Lohra-Wiki

IT-Sicherheit

Aus Lohra-Wiki

Dies ist eine alte Version. Zeitpunkt der Bearbeitung: 14:37, 30. Jul. 2009 durch KiWe (Diskussion | Beiträge).
Wechseln zu: Navigation, Suche

IT-Sicherheit

23.07.2009: Das World Wide Web bietet nahezu unbegrenzte Moeglichkeiten zum Informations- und Meinungsaustausch. Allerdings wird dadurch auch rechtsextremen Gruppen eine Plattform geboten, um ihre rassistische und menschenfeindliche Propaganda zu verbreiten. Die Broschuere "Klickt's? Geh Nazis nicht ins Netz!" soll Jugendliche fuer Rechtsextremismus im Internet sensibilisieren. Wo lauern die Gefahren? Wie kann ich mich wehren, wenn ich im Chatroom diskriminiert werde? Was kann ich tun, wenn in meiner Klasse menschenverachtende Videos kursieren? Auf diese und viele andere Fragen gibt die von Jugendschutz.net und der Hessischen Landeszentrale fuer politische Bildung herausgegebene Broschuere Antwort.

09.07.2009: Im Urlaub moechte man abschalten und sich entspannen - da nimmt man es mit der Internetsicherheit vielleicht nicht mehr ganz so genau. Im Internetcafe am Ferienort checkt man dann mal eben schnell den Kontostand oder surft mit dem Laptop ueber einen WLAN-Hotspot im Internet. Doch Vorsicht: Cyberkriminelle sind auch waehrend der Ferienzeit aktiv! So koennen zum Beispiel private Daten ausspioniert oder Schaedlinge installiert werden. Die wichtigsten Urlaubs-Verhaltenstipps fuer Computer, Handy & Co. hat das BSI in einem Brennpunkt zusammengestellt.


Bundestag beschließt neues BSI-Gesetz


Inhaltsverzeichnis

Extraausgabe: BSI empfiehlt die Deaktivierung der ActiveX-Unterstuetzung

29.07.2009 Kritische Sicherheitsupdates fuer Microsoft Internet Explorer und Visual Studio

Am so genannten Microsoft-Patchday, dem Tag im Monat, an dem die Firma Microsoft in den vergangenen Monaten Sicherheitsupdates fuer ihre Betriebssysteme und Anwendungen veroeffentlicht, wurden auch immer wieder Luecken in so genannten ActiveX-Komponenten (engl. ActiveX-Controls) gemeldet. Die aktuelle Bereitstellung von Patches ausserhalb des regulaeren Patch-Zyklus (so genannte Out-of-Band-Releases) schliesst kritische Luecken in den aktuellen Versionen des Internet Explorers und sollten daher unverzueglich eingespielt werden.

Buerger-CERT Technische Warnung: Ausserplanmaessige Sicherheitsupdates fuer Internet Explorer und Visual Studio

Bei ActiveX-Komponenten handelt es sich um vorkompilierte Software-Komponenten, die in einer Webseite als Aktiver Inhalt eingesetzt werden koennen. Derzeit ist der Internet Explorer von Microsoft der einzige Webbrowser, der ohne weitere Zusatzprogramme ActiveX-Komponenten ausfuehrt.

ActiveX-Komponenten werden z.B. eingesetzt, um statische Webseiten um dynamische Bereiche zu erweitern. So koennen mit ActiveX-Komponenten beispielsweise auf Webseiten

- Animationen, Videosequenzen und Musikdateien wiedergegeben,

- Bildsteuerelemente und Schaltflaechen zum Anklicken dargestellt

- oder auch Interaktionen mit dem Anwender durchgefuehrt werden.

ActiveX-Komponenten in Webbrowsern stellen nach wie vor ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Die Sicherheit von ActiveX-Komponenten muss im Wesentlichen von den Entwicklern einer solchen Komponente realisiert werden, da ActiveX kein eigenes Sicherheitsmodell mitbringt.

