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Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 03.04.2008 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Online-Betrueger wissen genau, wie Internet-Nutzer reagieren. Die Gier, die Neugier und das schlechte Gewissen sind wohl die staerksten Antriebskraefte, die zu spontanen, unueberlegten Reaktionen eines Nutzers fuehren. Mit dem schlechten Gewissen spekulieren gleich mehrere Betrueger: Mails, die zur Preisgabe von PIN- und TAN-Nummern zur vermeintlichen Verbesserung der Sicherheit beim Online-Banking auffordern, finden noch immer ihre Kunden - wie ein Gerichtsverfahren zeigt, das zurzeit in Berlin laeuft. Und Besitzer von Apple-Computern aergern sich ueber ein betruegerisches Anti-Spyware-Programm.


Die Themen des neuen Newsletters:

* Schlechter Scherz: Schaedling schickt Nutzer in den April

* Keine Immunitaet: Abzocker verschicken angebliche Apple-Schutzsoftware

* Word-Luecke: Luecke in der Jet Database Engine von Microsoft

* Vorsicht Falle: Version 3.1 des Webbrowsers Safari hat Luecken

* Kontrolle ist besser: Digitale Ostergeschenke bringen Viren 

* Nackter Betrug: Malware lockt mit den schoensten Promis

* Identitaetsraub: eBay-Betrueger knacken fremde Konten

* Offene Hintertueren: Sicherheitsluecken bei vielen Open-Source-Mediaplayern

* Foulspiel: Vermeintliche EM-Ticket-Seite verbreitet Schadcode

* Wasserdicht: Lecks in Firefox und SeaMonkey geschlossen

* Betrug statt "besserer Service": Prozess gegen mutmasslichen Bank-Phisher in Berlin

* Sicher Surfen und Telefonieren: Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche 


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

STOERENFRIEDE: Schaedling schickt Nutzer in den April

Schlechter Scherz: Puenktlich zum ersten April versuchen Online-Kriminelle derzeit ueber vermeintliche April-Scherz-Mails Empfaenger auf manipulierte Webseiten zu locken, informiert die Online-Ausgabe der PC Welt [1]. Die Betreffzeilen der Mails lauten beispielsweise "Gotcha! April Fool!" ("Hab dich! April, April!") oder "Surprise! The joke's on you" ("Ueberraschung! Der Scherz geht auf dich"). Folgt der Empfaenger dem angegebenen Link, wird er auf eine manipulierte Webseite geleitet. Klickt er dort auf das angezeigte Bild, installiert sich eine virenverseuchte .exe-Datei auf dem Rechner. Bei dem Schaedling handelt es sich um den so genannten "Sturm-Wurm", der zuletzt mit vermeintlichen Valentinsgruessen in Erscheinung trat. Empfaenger der Mail sollten diese umgehend loeschen und keinesfalls weiter leiten.

Abzocker verschicken angebliche Apple-Schutzsoftware

Keine Immunitaet: Nutzer von Apple-Computern kennen den "MacSweeper", ein angebliches Anti-Spyware-Programm, bereits aus dem Januar dieses Jahres. Es handelt sich dabei um eine so genannte "Rogue Anti-Spyware", die nur dazu verleiten soll, die wertlose Vollversion eines Programms zu kaufen. Jetzt ist das Schadprogramm in neuer Form als "iMunizator" im Umlauf, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro [2]. Auch dieses Programm "immunisiert" keinesfalls den Mac-Computer gegen eingenistete Spyware und Sicherheitsrisiken, sondern es ruft zahlreiche Fehlalarme hervor und fordert zum Herunterladen einer nutzlosen kostenpflichtigen Vollversion des Programms auf. Besitzer von Apple-Computern sollten den "iMunizator" keinesfalls herunter laden.

Luecke in der Jet Database Engine von Microsoft

Word-Luecke: Ueber eine Schwachstelle in der Microsoft Jet Database Engine ist es Angreifern moeglich, mithilfe von manipulierten Word-Dokumenten Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen, meldet der Hersteller. Betroffen sind Word 2000 SP3, Word 2002 SP3, Word 2003 SP2 sowie Word 2007 auf Systemen mit Windows 2000, XP oder Windows Server 2003 mit SP1. Einen Patch, der den Fehler beseitigt, gibt es bislang nicht. Nutzer sollten keine Word-Dokumente aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Sobald ein Update zur Verfuegung steht, sollte dieses umgehend eingespielt werden.

