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Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 17.04.2008 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Online-Netzwerke wie StudiVZ, MySpace oder Facebook werden immer populaerer - auch bei Cyberkriminellen. Diese nutzen die Communities zunehmend fuer Phishing-Angriffe oder die Verbreitung von Schadprogrammen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Sicherheitsunternehmens Symantec.


Die Themen des neuen Newsletters:

* Es stuermt wieder: Neue Spam-Wellen mit vermeintlichen Liebesgruessen oder  Videoankuendigungen unterwegs

* Dreiste Abzocke: SMS locken mit "wichtiger Nachricht"

* Gar nicht nachbarschaftlich: Werbeanrufe locken in die Internet-Abo-Falle

* Ganz frisch: Adobe veroeffentlicht neue Flash Player-Version 

* Fleissig patchen!: Microsoft schliesst mehrere Luecken in Windows

* Unbeschwertes Vergnuegen: Update fuer Apple QuickTime erschienen

* Sicher surfen: Neue Opera-Version behebt Schwachstellen 

* Gefaehrliche Aussichten: Experten rechnen im Jahr 2008 mit 1 Million Schaedlinge

* Vorsicht beim "Social Networking": Schaedlinge verbreiten sich immer haeufiger ueber Online-Netzwerke


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Neue Spam-Wellen mit vermeintlichen Liebesgruessen oder Videoankuendigungen unterwegs

Es stuermt wieder: Die Betreiber des so genannten Sturm-Botnetzes versenden derzeit erneut E-Mails mit angeblichen Liebesbotschaften oder Hinweisen auf vermeintliche Videos zu aktuellen Themen. Klickt der Empfaenger auf den angegebenen Link, wird er auf eine Webseite geleitet, welche eine schaedliche Datei zum Download anbietet. Surft der Nutzer mit dem Internet Explorer auf die Seite, wird zusaetzlich versucht, ueber Browser-Schwachstellen Schadcode auf den Rechner zu laden. In beiden Faellen werden die Rechner an das Sturm-Botnetz angeschlossen. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls weiterleiten. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, eingesetzte Software stets auf dem aktuellen Stand zu halten und veroeffentlichte Patches umgehend zu installieren. Mehr Infos zum Thema Botnetze gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [1].

SMS locken mit "wichtiger Nachricht"

Dreiste Abzocke: Die Verbraucherzentrale Baden Wuerttemberg [2] berichtet derzeit ueber SMS-Nachrichten, die Handynutzer in kostenpflichtige SMS-Chats locken sollen. Die Firma Server-Tel verschickt dazu unaufgefordert folgende Nachricht an Handybesitzer: "Es wurde Ihnen ein SMS-Telegramm uebermittelt. Jemand, der sie dringend erreichen will. Um es abzufragen, senden Sie KATI." Erst ganz am Ende der Nachricht - nach vielen Leerzeichen - findet sich der Hinweis "70 SMS / 0,85 Euro". Sendet der Empfaenger "KATI" als SMS an die angegebene Nummer, erhaelt er eine Bestaetigung fuer die Anmeldung im Server-Tel SMS-Chat. Kurze Zeit spaeter erfolgt ein Anruf der Firma mit der Frage nach der Adresse - um dem Nutzer eine Rechnung ueber 59 Euro zu stellen. Empfaenger der Nachrichten sollten diese umgehend loeschen. Hat man bereits darauf geantwortet, sollte man sich nicht einschuechtern lassen - der angeblich zustande gekommene Vertrag ist nicht rechtsgueltig [3].

Werbeanrufe locken in die Internet-Abo-Falle

Gar nicht nachbarschaftlich: Illegale Werbeanrufe sind nicht nur laestig, sondern koennen auch teuer werden: Derzeit versuchen Cyberkriminelle die Angerufenen auf eine Webseite zu locken, damit diese dort - unbewusst - ein teures Abo abschliessen. Dies meldet die Info-Seite Computerbetrug [4]. Der Ablauf ist immer der gleiche: Das Telefon klingelt und eine Computerstimme fordert dazu auf, die Webseite "nachbarschaftspost.com" zu besuchen, da dort eine persoenliche Nachricht vorliege. Auf der Webseite heisst es, man solle seine persoenlichen Daten in das Online-Formular eingeben, um die Nachricht abzurufen. Nur im Kleingedruckten erfaehrt man, dass die Nutzung fuer 14 Tage kostenfrei ist - danach wuerden monatliche Kosten von neun Euro faellig, und zwar fuer zwei Jahre. Nutzer, die ohne ihr Wissen ein Abo abgeschlossen haben, sollten die Betraege keinesfalls zahlen und sich an die Verbraucherschutzzentrale wenden. Internetdienste sind dazu verpflichtet, auf entstehende Abo-Kosten deutlich hinzuweisen. Der versteckte Hinweis im Kleingedruckten genuegt nicht.

