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Kriegszeiten

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Kriegs- und Konfliktzeiten

Krieg ist ein unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffengewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere Staaten oder planmäßig vorgehende, bewaffnete nicht staatlicher Kollektive beteiligt sind. Ein Krieg führt in der Regel immer zum Tod zahlreicher Menschen und zu großem Leid.

Die Formen des Krieges sind vielfältig und nicht unbedingt an Staatssysteme gebunden: Er kann beispielsweise als Bürgerkrieg, Unabhängigkeitskrieg oder bewaffneter Konflikt auch innerhalb von Staaten stattfinden, zum Weltkrieg oder zum Völkermord werden.

In der langen Zeit des Bestehens von Lohra fanden viele Kriege und Konflikte statt, die unsere Gegend mehr oder weniger tangierten.

Die Gegend um Lohra war oft umkämpft, da wir auch immer auch Grenzgebiet waren.

Inhaltsverzeichnis

Kriege

- 113–101 v. Chr. Krieg gegen Kimbern und Teutonen

Die Kimbern und Teutonen waren zwei germanische Stämme, die ursprünglich in Jütland beheimatet waren. Um 120 v. Chr. begannen sie, zusammen mit den Ambronen aus ihrem Siedlungsgebiet nach Süden zu ziehen. Sie durchzogen Böhmen, das heutige Österreich und fielen schließlich in Gallien ein. Nachdem bereits 113 v. Chr. in der Schlacht bei Noreia ein römisches Heer in Noricum geschlagen wurde, vernichteten die Kimbern und Teutonen 105 v. Chr. neuerlich eine Armee, die den weiteren Vorstoß der beiden Stämme in die römische Provinz Gallia Narbonensis verhindern sollte, in der Schlacht bei Arausio.

Einige Jahre später trennten sich die Kimbern von den Teutonen. Die Teutonen überzogen Gallien mit Angst und Schrecken, bis sie 102 v. Chr. von Gaius Marius in der Schlacht von Aquae Sextiae, dem heutigen Aix-en-Provence, vernichtend geschlagen wurden und sich ihre Spur in den Geschichtsquellen verliert.

- 12–9 v. Chr. Germanenkriege des Drusus

Feldzüge gegen die Germanen (12 bis 9 v. Chr.) Der Beginn der augusteischen Germanenkriege war zunächst auf einzelne, räumlich eng begrenzte Konflikte beschränkt, aus denen sich allmählich eine Folge schwerer Auseinandersetzungen entwickelte. Der erste der Drusus-Feldzüge (12–9 v. Chr.) diente nur zur Erforschung der rechtsrheinischen Gebiete und Beruhigung des Nordabschnitts der Grenze. Dabei stieß er 12 v. Chr. bis zur Nordseeküste vor und legte einen Kanal vom Rhein zum Meer an, die fossa Drusiana.

- 83 Krieg gegen die Chatten

Die Chatten [ˈxatən] (lat. Chatti), auch Katten geschrieben, waren ein germanischer Volksstamm, der im Bereich der Täler von Eder, Fulda und des Oberlaufes der Lahn seinen Siedlungsschwerpunkt hatte, was zu großen Teilen dem heutigen Niederhessen und Oberhessen, bzw. Nordhessen und z.T. Mittelhessen entspricht. Die Bezeichnung Hessen ist eine spätere Abwandlung des Stammesnamens der Chatten. Die Chatten sind damit die Namensgeber des modernen Hessen. Die Schreibung mit ‚Ch‘ gibt das germanische ‚h‘ wieder, welches als [x] ausgesprochen wird.

- Erster Kreuzzug

Der Erste Kreuzzug war ein christlicher Kriegszug zur Rückeroberung Palästinas von den Moslems, zu dem Papst Urban II. im Jahre 1095 aufrief. Er begann im darauf folgenden Jahr und endete 1099 mit der Einnahme Jerusalems durch ein Kreuzritterheer.

- Zweiter Kreuzzug

Der Zweite Kreuzzug war ein von der Kirche geförderter Kriegszug zur Entlastung der Kreuzfahrerstaaten, der durch den Verlust der Grafschaft Edessa im Jahre 1144 veranlasst wurde. Er begann 1147 und endete nach mehreren Niederlagen der Kreuzfahrer im Jahre 1149 ergebnislos.

- Dritter Kreuzzug

Der Dritte Kreuzzug (1189-1192) war ein von der Kirche geförderter Kriegszug zur Rückeroberung Jerusalems von Sultan Saladin. Der Kreuzzug wurde von Philipp II. von Frankreich, Richard I. von England und Kaiser Friedrich I. angeführt und erreichte lediglich die Eroberung der Stadt Akkon durch die Kreuzfahrer und verhinderte die völlige Auslöschung des Königreiches Jerusalem durch Saladin. Kaiser Friedrich I. kam im Verlauf des Kreuzzuges ums Leben.

- Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg

Der thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg (1247–1264) war die kriegerische Auseinandersetzung um die Nachfolge der ausgestorbenen Landgrafen von Thüringen.

- Dernbacher Fehde

Die Dernbacher Fehde war eine rund hundertjährige, bis 1333 andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Haus Nassau, mehreren Rittergeschlechtern und der Landgrafen von Hessen. Die Fehde entbrannte vor allem um Besitzrechte an Herborn und um die „Herborner Mark“.

