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Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 21.06.2007 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Aktuelle Ereignisse werden von Cyberkriminellen gerne als Aufhaenger fuer Spam-Mails genutzt. Denn viele Anwender lassen sich  
durch vermeintlich sensationelle Fotos oder Videos dazu verleiten, auf E-Mail-Anhaenge zu klicken - die sich dann jedoch als 
Schaedlinge entpuppen. So infizierte beispielsweise der so genannte "Storm-Worm" Anfang des Jahres hunderte Rechner, da sich 
Empfaenger einer verseuchten E-Mail mit angeblich schockierenden Bildern des Sturms Kyrill locken 
liessen. Derzeit aktuell: Spam-Mails, die vermeintlich einen Link zum Kinotrailer des gerade angelaufenen Films "Fluch der 
Karibik 3" enthalten. Folgt man dem Link, wird jedoch ein Trojanisches Pferd auf den Rechner geladen.

Die Themen des neuen Newsletters:

  • 1. Tueckische TANs: Trojanisches Pferd versteckt sich in gefaelschten Paypal-Mails
  • 2. Verseuchtes Video: Wurm verbreitet sich ueber Youtube
  • 3. Frisch gepatcht: Microsoft veroeffentlicht wichtige Sicherheitsupdates
  • 4. Alles neu: Neue Versionen von OpenOffice.org, StarOffice und StarSuite schliessen Sicherheitslecks
  • 5. Schnell aktualisieren!: Sicherheitsluecken im VLC media player geschlossen
  • 6. Nicht mehr hilflos: Schwachstellen in HP-Notebook-Software beseitigt
  • 7. Wieder sicher chatten: Sicherheitsluecken im Yahoo-Messenger geschlossen
  • 8. Gefaehrliche Nachrichten: Update fuer Instant-Messenger Trillian
  • 9. Schutz fuer Schuetzer: Blue Coat schliesst Sicherheitsluecke in Webfilter
  • 10. Wer weiss Bescheid?: "Botnetze" bei Internetnutzern kaum bekannt
  • 11. Wie im Schlaraffenland: Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Trojanisches Pferd versteckt sich in gefaelschten Paypal-Mails

Tueckische TANs: Fuer Unruhe im Netz sorgen wieder einmal E-Mails, die vermeintlich von Paypal stammen sollen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [1]. In der Mail heisst es, dass mit Paypal jetzt auch Online-Banking moeglich sei. Um dieses so sicher wie moeglich zu gestalten, koenne man ab sofort TAN-Nummern fuer Transaktionen nutzen. Dazu befinde sich im Anhang ein spezieller TAN-Generator. Oeffnet der Empfaenger jedoch die angehaengte Datei, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Der Schaedling spioniert Paypal-Zugangsdaten und moeglicherweise weitere private Informationen aus. Empfaenger der Mail sollten keinesfalls den Anhang oeffnen, sondern die Mail umgehend loeschen. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden finden Sie auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [2].

Wurm verbreitet sich ueber Youtube

Verseuchtes Video: Ein neuer Schaedling namens "SpreadBanker.A" verbreitet sich derzeit ueber die Videotauschboerse Youtube, wie das IT-Sicherheitsunternehmen Panda Software [3] berichtet. Der Wurm versteckt sich in einer Videodatei mit dem Namen "sexogratis" oder "crackwindowsvista". Wird die Datei geoeffnet, installiert sich SpreadBanker.A auf dem Rechner. Dort protokolliert der Schaedling Bankdaten wie Passwoerter und PIN-Nummern sowie Zugangsinformationen zu Online-Spielen wie beispielsweise Warcraft oder Final Fantasy. Ausserdem blockt er die Webseiten von Virenschutz-Herstellern und erstellt Kopien seines Schadcodes, um sich ueber P2P-Filesharing-Applikationen weiter zu verbreiten. Nutzer sollten die Dateien keinesfalls oeffnen und die Antivirensoftware auf den aktuellen Stand bringen. Mehr Infos zu Wuermern gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [4].