Schaedling schickt Nutzer in den April

Schlechter Scherz: Puenktlich zum ersten April versuchen Online-Kriminelle derzeit ueber vermeintliche April-Scherz-Mails Empfaenger auf manipulierte Webseiten zu locken, informiert die Online-Ausgabe der PC Welt [5]. Die Betreffzeilen der Mails lauten beispielsweise "Gotcha! April Fool!" ("Hab dich! April, April!") oder "Surprise! The joke's on you" ("Ueberraschung! Der Scherz geht auf dich"). Folgt der Empfaenger dem angegebenen Link, wird er auf eine manipulierte Webseite geleitet. Klickt er dort auf das angezeigte Bild, installiert sich eine virenverseuchte .exe-Datei auf dem Rechner. Bei dem Schaedling handelt es sich um den so genannten "Sturm-Wurm", der zuletzt mit vermeintlichen Valentinsgruessen in Erscheinung trat. Empfaenger der Mail sollten diese umgehend loeschen und keinesfalls weiter leiten.

Abzocker verschicken angebliche Apple-Schutzsoftware

Keine Immunitaet: Nutzer von Apple-Computern kennen den "MacSweeper", ein angebliches Anti-Spyware-Programm, bereits aus dem Januar dieses Jahres. Es handelt sich dabei um eine so genannte "Rogue Anti-Spyware", die nur dazu verleiten soll, die wertlose Vollversion eines Programms zu kaufen. Jetzt ist das Schadprogramm in neuer Form als "iMunizator" im Umlauf, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro [6]. Auch dieses Programm "immunisiert" keinesfalls den Mac-Computer gegen eingenistete Spyware und Sicherheitsrisiken, sondern es ruft zahlreiche Fehlalarme hervor und fordert zum Herunterladen einer nutzlosen kostenpflichtigen Vollversion des Programms auf. Besitzer von Apple-Computern sollten den "iMunizator" keinesfalls herunter laden.

Luecke in der Jet Database Engine von Microsoft

Word-Luecke: Ueber eine Schwachstelle in der Microsoft Jet Database Engine ist es Angreifern moeglich, mithilfe von manipulierten Word-Dokumenten Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen, meldet der Hersteller. Betroffen sind Word 2000 SP3, Word 2002 SP3, Word 2003 SP2 sowie Word 2007 auf Systemen mit Windows 2000, XP oder Windows Server 2003 mit SP1. Einen Patch, der den Fehler beseitigt, gibt es bislang nicht. Nutzer sollten keine Word-Dokumente aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Sobald ein Update zur Verfuegung steht, sollte dieses umgehend eingespielt werden.

Version 3.1 des Webbrowsers Safari hat Luecken

Vorsicht Falle: Kaum veroeffentlicht, schon angreifbar: Die aktuelle Version 3.1 des Safari Browsers von Apple weist zwei Schwachstellen auf, ueber die Angreifer Webseiteninhalte faelschen oder moeglicherweise Schadcode einschleusen koennen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [7]. Die Luecken koennen beispielsweise zu Phishing-Zwecken missbraucht werden. Bislang wurde kein Update veroeffentlicht, das die Schwachstellen schliesst. Anwender sollten daher keinen Links in E-Mails oder auf Webseiten aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen folgen. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER [8].

Digitale Ostergeschenke bringen Viren

Kontrolle ist besser: Nicht nur ueber manipulierte Dateianhaenge oder Webseiten kann man sich Computerschaedlinge einfangen. Auch fabrikneue elektronische Geraete, die an Rechner angeschlossen werden, koennen zur Schadcodefalle werden. Dies meldet die Online-Ausgabe der Computerwoche [9]. So waren in der Vergangenheit beispielsweise Apple iPods, digitale Bilderrahmen sowie Navigationsgeraete von TomTom schon ab Werk mit Viren verseucht. Werden die Geraete dann an den heimischen Rechner angeschlossen, infizieren Sie den Computer. Anwendern wird geraten, digitale Geraete mit dem Virenscanner auf Schaedlinge zu pruefen, wenn sie diese an den Rechner anschliessen.

