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Oberhessische Presse Jan.-Juni 2008

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Pressemitteilungen Oberhessische Presse www.op-marburg.de

Inhaltsverzeichnis

- Presse-Recherche nicht mehr möglich

Da eine Online- Recherche nach Artikeln dieser Zeitung zu Lohra scheinbar nicht mehr gewünscht wird, stellen wir diesen Dienst ein.

Die kostenlose Werbung für Veröffentlichungen dieser Medien ist nicht gewünscht, womit sich diese selbst einen Ast absägen, den sie unseres Erachtens dringend bräuchten.

Hinweise auf Veröffentlichungen dieser Medien in unserem Lohra-Wiki sollten nach unserem Verständnis deren Verbundenheit mit unserer Heimat hervorheben und auf diese aufmerksam machen.

Wir stellen diesen Dienst hiermit ein.

- 15.06.2008: Altstars und junge Sportler „zaubern“ für den guten Zweck

Lohra. Ein Wiedersehen mit Altstars der Fußballszene sowie mit aktuellen Größen des nordischen Skisports feierten etwa 1.000 Besucher der Benefizveranstaltung „Für Daniel“ in Lohra.

Bodo Ganswindt: Daniel Krug, der Mannschaftkapitän des VfB Lohra, war im November 2007 bei einem Unfall ums Leben gekommen. Zu seinen Ehren und für die Pflege seines Grabes sowie für die Unterstützung eines an den Rollstuhl bebundenen Lohraers haben Freunde am Samstag einen Benefiznachmittag veranstaltet, zu dem etwa 1.000 Besucher gekommen waren.

Litt das Spiel der Jugendlichen noch unter heftigen Regenschauern, klarte der Himmel allmählich auf, sodass alle Beteiligten bis Schluss von weitern Wetterkapriolen verschont blieben. So erlebten die Gäste nach würdevollen Gedenkminuten an den Verstorbenen ein munteres Fußballspiel auf dem gepflegten Rasenplatz der Sportanlage des VfB Lohra. Der legendäre Horst Eckel – einer der noch lebenden Spieler der Weltmeistermannschaft des Jahres 1954 – führte die beiden Spielpartner auf das Feld. Er habe eigentlich gerne mitspielen wollen, betont der inzwischen 76-Jährige. „Aber momentan habe ich ein paar Probleme mit meinen Knien“, sagte er. Aber immerhin reichte es für den Anstoß für die Begegnung eines Prominententeams gegen Fußballer des VfB Lohra.

Natürlich waren die Gastgeber auf verlorenem Posten, als Andreas Möller, Charly Körbel und Co Gas geben. Wenn auch die Kondition nicht mehr bei allen die beste war, so ließ die mit ehemaligen Stars der Frankfurter Eintracht gespickte Promi-Elf immer wieder ihr Können aufblitzen.

Uwe Bindewald, Ralf Falkenmeyer, Manni Binz, Ralf Weber, Andree Wiedener und Dietmar Roth zeigten eindrucksvoll, dass sie noch immer Ball, Mann und Raum beherrschen – auf alle Fälle gegen einen schwächeren Gegner. Tore blieben nicht aus. Ganze neun legten die Promis, die von dem nordischen Kombinierer Ronny Ackermann unterstützt wurden, dem Lohraer Team ins Netz. Dessen Keeper Heiko Schmidt stand immer wieder im Mittelpunkt und verhinderte Schlimmeres. Die Altstars kombinierten und tricksten, was das Zeug hielt und bekamen oftmals Beifall auf offener Szene. Dies ganz besonders, als etwa Klaus Fischer, der Schütze des Jahrhunderttores, und Willi Lippens, genannt „die Ente“ aufliefen. Aber auch die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Shary Reeves, die zuvor ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder gestaltet hatte, setzte unübersehbare Akzente. So auch „Ente“ Lippens. Er watschelte in bekannter Maier über das Feld, forderte lautstark Pässe in die Spitze, bekam sie auch, war allerdings nicht frisch genug, eine jeden von ihenen zu erlaufen – eigentlich gar keinen. Aber immerhin staubte er ein Tor ab. Ronny Ackermann, der Fußball als einen willkommen Ausgleich in sein Trainingsprogramm integriert hat, erzielte gar zwei Treffer. Überdies trafen Falkenmeyer, Binz, Weber, Wiedener, Bindewald und ein Eigentorschütze.

- 13.06.2008: Es bleibt dabei: Vorerst keine Froschgruppe im Kindergarten

Kirchvers. Enttäuscht nahmen die betroffenen Eltern die Entscheidung der Gemeindevertreter Lohras, die dritte Gruppe im Kindergarten nicht wieder einzuführen, zur Kenntnis.

Gianfranco Fain: „Wir wundern uns schon sehr über die Gemeindevertreter“, sagt Jacqueline Teuthoff vom Elternbeirat des Kirchverser Kindergartens nach der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend im Bürgerhaus Kirchvers. „Bei einem späteren Tagesordnungspunkt wurde viel von Familienfreundlichkeit gesprochen, doch bei unserem Anliegen werden die Wünsche der Familien nicht respektiert“, sagt die engagierte Mutter.

VerlässlicheZusagenNun würden die betroffenen Familien und die Erzieherin bis Mitte August „in der Luft hängen“. Die geschätzte Kindergärtnerin werde wohl auch einen andere Arbeitsstelle annehmen, wenn nicht sicher sei, ob die Froschgruppe weiter bestehen werde. Die berufstätigen Eltern bräuchten aber verlässliche Zusagen, ob ihre Kinder im Wunsch-Kindergarten aufgenommen werden, oder ob sie ihre Kinder in unterschiedliche Einrichtungen bringen müssen.

Auch Pfarrer Hans Peter Kovács vom Träger des Kindergartens, die evangelisch-lutherische Kirche, ist über die Entscheidung enttäuscht. Er sagte, dass man ebenso wie bei der hinausgeschobenen Verlängerung der Öffnungszeiten schauen müsse, „wie wir damit umgehen“.

Zuvor hatten die Gemeindevertreter eine Entscheidung zur Verlängerung der Öffnungszeiten der Kirchverser Kindertagesstätte mit 22 Ja-Stimmen bei 3 Gegenstimmen und einer Enthaltung auf die Augustsitzung vertagt. Sowohl der Haupt- und Finanzausschuss, als auch der Gemeindevorstand baten um diese Vertagung, da noch Beratungs- und Informationsbedarf herrsche. Bürgermeister Georg Gaul sagte, wenn ein attraktiveres Angebot geschaffen werde, sollten auch die anderen Tageseinrichtungen die Möglichkeit haben, dies einzuführen.

Grundsätzlich sprach sich keine Fraktion gegen die Verlängerung der Öffnungszeiten, die aufgrund einer Elternbefragung geschehen soll, aus. Die SPD begrüßt sogar die Intention, da sie eine Anpassung an die veränderten Arbeitsbedingungen darstelle, aber man wolle keine Insellösung, betonte Fraktionsvorsitzender Kurt Schwald. Bernd Willershausen von der BfB drängte dagegen darauf, mit der Entscheidung nicht zu warten, bis ein Einklang erzielt sei.

Gemeindevertreter bleiben standhaftAuch beim vorherigen Diskussionspunkt kam es zu dem absehbaren Abstimmungsergebnis (die OP berichtete). Mit 18-Nein-Stimmen, bei 5 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen sprach sich die Gemeindevertretung gegen die Fortführung der Froschgruppe aus.

Für die Parlamentarier gab die zu erwartende Belegungszahl in den vier Kindertagesstätten der Gemeinde den Ausschlag. Während die beiden Häuser in Lohra belegt sind, verfügt Altenvers noch über 9 freie Plätze während in Kirchvers 6 Kinder mehr angemeldet sind, als Plätze zur Verfügung stehen.

Das Parlament lehnt die Wiedereinführung der zusätzlichen Froschgruppe ab, solange in Altenvers noch Plätze frei sind. Das würde für die Gemeinde rund 21.000 Euro Mehrkosten für Kirchvers bedeuten, während das Defizit für die freien Plätze in Altenvers auch getragen werden muss. Harald Rink von der BfB sprach sich für die Froschgruppe aus und rückte den Elternwunsch und das Schicksal der Geschwisterkinder in den Vordergrund.

Die CDU brachte dagegen einen Prüfantrag ein, der auch vom Parlament mit 23-Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen wurde. Damit wird der Gemeindevorstand aufgefordert, mit den Trägern zu sprechen, um zu einer Vereinbarung über Vergaberichtlinien zu kommen.

Es könne nicht sein, dass das Parlament ständig der Buhmann sei, weil es keine klare Linie gebe, sagte Fraktionsvorsitzender Waßmuth. Bürgermeis ter Gaul wies darauf hin, dass es bereits einen Termin gegeben habe, damals auf Antrag der BfB, bei dem sich die Parteien darauf verständigt hätten, keine Vergaberichtlinien und keine Zuteilung einzuführen. Aber es könne nicht sein, dass emotionale Dinge den Ausschlag geben, weil in allen vier Einrichtung hervorragende Arbeit geleistet wird.

Hans-Wilhelm Kisch forderte Vergaberichtlinien, auch wenn diese Beschränkungen für die Träger bedeuteten. „Schließlich trägt die Gemeinde das Defizit.“

- 08.06.2008: Eltern kämpfen für den Erhalt der „Froschgruppe“ in Kirchvers

Lohra. Die Sitzung des Haupt-, Finanz- und Sozialausschusses Lohra fand ausnahmsweise im Gruppenraum des Bürgerhauses statt, mehr als 20 Gäste nahmen an der Sitzung teil.