Trojanisches Pferd tarnt sich als Kinotrailer

Falsche Piraten: Den Hype um den aktuellen Kinofilm "Fluch der Karibik 3" machen sich derzeit Spam-Versender zu Nutze: Sie verschicken E-Mails mit eingebetteten Links, die angeblich zum Trailer des Films fuehren sollen. Dies berichtet Panda Software Deutschland [5]. Werden die Links angeklickt, erscheint die Meldung auf dem Bildschirm, dass der benoetigte Video-Codec fehle, um den Film anschauen zu koennen. Unbemerkt installiert sich parallel dazu ein Trojanisches Pferd namens "Pirabbean.A" auf dem Rechner. Der Schaedling deaktiviert Sicherheitssoftware, laedt weiteren Schadcode aus dem Netz nach und spioniert private Daten aus. Empfaenger sollten keinesfalls den angegebenen Links folgen und generell die Virenschutzprogramme auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zum Thema Trojanische Pferde gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [6].

Schwachstelle in CD-Bonus-Software ermoeglicht Ausfuehren von Schadcode:

Gefaehrlicher Gratis-Download: Viele Musik CDs enthalten ein spezielles Programm mit dem Kaeufer ueber das Internet kostenloses Zusatzmaterial ueber den jeweiligen Kuenstler herunterladen koennen. Dieses Programm namens CDPass enthaelt jedoch eine Sicherheitsluecke in einem ActiveX-Modul, ueber die Angreifer Schadcode auf fremde Rechner schleusen und ausfuehren koennen. Dies berichtet das US-CERT [7]. Schon der Besuch einer manipulierten Webseite oder das Oeffnen einer E-Mail im HTML-Modus genuegt, um Rechner zu infizieren. Bislang gibt es keinen Patch, der den Fehler beseitigt. Nutzern wird dringend geraten, aktive Inhalte zu deaktivieren.

E-Mails mit vermeintlichem WMF-Patch in Umlauf

Nicht installieren!: Cyberkriminelle versenden derzeit gefaelschte E-Mails, die angeblich von Microsoft stammen sollen, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure [8]. In der Nachricht wird in englischer Sprache vor einer vermeintlich gefaehrlichen Sicherheitsluecke in WMF gewarnt. Um die Luecke zu schliessen, solle der Empfaenger ueber einen eingebetteten Link ein Sicherheitsupdate herunterladen. Wird der Link jedoch angeklickt, installiert sich stattdessen ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Nutzer sollten dem Link keinesfalls folgen und die Mail umgehend loeschen. Ausserdem sollte generell die Antivirensoftware auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Betrueger missbrauchen Online-Hilfswelle fuer entfuehrte Maddy

Skrupellos: Online-Kriminelle sind sich offensichtlich fuer keine Betrugsmasche zu schade: Derzeit versuchen sie, auf Kosten des in Portugal entfuehrten britischen Maedchens Maddy schnelles Geld zu machen. Die Betrueger faelschen zu diesem Zweck unterstuetzungs-Webseiten, auf denen Geld fuer die gross angelegte Suchaktion gesammelt wird. Auf diese Weise gelangen sie an vertrauliche Kontoinformationen von Spendern. Online-Betrueger versuchten in den letzten Jahren immer wieder als Trittbrettfahrer von Grossereignissen die Spendenbereitschaft der Internetnutzer zu missbrauchen, etwa im Zusammenhang mit dem Hurricane Katrina, dem Tsunami im Suedpazifik oder dem juengsten Libanonkrieg. Als generelle Empfehlung gilt: Setzen Sie auf etablierte Spendenorganisationen. Das Deutsche Zentralinstitut fuer soziale Fragen, DZI [9]bietet dazu Informationen auf seiner Webseite.

Hacker nutzen alte Luecken in QuickTime und WinZip

Spaetestens jetzt updaten!: Viele Computernutzer installieren wichtige Updates nicht. Diese Nachlaessigkeit machen sich die Programmierer von Computerschaedlingen immer wieder zu Nutze. Das IT-Sicherheitsunternehmen Symantec [10] berichtet von einem aktuellen Beispiel: Hacker installieren mithilfe manipulierter Webseiten Spionagesoftware auf fremden Computer. Sie nutzen dabei Schwachstellen in Apples Medienplayer QuickTime und in WinZip, einem Programm zur Datenkomprimierung, die die Hersteller schon Anfang des Jahres durch Patches geschlossen haben. Das BSI raet generell dazu, Software durch automatische Update-Services oder den regelmaessigen Besuch der Hersteller-Webseiten immer auf dem aktuellen Stand zu halten.