Im Gegensatz zu Webtechnologien wie Java-Applets oder Silverlight-Applikationen, laufen ActiveX-Komponenten nicht in einer virtuellen Maschine oder Sandbox, sondern werden als nativer Programm-Code ausgefuehrt und verfuegen damit ueber dieselben Rechte wie jede andere ausgefuehrte Anwendung des angemeldeten Benutzers. Eine ActiveX-Komponente ist somit ein ausfuehrbares Windows-Programm, die Zugriff auf das Dateisystem, die Registry und alle weiteren Ressourcen des Betriebssystems hat. Eine ActiveX-Komponente birgt dementsprechend die selben Gefahren wie der Start eines (unbekannten) Programms.

Ueber schaedliche oder fehlerhafte ActiveX-Komponenten kann Schadcode eines Angreifers in der Regel ohne Umstaende weitere Programme aus dem Internet nachladen und diese Programme in der Registry als Autostart-Programme oder selbststartende Dienste registrieren, so dass der schaedliche Code von diesem Zeitpunkt an den Rechner unter seiner Kontrolle hat.

Neben Benutzer-Abfragen im Webbrowser, die den Anwender vor der Ausfuehrung einer ActiveX-Komponente warnen, stellt Microsoft mit den so genannten "Kill-Bits" eine Funktion zur Blockade einzelner ActiveX-Komponenten bereit. Stellt sich z.B. heraus, dass eine ActiveX-Komponente fuer den Internet Explorer fehlerhaft ist, kann diese durch das Setzen des "Kill-Bits" deaktiviert werden. Aber auch dieser Mechanismus scheint nicht in allen Faellen zu funktionieren und muss mit dem aktuellen Update vom 28.07.2009 nachgebessert werden.

Das Buerger-CERT empfiehlt daher, grundsaetzlich auf Aktive Inhalte im Internet und besonders auf den Einsatz von ActiveX zu verzichten.

Aufgrund der aktuellen Sicherheitsvorfaelle, der aktuellen Problematik der "Kill-Bits" und dem unvollstaendigen Sicherheitsmodell von ActiveX, empfiehlt das Buerger-CERT die ActiveX-Unterstuetzung im Internet Explorer ueber die Einstellungen unter Internet-Optionen zu deaktivieren, wenngleich es damit zu Einschraenkungen bei der Nutzung von Webseiten kommen kann.


Extraausgabe: Sicherheitsluecke wird bereits aktiv ausgenutzt

23.07.2009 Kritische Schwachstelle im Adobe Flash Player sowie den PDF-Anwendungen Adobe Reader und Acrobat:

Im Adobe Flash Player sowie im Adobe Reader und Acrobat existiert eine kritische Sicherheitsluecke bei der Verarbeitung von speziell manipulierten Flash-Inhalten (SWF-Dateien). Ein entfernter Angreifer kann die Sicherheitsluecke mit Hilfe von manipulierten Flash-Inhalten auf Webseiten oder in PDF-Dateien ausnutzen, um Schadsoftware auf dem Rechner der Opfer auszufuehren. Bereits das Betrachten einer manipulierten Webseite reicht aus, um den schadhafen Code auf betroffenen Systemen einzuschleusen. Die Schwachstelle wird bereits auf manipulierten Webseiten aktiv ausgenutzt.

Das Buerger-CERT warnte am 23. Juli 2009 vor der kritischen Schwachstelle. Bis der Hersteller Adobe Patches fuer die drei Anwendungen Adobe Flash Player, Adobe Reader und Acrobat bereitstellt, koennen Sie Hinweise zur Umsetzung von Schutzmassnahmen der Buerger-CERT-Meldung entnehmen.