Malware lockt mit den schoensten Promis

Nackter Betrug: Wieder einmal missbrauchen Cyberkriminelle prominente Personen, um Schadcode im Netz zu verbreiten. Derzeit kursieren E-Mails, die mit "heissen Bildern" und Videos von Jennifer Lopez, Liv Tyler, Jessica Alba oder anderen Hollywood-Schoenheiten locken, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen G Data [10]. Klickt man auf den angegebenen Link, wird man auf eine manipulierte Webseite geleitet. Von dort installiert sich automatisch ein Trojanisches Pferd auf den Rechner - auch ohne das vorherige Oeffnen einer praeparierten Datei. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls dem Link folgen. Ausserdem sollte die Virenschutzsoftware stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

eBay-Betrueger knacken fremde Konten

Identitaetsraub: Eine eBay-Nutzerin aus dem Nordrhein-Westfaelischen Erkelenz wurde vor kurzem Opfer eines Internetbetruegers, berichtet die Online-Ausgabe der Rheinischen Post [11]. Nachdem sie von einem ebay-Haendler aus Paraguay etwas ersteigert hatte, schleuste dieser beim anschliessenden E-Mail-Kontakt ein Trojanisches Pferd auf den Rechner der Nutzerin. Dieses spionierte private Daten aus - unter anderem ihre eBay-LogIn-Daten. Diese nutzte der Betrueger dann dazu, um ueber den Account der Nutzerin Angebote einzustellen und abzukassieren. Ausserdem verschickte er virenverseuchte Nachrichten an andere Nutzer. Die Erkelenzerin wurde erst auf den Betrug aufmerksam, als sich E-Mails von entruesteten Auktionsteilnehmern haeuften, die auf ihre Ware warteten oder sich ueber die Virenmails beschwerten. Nutzer von Online-Auktionshaeusern sollten bei der Kaufabwicklung wachsam sein und den Antivirenschutz stets auf dem aktuellen Stand halten.

Sicherheitsluecken bei vielen Open-Source-Mediaplayern

Offene Hintertueren: Alle groesseren Open-Source-Mediaplayer wie VLC Mediaplayer, MPlayer sowie die Player Kaffeine, Totem und Xine sind zurzeit von Sicherheitsluecken betroffen, melden verschiedene Sicherheitsunternehmen. Die Probleme entstehen zum Beispiel bei der Uebertragung von Realtime-Datenstroemen. Bis entsprechende Updates zur Verfuegung stehen, sollten Nutzer dieser Mediaplayer keine Multimedia-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen. Sie koennten von Angreifern zum Einschleusen von Schadcode, beispielsweise von Trojanischen Pferden, genutzt werden.

Vermeintliche EM-Ticket-Seite verbreitet Schadcode

Foulspiel: Betrueger versuchen derzeit die grosse Nachfrage nach Tickets zur Fussball-Europameisterschaft zur Verbreitung von Schadcode zu nutzen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos [12]. Ueber vermeintliche Ticketboersen im Internet, wie beispielsweise euroticketshop.com, soll man angeblich die begehrten Karten fuer die Spiele im Sommer direkt kaufen koennen. Auf der Seite erwartet den Besucher jedoch lediglich Schadsoftware. Nutzer sollten bei solchen Angeboten stets misstrauisch sein und die Antivirensoftware auf dem aktuellen Stand halten.

Spam-Mails locken mit kostenlosen Bildschirmschonern

Trojaner im Anmarsch: Online-Kriminelle verbreiten derzeit E-Mails, in denen vermeintliche 3D-Bildschirmschoner zum kostenlosen Download angeboten werden. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Sunbelt Software [13]. Die Mails mit dem Betreff "Best screensaver for you" werben mit extrem realistisch wirkenden 3D-Motiven, die der Empfaenger ueber die angegebenen Webseiten herunterladen koenne. Folgt man jedoch einem der aufgefuehrten Links und klickt eine der Dateien an, wird ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner installiert. Dieses laedt weitere Schadsoftware aus dem Netz nach. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls weiterleiten. Ausserdem sollte der Antivirenschutz stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [14].