Pseudo-Google-Mails drohen Website-Betreibern mit Ausschluss

Raus bist du?: Wer eine Internetseite betreibt, egal ob privat oder gewerblich, fuer den ist eine Top-Reihung in populaeren Suchmaschinen wichtig. Um das zu erreichen, werden beispielsweise Suchbegriffe hinterlegt. Wer dabei unlauter vorgeht, erhaelt zuweilen eine Warnung - etwa vom Suchmaschinenbetreiber Google. Seit einigen Tagen ist allerdings eine Welle von gefaelschten derartigen Warn-E-Mails im Umlauf. Die Nachrichten enthalten als Anhaenge angeblich ein Programm, mit denen die Webseiten neu fuer die Internetsuche indexiert werden sollen. In Wahrheit handelt es sich dabei aber um sinnlose Dateien. In neueren Versionen dieses "Hoaxes" (Fachausdruck fuer Trickmails) koennen die Dateien aber auch moeglicherweise gefaehrliche Computerschaedlinge enthalten. Das BSI empfiehlt dringend, keine Anhaenge in verdaechtigen E-Mails zu oeffnen.

Zweifachbetrug mit falscher Abbuchung und Pseudo-Hotline

Doppelte Abzocke: Wenn Sie dieser Tage auf Ihren Kontoauszuegen eine Abbuchung einer Firma namens Payone/Kabelcom Ltd entdecken, dann sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Geldinstitut aufnehmen. Wie die Verbraucherzentrale Baden-Wuerttemberg [11] berichtet, buchen die Betrueger zunaechst Betraege in der Hoehe von 7,45 Euro unberechtigt ab. Auf dem Kontoauszug findet sich dann eine angebliche Servicenummer. Dort antwortet allerdings nur ein Tonband - und fuer den teuren Anruf (0,99 Euro pro Minute) zahlt das Opfer gleich noch ein zweites Mal. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei auffaelligen Kontobewegungen Kontakt mit dem Bankinstitut aufzunehmen und Strafanzeige zu erstatten.

Betrueger drohen mit angeblich eingeschleustem Trojaner

Gemeiner Hinterhalt: Dass Online-Kriminelle aktuelle Ereignisse gerne als "Aufhaenger" fuer ihre Trickmails nutzen, ist nichts Neues. Derzeit versenden Hacker Trojaner-E-Mails, die vermeintlich vom Landeskriminalamt Mainz oder vom Bundeskriminalamt stammen sollen und die Betreffzeilen wie z.B. "Onlinedurchsuchung", "Aktenzeichen" oder "Bericht" haben. Es wird behauptet, der PC der Empfaenger sei bereits von einem Trojaner durchsucht und illegale Software, Filme und Musikdateien auf dem Computer des Empfaengers seien sichergestellt worden. Es wuerde umgehend Anzeige gegen den Nutzer erstattet. Im Anhang der Mail befindet sich eine Datei, die angeblich Details zum Ermittlungsverfahren enthaelt. Wird diese jedoch geoeffnet, installiert sich ein Schaedling auf dem Rechner. Empfaenger sollten sich nicht verunsichern lassen und keinesfalls den Anhang oeffnen, sondern die Mail umgehend loeschen.

Schwachstellen im Word-Viewer

Gefaehrliche Aktivitaeten: Nutzer des Word-Viewers sollten derzeit besser auf den Einsatz dieses Werkzeugs verzichten: Wie Experten des IT-Sicherheitsunternehmens Secunia [12] berichten, kann schon alleine der Besuch einer manipulierten Webseite fuer eine gefaehrliche Infektion mit Computerschaedlingen ausreichen. Ein Patch zur Behebung der Luecke ist noch nicht vorhanden. Das BSI empfiehlt aus Sicherheitsgruenden generell, Aktive Inhalte wie etwa Viewer-Controls zu deaktivieren, auch wenn dadurch zahlreiche Webseiten nicht in vollem Umfang genutzt werden koennen.

