Lohra-Wiki

Johannes Konrad

Aus Lohra-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Johannes ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.

Der latinisierte Name Johannes geht auf die griechische Form des hebräischen (Jochanan) zurück und bedeutet „Gott (JHWH) ist gnädig“ / „Gott hat Gnade erwiesen“. Somit kann der Name als Ausdruck einer als Geschenk aufgefassten Geburt verstanden werden. Die althebräische Urform ist im latinisierten Namen Hannes überkommen.

Johann als Kurzform von Johannes.

Hannes ist ein männlicher Vorname, der hauptsächlich in Norddeutschland verbreitet ist.

Der latinisierte Name Hannes geht auf eine gräzisierte Form des althebräischen Urnamens Yochanan zurück. Die latinisierte, griechische Form des hebräischen Yochanan ist Johannes ( was„Gott (JHWH) ist gnädig“ / „Gott hat Gnade erwiesen“ bedeutet). Hannes ist zeitlich und von der Bedeutung ( "Die Mächtigen bzw. die Götter sind ihm gnädig" ) nah verwandt mit dem Namen Hannibal, weshalb auch vermutet wird, dass beide Namen von einer noch älteren Urform abstammen. Der Name Yochanan entwickelte sich, als die hebräischen Stämme begannen, Gott, das ewige Wesen (JHWH) anzubeten und deswegen den Namen erweiterten.

Konrad ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.

Konrad leitet sich von „kon“ (kühn, mutig) und rath (Rat) ab, und bedeutet wörtlich der kühne Ratgeber („kühn an Rat“), sinngemäß der gute Ratgeber, und stammt aus dem althochdeutschen. Mittelhochdeutsch ist er als Kuonrât überliefert. Die latinisierte Form ist Conradus.

Inhaltsverzeichnis

Kirchvers

Hannkurts I

abgeschliffen zu „Hankots

Haus: Gießener Landstraße 15, alte Nr. 59

Deutung: Vorname Johann Konrad („Hann-Kurt“)

Herkunft: Von welcher Person genau der Dorfname kommt, ist heute nicht mehr mit Sicherheit festzustellen. Nachweisbar ist jedoch, daß dieses Haus von Peter Haas, wohnhaft in „Weäwersch“, erbaut wurde. Dessen Schwester Katharina (1864-1948) war mit Johannes Rühl (1865-1951, genannt „Hankots Schneirer“) aus „Jirje“ verheiratet. Bevor sie dieses Haus bezogen, besaßen sie einige Jahre das heutige „Rinks“ Haus am Burggarten, welches nach seinem Erbauer Johann Conrad Simon vermutlich ursprünglich den Dorfnamen „Hankots“ getragen hat (alte Nr. 2 ½). Dies ist jedoch heute nicht mehr belegbar.

Das Haus in der Gießener Landstraße übernahm der Sohn der vorgenannten Eheleute Rühl, Johannes Rühl (1895-1988) und dessen Ehefrau Margarethe geb. Rein (1893-1969) aus der Schmelzmühle. Deren Schwiegersohn war der im zweiten Weltkrieg gefallene Johann Konrad Abel, gebürtig aus „Schustersch“. Heutiger Besitzer ist dessen Sohn Helmut Abel. 47)

Hannkurts II

abgeschliffen zu „Hankots

Haus: Waldhausstraße 3, alte Nr. 79

Deutung: Vorname Johann Konrad („Hann-Kurt“)

Herkunft: Dieses Haus erbaute die Witwe des aus „Liwwisjirje“ in der Pfarrstraße stammenden Johann Adam Rühl (1904-1928), Elisabeth geb. Rühl (1904-1991). Sie wurde „Hankots Elwet“ genannt und stammte aus „Hankots“, Gießener Landstraße 15. Das Haus wurde von ihrem Sohn Adolf Rühl übernommen. 47)

Hankots

Rinks I, vorher „Schefersch“, davor vermutlich „Hankots

Haus: Burggarten 5, alte Nr. 2 ½

Deutung: „Rinks“: Nachname Rink, „Schefersch“: Beruf Schäfer, „Hankots“: Vorname Johann Konrad

Herkunft: Zuerst soll hier erwähnt werden, daß an dieser Stelle bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts das Kirchverser Brauhaus gestanden hat. Im ältesten Kataster von 1745 wurde festgehalten, daß es ursprünglich Eigentum der Gemeinde war, später aber an Johann Simon („Hobgans“), Hans Jacob Simon („Gehannete“) und weitere neun Kirchverser Männer verkauft wurde. Diese elf Personen besaßen die sogenannte Braugerechtigkeit, waren also berechtigt, in diesem Brauhaus Bier zu brauen. Der damalige Braumeister war Johann Wagner („Däiresch“). Neben dem Brauhaus befand sich ein Brunnen, der noch bis in dieses Jahrhundert existierte und „Brauborn“ genannt wurde.

Nachdem das Brauhaus abgerissen war, ging der Bauplatz in den Besitz der Bewohner von „Gehannete“ über. Aus eben diesem Hof stammte Johann Konrad Simon (1795-1844), der im Jahr 1833 den Platz erbte und darauf ein Wohnhaus errichtete. Nach ihm könnte man das Haus „Hankots“ genannt haben. Anschließend übernahm es seine Tochter Anna Catharina (1838-1876), die mit Johannes Schneider (1835-1901) aus Rodenhausen verheiratet war. Dieser zog später mit seiner zweiten Ehefrau nach Krofdorf. Danach war das Haus bis etwa 1898 im Besitz von Johannes Rühl aus „Jirje“ und seiner Ehefrau Katharina geb. Haas aus „Weäwersch“, die etwa zehn Jahre später „Hankots“ Haus in der Gießener Landstraße bauten.

Um 1900 gelangte das Haus am Burggarten in den Besitz von Ludwig Bernhardt (1854-1907), der aus Frankenbach gebürtig und in Kirchvers Schäfer war. Seit dieser Zeit nannte man das Haus „Schefersch“. Bernhardt war verheiratet mit Elisabeth geb. Böth (1856-1906), gebürtig aus Fronhausen, einer Enkelin des oben erwähnten Johann Konrad Simon. Sein Schwiegersohn war Johann Jakob Rink (1881-1958) aus Oberwalgern, der in erster Ehe Elisabeth geb. Bernhardt (1879-1926) und in zweiter Anna geb. Wolfenstetter (1900-1955) aus Unterwössen in Bayern heiratete. Aus der zweiten Ehe stammt der heutige Besitzer Rudolf Rink. 47)

Siehe auch

Kirchvers · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen · Namenstage

Ansichten
Persönliche Werkzeuge