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Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 12.06.2008 und wichtiges von älteren Ausgaben.

"Der Song ist super, den lad ich mir mal schnell runter!" - was sich so harmlos anhoert, kann jedoch auch zu Problemen fuehren. Denn werden durch das Herunterladen Urheberrechte verletzt, kann das unangenehme Folgen haben. Die EU-Initiative Klicksafe [1] hat zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW die Broschuere "Musik im Netz - Runterladen ohne Reinfall" veroeffentlicht. Sie gibt nuetzliche Tipps fuer den Umgang mit Musik aus dem Internet


Die Themen des neuen Newsletters:

* Eingebaute Falle: Windows-Servicepack installiert veraltete Flash-Version
 
* Unbedingt Updaten: Praeparierte PDF-Dateien in Umlauf

* Kein Ende in Sicht: Sturm-Wurm lockt wieder mit Liebes-Mails

* Vertragen sich nicht: Safari-Browser unter Windows sorgt fuer Probleme

* Gut versteckt: Deutsche Webseiten verbreiten Schadcode
 
* Wieder sicher: Apple schliesst Sicherheitsluecken in QuickTime
 
* Patchday: Microsoft veroeffentlicht Sicherheitsupdates
 
* Fehler im Treiber: Kaspersky veroeffentlicht Update fuer Antivirusloesungen

* Nichts mehr offen: Update fuer OpenOffice erschienen
 
* Nach g kommt h: Neue Version fuer VLC Mediaplayer

* Neue Version: Skype beseitigt Schwachstelle

* Legal laden: Broschuere zum Thema Musik aus dem Netz


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Windows-Servicepack installiert veraltete Flash-Version

Eingebaute Falle: Wie das Internet Storm Center [2] meldet, wird bei der Aktualisierung von Windows XP Service Pack 3 eine veraltete Flash-Player Version installiert. Diese Flash-Version enthaelt eine Sicherheitsluecke, die von Adobe, dem Hersteller des Flash Players; schon vor Monaten beseitigt wurde. Anwendern von Windows XP Service Pack 3 wird geraten, die alte Flash-Version umgehend durch die aktualisierte Version zu ersetzen. Sie steht bei Adobe [3] zum Download bereit.

Praeparierte PDF-Dateien in Umlauf

Unbedingt Updaten: Online-Betrueger versuchen derzeit ueber manipulierte PDF-Dokumente Trojanische Pferde auf fremde Rechner zu schleusen. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure [4]. Dem Unternehmen liegt eine praeparierte PDF-Datei vor, welches wie ein Formular des amerikanischen Department of Homeland Security aussieht. Es ist nicht auszuschliessen, dass noch weitere manipulierte PDFs mit unterschiedlichen Inhalten in Umlauf sind. Werden die manipulierten PDF-Dokumente geoeffnet - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten - installiert sich Schadsoftware auf dem Rechner. Anwender sollten keine PDFs aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen und - sollte dies noch nicht geschehen sein - den Adobe Reader auf Version 8.1.2 aktualisieren. Dieser steht bei Adobe [5] zum Download bereit.

Sturm-Wurm lockt wieder mit Liebes-Mails

Kein Ende in Sicht: Nicht neu, aber laestig: Derzeit verbreiten Online-Kriminelle wieder vermeintliche Liebesgruesse im Netz, berichtet die Online-Ausgabe der PC-Welt [6]. Die E-Mails haben Betreffzeilen wie "Madly in love" ("Schwer verliebt") oder "Wanna hug you" ("Will dich umarmen"). Sie enthalten einen Link, der auf eine manipulierte Webseite fuehrt. Dort findet sich ein Bild mit dem Text "Who is loving you? Don't you want to know?" ("Wer liebt dich? Willst du das nicht wissen?"). Klickt man auf die hinterlegte Datei mit dem Namen "loveyou.exe", installiert sich der seit 18 Monaten kursierende "Sturm-Wurm" auf dem Rechner. Dieser schliesst den PC an ein Botnetz an und missbraucht ihn zum Spam-Versand. Empfaenger sollten die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zum Thema Botnetze gibt es auf der Seite [7].

Safari-Browser unter Windows sorgt fuer Probleme

Vertragen sich nicht: Eine Schwachstelle in der Kombination zwischen dem standardmaessig eingestellten Downloadverzeichnis im Webbrowser Safari (= Desktop) und der Behandlung ausfuehrbarer Dateien in Windows ermoeglicht Angreifern das Herunterladen, Ablegen und Ausfuehren von Code ohne weitere Bestaetigung durch den Benutzer. Benutzer sollten bei der Verwendung des Webbrowser Safari, diesen so konfigurieren, dass heruntergeladene Dateien nicht automatisch auf dem Desktop abgelegt werden. Dies geschieht in den Browser-Einstellungen ueber die Einstellung "Downloads sichern in".

