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IT-Sicherheit

22.06.2011

Die Ferienzeit naht und viele geniessen es, auch im Urlaub schnell online gehen zu koennen - WLAN-Hotspots in Hotels, Flughaefen oder Bahnhoefen machen es moeglich. Doch Vorsicht: Auf manche Aktivitaeten wie Online-Shopping oder Ueberweisungen per Internet sollte man auf Reisen besser verzichten. Da die WLAN-Zugaenge meist nicht gesichert sind, haben Betrueger leichtes Spiel. So koennen etwa persoenliche Daten ausgelesen oder Schadcode eingeschleust werden. Tipps fuer den sicheren Urlaub stellt das BSI auf seiner BSI-Seite zur Verfuegung.

09.06.2011

Im Jahr 2010 kontrollierte die Plattform jugendschutz.net insgesamt 39.000 Internetangebote, wobei rund 6.000 unzulaessige Beitraege in Web 2.0-Anwendungen festgestellt wurden. Dies geht aus dem Jahresbericht 2010 der Organisation hervor. Bei den jugendgefaehrdenden Inhalten handelte es sich etwa um Videos, die zu gefaehrlichen Wuergespielen animieren, boesartige Geruechte in Communities oder rassistische Kommentare. In vier von fuenf Faellen in Deutschland konnten Verstoesse durch Kontakte zu Providern schnell beseitigt werden. Im Jahr 2010 gingen bei jugendschutz.net mehr als 10.000 Hinweise aus der Bevoelkerung ein.

26.05.2011

Schnell unterwegs den Kalender checken, Kontakte aufrufen, Fotos ueber Online-Plattformen ansehen - all das ist mittlerweile fuer viele zum Alltag geworden. Wie wichtig es ist, dass das Sicherheitsbewusstsein im gleichen Masse ansteigt wie die Nutzung solcher Services, macht die juengste Unruhe rund um Googles Betriebssystem Android wieder deutlich. Eine Schwachstelle der Software erlaubt es Fremden, einfach in offene WLANs einzudringen, dort mitzulesen oder gar Daten zu manipulieren. Ein Problem, das keineswegs neu ist. Die unverschluesselte Kommunikation bei Android rund um Apps und Mails hat schon oefter Kritiker auf den Plan gerufen.

BSI-Gesetz

Inhaltsverzeichnis

Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

  • Seien Sie zurueckhaltend mit der Preisgabe persoenlicher Informationen!

Tipp 1: Nicht alles, was Sie ueber sich wissen, muessen andere Menschen wissen. Ueberpruefen Sie kritisch, welche privaten Daten Sie "oeffentlich" machen wollen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass immer mehr Arbeitgeber Informationen ueber Bewerber im Internet recherchieren. Auch Headhunter, Versicherungen oder Vermieter koennten an solchen Hintergrundinformationen interessiert sein.

  • Erkundigen Sie sich ueber die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz!

Tipp 2: Mit beidem sollten Sie sich gruendlich vertraut machen - und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie unbedingt die verfuegbaren Optionen des sozialen Netzwerks, mit denen die von Ihnen eingestellten Informationen und Bilder nur eingeschraenkt "sichtbar" sind: Sollen nur Ihre Freunde Zugriff darauf haben oder auch die Freunde Ihrer Freunde oder alle Nutzer?

  • Seien Sie waehlerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden!

Tipp 3: Bei Personen, die Sie nicht aus der "realen" Welt kennen, sollten Sie kritisch pruefen, ob Sie diese in Ihre Freundesliste aufnehmen wollen. Der oder die Unbekannte koennte auch boeswillige Absichten haben. Kriminelle koennten zum Beispiel ausspionieren, wann Ihre Wohnung leer steht. "Unechte Profile" werden nachweislich dazu genutzt, Personen zu schaden - sei es aus Rache, Habgier oder anderen Beweggruenden.

  • Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft ueber das soziale Netzwerk kontaktieren.

Tipp 4: Dafuer koennen Sie sich meistens direkt an die Betreiber des jeweiligen sozialen Netzwerkes wenden. Diese koennen der Sache nachgehen und gegebenenfalls das unserioese Profil loeschen. In besonderen Faellen sollten Sie auch die Polizei fuer eine Strafverfolgung informieren.