Anita Ruprecht: Die gemeindlichen Gremien befassen sich einmal mehr mit der „Froschgruppe“ des Kindergartens Kirchvers. Die Gemeindevertretung hatte in ihrer Sitzung am 17. April beschlossen, die „Froschgruppe“ immer bei Bedarf einzurichten. Bürgermeister Georg Gaul teilte mit, dass ab dem 1. August in der Kindertagesstätte Altenvers neun Plätze frei seien. Kirchvers ist voll besetzt und kann im neuen Kindergartenjahr sechs Kinder nicht aufnehmen, falls die „Froschgruppe“ geschlossen wird. Diese Kinder könnten in dem Hort im Nachbarort Altenvers aufgenommen werden, sodass nach dem jetzigen Stand die „Froschgruppe“ nicht benötigt würde.

- 18.05.2008 : SPD Marburg-Biedenkopf wählt Vorstand

Lohra. Die Sozialdemokraten Marburg-Biedenkopfs bestätigten am Samstag ihren Unterbezirksvorsitzenden Detlef Ruffert im Amt.

Carsten Beckmann: 94 Parteitagsdelegierte sprachen Ruffert während des Unterbezirksparteitags im Lohraer Bürgerhaus ihr Vertrauen aus, doch auch 21 Gegenstimmen musste der alte und neue Vorsitzende hinnehmen. „Das Wahlergebnis ist besser als beim letzten Mal“, kommentierte Ruffert im Gespräch mit der OP sein Abschneiden und fügte hinzu: „Ich war skeptisch, ob mein Moderationskurs im linken Lager ankommt.“

Neben Ruffert wurden Ruth Beusing (112 Ja-Stimmen), Dieter Engel (109) und Werner Hesse (81) zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. In ihrem Amt bestätigt wurde die Unterbezirksschatzmeisterin Angelika Löber, die ohne Gegenkandidatur von 107 Delegierten gewählt wurde. Beisitzer im neuen Vorstand sind Hermann Brand (Lohra), Dörte Dinger (Marburg), Manfred Barth (Rauschenberg), Karin Szeder (Elnhausen), Stefan Bug (Niederweimar), Kristina Laucht (Sichertshausen), Andreas Schulz (Ebsdorfergrund), Jutta Jakob (Kombach), Dieter Kopp (Ockershausen) und Patrick Bernshausen (Gladenbach).

- 16.05.2008 : Aushilfe soll in Lohras Rathaus für Abhilfe sorgen

Lohra. Die Arbeit in der Gemeindeverwaltung leidet seit einiger Zeit unter dem langfristigen Ausfall von Bediensteten. Jetzt will Bürgermeister Georg Gaul für Abhilfe sorgen.

Gianfranco Fain: Schon mehrfach fragten Gemeindevertreter während der Parlamentssitzungen beim Verwaltungschef nach, weshalb zum Beispiel die Entwürfe für den Mehrgenerationenspielplatz vor dem Bürgerhaus in Lohra oder die Überdachung des Friedhofshallenvorplatzes nicht vorlägen. Die Antwort von Bürgermeister Georg Gaul fiel jedes Mal gleich aus: Aufgrund von langfristigen Erkrankungen der Mitarbeiter des Bauamtes sei es nicht möglich, Entwürfe vorzulegen.

Die Fraktionsvorsitzenden haben durchaus Verständnis für die Situation. Es sei nachvollziehbar, dass bei einer dünnen Personaldecke, dann einiges liegen bleibt, meint Harald Rink von den „Bürgern für Bürgernähe“. „Aber das kann kein Dauerzustand sein“, meint der Christdemokrat Werner Waßmuth. Für Sozialdemokrat Kurt Schwald ist „der Zustand nicht befriedigend“. Alle sind sich einig: Eine Lösung muss herbei. Aber dies sei Sache des Bürgermeisters.

Georg Gaul ist sich der Situation bewusst, zumal von den 13 Stellen in der Verwaltung neben den beiden krankheitsbedingten Stellen im Bauamt auch eine weitere durch Beurlaubung unbesetzt ist. So ist die laut Rechnungshof schon „knapp besetzte Verwaltung in Lohra“ am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angekommen. Im Rathaus der Gemeinde wird die komplette Palette kommunaler Dienstleistungen, wie zum Beispiel Melde- und Passwesen, Standesamt, Bauantragswesen und die Tätigkeiten der allgemeinen Verwaltung angeboten.

- 16.05.2008 : Lohras Schüler treten in Fernseh-Show auf

Lohra. „Der Unterricht wird zum Lokaltermin“. Dieser Satz aus Erich Kästners Buch „Das fliegende Klassenzimmer“ trifft auf die Klassen 3a, b und c der Grundschule Lohra zu. Vor einigen Wochen erweiterten die Mädchen und Jungen ihr Wissen in der Medienkunde beim Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar.

von unseren Redakteuren: Für wenige Stunden tauschten sie mit Konrektor Markus Hemberger und den Lehrerinnen Birgit Donges sowie Ursula Scherge-Weckend das Klassenzimmer mit dem Fernsehstudio. Sie wirkten nämlich an der christlichen Kinderquiz-Fernsehshow JoeMax.TV mit.

Das Ergebnis ist am Samstag, 21. Juni, um 17.30 Uhr in der Sendereihe „JoeMax.TV“ mit Moderator Reiner Straßheim bei Bibel TV über Satellit und Kabel analog und digital sowie im Internet zu sehen, als Wiederholung am Montag um 17.30 Uhr.

In einer halben Stunde spielen jeweils zwei Schulklassen mit, die Fragen aus Sport, Tierwelt, Bibel und Allgemeinwissen lösen. Drei Schüler vertreten ihre Klasse am Pult, die Mitschüler bilden das Publikum, das die Kandidaten anfeuert, und löst selbst eine Frage.

Als Kandidaten standen Marcel Lohkämper, Jakob Schepp und Tina Runzheimer von der 3a sowie Laura Burk, Lara Löwe und Konstantin Krüger-Klös (3b und 3c) vor der Kamera. Die Rateteams spielen dabei Punkte ein zugunsten der Kinderhilfsaktion „Projekt Samuel“ des Evangeliums-Rundfunks und seines internationalen Partners Trans World Radio und unterstützen damit zum Beispiel Sendungen für Aidswaisen in Afrika.

- 07.05.2008 : „Wir wollen, dass Bürger bei uns anrufen“

Fronhausen. Die bundesweit einheitliche Behördennummer D 115 soll die Kundenfreundlichkeit erhöhen. Drei Bürgermeister im Kreis sehen dies anders.

Heike Horst: Ende März lud Landrat Robert Fischbach Bürgermeister und Behörden-Vertreter zur Vorstellung des Projekts D 115 des Bundesinnenministeriums ein. Es handelt sich dabei um eine bundesweit einheitliche Telefonnummer, die – analog zu 110 für die Polizei – die Kundenfreundlichkeit erhöhen soll.

Wer die 115 wählt, landet in einem Servicecenter und erhält dort Auskünfte über die Zuständigkeiten von Ämtern, deren Öffnungszeiten, was mitzubringen ist, um etwa einen Führerschein oder einen Pass zu beantragen, ohne mit der jeweiligen Gemeinde verbunden zu sein.

Die Bürgermeister Georg Gaul (Lohra), Andreas Schulz (Ebsdorfergrund) und Reinhold Weber (Fronhausen) lehnen eine Beteiligung an dem Projekt ab. Nach ihrer Ansicht entstünden dadurch unnötige Kosten. Zwar seien noch keine Zahlen bekannt, doch in dem zentralen Servicecenter sollen 8 bis 15 Mitarbeiter sitzen, „und die müssen bezahlt werden“, sagt Andreas Schulz.

Auch eine Verbesserung der Kundenfreundlichkeit können die drei Bürgermeister nicht erkennen. „Wir wollen, dass die Bürger bei uns anrufen, sich mit ihrer Gemeinde identifizieren“, so Schulz. Es solle nicht anonymisiert werden, sondern ein enger Kontakt zwischen Bürgern und den Sachbearbeitern der Verwaltung bestehen.

- 29.04.2008 : Vermeintlicher Raub bleibt ohne Folgen

Marburg. Mit einem Freispruch endete das Verfahren gegen einen heute 21-jährigen Hinterländer vor dem Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richter Thomas Rohner.

Stefan Weisbrod: Vorgeworfen wurde dem zur Tatzeit 18-Jährigen, an einem Abend im Januar oder Februar 2005 gemeinsam mit weiteren Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in die Wohnung eines Gleichaltrigen aus Lohra eingedrungen zu sein, mehrere Personen bedroht und eine Spielkonsole sowie Geld entwendet zu haben. Der Angeklagte bestritt die Tat vehement. Er könne sich nicht erklären, wieso ihn das vermeintliche Opfer, das er nach eigenen Angaben nur vom gemeinsamen Marihuana-Rauchen kennt, beschuldigte. Das inzwischen 21-Jährige vermeintliche Opfer erstattete erst im vergangenen Jahr Anzeige gegen den Hinterländer, nachdem er selbst wegen vermeintlicher Drogendelikte von der Polizei vernommen wurde. Die Verteidigerin des Angeklagten sah darin einen denkbaren Grund für eine mögliche falsche Verdächtigung: „Vielleicht hatte er gedacht, mein Mandant hätte ihn bei der Polizei wegen seiner Drogengeschäfte verraten.“

- 23.04.2008 : Richter stellt Verfahren gegen jugendlichen Unfallfahrer ein

Marburg. Das Verfahren gegen einen 18-jährigen Autofahrer stellte Richter Jens-Daniel Braun gestern gegen eine Geldauflage in Höhe von 500 Euro ein.