Deutsche Webseiten verbreiten Schadcode

Gut versteckt: Cyberkriminelle nutzen derzeit vermehrt deutsche Webseiten, um Schadsoftware zu verbreiten, berichtet die IT-News-Seite Heise [8]. Dazu hacken die Angreifer serioese Internetauftritte - wie beispielsweise von Staedten, Gemeinden und Landkreisen - und integrieren dort Links die wiederum auf Seiten mit Schadsoftware verweisen. Durch Luecken im Webbrowser werden die PCs von Besuchern der Seiten dann mit Schadcode infiziert. Die betroffenen Webseiten erkennt man an Zeilen wie "script src=xx://www.banner82.com/b.js" oder "xx.adw95".com in der Adressleiste. Nutzer sollten saemtliche eingesetzte Software stets auf dem aktuellen Stand halten und veroeffentlichte Patches umgehend einspielen. [9].

Kriminelle missbrauchen Webseiten fuer Angriffe

Angriff auf Adobe Flash Player: Angreifer nutzen derzeit Schwachstellen in den Flash-Player-Versionen vor 9.0.124.0 massiv aus, um Schadcode auf betroffenen Rechnern zu installieren. Die Angreifer haben dazu zahlreiche vertrauenswuerdige Webseiten manipuliert, indem sie in diese schadhaften Flash Code einbetten. Bereits das Betrachten einer infizierten Webseite reicht aus, um den schadhafen Code auf betroffene Systeme einzuschleusen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie die aktuellste Version 9.0.124.0 des Flash Players installiert haben. Besuchen Sie dazu die Webseite [10] von Adobe. Dies sollten Sie fuer jeden Browser durchfuehren, der auf Ihrem System installiert ist, da verschiedene Browser auch unterschiedliche Flash-Versionen installiert haben koennen.

Kriminelle missbrauchen Webseiten fuer Angriffe

Angriff auf Adobe Flash Player: Angreifer nutzen derzeit Schwachstellen in den Flash-Player-Versionen vor 9.0.124.0 massiv aus, um Schadcode auf betroffenen Rechnern zu installieren. Die Angreifer haben dazu zahlreiche vertrauenswuerdige Webseiten manipuliert, indem sie in diese schadhaften Flash Code einbetten. Bereits das Betrachten einer infizierten Webseite reicht aus, um den schadhaften Code auf betroffene Systeme einzuschleusen. Das Buerger-CERT raet Nutzern daher dringend, sicher zu stellen, dass stets die aktuellste Version des Flash Players installiert ist (derzeit 9.0.124.0). Dies geschieht am einfachsten ueber den Besuch der Adobe-Webseite [11]. Dies sollte fuer jeden Browser durchgefuehrt werden, der auf dem PC installiert ist, da verschiedene Browser auch unterschiedliche Flash-Player-Versionen installiert haben koennen. Das Buerger-CERT empfiehlt jedoch, generell Aktive Inhalte im Browser zu deaktivieren.

Sicherheitsluecke im Internet Explorer ermoeglicht das Einschleusen von Schadprogrammen

Gefaehrliche Ausdrucke: Eine Schwachstelle im Internet Explorer ermoeglicht Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen oder Daten auszuspionieren. Dazu genuegen der Besuch einer manipulierten Webseite und das anschliessende Ausdrucken einer praeparierten Link-Liste. Dies meldet die IT-News-Seite Heise [12]. Betroffen sind der Internet Explorer 7, eventuell die Beta-Version des Internet Explorers 8 sowie moeglicherweise aeltere Versionen. Einen Patch gibt es bislang nicht. Anwendern wird geraten, keine Link-Listen von Webseiten auszudrucken, bis ein Update bereit steht. Ausserdem sollte die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Trojanisches Pferd tarnt sich als Vertrag

Wichtigtuer: Cyberkriminelle versenden derzeit E-Mails mit den Betreffzeilen "Mietvertrag", "Abbuchungsvertrag" oder "Konto eroeffnet", die den Empfaenger dazu bewegen sollen, den manipulierten Mailanhang zu oeffnen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [13]. Die Nachricht ist in recht gutem Deutsch verfasst und informiert den Empfaenger darueber, dass sein Vertrag vorbereitet sei und die gewuenschten Paragraphen hinzugefuegt wurden. Anbei finde man die Datei mit dem angefertigten Vertrag. Klickt der Empfaenger jedoch auf die komprimierte Datei "Vertrag.RAR" und anschliessend auf das darin enthaltene Dokument "Vertrag.exe", installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Dieses spioniert beispielsweise Passwoerter oder Kontodaten des Nutzers aus. Empfaenger sollten die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten.