  • Verwenden Sie fuer jedes soziale Netzwerk ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

Tipp 5: Seien Sie sich aber auch darueber bewusst, dass Ihre Daten auf fremden Rechnern gespeichert sind. Das heisst die Sicherheit Ihrer Daten haengt nicht nur von Ihnen ab, sondern auch von den Betreibern des sozialen Netzwerks: wird deren Server gehackt, sind Ihre Daten nicht mehr sicher. Wenn Missbrauch bekannt wird, informieren Sie auch Ihre Freunde.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen ueber Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

Tipp 6: Berufliche Informationen haben in sozialen Netzwerken nichts verloren. Auch Wirtschaftsspione haben soziale Netzwerke fuer sich entdeckt und versuchen dort, wertvolle Informationen abzuschoepfen. Das kann Ihre Firma Geld und Sie den Job kosten.

  • Pruefen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern und Texten einraeumen!

Tipp 7: Keine Leistung ohne Preis: Die Eintrittskarte in soziale Netzwerke kostet Sie die Preisgabe von Informationen. Viele Firmen sind bereit, fuer diese Daten Geld zu bezahlen, um gezielt Werbung verschicken zu koennen. Geben Sie den sozialen Netzwerken die Rechte an Ihren Bildern, koennen diese theoretisch von den Betreibern weiterverkauft werden. Pruefen Sie auch, ob das gewaehrte Nutzungsrecht womoeglich bestehen bleibt, wenn Sie Ihr Profil loeschen.

  • Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich ausserhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswuerdigkeit dieser Nachricht!

Tipp 8: Identitaetsdiebstahl ist ein Risiko des digitalen Zeitalters. Eine fremde Person kann mit Hilfe eines gehackten Accounts, eine fremde Identitaet uebernehmen und deren Freunde taeuschen. Betrueger koennen zum Beispiel Nachrichten verschicken, in denen sie eine Notsituation beschreiben und um finanzielle Hilfe bitten. Mit Hilfe des angelesenen Wissens ueber die gestohlene Identitaet kann dabei die Vertrauenswuerdigkeit untermauert werden.

  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstaerkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Tipp 9: Auf einen Link ist schnell geklickt. Aber Vorsicht: die Zieladresse koennte eine gefaelschte Startseite eines sozialen Netzwerkes sein. Geben Sie dort Ihren Benutzernamen und Kennwort ein, werden die Daten direkt an die Betrueger weitergeleitet. Besonders beliebt sind bei solchen Attacken so genannte Kurz-URLs, bei denen der Nutzer die eigentliche Zieladresse nicht erkennen kann.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern ueber deren Aktivitaeten in sozialen Netzwerken und klaeren Sie sie ueber die Gefahren auf!

Tipp 10: Viele Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht bewusst, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern - Spass geht ihnen haeufig vor Sicherheit. Die Staerkung der "Medienkompetenz" ist eine neue Aufgabe, die Eltern in der Erziehung uebernehmen muessen. Aber auch mit anderen Familienangehoerigen und Freunden sollten Sie sich ueber Risiken und Bedenken austauschen.

  • Das Netz vergisst nichts

Fazit: Informationen, die Sie ueber soziale Netzwerke verbreiten, bleiben fuer immer im Netz. Selbst wenn Sie Ihren Account loeschen, so ist es doch fast unmoeglich, Verlinkungen und Kommentare in anderen Profilen zu entfernen. Veroeffentlichen Sie also keine Informationen, bei denen es Ihnen spaeter leid tun koennte.

  • IT-Sicherheit ist Datensicherheit

Fazit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwuenschten Angreifern absichern. Ob Sie alle noetigen Massnahmen fuer den Basisschutz getroffen haben, koennen Sie anhand einer Checkliste auf der BSI-Web-Seite ueberpruefen.

