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Immel

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Familienname Immel


Waldemar Immel

Waldemar Wilhelm Johannes Immel, Sohn des Hauptlehrers Heinrich I. und Marie geb. Immel. Geboren 2. 2. 1915 Sichertshausen, Stud. in Bethel, Erlangen, Tübingen, Marburg. Examina 7. 12. 1937 und 22. 7. 1949. Ordiniert 4. 9. 1949. Hilfspf. 1949 Kilianstädten. Verh. Bethel 19. 10. 1949 m. Ingeborg Gertrud Ronicke, T. des Miss.- Insp. Pastor Curt u. Gertrud Geißler. Kinder: Heinrich; geb. 7. 12. 1950, Johannes 23.12.1951; Georg 31. 7. 1953: Dietrich 27. 8. 1955; Gertrud 14. 5. 1962. Evang. luth. Pfarrer in Lohra 1950-1971 1)

Waldemar Immel, wie ihn die meisten von uns dem Namen nach kannten, kann als der große Pfarrer und Theologe in der Evangelisch lutherischen Kirchengemeinde in Lohra bezeichnet werden. Ein breites Spektrum an Erinnerungen verbindet noch viele Familien mit diesem Seelsorger. Aber auch als Mitbürger unseres Dorfes war er eine beliebte, geschätzte und vertrauenswürdige Persönlichkeit.

Am 2. Februar 1915 wurde er in Sichertshausen geboren und verbrachte seine Kindheit und die ersten Jahre seiner schulischen Ausbildung in Fronhausen. Beeinflusst durch den Ortspfarrer, hatte er schon als Schüler einen Weg zur Theologie und zur Kirche gefunden. Sein Abitur legte er Anfangs 1933 in Marburg ab um anschließend ein Theologiestudium in Bethel, Erlangen, Thübingen und Marburg zu absolvieren. In der damaligen Zeit der politischen Gleichschaltungen und kirchlichen Unsicherheiten war seine kirchenpolitische Haltung klar: Er war zeitweilig Obmann der Bekennenden Studenten und legte 1937 sein erstes theologisches Examen vor der Prüfungskommission der Bekennenden Kirche in Marburg ab.

Erst 1948 kehrte Waldemar Immel aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. 1949 folgte dann sein zweites Staatsexamen und die Heirat mit Ingeborg Gertrud Ronicke. Seine Ordination erfolgte 4. 9. 1949. Nach einer kurzen Tätigkeit in Kilianstädten wurde er nach Lohra versetzt. Die folgenden 19 Jahre als Dorfpfarrer in seiner oberhessischen Heimat bezeichnete er selber als die schönsten Jahre seines Lebens. Von 1969 bis 1971 bekleidete er das kirchliche Amt des Dekans im Kirchenkreis Marburg-Land.

Seine Berufung zum Probst des Sprengeis Waldeck-Marburg und die Übernahme einer Pfarrstelle an der Elisabethirche machten auch eine Verlegung seines Wohnsitzes von Lohra nach Marburg erforderlich. 1980 zog sich Waldemar Immel in seinen wohlverdienten Ruhestand zurück und verstarb am 1. Januar 1990. 37)

Siehe auch

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