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IT-Sicherheit

10.06.2010

Die Fussball-WM steht vor der Tuer: Ab morgen rollt der Ball in Suedafrika. Wie stets bei solchen Grossereignissen sind auch die Internetkriminellen mit von der Partie. Waehrend der letzten olympischen Spiele in Peking stieg die Zahl der Phishing-Attacken um 66 Prozent. Aehnliches ist auch bei der WM zu erwarten. Achten Sie deshalb in den kommenden Wochen verstaerkt auf Lockvogel-Nachrichten, die Ihre Begeisterung fuer den Fussball ausnutzen. Die Kriminellen wollen Sie zu unueberlegten Klicks und Downloads provozieren und auf diesem Weg Ihren Computer mit Schadsoftware infizieren.

27.05.2010

"Wer darf an meine Pinnwand schreiben?" "Welche Nutzer duerfen die Fotos von meinem letzten Urlaub sehen?" und "Wird mein Nutzerprofil bei einer Suche mit Google angezeigt?" Dies sind alles Fragen, mit denen sich Anwender von sozialen Netzwerken auseinandersetzen sollten, um ihre Privatsphaere zu schuetzen. Denn ohne die richtigen Sicherheitseinstellungen gibt man oft mehr von sich preis, als einem lieb ist. In vielen sozialen Netzwerken ist es aber gar nicht so einfach, die noetigen Einstellungen vorzunehmen. Die EU-Initiative Klicksafe hat jetzt neue Leitfaeden zu den sozialen Netzwerken Facebook, studiVZ und wer-kennt-wen veroeffentlicht, die dem Nutzer Schritt fuer Schritt erklaeren, wie und wo man einzelne Sicherheitseinstellungen vornehmen kann.

09.02.2010 Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

Das Internet bietet heutzutage zahlreiche Plattformen, in denen sich Nutzer austauschen koennen: Sie veroeffentlichen die Fotos ihres letzten Urlaubs im studiVZ, pflegen und erweitern ihre beruflichen Kontakte in Xing und laden ihre Freunde ein, virtuelle Nachbarn in der Facebook-Anwendung FarmVille zu werden. Die so genannten sozialen Netzwerke eroeffnen Nutzern neue Moeglichkeiten, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und Informationen auszutauschen. Die Gefahren werden dabei aber schnell unterschaetzt. Privatsphaere und Datenschutz sind laengst nicht mehr die einzigen Themen, die im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert werden. Auch (IT-)Kriminelle haben die Beliebtheit dieser Plattformen als Chance erkannt und nutzen die Gutglaeubigkeit vieler Nutzer schamlos aus. In dieser Sonderausgabe des Newsletters stellen wir Ihnen 10 wichtige Tipps vor, wie Sie soziale Netzwerke sicher nutzen koennen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen Brennpunkt.

Bundestag beschließt neues BSI-Gesetz

Inhaltsverzeichnis

Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

  • Seien Sie zurueckhaltend mit der Preisgabe persoenlicher Informationen!

Tipp 1: Nicht alles, was Sie ueber sich wissen, muessen andere Menschen wissen. Ueberpruefen Sie kritisch, welche privaten Daten Sie "oeffentlich" machen wollen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass immer mehr Arbeitgeber Informationen ueber Bewerber im Internet recherchieren. Auch Headhunter, Versicherungen oder Vermieter koennten an solchen Hintergrundinformationen interessiert sein.

  • Erkundigen Sie sich ueber die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz!

Tipp 2: Mit beidem sollten Sie sich gruendlich vertraut machen - und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie unbedingt die verfuegbaren Optionen des sozialen Netzwerks, mit denen die von Ihnen eingestellten Informationen und Bilder nur eingeschraenkt "sichtbar" sind: Sollen nur Ihre Freunde Zugriff darauf haben oder auch die Freunde Ihrer Freunde oder alle Nutzer?

  • Seien Sie waehlerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden!

Tipp 3: Bei Personen, die Sie nicht aus der "realen" Welt kennen, sollten Sie kritisch pruefen, ob Sie diese in Ihre Freundesliste aufnehmen wollen. Der oder die Unbekannte koennte auch boeswillige Absichten haben. Kriminelle koennten zum Beispiel ausspionieren, wann Ihre Wohnung leer steht. "Unechte Profile" werden nachweislich dazu genutzt, Personen zu schaden - sei es aus Rache, Habgier oder anderen Beweggruenden.

  • Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft ueber das soziale Netzwerk kontaktieren.

Tipp 4: Dafuer koennen Sie sich meistens direkt an die Betreiber des jeweiligen sozialen Netzwerkes wenden. Diese koennen der Sache nachgehen und gegebenenfalls das unserioese Profil loeschen. In besonderen Faellen sollten Sie auch die Polizei fuer eine Strafverfolgung informieren.

  • Verwenden Sie fuer jedes soziale Netzwerk ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

Tipp 5: Seien Sie sich aber auch darueber bewusst, dass Ihre Daten auf fremden Rechnern gespeichert sind. Das heisst die Sicherheit Ihrer Daten haengt nicht nur von Ihnen ab, sondern auch von den Betreibern des sozialen Netzwerks: wird deren Server gehackt, sind Ihre Daten nicht mehr sicher. Wenn Missbrauch bekannt wird, informieren Sie auch Ihre Freunde.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen ueber Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

Tipp 6: Berufliche Informationen haben in sozialen Netzwerken nichts verloren. Auch Wirtschaftsspione haben soziale Netzwerke fuer sich entdeckt und versuchen dort, wertvolle Informationen abzuschoepfen. Das kann Ihre Firma Geld und Sie den Job kosten.

  • Pruefen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern und Texten einraeumen!

Tipp 7: Keine Leistung ohne Preis: Die Eintrittskarte in soziale Netzwerke kostet Sie die Preisgabe von Informationen. Viele Firmen sind bereit, fuer diese Daten Geld zu bezahlen, um gezielt Werbung verschicken zu koennen. Geben Sie den sozialen Netzwerken die Rechte an Ihren Bildern, koennen diese theoretisch von den Betreibern weiterverkauft werden. Pruefen Sie auch, ob das gewaehrte Nutzungsrecht womoeglich bestehen bleibt, wenn Sie Ihr Profil loeschen.

  • Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich ausserhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswuerdigkeit dieser Nachricht!

Tipp 8: Identitaetsdiebstahl ist ein Risiko des digitalen Zeitalters. Eine fremde Person kann mit Hilfe eines gehackten Accounts, eine fremde Identitaet uebernehmen und deren Freunde taeuschen. Betrueger koennen zum Beispiel Nachrichten verschicken, in denen sie eine Notsituation beschreiben und um finanzielle Hilfe bitten. Mit Hilfe des angelesenen Wissens ueber die gestohlene Identitaet kann dabei die Vertrauenswuerdigkeit untermauert werden.

  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstaerkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Tipp 9: Auf einen Link ist schnell geklickt. Aber Vorsicht: die Zieladresse koennte eine gefaelschte Startseite eines sozialen Netzwerkes sein. Geben Sie dort Ihren Benutzernamen und Kennwort ein, werden die Daten direkt an die Betrueger weitergeleitet. Besonders beliebt sind bei solchen Attacken so genannte Kurz-URLs, bei denen der Nutzer die eigentliche Zieladresse nicht erkennen kann.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern ueber deren Aktivitaeten in sozialen Netzwerken und klaeren Sie sie ueber die Gefahren auf!

Tipp 10: Viele Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht bewusst, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern - Spass geht ihnen haeufig vor Sicherheit. Die Staerkung der "Medienkompetenz" ist eine neue Aufgabe, die Eltern in der Erziehung uebernehmen muessen. Aber auch mit anderen Familienangehoerigen und Freunden sollten Sie sich ueber Risiken und Bedenken austauschen.

  • Das Netz vergisst nichts

Fazit: Informationen, die Sie ueber soziale Netzwerke verbreiten, bleiben fuer immer im Netz. Selbst wenn Sie Ihren Account loeschen, so ist es doch fast unmoeglich, Verlinkungen und Kommentare in anderen Profilen zu entfernen. Veroeffentlichen Sie also keine Informationen, bei denen es Ihnen spaeter leid tun koennte.

  • IT-Sicherheit ist Datensicherheit

Fazit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwuenschten Angreifern absichern. Ob Sie alle noetigen Massnahmen fuer den Basisschutz getroffen haben, koennen Sie anhand einer Checkliste auf der BSI-Web-Seite ueberpruefen.

