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Koch

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Koch ist ein Beruf und Familienname

Der Name „Koch“ stammt vom mittelhochdeutschen Wort Koch. Es handelt sich um den Berufsnamen zur Tätigkeit des Kochs.

Koch ist die Bezeichnung für eine Person, die Speisen zubereitet.

Die Kunst, aus Lebensmitteln durch Kochen, Braten, Dämpfen oder andere Verfahren möglichst schmackhafte, leicht verdauliche, nahrhafte und auch noch gesunde Speisen zu bereiten, hatte bereits in der Antike einen hohen Stand erreicht. Da nach antiker Sichtweise eine gute Ernährung unmittelbar mit der Gesundheit zusammenhing, arbeitete der Koch häufig mit Ärzten zusammen.

Die Kochkunst kam aus den asiatischen Ländern nach Griechenland und dann nach Italien. Unter den römischen Kaisern Augustus und Tiberius gab es bereits Schulen der Kochkunst. Im antiken Rom waren die Köche meistens in Kriegsgefangenschaft verschleppte Sklaven, vorzugsweise Griechen. Köche waren beliebt und teuer und man zahlte horrende Preise für gute Köche.

Im Mittelalter wurde die Küche besonders von den Klöstern gepflegt und weiterentwickelt. Neuzeitliche Kochkunst stammt aus Italien (etwa seit dem 16. Jahrhundert) und wurde von dort aus durch Katharina von Medici nach Frankreich eingeführt, die bei ihrer Hochzeit mit Heinrich ihre eigenen Köche nach Frankreich mitnahm.

Am Hofe von Ludwig XIV. erreichte die Französische Küche ihre erste Blüte. Mit dem Wegfall der grenzenlosen Ausgabenfreudigkeit des keinerlei Steuern zahlenden Adels und Königshofs durch die Französische Revolution mussten die Köche sich neue Einnahmequellen erschließen. Sie eröffneten Restaurants, in denen das wohlhabende Bürgertum verkehrte. Im 19. Jahrhundert erholte sich daher die französische Kochkunst von Revolution und Krisen.

Inhaltsverzeichnis

Kirchvers

Kochs

Haus: Gießener Landstraße 3, alte Nr. 19

Deutung: Nachname Koch

Herkunft: Wolf Steuermeister, ein Sohn des Kirchverser Pfarrers Philipp Steuermeister und seiner Ehefrau Judith, war der früheste nachweisbare Besitzer dieser Hofreite.

In den Jahren 1612/13 wurde gegen ihn am „peinlichen Halsgericht“ in Marburg ein Prozeß wegen Gotteslästerung, Schmähung des Landgrafen und Beleidigung der landgräflichen Beamten (z.B. des Schultheißen Hans Becker zu Lohra) geführt.

Aufgrund von Nachwirkungen der Pest und eines Sturzes „im Suff“ auf eine Tischkante war er nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte und bekam dadurch vor Gericht mildernde Umstände, so daß er von der Todesstrafe verschont blieb. Stattdessen wurde er öffentlich an den Pranger gestellt, ausgepeitscht und anschließend aus dem Land verwiesen.

Anscheinend ist er jedoch einige Jahre später zurückgekehrt, denn 1645 wird ein Wolf Steuermeister in Kirchvers begraben.

In der umfangreichen Prozeßakte, die sich im Staatsarchiv Marburg befindet, wird er als Wirt und Trommelschläger im Ausschuß (beim Militär) bezeichnet.

Seine Tochter Anna Elisabetha heiratete 1636 den Pfarrer Johann Peter Tregel (auch Trögel), der zeitweise in Blasbach wirkte.

Deren Sohn Johann Caspar Tregel (1641-1692) kam um 1675 mit seiner Ehefrau Maria Elisabetha geb. Fleth aus Gießen nach Kirchvers, wo er die Gastwirtschaft seines Großvaters übernahm. Diese wurde bis zu diesem Zeitpunkt von Henrich Nierer (1603-1687), einem anderen, kinderlosen Schwiegersohn Wolf Steuermeisters betrieben.

Johann Caspar Tregel wird im ältesten Kirchenbuch „unterster Wirth“ genannt.

Sein Schwiegersohn Ernst Koch (1670-1720) kam durch das Militär als Soldat aus Wagenfeld bei Rinteln in Niedersachsen nach Kirchvers. Nach ihm nennt man das Anwesen noch heute „Kochs“.

Ihm folgte sein Schwiegersohn Johann Jonas Hahn (1707-1776) aus „Jonese“, ein Weißbinder und Wirt. Dessen Schwiegersohn wiederum war Johann Georg Schmidt (1719-1797) aus „Bachcaspersch“.

Schmidts Tochter Anna heiratete dann Johannes Laucht (1768-1822) aus „Liwwisjirje“ in der Pfarrstraße, der die Gastwirtschaft weiterführte.

Dessen Urenkel war Johannes Laucht (1866-1945), der mit Katharina geb. Schorge (1871-1925) aus Seelbach verheiratet war und die Gastwirtschaft später an seinen Sohn Heinrich Laucht (1898-1969) und dessen Ehefrau Anna geb. Seibert (1897-1976) aus Reimershausen weitergab.

Deren Sohn war der verstorbene Adam Seibert-Laucht.

Die Gastwirtschaft wird heute von dessen Sohn Hans-Joachim Seibert-Laucht betrieben. 47)

Lohra

Heinz Koch

Siehe auch

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