Wieder gefaelschte Microsoft-Updates in Umlauf

Schaedling statt Patch: Nicht neu, aber immer noch laestig: Online-Kriminelle versenden derzeit wieder einmal gefaelschte Microsoft-Mails, die ein vermeintliches Sicherheits-Update enthalten sollen, meldet die IT-News-Seite Heise [14]. Die Nachricht verweist auf ein Critical Security Update fuer Microsoft Windows, das ueber den angegebenen Link herunter geladen werden koenne. Hinweis auf eine Faelschung gibt die Absenderadresse: "Micrisoft Corporation". Laedt der Empfaenger die angebotene Datei herunter, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Computer. Wie immer gilt: Mail sofort loeschen und Virenschutz auf dem aktuellen Stand halten!

Wurm lockt mit beliebten Computerspielen

Nicht downloaden: Dass Online-Betrueger Tauschboersen dazu nutzen, um Schadcode zu verbreiten ist mittlerweile bekannt. Neu ist jedoch, dass der eingesetzte Schaedling sich eigenstaendig nach den gerade beliebtesten Computerspielen benennt - und sich hauptsaechlich ueber die Tauschboerse Gnutella zum Download anbietet. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos [15]. Der Wurm nutzt bei der Benennung keine festgelegte Spiele-Liste, sondern fragt Webseiten nach den aktuellen Top-Downloads ab. Derzeit tarnt sich der Schaedling haeufig als die beliebten Computerspiele Grand Theft Auto IV und Fortress 2. Nutzer sollten generell beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet vorsichtig sein, da sie dadurch unter anderem Urheberrechte verletzen koennen. Mehr Infos zum Thema Tauschboersen gibt es auf [16].

Sicherheitsluecke in Paypal-Webseite

Gut aufgepasst!: Eine Schwachstelle in der Online-Bank Paypal ermoeglicht Online-Kriminellen, Log-In-Daten auszuspionieren. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Netcraft [17]. Auch die von Paypal genutzten "Extended-Validation-SSL-Zertifikate" schuetzen nicht vor dem Betrug. Die Zertifikate sollen durch eine gruen unterlegte Adressleiste zeigen, dass sich der Nutzer mit grosser Wahrscheinlichkeit auf einer serioesen Webseite und nicht auf einer gefaelschten Phishing-Seite befindet. Dennoch koennte es Angreifern moeglicherweise gelingen, Nutzerdaten auszulesen, ohne dass der Besucher es bemerkt - die Adressleiste im Browser bleibt trotz des Betrugs gruen unterlegt. Das Unternehmen arbeitet an der Loesung des Problems.

Webseite mega-downloads.net schiebt Nutzern Abo unter

Achtung Kleingedrucktes!: Die Webseite mega-downloads.net bietet Software wie Firefox, OpenOffice oder Irfanview zum kostenfreien Download an - jedoch nur auf den ersten Blick, wie die Webseite Computerbetrug [18] berichtet. Denn fuellt der Anwender das Anmeldeformular auf der Webseite aus, schliesst er ein zweijaehriges Abonnement zum Preis von 192 Euro ab. Der Hinweis darauf findet sich jedoch lediglich im Kleingedruckten. Anwender, die von megadownloads.net eine Rechnung erhalten, sollten diese keinesfalls bezahlen, sondern sich an die Verbraucherzentrale wenden. Die Verbraucherzentrale Baden-Wuerttemberg stellt auf ihrer Webseite [19] einen Musterbrief zur Verfuegung, mit dem Nutzer Einspruch gegen die Forderungen einlegen koennen. Nutzer sollten Software grundsaetzlich nur von serioesen Anbietern beziehen.

