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Lokales Bündnis für Familien

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Lokales Bündnis für Familien

Inhaltsverzeichnis

„Lokales Bündnis für Familien Lohra“ – Was ist das?

Wie attraktiv eine Gemeinde, ein Dorf in unserer heutigen mobilen und schnelllebigen Zeit ist, wird zu einem großen Teil daran festgemacht, wie gut die Infrastruktur (ÖPNV, örtliches Dienstleiter und Läden) ausgebaut ist. Doch auch das soziale Umfeld, der Umgang untereinander und besonders die Familienfreundlichkeit sind hierbei entscheidend. Gerade die Familienfreundlichkeit und ihr permanenter Ausbau stehen im Zentrum der Philosophie eines Lokalen Bündnisses für Familie.

2004 hat das Bundesfamilienministerium die Initiative ins Leben gerufen, mit großen Erfolg: Bis heute ( stand Herbst 2008) haben sich über 500 solche Bündnisse im gesamten Bundesgebiet gegründet. In deren Einflussbereich liegen über 48 Millionen Menschen. Über 13.000 Akteure und fast 4000 Unternehmen haben bereits über 5200 Projekte für familienfreundliche Städte und Kommunen entwickelt und verwirklicht.

Beachtenswert ist einen weitere Grundeigenschaft der Lokalen Bündnisse: Kommunen, Vereinen, Verbände, Kirchen, Träger von Einrichtungen, Elterninitiative und ungebundene Aktive ziehen an einem Strang. Alle für gelebte und verwirklichte Familienfreundlichkeit im Alltag. Dabei soll niemanden etwas weggenommen werden, oder in seiner Tätigkeit beschnitten werden, ganz Im Gegenteil! Ein Lokales Bündnis für Familien soll einen Plattform sein, auf der Ideen, Kompetenzen und Interessen ausgetauscht und besprochen werden können. Kräfte können gebündelt werden. Jeder bringt sich dort ein, wo er am meisten gebraucht wird, bzw. wo seine Sachkenntnis und seine Kompetenz besonders gefragt ist.

Die Rahmenbedingungen einer für Familien lebenswerten Gemeinde sollen geschaffen werden. Genauso verschieden wie die einzelnen Kommunen, so verschieden und bunt sind die Themen, die die Akteure eines Lokales Bündnis bearbeiten können und müssen. Genaues hinschauen, Aufdecken der Schwierigkeiten und der Barrieren, die Familien im Alltag das Leben erschweren, ist genauso gefragt, wie das kreative und individuelle Herangehen und Lösen dieser Schwierigkeiten.


Einige Beispiel für Projekte und Themengebiete eines Lokalen Bündnis für Familien

  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch verschiedene Maßnahmen fördern und ermöglichen (z. B. Flexible Kurzzeitbetreuung, Vermittlung von Tagesmüttern und „Leihomas, etc)
  • Verbesserung der Kinderbetreuung ( Einsatz für an die Arbeitszeiten besser angeglichene Öffnungszeiten von Kindertagesstätten, Betreuungsnagebote in den Schulen, uvm.)
  • Erziehungsverantwortung stärken
  • Maßnahmen für ein familienfreundlicheres Umfeld ( bessere Spielplätze, Einrichtung verkehrberuhigter Zonen)
  • Arbeit für und mit allen Generationen (Altenhilfe/Nachmittage, gemeinsame Projekte von Jung und alt, Angebote für ältere Mitmenschen schaffen)
  • Integration (von Behinderten, Ausländern, )
  • Service und Informatione für Bürgerinnen und Bürger verbessern
    ( Informationsbroschüren, Informationspunkte/Telefone einrichten) 
 

Die Liste ist beliebig verlängerbar. Der Kreativität dürfen keine Grenzen gesetzt werden.


Die Geschichte

  • ''10. Mai 2007: Die Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung mit großer Mehrheit
       beschlossen, dass sich unsere Gemeinde der Aktion „Lokale Bündnisse für Familien“
       anschließt. Hierzu wurde der von der SPD-Fraktion eingebrachte Antrag in einen Antrag 
       aller im Gemeindeparlament vertretenen Fraktionen umgewandelt.
  • ''20. August 2007: Erste Informationsveranstaltung findet im Bürgerhaus Lohra statt.
       Tanja Meyer von der Gemeinde Wettenberg und Heidi Albrecht, Leiterin der Familien-
       bildungsstätte Marburg stellten vor rund 50 Zuhörern das Konzept des „Lokalen Bündnis
       für Familien“ vor. 
  • ''11. September 2007: Planungstreffen unter Anleitung von Kathrin Schaarschmidt vom
       Servicebüro. Das „Ist“ an familienfreundlichen Angeboten in der Großgemeinde wird 
       gesammelt und fehlende Angebote werden notiert. 
  • ''23. Oktober 2007: Drei Interessenschwerpunkte kristallisieren sich heraus:
       Eine „AG Broschüre“, eine „AG Ferienbetreuung“ sowie eine „AG Flexible (Kurzzeit-)
       Betreuung für alle Lebensalter“ (siehe auch Beschreibung der einzelnen AG).
  • ''26. Februar 2008: Die einzelnen Arbeitsgemeinschaften stellen den Stand ihrer
       Arbeit vor. Der Termin für die Auftaktveranstaltung wird auf den 18. Oktober
       festgesetzt. 
  • ''18. Oktober 2008: Die Gründungsveranstaltung des Lohraer „Bündnis für Familien“
       findet im Bürgerhaus Lohra statt. Ein buntes Programm, gestaltet vom „Gesangverein  
       Liederhort Lohra“, der Musikschule „Musikum“ und der Jazztanzgruppe des Sportvereines
       Kirchvers rundet die Vorstellung der Arbeitsergebnisses der AG. Reden halten weiterhin 
       Bürgermeister Georg Gaul, Gerd Krämer, Staatssekretär im Hessischen Sozialministerium,
       sowie Kurt Schwaldt, Mitinitiator des „Lokalen Bündnis für Familien“. Die 
       Gründungsveranstaltung endet mit dem gemeinsamen Unterzeichnen der  
       Gründungsdeklaration.

Siehe auch

Zukunft Lohra · Leitbild für Lohra · Einrichtungen · Vereinigungen · Veranstaltungskalender

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