Version 3.1 des Webbrowsers Safari hat Luecken

Vorsicht Falle: Kaum veroeffentlicht, schon angreifbar: Die aktuelle Version 3.1 des Safari Browsers von Apple weist zwei Schwachstellen auf, ueber die Angreifer Webseiteninhalte faelschen oder moeglicherweise Schadcode einschleusen koennen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [3]. Die Luecken koennen beispielsweise zu Phishing-Zwecken missbraucht werden. Bislang wurde kein Update veroeffentlicht, das die Schwachstellen schliesst. Anwender sollten daher keinen Links in E-Mails oder auf Webseiten aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen folgen. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER [4].

Digitale Ostergeschenke bringen Viren

Kontrolle ist besser: Nicht nur ueber manipulierte Dateianhaenge oder Webseiten kann man sich Computerschaedlinge einfangen. Auch fabrikneue elektronische Geraete, die an Rechner angeschlossen werden, koennen zur Schadcodefalle werden. Dies meldet die Online-Ausgabe der Computerwoche [5]. So waren in der Vergangenheit beispielsweise Apple iPods, digitale Bilderrahmen sowie Navigationsgeraete von TomTom schon ab Werk mit Viren verseucht. Werden die Geraete dann an den heimischen Rechner angeschlossen, infizieren Sie den Computer. Anwendern wird geraten, digitale Geraete mit dem Virenscanner auf Schaedlinge zu pruefen, wenn sie diese an den Rechner anschliessen.

Malware lockt mit den schoensten Promis

Nackter Betrug: Wieder einmal missbrauchen Cyberkriminelle prominente Personen, um Schadcode im Netz zu verbreiten. Derzeit kursieren E-Mails, die mit "heissen Bildern" und Videos von Jennifer Lopez, Liv Tyler, Jessica Alba oder anderen Hollywood-Schoenheiten locken, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen G Data [6]. Klickt man auf den angegebenen Link, wird man auf eine manipulierte Webseite geleitet. Von dort installiert sich automatisch ein Trojanisches Pferd auf den Rechner - auch ohne das vorherige Oeffnen einer praeparierten Datei. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls dem Link folgen. Ausserdem sollte die Virenschutzsoftware stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

eBay-Betrueger knacken fremde Konten

Identitaetsraub: Eine eBay-Nutzerin aus dem Nordrhein-Westfaelischen Erkelenz wurde vor kurzem Opfer eines Internetbetruegers, berichtet die Online-Ausgabe der Rheinischen Post [7]. Nachdem sie von einem ebay-Haendler aus Paraguay etwas ersteigert hatte, schleuste dieser beim anschliessenden E-Mail-Kontakt ein Trojanisches Pferd auf den Rechner der Nutzerin. Dieses spionierte private Daten aus - unter anderem ihre eBay-LogIn-Daten. Diese nutzte der Betrueger dann dazu, um ueber den Account der Nutzerin Angebote einzustellen und abzukassieren. Ausserdem verschickte er virenverseuchte Nachrichten an andere Nutzer. Die Erkelenzerin wurde erst auf den Betrug aufmerksam, als sich E-Mails von entruesteten Auktionsteilnehmern haeuften, die auf ihre Ware warteten oder sich ueber die Virenmails beschwerten. Nutzer von Online-Auktionshaeusern sollten bei der Kaufabwicklung wachsam sein und den Antivirenschutz stets auf dem aktuellen Stand halten.

Sicherheitsluecken bei vielen Open-Source-Mediaplayern

Offene Hintertueren: Alle groesseren Open-Source-Mediaplayer wie VLC Mediaplayer, MPlayer sowie die Player Kaffeine, Totem und Xine sind zurzeit von Sicherheitsluecken betroffen, melden verschiedene Sicherheitsunternehmen. Die Probleme entstehen zum Beispiel bei der Uebertragung von Realtime-Datenstroemen. Bis entsprechende Updates zur Verfuegung stehen, sollten Nutzer dieser Mediaplayer keine Multimedia-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen. Sie koennten von Angreifern zum Einschleusen von Schadcode, beispielsweise von Trojanischen Pferden, genutzt werden.

Vermeintliche EM-Ticket-Seite verbreitet Schadcode

Foulspiel: Betrueger versuchen derzeit die grosse Nachfrage nach Tickets zur Fussball-Europameisterschaft zur Verbreitung von Schadcode zu nutzen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos [8]. Ueber vermeintliche Ticketboersen im Internet, wie beispielsweise euroticketshop.com, soll man angeblich die begehrten Karten fuer die Spiele im Sommer direkt kaufen koennen. Auf der Seite erwartet den Besucher jedoch lediglich Schadsoftware. Nutzer sollten bei solchen Angeboten stets misstrauisch sein und die Antivirensoftware auf dem aktuellen Stand halten.