Online-Kriminelle missbrauchen vertrauenswuerdige Webseiten zur Schadcodeverbreitung

Gefaehrliche Umleitung: Online-Betrueger missbrauchen derzeit bekannte Webseiten, um schaedliche Software im Netz zu verbreiten, berichtet die IT-News-Seite Heise [15]. Dazu genuegt es, wenn der Nutzer Links aus Suchergebnissen von Suchmaschinen anklickt. Die Online-Kriminellen manipulieren die angegebenen Suchergebnisse, so dass der Nutzer auf eine praeparierte Webseite umgeleitet wird, wenn er auf den Ergebnis-Link klickt. Auf den Seiten werden zu Phishing-Zwecken private Daten ausspioniert oder vermeintliche Videocodecs und Antispyware zum Download angeboten. Laedt der Nutzer diese Dateien jedoch herunter und fuehrt sie aus, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf den PC. Betroffen sind unter anderem Webseiten wie ZDnet Asia sowie Webauftritte von US-Universitaeten und US-Behoerden.

Flash-Funktionen ermoeglichen Datenspionage bei eBay-Auktionen

Ausgespaeht: Die Verbraucherschutzseite falle-internet.de [16] berichtet von einer Schwachstelle, ueber die Angreifer private Daten von eBay-Anwendern ausspionieren koennen. Dazu genuegt das Anschauen einer manipulierten Auktion als angemeldeter Nutzer. Ueber praeparierte Flash-Animationen, die in dem Angebot eingebunden sind, koennen die Betrueger dann Name, Adresse sowie weitere private Informationen ausspaehen. Ausserdem koennen mithilfe eines manipulierten Log-In-Formulars die Anmeldedaten des Nutzers ausgelesen werden. Anwendern wird geraten, Flash zu deaktivieren.


SCHUTZMASSNAHMEN:

Adobe veroeffentlicht neue Flash Player-Version

Ganz frisch: Adobe hat mehrere kritische Luecken im Flash Player geschlossen, ueber die es Angreifern bislang moeglich war, schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte bereits der Besuch einer manipulierten Webseite. Nutzer sollten schnellstmoeglich die aktuelle Version 9.0.124.0 installieren. Diese steht bei Adobe [17] zum Download bereit.

Microsoft schliesst mehrere Luecken in Windows

Fleissig patchen!: Microsoft hat im Rahmen seines monatlichen Patchdays mehrere Sicherheitsupdates veroeffentlicht, die verschiedene Luecken in Windows beseitigen. Ueber die Schwachstellen koennen Angreifer Schadcode auf fremden PCs ausfuehren. Das BSI raet Anwendern, die Patches MS08-18 bis MS08-25 umgehend einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber einen Besuch der Windows-Update-Seite [18].

Update fuer Apple QuickTime erschienen

Unbeschwertes Vergnuegen: Apple hat einen Patch fuer die Multimedia-Software QuickTime veroeffentlicht. Insgesamt wurden elf Schwachstellen beseitigt, ueber die es Angreifern bisher moeglich war, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen oder private Daten auszuspionieren. Nutzer sollten das Sicherheitsupdate 7.4.5 umgehend einspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die integrierte Update-Funktion oder ueber die Apple-Webseite [19].

Neue Opera-Version behebt Schwachstellen

Sicher surfen: Ueber zwei Sicherheitsluecken im Opera-Browser war es Online-Kriminellen bislang moeglich, schaedliche Software auf fremde Systeme zu laden und auszufuehren. Die neue Version 9.27 beseitigt die Fehler. Nutzer sollten die Software schnellstmoeglich aktualisieren. Opera 9.27 kann von der Herstellerseite [20] herunter geladen werden.

Lecks in Firefox und SeaMonkey geschlossen

Wasserdicht: Mozilla hat im Browser Firefox und in der SeaMonkey-Suite elf Schwachstellen geschlossen. Ueber die Luecken war es Angreifern bislang unter anderem moeglich, beliebigen Code mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Anwender sollten umgehend auf die Firefox-Version 2.0.0.13 und SeaMonkey-Version 1.1.9 aktualisieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion. Ausserdem koennen die Updates von den Herstellerseiten unter [21] und [22] herunter geladen werden. Ein Update fuer das Mailprogramm Thunderbird gibt es bislang noch nicht.


Microsoft schliesst kritische Luecken in Office-Programmen

Unbedingt updaten!: An seinem monatlichen Patch-Day hat Microsoft vier Updates veroeffentlicht, die insgesamt 12 kritische Sicherheitsluecken in MS Office beseitigen. Ueber die Schwachstellen ist es Angreifern beispielsweise moeglich, schaedlichen Code auf fremde Computer zu schleusen. Dazu genuegt unter anderem der Besuch einer praeparierten Webseite oder das Oeffnen eines per E-Mail zugesendeten Excel-Dokuments. Nutzer sollten die Updates MS08-14 bis MS08-17 schnellstmoeglich einspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die Windows-Update-Webseite [23]. Auch fuer die Office-Versionen 2004 und 2008 fuer Mac OS X-Systeme stellt Microsoft Patches zur Verfuegung. Anwender sollten diese umgehend von der Herstellerseite [24] herunterladen und installieren.