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Extraausgabe

- 30.06.2011 Massive Spamwelle

Cyberkriminelle verbreiten neue Variante des Banking-Trojaners "ZeuS"

Das Bundesamt fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist darauf hin, dass derzeit in grossem Umfang Spam-Mails zur Verbreitung einer neuen Variante des Online-Banking-Trojaners "ZeuS" versendet werden.

Die in nahezu fehlerfreiem Deutsch verfassten E-Mails sollen den Empfaenger dazu verleiten, einen in der E-Mail enthaltenen Link anzuklicken. Ueber den Link wird eine Datei mit Namen "Konto055.zip" aus dem Internet heruntergeladen, welche den ZeuS-Trojaner enthaelt.

Die Betreffzeilen der Spam-Mails lauten unter anderem "Werkzeuge 425-736", "Die Zahlung 785-774" oder einfach nur "Antwort". Der Mailtext beginnt beispielsweise mit Formulierungen wie "Die Antwort auf Ihre Frage uber das Profil finden Sie auf unserer Webseite", "Der Gesetzentwurf muss bis zur nachsten Woche bezahlt werden" oder "Anbei senden wir Ihnen die Lizenzschlussel und die entsprechenden Downloadlinks fur folgende Produkte".

Die neue Schadprogramm-Variante wird derzeit erst von sehr wenigen Virenschutzprogrammen erkannt. Das BSI empfiehlt daher, derartige E-Mails umgehend zu loeschen und keinesfalls den darin angegeben Link anzuklicken bzw. die heruntergeladene Datei "Konto055.zip" zu oeffnen.

- 19.04.2011 Erpressungsversuche durch Schadsoftware

Verbreitung durch "Drive-by-Exploits": In einer Pressemitteilung vom 01.04.2011 warnen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt vor einer aktuellen Erpressungsvariante durch Schadsoftware. Die Infektion des PCs zeigt sich durch ein Pop-Up-Fenster, in dem der Nutzer zur Zahlung einer vermeintlichen "Strafe" aufgefordert wird. Andernfalls werde seine Festplatte geloescht. Die Taeter nutzen dabei rechtswidrig die Logos des Bundeskriminalamtes, der Bundespolizei und anderer Institutionen, wie zum Beispiel der Hersteller von Virenschutzprogrammen.

Die Verbreitung dieses Schadprogramms findet nach aktuellem Kenntnisstand durch so genannte "Drive-by-Exploits" statt. Dabei werden beim Surfen im Internet Schwachstellen im Betriebssystem oder einer Anwendungssoftware ausgenutzt, um ohne weitere Nutzerinteraktion schaedliche Programme auf dem PC zu installieren.

Nach der Infektion des PCs ist der Zugriff auf den Desktop blockiert. Im laufenden Betrieb kann das Schadprogramm daher nicht entfernt werden. Abhilfe ist durch die Verwendung einer so genannten "Rescue-CD" moeglich, wie sie von verschiedenen Herstellern von Antivirus-Software kostenfrei zur Verfuegung gestellt wird.

Nicht alle dieser Rescue-CDs entfernen das Schadprogramm jedoch vollstaendig und setzen die durch das Schadprogramm durchgefuehrten weiteren Modifikationen am Betriebssystem korrekt zurueck. Weitere Informationen hierzu koennen Sie bei den einzelnen Herstellern erfragen.

Nach aktuellem Kenntnisstand des BSI ist kostenfrei zumindest die vom Hersteller Kaspersky zum Download angebotene "Rescue Disk 10" in der Lage, die aktuelle Variante des Schadprogramms vollstaendig zu entfernen und weitere Modifikationen rueckgaengig zu machen. Informationen und Download "Kaspersky Rescue Disk 10".

Das Service-Center des Bundesamts fuer Sicherheit in der Informationstechnik steht fuer Fragen von Privatnutzern unter 01805-274100 (14 ct/Minute aus dem deutschen Festnetz) oder unter mail@bsi-fuer-buerger.de zur Verfuegung.

Angebliche Probleme mit der Lizenz des Betriebssystems: Eine weitere aktuelle Erpressungsvariante durch Schadsoftware sperrt den Benutzer von seinem System aus und fordert ihn auf, die Lizenz seines Betriebssystems ueberpruefen zu lassen. Dazu sei es notwendig, eine Telefonnummer im Ausland anzurufen, um einen Entsperrcode fuer seinen PC zu erhalten.