Warnungen und aktuelle Informationen

Themen der letzten Newsletter

  • Gefaehrliche Flashs: Sicherheitsluecke im Adobe Flash Player sowie den PDF-Anwendungen Adobe Reader und Acrobat
  • Gefaehrlich statt guenstig: Betrueger werben mit vermeintlichen Schnaeppchen
  • Wurm-Sturm: Neue Koobface-Varianten verbreiten sich ueber Twitter
  • Alt und ueberholt: Adobe stellt unsichere Reader-Versionen bereit
  • Vorsicht, Kostenfalle!: SMS locken auf betruegerische Webseite
  • Juli-Patchday: Microsoft veroeffentlicht Sicherheitsupdates
  • Praeparierte Webseiten: Mozilla gibt Firefox in Version 3.5.1 heraus
  • Noch ein Update: Mozilla schliesst Luecken in Firefox
  • Still und leise: Update fuer Chrome herausgegeben
  • Uebergangsloesung: Fix-It-Tool fuer Microsoft Office Webkomponente
  • Update 4.0.2: Apple beseitigt Schwachstelle im Safari-Browser
  • In Quarantaene: CA Antivirus haelt Windows-Systemdateien fuer Schadsoftware
  • Ausspioniert: Patch fuer HTC-Smartphones mit Bluetooth-Schwachstelle
  • Kein Ende in Sicht: Wieder gefaelschte Microsoft-Mails in Umlauf
  • Schiefe Toene: Schwachstelle im VLC Media Player entdeckt
  • Gar nicht zauberhaft: Kriminelle verbreiten Schadsoftware ueber vermeintlichen Harry Potter-Film
  • Falsche Trauer: Spammer nutzen Tod von Michael Jackson zur Verbreitung von Schadcode
  • Gefaehrlich und geschmacklos: Spammer locken mit vermeintlichen Bildern vom Airbus-Unglueck
  • Abgeschaltet: Microsoft stellt Fix-It-Tool fuer DirectShow bereit
  • Nicht richtig hingeguckt: Kaspersky behebt Fehler in Antivirus und Internet Security 2010


PRISMA

Jugend-Broschuere klaert ueber rechtsextreme Internet-Propaganda auf

"Geh Nazis nicht ins Netz!": Was kann man gegen Cyberbullying tun? Wie reagiert man am besten, wenn man im Internet rassistisch beleidigt wird? Antworten auf diese und andere Fragen gibt die neue Broschuere "Klickt's? Geh Nazis nicht ins Netz!", die von Jugendschutz.net in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale fuer politische Bildung herausgegeben wurde. Die Broschuere richtet sich an 12- bis 15-Jaehrige und soll die Jugendlichen fuer Internet-Propaganda von Rechtsextremen sensibilisieren. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wo die Gefahren im Netz lauern, wie die rechtliche Lage ist und was der Einzelne tun kann, um sich gegen Rechtsextremismus zu wehren. Die Broschuere steht auf der Jugendschutz.net-Webseite als PDF zum kostenlosen Download bereit oder kann bei der Hessischen Landeszentrale fuer politische Bildung bestellt werden.

93 Prozent der 11- bis 14-Jaehrigen nutzen das Internet

Eltern aufgepasst!: Eine kuerzlich veroeffentlichte Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom zeigt, dass bereits 71 Prozent der Sieben- bis Zehnjaehrigen zu Hause das Internet nutzen. Bei den 11- bis 14-Jaehrigen sind es 93 Prozent, bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren sogar 99 Prozent. Besonders beliebt sind dabei Messaging-Dienste – diese werden von 90 Prozent der 10- bis 17-Jaehrigen verwendet. Jeder Zweite stellt auch eigene Fotos ins Internet. Laut der Studie haben viele Eltern die Internet-Nutzungszeiten ihrer Kinder im Blick - jeder Zweite Nutzer zwischen 7 und 17 Jahren darf nur zeitlich begrenzt im Netz surfen. 38 Prozent der Eltern sprechen mit ihren Kindern ueber deren Online-Erfahrungen. Jeder Sechste mischt sich allerdings ueberhaupt nicht in die Internetnutzung seiner Kinder ein. 32 Prozent der Eltern sagen, dass ihnen Informationen zum Kinderschutz im Internet fehlen. Tipps zum Thema "Schutz von Kindern im Internet" gibt es zum Beispiel auf der BSI-Webseite.

BSI gibt Tipps fuer Laptop, Handy & Co.

Sicher in den Urlaub: Der Urlaub sollte die schoenste Zeit des Jahres sein - und damit das auch so bleibt, hat das BSI in seinem aktuellen Brennpunkt "Sicher unterwegs mit Handy, Laptop & Co." viele nuetzliche Tipps fuer eine sichere Reise zusammengestellt. So sollten Sie etwa nur IT-Geraete mit in die Ferien nehmen, die Sie unbedingt benoetigen. Teure Laptops und Handys locken Diebe an - und bei Diebstahl entsteht nicht nur ein materieller Verlust, sondern es gehen unter Umstaenden auch private Daten verloren. Schuetzen Sie die mitgenommenen Geraete unbedingt vor Fremdzugriff - durch Passwort- oder PIN-Abfragen. Ausserdem sollten Sie alle drahtlosen Schnittstellen wie zum Beispiel Bluetooth und Infrarot nur fuer die Zeit aktivieren, in der Sie sie brauchen. Mehr Infos zum sicheren Reisen finden Sie auf der BSI-Webseite.

