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Dies ist eine alte Version. Zeitpunkt der Bearbeitung: 23:21, 16. Mai 2008 durch KiWe (Diskussion | Beiträge).
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Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 15.05.2008 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Spam-Mails tummeln sich im Internet zur Genuege – besonders hinterhaeltig sind diejenigen, die versuchen, den Anwender einzuschuechtern oder gar zu bedrohen. Mails von vermeintlichen Anwaelten, die angebliche Schulden eintreiben wollen oder vermeintliche Nacktbilder von Nutzern, die laut Absender im Internet veroeffentlicht wurden, sind nur Beispiele. Empfaenger solcher Mails sollten stets Ruhe bewahren, nicht unueberlegt auf Dateianhaenge klicken oder Weblinks folgen - und natuerlich keinesfalls Geld ueberweisen!


Die Themen des neuen Newsletters:

* Bloss nicht bezahlen!: Betrueger drohen mit Inkasso-Unternehmen

* Schlechter Tausch: Gefaelschte MP3- und MPG-Dateien verbreiten sich ueber Filesharing-Boersen

* Schaedling statt Schutz: Gefaelschte Panda Security-Mails im Netz unterwegs

* "Ihr Nacktbild wurde freigegeben": Mail lockt Nutzer in die Internet-Abo-Falle

* Fauler Apfel: Kritische Schwachstelle in Apple QuickTime

* Umgehend aktualisieren!: Microsoft schliesst kritische Sicherheitsluecken

* Wieder sichere PDFs: Update fuer Adobe Reader veroeffentlicht

* Nachzuegler: Mozilla gibt Update fuer Thunderbird heraus

* Schnell updaten!: Akamai stellt neue Version fuer Download-Manager bereit

* 99 Prozent illegale Inhalte: Polizei zerschlaegt kriminelles Betrueger-Forum

* Passwoerter, PIN-Nummern & Co.: Die meisten Computernutzer haben keine Angst vor Datenmissbrauch


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Betrueger drohen mit Inkasso-Unternehmen

Bloss nicht bezahlen!: Das Buerger-CERT weist auf Spam-Mails von "Junkload.de" mit dem Betreff "2. Mahnung - Zahlungsaufforderung" hin. In der Mail wird behauptet, der Empfaenger habe versaeumt, den Betrag von 50 Euro zu ueberweisen – man solle die Zahlung umgehend ueber den angegebenen Link per Sofort-Ueberweisung nachholen. Nach Begleichung der Rechnung wuerde die bestellte Software dann per DHL ausgeliefert. Komme man der Zahlungsaufforderung jedoch nicht nach, wuerde nach einer weiteren Mahnung ein Inkassounternehmen beauftragt. Dadurch entstuenden weitere Kosten. Das Buerger-CERT raet Empfaengern der Mail, nicht auf den angegebenen Link zu klicken und die Mail umgehend zu loeschen.

Gefaelschte MP3- und MPG-Dateien verbreiten sich ueber Filesharing-Boersen

Schlechter Tausch: Manipulierte Dateien werden von Online-Kriminellen seit einiger Zeit nicht mehr nur ueber E-Mailanhaenge verbreitet, sondern immer haeufiger auch ueber Online-Tauschboersen. Derzeit bieten Betrueger auf Filesharing-Boersen wie Limewire manipulierte Musik- und Videodateien zum Download an. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen McAfee [1]. Laedt der Nutzer die praeparierte Datei auf seinen PC, wird er aufgefordert, eine weitere Datei namens "play_mp3.exe" zu installieren. Dabei handelt es sich um so genannte Adware, die Werbebanner einblendet und den Browser kontrolliert. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, keine Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen herunter zu laden und regelmaessig einen Virenscan durchzufuehren.

Gefaelschte Panda Security-Mails im Netz unterwegs

Schaedling statt Schutz: Cyberkriminelle versenden derzeit gefaelschte E-Mails, die vermeintlich von dem IT-Sicherheitsdienstleister Panda Security stammen sollen. Dies meldet das Unternehmen. Der Nutzer koenne ueber den angegebenen Link mit dem Online-Scanner ActiveScan sein System ueberpruefen. Folgt der Empfaenger dem Link, wird er auf eine gefaelschte Panda-Webseite geleitet. Dort wird ihm die Datei ScanActive.zip zum Download angeboten, die nach dem Herunterladen ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner installiert. Der Schaedling spioniert die Zugangsdaten von verschiedenen Bankunternehmen aus und uebermittelt sie im Anschluss an seine Programmierer. Empfaenger sollten die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der Seite [2].