Spam-Mail lockt mit Billig-Fluegen

Vermieste Urlaubsstimmung: Flugreisen online zu buchen ist praktisch und guenstig. Doch Vorsicht: Derzeit versenden Betrueger E-Mails unter der Absenderadresse "Air Berlin", die Empfaenger auf schaedliche Webseiten locken sollen. In der Nachricht werden guenstige Fluege angeboten, die man buchen koenne, wenn man dem angegebenen Link folge. Wird dieser angeklickt, landet der Empfaenger jedoch auf einer koreanischen Webseite - von der ein Schaedling auf den Rechner geladen wird. Dieser protokolliert private Daten wie PIN- und TAN-Nummern und leitet sie an die Betrueger weiter. Empfaengern wird geraten, dem Link keinesfalls zu folgen und die Mail umgehend zu loeschen.

Phishing-Programm taeuscht Windows-Aktivierung vor

Kredithaie: Von einer neuen Betrugsvariante der Datenfischer berichtet das Sicherheitsunternehmen Symantec [13]: Zunaechst wird - z.B. durch infizierte E-Mails - ein Trojanisches Pferd auf den Rechner eines Nutzers geladen. Dieses laesst eine gefaelschte Eingabemaske fuer eine angebliche Windows-Aktivierung erscheinen. Darauf werden Opfer dazu verleitet, ihre Kreditkartendaten einzugeben. Das BSI empfiehlt, derartige Aufforderungen zu ignorieren und generell auf die Aktualitaet der Virenschutzsoftware zu achten.

Kritische Schwachstelle in Adobe Photoshop und Corels Paint Shop Pro

Fotofalle: In den Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop und Paint Shop Pro wurde eine Sicherheitsluecke entdeckt, ueber die Angreifer schaedlichen Programmcode auf fremde Rechner schleusen koennen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [14]. Fuer eine Infektion ist bereits das Oeffnen einer manipulierten PNG-Datei ausreichend. Betroffen sind Photoshop CS2, CS3 sowie Elements Version 5.0 fuer Windows, ausserdem Paint Shop Pro Version 11.20 sowie moeglicherweise weitere Versionen. Bislang stehen keine Updates bereit, die den Fehler beseitigen. Nutzern wird geraten, keine PNG-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen.

Online-Betrueger drohen mit Anzeige und Schufa-Eintrag

Nicht einschuechtern lassen!: Cyberkriminelle versenden derzeit Spam-Mails, in denen sie den Empfaengern mit einer Strafanzeige und einem Schufa-Eintrag drohen, berichtet die IT-News-Seite Heise [15]. Der Nutzer habe kostenpflichtige Erotik-Angebote im Internet in Anspruch genommen, diese aber nicht bezahlt. Der "gerichtliche Streitwert" belaufe sich mittlerweile auf einen fuenf- bis sechsstelligen Betrag. Der Empfaenger wird aufgefordert, eine Gebuehr von 45 Euro auf das genannte Konto zu ueberweisen - sonst wuerde es zur Anzeige kommen. Das Perfide: Das angegebene Konto gehoert einem Kunden der Sparkasse Koblenz, der mit den Betrugsversuchen vermutlich gar nichts zu tun hat. Nach Einschaetzung der Bank sei das eigentliche Ziel der Spam-Versender, dem Inhaber dieses Kontos zu schaden. Empfaenger der Mails sollten der Zahlungsaufforderung keinesfalls nachkommen und die Mail sofort loeschen.

Angebliche Anwaltskanzlei fordert vermeintlich offene Rechnung ein

Dreiste Drohung: Das Buerger-CERT warnt vor weiteren, derzeit massiv im Netz kursierenden E-Mails, die mit einer vermeintlichen Strafanzeige die Nutzer verunsichern wollen. Die E-Mails mit dem Betreff "Erstattung einer Anzeige" bergen allerdings ein Trojanisches Pferd im Anhang. Der angebliche Absender ist eine Anwaltskanzlei, die den Empfaenger dazu auffordert, eine hohe Summe auf genanntes Konto zu ueberweisen. Angeblich habe man kostenpflichtige Internetdienste in Anspruch genommen, diese aber nicht gezahlt. Zu der Rechnungssumme wuerden ausserdem noch Anwaltsgebuehren faellig. Die Originalrechnung koenne man im Anhang einsehen - man solle sie unbedingt als wichtiges Dokument aufbewahren. Oeffnet der Empfaenger jedoch die in dem angehaengten ZIP-Archiv enthaltene Datei, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Nutzer sollten weder den Anhang oeffnen noch auf die gestellten Forderungen eingehen, sondern die Mail umgehend loeschen.