Spam-Mails locken mit kostenlosen Bildschirmschonern

Trojaner im Anmarsch: Online-Kriminelle verbreiten derzeit E-Mails, in denen vermeintliche 3D-Bildschirmschoner zum kostenlosen Download angeboten werden. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Sunbelt Software [9]. Die Mails mit dem Betreff "Best screensaver for you" werben mit extrem realistisch wirkenden 3D-Motiven, die der Empfaenger ueber die angegebenen Webseiten herunterladen koenne. Folgt man jedoch einem der aufgefuehrten Links und klickt eine der Dateien an, wird ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner installiert. Dieses laedt weitere Schadsoftware aus dem Netz nach. Empfaenger sollten die Mails umgehend loeschen und keinesfalls weiterleiten. Ausserdem sollte der Antivirenschutz stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [10].

Online-Kriminelle missbrauchen vertrauenswuerdige Webseiten zur Schadcodeverbreitung

Gefaehrliche Umleitung: Online-Betrueger missbrauchen derzeit bekannte Webseiten, um schaedliche Software im Netz zu verbreiten, berichtet die IT-News-Seite Heise [11]. Dazu genuegt es, wenn der Nutzer Links aus Suchergebnissen von Suchmaschinen anklickt. Die Online-Kriminellen manipulieren die angegebenen Suchergebnisse, so dass der Nutzer auf eine praeparierte Webseite umgeleitet wird, wenn er auf den Ergebnis-Link klickt. Auf den Seiten werden zu Phishing-Zwecken private Daten ausspioniert oder vermeintliche Videocodecs und Antispyware zum Download angeboten. Laedt der Nutzer diese Dateien jedoch herunter und fuehrt sie aus, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf den PC. Betroffen sind unter anderem Webseiten wie ZDnet Asia sowie Webauftritte von US-Universitaeten und US-Behoerden.

Flash-Funktionen ermoeglichen Datenspionage bei eBay-Auktionen

Ausgespaeht: Die Verbraucherschutzseite falle-internet.de [12] berichtet von einer Schwachstelle, ueber die Angreifer private Daten von eBay-Anwendern ausspionieren koennen. Dazu genuegt das Anschauen einer manipulierten Auktion als angemeldeter Nutzer. Ueber praeparierte Flash-Animationen, die in dem Angebot eingebunden sind, koennen die Betrueger dann Name, Adresse sowie weitere private Informationen ausspaehen. Ausserdem koennen mithilfe eines manipulierten Log-In-Formulars die Anmeldedaten des Nutzers ausgelesen werden. Anwendern wird geraten, Flash zu deaktivieren.

RealPlayer weist Schwachstelle auf

Absturzgefaehrdet: Ueber eine Sicherheitsluecke im RealPlayer ist es Angreifern moeglich, den Browser des Nutzers zum Absturz zu bringen. Moeglicherweise laesst sich die Schwachstelle auch ausnutzen, um schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen. Dies berichtet die IT-News Seite Heise [13]. Dazu genuegt es, mit dem Internet Explorer eine manipulierte Webseite zu besuchen, die ActiveX-Elemente enthaelt. Einen Patch, der das Problem beseitigt, gibt es bislang nicht. Das Buerger-CERT raet Anwendern, generell Aktive Inhalte zu deaktivieren.

Sicherheitsluecke im VLC Mediaplayer

Wieder ein Leck: Ueber eine Schwachstelle im VLC Mediaplayer ist es Online-Kriminellen moeglich, mithilfe von manipulierten Untertitel-Dateien schaedliche Software auf fremden Computern auszufuehren. Betroffen sind die Versionen 0.8.6c bis einschliesslich der erst kuerzlich veroeffentlichten Version 0.8.6e. Ein Update, das den Fehler beseitigt, wurde bisher noch nicht veroeffentlicht. Nutzern wird geraten, keine Multimedia-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen, da Untertitel-Dateien automatisch geladen werden. Sobald ein Patch bereit steht, sollte dieser umgehend installiert werden.