Apple schliesst 46 Sicherheitsluecken

Ein Patch kommt selten allein: Apple beseitigt mit seinem Update 2008-002 insgesamt 46 Schwachstellen in verschiedenen Anwendungen. Viele der Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern bislang, schaedliche Software auf fremde PCs zu schleusen - beispielsweise ueber praeparierte E-Mail-Anhaenge. Betroffen sind beispielsweise die Application Firewall, das Appkit, der Help Viewer sowie in Mac OS X integrierte Programme von anderen Anbietern wie Clam AV, Apache oder Kerberos. Ausserdem schliesst der Hersteller 13 Schwachstellen in Apple-Safari. Sofern Anwender die automatische Update-Funktion aktiviert haben, erhalten sie die Patches automatisch.

F-Secure stellt Updates fuer mehrere Produkte bereit

Schnell patchen!: F-Secure hat verschiedene Schwachstellen in seinen Virenscannern beseitigt. Ueber die Sicherheitsluecken war es Online-Kriminellen bislang moeglich, Schadprogramme auf fremden Rechnern auszufuehren oder Komponenten zum Absturz zu bringen. Dazu genuegt das Oeffnen von praeparierten Archivdateien. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, die bereit gestellten Updates umgehend einzuspielen. Die Produkte F-Secure Messaging Security Gateway, Internet Security sowie Mobile Anti-Virus werden ueber das automatische Update aktualisiert. Alle anderen betroffenen Antivirusloesungen muessen manuell auf den aktuellen Stand gebracht werden. Eine Liste mit allen Updates steht bei F-Secure [25] zum Download bereit.

Sicherheitsluecken in SUN Java geschlossen

Damit die Sonne wieder scheint: Ueber Schwachstellen in der SUN Java Laufzeitumgebung und in SUN Java Webstart ist es Angreifern unter anderem moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen oder Sicherheitseinstellungen zu umgehen. Betroffen sind JDK und JRE bis einschliesslich Version 6 Update 4, JDK und JRE bis einschliesslich Version 5.0 Update 14 sowie SDK und JRE bis einschliesslich Version 1.4.2 Update 16. Das Unternehmen stellt Updates zur Verfuegung, welche die Probleme beseitigen. Sie stehen beim Hersteller [26] zum Download bereit.

Symantec veroeffentlicht Updates fuer Antivirenprodukte

Wie neu: Symantec hat Sicherheitsluecken in verschiedenen Antivirenprodukten geschlossen. Die Schwachstellen ermoeglichten es Cyberkriminellen, ueber manipulierte RAR-Archive Schadcode auf fremde PCs zu laden und auszufuehren. Betroffen ist die Symantec Scan Engine in Version 5.1.4.24 sowie aeltere Versionen. Die Scan Engine ist Teil von verschiedenen Antivirenloesungen. Der Patch wird von Symantec ueber das LiveUpdate verteilt, Nutzer sollten ihn umgehend einspielen.

Update fuer Thunderbird erschienen

Nachzuegler: Nach Firefox und SeaMonkey hat Mozilla nun auch eine neue Version seines E-Mail-Programms Thunderbird veroeffentlicht. In der aktuellen Version 2.0.0.12 wurden verschiedene Schwachstellen beseitigt, ueber die es Angreifern bislang moeglich war, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte das blosse Oeffnen einer manipulierten E-Mail. Nutzer sollten das Update schnellstmoeglich installieren. Es wird ueber die automatische Update-Funktion verteilt und steht auf der Mozilla-Webseite [27] zum Download bereit.

Neue Version des VLC-Mediaplayers heraus gegeben

Nach "d" kommt "e": Die Hersteller des VLC-Mediaplayers haben in der aktuellen Version 0.8.6e verschiedene Schwachstellen beseitigt. Ueber manipulierte Videodateien oder praeparierte Realtime-Datenstroeme war es Angreifern bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Computer zu schleusen und auszufuehren. Betroffen sind die Version 0.8.6d des Players sowie Vorgaengerversionen. Anwendern wird geraten, die aktuelle Version 0.8.6e schnellstmoeglich zu installieren. Sie steht auf der Herstellerseite [28] zum Download bereit.