Schwachstelle in Skype entdeckt

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Derzeit verbreitet sich ein Wurm namens "Pykse" im World Wide Web, der es auf Skype-Anwender abgesehen hat. Dies berichtet das Virenschutzunternehmen F-Secure [16]. Ist ein Rechner mit dem Schaedling infiziert, schaltet dieser die Software in den "Do not disturb"-Modus - und der Nutzer ist fuer Anrufer nicht mehr zu erreichen. Ausserdem verschickt "Pykse" Nachrichten mit einem Link an alle Kontakte des Anwenders. Wird dieser angeklickt, installiert sich der Schaedling auf dem Rechner. Nutzern wird geraten, die Anti-Virensoftware stets auf dem aktuellen Stand zu halten.


SCHUTZMASSNAHMEN:

Microsoft veroeffentlicht wichtige Sicherheitsupdates

Frisch gepatcht: Zum monatlichen Patchday veroeffentlicht Microsoft mehrere Updates, die verschiedene Sicherheitsluecken schliessen. Betroffen ist unter anderem Microsoft Office 2003: Ueber praeparierte Visio-Dokumente (.vss, .vsd oder.vst-Dateien) ist es Angreifern moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen. Ausserdem werden insgesamt sechs Schwachstellen im Internet Explorer geschlossen. Nutzer sollten die Updates MS07-030 bis MS07-035 schnellstmoeglich installieren. Sie stehen auf der Microsoft-Seite [17] zum Download bereit und werden ueber die automatische Update-Funktion verteilt.

Neue Versionen von OpenOffice.org, StarOffice und StarSuite schliessen Sicherheitslecks

Alles neu: Ueber Sicherheitsluecken in der Software OpenOffice.org, StarOffice sowie StarSuite ist es Hackern moeglich, Schaedlinge auf fremde Rechner zu schmuggeln. Dazu genuegt das Oeffnen von manipulierten Dokumenten - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen. Betroffen sind die OpenOffice-Versionen vor 2.2.1 sowie die StarOffice/StarSuite-Versionen 6, 7 und 8, moeglicherweise auch aeltere. Das BSI raet Anwendern dazu, die Software schnellstmoeglich zu aktualisieren. Die aktuelle OpenOffice.org-Version 2.2.1 steht unter http://de.openoffice.org/ zum Download bereit. Patches fuer StarOffice und StarSuite koennen bei Sun [18] heruntergeladen werden.

Sicherheitsluecken im VLC media player geschlossen

Schnell aktualisieren!: Die neue Version 0.8.6c des VLC media players schliesst einige kritische Schwachstellen der Vorgaengerversionen, ueber die Angreifer schaedliche Software auf fremde Rechner laden koennen. Dazu genuegt das Oeffnen einer speziell praeparierten Multimedia-Datei. Das BSI raet Anwendern dazu, die aktuelle Version 0.8.6c des Players umgehend zu installieren. Das Programm kann auf der Herstellerseite [19] heruntergeladen werden.

Schwachstellen in HP-Notebook-Software beseitigt

Nicht mehr hilflos: Auch Notebooks bleiben nicht vor Schaedlingen verschont: Ueber Sicherheitsluecken in der HP-Notebook-Software "Help and Support Center" ist es Fremden moeglich, beliebigen Schadcode auf Laptops zu schleusen. Betroffen sind alle Versionen vor 4.4.C. Die Software befindet sich standardmaessig auf allen HP- und HP-Compaq-Notebooks mit Windows-XP-Betriebssystem. Nutzer sollten umgehend die aktuelle Version des Programms installieren. Dieses kann bei HP [20] heruntergeladen werden.

Sicherheitsluecken im Yahoo-Messenger geschlossen

Wieder sicher chatten: Ueber kritische Schwachstellen im Messenger von Yahoo ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremden Rechnern zu starten. Dazu genuegt der Besuch einer manipulierten Webseite. Betroffen ist die Version 8.1.0.249, moeglicherweise jedoch auch aeltere. Das BSI raet Nutzern dazu, die aktuelle Version des Messengers umgehend zu installieren, da die Luecken bereits aktiv ausgenutzt werden. Herunterzuladen ist das Programm bei Yahoo unter http://messenger.yahoo.com/download.php.