Download-Manager laedt Trojanische Pferde

Heimtueckisch: Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky [14] meldet, schleuste der Download-Manager FlashGet fuer Windows zehn Tage lang Trojanische Pferde auf die Rechner der Nutzer. Offenbar hatten Cyberkriminelle die Webseite des Herstellers gehackt und die Schadsoftware dort eingeschmuggelt. Dies hatte zur Folge, dass FlashGet die schaedlichen Dateien automatisch auf die PCs der Anwender lud. Der Fehler wurde mittlerweile behoben. Betroffen waren alle FlashGet-Versionen 1.9.xx. Anwender sollten auf jeden Fall den Rechner auf Viren ueberpruefen und das FlashGet-Verzeichnis nach den schaedlichen Dateien inapp4.exe, inapp5.exe und inapp6.exe durchsuchen. Das Buerger-CERT empfiehlt, beim Download von Programmen aus dem Internet generell Vorsicht walten zu lassen.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Lecks in Firefox und SeaMonkey geschlossen

Wasserdicht: Mozilla hat im Browser Firefox und in der SeaMonkey-Suite elf Schwachstellen geschlossen. Ueber die Luecken war es Angreifern bislang unter anderem moeglich, beliebigen Code mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Anwender sollten umgehend auf die Firefox-Version 2.0.0.13 und SeaMonkey-Version 1.1.9 aktualisieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion. Ausserdem koennen die Updates von den Herstellerseiten unter [15] und [16] herunter geladen werden. Ein Update fuer das Mailprogramm Thunderbird gibt es bislang noch nicht.


Microsoft schliesst kritische Luecken in Office-Programmen

Unbedingt updaten!: An seinem monatlichen Patch-Day hat Microsoft vier Updates veroeffentlicht, die insgesamt 12 kritische Sicherheitsluecken in MS Office beseitigen. Ueber die Schwachstellen ist es Angreifern beispielsweise moeglich, schaedlichen Code auf fremde Computer zu schleusen. Dazu genuegt unter anderem der Besuch einer praeparierten Webseite oder das Oeffnen eines per E-Mail zugesendeten Excel-Dokuments. Nutzer sollten die Updates MS08-14 bis MS08-17 schnellstmoeglich einspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die Windows-Update-Webseite [17]. Auch fuer die Office-Versionen 2004 und 2008 fuer Mac OS X-Systeme stellt Microsoft Patches zur Verfuegung. Anwender sollten diese umgehend von der Herstellerseite [18] herunterladen und installieren.

Apple schliesst 46 Sicherheitsluecken

Ein Patch kommt selten allein: Apple beseitigt mit seinem Update 2008-002 insgesamt 46 Schwachstellen in verschiedenen Anwendungen. Viele der Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern bislang, schaedliche Software auf fremde PCs zu schleusen - beispielsweise ueber praeparierte E-Mail-Anhaenge. Betroffen sind beispielsweise die Application Firewall, das Appkit, der Help Viewer sowie in Mac OS X integrierte Programme von anderen Anbietern wie Clam AV, Apache oder Kerberos. Ausserdem schliesst der Hersteller 13 Schwachstellen in Apple-Safari. Sofern Anwender die automatische Update-Funktion aktiviert haben, erhalten sie die Patches automatisch.

F-Secure stellt Updates fuer mehrere Produkte bereit

Schnell patchen!: F-Secure hat verschiedene Schwachstellen in seinen Virenscannern beseitigt. Ueber die Sicherheitsluecken war es Online-Kriminellen bislang moeglich, Schadprogramme auf fremden Rechnern auszufuehren oder Komponenten zum Absturz zu bringen. Dazu genuegt das Oeffnen von praeparierten Archivdateien. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, die bereit gestellten Updates umgehend einzuspielen. Die Produkte F-Secure Messaging Security Gateway, Internet Security sowie Mobile Anti-Virus werden ueber das automatische Update aktualisiert. Alle anderen betroffenen Antivirusloesungen muessen manuell auf den aktuellen Stand gebracht werden. Eine Liste mit allen Updates steht bei F-Secure [19] zum Download bereit.

Sicherheitsluecken in SUN Java geschlossen

Damit die Sonne wieder scheint: Ueber Schwachstellen in der SUN Java Laufzeitumgebung und in SUN Java Webstart ist es Angreifern unter anderem moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen oder Sicherheitseinstellungen zu umgehen. Betroffen sind JDK und JRE bis einschliesslich Version 6 Update 4, JDK und JRE bis einschliesslich Version 5.0 Update 14 sowie SDK und JRE bis einschliesslich Version 1.4.2 Update 16. Das Unternehmen stellt Updates zur Verfuegung, welche die Probleme beseitigen. Sie stehen beim Hersteller [20] zum Download bereit.

