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Naturpark Lahn-Dill-Bergland

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Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Karte Lahn-Dill-Bergland

Inhaltsverzeichnis

Geopark: Eine Idee wird Wirklichkeit!

Die ganz großen Würfe brauchen offensichtlich immer etwas Zeit. Das ist beim Geopark auch nicht weiter schlimm. Die Dinge, die ihn ausmachen, laufen nicht weg.

Wer sich auf den Weg zum Weltkulturerbe, wie beispielsweise der Kölner Dom oder das Bremer Rathaus machen will, braucht kulturelle Einmaligkeiten und Zeit. Das gilt auch für das Ziel, als Unesco-Geopark anerkannt zu werden. Der erste Schritt ist dabei die Zertifizierung als Nationaler und anschließend als Internationaler Geopark.

Das setzt voraus, dass die Landschaft geowissenschaftlich, archäologisch, historisch und kulturell überregional bedeutsam sein muss.

Dies will die Region Westerwald-Lahn-Taunus beweisen und dazu hat sie die allerbesten Voraussetzungen. Gemeinsam haben sich die Kreise Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Westerwald, Altenkirchen und Rhein-Lahn sowie unser Naturpark Lahn-Dill-Bergland auf den Weg gemacht und sie wissen, was sie zeigen können.

Von der Loreley am Rhein über den Stöffelpark auf dem Westerwald, die Grube Fortuna und das Höhlensystem "Herbstlabyrinth" im Lahn-Dill-Kreis bis zu den Spuren des Bergbaus im Schelderwald und im Hinterland gibt es unzählige geologische und kulturhistorische Besonderheiten, die als Gesamtpaket die Anerkennung ermöglichen werden.

Die organisatorischen Voraussetzung sind auch geschaffen. Engagiert arbeiten zahlreiche Menschen aus der Region in den unterschiedlichen Fachbereichen mit und koordiniert wird das Ganze von der Geschäftstelle, die in Braunfels und in Weilburg beheimatet ist. 105.000 Euro stellen die fünf Kreise und das Lahn-Dill-Bergland jährlich zur Verfügung.

Alles zusammen wird dabei helfen, die Schönheiten unseres "steinreichen Landes" bekannter zu machen und zu der Erkenntnis führen: Im Geopark kann man was erleben! 31)

Wir sind Naturpark!

Stellen Sie sich vor, Sie laufen irgendwo im Bayerischen herum und werden gefragt, wo Sie herkommen. Wenn Sie bisher schon keine Schwierigkeiten hatten, die Schönheiten Ihrer Heimat zu preisen, dann werden Sie ab sofort noch einen oben drauf setzen.

Sie können dann stolz antworten: "Ich wohne im Naturpark Lahn-Dill-Bergland!"

Erste Ideen hat es da wohl 1985 schon gegeben, aber so richtig zum Thema wurde er dann nach der Gründung des Vereins "Region Lahn-Dill-Bergland" im Februar 1996.

Hohenahrs ehemaliger Bürgermeister Willi Netz verstand es prächtig, seine Kollegen für die Idee zu begeistern, obwohl es anfänglich auch Bedenken gab. Niemand wollte durch die Einrichtung neuer Schutzzonen und -vorschriften für Natur und Umwelt die ebenfalls wichtige wirtschaftliche Entwicklung hemmen oder die Landwirtschaft behindern.

Es wurde rasch klar, dass die Einstufung als Naturpark eine werbewirksame Auszeichnung für eine wunderschöne Landschaft ist, ohne deren Nutzung einzuschränken.

Als die Hürde überwunden war, konnte in den Kommunen die Diskussion in den Gremien beginnen. Siebzehn der neunzehn Städte und Gemeinden führten die entsprechenden Entscheidungen herbei. In Breidenbach und Dietzhölztal war die Zeit noch nicht reif dafür. Parallel dazu galt es, die Landesregierung, insbesondere das zuständige Ministerium für Umwelt, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zu überzeugen.

Das war nicht einfach, denn die vorhandenen zehn Naturparke in Hessen waren verständlicherweise nicht besonders begeistert über den zusätzlichen Esser am Fördertopf.

Mit Eingaben, Besuchen in Wiesbaden, Kontakten und solidarischem Nachdruck ist es nun gelungen: Im Staatsanzeiger Nr. 39 vom 24.09.2007 ist unser Lahn-Dill-Bergland von Minister Dietzel zum Naturpark erklärt worden. (Satzung, Beitrittserklärung) 31)

Wir sind auf einem guten Weg!

Es ist fast zwanzig Jahre her, seit in Brüssel, Bonn und Wiesbaden entschieden wurde, dass es Fördergelder für den ländlichen Raum nicht mehr für einzelne Projekte von Städten und Gemeinden geben werde, sondern nur noch für Regionen. Da machten sich die Weitsichtigen auf den Weg und legten das Kirchtumsdenken ab. Im "Gladenbacher Bergland" rauften sich die Kommunen über die Kreisgrenze hinweg zusammen und bildeten die Region "Lahn-Dill-Bergland". Da es neben der reinen Willenserklärung auch fester Formen bedurfte, wurde der Verein Region Lahn-Dill-Bergland in 1996 gegründet. In ihm sind heute 19 Städte und Gemeinden zwischen Biedenkopf und Ehringshausen und zwischen der Achse Haiger/Dillenburg/Herborn und Lohra ebenso Mitglied sind wie die beiden Landkreise Marburg/Biedenkopf und Lahn-Dill und viele Vereine und Einzelpersonen. In 2002 wurde unsere Region als EU-Fördergebiet in das Leader-Programm aufgenommen und damit konnten bis 2006 rund 1,4 Millionen Euro Fördergelder für regionale Projekte fließen. Zusammen mit der entsprechenden Ko-Finanzierung wurden in der Zeit etwa 2,4 Millionen Euro bewegt und wir in Mittenaar und in Siegbach waren auch dabei. Entwicklungen enden nicht, wenn sie von engagierten Menschen getragen werden. Deshalb hat sich unsere Region auf den Weg gemacht und in einem mehrmonatigen Kraftakt den Antrag für das Förder-Nachfolge-Programm zusammengestellt. Viele haben sich in den Handlungsfeldern Wirtschaft und Arbeit, Tourismus, Energie und Landnutzung sowie Landwirtschaft, Forst und Umwelt engagiert und ein "Regionales Entwicklungskonzept (REK)" zusammen getragen in dem auf rund 100 Seiten die Visionen zu ganz konkreten Projekten werden. Wir sind sicher, dass die Entscheider in Wiesbaden an unserem REK nicht vorbei können und wir im Förderzeitraum bis 2013 unsere Region entscheidend weiter bringen. Wenn Sie daran mitarbeiten wollen, dann reden Sie mit Ihrem Bürgermeister. 31)

Siehe auch

Ortsrecht · Zukunft Lohra · Geographie · Besonderheiten · Einrichtungen · Freizeit

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