Betrueger drohen mit Inkasso-Unternehmen

Bloss nicht bezahlen!: Das Buerger-CERT weist auf Spam-Mails von "Junkload.de" mit dem Betreff "2. Mahnung - Zahlungsaufforderung" hin. In der Mail wird behauptet, der Empfaenger habe versaeumt, den Betrag von 50 Euro zu ueberweisen – man solle die Zahlung umgehend ueber den angegebenen Link per Sofort-Ueberweisung nachholen. Nach Begleichung der Rechnung wuerde die bestellte Software dann per DHL ausgeliefert. Komme man der Zahlungsaufforderung jedoch nicht nach, wuerde nach einer weiteren Mahnung ein Inkassounternehmen beauftragt. Dadurch entstuenden weitere Kosten. Das Buerger-CERT raet Empfaengern der Mail, nicht auf den angegebenen Link zu klicken und die Mail umgehend zu loeschen.

Gefaelschte MP3- und MPG-Dateien verbreiten sich ueber Filesharing-Boersen

Schlechter Tausch: Manipulierte Dateien werden von Online-Kriminellen seit einiger Zeit nicht mehr nur ueber E-Mailanhaenge verbreitet, sondern immer haeufiger auch ueber Online-Tauschboersen. Derzeit bieten Betrueger auf Filesharing-Boersen wie Limewire manipulierte Musik- und Videodateien zum Download an. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen McAfee [20]. Laedt der Nutzer die praeparierte Datei auf seinen PC, wird er aufgefordert, eine weitere Datei namens "play_mp3.exe" zu installieren. Dabei handelt es sich um so genannte Adware, die Werbebanner einblendet und den Browser kontrolliert. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, keine Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen herunter zu laden und regelmaessig einen Virenscan durchzufuehren.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Apple schliesst Sicherheitsluecken in QuickTime

Wieder sicher: Apple hat ein Update veroeffentlicht, das in der Multimedia-Software QuickTime mehrere Schwachstellen beseitigt. Ueber die Sicherheitsluecken war es Angreifern bislang moeglich, Schadprogramme auf fremden PCs zu installieren. Betroffen sind alle Versionen von QuickTime vor Version 7.5 fuer Windows und Mac OS X. Das BSI raet Nutzern dazu, die aktualisierte Version 7.5 schnellstmoeglich einzuspielen. Sie wird ueber die automatische Update-Funktion verteilt oder kann ueber die Apple-Webseite [21] bezogen werden.

Microsoft veroeffentlicht Sicherheitsupdates

Patchday: Microsoft schliesst am monatlichen Patchday insgesamt elf Sicherheitsluecken mit sieben Updates (MS08-30 bis MS08-36). Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang unter anderem moeglich, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Betroffen ist auch der Internet Explorer. Anwender sollten die Updates zuegig installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion oder ueber den Besuch der Microsoft-Webseite [22].

Kaspersky veroeffentlicht Update fuer Antivirusloesungen

Fehler im Treiber: Ueber eine Schwachstelle im Treiber von verschiedenen Kaspersky- Sicherheitsloesungen ist es moeglich, Administratorenrechte auf einem System zu erlangen. So kann ein Anwender trotz eingeschraenkter Nutzerrechte beispielsweise Systemeinstellungen aendern. Betroffen sind Kaspersky Anti Virus 6.0 und 7.0, Internet Security 6.0 und 7.0 sowie Anti-Virus 6.0 fuer Windows Workstations. Das Unternehmen hat Updates heraus gegeben, die den Fehler beseitigen. Diese werden ueber das automatische Update verteilt oder koennen von der Kaspersky-Webseite [23] herunter geladen werden.

Update fuer OpenOffice erschienen

Nichts mehr offen: Die Entwickler des OpenOffice-Projekts haben eine neue Version der Buerosoftware veroeffentlicht. Ueber eine Schwachstelle war es Online-Kriminellen bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden und auszufuehren. Dazu genuegte bereits das Oeffnen eines manipulierten Dokumentes - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Anwender sollten die aktualisierte Version 2.4.1 umgehend installieren. Sie steht auf der OpenOffice-Webseite [24] in deutscher Sprache zum Download bereit. Auch fuer die Nutzer von StarOffice, steht ein Update zur Verfuegung. Anwender koennen das Update 11 von der Sun-Webseite [25] herunterladen.

Neue Version fuer VLC Mediaplayer

Nach g kommt h: Die Entwickler des VLC Mediaplayers haben eine neue Version veroeffentlicht, in der mehrere Sicherheitsluecken geschlossen wurden. Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Computer zu schleusen. VLC-Nutzer sollten die Software umgehend auf Version 0.8.6h aktualisieren. Die aktuelle deutsche Version des Players kann beispielsweise von der Chip-Webseite [26] herunter geladen werden.