Symantec veroeffentlicht Updates fuer Antivirenprodukte

Wie neu: Symantec hat Sicherheitsluecken in verschiedenen Antivirenprodukten geschlossen. Die Schwachstellen ermoeglichten es Cyberkriminellen, ueber manipulierte RAR-Archive Schadcode auf fremde PCs zu laden und auszufuehren. Betroffen ist die Symantec Scan Engine in Version 5.1.4.24 sowie aeltere Versionen. Die Scan Engine ist Teil von verschiedenen Antivirenloesungen. Der Patch wird von Symantec ueber das LiveUpdate verteilt, Nutzer sollten ihn umgehend einspielen.

Update fuer Thunderbird erschienen

Nachzuegler: Nach Firefox und SeaMonkey hat Mozilla nun auch eine neue Version seines E-Mail-Programms Thunderbird veroeffentlicht. In der aktuellen Version 2.0.0.12 wurden verschiedene Schwachstellen beseitigt, ueber die es Angreifern bislang moeglich war, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte das blosse Oeffnen einer manipulierten E-Mail. Nutzer sollten das Update schnellstmoeglich installieren. Es wird ueber die automatische Update-Funktion verteilt und steht auf der Mozilla-Webseite [21] zum Download bereit.

Neue Version des VLC-Mediaplayers heraus gegeben

Nach "d" kommt "e": Die Hersteller des VLC-Mediaplayers haben in der aktuellen Version 0.8.6e verschiedene Schwachstellen beseitigt. Ueber manipulierte Videodateien oder praeparierte Realtime-Datenstroeme war es Angreifern bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Computer zu schleusen und auszufuehren. Betroffen sind die Version 0.8.6d des Players sowie Vorgaengerversionen. Anwendern wird geraten, die aktuelle Version 0.8.6e schnellstmoeglich zu installieren. Sie steht auf der Herstellerseite [22] zum Download bereit.

Schwachstellen im Netscape Navigator beseitigt

Zum letzten Mal ... : In der neuen Version 9.0.0.6 des Browsers Netscape Navigator wurden verschiedene kritische Sicherheitsluecken geschlossen. Die aktualisierte Fassung steht fuer Windows, Mac und Linux auf der Herstellerseite [23] zum Download bereit. Nutzer sollten das Update zuegig einspielen, beziehungsweise in Erwaegung ziehen, aus Sicherheitsgruenden gleich auf einen anderen Browser umzusteigen. Die Entwickler des Netscape Navigators haben das Ende des Supports fuer den Browser fuer Maerz angekuendigt. Danach soll es fuer diesen keine Sicherheitsupdates mehr geben.

Microsoft beseitigt verschiedene Sicherheitsluecken

Patch-Feuerwerk: Microsoft hat im Rahmen seines monatlichen Patchdays elf Sicherheitsupdates veroeffentlicht, die insgesamt 17 zum Teil kritische Schwachstellen beheben. Ueber die Sicherheitsluecken war es Angreifern bislang moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen, private Daten auszuspionieren oder Komponenten zum Absturz zu bringen. Betroffen sind unter anderem die Betriebssysteme sowie die Office-Pakete. Anwender sollten die Updates MS08-003 bis MS08-013 schnellstmoeglich einspielen. Dies geschieht am besten ueber die integrierte Windows Update-Funktion oder ueber die Microsoft-Update-Seite [24]. Die Updates fuer Office 2004 fuer Mac OS X-Systeme stehen ebenfalls auf der Microsoft- Webseite [25] zum Download bereit.

Apple veroeffentlicht Update fuer QuickTime

Schnell patchen: Eine kritische Sicherheitsluecke in Apple QuickTime ermoeglicht es Online-Kriminellen auf fremde Rechner zuzugreifen und Schadcode mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegt bereits der Besuch einer Webseite, auf der ein manipulierter RTSP-Videostream hinterlegt ist. Betroffen sind alle QuickTime-Versionen vor 7.4.1. Anwender sollten die aktuelle Version schnellstmoeglich installieren. Sie kann ueber die integrierte Update-Funktion oder manuell ueber die Apple-Webseite [26] bezogen werden.

F-Secure beseitigt Schwachstelle in Antivirenprodukten

Schutz fuer Schuetzer: Der Hersteller von Antivirensoftware F-Secure hat Updates fuer mehrere seiner Produkte veroeffentlicht. Ueber eine Sicherheitsluecke ist es Angreifern bislang moeglich, Schaedlinge auf fremde Rechner zu schmuggeln. Dazu genuegt das Oeffnen eines praeparierten CAB- oder RAR-Archivs - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Betroffen sind alle Client-, Server- und Gateway-Produkte von F-Secure. Das Unternehmen hat Patches veroeffentlicht, die die Luecke schliessen. Anwender sollten das jeweilige Update fuer die von ihnen genutzte Software schnellstmoeglich installieren. Die Patches koennen von der F-Secure-Webseite [27] herunter geladen werden.