Mail lockt Nutzer in die Internet-Abo-Falle

"Ihr Nacktbild wurde freigegeben": Ueber eine besonders perfide Vorgehensweise von Online-Kriminellen berichtet die Webseite Computerbetrug [3]. Die "Happy Passion GmbH" versendet derzeit E-Mails mit dem Betreff "Ihr Nacktbild wurde freigegeben". Klickt der Empfaenger auf den angegebenen Link, gelangt er auf eine Webseite, auf der erotische Bilder angeboten werden. Loggt er sich auf der Seite ein und klickt die Bilder an, erhaelt er kurze Zeit spaeter eine Rechnung ueber 98 Euro. Die Begruendung: Der Nutzer habe durch das Anschauen der Bilder ein Abo abgeschlossen. Empfaenger der Mail sollten sich nicht verunsichern lassen und die Nachricht umgehend loeschen. Nutzer, die Rechungen erhalten, sollten diese auf keinen Fall bezahlen und sich an die Verbraucherzentrale wenden.

Kritische Schwachstelle in Apple QuickTime

Fauler Apfel: Eine Sicherheitsluecke in Apple QuickTime ermoeglichte es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegt bereits das Oeffnen einer manipulierten Multimedia-Datei in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Besitzt der Nutzer administrative Rechte, kann der Angreifer die vollstaendige Kontrolle ueber das System erlangen. Betroffen sind Apple QuickTime 7.4 auf Windows XP und Windows Vista sowie moeglicherweise weitere Versionen und Systeme. Einen Patch, der den Fehler beseitigt, gibt es bislang nicht. Anwender sollten keine Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen. Ausserdem raet das Buerger-CERT, QuickTime Browser-Plug-Ins zu deaktivieren, um eine automatische Ausnutzung der Schwachstelle beim Besuch einer praeparierten Webseite zu verhindern.

Gefaehrliche Dateien

Trojaner Angriff ueber Filesharing-Dienste: McAfee warnt vor einem Trojaner "Downloader-UA.h", der ueber manipulierte Musik- und Videodateien in Filesharing-Diensten wie Limewire verbreitet wird. Bei der ueber die Filesharing-Dienste angebotenen Datei handelt es sich nach McAfee in Wahrheit weder um eine Musik noch eine Videodatei. Vielmehr wird der Benutzer beim Laden dieser Datei zum Download und zum Ausfuehren einer weiteren Datei mit dem Namen "PLAY_MP3.exe" gefuehrt. Bei dieser Datei handelt es sich jedoch um Adware sowie ein Browser-Control-Element fuer Windows Systeme. Nach Akzeptanz einer EULA wird der Benutzer zu einem flashbasierten Web-Player gefuehrt und es werden verschiedene Werbebanner angezeigt. Der Trojaner verbreitet sich nach McAfees Angaben recht erfolgreich. In den letzten sieben Tagen ermittelte McAfees Online-Virenscanner mehr als 500.000 Rechner, auf denen sich dieser Trojaner befand. Weiterhin berichtet McAfee, dass sich derzeit hunderte solcher manipulierter Musik- und Videodateien auf P2P-Netzen befinden, die den Benutzer ebenfalls zur Installation von Adware verleiten sollen. Das Buerger-CERT raet PC-Nutzern die Aktualitaet ihres Virenschutzprogramms zu pruefen und einen Virenscan durchzufuehren.

Spam-Botnet lockt mit vermeintlichen Nacktvideos von Anwendern

Sie wurden gefilmt!: Dass Cyberkriminelle mithilfe von vermeintlichen Nacktbildern versuchen, Anwender in die Schaedlingsfalle tappen zu lassen, ist nichts Neues. Derzeit locken Botnetz-Betreiber jedoch nicht wie ueblich mit leicht bekleideten Prominenten, sondern mit angeblichen Nacktvideos des Mail-Empfaengers. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Marshal [4]. Die Betreffzeile lautet beispielsweise "We caught you naked! Check the Video!" ("Wir haben dich nackt erwischt! Sieh Dir das Video an!"). Teilweise wird sogar der Name des Empfaengers in den Betreff eingebaut. In der Mail verlinken die Worte "Watch it" ("Schau's dir an") zu einer .exe-Datei. Wird diese heruntergeladen und geoeffnet, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner, das den Computer an das Botnetz anschliesst. Empfaenger sollten sich nicht verunsichern lassen und die Mail umgehend loeschen. Mehr Infos zum Thema Botnetze [5].