Skype beseitigt Schwachstelle

Neue Version: In der Internet-Telefonie-Software Skype wurden zwei Sicherheitsluecken geschlossen, die es Angreifern ermoeglichte, Schadcode einzuschleusen. Durch eine Schwachstelle im Filter der Software werden potenziell gefaehrliche Dateitypen wie .pif, .vbs und .scr nicht von Skype blockiert. Betroffen sind alle Skype Windows-Versionen bis einschliesslich 3.8.*.115. Nutzer sollten die aktuelle Version 3.8.0.139 umgehend einspielen. Sie steht auf der Skype-Webseite [27] zum Download bereit.

Kritische Sicherheitsluecken im Instant Messenger Trillian beseitigt

Gefahrlos chatten: Der Hersteller des Instant Messengers Trillian hat ein Update veroeffentlicht, das mehrere Schwachstellen schliesst. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Online-Kriminellen bisher, Schadcode auf fremde PCs zu schmuggeln. Dazu genuegte beispielsweise das Oeffnen einer manipulierten Nachricht. Nutzer sollten umgehend die aktualisierte Fassung des Trillian Messengers v3.1.10.0 einspielen. Sie steht auf der Webseite des Herstellers Cerulean Studios [28] zur Installation bereit.

Schwachstelle im Foxit Reader geschlossen

Wieder sichere PDFs: Ueber eine Sicherheitsluecke im Foxit Reader war es Angreifern bislang moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte das Oeffnen eines manipulierten PDF-Dokumentes. Betroffen sind der Foxit Reader in Version 2.3 Build 2825 sowie aeltere Versionen. Nutzer sollten die aktualisierte Fassung 2.3. Build 2923 umgehend installieren. Die aktuelle deutsche Version steht beispielsweise auf der Webseite des Computermagazins Chip [29] zum Download bereit.

Microsoft schliesst kritische Sicherheitsluecken

Umgehend aktualisieren!: Microsoft hat mehrere Updates veroeffentlicht, die unterschiedliche Schwachstellen beseitigen. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und auszufuehren. Dazu genuegte beispielsweise das Ansehen eines manipulierten .rtf-Dokumentes in der Outlook-Voransicht. Betroffen sind unter anderem Microsoft Word und Publisher. Anwendern wird geraten, die Updates MS08-26 bis MS08-29 umgehend einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion von Windows oder den manuellen Download von der Microsoft-Webseite [30].

Update fuer Adobe Reader veroeffentlicht

Wieder sichere PDFs: Adobe hat ein Update fuer seinen Reader heraus gegeben, das mehrere Schwachstellen beseitigt. Manipulierte PDF-Dateien ermoeglichten Online-Kriminellen beliebigen Schadcode auf fremden Computern auszufuehren. Anwender sollten die aktualisierte Version 8.1.2 des Adobe Readers schnellstmoeglich installieren. Sie kann von der Herstellerwebseite [31] herunter geladen werden.

Mozilla gibt Update fuer Thunderbird heraus

Nachzuegler: Nach Version 2.0.0.14 fuer Firefox hat Mozilla nun auch fuer seinen Mailclient Thunderbird eine aktualisierte Version veroeffentlicht. Ueber zwei Sicherheitsluecken war es Angreifern moeglich, Schadcode auf fremde PCs zu schleusen. Anwender sollten die neue Thunderbird-Version 2.0.0.14 umgehend installieren. Am einfachsten geschieht dies ueber die Funktion "Thunderbird aktualisieren" im Hilfe-Menue. Ausserdem steht das Update auf der Mozilla-Webseite [32] zum Download bereit.

Akamai stellt neue Version fuer Download-Manager bereit

Schnell updaten!: Ueber eine Sicherheitsluecke im Akamai Download-Manager, einem Programm zur Optimierung von Downloads grosser Dateien, war es Angreifern bislang moeglich, mithilfe von manipulierten Links auf Webseiten oder in E-Mails Schadsoftware auf die Rechner der Nutzer zu spielen. Der Hersteller hat nun ein Update veroeffentlicht, das die Schwachstelle schliesst. Die aktualisierte Version 2.2.3.5 steht auf der Akamai-Webseite [33] zur Installation bereit. Nutzer sollten das Update umgehend einspielen.