Mozilla schliesst Sicherheitsluecken in Firefox und SeaMonkey

(Fast) alles neu: Mozilla hat neue Versionen von Firefox und SeaMonkey veroeffentlicht,in denen verschiedene Schwachstellen behoben wurden. Ueber die Sicherheitsluecken war es Online-Kriminellen bislang moeglich, beliebige Schadsoftware auf fremden PCs auszufuehren. Dazu genuegte bereits der Besuch auf einer manipulierten Webseite. Nutzer sollten die aktualisierte Firefox-Version 2.0.0.12 sowie die neue Seamonkey-Version 1.1.8 umgehend einspielen. Firefox kann am leichtesten ueber die automatische Update-Funktion oder den manuellen Download von der Herstellerwebseite [28] aktualisiert werden. Die aktuelle SeaMonkey-Version steht unter [29] zum Download bereit. Eine neue Version von Thunderbird wurde bislang nicht veroeffentlicht.

Neue Version von ClamAV veroeffentlicht

Frisch geschluepft: In der aktuellen Version des Virenscanners ClamAV hat der Hersteller mehrere Sicherheitsluecken beseitigt, ueber die Angreifer Schaedlinge auf fremde Rechner spielen koennen. Dazu genuegt beispielsweise das Oeffnen eines manipulierten E-Mail-Anhangs. Nutzern von ClamAV wird geraten, die aktuelle Version 0.92.1 umgehend einzuspielen. Diese steht beim Hersteller unter [30] zum Download bereit.

Sicherheitsupdate fuer Mac OS X herausgegeben

Frischer Apfel: Apple hat ein Security-Update veroeffentlicht, das insgesamt elf Schwachstellen in unterschiedlichen Komponenten von Mac OS X beseitigt. Einige der Sicherheitsluecken koennen von Angreifern dazu genutzt werden, um Schadcode auf fremden Rechnern auszufuehren, private Informationen auszuspaehen oder Programme zum Absturz zu bringen. Betroffen sind unter anderem Mac OS X v10.4.11, Mac OS X v10.5 und v10.5.1. Nutzern wird geraten, das Security-Update 2008-001 schnellstmoeglich einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die integrierte Software-Aktualisierung.

PRISMA:

Prozess gegen mutmasslichen Bank-Phisher in Berlin

Betrug statt "besserer Service": Ein 57-Jaehriger Russe muss sich zurzeit vor dem Berliner Landgericht verantworten, meldet die Online-Ausgabe des Tagesspiegels [31] .Neun Monate lang hatte er sich ueber Phishing-Mails Daten zum Online-Banking erschlichen und anschliessend 80.000 Euro von mindestens acht fremden Konten auf eigene Konten ueberwiesen. Die Konten hatte er zuvor unter falschem Namen angelegt. In den E-Mails hatte er behauptet, es ginge um eine verbesserte Sicherheit beim Online-Banking. Der Empfaenger solle daher seine Kontodaten uebermitteln. Ueber seine Hintermaenner verriet der Angeklagte im Prozess bislang nichts. Unter anderem wurde eine Verkehrswacht um 17.000 Euro geschaedigt, weil der Polizeibeamte, der das Konto des Vereins fuehrte, in einer Stress-Situation auf die Phishing-Mail geantwortet hatte.

Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche

Sicher Surfen und Telefonieren: Kostenfallen bei Handy und Internet sind das Thema einer Broschuere des Verbraucherschutzministeriums in Rheinland-Pfalz. Der Hintergrund: 96 Prozent der 14- bis 19-Jaehrigen besitzen ein eigenes Handy, 94 Prozent gehen regelmaessig ins Internet. Die Broschuere benennt die Gefahren, die dabei auftauchen koennen, zum Beispiel Abovertraege im Internet, Phishing, Viren und Trojanische Pferde und gibt allgemein verstaendliche Tipps zum sicheren Surfen und Telefonieren, die nicht nur fuer Jugendliche lesenswert sind. Ein besonderes Plus der Broschuere: Der umfangreiche Anhang mit Kontaktadressen, Infomaterial und Webseiten zur IT-Sicherheit. Die Broschuere kann von der Seite des Verbraucherschutzministeriums [32] als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Online-Kriminelle umgehen vermehrt Spam-Schutz von E-Mail-Diensten