Wieder gefaelschte Grusskarten im Netz unterwegs

Malware statt Flash Player: Spammer versenden derzeit erneut E-Mails mit gefaelschten Yahoo-Grusskarten. Die Mails tragen Betreffzeilen wie "Your secret admirer has sent you an e-card from Yahoo Greetings card ID 5115" ("Ein heimlicher Verehrer hat dir eine Yahoo Grusskarte geschickt Karten ID 5115"). Klickt der Empfaenger auf einen der angegebenen Links, wird er auf eine gefaelschte Yahoo-Seite geleitet. Dort wird er aufgefordert, seinen Flash Player zu aktualisieren. Laedt er die angebotene Software herunter, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem PC und schliesst diesen an ein Botnetz an. Empfaenger der Mail sollten keinesfalls den Links folgen und die Nachricht umgehend loeschen. Das Buerger-CERT raet dazu, die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden [6].

Schwachstelle in Adobe Photoshop

Gefaehrliche BMP-Dateien: Ueber eine Sicherheitsluecke in Adobe Photoshop CS3, After Effects CS3 sowie Photoshop Album Starter ist es Angreifern moeglich, schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [7]. Dazu genuegt das Oeffnen einer praeparierten .BMP-Datei. Im Falle des Album Starters reicht das blosse Anschliessen eines externen Speichermediums (z.B. USB-Stick), auf dem sich eine manipulierte Datei befindet. Diese wird von der Software dann automatisch geladen. Ein Update, das den Fehler beseitigt, gibt es bislang nicht. Anwender sollten keine BMP-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen und den Patch einspielen, sobald dieser zur Verfuegung steht.

Fehler in xine-lib ermoeglicht Codeausfuehrung

Schau genau: Ueber eine Sicherheitsluecke in der Multimedia-Bibliothek xine-lib ist es Angreifern moeglich, schaedliche Software auf fremden Rechnern zu installieren und auszufuehren. Dies meldet die IT-News-Seite Heise [8]. Betroffen sind die vor kurzem veroeffentlichte Version 1.1.12 sowie aeltere Versionen. Ein Update wurde bislang nicht veroeffentlicht. Nutzer von Mediaplayern, die auf xine-lib basieren, wie beispielsweise Kaffeine oder Totem, sollten keine Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen.

Neue Spam-Wellen mit vermeintlichen Liebesgruessen oder Videoankuendigungen unterwegs

Es stuermt wieder: Die Betreiber des so genannten Sturm-Botnetzes versenden derzeit erneut E-Mails mit angeblichen Liebesbotschaften oder Hinweisen auf vermeintliche Videos zu aktuellen Themen. Klickt der Empfaenger auf den angegebenen Link, wird er auf eine Webseite geleitet, welche eine schaedliche Datei zum Download anbietet. Surft der Nutzer mit dem Internet Explorer auf die Seite, wird zusaetzlich versucht, ueber Browser-Schwachstellen Schadcode auf den Rechner zu laden. In beiden Faellen werden die Rechner an das Sturm-Botnetz angeschlossen. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls weiterleiten. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, eingesetzte Software stets auf dem aktuellen Stand zu halten und veroeffentlichte Patches umgehend zu installieren. Mehr Infos zum Thema Botnetze [9].

SMS locken mit "wichtiger Nachricht"

Dreiste Abzocke: Die Verbraucherzentrale Baden Wuerttemberg [10] berichtet derzeit ueber SMS-Nachrichten, die Handynutzer in kostenpflichtige SMS-Chats locken sollen. Die Firma Server-Tel verschickt dazu unaufgefordert folgende Nachricht an Handybesitzer: "Es wurde Ihnen ein SMS-Telegramm uebermittelt. Jemand, der sie dringend erreichen will. Um es abzufragen, senden Sie KATI." Erst ganz am Ende der Nachricht - nach vielen Leerzeichen - findet sich der Hinweis "70 SMS / 0,85 Euro". Sendet der Empfaenger "KATI" als SMS an die angegebene Nummer, erhaelt er eine Bestaetigung fuer die Anmeldung im Server-Tel SMS-Chat. Kurze Zeit spaeter erfolgt ein Anruf der Firma mit der Frage nach der Adresse - um dem Nutzer eine Rechnung ueber 59 Euro zu stellen. Empfaenger der Nachrichten sollten diese umgehend loeschen. Hat man bereits darauf geantwortet, sollte man sich nicht einschuechtern lassen - der angeblich zustande gekommene Vertrag ist nicht rechtsgueltig [11].