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Extraausgabe

- 08.06.2010 Sicherheitsluecke wird bereits aktiv ausgenutzt

Kritische Schwachstelle im Adobe Flash Player sowie den PDF-Anwendungen Adobe Reader und Acrobat: Im Adobe Flash Player sowie im Adobe Reader und Acrobat existiert eine kritische Sicherheitsluecke bei der Verarbeitung von speziell manipulierten Flash-Inhalten (SWF-Dateien).

Ein entfernter Angreifer kann die Sicherheitsluecke mit Hilfe von manipulierten Flash-Inhalten auf Webseiten oder in PDF-Dateien ausnutzen, um Schadsoftware auf den Rechnern der Opfer auszufuehren.

Bereits das Betrachten einer manipulierten Webseite oder das Oeffnen einer manipulierten PDF-Datei reicht aus, um den schadhaften Code auf betroffenen Systemen einzuschleusen.

Die Schwachstelle wird bereits aktiv gegen den Adobe Flash Player sowie den Adobe Reader/Acobat ausgenutzt.

Das Buerger-CERT warnte am 08. Juni 2010 vor der kritischen Schwachstelle. Bis der Hersteller Adobe Patches fuer die drei Anwendungen Adobe Flash Player, Adobe Reader und Acrobat bereitstellt, koennen Sie Hinweise zur Umsetzung von Schutzmassnahmen der Bcert-2010-0048 entnehmen.

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Warnungen und aktuelle Informationen

  • Gar nicht komisch: Manipuliertes Facebook-Video schleust Schadcode ein
  • Offene Flanke: Luecke in Adobe-Programmen
  • Grossputz: Microsoft schliesst 34 Sicherheitsluecken
  • Feindliche Uebernahme vereitelt: Adobe schliesst Sicherheitsluecke im Photoshop
  • Beim Hochfahren erwischt: Sicherheitsluecke beim iPhone entdeckt
  • Vor Begeisterung verklickt?: Webseite informiert ueber Phishing rund um FIFA-WM
  • Wie sicher ist sicher?: BGH praezisiert Anforderungen an WLAN-Nutzer
  • Gefaehrliche Bilder: Kritische Luecke in Windows 7
  • Trojaner statt Test: Gefaelschter Windows 7-Kompatibilitaetscheck infiziert Rechner
  • Mini-Patchday: Microsoft veroeffentlicht zwei Sicherheitsupdates
  • Sicherer Surfen: Chrome 5 schliesst sechs Sicherheitsluecken
  • 28 Mal mehr Sicherheit: Java Update fuer Mac OS X erschienen
  • Absturzgefaehrdet: Schwachstelle im Instant Messenger Pidgin beseitigt
  • Manipulierte Fotos: Sicherheitsluecke in Bildbetrachter IrfanView geschlossen
  • Patch fuer's Plug-in: Update fuer Adobe Shockwave Player erschienen

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Links zu IT-Themen

PRISMA

Verkaufsportal fuer Schadprogramme enttarnt

Wo die Cybermafia bestellt: Schadprogramme des Typs "Bot" von der Stange, dazu auch gleich noch die Software, um die Schaedlinge vor Sicherheitssoftware zu verstecken: Ein solches Paradies fuer Internetkriminelle haben Experten des Sicherheitsunternehmens PandaLab online entdeckt. Die Mehrzahl der auf dem Einkaufsportal angebotenen Bots sind fuer den Einsatz in sozialen Netzwerken wie MySpace, Youtube oder Facebook gedacht und koennen dort verwendet werden, um etwa Statistiken zu faelschen oder Nachrichten zu versenden. Naehere Informationen ueber Bots und Botnetze, die durch denn Zusammenschluss oft tausender ferngesteuerter PCs entstehen, finden Sie auf der BSI-Webseite. (100610)

Computer durch RFID-Implantat infiziert

Menschliche Virenschleuder: Einen Selbstversuch der ganz besonderen Art unternimmt derzeit der englische Wissenschaftler Dr. Mark Gasson von der Universitaet Reading: Er hat einen Computerchip, den er sich im Vorjahr unter die Haut implantieren liess, mit einem Virus infiziert. Konkret geht es um einen RFID-Chip, eine Technologie, die beispielsweise bei der Kennzeichnung von Waren in Kaufhaeusern zum Einsatz kommt. Mit seinem Experiment will Gasson auf Risiken aufmerksam machen, die in Zukunft drohen koennten, wenn Menschen verstaerkt Computertechnologie zur Verbesserung von Koerperfunktionen einsetzen. Tatsaechlich soll Gasson, so die Universitaet Reading, mit seinem Chip bereits den Nachweis erbracht haben, dass andere Systeme auf diesem Weg infiziert werden koennen. Naehere Informationen zur RFID-Technologie finden Sie auf der BSI-Webseite. (100610)