Provider muessen nachruesten: Cyberkriminellen gelingt es immer haeufiger, den Spam-Schutz von E-Mail-Diensten zu umgehen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs [33] in seinem Intelligence Report fuer den Monat Februar. Viele E-Mail-Anbieter nutzen das so genannte "Captcha"-Verfahren (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, zu Deutsch etwa: Vollautomatischer Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden), um sich vor Missbrauch zu schuetzen. Bei diesem Verfahren wird beispielsweise eine Zahlenfolge angegeben, die der Nutzer manuell eintippen muss, bevor er sich auf einer Seite registrieren kann. Cyberkriminelle wenden nun Techniken an, um die Captcha-Abfrage zu umgehen und nutzen ihre Bot-Netze dazu, um massenweise E-Mail-Konten anzulegen. Diese werden anschliessend zum Spam-Versand eingesetzt. Laut MessageLabs werden 4,6 Prozent der Spam-Mails ueber Webmail-Dienste verschickt. Den weitaus groessten Anteil nimmt dabei Yahoo Mail mit 88,7 Prozent ein. Der Anteil der Spam-Mails ueber Google G-Mail hat sich seit Januar von 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent verdoppelt. E-Mail-Provider muessten daher auf lange Sicht umdenken, um ihre Dienste wirksam vor Missbrauch zu schuetzen.

Alles was Recht ist…

Kompendium zum Internetrecht aktualisiert: Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei (3,2 MB) zum Download [34] bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts [35] durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Prof. Hoeren folgt dem Shareware-Prinzip, das heißt, wem das Skript zusagt, der kann einen Obolus oder mehr in die Kaffeekasse entrichten.

Beschwerden gegen jugendgefaehrdende Inhalte im Netz nehmen zu

Gut aufgepasst!: Ob pornografische Videos, Gewalt verherrlichende Fotos oder rechtsradikale Aeusserungen - jugendgefaehrdende Inhalte finden sich im Internet zuhauf. So meldet die Organisation Jugendschutz.net [36] 750 Hinweise von Nutzern auf derartige Jugendschutzverstoesse fuer den vergangenen Monat - eine Rekordzahl. In den vergangenen zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der Beschwerden fast verdoppelt. Ein positives Zeichen. Denn fuer die Organisation sind Beschwerden von Internetnutzern enorm wichtig: "Je mehr Hinweise wir bekommen, desto besser koennen wir gegen Verstoesse vorgehen und dafuer sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch im Netz auf nichts stossen, was wir ihnen offline nicht zumuten wuerden", sagt Friedemann Schindler, der Leiter von Jugendschutz.net. Wenn auch Sie im Netz auf jugendgefaehrdende Inhalte stossen sollten, schreiben Sie eine E-Mail an: [hotline@jugendschutz.net] oder nutzen Sie das Online-Beschwerdeformular [37].

Kontoinhaber muessen sich vor Phishing-Angriffen selbst schuetzen

Aktiv statt passiv: Kontoinhaber, die Ihren Rechner nicht ausreichend vor Phishing-Angriffen schuetzen, haften selbst fuer entstandene Schaeden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Koeln. Wie die Webseite Trojaner-Info [38] berichtet, hatten Datenfischer die PIN- und TAN-Nummern eines Bankkunden ausgespaeht und Geld von dessen Konto entwendet. Obwohl vor Gericht nicht genau geklaert werden konnte, wie die Kriminellen an die Daten des Opfers gelangt sind, war das Urteil der Richter eindeutig: Die Bank muss nicht fuer den entstandenen Schaden haften, sondern der Kontoinhaber. Die Richter begruendeten ihre Entscheidung damit, dass von einem Online-Banking- Nutzer bestimmte Vorsichtsmassnahmen erwartet werden koennten: Dazu gehoere beispielsweise die Installation einer Firewall, eines Virenschutzprogramms sowie das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches fuer Betriebssystem und Software. Ausserdem muesse der Nutzer wissen, dass er PINs und TANs niemals auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail weitergeben duerfe. Auch offensichtlich gefaelschte Internetadressen von Banken muesse der Nutzer erkennen. Mehr Infos zum Thema Online-Banking finden Sie auf der [39].