Werbeanrufe locken in die Internet-Abo-Falle

Gar nicht nachbarschaftlich: Illegale Werbeanrufe sind nicht nur laestig, sondern koennen auch teuer werden: Derzeit versuchen Cyberkriminelle die Angerufenen auf eine Webseite zu locken, damit diese dort - unbewusst - ein teures Abo abschliessen. Dies meldet die Info-Seite Computerbetrug [12]. Der Ablauf ist immer der gleiche: Das Telefon klingelt und eine Computerstimme fordert dazu auf, die Webseite "nachbarschaftspost.com" zu besuchen, da dort eine persoenliche Nachricht vorliege. Auf der Webseite heisst es, man solle seine persoenlichen Daten in das Online-Formular eingeben, um die Nachricht abzurufen. Nur im Kleingedruckten erfaehrt man, dass die Nutzung fuer 14 Tage kostenfrei ist - danach wuerden monatliche Kosten von neun Euro faellig, und zwar fuer zwei Jahre. Nutzer, die ohne ihr Wissen ein Abo abgeschlossen haben, sollten die Betraege keinesfalls zahlen und sich an die Verbraucherschutzzentrale wenden. Internetdienste sind dazu verpflichtet, auf entstehende Abo-Kosten deutlich hinzuweisen. Der versteckte Hinweis im Kleingedruckten genuegt nicht.

Schaedling schickt Nutzer in den April

Schlechter Scherz: Puenktlich zum ersten April versuchen Online-Kriminelle derzeit ueber vermeintliche April-Scherz-Mails Empfaenger auf manipulierte Webseiten zu locken, informiert die Online-Ausgabe der PC Welt [13]. Die Betreffzeilen der Mails lauten beispielsweise "Gotcha! April Fool!" ("Hab dich! April, April!") oder "Surprise! The joke's on you" ("Ueberraschung! Der Scherz geht auf dich"). Folgt der Empfaenger dem angegebenen Link, wird er auf eine manipulierte Webseite geleitet. Klickt er dort auf das angezeigte Bild, installiert sich eine virenverseuchte .exe-Datei auf dem Rechner. Bei dem Schaedling handelt es sich um den so genannten "Sturm-Wurm", der zuletzt mit vermeintlichen Valentinsgruessen in Erscheinung trat. Empfaenger der Mail sollten diese umgehend loeschen und keinesfalls weiter leiten.

Abzocker verschicken angebliche Apple-Schutzsoftware

Keine Immunitaet: Nutzer von Apple-Computern kennen den "MacSweeper", ein angebliches Anti-Spyware-Programm, bereits aus dem Januar dieses Jahres. Es handelt sich dabei um eine so genannte "Rogue Anti-Spyware", die nur dazu verleiten soll, die wertlose Vollversion eines Programms zu kaufen. Jetzt ist das Schadprogramm in neuer Form als "iMunizator" im Umlauf, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro [14]. Auch dieses Programm "immunisiert" keinesfalls den Mac-Computer gegen eingenistete Spyware und Sicherheitsrisiken, sondern es ruft zahlreiche Fehlalarme hervor und fordert zum Herunterladen einer nutzlosen kostenpflichtigen Vollversion des Programms auf. Besitzer von Apple-Computern sollten den "iMunizator" keinesfalls herunter laden.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Microsoft schliesst kritische Sicherheitsluecken

Umgehend aktualisieren!: Microsoft hat mehrere Updates veroeffentlicht, die unterschiedliche Schwachstellen beseitigen. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und auszufuehren. Dazu genuegte beispielsweise das Ansehen eines manipulierten .rtf-Dokumentes in der Outlook-Voransicht. Betroffen sind unter anderem Microsoft Word und Publisher. Anwendern wird geraten, die Updates MS08-26 bis MS08-29 umgehend einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion von Windows oder den manuellen Download von der Microsoft-Webseite [15].

Update fuer Adobe Reader veroeffentlicht

Wieder sichere PDFs: Adobe hat ein Update fuer seinen Reader heraus gegeben, das mehrere Schwachstellen beseitigt. Manipulierte PDF-Dateien ermoeglichten Online-Kriminellen beliebigen Schadcode auf fremden Computern auszufuehren. Anwender sollten die aktualisierte Version 8.1.2 des Adobe Readers schnellstmoeglich installieren. Sie kann von der Herstellerwebseite [16] herunter geladen werden.

Mozilla gibt Update fuer Thunderbird heraus

Nachzuegler: Nach Version 2.0.0.14 fuer Firefox hat Mozilla nun auch fuer seinen Mailclient Thunderbird eine aktualisierte Version veroeffentlicht. Ueber zwei Sicherheitsluecken war es Angreifern moeglich, Schadcode auf fremde PCs zu schleusen. Anwender sollten die neue Thunderbird-Version 2.0.0.14 umgehend installieren. Am einfachsten geschieht dies ueber die Funktion "Thunderbird aktualisieren" im Hilfe-Menue. Ausserdem steht das Update auf der Mozilla-Webseite [17] zum Download bereit.