Braun stellte zwar die Verantwortung für eine fahrlässige Tötung wenn auch auf niedrigem Niveau fest, sprach aber von einem „tragischen Unglück“ bei dem im November des vergangenen Jahres ein 19-jähriger Fußballer aus Lohra im Nachbarkreis auf der Landesstraße zwischen Haddenberg und Dodenhausen starb.

Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass der Beifahrer nicht angeschnallt war als er aus dem Auto geschleudert wurde und sofort tot war. Nach der Zeugenvernehmung und den Expertenberichten verzichtete die Staatsanwaltschaft auf einen Strafantrag.

- 16.04.2008 : „Neue Suche nach alten Werten“

Lohra. Vom 23. bis 25. April spricht Pfarrer i.R. und Buchautor Axel Kühner an drei Abenden im Dorfgemeinschaftshaus von Altenvers über unterschiedliche christliche Themen.

von unseren Redakteuren: Der Landeskirchlichen Gemeinschaft Altenvers ist es gelungen, den Bestsellerautor Pfarrer Axel Kühner aus Kassel für drei Vortagsabende zu verpflichten.

Kühner ist seit fast 30 Jahren als Redner über Themen des christlichen Glaubens im Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie in ganz Deutschland unterwegs und ist auch in der Großgemeinde Lohra kein Unbekannter. Mehrere Vortragswochen und Kirchenvorstandsseminare in der Kerngemeinde sowie Vortragswochen im Kirchspiel Kirchvers lassen den Pfarrer im Ruhestand als alten Bekannten in die Gemeinde Lohra zurückkehren.

Die Themen der Abende beschäftigen sich mit der aktuell durch den ZDF-Moderator Peter Hahne angestoßenen Wertediskussion: „Neue Suche nach alten Werten“ lautet der Titel des Themas vom Mittwoch, 23. April.

- 15.04.2008 : Für das Sonnensegel fehlt noch Geld

Lohra. Ein von der Idee her gut gemeinter Appell droht in den Mühlen der Parlamentsbürokratie steckenzubleiben.

Gianfranco Fain: Seit Jahren möchten die Erzieherinnen der evangelischen Kindertagesstätte Konrad-Gaul-Straße ein Sonnensegel haben, um das Freigelände zu beschatten. Es fehlten bisher nur die rund 2 000 Euro für den Kauf. Ein Problem, mit dem sich auch der Arbeitskreis aus Erzieherinnen, Eltern und Kommunalpolitikern befasste. Während einer Sitzung schlug Werner Waßmuth vor, gemeinsam an die Gemeindevertreter zu appellieren, dem Kindergarten eine Spende in Höhe des Sitzungsgeldes zukommen zu lassen.

Die Gemeindevertreter erhalten 10 Euro pro Sitzung vergütet. Wenn alle 31 Gemeindevertreter und die sieben Angehörigen des Gemeindevorstandes mitmachten, kämen 380 Euro zusammen, errechnete Waßmuth. Er beantragte beim Vorsitzenden der Gemeindevertretung eine aktuelle Stunde zum Thema „Sonnensegel“. Ihm kam der Fraktionsvorsitzende der SPD zuvor. Kurt Schwald beantragte ebenfalls die Behandlung des Themas während einer aktuellen Stunde und schlägt vor, dass die Teilnehmer ihr Sitzungsgeld vom 17. April spenden.

- 14.04.2008 : Aufschlag mitten in der Nacht

Lohra. Der Tennisverein aus Lohra geht bei der Mitgliederwerbung neue Wege und präsentierte sich auf der Oberhessenschau.

Anita Ruprecht: Am Wochenende veranstalteten die Tennisfreunde Lohra ihr sechstes Mitternachtsturnier.

„Kurz vor dem Beginn der eigentlichen Tennis-Saison im Sommer veranstalten wir zur Einstimmung das Mitternachtsturnier in der Tennishalle in Gladenbach“, sagte Helge Müller, der Vorsitzende der Tennisfreunde Lohra im Gespräch.

Auch dieses Jahr nahmen wieder 25 Vereinsmitglieder am Turnier teil, das in den Abendstunden des Samstags begann und erst nach Mitternacht endete. Die Gewinner waren Valeri Birnbaum bei den Männern und Sandra Lobner bei den Frauen. Sie erhielten vom Vorsitzenden jeweils eine Siegerurkunde und eine Flasche Champagner.

Neben seiner Tätigkeit als Vereinsvorsitzender der Tennisfreunde Lohra ist Müller auch Sportwart und Spielleiter im Tenniskreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Er berichtete, dass die Tennisfreunde Lohra zum ersten Mal bei der Oberhessenschau mit einem Stand vertreten sind.

Am Stand auf der Oberhessenschau präsentieren sich täglich andere Vereine aus dem Kreisgebiet, denn „Mitgliederwerbung ist das A und O in unserem Sport“, sagte Müller. Am vergangenen Wochenende waren Lohra und Weimar dran. Auf der Schaubühne der Oberhessenschau präsentierte die Jugend beider Vereine gemeinsam mit ihren Trainern auf einem Feld von 8 mal 5 Metern Schauturniere.

Kinder und Jugendliche, die ihr Interesse am Tennissport bekundeten und dies schriftlich dokumentieren, nehmen an einer Verlosung teil. Hauptpreis ist ein Flugzeugrundflug über die Tennisplätze des Landkreises.

- 14.04.2008 : Gemeinde Lohra gelingt der Haushaltsausgleich 2007

Lohra. Während der beiden Ausschuss-Sitzungen der Gemeinde Lohra informierte Bürgermeister Georg Gaul die Ausschussmitglieder in der vergangenen Woche über den Fortgang der Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, die das Gelände entlang der ehemaligen Bahntrasse der Gemeinde zum Kauf anbietet.

Gianfranco Fain: Für den Kauf des Geländes in der Ortslage Lohra liege der Gemeinde ein Angebot der Bahn vor, dass bis Ende April gilt. Mittlerweile habe die Gemeinde dem Unternehmen ihr Angebot unterbreitet. Es könne einige Zeit dauern, bis eine Antwort vorliege, sagte Gaul gestern.

Für einen Teil der Flächen liegen der Gemeinde Anfragen von Anliegern vor, die eventuell zum Kauf bereit sind. Von der Biegenstraße bis zur Eselsmühle wird die Gemeinde den Bahndamm zum Hochwasserschutz erhalten.

Ab der Reithalle ist angedacht, Stellplätze für Dauerparker zu errichten. Das Umfeld des ehemaligen Bahnhofsgebäudes könnte zur Nutzung für Sport, Spiel und Freizeit umgestaltet sowie zur Errichtung einer Bushaltestelle genutzt werden.

Ferner berichtete Gaul, dass die Jahresrechnung 2007 nunmehr abgeschlossen sei und dies erfreulicherweise nach zuvor defizitärem Plan mit einem ausgeglichenen Ergebnis geglückt sei. Zudem hätte das Ergebnis des Haushalts dazu geführt, dass 66.000 Euro der Rücklage zugeführt wurden.

Doch auch mit dieser Zuführung habe die Gemeinde die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage noch nicht erreicht. Zustande gekommen ist der Haushaltsausgleich laut Bürgermeister Gaul durch eine Gewerbesteuernachzahlung in Höhe von 180.000 Euro sowie einer Zahlung des der Gemeinde zustehenden Einkommenssteueranteils des Landes Hessen.

- 08.04.2008 : Kirche in Altenvers wird dieses Jahr saniert

Altenvers. Für die Arbeiten an Dach und Mauerwerk hofft der tragende Verein auf Unterstützung durch die Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen.

Gianfranco Fain: Der Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra steht wieder vor einer großen Investition. 250 000 Euro müssen diesmal aufgebracht werden, um dringend nötige Sanierungsarbeiten an der alten Kirche in Altenvers erfolgen zu lassen. Wie Dr. Heinrich Justus Wagner dem Bezirkskonservator des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Bernhard Buchstab, Landrat Robert Fischbach und Lohras Bürgermeister Georg Gaul erläuterte, soll die Sanierung des Daches und die Freilegung des Mauerwerks an der einzigen in Deutschland erhaltenen Kirche mit einer Apsis in Hufeisenform in zwei Bauabschnitte zu je etwa 125 000 Euro unterteilt werden.

Mit den Arbeiten des ersten Bauabschnitts soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Er wird auch in zwei Hälften unterteilt, wobei für die ersten Arbeiten an der Dachhälfte der Eingangsseite mit Kosten in Höhe von rund 70 000 Euro gerechnet wird.

- 04.04.2008 : Mehrgenerationenspielplatz am Bürgerhaus

Lohra. Der Ortsbeirat Lohra spricht sich einstimmig dafür aus, den Mehrgenerationenspielplatz auf der Rasenfläche vor dem Bürgerhaus entlang der Jahnstraße zu errichten.

Anita Ruprecht: Lohras Ortsvorsteherin Elfriede Köhler sagte während der Ortsbeiratssitzung, dass der Spielplatz mitten ins Dorf gehöre und nicht an den Ortsrand. Kurt Schwald betonte, dass der Mehrgenerationenspielplatz ein Mosaikstein im „Bündnis für Familien“ in der Gemeinde Lohra sei. Ruth Zimmermann sagte, da der Spielplatz umzäunt sei und um 19 Uhr abgeschlossen werde, sei er auch für die Anwohner zumutbar.