BSI-Brennpunkt zum Thema Botnetze

Brandneu: "Wenn mein Rechner mit einem Schaedling infiziert ist, merke ich das sofort!" Das ist nicht unbedingt richtig. Denn ist der Computer mit einem so genannten "Bot"-Programm infiziert, fuehrt er, von Ihnen voellig unbemerkt, die Befehle von Cyberkriminellen aus. Er ist dann - zusammen mit vielen anderen Rechnern - Teil eines ganzen Botnetzes geworden. Dieses kann vom Botnetz-Betreiber beliebig ferngesteuert und zu kriminellen Handlungen wie beispielsweise Spam-Versand missbraucht werden. Mehr Infos zum Thema Botnetze finden Sie im aktuellen BSI-Brennpunkt auf der BSI-FUER-BUERGER-Webseite [40].

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [41]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [42].

Mehr Schutz fuer Kinderhandys

Aus-getauscht: Auf Initiative des rheinland-pfaelzischen Jugendministeriums haben die Mobilfunkunternehmen T-Mobile, O2, e-plus, Vodafone, Mobilcom, Talkline und Debitel eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, um gegen Gewalt- und Pornovideos auf deutschen Kinderhandys vorzugehen. Dies berichtet die Netzeitung [43]. Die Unternehmen verpflichten sich demnach dazu, den Internetzugang und die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen von Kindern und Jugendlichen komplett zu sperren, wenn die Eltern dies wuenschen. Damit soll verhindert werden, dass Minderjaehrige Videos mit gewalttaetigem oder pornografischem Inhalt aus dem Internet auf ihr Handy laden und anschliessend untereinander austauschen koennen. Um Eltern ueber weitere Gefahren der Handynutzung aufzuklaeren, sollen in den kommenden Monaten auch kostenfreie Telefon-Hotlines und Info-Webseiten zum Thema eingerichtet werden. Mehr Infos ueber "Kinderschutz im Internet" gibt es auch auf der BSI-Webseite [44].

Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [45]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [46]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [47] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [48] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Computer und Internet bei Kindern hoch im Kurs

Nachwuchs im Netz: Laut der KidsVerbraucherAnalyse 2007 nutzen bereits ueber 80 Prozent der 10 bis 13-Jaehrigen regelmaessig einen Computer, bei den Sechs- bis Neunjaehrigen sind es immerhin schon 46 Prozent. Besonders beliebt ist mit 93 Prozent das Spielen am Computer, gefolgt vom Internet-Surfen mit 64 Prozent. Aber auch Textverarbeitung, Lexika- und Sprachsoftware sowie Lernprogramme werden etwa von jedem zweiten Kind verwendet. Fuer 77 Prozent der jungen User dient das Internet als Informationsquelle fuer die Schule, 57 Prozent nutzen E-Mails als Kommunikationsmittel. Etwa jedes zweite Kind verbringt Zeit in Chatrooms oder beschaeftigt sich mit Online-Spielen. Die Studie zeigt einmal mehr, welch grosse Rolle Computer und Internet fuer Kinder spielen. Damit ihre Kinder stets sicher im Netz unterwegs sind, haben wir fuer Sie Informationen zum Thema "Kinderschutz im Internet" auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter [49] zusammengestellt.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [50] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.

Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"

Keine Chance fuer Phisher & Co: Der Geldtransfer per Online-Banking wird immer beliebter. Aber mit dieser schnellen und praktischen Methode sind auch Risiken verbunden. Die Landesinitiative "secure-it.nrw" klaert in ihrer kostenfreien Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher" darueber auf, welchen Weg die Daten beim Online-Banking nehmen und an welchen Stellen Gefahren lauern. Ausserdem informiert sie ueber Moeglichkeiten, mit denen sich die Vorteile des Online-Bankings mit hoher IT-Sicherheit kombinieren lassen. Die Broschuere kann bei der Landesinitiative unter [51] bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Online-Banking finden sie auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [52].

Internetfibel fuer die Grundschule

Von Anfang an clever ins Netz: Im Internet surfen und chatten gehoert auch fuer die Juengsten mittlerweile schon zum Alltag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch Grundschulkinder ueber die Gefahren im Internet aufzuklaeren. Dazu hat die nordrhein-westfaelische Landesinitiative secure-it.nrw einen Leitfaden entworfen, der Lehrer und Eltern bei der Vermittlung von Internet-Kompetenz unterstuetzen soll. In dem Heft werden vier Themenbloecke bearbeitet: "Sicheres Passwort", "Chatten", "Suchmaschinen und Raubkopien" sowie "Viren, Wuermer und Trojaner". Ausserdem gibt es verschiedene Unterrichtsmaterialien und Uebungsblaetter zu den jeweiligen Themen. Der Leitfaden kann kostenlos unter [53] herunter geladen oder bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter [54]

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