Adware-Hersteller verliert Klage gegen Kaspersky

Sauber bleiben: Wie die IT-News-Seite Heise berichtet, kann das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky vom Adware-Hersteller Zango nicht fuer die Einstufung von dessen Software als "potenziell unerwuenscht" belangt werden. Zango ging vor Gericht, weil die Programme des Unternehmens nicht reibungslos funktionieren, wenn auf dem genutzten Rechner gleichzeitig die Kaspersky Internet Security Software installiert ist. Die Software stuft die Zango-Programme als potenzielle Spyware ein und hindert den Nutzer an deren Download oder blendet Warnhinweise ein. Das Gericht lehnte die Klage ab, da Kaspersky als Provider eines interaktiven Computerdienstes unter den "Communications Decency Act" ("Kommunikations-Anstands-Gesetz") falle. Somit hat Kaspersky Immunitaet, was das Einstufen von potenziell anstoessiger oder belaestigender Software angeht. Mehr Infos zu Spyware finden Sie auf der BSI-Webseite.

Falsche Promi-Todesnachrichten ueber Schwachstelle in Twitpic verbreitet

Makaberer Scherz: Eine Schwachstelle im Twitter-Dienst Twitpic ermoeglichte Angreifern, die Twitter-Accounts von mehreren Prominenten zu hacken. Dies berichtet die IT-Seite ZDNET-News. Im Anschluss verbreiteten die Kriminellen ueber die geknackten Promi-Accounts Todesmeldungen von Britney Spears, Jeff Goldblum, P. Diddy und anderen Prominenten. Der Text lautete etwa: "Britney has passed today. It is a sad day for everyone. More news to come." ("Britney ist heute gestorben. Es ist ein trauriger Tag fuer alle. Bald mehr Infos dazu."). Twitpic ist ein Dienst eines Drittanbieters, ueber den Twitter-Nutzer Bilder veroeffentlichen und austauschen koennen. Dazu muss der Nutzer eine E-Mail mit einem Foto unter Angabe einer PIN verschicken. Die Hacker haetten jede moegliche PIN-Kombination ausprobiert, bis sie die richtige gefunden haetten, erklaerten die Betreiber von Twitpic. Das Unternehmen hat die Schwachstelle inzwischen beseitigt.

Finanzagenten muessen Bank entschaedigen

Unwissenheit schuetzt vor Strafe nicht: Zwei Finanzagenten aus Oesterreich, die unwissentlich Gelder aus Phishing-Betruegen weitergeleitet hatten, sind dazu verurteilt worden, die jeweils betroffene Bank zu entschaedigen. Dies meldet die IT-Seite Heise. Eine Beklagte hatte ueber eine Jobboerse eine Stelle als "Distanzmitarbeiterin" eines englischen Unternehmens angenommen. Ihr wurde mitgeteilt, ein Kunde habe 8.400 Euro auf ihr Konto ueberwiesen. Diesen Betrag solle sie abzueglich ihrer Provision von 420 Euro nach Lettland schicken. Dieser Aufforderung kam sie nach. Das Geld des vermeintlichen Kunden stammte jedoch aus einem Phishing-Betrug - die Bank stornierte die bankintern durchgefuehrte Ueberweisung auf das Konto der Beklagten im Nachhinein. Damit geriet ihr Konto um 8.400 Euro ins Minus. Sie weigerte sich, den Fehlbetrag auszugleichen - die Bank klagte. In einem zweiten Fall hatte ein Mann ebenfalls Geldtransfers ins Ausland uebernommen - sein Konto geriet sogar mit 16.000 Euro in die Miesen, als die Bank das Geld zurueckbuchte. Obwohl beide Beklagten nicht wussten, dass das Geld aus Phishing-Betruegen stammte, muessen sie fuer den entstandenen Schaden aufkommen. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auf der BSI-Webseite.