Köhler informierte ihre Ortsbeiratskollegen über den geplanten Vorbau für die Friedhofshalle und legte eine Zeichnung vor. Das Gemeindebauamt bereite den Bauantrag vor, berichtete Köhler.

Weiter informierte Köhler darüber, dass der Zweckverband interkommunale Zusammenarbeit Hinterland die Ortsmitte der Kerngemeinde Lohra mit Priorität eingestuft habe. Dies begründet der Zweckverband damit, dass Lohra einen erhaltenswerten Ortskern mit gut erkennbaren Hofstrukturen habe. Der Ortskern sei allerdings auch geprägt von einem hohen Durchgangsverkehr und leer stehenden Ladengeschäften. Es gelte den Siedlungskern im Zentrum als Versorgungszentrum zu stärken.

- 02.04.2008 : Unfall nach Wendemanöver auf B3

Niederweimar. Am späten Dienstagabend kam es auf der B3 in Höhe Niederweimar zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 52-jähriger aus Lohra leicht verletzt wurde.

Heike Horst: Laut Polizeisprecher Martin Ahlich war ein 27-jähriger Audi-A 4-Fahrer aus Großen-Buseck in Richtung Marburg unterwegs. Am Ende der Ausweichstrecke wendete er verbotenerweise sein Fahrzeug, übersah dabei einen 52-jährigen Golf-Fahrer, der aus Richtung Marburg kam und stieß mit ihm zusammen. Der Schaden beläuft sich auf 14.000 Euro.

- 02.04.2008: Bürger äußern Kritik an „Postraubroute“

Rodenhausen. Die Informationsveranstaltung mit Ernst-Ludwig Wagner, Geschäftsführer der Region Lahn-Dill-Bergland, und Lohras Bürgermeister Georg Gaul besuchten gut 20 Gäste.

Anita Ruprecht: Grund für die Zusammenkunft war eine vom Verein Region Lahn-Dill-Bergland konzipierte Wanderroute, die Extratour „Postraubroute“. Start der „Postraubroute“ ist an der Gaststätte „Kornhaus“ in Gladenbach-Mornshausen. Die Tour erstreckt sich über Erdhausen und die Koppe bis in die Subach und weiter nach Rodenhausen. Der 14 bis 16 Kilometer lange Weg führt gute drei Kilometer durch die Rodenhäuser Gemarkung rund um den Hausberg des Lohraer Ortsteils, den Hemmerich herum.

Hans-Walter Bopper äußerte als Vertreter von Jagdgenossenschaft und Forstbetriebsvereinigung Rodenhausen Kritik an dem Vorhaben. Er befürchtet eine erhöhte Waldbrandgefahr und ein hohes Müllaufkommen. Gleichzeitig befürchtet er Nachteile für die Rodenhäuser Waldbauern, die die Verkehrssicherungspflicht durch ihren Wald zu gewährleisten hätten sowie die Beeinträchtigung des jagdbaren Wilds, so dass der Jagdpächter zukünftig nicht mehr bereit sei, die Jagdpacht in der gleichen Höhe wie bisher zu entrichten. Von den Einkünften aus der Jagdpacht bauen und sanieren die Rodenhäuser ihre Feld- und Waldwege.

- 31.03.2008: Tödliche Attacke auf Schwiegervater - Täter hatte drei Promille

Lohra. Nach der tödlichen Messerattacke auf seinen 46 Jahre alten Stiefvater am Samstagabend schweigt sich der 28-jährige Täter weiter bezüglich seiner Gründe aus. Die Polizei in Marburg gab am Dienstag bekannt, dieser habe zur Tatzeit drei Promille Alkohol im Blut gehabt.

Die Polizei fand Erhard Debus gegen 0.30 Uhr tot in seinem Wohnhaus im Zentrum des Lohrarer Ortsteils Kichvers auf. Der 28-jährige, der mit im Haus wohnt, wurde noch am Tatort vernommen und ließ sich nach Angaben der Marburger Kriminalpolizei widerstandslos festnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war der 28-Jährige stark alkoholisiert. Das Motiv steht einen Tag nach der Tat noch nicht fest. Auch zum Promillewert machte die Kriminalpolizei keine Angaben. Das Blut des Täters werde noch analysiert, hieß es.

Der 28-jährige Täter wurde einem Haftrichter vorgeführt und sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Der Leich nahm von Erhard Debus wurde am Montag in Gießen gerichtsmedizinisch untersucht. Der Täter kann sich weiter nicht an den Tathergang erinnern.

Erhard Debus war fünf Jahre lang stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Lohra und seit 1983 Wehrführer in seinem Heimatort Weipoltshausen. Sein langjähriger Weggefährte, Lohras Bürgermeister Georg Gaul, war schockiert als er von dem Familiendrama erfuhr.

„Erhard ist nur ein Jahr jünger als ich“, sagte Gaul betroffen. Er kenne die Familienverhältnisse, wolle sich aber über ein Tatmotiv nicht äußern. Morgen hätte Gaul dem 46-Jährigen die Verabschiedungsurkunde übergegeben, da seine Amtzeit als stellvertretender Gemeindebrandinspektors abgelaufen ist.

Auch Gemeindebrandinspektor Bernd Schäfer war entsetzt, als sich am Samstagmorgen die Gerüchte über das Familiendrama erhärteten. Er beschrieb Debus als zuverlässigen und ruhigen Feuerwehrkameraden.

- 29.03.2008: 28-Jähriger ersticht seinen Stiefvater

Kirchvers. Durch einen Messerstich wurde der 46-jährige Erhard Debus in der Nacht zum Samstag in Kirchvers getötet. Sein 28-jähriger Stiefsohn gestand die Tat.

Silke Pfeifer-Sternke: Die Polizei fand Erhard Debus gegen 0.30 Uhr tot in seinem Wohnhaus im Zentrum des Lohrarer Ortsteils Kichvers auf. Der 28-jährige Sohn, der mit im Haus wohnt, wurde noch am Tatort vernommen und ließ sich nach Angaben der Marburger Kriminalpolizei widerstandslos festnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war der 28-Jährige stark alkoholisiert. Das Motiv steht einen Tag nach der Tat noch nicht fest. Auch zum Promillewert machte die Kriminalpolizei keine Angaben. Das Blut des Täters werde noch analysiert, hieß es.

Der 28-jährige Täter wurde einem Haftrichter vorgeführt und sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Der Leich nahm von Erhard Debus wird heute in Gießen gerichtsmedizinisch untersucht.

Erhard Debus war fünf Jahre lang stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Lohra und seit 1983 Wehrführer in seinem Heimatort Weipoltshausen. Sein langjähriger Weggefährte, Lohras Bürgermeister Georg Gaul, war schockiert als er von dem Familiendrama erfuhr.

„Erhard ist nur ein Jahr jünger als ich“, sagte Gaul betroffen. Er kenne die Familienverhältnisse, wolle sich aber über ein Tatmotiv nicht äußern. Morgen hätte Gaul dem 46-Jährigen die Verabschiedungsurkunde übergegeben, da seine Amtzeit als stellvertretender Gemeindebrandinspektors abgelaufen ist.

Auch Gemeindebrandinspektor Bernd Schäfer war entsetzt, als sich am Samstagmorgen die Gerüchte über das Familiendrama erhärteten. Er beschrieb Debus als zuverlässigen und ruhigen Feuerwehrkameraden.

- 16.03.2008: Andreas Heck ist der neue Gemeindebrandinspektor in Lohra

Lohra. In der Jahreshauptversammlung der Lohraer Wehren wurde Andreas Heck von der Freiwilligen Feuerwehr Willershausen zum neuen Gemeindebrandinspektor gewählt.

Anita Ruprecht: Gemeindebrandinspektor Bernd Schäfer berichtete über die Einsätze der Lohraer Wehren im vergangenen Jahr sowie über die Aufräumarbeiten nach dem Orkan „Kyrill“, über Hilfeleistungen bei Unfällen und über drei Brandeinsätze. Zudem kündigte Schäfer an, dass er für die anstehende Wahl des Gemeindebrandinspektors aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren wird.

Andreas Heck wurde zum Gemeindebrandinspektor gewählt. Stellvertretender Gemeindebrandinspektor ist Mario Geyer. Dirk Wagner wurde zum neuen Gemeindejugendfeuerwehrwart gewählt. Sein Stellvertreter ist Steffen Naumann.

Für 25 Jahre aktiven Dienst in der Einsatzabteilung wurden Udo Peter und Gerald Schepp von der Feuerwehr Altenvers sowie Hans-Peter Göbel von der Feuerwehr Kirchvers mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber geehrt.

- 14.03.2008: Ein Koch auf Abenteuerreise im Osten

Lohra. Björn Waßmuth kam auf der Hierarchie-Leiter der Edelküchen schnell nach oben, und erlebte dabei einiges. Doch sein Aufenthalt in Moskau ist eine neue Herausforderung.

Gianfranco Fain: „Ja, er erinnere sich an Björn Waßmuth“, sagt Bernd Siener, Chefkoch der „Belle Etage“ im Vila-Vita-Hotel Rosenpark in Marburg . Waßmuth habe in der Rosenkavalierküche angefangen und sei ins Gourmetrestaurant aufgerückt, „weil er sich mehr engagierte als andere“.

Damals, im Juli des Jahres 2000, kam der 19-Jährige nach seiner Ausbildung zum Koch im Sheraton Hotel Frankfurt als „Commis de cuisine“ ins Vila Vita Hotel nach Marburg. Sein Weg führte ihn in viele Hotels im In- und Ausland und mit fast jedem Arbeitsplatzwechsel war ein Aufstieg in der Küchen-Hierarchie verbunden.