Schwachstellen im Netscape Navigator beseitigt

Zum letzten Mal ... : In der neuen Version 9.0.0.6 des Browsers Netscape Navigator wurden verschiedene kritische Sicherheitsluecken geschlossen. Die aktualisierte Fassung steht fuer Windows, Mac und Linux auf der Herstellerseite [29] zum Download bereit. Nutzer sollten das Update zuegig einspielen, beziehungsweise in Erwaegung ziehen, aus Sicherheitsgruenden gleich auf einen anderen Browser umzusteigen. Die Entwickler des Netscape Navigators haben das Ende des Supports fuer den Browser fuer Maerz angekuendigt. Danach soll es fuer diesen keine Sicherheitsupdates mehr geben.

Microsoft beseitigt verschiedene Sicherheitsluecken

Patch-Feuerwerk: Microsoft hat im Rahmen seines monatlichen Patchdays elf Sicherheitsupdates veroeffentlicht, die insgesamt 17 zum Teil kritische Schwachstellen beheben. Ueber die Sicherheitsluecken war es Angreifern bislang moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen, private Daten auszuspionieren oder Komponenten zum Absturz zu bringen. Betroffen sind unter anderem die Betriebssysteme sowie die Office-Pakete. Anwender sollten die Updates MS08-003 bis MS08-013 schnellstmoeglich einspielen. Dies geschieht am besten ueber die integrierte Windows Update-Funktion oder ueber die Microsoft-Update-Seite [30]. Die Updates fuer Office 2004 fuer Mac OS X-Systeme stehen ebenfalls auf der Microsoft- Webseite [31] zum Download bereit.

Apple veroeffentlicht Update fuer QuickTime

Schnell patchen: Eine kritische Sicherheitsluecke in Apple QuickTime ermoeglicht es Online-Kriminellen auf fremde Rechner zuzugreifen und Schadcode mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegt bereits der Besuch einer Webseite, auf der ein manipulierter RTSP-Videostream hinterlegt ist. Betroffen sind alle QuickTime-Versionen vor 7.4.1. Anwender sollten die aktuelle Version schnellstmoeglich installieren. Sie kann ueber die integrierte Update-Funktion oder manuell ueber die Apple-Webseite [32] bezogen werden.


PRISMA:

Experten rechnen im Jahr 2008 mit 1 Million Schaedlinge

Gefaehrliche Aussichten: Ein Rueckblick auf die ersten drei Monate des Jahres 2008 ist erschreckend: Nie zuvor war die Anzahl der neu entdeckten Computerschaedlinge hoeher. Wenn sich dieser Trend fortsetze, sei bis zum Ende des Jahres mit ueber einer Million Schaedlinge zu rechnen, erklaert das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure [33]. Die Schaedlinge gelangten weniger ueber infizierte Mail- Anhaenge, sondern vermehrt ueber gefaehrliche Mail-Links auf die Rechner der Nutzer. Nach dem Anklicken wird von der verlinkten Seite dann automatisch Schadcode auf den Rechner geladen. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, Betriebssystem sowie Software stets auf dem aktuellen Stand zu halten und veroeffentlichte Patches umgehend einzuspielen. Nuetzliche Tipps und Infos zum Thema Patch-Management gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [34].

Schaedlinge verbreiten sich immer haeufiger ueber Online-Netzwerke

Vorsicht beim "Social Networking": Bekannte und haeufig besuchte Webseiten sowie Online-Communities wie beispielsweise MySpace und StudiVZ werden von Cyberkriminellen zunehmend fuer Phishing-Zwecke missbraucht. Dies zeigt der aktuelle Sicherheitsreport von Symantec [35]. Nutzer setzen viel Vertrauen in etablierte Webseiten und geben dort eine Vielzahl an privaten Informationen preis. Dies nutzen Angreifer dann dazu, um Anwender gezielt auszuspionieren. So ist die Zahl der von Symantec registrierten Server mit betruegerischen Webseiten im zweiten Halbjahr 2007 weltweit um 167 Prozent auf 87.963 gestiegen. Ausserdem nutzen die Hacker webseitenspezifische Sicherheitsluecken aus, um ueber so genannte Drive-by-Downloads Trojanische Pferde oder Spionagesoftware auf Rechner zu schleusen. Dazu muss noch nicht einmal eine schaedliche Datei angeklickt werden - die Schadsoftware installiert sich automatisch. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [36].