2,2 Millionen URLs von URL-Verkuerzerdienst umgeleitet

Gefaehrliche Abkuerzung: Wie die IT-News-Seite Heise meldet, sind Hacker in die Systeme des URL-Verkuerzungsdienstes cligs eingedrungen. Dort konnten sie rund 2,2 Millionen URLs so manipulieren, dass sie auf eine andere Webseite fuehrten. Die Schwachstelle konnte in der Zwischenzeit beseitigt und die manipulierten URLs zu 90 Prozent wieder hergestellt werden. Zwar fuehrte die URL-Umleitung in diesem Fall nur zu einer harmlosen Webseite - es waere aber auch denkbar, dass bei einem naechsten Angriff die URLs auf eine mit Schadcode verseuchte Seite umleiten. URL-Verkuerzerdienste machen aus einer langen URL eine kurze, damit diese leichter weiterzugeben ist. Ein generelles Problem ist dabei, dass das eigentliche Ziel der URL nicht mehr zu erkennen ist. Somit ist es fuer Nutzer schwierig zu erkennen, ob es sich um eine vertrauenswuerdige Webseite handelt.

Rechte von Phishing-Opfern gestaerkt

PC-Schutz macht sich bezahlt: Wer die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen fuer den Computer beachtet, hat vor Gericht bessere Chancen, wenn er Opfer eines Phishing-Betrugs geworden ist. Dies meldet die IT-Sicherheitsseite Heise. Zwei Gerichtsverhandlungen beim Amtsgericht Wiesloch und beim Landgericht Koeln kamen in der Vergangenheit zu dem Ergebnis, dass Bankkunden beim Online-Banking nur auf eine Antivirensoftware, eine aktivierte Firewall und ein aktuelles Betriebssystem achten muessten. Darueber hinaus trage die Bank das Faelschungsrisiko fuer Ueberweisungen.

Kampagne ruft zu verantwortungsvollem Umgang mit Daten auf

Erbarmungsloses Netz: Private Daten, die Jugendliche ueber soziale Netzwerke wie SchuelerVZ, Facebook, studiVZ oder MySpace von sich preisgeben, bleiben im Netz haengen - und das fuer eine unuebersehbar lange Zeit. Mit der Kampagne "Watch Your Web" will das Verbraucherschutzministerium nun verstaerkt dazu auffordern, mit Informationen sorgsam umzugehen. So sind Faelle bekannt, in denen etwa Unternehmen Stellenbewerber bereits vorab aussortieren, weil sie im Internet kompromittierende Fotos von ihnen entdecken. 84% der Zwoelf- bis Neunzehnjaehrigen sind nach Angaben des Ministeriums im Web 2.0 aktiv. Mit Videos, einem Web-Test und verschiedenen Aktionen soll diese Gruppe dazu animiert werden, dem Netz kein sensibles Material anzuvertrauen. Alle Informationen zur Kampagne finden Interessierte auf der Webseite Watch Your Web.

Techniken zum Zuruecksetzen von Passwoertern oft nicht sicher

Doch nicht geheim: Die Online-Ausgabe der Heise Technology Review berichtet ueber eine aktuelle Untersuchung von Microsoft Research und der Carnegie Mellon University. Diese zeigt, dass insbesondere die "geheime Frage" beim Zuruecksetzen von Passwoertern eine nicht zu unterschaetzende Sicherheitsluecke darstellt. Die geheime Frage – etwa nach dem Namen des Haustieres oder der Lieblingsfarbe – soll sicherstellen, dass nur der rechtmaessige Inhaber eines Online-Accounts sein Passwort nachfragen oder aendern kann. In einer Gruppe aus 130 Testpersonen konnten jedoch 28 Prozent aller befragten Menschen, die zu den Vertrauenspersonen der Teilnehmer zaehlten, die Antwort auf die geheime Frage erraten. Besonders erschreckend: Selbst voellig unbekannte Personen besassen noch eine 17-prozentige Chance, auf die richtige Antwort zu kommen.