Als 25-Jähriger erreichte Waßmuth in der Schweiz seine bisherige Spitzenposition als „Executive sous chef“ im Bürgenstock Hotels und Resort in dessen 17-Punkte-Gourmetrestaurant „Le Club“ er zuvor „Chef saucier“ und „Sous chef“ war.

Ein Arbeits- und Kulturschock sei es gewesen, als er im September in der russischen Hauptstadt seine neue Stelle antrat. „Ich wollte direkt wieder heimfliegen.“ Die ersten Arbeitstage waren erschreckend: die Hygienestandards seien anders, man bekomme viele Produkte nicht, importieren aus dem Westen sei sehr langwierig und bürokratisch – was heute bestellt wird, kommt erst in zwei Monaten.

60 Angestellte hat er in der Küche unter sich. „Ohne Englisch, das vier Mitarbeiter sprechen, liefe da gar nichts.“ Deshalb nimmt Björn Waßmuth seit Anfang dieses Jahres Russischunterricht bei einem Privatlehrer. Allmählich beginnt er seine Leute zu verstehen.

„Moskau ist Abenteuer pur“, schwärmt Waßmuth. In die U-Bahn habe er sich alleine erst getraut, als er einigermaßen lesen konnte, was auf den Schildern steht. „Das Nachtleben muss man erlebt haben“, sagt der Koch. In jedem Club gebe es eine Live-Show und Luxus pur, und auf den Straßen erlebe man den krassen Gegensatz.

Nach seinem Russland-Abenteuer will Björn Waßmuth noch ein paar Jahre im Ausland verbringen. In den heimischen Landkreis zieht es ihn nicht zurück, sondern in die Schweiz. Sein Traum ist „ein eigener Laden mit Fine-Dining und Lounge-Club“.

- 13.03.2008: Zum 150-jährigen Bestehen gibt es acht Prozent Dividende

Lohra. Während der Mitgliederversammlung der Volksbank Mittelhessen für den Geschäftsbereich Weimar wurden Gerhard Hoffmann, Willi Krag und Erwin Schneider geehrt.

Klaus Peter: Zu ihrer Mitgliederversammlung für die Großgemeinden Weimar und Lohra hatte die Volksbank Mittelhessen ins Bürgerhaus in Lohra eingeladen. Dort begrüßte Vorstandsmitglied Rainer Staffa etwa 220 Mitglieder. Der Volksbank gehören aus der Gemeinde Lohra zurzeit 1 377 und aus der Gemeinde Weimar 1 435 Mitglieder an.

Staffa wies darauf hin, dass die Volksbank Mittelhessen als eine der ältesten Genossenschaftsbanken in Hessen seit 150 Jahren in der Region tätig ist und nach der Bilanzsumme die viertgrößte und nach Mitgliederzahlen sogar die zweitgrößte Volksbank Deutschlands sei.

Er ging auch auf die Finanzkrisen am US-Immobilienmarkt ein, die mittlerweile auch Auswirkungen auf Teile der deutschen Bankenlandschaft genommen habe. Staffa versicherte jedoch, dass die Volksbank Mittelhessen nicht von dieser Finanzkrise betroffen sei.

- 13.03.2008: Standort wird zur Gretchenfrage für Generationentreff

Lohra. Prinzipiell begrüßen alle Fraktionen der Gemeindevertretung Lohras die Errichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes, doch wo dieser entsehen soll, ist noch offen.

Gianfranco Fain: Das Geld für den Bau des Mehrgenerationenspielplatzes in Lohra liegt bereit. Dem Familien- und Seniorenrat, der den Spielplatz in Eigenleistung bauen will, liegt schon eine Spende der Volksbank Mittelhessen in Höhe von 15 000 Euro vor, die Gemeinde gibt weitere 10 000 Euro hinzu.

Während der Betrag schon im Haushalt der Gemeinde eingearbeitet ist, offenbarte sich während der Gemeindevertretersitzung am 28. Februar, dass noch Gesprächsbedarf über den Standort besteht. Einem Antrag zufolge soll nun während der Sitzung des Gemeindeparlaments am 17. April darüber beraten und beschlossen werden.

Bürgermeister Georg Gaul berichtete, das der Gemeindevorstand während seiner Sitzung am 11. Februar festgelegt habe, den Spielplatz auf der Rasenfläche vor dem Bürgerhaus am Jahnweg anzulegen. Die unmittelbaren Anlieger des Bürgerhauses seien bei zwei Gesprächsterminen informiert worden. Zudem kündigte Gaul an, dass erwogen werde, die Parksituation am Bürgerhaus zu überprüfen und eine Verkehrsberuhigung im Kreuzungsbereich Schnurrgasse / Jahnstraße herbeizuführen.

Für Gaul stellt der Standort unterhalb des Bürgerhauses die beste Möglichkeit dar, weil er im Gegensatz zu den anderen zentral gelegen sei. Werner Waßmuth sieht dagegen im vorgesehenen Standort ein Problem. „Wenn der Mehrgenerationenspielplatz dort steht, nehmen wir uns die Möglichkeit, diesen Platz wie bisher bei Veranstaltungen in und um das Bürgerhaus herum zu nutzen“, sagt der CDU-Fraktionschef und nennt als Beispiel eine Gewerbschau.

- 04.03.2008: Amtsgericht lässt Angeklagten über eine „goldene Brücke“ gehen

Marburg. Ein 46 Jahre alter Mann aus Lohra wurde gestern vom Marburger Amtsgericht vom Vorwurf des versuchten schweren Raubüberfalls freigesprochen.

Florian Lerchbacher: Der Mann hatte im vergangenen Jahr versucht, die Sparkassen in Halsdorf zu überfallen (die OP berichtete), war aber nicht weiter als bis in den Vorraum des Gebäudes gekommen. Dort wollte er den Filialleiter abpassen, um ihn an schließend mit Hilfe einer Waffe zur Herausgabe des Geldes zu zwingen.

All das hatte der gelernte Maler- und Lackierer schon während der ersten Vernehmung im September zugegeben. Als Motiv gab er seine ausweglose Situation an: Sein Vermieter hatte ihn aus der Wohnung geworfen und ihn aufgefordert, noch ausstehende Rechnungen zu begleichen. Insgesamt beliefen sich die Schulden des 46-Jährigen auf rund 25 000 Euro. Er gab vor Gericht an, er habe immer auf eigenen Füßen gestanden, deswegen sei es ihm zuwider gewesen, Sozialleistungen zu beantragen. Allerdings spitzte sich seine berufliche Situation damals so zu, dass er keinen anderen Ausweg mehr wusste, als eine Bank zu überfallen.

Knackpunkt der Tat, die vom Betreten des Vorraumes der Bankfiliale bis zur Verhaftung nur etwas mehr als 20 Minuten dauerte, waren angebliche Zweifel, die beim Täter aufkamen. Schon den ganzen Morgen über habe er mit sich selbst gehadert, gab er an. Während er in dem Raum hockte und darauf wartete, den Angestellten abzupassen – der ihn allerdings bereits durch den Türspion entdeckt und die Polizei alarmiert hatte – sei ihm einiges durch den Kopf gegangen.

Der Mann hatte die Eingangs tür verriegelt und sich in Position gebracht. „Dann rüttelte es an der Tür: Ein Kunde wollte eintreten. Es kam noch einmal Unsicherheit in mir auf und ich zweifelte, ob ich den Überfall wirklich durchziehen soll“, erklärte er und ergänzte: „Mein Familie ging mir durch den Kopf und ich fragte mich, was mit meinen Eltern passiert, wenn ich in Haft komme. Im vergangenen Jahr erkrankte mein Vater an Krebs.“ Plötzlich habe es ein weiteres Mal an der Tür gerüttelt: Diesmal war es die Polizei. Widerstandslos ergab sich der Lohraer und gestand.

„Zwischen dem ersten Rütteln – angeblich ein Kunde – und dem zweiten Rütteln lagen einige Minuten. Warum haben sie nicht einfach die Maske abgezogen und die Bank verlassen?“, fragte Staatsanwältin Yvonne Vockert und erhielt als Antwort vom Angeklagten, dass er Angst vor draußen wartenden Kunden und somit der Enttarnung gehabt habe.

Vockert beantragte eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren für den Versuch des schweren Raubüberfalls. „Ich glaube, Ihre Angabe, dass Sie Zweifel bekamen und den Überfall abbrachen, ist eine Schutzbehauptung“, sagte sie und fügte hinzu: „Sie saßen in der Falle und konnten nicht mehr strafbefreiend von der Tat zurücktreten. Somit liegt hier ein fehlgeschlagener versuchter Raubüberfall vor.“

Der vorsitzende Richter Edgar Krug sah das anders: „Die Überlegungsphase im Vorraum der Sparkasse war lang. Dem Angeklagten schoss sein ganzes Leben durch den Kopf, dann kam er zu dem Ergebnis: Ich mache nicht weiter.“ Hauptargument sei aber, dass der Lohraer schon während der ersten Vernehmung – also vor jeglichen Gesprächen mit seinem Anwalt – von seinen Zweifeln berichtet habe. „Der Gesetzgeber hat genau für diesen Fall eine goldene Brücke gebaut: Wenn man rechtzeitig von seiner Tat zurücktritt, geht man straffrei aus.“

Ganz ohne Strafe verließ der Angeklagte das Gericht aber nicht: Er muss 400 Strafe zahlen, da er ein gestohlenes Nummernschild an seinem Auto für die Flucht angebracht und sich somit der Urkundenfälschung strafbar gemacht hatte. Staatsanwältin Vockert ist mit dem Urteil unzufrieden. Sie kündigte gegenüber der OP an, in Berufung zu gehen.

