorf), wobei die Zahl der hier in fünf Betrieben ca. 50 Beschäftigten recht hoch ist.

Landwirtschaft wird heute nur noch von von sechs Familien im Nebenerwerb betrieben. Große Teile der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind heute an auswärtige Betriebe verpachtet.

In den letzten 30 Jahren wurden ca. 30 neue Wohnhäuser gebaut, wodurch sich die Einwohnerzahl um etwa 100 Personen erhöhte. Zur Zeit stehen außer einigen Baulücken, die nur schwer verkäuflich sind, keine neuen Bauplätze zur Verfügung.

Trotz Mängel bei der Infrastruktur ist das Leben hier lebens- und liebenswert. Neben einer erholsamen Landschaft bestehen zahlreiche kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Angebote und Möglichkeiten sich einzubringen, sowie entsprechende Einrichtungen.

Die überörtliche (Biedenkopf, Dillenburg, Marburg, Gießen, Niederwalgern) Anbindung ist durch einen guten getakteten Busnetzverkehr (mit der Möglichkeit eines AST) bis nach Mitternacht gewährleistet, dies schließt die Schülerbeförderung mit ein.

Grundschule und Kindergärten (Kindertagesstätten) sind im Umkreis von ca. 3 km erreichbar.

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungseinheit

Ortsteil der Gemeinde: Lohra, Ortstyp: Dorf, Politische Vertretung: Ortsbeirat

Lagebezug

Karte von Rollshausen

  • Lagebezug: ca. 15 km südwestlich Marburg
  • Topographische Karte: 5217 Gladenbach
  • Gauß-Krüger Rechtswert: 3472184 m
  • Gauß-Krüger Hochwert: 5620379 m
  • Höhenlage: 235 m über NN

Lage der Siedlung

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und teilweise lockerer Gehöftanordnung in einer Mulde von mehreren Talzügen beiderseits eines zur Vers ziehenden Bachlaufs. Kirche auf kräftigem Sporn der Mittelterrasse am Ortsrand.

Ortsspitzname

"Wirrehopch"; Wiedehöpfe

Verkehrslage der Siedlung

Straße Seelbach-Altenvers (im Zuge der alten Köln-Leipziger Messestraße) mit Abzweig nach Lohra. Alte Amtsstraße von Gießen-Gladenbach und Biedenkopf

Historische Namensformen

  • de Rolshusen (1256) Wyss, UB Deutscher Orden 1, 1 Nr. 139;
  • de Rollishusen (1263);
  • de Rodilshusen (1355);
  • Rulshusen (1374);
  • Rolhusin (1442);
  • Rultzhusen (1577);
  • Rolshausen (1577);

Ersterwähnung

Rollshausen wurde unter "de Rolshusen" 1256 unter (Wyss I Nr. 139) erstmals erwähnt und ist heute offiziell 750 Jahre alt.

Siedlungsplätze und Gemarkung

Etzelsburg (ca. 0,5 km nordwestlich R.); Füllhof (ca. 1,5 km sw. R. an der Gemarkunggrenze); Hofestatt (am Südwest-Rand des Ortes)

Bezeichnung der Siedlung:; Siedlungsgeschichte

Siedlungsentwicklung:

Umlegung der Flur:

Älteste Gemarkungskarte: 1798.

Flächennutzungsstatistik:

  • 1838 (Kasseler Acker): 520 stellbares Land, 279 Wiesen, 10 Gärten, 90 Triesche, 207 Wald.
  • 1885 (ha): 486, davon 134 Ackerl., 66 Wiesen, 263 Holz.
  • 1961 (ha): 501, davon 253 Wald.

Flurnamen · Flurkarte · Gemeindestraßen · Hausnamen

Einwohnerstatistik

  • 1502: 8,
  • 1577: 21,
  • 1630: 17 hausgesessene
  • 1681: 15 hausgesessene Mannsch.
  • 1745: 75,
  • 1838: 88,
  • 1885: 156,
  • 1925: 154,
  • 1939: 188,
  • 1950: 248,
  • 1961: 226 Einwohner -
  • 1861: alle Einwohner evangelisch-lutherisch
  • 1961: 209 evangelisch, 15 römisch-katholisch Einwohner -
  • 1630: 12 zweispänn., 2 einspänn.Ackerleute, 3 Einläuftige
  • 1745: 1 Zimmermann, 1 Maurer, 1 Schmied.
  • 1838 (Familien): 10 Ackerbau, 4 Gewerbe, 6 Tagelöhner 11 nutzungsberechtigte, 6 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 4 Beisitzer. *1961 (Erwerbspersonen): 53 Land- und Forstwirtschaft, 49 Produzierendes Gewerbe, 10 Handel und Verkehr, 4 Dienstleistungen und Sonstiges

Verwaltungsbezirk

  • 1374: Gericht Lohra, das seit 1601 mit dem Gericht Fronhausen verbunden ist.
  • 1686: Amt Fronhausen.
  • 1807-1813: Kanton Lohra.
  • 1821: Kreis Marburg. -
  • 1821: Justizamt, seit 1867 Amtsgericht Fronhausen.
  • 1902: Amtsgericht Gladenbach.
  • 1948: Amtsgericht Marburg

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1343 erwirbt der Deutsche Orden Marburg von den von Wolfskehl ein Gut in R. -
  • Vor 1442 erwerben die von Buseck Güterbesitz.
  • 1457 verkaufen die Zöllner dem Magister Heinrich Imhof genannt Rode aus Marburg ihr Erbgut zu R. -
  • 1494 verfügt der Landgraf über 3 dienstbare Pflüge in R. -
  • Der Zehnte ist 1405 solms. Lehen der Vögte von Fronhausen

Ortsadel

seit 1256; hess. Zweig der von R. 1710 ausgestorben

Ortskirche

  • 1577 und später: nach Lohra eingepfarrt;
  • 1630 und später Filiale von Lohra

Kirchliche Mittelbehörden: 15. Jh.: Sendbezirk Lohra.

Wirtschaft

Siehe auch

Verfolgte · Wahlen · Wappen · Persönlichkeiten

Infrastruktur

Busnetzverkehr · DSL/Handy · Gemeindestraßen · Gewerbe · Kinderbetreuung · Schule · Kultur und Freizeit · Sehenswürdigkeiten · Vereinigungen

Geschichte

Chronik · Ersterwähnung · Wappen · Flurnamen · Für Neugierige · Gebietsreform · Großgemeinde

Service

Notruf, Hilfe, Betreuung · Link-Service · Veranstaltungskalender · Mitteilungen aus den Ortsteilen

Ansichten
Persönliche Werkzeuge