Akamai stellt neue Version fuer Download-Manager bereit

Schnell updaten!: Ueber eine Sicherheitsluecke im Akamai Download-Manager, einem Programm zur Optimierung von Downloads grosser Dateien, war es Angreifern bislang moeglich, mithilfe von manipulierten Links auf Webseiten oder in E-Mails Schadsoftware auf die Rechner der Nutzer zu spielen. Der Hersteller hat nun ein Update veroeffentlicht, das die Schwachstelle schliesst. Die aktualisierte Version 2.2.3.5 steht auf der Akamai-Webseite [18] zur Installation bereit. Nutzer sollten das Update umgehend einspielen.

Mozilla beseitigt Schwachstelle

Update Nr. 14: Mozilla hat ein Update veroeffentlicht, das eine Sicherheitsluecke im Firefox-Browser schliesst. Ueber die Schwachstelle war es Angreifern bislang moeglich, den Browser zum Absturz zu bringen. Eventuell kann die Schwachstelle auch zum Einschleusen von Schadcode auf den Rechner ausgenutzt werden. Nutzer sollten das Update 2.0.0.14 schnellstmoeglich einspielen. Es kann ueber das automatische Update bezogen oder von der Herstellerwebseite [19] herunter geladen werden. Auch Thunderbird und SeaMonkey sind von der Schwachstelle betroffen. Bislang gibt es jedoch keine Patches fuer die Programme. Nutzer sollten die Updates installieren, sobald diese zur Verfuegung stehen.

Sicherheitsluecke in ICQ geschlossen

Pausenlos chatten: Ueber eine Schwachstelle im Instant-Messenger ICQ ist es einem Chat-Partner moeglich, schaedliche Software auf den PC eines Anwenders zu schleusen. Betroffen sind die ICQ-Version 6 Build 6043 sowie moeglicherweise aeltere Versionen. Anwender sollten die aktualisierte Version schnellstmoeglich installieren. Sie kann ueber die ICQ-Webseite [20] bezogen werden.

Apple veroeffentlicht Update fuer Safari

Safer surfen: Apple hat ein Update fuer seinen Safari-Browser herausgegeben, das verschiedene Sicherheitsluecken beseitigt. Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang moeglich, beliebige Programme mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren und darueber Schadcode einzuschleusen oder die Angaben in der Adressleiste zu faelschen. Betroffen sind Apple Safari-Versionen fuer Windows und Mac OS X vor Version 3.1.1. Nutzer sollten das Update umgehend installieren. Die geschieht am einfachsten ueber die integrierte Software-Aktualisierung. Alternativ kann der Patch auch von der Apple-Webseite [21] herunter geladen werden.

Schwachstelle im Foxit-Reader behoben

Sichere PDFs: Ueber eine Schwachstelle im Foxit PDF-Reader war es Angreifern bislang moeglich, Schadcode auf fremde Computer zu laden. Dazu genuegte bereits das Oeffnen eines praeparierten PDF-Dokuments. Die Entwickler haben nun ein Update veroeffentlicht, das die Luecke schliesst. Nutzer sollten Version 2.3 Build 2825 schnellstmoeglich einspielen. Sie steht bei Foxit [22] zum Download bereit.

Adobe veroeffentlicht neue Flash Player-Version

Ganz frisch: Adobe hat mehrere kritische Luecken im Flash Player geschlossen, ueber die es Angreifern bislang moeglich war, schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte bereits der Besuch einer manipulierten Webseite. Nutzer sollten schnellstmoeglich die aktuelle Version 9.0.124.0 installieren. Diese steht bei Adobe [23] zum Download bereit.

Microsoft schliesst mehrere Luecken in Windows

Fleissig patchen!: Microsoft hat im Rahmen seines monatlichen Patchdays mehrere Sicherheitsupdates veroeffentlicht, die verschiedene Luecken in Windows beseitigen. Ueber die Schwachstellen koennen Angreifer Schadcode auf fremden PCs ausfuehren. Das BSI raet Anwendern, die Patches MS08-18 bis MS08-25 umgehend einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber einen Besuch der Windows-Update-Seite [24].

Update fuer Apple QuickTime erschienen

Unbeschwertes Vergnuegen: Apple hat einen Patch fuer die Multimedia-Software QuickTime veroeffentlicht. Insgesamt wurden elf Schwachstellen beseitigt, ueber die es Angreifern bisher moeglich war, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen oder private Daten auszuspionieren. Nutzer sollten das Sicherheitsupdate 7.4.5 umgehend einspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die integrierte Update-Funktion oder ueber die Apple-Webseite [25].

Neue Opera-Version behebt Schwachstellen

Sicher surfen: Ueber zwei Sicherheitsluecken im Opera-Browser war es Online-Kriminellen bislang moeglich, schaedliche Software auf fremde Systeme zu laden und auszufuehren. Die neue Version 9.27 beseitigt die Fehler. Nutzer sollten die Software schnellstmoeglich aktualisieren. Opera 9.27 kann von der Herstellerseite [26] herunter geladen werden.