- 03.03.2008: Ohne feste Zeiten, kein Ortsvorsteher-Büro

Weipoltshausen. Der Haushaltsplan 2008, die Dorferneuerung und das Ortsvorsteherbüro waren Themen des Ortsbeirats.

Anita Ruprecht: Bürgermeister Georg Gaul stellte während der Ortsbeiratssitzung den Haushaltsplan 2008 der Gemeinde Lohra vor, in dem keine Projekte für Weipoltshausen vorgesehen sind. „Dieses Jahr beginnt in dem Lohraer Ortsteil die Dorferneuerung, und dann gibt es im Haushalt 2009 sicherlich wieder Ansätze für Weipoltshausen“, erklärte Gaul. Er nannte als Beispiele den Einbau einer neuen Heizung ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) oder die Verkehrsberuhigung.

Den vom Ortsbeirat gewünschten Umbau der ehemaligen Sparkassenfiliale im DGH zum Ortsvorsteher-Dienstbüro lehnt der Gemeindevorstand ab. Der Bürgermeister begründete dies damit, dass Ortsvorsteher Jörg Barth keine festen Sprechzeiten habe und dem Ortsbeirat die Heimatstube zur Verfügung stünde. Falls Barth feste Sprechstunden einrichte, werde der Gemeindevorstand erneut beraten. Ortsbeirat und Gäste wandten ein, dass es gut wäre, wenn der Raum im DGH für die startende Dorferneuerung zur Verfügung stände.

Anschließend berichtete Barth von der ers ten Sitzung zur Dorferneuerung. Rund 20 Interessenten kamen, die 4 Themengruppen bildeten. Am 26. April findet das nächste Treffen statt. Gaul erläuterte, dass im Zuge der Dorferneuerung kommunale Aufträge bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten und private Aufträge bis zu 30 Prozent höchstens aber mit 30 000 Euro unterstützt werden.

Der nächste Punkt war die Situation an der Einmündung von der Hauptstraße zur steil ansteigenden Wehrstraße, wo es immer wieder zu brenzligen Situationen komme, da dort wie überall in Weipoltshausen die Regelung rechts vor links gilt. Gaul versprach die Kreuzungs-Regelung bei der nächsten Verkehrsschau mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde anzusprechen.

Zu dem Wunsch der Weipoltshäuser Kinder, ein zweites Tor für den Bolzplatz hinter dem DGH zu erhalten, sagte Hans Rücker, dass der Platz sehr uneben und kaum zu gebrauchen sei. Der Bürgermeister ergänzte, dass die Tore wie vorgeschrieben noch im Boden zu verankern seien. Die Ortsbeiratsmitglieder wünschen sich, dass der Bolzplatz im Zuge der Dorferneuerung saniert wird.

Ein weiterer Punkt der angesprochen wurde war der löchrige Wiesenweg. Gaul erklärte vor einer Sanierung müsse erst geklärt werden, ob es sich um einen Erst- oder einen Folgeausbau handelt. Er vermutet, dass der Feldweg vor der Eingemeindung Weipoltshausens einfach als Bauweg geteert wurde und ein Erstausbau deshalb noch anstünde.

- 02.03.2008: Den eigenen Fluchtweg versperrt

Marburg. Ein 46 Jahre alter Mann aus Lohra muss sich morgen vor dem Amtsgericht Marburg wegen eines versuchten Überfalls auf die Sparkassenfiliale in Halsdorf verantworten.

Florian Lerchbacher: Mehrere Jahre Haft drohen dem Maler und Lackierer, der im September des vergangenen Jahres im Vorraum der Sparkassenfiliale festgenommen wurde. Die Anklage lautet auf schwere räuberische Erpressung und Urkundenfälschung.

Der Mann soll nach Angaben von Polizei und Gerichtssprecherin Andrea Hülshorst mit seinem Wagen auf dem Pendlerparkplatz in Halsdorf gehalten und dort gestohlene Kennzeichen an den BMW montiert haben – was Grund für den Vorwurf der Urkundenfälschung ist. Anschließend fuhr er zur Sparkasse.

Dort betrat er den Schaltervorraum, machte aber keine Anstalten, in den Kassenraum zu gehen. „Er verriegelte die Eingangstür, indem er das Häkchen umlegte“, erklärt Hülshorst den vermeintlichen Tathergang. Während der Tat habe er eine schwarze Maske getragen, ein Taschenmesser und eine Softair-Pistole mit sich geführt – wodurch aus dem Versuch der räuberischen Erpressung der Versuch der schweren räuberischen Erpressung wird.

Der Mann wollte den Angestellten der Sparkasse abpassen – der Zweigstellenleiter hatte den mutmaßlichen Täter aber bereits längere Zeit durch den Türspion beobachtet und die Polizei alarmiert, da er einen Überfall vermutete.

Als der Lohraer bemerkte, dass er entdeckt worden war, wollte er den Vorraum verlassen – dies misslang allerdings, da er die Tür verriegelt hatte. „Er hat sich also selbst eingesperrt“, so Hülshorst.

Während der ersten Anhörung gab der 46-Jährige die Tat zu. „Er soll gesagt haben, dass er total verschuldet sei und einfach nicht mehr könne“, ergänzt Hülshorst.

Die Verhandlung ist für morgen 9 Uhr im Amtsgericht angesetzt. Vorsitzender Richter ist Edgar Krug. Das Strafmaß für Urkundenfälschung reicht von einer Geld- bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. „Schwere räuberische Erpressung fängt bei fünf Jahren Freiheitsstrafe an – allerdings blieb es nur beim Versuch“, sagt Hülshorst und erklärt, dass schließlich ein Gesamtstrafmaß gefunden werden müsse.

- 02.03.2008: Drei Gruppen arbeiten viele Ideen für Bündnis aus

Lohra. Die Arbeitsgruppen des „Lokalen Bündnisses für Familien in Lohra“ präsentierten ihre Ergebnisse. Die offizielle Gründung soll am 23. Oktober erfolgen.

Anita Ruprecht: Nach mehreren Informations- und Planungsveranstaltungen zum Thema „Lokales Bündnis für Familien in Lohra“ bildeten sich im Herbst 3 Arbeitsgruppen (AG) zu den Themen „Kinderbetreuung in allen Ferien“, „flexible und schnelle Kurz zeitbetreuung für alle Altersgruppen“ sowie zur „Erstellung einer Broschüre mit Angeboten für Familien in Lohra“.

Am Dienstag stellten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit bei einem Treffen im Bürgerhaus vor. Wolfgang Zieske von der siebenköpfigen Broschüre-AG zeigte am Beispiel, wie sich die Gruppe eine solche Broschüre vorstellt. Zieske betonte, dass alle Vereine, Verbände und Gruppen Lohras sich und ihre Angebote in diesem Heft präsentieren sollen. Finanziert werden solle diese Broschüre durch Anzeigen der Lohraer Gewerbetreibenden.

Der Sprecher der AG „Kinderferienbetreuung in allen Schulferien“, Armin Habermann, erzählte, dass man bei den Gruppentreffen zunächst Fragen formuliert habe, „Was wird schon angeboten?“, „Welche Altersgruppen sind dabei abgedeckt?“, „Wie ist der Bedarf der Lohraer Familien?“. Daraufhin wurde ein Fragebogen entwickelt, der demnächst an alle Lohraer Schul- und Kindergartenkinder verteilt wird, um den Bedarf an Kinderferienbetreuung zu ermitteln. Die Gruppe sei gespannt, wie sich der Rücklauf der Fragebögen gestalte, sagte Habermann.

Die Ergebnisse der mit elf Teilnehmern am stärksten besetzten Arbeitsgruppe „Flexible Kurzzeitbetreuung“ stellte Valentin Hemberger vor. Für die verschiedenen Angebote flexibler Kurzzeitpflege, die es schon gibt, fehle eine zentrale Bündelung, sagte Hemberger. Die Arbeitsgruppe wünscht sich einen Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung. Pa rallel dazu strebt die Gruppe an, eine Sammelmappe für die verschiedenen Angebote zu erstellen. Weiter streben die AG-Teilnehmer die Einstellung eines zweiten Zivildienstleistenden durch einen freien Träger an, der kurzfristige Betreuungsaufgaben übernimmt und organisiert.

Hier beginne die Bündnisarbeit, sagte Kurt Schwald (SPD), der die Arbeit der AGs beeindruckend findet. Um eine breitere Akzeptanz für das lokale Bündnis für Familien zu erlangen, fordert Werner Waßmuth (CDU) ein Treffen der Arbeitsgruppen mit den Vereinsvorständen der Gemeinde.

„Wir sollten uns mit der offiziellen Gründungsfeier soviel Zeit lassen, bis wir etwas Anständiges vorweisen können“, schlägt Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) vor. Den Termin für die offizielle Auftaktveranstaltung zur Gründung des „Lokalen Bündnisses für Familien“ legte die Versammlung auf den 23. Oktober fest.

- 11.02.2008: Alkohol-Testkäufer ziehen erste Bilanz

Fronhausen. Nach einer Reihe von teils erfolgreichen Alkohol-Testkäufen im Landkreis erwartet das Kreisjugendparlament die Vorschläge des Kreispräventionsrats.

Helga Peter: Zwei Themen beherrschten die Sitzung des Kreisjugendparlaments (KJP), die am Samstag im alten Amtsgericht in Fronhausen stattfand: die für den 18. April geplante Rocknacht und die Alkohol-Testkäufe der Jugendlichen.

Zur Sitzung begrüßte Franziska Pflüger aus Lohra, Sprecherin des Parlaments, rund 20 der 40 Mitglieder.