Auch hierbei handelt es sich um eine Erpressungsvariante, bei der die Taeter das bekannte Layout von Meldungen zur Lizenzierung des Betriebssystems Microsoft Windows nachbilden. Ruft ein Betroffener eine dieser Nummern an, entstehen hohe Telefonkosten, bis er einen Entsperrcode erhaelt, wie der Sicherheitsdienstleister F-Secure herausgefunden hat.

In diesem konkreten Fall koennen Betroffene auf einen teuren Anruf verzichten, und sich stattdessen mit dem fuer diese Schadsoftware generischen Freischaltcode 1351236 behelfen. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass der Zugriff auf den PC nach Eingabe dieses Freischaltcodes wieder moeglich ist.

In beiden Faellen jedoch gilt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Infektion zeitgleich auch noch weitere Schadsoftware auf dem PC installiert wurde. Daher empfiehlt das BSI, infizierte Systeme grundsaetzlich neu aufzusetzen oder eine Komplettsicherung (Backup) des PCs von einem Zeitpunkt vor der Infektion zurueck zu spielen.

Zum Schutz vor Infektionen durch Drive-by-Exploits sollten Anwender darauf achten, neben der Verwendung eines aktuellen Virenschutzprogramms zeitnah alle jeweils verfuegbaren Sicherheitsupdates fuer das Betriebssystem und Anwendungssoftware (wie beispielsweise Webbrowser, Acrobat Reader, Flash, Java, Multimedia-Player, usw.) zu installieren.

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Warnungen und aktuelle Informationen

  • Achtung, Geldwaesche!: Spamwelle zu "Testeinkaeufern" rollt durchs Netz
  • Patchday: Microsoft veroeffentlicht 16 Updates
  • Acrobat, Reader, Shockwave und Flash: Adobe schliesst zahlreiche Sicherheitsluecken
  • Aepfel updaten: Schwachstelle in Mac Office beseitigt
  • SP 2 installieren!: Support fuer Windows Vista SP 1 endet am 13. Juli
  • Durch die Hintertuer: Skype installiert Spiele-Software ohne Einwilligung des Nutzers
  • Nicht verunsichern lassen: Gefaelschte Firefox-Virenwarnungen installieren Scareware
  • Clickjacking-Angriff: Vorsicht vor Missbrauch bei neuen Google- und Twitter- Buttons
  • Achtung vor Spam-Mails: Hacker stehlen Daten von ueber 1 Million Neckermann-Gewinnspiel-Teilnehmern
  • Vorsicht, Datenfischer!: Betrueger missbrauchen Google-Doc-Formulare fuer Phishing-Angriffe
  • Smartphone-Sicherheit: Vermehrt Angriffe ueber Android-Apps
  • In neuem Glanz: Adobe schliesst Luecke in Flash
  • Abgeschaltet: Apple geht gegen Scareware fuer Mac OS X vor
  • Praeparierte Playlists: Neue Version des VLC-Medienspielers erschienen
  • Gefaehrliche Applets: Oracle schliesst Luecken in Java
  • Dunkle Wolke: Sicherheitsluecke in Open-Source-Cloud Eucalyptus geschlossen
  • Sicher bloggen: Schwachstellen in WordPress beseitigt

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Links zu IT-Themen

Computer-Glossar

BSI-Startseite

PRISMA

Nationales Cyber-Abwehrzentrum in Bonn offiziell eroeffnet

Viel zu tun: Am 16. Juni hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich offiziell das Nationale Cyber-Abwehrzentrum eroeffnet. Unter der Federfuehrung des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik und mit Beteiligung des Bundesamtes fuer Verfassungsschutz und des Bundesamtes fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat das Abwehrzentrum bereits im April seine Arbeit aufgenommen. Seit Juni wirken auch das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der Bundesnachrichtendienst sowie die Bundeswehr mit. Das Cyber-Abwehrzentrum wurde als gemeinsame Plattform zum schnellen Informationsaustausch und zur besseren Koordinierung von Schutz- und Abwehrmassnahmen gegen IT-Sicherheitsvorfaelle eingerichtet. (110622)