Prozess gegen mutmasslichen Bank-Phisher in Berlin

Betrug statt "besserer Service": Ein 57-Jaehriger Russe muss sich zurzeit vor dem Berliner Landgericht verantworten, meldet die Online-Ausgabe des Tagesspiegels [37] .Neun Monate lang hatte er sich ueber Phishing-Mails Daten zum Online-Banking erschlichen und anschliessend 80.000 Euro von mindestens acht fremden Konten auf eigene Konten ueberwiesen. Die Konten hatte er zuvor unter falschem Namen angelegt. In den E-Mails hatte er behauptet, es ginge um eine verbesserte Sicherheit beim Online-Banking. Der Empfaenger solle daher seine Kontodaten uebermitteln. Ueber seine Hintermaenner verriet der Angeklagte im Prozess bislang nichts. Unter anderem wurde eine Verkehrswacht um 17.000 Euro geschaedigt, weil der Polizeibeamte, der das Konto des Vereins fuehrte, in einer Stress-Situation auf die Phishing-Mail geantwortet hatte.

Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche

Sicher Surfen und Telefonieren: Kostenfallen bei Handy und Internet sind das Thema einer Broschuere des Verbraucherschutzministeriums in Rheinland-Pfalz. Der Hintergrund: 96 Prozent der 14- bis 19-Jaehrigen besitzen ein eigenes Handy, 94 Prozent gehen regelmaessig ins Internet. Die Broschuere benennt die Gefahren, die dabei auftauchen koennen, zum Beispiel Abovertraege im Internet, Phishing, Viren und Trojanische Pferde und gibt allgemein verstaendliche Tipps zum sicheren Surfen und Telefonieren, die nicht nur fuer Jugendliche lesenswert sind. Ein besonderes Plus der Broschuere: Der umfangreiche Anhang mit Kontaktadressen, Infomaterial und Webseiten zur IT-Sicherheit. Die Broschuere kann von der Seite des Verbraucherschutzministeriums [38] als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Online-Kriminelle umgehen vermehrt Spam-Schutz von E-Mail-Diensten

Provider muessen nachruesten: Cyberkriminellen gelingt es immer haeufiger, den Spam-Schutz von E-Mail-Diensten zu umgehen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs [39] in seinem Intelligence Report fuer den Monat Februar. Viele E-Mail-Anbieter nutzen das so genannte "Captcha"-Verfahren (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, zu Deutsch etwa: Vollautomatischer Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden), um sich vor Missbrauch zu schuetzen. Bei diesem Verfahren wird beispielsweise eine Zahlenfolge angegeben, die der Nutzer manuell eintippen muss, bevor er sich auf einer Seite registrieren kann. Cyberkriminelle wenden nun Techniken an, um die Captcha-Abfrage zu umgehen und nutzen ihre Bot-Netze dazu, um massenweise E-Mail-Konten anzulegen. Diese werden anschliessend zum Spam-Versand eingesetzt. Laut MessageLabs werden 4,6 Prozent der Spam-Mails ueber Webmail-Dienste verschickt. Den weitaus groessten Anteil nimmt dabei Yahoo Mail mit 88,7 Prozent ein. Der Anteil der Spam-Mails ueber Google G-Mail hat sich seit Januar von 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent verdoppelt. E-Mail-Provider muessten daher auf lange Sicht umdenken, um ihre Dienste wirksam vor Missbrauch zu schuetzen.

Alles was Recht ist…

Kompendium zum Internetrecht aktualisiert: Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei (3,2 MB) zum Download [40] bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts [41] durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Prof. Hoeren folgt dem Shareware-Prinzip, das heißt, wem das Skript zusagt, der kann einen Obolus oder mehr in die Kaffeekasse entrichten.

Beschwerden gegen jugendgefaehrdende Inhalte im Netz nehmen zu

Gut aufgepasst!: Ob pornografische Videos, Gewalt verherrlichende Fotos oder rechtsradikale Aeusserungen - jugendgefaehrdende Inhalte finden sich im Internet zuhauf. So meldet die Organisation Jugendschutz.net [42] 750 Hinweise von Nutzern auf derartige Jugendschutzverstoesse fuer den vergangenen Monat - eine Rekordzahl. In den vergangenen zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der Beschwerden fast verdoppelt. Ein positives Zeichen. Denn fuer die Organisation sind Beschwerden von Internetnutzern enorm wichtig: "Je mehr Hinweise wir bekommen, desto besser koennen wir gegen Verstoesse vorgehen und dafuer sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch im Netz auf nichts stossen, was wir ihnen offline nicht zumuten wuerden", sagt Friedemann Schindler, der Leiter von Jugendschutz.net. Wenn auch Sie im Netz auf jugendgefaehrdende Inhalte stossen sollten, schreiben Sie eine E-Mail an: [hotline@jugendschutz.net] oder nutzen Sie das Online-Beschwerdeformular [43].