Lecks in Firefox und SeaMonkey geschlossen

Wasserdicht: Mozilla hat im Browser Firefox und in der SeaMonkey-Suite elf Schwachstellen geschlossen. Ueber die Luecken war es Angreifern bislang unter anderem moeglich, beliebigen Code mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Anwender sollten umgehend auf die Firefox-Version 2.0.0.13 und SeaMonkey-Version 1.1.9 aktualisieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion. Ausserdem koennen die Updates von den Herstellerseiten unter [27] und [28] herunter geladen werden. Ein Update fuer das Mailprogramm Thunderbird gibt es bislang noch nicht.

Microsoft schliesst kritische Luecken in Office-Programmen

Unbedingt updaten!: An seinem monatlichen Patch-Day hat Microsoft vier Updates veroeffentlicht, die insgesamt 12 kritische Sicherheitsluecken in MS Office beseitigen. Ueber die Schwachstellen ist es Angreifern beispielsweise moeglich, schaedlichen Code auf fremde Computer zu schleusen. Dazu genuegt unter anderem der Besuch einer praeparierten Webseite oder das Oeffnen eines per E-Mail zugesendeten Excel-Dokuments. Nutzer sollten die Updates MS08-14 bis MS08-17 schnellstmoeglich einspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die Windows-Update-Webseite [29]. Auch fuer die Office-Versionen 2004 und 2008 fuer Mac OS X-Systeme stellt Microsoft Patches zur Verfuegung. Anwender sollten diese umgehend von der Herstellerseite [30] herunterladen und installieren.

Apple schliesst 46 Sicherheitsluecken

Ein Patch kommt selten allein: Apple beseitigt mit seinem Update 2008-002 insgesamt 46 Schwachstellen in verschiedenen Anwendungen. Viele der Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern bislang, schaedliche Software auf fremde PCs zu schleusen - beispielsweise ueber praeparierte E-Mail-Anhaenge. Betroffen sind beispielsweise die Application Firewall, das Appkit, der Help Viewer sowie in Mac OS X integrierte Programme von anderen Anbietern wie Clam AV, Apache oder Kerberos. Ausserdem schliesst der Hersteller 13 Schwachstellen in Apple-Safari. Sofern Anwender die automatische Update-Funktion aktiviert haben, erhalten sie die Patches automatisch.


PRISMA:

Polizei zerschlaegt kriminelles Betrueger-Forum

99 Prozent illegale Inhalte: Die Polizei hat ein Internet-Forum geschlossen, in dem offenbar ausspionierte Benutzerdaten und Passwoerter zum Verkauf angeboten wurden. Dies meldet die Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt [31]. 99 Prozent der Forums-Beitraege seien illegal gewesen, gegen elf Internetadministratoren aus sechs Bundeslaendern wurden Verfahren wegen des Ausspaehens und Abfangens von Daten eingeleitet. Die Verdaechtigen sind zwischen 15 und 22 Jahren alt. Im Forum wurde unter anderem der betruegerische Einkauf von Waren bis zu einem Wert von 1500 Euro angeboten. Ein gefaelschter Reisepass war fuer 550 Euro zu haben, ein gestohlener Personalausweis fuer 750 Euro. Ausserdem wurden Benutzerdaten einer Internet- Boerse mit Passwort zum Kauf angeboten.

Die meisten Computernutzer haben keine Angst vor Datenmissbrauch

Passwoerter, PIN-Nummern & Co.: 57 Prozent der deutschen PC-Anwender halten ihre persoenlichen Daten im Internet fuer sicher. Dies ergab eine Forsa-Umfrage im Namen des Telekommunikations-Verbandes Bitkom [32], bei der mehr als 1000 Internetnutzer befragt wurden. 32 Prozent der Computeranwender halten ihre Daten fuer "eher unsicher" und 7 Prozent sind der Meinung, ihre Daten seien "voellig unsicher". Der Branchenverband fordert eine bessere Aufklaerung der Nutzer. Denn besonders soziale Netzwerke wie MySpace oder StudiVZ, in denen Anwender viele private Informationen preisgeben, werden von Cyberkriminellen immer haeufiger zu Phishing-Zwecken missbraucht. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [33].