Infektionen ueber Windows Autorun-Funktion gehen zurueck

Erfolgreiches Update: Im Februar hat Microsoft Updates fuer Windows XP und Vista herausgegeben, um die Verbreitung von Malware ueber die Autorun-Funktion einzudaemmen. Seit dem Update werden Dateien und Programme auf USB-Sticks nicht mehr automatisch mit der Autorun-Funktion ausgefuehrt, so wie es vorher der Fall war. Im Jahr 2010 war die Autorun-Funktion vermehrt von Schadsoftware wie etwa "Conficker" ausgenutzt worden, um Systeme zu infizieren. Wie Microsoft berichtet, sind die Infektionsraten von Autorun-Malware seit dem Update bei XP-Systemen um 59 Prozent und bei Vista-Systemen um 74 Prozent zurueckgegangen. Bei Windows Vista mit Service Pack 2 hat sich die Infektionsrate nach dem Update sogar um 82 Prozent reduziert. (110622)

Pharma-Mails im Mai nach wie vor auf Platz eins

Spam-Report: Wie der E-Mail-Security-Report Juni des IT-Sicherheitsunternehmens eleven zeigt, lagen Pharma-Spam-Mails im Mai mit 39 Prozent nach wie vor unangefochten auf Platz eins der Spam-Themen. Gefaelschte Uhren belegten mit 17,6 Prozent den zweiten Platz. Deutlich zugenommen haben Casino-Mails, die mit 17,5 Prozent auf Platz drei landeten. Im April waren dieser Gruppe nur 6,3 Prozent zuzurechnen gewesen. Insgesamt waren die Monate April und Mail von relativ niedrigem Spam-Aufkommen gepraegt. Der Spam-Anteil sank im Mai sogar auf einen Rekordtiefstand von 78,7 Prozent. Im Februar lag der Anteil noch bei 94,6 Prozent. Das anhaltend niedrige Spam-Aufkommen wird von den Experten auf die Abschaltung des weltgroessten Botnetzes "Rustock" Mitte Maerz zurueckgefuehrt. (110622)

Immer mehr Verstoesse gegen den Jugendschutz im Web 2.0

Mobbing, Rassismus, Exekutionsvideos: Im Jahr 2010 kontrollierte die Plattform jugendschutz.net insgesamt 39.000 Internetangebote, wobei rund 6.000 unzulaessige Beitraege in Web 2.0-Anwendungen festgestellt wurden. Dies geht aus dem Jahresbericht 2010 der Organisation hervor. Bei den jugendgefaehrdenden Inhalten handelte es sich etwa um Videos, die zu gefaehrlichen Wuergespielen animieren, boesartige Geruechte in Communities oder rassistische Kommentare. In vier von fuenf Faellen in Deutschland konnten Verstoesse durch Kontakte zu Providern schnell beseitigt werden. Im Ausland konnte bei 80 Prozent der absolut unzulaessigen Faelle (etwa Kinderpornografie, Nazi-Propaganda und Exekutionsvideos) eine Loeschung der Beitraege erreicht werden. Bei jugendgefaehrdenden Inhalten lag die Quote bei etwa 33 Prozent. Im Jahr 2010 gingen bei jugendschutz.net mehr als 10.000 Hinweise aus der Bevoelkerung ein. Nutzer, die unzulaessige Inhalte im Internet finden, koennen diese bei jugendschutz.net unter der E-Mail-Adresse hotline@jugendschutz.net melden. (110609)

Ueberarbeitete Handreichung "Herausforderung Gewalt" erschienen

Gewaltpraevention an Schulen: Die Handreichung der Polizei "Herausforderung Gewalt" ist grundlegend ueberarbeitet worden und steht Lehrkraeften nun in aktualisierter Form zur Verfuegung, berichtet die Polizei-Praeventionsseite Polizei-Beratung. In der Publikation werden erfolgreiche Massnahmen zur Gewaltpraevention an Schulen vorgestellt. So umfasst sie nun auch Hinweise und Praeventionsansaetze zu neuen Erscheinungsformen von Gewalt unter jungen Menschen, wie Gewalt in den Neuen Medien oder Amoklaeufen. Interessenten koennen die Handreichung bei allen Landeskriminalaemtern bestellen oder von der Polizei-Beratungs-Webseite herunterladen. (110609)

