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Naumann

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Familienname Naumann


Inhaltsverzeichnis

Kirchvers

Johannes Naumann

Lohra

Heinrich Naumann, Schreinermeister, Ortsbrandmeister

Ortsbrandmeister- Giljes, diese zwei Bezeichnungen wurden nicht nur von seinen Zeitgenossen und Vereinskameraden benutzt, um den Schreinermeister Heinrich Naumann zu benennen. Es sind heute noch bekannte Synonyme, die auf eine Persönlichkeit hinweisen, deren hinterlassene Spuren in vielen Bereichen unseres dörflichen Lebens erkennbar sind und bleiben.

Heinrich Naumann wurde am 29. August 1913 in Oberweimar geboren. Nach dem Volksschulbesuch in seinem Heimatdorf absolvierte er eine Schreinerlehre bei dem Schreinermeister Joh. Jacobi in Damm, die er am 9. Mai 1931 mit der Gesellenprüfung erfolgreich abschloss. Während eines kriegsbedingten Aufenthaltes in Herges-Hallenberg lernte er dort Anni Doli kennen, die er 1944 heiratete. Eine ständige fachliche Fortbildung in beruflicher Theorie und Praxis ermöglichte es ihm am 25. November 1947 die Meisterprüfung abzulegen.

Die damalige Aufwärtsentwicklung unserer Wirtschaft und der steigende Konsum im Wohnung- und Möbelbereich ermutigten ihn, einen Schreinereibetrieb und einen damit verbundenen Möbelhandel einzurichten. Einem Antrag auf eine Geschäftseröffnung in seinem Anwesen in der Bahnhofstraße 16 wurde von der Gemeindevertretung am 9. November 1948 zugestimmt. Die damals herrschende Wohnungsknappheit in unserem Dorf lässt den Zusatz des Gemeindeparlamentes verstehen, der da lautet: »Wohnraum darf dazu nicht beansprucht werden.« 

Eine ständige Aufwärtsentwicklung seines Betriebes kann auch an den Texten seiner Werbeanzeigen und Firmenschilder festgestellt werden. In der Festschrift zur 1200-Jahr-Feier wird auf ein »Spezialhaus für Wohnungseinrichtungen« hingewiesen. 1958 bezeichnet er sein Unternehmen als »Fachgeschäft für Inneneinrichtung«, das allerdings auch Kinderwagen, Wäschetruhen und Tapeten im Angebot hat.

Seine Mitgliedschaft und seine aktive Mitarbeit in vielen örtlichen Vereinen und Verbänden zählen gleichsam zu den erwähnenswerten Stationen seines Wirkens in unserer dörflichen Gemeinschaft. Besonders auffällig ist sein Engagement bei unserer örtlichen freiwilligen Feuerwehr, der er 1945 beitrat. Sein fachliches Können und seine unbedingte Fähigkeit zur Personenführung waren dem Gemeindevorstand ein Grund, ihn 1952 zum Ortsbrandmeister zu ernennen. Als aktives und passives Mitglied war er dem hiesigen Turnverein verbunden. Auch hier sind es zahlreiche Veranstaltungen und Anlässe, die unter seiner Mitarbeit erfolgreich durchgeführt werden konnten. Den Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde unterstützte er lange Jahre als dessen Leiter.

Als der Bau unseres Bürgerhauses geplant und vorbereitet wurde, war es Heinrich Naumann, der sich mit Nachdruck für die Gründung eines diesbezüglichen Fördervereins einsetzte und diesen auch mit begründete. Die in der damaligen Zeit abgehaltenen Heimatfeste, deren Reinerlös auch zur Unterstützung des Baues einer Mehrzweckhalle diente, fanden in Heinrich Naumann immer einen Mithelfer, der, wenn es sein musste, auch tagelang beim Auf- und Abbau der Festeinrichtungen zupackte. 37)

Nanz-/Willershausen

Heinrich Naumann, Heimatdichter

Eineinhalb Kilometer nordwestlich von Lohra liegt das Dörfchen Nanzhausen. In dem alten Simmeshof lebte vor 1942 der Bauer und Dichter Heinrich Naumann. Er ist durch seine Vorträge bei Missionsfesten und durch zahlreiche von ihm verfaßte Schriften und durch seine Erzählungen im Kasseler Sonntagsblatt weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt geworden. An dieser Stelle sei ihm, wenn auch nur in Worten, ein ehrendes Denkmal gesetzt. Wir danken unserem damaligen Rektor Grundke, welcher am 8. November 1963, im Rahmen der Volkshochschule Lohra, einen Heinrich-Naumann-Abend inszenierte. Die Veranstaltung fand um 20 Uhr in der Gastwirtschaft Gimbel statt. Der Saal war so überfüllt, daß viele Leute keinen Platz mehr fanden.

Nun noch einige seiner Heinrich Naumann Werke:

„Gedichtband: Ein schlichter Strauß“, „O du Heimatflur“, „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“, „Mit Pflug und Feder“, „Mein Sonntag“, „Der Frühling kehr wohl wieder“, „Wie das Dorf den Krieg erlebte“, „Vom Heimatacker“, „Du mein stilles Tal“, „Meister Will“ und „Erzählung von Buffs Haus“.

Er schrieb ferner noch Beiträge zur Deutschen Dorfzeitung, Zeitgeschichtliche Betrachtung: „Aus dem Eulenloch der Zeit.“ Von 1898-1924.

Konrad Naumann

Siehe auch

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