Kontoinhaber muessen sich vor Phishing-Angriffen selbst schuetzen

Aktiv statt passiv: Kontoinhaber, die Ihren Rechner nicht ausreichend vor Phishing-Angriffen schuetzen, haften selbst fuer entstandene Schaeden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Koeln. Wie die Webseite Trojaner-Info [44] berichtet, hatten Datenfischer die PIN- und TAN-Nummern eines Bankkunden ausgespaeht und Geld von dessen Konto entwendet. Obwohl vor Gericht nicht genau geklaert werden konnte, wie die Kriminellen an die Daten des Opfers gelangt sind, war das Urteil der Richter eindeutig: Die Bank muss nicht fuer den entstandenen Schaden haften, sondern der Kontoinhaber. Die Richter begruendeten ihre Entscheidung damit, dass von einem Online-Banking- Nutzer bestimmte Vorsichtsmassnahmen erwartet werden koennten: Dazu gehoere beispielsweise die Installation einer Firewall, eines Virenschutzprogramms sowie das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches fuer Betriebssystem und Software. Ausserdem muesse der Nutzer wissen, dass er PINs und TANs niemals auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail weitergeben duerfe. Auch offensichtlich gefaelschte Internetadressen von Banken muesse der Nutzer erkennen. Mehr Infos zum Thema Online-Banking finden Sie auf der [45].

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [46]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [47].

Mehr Schutz fuer Kinderhandys

Aus-getauscht: Auf Initiative des rheinland-pfaelzischen Jugendministeriums haben die Mobilfunkunternehmen T-Mobile, O2, e-plus, Vodafone, Mobilcom, Talkline und Debitel eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, um gegen Gewalt- und Pornovideos auf deutschen Kinderhandys vorzugehen. Dies berichtet die Netzeitung [48]. Die Unternehmen verpflichten sich demnach dazu, den Internetzugang und die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen von Kindern und Jugendlichen komplett zu sperren, wenn die Eltern dies wuenschen. Damit soll verhindert werden, dass Minderjaehrige Videos mit gewalttaetigem oder pornografischem Inhalt aus dem Internet auf ihr Handy laden und anschliessend untereinander austauschen koennen. Um Eltern ueber weitere Gefahren der Handynutzung aufzuklaeren, sollen in den kommenden Monaten auch kostenfreie Telefon-Hotlines und Info-Webseiten zum Thema eingerichtet werden. Mehr Infos ueber "Kinderschutz im Internet" gibt es auch auf der BSI-Webseite [49].

Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [50]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [51]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [52] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [53] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [54] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.

Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"

Keine Chance fuer Phisher & Co: Der Geldtransfer per Online-Banking wird immer beliebter. Aber mit dieser schnellen und praktischen Methode sind auch Risiken verbunden. Die Landesinitiative "secure-it.nrw" klaert in ihrer kostenfreien Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher" darueber auf, welchen Weg die Daten beim Online-Banking nehmen und an welchen Stellen Gefahren lauern. Ausserdem informiert sie ueber Moeglichkeiten, mit denen sich die Vorteile des Online-Bankings mit hoher IT-Sicherheit kombinieren lassen. Die Broschuere kann bei der Landesinitiative unter [55] bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Online-Banking finden sie auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [56].

Internetfibel fuer die Grundschule

Von Anfang an clever ins Netz: Im Internet surfen und chatten gehoert auch fuer die Juengsten mittlerweile schon zum Alltag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch Grundschulkinder ueber die Gefahren im Internet aufzuklaeren. Dazu hat die nordrhein-westfaelische Landesinitiative secure-it.nrw einen Leitfaden entworfen, der Lehrer und Eltern bei der Vermittlung von Internet-Kompetenz unterstuetzen soll. In dem Heft werden vier Themenbloecke bearbeitet: "Sicheres Passwort", "Chatten", "Suchmaschinen und Raubkopien" sowie "Viren, Wuermer und Trojaner". Ausserdem gibt es verschiedene Unterrichtsmaterialien und Uebungsblaetter zu den jeweiligen Themen. Der Leitfaden kann kostenlos unter [57] herunter geladen oder bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter [58]

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