Update fuer Instant-Messenger Trillian

Gefaehrliche Nachrichten: Mithilfe von praeparierten Textnachrichten ist es Hackern moeglich, ueber den Instant-Messenger Trillian beliebigen Schadcode auf Rechner zu schmuggeln. Die aktuelle Version der Software 3.1.6.0 schliesst die Sicherheitsluecke. Nutzer sollten das Programm schnellstmoeglich aktualisieren. Herunterzuladen ist Trillian 3.1.6.0 auf der Webseite des Herstellers Cerulean Studios [21].

Blue Coat schliesst Sicherheitsluecke in Webfilter

Schutz fuer Schuetzer: In der kostenlosen Jugendschutz-Software K9 Web Protection wurde eine Schwachstelle entdeckt, die Angreifern als Einfallschleuse fuer Schaedlinge dienen kann. Dazu genuegt schon der Besuch einer Webseite, auf der sich manipulierte Links befinden. Mit Version 3.2.44 wurde die Luecke geschlossen. Nutzer sollten die aktuelle Version schnellstmoeglich installieren. Auf der Blue Coat-Webseite [22] steht das Programm zum Download bereit.

Mozilla schliesst mehrere Sicherheitsluecken

Rundumschlag: In den Mozilla-Produkten Firefox, Thunderbird und Sea Monkey sind verschiedene Schwachstellen behoben worden. Ueber die Sicherheitsluecken war es moeglich, die Programme zum Absturz zu bringen, unbemerkt Kommandos auf dem Computer auszufuehren oder Informationen auszuspaehen. In den nun veroeffentlichten Versionen 2.0.0.4 bzw. 1.5.0.12 von Firefox, 2.0.0.4 bzw. 1.5.0.12 von Thunderbird sowie 1.1.2 bzw. 1.0.9 von Seamonkey wurden die Loecher geschlossen. Detailinformationen finden Sie auf den Seiten des Buerger-CERT http://www.buerger-cert.de/techwarnung_archiv.aspx?param=48cHquSuQhRFmd4TQxEooQ%253d%253d].

F-Secure veroeffentlicht Sicherheits-Updates

Lahmgelegt: Ueber vier Schwachstellen in verschiedenen Antivirenprodukten des Sicherheitsunternehmens F-Secure [23] ist es Angreifern moeglich, Schaedlinge auf fremden Rechner zu installieren oder die Anwendung zum Absturz zu bringen. Das Unternehmen veroeffentlicht daher diverse Sicherheitsupdates. Die Produkte F-Secure Internet Security und Anti-Virus in den Versionen 2005, 2006 sowie 2007 werden automatisch ueber den Update-Mechanismus der Programme aktualisiert. Fuer alle anderen Produkte sollten die Updates schnellstmoeglich manuell heruntergeladen werden. Eine Liste der bereitgestellten Patches finden Anwender auf den folgenden F-Secure-Webseiten http://www.f-secure.com/security/.

Schwachstellen in Antivirenloesungen von Avira

Wichtige Updates!: Der Hersteller Avira [24] hat mehrere Sicherheitsluecken in seinem Virenscanner AntiVir geschlossen, die von Angreifern ausgenutzt werden konnten, um schadhaften Programmcode einzuschleusen. Dazu genuegte bereits das Empfangen eines manipulierten E-Mail-Anhangs. Ueber die automatische Update-Funktion wurden bereits Patches zur Behebung der Probleme verteilt. Falls Ihre AntiVir-Installation nach dem 30.05. noch kein Update durchgefuehrt hat, so holen Sie dies bitte schnellstmoeglich nach.

Sicherheitsupdate fuer Mac OS X veroeffentlicht

Heute schon gepatcht?: Mit dem Update 2007-005 schliesst Apple verschiedene Sicherheitsluecken im Betriebssystem MAC OS X. Die Schwachstellen koennen von Angreifern ausgenutzt werden, um die Systemrechte von lokalen Nutzern zu erweitern, schaedliche Software auf fremde Rechner zu laden, private Daten auszuspionieren oder Anwendungen zum Absturz zu bringen. Das Buerger-CERT raet Anwendern dazu, die Aktualisierung schnellstmoeglich ueber die integrierte Update-Funktion vorzunehmen. Alternativ kann der Patch auch von der Apple-Download-Seite [25] heruntergeladen werden.