Klicksafe veroeffentlicht neue Leitfaeden fuer soziale Netzwerke

Richtig eingestellt: Soziale Netzwerke wie Facebook oder studiVZ sind beliebt und werden besonders von jungen Menschen haeufig intensiv genutzt. Die Frage nach der Privatsphaere geraet dabei schnell in den Hintergrund. Dabei ist es wichtig, nicht jedem Zugriff auf persoenliche Daten zu gewaehren. Worauf man bei der Nutzung der verschiedenen sozialen Netzwerke achten sollte und welche Sicherheitseinstellungen besonders wichtig sind, erklaert die EU-Initiative Klicksafe in neuen Leitfaeden zu Facebook, studiVZ und wer-kennt-wen. Denn die richtigen Einstellungen zu waehlen, ist haeufig gar nicht so einfach. Die Leitfaeden erklaeren, welche Auswirkungen es haben kann, wenn man seine Privatsphaere in den Netzwerken nicht ausreichend schuetzt. Es wird ausserdem Schritt fuer Schritt erlaeutert, welche Sicherheitskonfigurationen wo und wie im System vorgenommen werden koennen. Die Leitfaeden stehen als PDF-Dateien auf den Seiten von Klicksafe bereit. (100527)

Netzcheckers - Jugendportal fuer digitale Kultur bietet Online-Workshops an

Selbst aktiv werden!: Netzcheckers, das Portal der IJAB - Fachstelle fuer Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., bietet Jugendlichen eine Plattform zum Austausch rund um Neue Medien und digitale Kultur. So gibt es etwa Workshops zu Bildbearbeitung, Videotools, Soundbearbeitung und vielem mehr. In verschiedenen Tutorials werden beispielsweise folgende Themen besprochen: "Wie nutze ich OpenOffice-Programme?", "Wie drehe ich einen Clip mit meiner Handy-Kamera?" oder "Wie erstelle und bearbeite ich MP3-Dateien?" Schritt fuer Schritt und ganz praxisnah wird hier erklaert, wie man selbst multimediale Inhalte erstellen kann. Ausserdem koennen Nutzer bei Netzcheckers ein eigenes Profil anlegen und dort Nachrichten, Fotos, Videos und Podcasts hochladen und sich ueber Chats austauschen. (100527)

Facebook bei Phishing-Angriffen unter den Top 5

Abgefischt: Nach einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky gehoert das soziale Netzwerk Facebook mittlerweile zu den beliebtesten Zielen von Phishing-Attacken. In der Studie wurde das Spam-Aufkommen im ersten Quartal 2010 untersucht. Facebook belegt demnach nach PayPal, eBay und der internationalen Bank HSBC mit 5,4 Prozent den vierten Platz bei den Phishing-Mails. Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens ist es das erste Mal, dass ein soziales Netzwerk vermehrt im Fokus von Kriminellen steht. Der Anteil der Spam-Mails insgesamt lag im ersten Quartal 2010 bei 85,2 Prozent. 0,57 Prozent davon waren Phishing-Mails. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auf der BSI Webseite. (100527)

"Loveletter-Wurm" wird zehn Jahre alt

Falsche Liebesgruesse: "I love you!" - wer vor genau zehn Jahren eine E-Mail mit dieser Betreffzeile oeffnete, lief Gefahr, der so genannten "Lovebug"- oder "Loveletter"-Malware zum Opfer zu fallen. Damals verbreitete sich der Wurm innerhalb weniger Stunden ueber die ganze Welt - Millionen von Rechnern wurden infiziert. Denn oeffnete der Empfaenger das Dokument "Loveletter for you" im Anhang der Mail, versendete sich die Schadsoftware an saemtliche E-Mail-Kontakte des Nutzers. Der Wurm loeschte auf den betroffenen Rechnern ausserdem Dateien mit bestimmten Endungen, wie etwa .jpg oder .jpeg. Mehr Infos rund um den Einfallsreichtum von Computerkriminellen finden Sie auf der BSI-Webseite. (100512)