Benannt wurde die Fehde nach dem Rittergeschlecht „von Dernbach“, einer mächtigen Ganerbschaft mit nahezu hoheitlichen Rechten. Die Ganerbschaft trug, neben den Herren „von Bicken“, die Hauptlast und war den Nassauern bei ihrem Bestreben um die Territorialherrschaft in diesem Raum im Wege.

Siehe auch

- Deutscher Bauernkrieg

Als Deutscher Bauernkrieg (auch Erhebung des gemeinen Mannes) wird die Ausweitung lokaler Bauernaufstände ab 1524 in weiten Teilen des süddeutschen Sprachraumes (Süddeutschland, Österreich und der Schweiz) bezeichnet, wobei die Bauern mit ihren Zwölf Artikeln erstmals fest umrissene Forderungen formulierten. In Schwaben, Franken, dem Elsass und in Thüringen wurden die Aufstände 1525, in Sachsen und Tirol 1526 niedergeschlagen. Diesem Bauernkrieg gingen Aufstände in England und der Schweiz voraus.

Siehe auch

- Schmalkaldischer Krieg

Der Schmalkaldische Krieg wurde von 1546 bis 1547 von Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, ein Bündnis protestantischer Landesfürsten unter Führung von Kursachsen und Hessen, geführt. Dabei versuchte der Kaiser, die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken.

Siehe auch

- Dreißigjährigen Krieg

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um Hegemonie oder Gleichgewicht zwischen den Mächten Europas und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich sowohl die Gegensätze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb des Heiligen Römischen Reiches als auch der habsburgisch-französische Gegensatz auf europäischer Ebene. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten in Deutschland trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus.

Siehe auch

Kirchvers im Dreißigjährigen Krieg

- Siebenjähriger Krieg

Im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763, auch Dritter Schlesischer Krieg genannt) kämpften mit Preußen und Großbritannien auf der einen Seite und Österreich, Frankreich, Russland auf der anderen Seite alle europäischen Großmächte der Zeit. Viele mittlere und kleine Staaten waren ebenfalls beteiligt (siehe unten). Der Krieg wurde in Mitteleuropa, Nordamerika, Indien, der Karibik sowie auf den Weltmeeren ausgefochten und war damit in gewissem Sinne eigentlich der zweite Weltkrieg nach dem Spanischen Erbfolgekrieg. Für England und Frankreich ging es hierbei um die Herrschaft in Nordamerika und in Indien.

Siehe auch

Kirchvers im Siebenjährigen Krieg

- Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg (englisch: American Revolutionary War oder American War of Independence) fand von 1775 bis 1783 zwischen den 13 nordamerikanischen Kolonien einerseits und der britischen Kolonialmacht andererseits statt. Er war der Höhepunkt der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und führte mit der Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Bildung der Konföderation 1777 zu deren siegreichem Abschluss und zur Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch Lohra ist in diesen Krieg involviert, da durch die Landgrafen Untertanen gegen Bezahlung an die Engländer "verliehen" wurden.

Siehe auch

- Koalitionskriege

Als Koalitionskriege (unter Ausschluss des ersten Koalitionskriegs auch Napoleonische Kriege genannt) werden die von 1792 bis 1815 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Gegnern bezeichnet. Sie standen in der Kontinuität der Konflikte, die durch die Französische Revolution hervorgerufen worden waren, und beendeten die Zeit der Kabinettskriege.

Siehe auch

- Befreiungskriege

Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden alle historischen kriegerischen Ereignisse zusammengefasst, die sich 1813 bis 1815 zwischen den Truppen des napoleonischen Frankreich und deren Gegnern ereigneten. Sie sind Teil der Napoleonischen Kriege und bilden als deren sechste Koalition ihren Abschluss. In der damaligen Zeit waren beide Begriffe gebräuchlich, erst in der Restaurationsphase nach 1815 wurde der Begriff Befreiungskriege durchgesetzt.

Siehe auch

Kirchvers 1806-1815

- Deutscher Krieg / Preußisch-Österreichischer Krieg

Der Deutsche Krieg von 1866 war die kriegerische Auseinandersetzung des Deutschen Bundes mit dem Königreich Preußen und dessen Verbündeten.

Siehe auch

Kirchvers 1866

- Deutsch-Französischer Krieg

Den Deutsch-französischen Krieg von 1870–1871 (umgangssprachlich auch „Siebziger Krieg“ oder kurz "70 71") erklärte das Kaiserreich Frankreich gegen Preußen nach Streitigkeiten um die spanische Thronfolge. Die bewusst verkürzte Veröffentlichung der sog. Emser Depesche (eines Berichts Wilhelms I. an Bismarck) durch den preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck diente den Franzosen als Vorwand zur Erklärung des Krieges am 19. Juli 1870.

Siehe auch

Kirchvers im Deutsch-Französischer Krieg

- Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war ein Krieg, der von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Ostasien geführt wurde und über neun Millionen Menschenleben forderte. Er wurde zunächst zwischen den Mittelmächten, dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn auf der einen Seite und den Entente-Mächten, Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Serbien auf der anderen Seite ausgetragen.

Siehe auch

Tagebuch_Anna_Kraft · Lied zur Mobilmachung 1914 · Gedicht von Heinrich Naumann zur Mobilmachung am 1. August 1914 · Kirchvers im 1. Weltkrieg

- Zweiter Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Er ist der einzige Krieg, in dem sowohl atomare – von den USA gegen Japan – als auch biologische und chemische Waffen – hauptsächlich durch Japan gegen China – eingesetzt wurden (ABC-Waffen).

Siehe auch

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