Christoph Saffrich berichtete über die Alkohol-Testkäufe im Landkreis. Mitglieder des Parlaments waren in den vergangenen Wochen und Monaten im Kreis unterwegs, unter anderem in Dautphe, Breidenbach, Kirchhain, Wetter und Gladenbach, um das Personal in Supermärkten, kleineren Geschäften und Tankstellen auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu testen.

Thomas Graf von der Fachstelle Suchtprävention und Betreuer begleiteten die Jugendlichen dabei. Dr. Holger Marks von der Geschäftsstelle des Kreisjugendparlaments berichtete, dass etwa 80 Prozent der versuchten Käufe gescheitert seien. Die Verkäufer reagierten sofort, fragten die Jugendlichen nach ihren Personalausweisen und verweigerten die Herausgabe von Alkohol.

Thomas Naumann, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales beim Landkreis, kündigte an, der Kreispräventionsrat werde konkrete Vorschläge für Aktionen und Projekte zum Thema Alkohol und Jugendliche erarbeiten und diese dem KJP vorstellen.

- 08.02.2008: Marburgerin ersteigert das Super-Ei für 80,99 Euro

Lohra. Das Super-Ei aus Lohra kam am Freitagmorgen für 80,99 Euro unter den Hammer.

Silke Pfeifer-Sternke: Bis zum Auktionsende um 10.44 Uhr riefen 2.120 Nutzer die Seite des Internetauktionshauses ebay auf. Die neue Besitzerin kommt aus Marburg.

Das hat die Lohraerin Tanja Hoffmann bereits herausgefunden, die zusammen mit Alexandra Masloff und Waltraud Pächer die Hühner besitzt, aus deren Gelege das Super-Ei stammt.

Das Ei ist 12 Zentimeter lang, hat einen Umfang von 18 Zentimetern und es wog 161 Gramm.

Das Geld wollen die drei Frauen wieder in den Hühnerstall investieren und ein neues Spann-Netz anbringen. Mit dem erzielten Auktionsbetrag sind die drei Hühnerstallbesitzer mehr als zufrieden. „Wir haben gar nicht mit so viel gerechnet“, sagt Masloff.

- 01.02.2008: „Casonova“ ist der Hessenchampion 2008

Lohra. Der 1.064 Kilo schwere Angus-Altbulle „Casonova“ vom Biobetrieb Eselsmühle in Lohra errang in Alsfeld den begehrten Titel Hessenchampion 2008.

Martina Becker: Mit sieben Tieren, die gemeinsam 4 400 Kilo Gewicht auf die Waage brachten, hatte sich Familie Hoffarth aus Lohra nach Alsfeld aufgemacht, um sich dort beim Hessischen Fleischrindertag zu präsentieren. Die Veranstaltung der Zucht- und Besamungsunion Hessen zieht jährlich tausende Besucher an. In der Hessenhalle sind dann Tiere aller Rinderrassen zu sehen.

Der logistische Aufwand hatte sich für das Züchterpaar Claudia und Dieter Hoffarth gelohnt. Besonders der zur Zuchtschau in der Kategorie Altbullen vorgeführte „Casanova“ überzeugte die Preisrichter. Zuerst hinterließ der 1 064 Kilo schwere Koloss unter den fünf vorgestellten Tieren seiner Rasse den besten Eindruck und dann wurde er sogar noch zum Hessenchampion 2008 gekürt.

- 30.01.2008: Super-Ei ist hessenweit bekannt

Lohra. Das Medienecho, das ihr Super-Ei hervorruft, macht Tanja Hofmann sprachlos. Am Dienstag berichtete die OP über das rekordverdächtige Ei, das die Hobby-Halter, dazu gehören noch Monika Hoffmann, Alexandra Masloff und Waltraud Pächer, am Samstag in ihrem Hühnerstall in Lohra fanden.

Gianfranco Fain: Das Hühner-Ei wog 161 Gramm, ist 12 Zentimeter lang und hat einen Umfang von 18 Zentimetern. Seit die Frauen das Super-Ei im Internet-Auktionshaus ebay zur Versteigerung anbieten, berichtete gestern Vormittag Hitradio FFH über das Ei und ein Fernsehteam kam am Mittag nach Lohra. Wer mitsteigern will, nutzt bei ebay die Suchfunktion und gibt Super-Ei in der Rubrik Sammeln & Seltenes ein.

- 23.01.2008: Wahlkreis 12: Silke Tesch setzt sich gegen Dr. Christean Wagner durch

Im Wahlkreis 12 traten Dr. Christean Wagner für die CDU und Silke Tesch für die SPD an. Die SPD-Kandidatin machte das Rennen. In den 15 Wahlbezirken ihres Wahlkreises erhielten die beiden Kandidaten folgende Anzahl an Stimmen:

Lohra: Christean Wagner (CDU) 1083 / 37,5% (1450 / 54,2%)

       Silke Tesch      (SPD) 1264 / 43,8% (941 /  35,2%)

(In Klammern das Ergebnis der Landtagswahl 2003: Stimmen / Prozent)
 
Silke Tesch zieht als Direktkandidatin mit 25233 Stimmen (46,7 %) in den Landtag ein. "Titelverteidiger" Dr. Christean Wagner kam 
auf 20210 Stimmen (37,4%)
Die Verteilung der Zweitstimmen im Landkreis
In den beiden Wahlkreisen des Landkreises Marburg/Biedenkopf entfielen auf die Parteien folgende Prozentzahl an Stimmen: 

             CDU              SPD             Grüne       FDP          Die Linke        Sonstige
Lohra    33,8% (50,6%)   43,2% (33,3%)     3,8% (6,8%)   8,1% (4,4% )    5,2%              5,9%

GESAMT   32,5% (47,1%)   43,3% (32,2%)     7,0% (10,3%)  7,9% (6,7%)     5,9%              3,4%


- 25.01.2008: Gewalt im Schulbus: Eltern sollen auf Kinder einwirken

Kirchvers. Die Burschen- und Mädchenschaft Kirchvers will sich einen Überseecontainer als Unterkunft und Lagerraum anschaffen und ihn auf dem Festplatz aufstellen.

Anita Ruprecht: Das Aufstellen eines Containers sei grundsätzlich genehmigungsfähig, sagte Bürgermeister Georg Gaul dazu, der als Gast an der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch teilnahm. Ortsbeirat und Bürgermeister verlangen allerdings, dass der Container so gestaltet wird, dass er sich harmonisch in die Landschaft einfügt.

Ortsvorsteher Markus Hemberger berichtete von einem Gespräch mit Vertretern des Jugendclubs. Der Ortsbeirat bestimmte sein jüngstes Mitglied, Valentin Hemberger, zum Ansprechpartner für die Jugendlichen. Georg Gaul kündigte an, in der nächsten Zeit den Jugendclub zu besuchen, um die jungen Leute und den Raum kennen zu lernen.

Markus Hemberger thematisierte während der Ortsbeiratssitzung auch den Schülertransport zur Grundschule Lohra. Immer wieder gebe es Probleme mit gewaltbereiten Jugendlichen und Kindern im Schulbus und an der Bushaltestelle. Der Ortsbeirat appelliert an die Eltern, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten im Schulbus und an der Bushaltestelle zu sprechen.

- 25.01.2008: Finanzielle Förderung von Wohnraum in Lohra verzögert sich

Lohra. Georg Gaul bevorzugt den Vorschlag des Gemeindevorstands und will prüfen lassen, ob die von BfB und CDU beabsichtigte Förderung angesichts der Finanzlage tragbar ist.

Gianfranco Fain: Nach den Sitzungen des Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschusses am Dienstag und des Haupt-, Finanz- und Sozialausschusses am Donnerstagabend, steht fest, dass Bauwillige sich noch einige Zeit gedulden müssen, bis sie erfahren, in welcher Art und Höhe die Gemeinde Lohra sie in ihrer Bau- oder Kaufabsicht von Wohnraum unterstützt. Unstrittig ist anscheinend nur, dass die Förderung ab dem 1. Januar gelten soll.

Einig sind sich der Gemeindevorstand und die Gemeindevertreter darüber, dass der Zuzug von Menschen in die Gemeinde zu fördern ist, um zu wachsen und auch, um die Steuereinnahmen zu erhöhen. Deshalb soll die Schaffung von Wohneigentum und die Vermeidung von Gebäudeleerstand gefördert werden. Wie dies geschehen soll ist allerdings noch strittig.

Der Gemeindevorstand unterbreitete Anfang Dezember einen Satzungsentwurf, der vorsieht, für den Kauf einer Immobilie einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2 Prozent des Kaufpreises, maximal jedoch 3.000 Euro zu gewähren, gemeindeeigenes Bauland solle Interessenten zum „Selbstkostenpreis“ angeboten werden. Dies würde laut Bürgermeister Georg Gaul bedeuten, dass in Ortsteilen ein Quadratmeterpreis in Höhe von 45 Euro zuzüglich der Teilerschließung möglich wäre.

Die BfB und die CDU-Fraktion legen nun einen Entwurf vor, der eine Förderung von jährlich maximal 1.560 Euro für die Errichtung von Wohnraum und maximal 1.170 Euro für den Erwerb von bestehendem Wohnraum vorsieht. Die Summe setzt sich zusammen aus einer Grundförderung von 120 Euro zuzüglich je 240 Euro für den Antragsteller, seinen Partner und jede zum Haushalt zählende Person. Die Förderdauer beträgt acht Jahre.