Wieder Datenleck bei SchuelerVZ

Sammelwut: Ueber eine neue Schwachstelle beim sozialen Netzwerk SchuelerVZ berichtet die Online-Plattform Netzpolitik. Den Betreibern seien von einem Informanten 1,6 Millionen Datensaetze ueber dort aktive Schueler zugeschickt worden, also rund 30 Prozent aller Nutzerprofile von SchuelerVZ. Die Datensaetze enthalten Basisinformationen wie Name, Schule, Schul-ID-Nummer und Link zum Bild, zum Teil aber auch weitere private Informationen wie etwa Alter, Geschlecht, Hobbies und die politische Einstellung - je nach Datenschutzeinstellung des jeweiligen Profils. Die Daten seien mithilfe eines so genannten Crawler ueber die Gruppenmitgliedschaften bzw. Freundeslisten der Schueler zusammengetragen worden. Crawler sind Programme, die zum massenhaften Sammeln und Analysieren von Daten eingesetzt werden. Der Informant soll SchuelerVZ zunaechst auf das bestehende Problem hingewiesen haben. Als man dort nicht reagierte, schickte er die Daten an Netzpolitik.org. (100512)

Twitter-Nutzer haftet fuer Verlinkung auf rechtswidrige Inhalte

Unerlaubtes Gezwitscher: Wer ueber Twitter oder andere soziale Netzwerke auf rechtswidrige Inhalte verlinkt, kann sich eine Abmahnung oder einstweilige Verfuegung einhandeln. Von einer aktuellen Gerichtsentscheidung berichtet die Webseite computerbetrug.de. Ein Nutzer hatte in einer Twitter-Nachricht einen Link auf eine Webseite gesetzt. Auf dieser Seite waren einige Behauptungen aufgestellt, mit der ein Unternehmen nicht einverstanden war. Die Firma beantragte bei Gericht eine einstweilige Verfuegung gegen den Twitter-Nutzer - dieser wurde stattgegeben. Der Twitterer darf nicht mehr auf die Webseite verlinken. Nutzer sollten darauf achten, nur Links auf vertrauenswuerdige bzw. inhaltlich unbedenkliche Seiten zu setzen. Infos zum Thema Recht im Internet gibt es auf der BSI-Webseite. (100429)

Social-Gaming verlockt zur Preisgabe persoenlicher Daten

Riskante Spiele: Eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens BitDefender hat ergeben, dass Kriminelle es immer mehr auf Nutzer von Social-Gaming-Applikationen abgesehen haben. So legen sie gefaelschte Spieleraccounts an und senden Spam-Mails an andere Nutzer. Da es bei dieser Art Spiele darauf ankommt, moeglichst viele Kontakte zu anderen Spielern zu haben, werden die Spam-Kontaktanfragen haeufig von den Empfaengern bestaetigt. Die gefaelschten Spieler-Profile sind dabei zum Teil sehr aufwaendig gestaltet und enthalten viele Detailinfos zu dem vermeintlichen Nutzer, um den Account glaubwuerdig erscheinen zu lassen. Ist der falsche Nutzer einmal in die Freundes-Liste aufgenommen, koennen die Betrueger wesentlich leichter persoenliche Daten stehlen, Accounts uebernehmen oder Schadsoftware verbreiten. Mehr Infos zu Computerspielen gibt es auf der BSI Webseite. (100415)

Verfassungsschuetzer warnen vor Rechtsextremismus im Netz

Wolf im Schafspelz: Wie die Tageszeitung Welt berichtet, versuchen die NPD sowie andere rechtsextreme Gruppen vermehrt Jugendliche ueber soziale Netzwerke im Internet anzuwerben. Die Rechtsextremisten haben dabei Facebook, SchuelerVZ oder Stayfriends im Blick. Sie versuchen, sich das Vertrauen der jungen Teilnehmer zu erschleichen und die Jugendlichen an die rechtsextreme Szene heranzufuehren. Nutzer, denen rechtsextreme Aeusserungen auf sozialen Plattformen auffallen, sollten diese unbedingt bei den jeweiligen Betreibern melden, damit die Beitraege geloescht werden koennen. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Netz stehen auf der BSI Webseite bereit. (100415)