Mozilla beseitigt Schwachstelle

Update Nr. 14: Mozilla hat ein Update veroeffentlicht, das eine Sicherheitsluecke im Firefox-Browser schliesst. Ueber die Schwachstelle war es Angreifern bislang moeglich, den Browser zum Absturz zu bringen. Eventuell kann die Schwachstelle auch zum Einschleusen von Schadcode auf den Rechner ausgenutzt werden. Nutzer sollten das Update 2.0.0.14 schnellstmoeglich einspielen. Es kann ueber das automatische Update bezogen oder von der Herstellerwebseite [34] herunter geladen werden. Auch Thunderbird und SeaMonkey sind von der Schwachstelle betroffen. Bislang gibt es jedoch keine Patches fuer die Programme. Nutzer sollten die Updates installieren, sobald diese zur Verfuegung stehen.

Sicherheitsluecke in ICQ geschlossen

Pausenlos chatten: Ueber eine Schwachstelle im Instant-Messenger ICQ ist es einem Chat-Partner moeglich, schaedliche Software auf den PC eines Anwenders zu schleusen. Betroffen sind die ICQ-Version 6 Build 6043 sowie moeglicherweise aeltere Versionen. Anwender sollten die aktualisierte Version schnellstmoeglich installieren. Sie kann ueber die ICQ-Webseite [35] bezogen werden.

Apple veroeffentlicht Update fuer Safari

Safer surfen: Apple hat ein Update fuer seinen Safari-Browser herausgegeben, das verschiedene Sicherheitsluecken beseitigt. Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang moeglich, beliebige Programme mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren und darueber Schadcode einzuschleusen oder die Angaben in der Adressleiste zu faelschen. Betroffen sind Apple Safari-Versionen fuer Windows und Mac OS X vor Version 3.1.1. Nutzer sollten das Update umgehend installieren. Die geschieht am einfachsten ueber die integrierte Software-Aktualisierung. Alternativ kann der Patch auch von der Apple-Webseite [36] herunter geladen werden.

PRISMA:

Broschuere zum Thema Musik aus dem Netz

Legal laden: Musik aus dem Internet herunter zu laden ist praktisch: Ein paar Klicks und der gewuenschte Song ist blitzschnell zu Hause auf dem eigenen Rechner. Was sich so einfach anhoert, kann aber auch zu Problemen fuehren. Naemlich dann, wenn bei illegalem Download Urheberrechte verletzt werden. Die EU-Initiative klicksafe und die Verbraucherzentrale NRW haben eine Broschuere veroeffentlicht, die ueber den Umgang mit Musikportalen und Tauschboersen im Internet informiert. "Musik im Netz: Runterladen ohne Reinfall" gibt Tipps fuer das legale Downloaden von Musik. Fragen wie: "Wo und wie kann ich legal Musik herunter laden?" "Wie ist die Rechtslage bei Tauschboersen?" "Was mache ich, wenn ich eine Abmahnung erhalte?" werden in der Broschuere beantwortet. Der Flyer kann bei klicksafe [37] als PDF-Datei herunter geladen werden.

Hacken eines offenen WLAN-Netzes ist strafbar

"mal schnell eingewaehlt": Ein Anwender, der ein privates WLAN-Netz zum "schwarz surfen" nutzte, hat sich nach einem Urteil des Amtsgerichts Wuppertal des Abhoerens von Nachrichten strafbar gemacht und gegen das Datenschutzgesetz verstossen. Wie die Rechts-Seite eRecht 24.de [38] berichtet, hatte sich der Angeklagte ohne Erlaubnis in ein ungeschuetztes WLAN-Netz in seiner Nachbarschaft eingewaehlt, weil er aus finanziellen Gruenden auf einen eigenen Internetzugang verzichtete. Der Besitzer des Funknetzes bemerkte den Missbrauch und erstattete Anzeige. Das Gericht sprach eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus. Der Laptop des Angeklagten wurde als "Tatwerkzeug" eingezogen. Im Wiederholungsfall muss der Angeklagte ausserdem eine Geldstrafe von 20 Tagessaetzen zu 5 Euro zahlen.

Die meisten Computernutzer haben keine Angst vor Datenmissbrauch

Passwoerter, PIN-Nummern & Co.: 57 Prozent der deutschen PC-Anwender halten ihre persoenlichen Daten im Internet fuer sicher. Dies ergab eine Forsa-Umfrage im Namen des Telekommunikations-Verbandes Bitkom [39], bei der mehr als 1000 Internetnutzer befragt wurden. 32 Prozent der Computeranwender halten ihre Daten fuer "eher unsicher" und 7 Prozent sind der Meinung, ihre Daten seien "voellig unsicher". Der Branchenverband fordert eine bessere Aufklaerung der Nutzer. Denn besonders soziale Netzwerke wie MySpace oder StudiVZ, in denen Anwender viele private Informationen preisgeben, werden von Cyberkriminellen immer haeufiger zu Phishing-Zwecken missbraucht. Mehr Infos [40].