Personensuchmaschinen koennen vor Betrug schuetzen

Schwarze Schafe recherchieren: Um sich vor Betrug im Internet zu schuetzen, raet die Kriminalpolizei dazu, sich im Internet vorab ueber potenzielle Online-Geschaeftsparter zu informieren. Dies meldet die Webseite Zdnet-News. Personensuchmachinen seien zu diesem Zweck besonders gut geeignet. In den dazugehoerigen Foren und Service-Seiten seien haeufig schon Beitraege zu schwarzen Schafen der Branche verfasst. Vor allem eBay-Nutzer sollten die Moeglichkeit der Vorab-Recherche im Internet nutzen, um einen Betrug moeglichst zu verhindern. Worauf man beim Einkauf im Internet noch achten sollte, hat das BSI auf der BSI-Webseite zusammengestellt.

Studie diagnostiziert wachsendes Unsicherheitsempfinden bei Internetsurfern

Flaues Gefuehl: 53 Prozent der Nutzer fuehlen sich unsicher, wenn sie im Internet surfen. Dies zeigt eine Umfrage der Organisation Deutsches Sicherheitsnetz e.V. in Kooperation mit der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie zu Kiel. Bei den ueber 50-jaehrigen Nutzern sind es sogar 63 Prozent, die angeben, sich im Internet nicht sicher zu fuehlen. Auf die Frage, ob die Teilnehmer PC-Sicherheitsprobleme selbst loesen koennten, antworteten 87 Prozent mit Nein. Bei der Umfrage wurden ueber 200 PC-Besitzer nach ihren Erfahrungen im Internet befragt. Tipps zum sicheren Surfen im Internet gibt es auf der BSI-Webseite.

Gefälschte Antivirensoftware verschafft Betrügern hohe Gewinne

Teure (Un-)sicherheit: Das Verbreiten von falschen Antivirenprogrammen, sogenannter Rogueware, ist für Betrüger ein lukratives Geschäft. So zeigt eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens Finjan, dass die Betreiber eines Rogueware-Netzwerkes innerhalb von 16 Tagen rund 1,8 Millionen Nutzer zu Webseiten mit betrügerischer Antivirensoftware geleitet haben. An jeder erfolgreichen Umleitung verdienen die Kriminellen allein 9,6 Cents - pro Tag also rund 10.800 US Dollar, schätzen die Experten. Zur Verbreitung der gefälschten Software manipulieren die Betrüger legitime Webseiten. Sie fügen dort eine eigene Seite ein, in der populäre Suchbegriffe integriert sind. Dies hat zur Folge, dass die Seite bei Suchmaschinenanfragen weit oben in der Trefferliste angezeigt wird. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dass Nutzer die Seite besuchen. Nach Angaben von Finjan führen bereits über eine halbe Million Google Suchergebnisse zu derartig manipulierten Webseiten. Mehr Infos zu manipulierter Antivirussoftware gibt es auf BSI-Webseite.

Elternratgeber zum Umgang mit sozialen Netzwerken erschienen

SchuelerVZ, MySpace & Co: SchuelerVZ, MySpace und Facebook sind soziale Netzwerke, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt sind. Aber wie gut kennen sich Eltern mit den "Social Communities" aus? Worauf muessen Sie achten, wenn Ihre Kinder in solchen Netzwerken unterwegs sind? Die EU-Initiative Klicksafe hat einen neuen Ratgeber zum Thema "Sicherer in Social Communities" veroeffentlicht, der sich gezielt an Eltern richtet. Die Broschuere klaert ueber die Risiken von sozialen Netzwerken im Internet auf und gibt Tipps und Hinweise zum sicheren Umgang. Der Ratgeber steht auf der Klicksafe-Seite als PDF zum Download bereit.

Broschuere mit Internet-Tipps fuer Jugendliche erschienen

Chatten, Mailen, Downloaden: Die EU-Initiative klicksafe.de hat eine neue Broschuere fuer Jugendliche herausgegeben. Der Flyer "10 Internet-Tipps fuer Jugendliche" bietet Antwort auf aktuelle Fragen rund um das Surfen im World Wide Web: Wie gehe ich mit persoenlichen Daten um? Was muss ich beim Herunterladen von Musik oder Videos beachten? Sind einige Fragen, die in der Broschuere beantwortet werden. Der Flyer steht auf der Klicksafe-Seite als PDF zum Download bereit oder kann per Post bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinder- und Jugendschutz im Internet auf der BSI-Webseite


Unter Buerger-Cert haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren

Siehe auch

Aktuelle Ereignisse · Hilfe · Hilfreichen Links

Ansichten
Persönliche Werkzeuge