Vater haftet fuer illegale Tauschboersen-Aktivitaeten seines Sohnes

Besser informieren: Das Landgericht Magdeburg hat einen 18-Jaehrigen und dessen Vater zur Zahlung von 3000 Euro an EMI Music, Sony Music, Universal Music und Warner Music verurteilt. Darueber berichtet die IT-News-Seite ZDNet News. Der 18-jaehrige hatte im Jahr 2005 ueber ein Filesharing-Programm einer Tauschboerse 132 Musikstuecke von verschiedenen Kuenstlern illegal zum Download angeboten. Der Vater hatte sich vor Gericht damit verteidigt, dass er von den Aktivitaeten seines Sohnes nichts gewusst habe und noch nicht einmal einen Computer bedienen koenne. Das Gericht liess diese Ausrede nicht gelten. Der Vater hafte ebenfalls, da der illegale Tausch ueber seinen Internetzugang stattgefunden habe. Er haette sich sachkundiger Hilfe bedienen muessen, um durch den Einsatz von Firewall und Schutzprogrammen, den Missbrauch des Anschlusses zu verhindern. (100401)

Internet-Plattform zu Selbstdarstellung im Netz

ichimnetz.de: "Worauf ist zu achten, wenn man Fotos veroeffentlicht?" "Wie sollte ein sicheres Passwort aussehen?" Diese und andere Fragen beantwortet das Web-Portal Ich im Netz, initiiert von den "DasTelefonbuch"-Verlagen. Die Online-Plattform informiert ueber technische, inhaltliche und rechtliche Aspekte der Selbstdarstellung im Internet und gibt nuetzliche Tipps etwa rund um die Nutzung bekannter Social Networks wie Facebook oder studiVZ. (100318)

Internetnutzer unterschaetzen Gefahren im Netz

Besser aufgepasst!: Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Avira ueber eine auf ihrer Webseite gestellte "Gewissensfrage" herausfand, unterschaetzen viele Nutzer die Gefahr eines illegalen Zugriffs auf ihre Daten. 22 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht daran zu stoeren, wenn Hacker ihre Mails mitlesen oder andere Informationen einsehen koennten. Vier Prozent der Befragten mussten sich aufgrund von Verlusten durch Kriminelle schon einmal mit ihrer Bank auseinandersetzen. Weitere sechs Prozent sind persoenlich Opfer von Identitaetsdiebstahl geworden - bei ihnen wurden E-Mail-, Facebook- oder eBay-Konten angegriffen und von Fremden eingesehen. (100304)

Ratgeber zu Spiel- und Lernsoftware gibt Eltern Tipps

Buzz, Anno & Co.: "Worum geht es bei dem Spiel 'Aion'?" "Was steckt hinter dem Spiel namens 'Katamari Forever'?" und "Sind die Spiele fuer mein Kind geeignet?" Diese und andere Fragen beantwortet der neu erschienene Band 19 des Ratgebers "Spiel- und Lernsoftware", herausgegeben von der Koelner Fachstelle Jugendmedienschutz/Medienpaedagogik. In dem Ratgeber werden zahlreiche Computer und Online-Spiele fuer Kinder vorgestellt und von Experten paedagogisch bewertet. Der Band soll Eltern als Entscheidungshilfe rund um das Thema Spiel- und Lernsoftware dienen. Der Ratgeber kann von der Webseite des Bundesministeriums fuer Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei heruntergeladen werden. (100121)

Broschuere "Internetsicherheit auf einen Blick" veroeffentlicht

Grundwissen kompakt: Das Projekt mekonet (Medienkompetenz-Netzwerk NRW) hat eine neue Broschuere rund um das Thema Schutz im Internet veroeffentlicht. "Internetsicherheit auf einen Blick" erklaert die wichtigsten Begriffe und Grundregeln, um das Surfen, Tauschen und den Handel im Netz sicherer zu machen. Fragen wie: Worauf muss ich beim Online-Shopping achten? Welche Verhaltensregeln sollte ich beachten, wenn ich mich in sozialen Netzwerken bewege? werden in der Broschuere beantwortet. Sie kann als pdf von der mekonet-Webseite heruntergeladen oder als online-Version eingesehen werden. (091029)

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