Immer mehr infizierte Webseiten

Nicht zu stoppen: Nach einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmens Sophos [41] stellen infizierte Webseiten im ersten Quartal 2008 die groesste Bedrohung fuer Computernutzer dar. Alle fuenf Sekunden wurde zwischen Januar und Maerz eine neue schaedliche Seite entdeckt. Im Jahr 2007 waren es noch alle 14 Sekunden. Abgenommen hat dagegen die Anzahl der infizierten E-Mails: Waehrend im vergangenen Jahr noch eine von 990 Mails mit Schaedlingen infiziert war, ist im ersten Quartal 2008 nur eine von 2500 Mails mit einem infizierten Anhang versehen. Zwar gibt es weniger Schadcode im Anhang, dafuer aber umso haeufiger Links auf schadhafte Webseiten. Rund 40 Prozent der schaedlichen Seiten werden in den USA gehostet, 30 Prozent in China, elf Prozent in Russland und zwei Prozent in Deutschland. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, veroeffentlichte Software-Patches umgehend einzuspielen und Aktive Inhalte wie beispielsweise JavaScript zu deaktivieren. Mehr Infos [42].

Neue Broschuere zum Kinder- und Jugendschutz im Netz

Internet, Handy & Co.: Ob Computerspiele, Chatforen oder Handy-Downloads - fuer Kinder und Jugendliche gibt es im Netz viel Spannendes zu entdecken. Aber diese Angebote bringen nicht nur Spass, sondern bergen auch Gefahren: Die 75 Seiten starke Broschuere "Im Netz der neuen Medien: Internet, Handy und Computerspiele - Chancen und Risiken fuer Kinder und Jugendliche" informiert Eltern und Lehrer umfassend ueber den Umgang mit Computer & Co. und bietet Antworten vor allem auf folgende Fragen: Wo finden sich jugendgefaehrdende Inhalte? Worauf muss ich achten, wenn mein Kind in Chatforen unterwegs ist? Was ist mit modernen Handys alles moeglich? "Im Netz der neuen Medien" ist eine gemeinsame Initiative der Kultusministerkonferenz, der Jugend- und Familienministerkonferenz, der Polizeilichen Kriminalpraevention der Laender und des Bundes sowie klicksafe und Schulen ans Netz e.V. Die Broschuere kann auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalpraevention [43] herunter geladen werden.

Schaedlinge verbreiten sich immer haeufiger ueber Online-Netzwerke

Vorsicht beim "Social Networking": Bekannte und haeufig besuchte Webseiten sowie Online-Communities wie beispielsweise MySpace und StudiVZ werden von Cyberkriminellen zunehmend fuer Phishing-Zwecke missbraucht. Dies zeigt der aktuelle Sicherheitsreport von Symantec [44]. Nutzer setzen viel Vertrauen in etablierte Webseiten und geben dort eine Vielzahl an privaten Informationen preis. Dies nutzen Angreifer dann dazu, um Anwender gezielt auszuspionieren. So ist die Zahl der von Symantec registrierten Server mit betruegerischen Webseiten im zweiten Halbjahr 2007 weltweit um 167 Prozent auf 87.963 gestiegen. Ausserdem nutzen die Hacker webseitenspezifische Sicherheitsluecken aus, um ueber so genannte Drive-by-Downloads Trojanische Pferde oder Spionagesoftware auf Rechner zu schleusen. Dazu muss noch nicht einmal eine schaedliche Datei angeklickt werden - die Schadsoftware installiert sich automatisch. Mehr Infos zum Thema Phishing [45].

Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche

Sicher Surfen und Telefonieren: Kostenfallen bei Handy und Internet sind das Thema einer Broschuere des Verbraucherschutzministeriums in Rheinland-Pfalz. Der Hintergrund: 96 Prozent der 14- bis 19-Jaehrigen besitzen ein eigenes Handy, 94 Prozent gehen regelmaessig ins Internet. Die Broschuere benennt die Gefahren, die dabei auftauchen koennen, zum Beispiel Abovertraege im Internet, Phishing, Viren und Trojanische Pferde und gibt allgemein verstaendliche Tipps zum sicheren Surfen und Telefonieren, die nicht nur fuer Jugendliche lesenswert sind. Ein besonderes Plus der Broschuere: Der umfangreiche Anhang mit Kontaktadressen, Infomaterial und Webseiten zur IT-Sicherheit. Die Broschuere kann von der Seite des Verbraucherschutzministeriums [46] als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Online-Kriminelle umgehen vermehrt Spam-Schutz von E-Mail-Diensten