Updates fuer Sun Java-Versionen veroeffentlicht

Die Sonne scheint wieder: Sun Microsystems stellt Updates fuer einige Java-Softwareprodukte zur Verfuegung. Ueber zwei Sicherheitsluecken ist es Angreifern moeglich, Anwendungen zum Absturz zu bringen oder private Daten auszuspionieren. Moeglicherweise kann auch schaedlicher Programmcode auf fremde Rechner geladen werden. Dazu genuegt beispielsweise der Besuch einer Webseite, die manipulierte Java-Programme enthaelt. Betroffen sind Sun JDK und JRE 6, Sun JDK und JRE 5.0 Update 10 und aeltere Versionen, Sun SDK und JRE bis einschliesslich Version 1.4.2_14 sowie Sun SDK und JRE bis einschliesslich Version 1.3.1_20. Nutzern wird geraten, die Software schnellstmoeglich auf die aktuellen Versionen 6 Update 1 oder 5.0 Update 12 zu aktualisieren. Die Patches koennen ueber die integrierte Update-Funktion oder manuell von der Sun-Webseite [26] eingespielt werden.

Sicherheitsluecken in Apples QuickTime geschlossen

Wieder dicht: Apple beseitigt mit einem Update zwei Schwachstellen in seinem Multimedia-Programm QuickTime. Ueber die Sicherheitsluecken ist es Angreifern moeglich, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und private Daten auszuspionieren. Dazu genuegt schon der Besuch einer manipulierten Webseite. Betroffen sind die Apple QuickTime Version 7.1.6 sowie moeglicherweise auch aeltere Versionen. Das BSI raet Nutzern dringend dazu, das Update fuer Windows ueber die Funktion "Apple Software-Update" zu installieren oder es manuell von der Apple-Webseite [27] herunterzuladen. Fuer Mac OS X-Anwender laesst sich das Update bereits ueber die Funktion "Software-Aktualisierung" installieren.

Avira stellt Support fuer Windows 98 und ME ein

Im Stich gelassen: Immer noch nutzen viele Menschen weltweit das vor knapp zehn Jahren eingefuehrte Microsoft-Betriebssystem Windows 98 sowie dessen Nachfolgeprodukt Windows Millenium Edition (ME). Der Support der Firma Microsoft fuer diese Betriebssysteme ist jedoch schon seit laengerer Zeit ausgelaufen. Auch Avira wird ab Juli 2007 keine Aktualisierungen mehr fuer die Windows 98 und ME Version der Virenschutzloesung Avira AntiVir zur Verfuegung stellen. Das Buerger-CERT empfiehlt aus Sicherheitsgruenden den Umstieg auf neuere Betriebssysteme.

CA stellt Sicherheitsupdates bereit

Wieder gesund: Das Sicherheitssoftwareunternehmen Computer Associates [28] hat ein Update veroeffentlicht, mit dem zwei kritische Sicherheitsluecken in verschiedenen CA-Produkten geschlossen werden. Die Schwachstellen koennen von Angreifern als Einfallsschleuse fuer Schaedlinge genutzt werden. Je nach eingesetzter Software ist dazu noch nicht einmal eine Aktion seitens des Nutzers - wie beispielsweise das Oeffnen eines manipulierten E-Mail-Anhangs - notwendig. CA stellt das Update 30.6 zur Verfuegung, das den Fehler behebt. Der Patch wird automatisch ueber die integrierte Update-Funktion verteilt.

Browser Opera beseitigt Schwachstelle in Windows-Version

Missklaenge: Der Download-Manager des Internetbrowsers Opera weist in der Version fuer Windows eine Luecke auf. Die Luecke wird mit der Neuversion 9.21 beseitigt, die Opera auf seiner Webseite unter http://www.opera.com/download zum Download bereit stellt. Die Installation des Updates wird dringend empfohlen - ungeschuetzte Rechner koennten von Angreifern mit Schadsoftware infiziert werden.