Immer mehr infizierte Webseiten

Nicht zu stoppen: Nach einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmens Sophos [34] stellen infizierte Webseiten im ersten Quartal 2008 die groesste Bedrohung fuer Computernutzer dar. Alle fuenf Sekunden wurde zwischen Januar und Maerz eine neue schaedliche Seite entdeckt. Im Jahr 2007 waren es noch alle 14 Sekunden. Abgenommen hat dagegen die Anzahl der infizierten E-Mails: Waehrend im vergangenen Jahr noch eine von 990 Mails mit Schaedlingen infiziert war, ist im ersten Quartal 2008 nur eine von 2500 Mails mit einem infizierten Anhang versehen. Zwar gibt es weniger Schadcode im Anhang, dafuer aber umso haeufiger Links auf schadhafte Webseiten. Rund 40 Prozent der schaedlichen Seiten werden in den USA gehostet, 30 Prozent in China, elf Prozent in Russland und zwei Prozent in Deutschland. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, veroeffentlichte Software-Patches umgehend einzuspielen und Aktive Inhalte wie beispielsweise JavaScript zu deaktivieren. Mehr Infos [35].

Neue Broschuere zum Kinder- und Jugendschutz im Netz

Internet, Handy & Co.: Ob Computerspiele, Chatforen oder Handy-Downloads - fuer Kinder und Jugendliche gibt es im Netz viel Spannendes zu entdecken. Aber diese Angebote bringen nicht nur Spass, sondern bergen auch Gefahren: Die 75 Seiten starke Broschuere "Im Netz der neuen Medien: Internet, Handy und Computerspiele - Chancen und Risiken fuer Kinder und Jugendliche" informiert Eltern und Lehrer umfassend ueber den Umgang mit Computer & Co. und bietet Antworten vor allem auf folgende Fragen: Wo finden sich jugendgefaehrdende Inhalte? Worauf muss ich achten, wenn mein Kind in Chatforen unterwegs ist? Was ist mit modernen Handys alles moeglich? "Im Netz der neuen Medien" ist eine gemeinsame Initiative der Kultusministerkonferenz, der Jugend- und Familienministerkonferenz, der Polizeilichen Kriminalpraevention der Laender und des Bundes sowie klicksafe und Schulen ans Netz e.V. Die Broschuere kann auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalpraevention [36] herunter geladen werden.

Schaedlinge verbreiten sich immer haeufiger ueber Online-Netzwerke

Vorsicht beim "Social Networking": Bekannte und haeufig besuchte Webseiten sowie Online-Communities wie beispielsweise MySpace und StudiVZ werden von Cyberkriminellen zunehmend fuer Phishing-Zwecke missbraucht. Dies zeigt der aktuelle Sicherheitsreport von Symantec [37]. Nutzer setzen viel Vertrauen in etablierte Webseiten und geben dort eine Vielzahl an privaten Informationen preis. Dies nutzen Angreifer dann dazu, um Anwender gezielt auszuspionieren. So ist die Zahl der von Symantec registrierten Server mit betruegerischen Webseiten im zweiten Halbjahr 2007 weltweit um 167 Prozent auf 87.963 gestiegen. Ausserdem nutzen die Hacker webseitenspezifische Sicherheitsluecken aus, um ueber so genannte Drive-by-Downloads Trojanische Pferde oder Spionagesoftware auf Rechner zu schleusen. Dazu muss noch nicht einmal eine schaedliche Datei angeklickt werden - die Schadsoftware installiert sich automatisch. Mehr Infos zum Thema Phishing [38].

Prozess gegen mutmasslichen Bank-Phisher in Berlin

Betrug statt "besserer Service": Ein 57-Jaehriger Russe muss sich zurzeit vor dem Berliner Landgericht verantworten, meldet die Online-Ausgabe des Tagesspiegels [39] .Neun Monate lang hatte er sich ueber Phishing-Mails Daten zum Online-Banking erschlichen und anschliessend 80.000 Euro von mindestens acht fremden Konten auf eigene Konten ueberwiesen. Die Konten hatte er zuvor unter falschem Namen angelegt. In den E-Mails hatte er behauptet, es ginge um eine verbesserte Sicherheit beim Online-Banking. Der Empfaenger solle daher seine Kontodaten uebermitteln. Ueber seine Hintermaenner verriet der Angeklagte im Prozess bislang nichts. Unter anderem wurde eine Verkehrswacht um 17.000 Euro geschaedigt, weil der Polizeibeamte, der das Konto des Vereins fuehrte, in einer Stress-Situation auf die Phishing-Mail geantwortet hatte.

Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche

Sicher Surfen und Telefonieren: Kostenfallen bei Handy und Internet sind das Thema einer Broschuere des Verbraucherschutzministeriums in Rheinland-Pfalz. Der Hintergrund: 96 Prozent der 14- bis 19-Jaehrigen besitzen ein eigenes Handy, 94 Prozent gehen regelmaessig ins Internet. Die Broschuere benennt die Gefahren, die dabei auftauchen koennen, zum Beispiel Abovertraege im Internet, Phishing, Viren und Trojanische Pferde und gibt allgemein verstaendliche Tipps zum sicheren Surfen und Telefonieren, die nicht nur fuer Jugendliche lesenswert sind. Ein besonderes Plus der Broschuere: Der umfangreiche Anhang mit Kontaktadressen, Infomaterial und Webseiten zur IT-Sicherheit. Die Broschuere kann von der Seite des Verbraucherschutzministeriums [40] als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Online-Kriminelle umgehen vermehrt Spam-Schutz von E-Mail-Diensten

Provider muessen nachruesten: Cyberkriminellen gelingt es immer haeufiger, den Spam-Schutz von E-Mail-Diensten zu umgehen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs [41] in seinem Intelligence Report fuer den Monat Februar. Viele E-Mail-Anbieter nutzen das so genannte "Captcha"-Verfahren (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, zu Deutsch etwa: Vollautomatischer Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden), um sich vor Missbrauch zu schuetzen. Bei diesem Verfahren wird beispielsweise eine Zahlenfolge angegeben, die der Nutzer manuell eintippen muss, bevor er sich auf einer Seite registrieren kann. Cyberkriminelle wenden nun Techniken an, um die Captcha-Abfrage zu umgehen und nutzen ihre Bot-Netze dazu, um massenweise E-Mail-Konten anzulegen. Diese werden anschliessend zum Spam-Versand eingesetzt. Laut MessageLabs werden 4,6 Prozent der Spam-Mails ueber Webmail-Dienste verschickt. Den weitaus groessten Anteil nimmt dabei Yahoo Mail mit 88,7 Prozent ein. Der Anteil der Spam-Mails ueber Google G-Mail hat sich seit Januar von 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent verdoppelt. E-Mail-Provider muessten daher auf lange Sicht umdenken, um ihre Dienste wirksam vor Missbrauch zu schuetzen.

Alles was Recht ist…

Kompendium zum Internetrecht aktualisiert: Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei (3,2 MB) zum Download [42] bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts [43] durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Prof. Hoeren folgt dem Shareware-Prinzip, das heißt, wem das Skript zusagt, der kann einen Obolus oder mehr in die Kaffeekasse entrichten.

Beschwerden gegen jugendgefaehrdende Inhalte im Netz nehmen zu

Gut aufgepasst!: Ob pornografische Videos, Gewalt verherrlichende Fotos oder rechtsradikale Aeusserungen - jugendgefaehrdende Inhalte finden sich im Internet zuhauf. So meldet die Organisation Jugendschutz.net [44] 750 Hinweise von Nutzern auf derartige Jugendschutzverstoesse fuer den vergangenen Monat - eine Rekordzahl. In den vergangenen zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der Beschwerden fast verdoppelt. Ein positives Zeichen. Denn fuer die Organisation sind Beschwerden von Internetnutzern enorm wichtig: "Je mehr Hinweise wir bekommen, desto besser koennen wir gegen Verstoesse vorgehen und dafuer sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch im Netz auf nichts stossen, was wir ihnen offline nicht zumuten wuerden", sagt Friedemann Schindler, der Leiter von Jugendschutz.net. Wenn auch Sie im Netz auf jugendgefaehrdende Inhalte stossen sollten, schreiben Sie eine E-Mail an: [hotline@jugendschutz.net] oder nutzen Sie das Online-Beschwerdeformular [45].

Kontoinhaber muessen sich vor Phishing-Angriffen selbst schuetzen

Aktiv statt passiv: Kontoinhaber, die Ihren Rechner nicht ausreichend vor Phishing-Angriffen schuetzen, haften selbst fuer entstandene Schaeden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Koeln. Wie die Webseite Trojaner-Info [46] berichtet, hatten Datenfischer die PIN- und TAN-Nummern eines Bankkunden ausgespaeht und Geld von dessen Konto entwendet. Obwohl vor Gericht nicht genau geklaert werden konnte, wie die Kriminellen an die Daten des Opfers gelangt sind, war das Urteil der Richter eindeutig: Die Bank muss nicht fuer den entstandenen Schaden haften, sondern der Kontoinhaber. Die Richter begruendeten ihre Entscheidung damit, dass von einem Online-Banking- Nutzer bestimmte Vorsichtsmassnahmen erwartet werden koennten: Dazu gehoere beispielsweise die Installation einer Firewall, eines Virenschutzprogramms sowie das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches fuer Betriebssystem und Software. Ausserdem muesse der Nutzer wissen, dass er PINs und TANs niemals auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail weitergeben duerfe. Auch offensichtlich gefaelschte Internetadressen von Banken muesse der Nutzer erkennen. Mehr Infos zum Thema Online-Banking [47].

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [48]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet [49].


Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [50]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [51]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [52] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [53] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [54] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.


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