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Johannes

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Johannes ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.

Der latinisierte Name Johannes geht auf die griechische Form des hebräischen (Jochanan) zurück und bedeutet „Gott (JHWH) ist gnädig“ / „Gott hat Gnade erwiesen“. Somit kann der Name als Ausdruck einer als Geschenk aufgefassten Geburt verstanden werden. Die althebräische Urform ist im latinisierten Namen Hannes überkommen.

Johann als Kurzform von Johannes.

Hans ist eine Kurzform des männlichen hebräischen Vornamens Johannes, ist aber als eigenständige Form anerkannt. Er kommt relativ selten auch als Familienname vor.

Hannes ist ein männlicher Vorname, der hauptsächlich in Norddeutschland verbreitet ist.

Der latinisierte Name Hannes geht auf eine gräzisierte Form des althebräischen Urnamens Yochanan zurück. Die latinisierte, griechische Form des hebräischen Yochanan ist Johannes ( was„Gott (JHWH) ist gnädig“ / „Gott hat Gnade erwiesen“ bedeutet). Hannes ist zeitlich und von der Bedeutung ( "Die Mächtigen bzw. die Götter sind ihm gnädig" ) nah verwandt mit dem Namen Hannibal, weshalb auch vermutet wird, dass beide Namen von einer noch älteren Urform abstammen. Der Name Yochanan entwickelte sich, als die hebräischen Stämme begannen, Gott, das ewige Wesen (JHWH) anzubeten und deswegen den Namen erweiterten.

Inhaltsverzeichnis

Kirchvers

Hanse

Hannsei

Haus: Bornweg 14, alte Nr. 66

Deutung: Vorname Johann

Herkunft: Der Dorfname stammt von Johann Kraft (1888-1966) aus „Hoardtmellersch“, verheiratet mit Elisabeth geb. Becker (1889-1959) aus „Jonese“. Die Tochter Elisabeth, die heute das Haus bewohnt, nennt man „Hannsei“ (= Johanns). 47)

Jongenhans

Haus: Burggarten 2, alte Nr. 11

Deutung: Vorname Hans mit Beinamen „der Jüngere“

Herkunft: Dieser Dorfname dürfte von Hans Wagner (1635-1685) herrühren, der mit Elisabetha Catharina Schmidt aus „Schmidts“ verheiratet war. Ihm wurde zur Unterscheidung von dem in „Roths“ wohnhaften Hans Wagner dem Älteren der Beiname „der Jüngere“ gegeben. Daher wurde er im Dorf „der junge Hans“ genannt, wonach der heutige Dorfname entstand. Sein Vater Jacob Wagner (1600-1673) war Hofmann auf dem Adelshof derer von Buseck in Kirchvers.

Hans Wagners Sohn Jacob Wagner (1677-1727) übernahm mit seiner Ehefrau Catharina geb. Willershausen aus Fronhausen den Hof. Der Grabstein seines 1773 ledig verstorbenen Sohnes gleichen Namens befindet sich noch heute hinter der Kirchverser Kirche. Im oberen Teil des Steines sieht man den Verstorbenen zwischen seinen zu dieser Zeit noch ledigen beiden Schwestern stehend. Ein Engel setzt ihm von oben schwebend die „Krone des ewigen Lebens“ auf.

Jacob Wagners Tochter Anna, eine der beiden abgebildeten Schwestern, heiratete später Johann Martin Wagner (1745-1797) aus „Däischuuste“. Deren Ehe blieb kinderlos. So ging der Hof in den Besitz seines Neffen Johann Martin Wagner junior (1770-1799), ebenfalls aus „Däischuuste“, über, der mit Anna Catharina geb. Schlag aus „Ihrlichs“ verheiratet war. Deren Enkelin Anna Margaretha Wagner heiratete 1845 Johannes Wißmann (1823-1895) aus Rollshausen, der nach deren Tod in zweiter Ehe Anna Katharina geb. Gerhardt (1837-1906) aus „Chreass“ zur Frau nahm. Nach ihnen übernahm der Sohn aus zweiter Ehe Johann Georg Wißmann (1871-1951) mit seiner Ehefrau Anna Margaretha geb. Seibert (1879-1962) aus Reimershausen den Hof. Heutige Besitzerin ist Walburga Seibert-Laucht, deren Mann Adam ein Neffe der Anna Margaretha Wißmann war. 47)

Mellerhanse

Haus: Kirchstraße 2, alte Nr. 13

Deutung: Beruf Müller und Vorname Hans

Herkunft: Dieser Hof, in alten Dokumenten im Pfarrarchiv nach einem Vorbesitzer „Jost Friedrichs Hoffreide“ genannt, wurde im 30jährigen Krieg „durch die Schwedischen Völcker abgebrochen und verbrandt“. Einige Jahre später wurde er von Johannes Rontzemer (heutiger Name Runzheimer) gekauft (siehe Lützenhof).

Dessen Schwiegersohn war der Kreuzmüller Johann Conrad Rühl. Er erbte diesen Hof im Jahr 1710 von seiner ledig gebliebenen Schwägerin Anna Catharina Rontzemer. Dazu ein Zitat aus einem Dokument im Pfarrarchiv: „Anno 1710 hat Johan Conrad Rüel auff diese Hoffreide new gebawet (=neu gebaut)“. Demnach dürfte der hintere, ältere Teil des heutigen Wohnhauses aus diesem Jahr stammen. Mit Sicherheit hat Johann Conrad Rühl aber nicht auf dem Hof, sondern in der Kreuzmühle gewohnt. Er vererbte den Hof einige Jahre später an seinen Schwiegersohn Hans Weber (1702-1764) aus „Chreass“, der mit seiner Frau Elisabetha geb. Rühl dort wohnhaft wurde.

Der Dorfname „Mellerhanse“ dürfte also von Hans Weber herstammen, obwohl er selbst nicht Müller war. Seine Frau war jedoch, wie beschrieben, aus der Kreuzmühle. Danach bewohnte der ledig gebliebene Sohn Johann Jost Weber, ein Zimmermann, diesen Hof. Nach dessen Tod übernahm sein Neffe Johann Jacob Wagner (1777-1818) aus „Däischuuste“ das Anwesen. Dessen Enkel war Johann Georg Wagner (1842-1897), verheiratet mit Elisabeth geb. Naumann (1842-1913) aus Damm. Diese gaben den Hof an ihren Schwiegersohn Johannes Willershausen (1862-1933) aus Weipoltshausen weiter. Der nächstfolgende Besitzer war sein Sohn Johannes Willershausen (1906-1960), verheiratet mit Elisabeth geb. Rühl aus Weipoltshausen. Heutiger Besitzer ist Peter Haas, ein Enkel der vorgenannten Eheleute. 47)

Siehe auch

Kirchvers · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen · Namenstage

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