PRISMA:

"Botnetze" bei Internetnutzern kaum bekannt

Wer weiss Bescheid?: Laut einer Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec [29] kennen die meisten Internetnutzer die Bedeutung von "Botnetz" bzw. "Bot" nicht. Ganze 62,4 Prozent der 1000 befragten Internetnutzer wussten mit den Begriffen nichts anzufangen. Unterschiede lassen sich jedoch in den verschiedenen Altersgruppen feststellen: Waehrend ueber die Haelfte der 14 bis 29-Jaehrigen "Botnetze" kennen, sind es bei den ueber 50-Jaehrigen nur 20 Prozent. Auch bei den Geschlechtern variieren die Ergebnisse. Waehrend kaum ein Drittel der befragten Frauen die Begriffe einzuordnen wusste, kannten sich immerhin 45,5 Prozent der Maenner aus. Falls Sie Wissensluecken rund um das Thema Botnetze haben sollten, koennen Sie sich auf den Seiten des BSI [30] informieren.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [31] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.

Daten auf Laptops werden zu selten verschluesselt

Risikofaktor Verlust: Natuerlich ist es aeusserst wichtig, Computer vor elektronischen Angriffen zu schuetzen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass es auch "ganz reale" Gefahren gibt. So zeigt eine Studie des Sicherheitunternehmens [EXTERNLINKS||Symantec||http://www.symantec.de]] jetzt auf, dass ca. 42 Prozent aller Datenverluste in Unternehmen dadurch entstehen, dass mobile Geraete wie Laptops oder Smartphones gestohlen werden oder verloren gehen. Zu besonderen Risikozonen zaehlen Autos, Flughaefen und Zuege - und das eigene Buero. Das BSI empfiehlt, wichtige Daten auf Mobilgeraeten zu verschluesseln. Damit wird ihr Missbrauch ausgeschlossen oder zumindest deutlich erschwert. Naehere Informationen zur Verschluesselung finden Sie auf der Webseite BSI-FUER-BUERGER [32].

Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"

Keine Chance fuer Phisher & Co: Der Geldtransfer per Online-Banking wird immer beliebter. Aber mit dieser schnellen und praktischen Methode sind auch Risiken verbunden. Die Landesinitiative "secure-it.nrw" klaert in ihrer kostenfreien Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher" darueber auf, welchen Weg die Daten beim Online-Banking nehmen und an welchen Stellen Gefahren lauern. Ausserdem informiert sie ueber Moeglichkeiten, mit denen sich die Vorteile des Online-Bankings mit hoher IT-Sicherheit kombinieren lassen. Die Broschuere kann bei der Landesinitiative unter http://www.secure-it.nrw.de/material/fitra.php bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Online-Banking finden sie auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [33].

Alle 39 Sekunden ein Computerangriff

Unter Dauerbeschuss: Zu einem interessanten Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Universitaet Maryland: Computer mit Internetzugang werden statistisch alle 39 Sekunden angegriffen - das sind im Durchschnitt 2244 Hacker-Angriffe pro Tag. Es zeigte sich, dass die meisten Angreifer mit automatisierten Woerterbuch-Skripten arbeiten, um Zugriff auf fremde Rechner zu erlangen. Dabei werden automatisch Listen mit gebraeuchlichen Nutzernamen und Passwoertern "ausprobiert" - und das auf tausenden Computern gleichzeitig. In 43 Prozent der Angriffs-Faelle wurde der Nutzername gleichzeitig auch als Passwort eingegeben. Haben die Angreifer die Zugangsdaten einmal geknackt, laden sie in den meisten Faellen Schadsoftware auf den betroffenen Rechner oder schliessen ihn an ein Bot-Netz an. Die Studie zeigt erneut, wie wichtig es ist, bei der Auswahl von Nutzername und Kennwort gewissenhaft vorzugehen. Tipps dazu finden Sie auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [34].

Internetfibel fuer die Grundschule

Von Anfang an clever ins Netz: Im Internet surfen und chatten gehoert auch fuer die Juengsten mittlerweile schon zum Alltag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch Grundschulkinder ueber die Gefahren im Internet aufzuklaeren. Dazu hat die nordrhein-westfaelische Landesinitiative secure-it.nrw einen Leitfaden entworfen, der Lehrer und Eltern bei der Vermittlung von Internet-Kompetenz unterstuetzen soll. In dem Heft werden vier Themenbloecke bearbeitet: "Sicheres Passwort", "Chatten", "Suchmaschinen und Raubkopien" sowie "Viren, Wuermer und Trojaner". Ausserdem gibt es verschiedene Unterrichtsmaterialien und Uebungsblaetter zu den jeweiligen Themen. Der Leitfaden kann kostenlos unter http://www.secure-it.nrw.de herunter geladen oder bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm


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