- 18.01.2008: Polizei gelingt Schlag gegen Drogenhändler - Handel mit mehr als 30 Kilo Cannabis

Marburg. Seit Mittwoch, 9. Januar, nahm die Polizei Marburg nach und nach sechs Personen im Landkreis wegen des Besitzes und Handels mit Betäubungsmitteln fest. Zunächst ging den Beamten ein kleinerer Fisch an den Haken: Eine Streife kontollierte am 9. Januar in Ronhausen ein Auto. Dabei schlug den Beamten starker Marihuanageruch entgegen. Sie durchsuchten den 27 Jahre alten Fahrer und seinen 26-jährigen Beifahrer und fanden einen Beutel mit 58,5 Gramm Haschisch. Sie nahmen die beiden Männer aus Lohra vorläufig fest und setzten die Ermittlungen fort. Eine Spur führte sie nach Cappel, wo sie auf eine dreiköpfige Lebensgemeinschaft trafen, die zugab, sich mit dem Handel von Rauschgift seit Jahren zu finanzieren.

In der Wohnung lebten ein 47-jähriger Mann, seine 49 Jahre alte Frau und ein 54 Jahre alter Untermieter. Die drei räumten ein, seit Jahren gemeinsam Betäubungsmittel zu kaufen, es aufzuteilen und weiter zu verkaufen. Die Beamten stellten 170 Gramm Betäubungsmittel sowie etliche Utensilien sicher, die für die Portionierung und Verpackung verwendet werden. Die Cappeler stehen in dem Verdacht, seit Juni 2004 mit mindesten 38 Kilo Cannabis gehandelt zu haben - bei einem Reingewinn von einem Euro pro Gramm bedeutet dies einen Verdienst von 38000 Euro. Trotz des intensiven Handels lagen gegen diese drei Festgenommenen keine ausreichenden Haftgründe vor.

Die Polizei suchte nun nach der Herkunft der Betäubungsmittel und stieß auf einen 48-jährigen Mann aus Michelbach. Am Donnerstag, 10. Januar, nahm die Kripo ihn fest. Er streitet den Handel mit Betäubungsmitteln ab, allerdings sei dies ziemlich unglaubwürdig, so Polizeisprecher Martin Ahlich. Grund: Bei der Durchsuchung des Anwesens mit Spürhunden fanden die Beamten im Keller ein Kilo Cannabisharz und ein Kilo Marihuana. Zudem hatte der Mann an verschiedenen Orten des Hauses insgesamt 23000 Euro versteckt. Trotz der Funde hüllt sich der in Untersuchungshaft sitzende Mann in Schweigen.

- 15.01.2008: Unterschriften für den Mindestlohn

Lohra. Wie sehr das Thema Mindestlohn die Menschen berührt und betrifft, ging aus Gesprächen hervor, die Silke Tesch in Lohra führte.

Carina Becker: Der SPD-Direktkandidatin für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf West und ihren rund 15 Helfern vom SPD-Ortsverein Lohra fiel es gestern auf dem Parkplatz vorm Edeka-Markt nicht schwer, an Unterschriften für den Mindestlohn zu kommen. Das Motto „Gerechter Lohn für gute Arbeit“ kam an.

So setzte auch eine Frau aus Lohra, die ihren Namen in dem Zusammenhang nicht nennen mochte, auf die Liste. Sie arbeite in der Textilbranche, erhalte 400 Euro im Monat - für 60 Stunden Arbeit. Bei einem Stundenlohn von knapp 6,70 Euro könne sie die Forderung nach einem Mindestlohn nur unterstützen. Silke Tesch berichtete, dass es bundesweit 700 tarifvertragliche Vereinbarungen gebe, in denen Stundenlöhne von unter sechs Euro festgesetzt seien.

Eine Lanze für den Mindestlohn brach auch SPD-Mitglied Herbert Schepp aus Altenvers. Er brachte drei Seiten voller Unterschriften an den Wahlkampfstand. Gesammelt hatte er am Arbeitsplatz. „Bei uns gibt es viele Leiharbeiter, die die gleiche Arbeit verrichten, wie ihre deutlich besser bezahlten Kollegen. Das ist ungerecht“, erklärte Schepp.

Aufreger-Thema war auch das „Aufstocker“-Geld, das laut Tesch bundesweit 800 000 Menschen beziehen. „Viele beantragen diese Hilfe aber erst gar nicht, obwohl sie sie bräuchten“, weiß die Kandidatin, der Lohras Ex-Bürgermeister Hermann Brand gestern den Rücken stärkte: „Es ist eine Schande, wenn Menschen den ganzen Tag arbeiten und von ihrem Lohn ihre Familie nicht ernähren können.“

Der Kirchverser Dragan Jovanovic, der seinen Namen auf die Unterschriftenliste setzte, hält einen gesetzlichen Mindestlohn für nötig, „weil sich sonst immer jemand finden wird, der für noch weniger Geld arbeitet“. Tesch ist sich sicher, dass der Mindestlohn kommt, „eine Branche nach der anderen wird ihn einführen.“ Arbeitsplätze gefährde dies nicht, das belegten die Erfahrungen aus dem Bauhauptgewerbe, wo es den Mindestlohn bereits gibt.

- 13.01.2008: Vereine erhalten Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit

Gladenbach. Am Samstagnachmittag verlieh die Erwin Ney-Stiftung zum siebten Mal in Gladenbacher Haus des Gastes ihre Preise für ehrenamtliches Wirken.

Adrianna Michel: „Es ist unser Ziel, auf Jahre hingesehen, allen ehrenamtlich Tätigen, insbesondere im Jugendbereich, unsere Unterstützung und Anerkennung zukommen zu lassen“, sagte Werner Waßmuth, Vorstandsvorsitzender der Erwin-Ney-Stiftung, die der Lohraner Ney 1999 mit einem Stiftungskapital von 300.000 Deutsche Mark gründete. Insgesamt erhielten Vereine und Verbände aus dem Stiftungszweck bisher mehr als 40.000 Euro.

Waßmuth betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der Stiftungsvorstand wisse, dass das ehrenamtliche Engagement nicht mit finanziellen Mitteln aufgewogen werden könne. Daher gehe es der Stiftung in erster Linie um die Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit, den Bürgersinn, das persönliche Engagement, die Solidarität und die Zivilcourage.

Zum siebten Mal fand das Stiftungsfest im Haus des Gastes in Gladenbach statt. Unter den mehr als 250 Gästen waren neben den Preisträgern, den Mitgliedern der ausgezeichneten Vereine, auch deren Angehörige und Freunde. Während der offiziellen Verleihung erhielten 27 Preisträger aus Gladenbach und Lohra Preise in Höhe von 6.000 Euro.

- 08.01.2008: Firma Hof kauft große Halle im Gewerbepark Salzbödetal

Bestehende Firmenfläche um 5000 auf fast 12000 Quadratmeter erweitert

Lohra. Hans-Georg Hof gründete 1988 die Firma Hof Sonderanlagenbau. Seitdem wuchs das Unternehmen stetig, und die Mitarbeiterzahl stieg. Jetzt sind 20 zusätzliche Einstellungen geplant. Im Gespräch mit der Oberhessischen Presse berichtete der Geschäftsführer: „Unser Unternehmen hat eine sehr gute Auftragslage. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen in verschiedenen Bereichen 20 neue Mitarbeiter einstellen". Dadurch erhöht sich die Gesamtzahl der Hof-Beschäftigten um fast 20 Prozent auf dann 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt derzeit über mehrere Produktionshallen in der Ludwig-Rinn-Straße in Lohra. „Insgesamt stehen 6.700 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche sowie Büroräume zur Verfügung", erläutert Hof. Durch den Kauf der Halle der Firma SRG im Gewerbepark Salzbödetal zwischen Morns-hausen/S. und Lohra erweitert sich diese Fläche um etwa 5000 Quadratmeter und etwa 730 Quadratmeter Bürofläche. „Ein Teil der Halle bleibt untervermietet an die Firma SRG. Wir benötigen die zusätzliche Fläche im Gewerbepark für die Herstellung von Zulieferteilen für unsere Produktion in Lohra. Zudem wird dort auch ein Teil unserer Planungsabteilung untergebracht", erklärte Hof. Die Lohraer Firma ist nach eigenen Angaben europaweit führend im Bereich der Herstellung von Einfriergeräten für pharmazeutische Produkte, die etwa in den Bereichen Biotechnologie oder Blutspendedienste eingesetzt werden. Wichtigstes Standbein ist jedoch das Planen, Herstellen, Montieren, in Betrieb nehmen und Betreuen von Vakuum- Gefriertrocknungs- Anlagen für pharmazeutische Anwendungen. Das Lohraer Unternehmen hat Kunden aus der kompletten internationalen Pharmaindustrie. Hans-Georg Hof stellt abschließend fest: „Unsere Firma legt einen sehr großen Wert auf den Service. Mitarbeiter, die mit insgesamt 40 Fahrzeugen unterwegs sind, sorgen für Service rund um die Uhr".

- 07.01.2008: Firma Hof erhöht Zahl der Mitarbeiter um 20 Prozent

Lohra. Die Firma Hof Sonderanlagenbau in Lohra stellt in den nächsten Wochen 20 neue qualifizierte Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen ein.

„Unsere Auftragslage ist sehr gut“, berichtet Geschäftsführer Hans-Georg Hof. Das 1988 gegründete Unternehmen erhöht seine Mitarbeiterzahl damit um knapp 20 Prozent auf dann 136.

Die Firma baut Vakuum-Gefriertrocknungsanlagen für pharmazeutische Anwendungen sowie Einfriergeräte für pharmazeutische Produkte.

Siehe auch

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