Provider muessen nachruesten: Cyberkriminellen gelingt es immer haeufiger, den Spam-Schutz von E-Mail-Diensten zu umgehen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs [47] in seinem Intelligence Report fuer den Monat Februar. Viele E-Mail-Anbieter nutzen das so genannte "Captcha"-Verfahren (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, zu Deutsch etwa: Vollautomatischer Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden), um sich vor Missbrauch zu schuetzen. Bei diesem Verfahren wird beispielsweise eine Zahlenfolge angegeben, die der Nutzer manuell eintippen muss, bevor er sich auf einer Seite registrieren kann. Cyberkriminelle wenden nun Techniken an, um die Captcha-Abfrage zu umgehen und nutzen ihre Bot-Netze dazu, um massenweise E-Mail-Konten anzulegen. Diese werden anschliessend zum Spam-Versand eingesetzt. Laut MessageLabs werden 4,6 Prozent der Spam-Mails ueber Webmail-Dienste verschickt. Den weitaus groessten Anteil nimmt dabei Yahoo Mail mit 88,7 Prozent ein. Der Anteil der Spam-Mails ueber Google G-Mail hat sich seit Januar von 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent verdoppelt. E-Mail-Provider muessten daher auf lange Sicht umdenken, um ihre Dienste wirksam vor Missbrauch zu schuetzen.

Alles was Recht ist…

Kompendium zum Internetrecht aktualisiert: Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei (3,2 MB) zum Download [48] bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts [49] durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Prof. Hoeren folgt dem Shareware-Prinzip, das heißt, wem das Skript zusagt, der kann einen Obolus oder mehr in die Kaffeekasse entrichten.

Beschwerden gegen jugendgefaehrdende Inhalte im Netz nehmen zu

Gut aufgepasst!: Ob pornografische Videos, Gewalt verherrlichende Fotos oder rechtsradikale Aeusserungen - jugendgefaehrdende Inhalte finden sich im Internet zuhauf. So meldet die Organisation Jugendschutz.net [50] 750 Hinweise von Nutzern auf derartige Jugendschutzverstoesse fuer den vergangenen Monat - eine Rekordzahl. In den vergangenen zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der Beschwerden fast verdoppelt. Ein positives Zeichen. Denn fuer die Organisation sind Beschwerden von Internetnutzern enorm wichtig: "Je mehr Hinweise wir bekommen, desto besser koennen wir gegen Verstoesse vorgehen und dafuer sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch im Netz auf nichts stossen, was wir ihnen offline nicht zumuten wuerden", sagt Friedemann Schindler, der Leiter von Jugendschutz.net. Wenn auch Sie im Netz auf jugendgefaehrdende Inhalte stossen sollten, schreiben Sie eine E-Mail an: [hotline@jugendschutz.net] oder nutzen Sie das Online-Beschwerdeformular [51].

Kontoinhaber muessen sich vor Phishing-Angriffen selbst schuetzen

Aktiv statt passiv: Kontoinhaber, die Ihren Rechner nicht ausreichend vor Phishing-Angriffen schuetzen, haften selbst fuer entstandene Schaeden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Koeln. Wie die Webseite Trojaner-Info [52] berichtet, hatten Datenfischer die PIN- und TAN-Nummern eines Bankkunden ausgespaeht und Geld von dessen Konto entwendet. Obwohl vor Gericht nicht genau geklaert werden konnte, wie die Kriminellen an die Daten des Opfers gelangt sind, war das Urteil der Richter eindeutig: Die Bank muss nicht fuer den entstandenen Schaden haften, sondern der Kontoinhaber. Die Richter begruendeten ihre Entscheidung damit, dass von einem Online-Banking- Nutzer bestimmte Vorsichtsmassnahmen erwartet werden koennten: Dazu gehoere beispielsweise die Installation einer Firewall, eines Virenschutzprogramms sowie das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches fuer Betriebssystem und Software. Ausserdem muesse der Nutzer wissen, dass er PINs und TANs niemals auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail weitergeben duerfe. Auch offensichtlich gefaelschte Internetadressen von Banken muesse der Nutzer erkennen. Mehr Infos zum Thema Online-Banking [53].

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [54]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet [55].

Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [56]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [57]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [58] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [59] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [60] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.


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