Statistik 2010 zeigt dramatischen Anstieg der Internetkriminalitaet

Im Aufwind: Einen rasanten Anstieg der Straftaten im Internet dokumentiert die Polizeiliche Kriminalstatistik fuer das Jahr 2010, die am 20. Mai von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich praesentiert wurde. Waehrend demnach die polizeilich registrierte Kriminalitaet insgesamt gegenueber dem Jahr 2009 um zwei Prozent gesunken ist, verzeichnete die Internetkriminalitaet einen Zuwachs von 8,1 Prozent. Die Zahl der Straftaten mit dem Tatmittel Internet stieg damit auf den hoechsten je registrierten Wert. Von den 223.642 Straftaten, die in diesen Bereich fallen, waren mehr als 80 Prozent als Betrugsdelikte zu werten. Innerhalb dieser Kategorie ist wiederum der Warenbetrug die groesste Gruppe. Einen satten Anstieg von ueber 32 Prozent gab es auch bei Delikten, die das Ausspaehen und Abfangen von Daten betreffen. 15.190 Faelle waren in diesem Feld zu verzeichnen. Einblick in die Kriminalstatistik erhalten Sie auf der Webseite des Bundeskriminalamts. (110526)

Disneykonzern muss fuer Eingriff in Privatsphaere von Kindern zahlen

Autsch: Wie die Webseite PC-Mag berichtet, ist das zu Disney gehoerende Unternehmen Playdom zur Zahlung von drei Millionen US-Dollar verurteilt worden. Playdom entwickelt Online-Multiplayer-Spiele und betreibt 20 virtuelle Welten. Das Unternehmen hatte persoenliche Daten von hunderttausenden Kindern unter 13 Jahren oeffentlich gemacht, ohne die Erlaubnis der Eltern einzuholen. Dies ist ein Verstoss gegen den "Childrens Online Privacy Protection Act" (Gesetz zum Schutz der Online-Privatsphaere von Kindern). Playdom hatte es Kindern unter anderem ermoeglicht, ihren vollen Namen, ihre E-Mail-Adresse sowie ihren Wohnort in ihren Playdom-Profilen anzugeben. (110526)

Polizei legt deutschen Webshop-Betruegern das Handwerk

Offline: Bayerischen Fahndern ist ein Schlag gegen Online-Betrueger gelungen. Am 11. Mai durchsuchten mehr als 170 Polizeibeamte bundesweit 29 Haeuser und Bueros und verhafteten neun Tatverdaechtige. Dies meldet das Landeskriminalamt Bayern. Den mutmasslichen Taetern wird vorgeworfen, im Internet ueber verschiedene Online-Shops Waren gegen Vorkasse angeboten zu haben, jedoch die Ware nie geliefert zu haben. Es wird vermutet, dass die Verdaechtigen mit etwa 1.000 Finanzagenten in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz kooperierten und einen Schaden in Millionenhoehe verursacht haben. Die Polizei geht davon aus, dass rund 100.000 Personen geschaedigt wurden. Gegen die Tatverdaechtigen wurde eineinhalb Jahre lang ermittelt. (110526)

Die Lieblings-Fallen der Online-Kriminellen

Videos, Programm-Updates & Co.: Betrueger denken sich zwar immer neue Mittel und Wege aus, um Nutzer zu schaedigen, aber die "Lockmittel" bleiben haeufig die gleichen. Eine Studie von Panda Security hat nun die beliebtesten Koeder analysiert, mit denen Cyberkriminelle versuchen, Anwender in die Malware-Falle zu locken. Dazu wurden Webseiten analysiert, die von Hackern am haeufigsten fuer ihre Cyberangriffe genutzt werden. Auf Platz eins stehen dabei mit 25 Prozent Videos und multimediale Inhalte. Platz zwei belegen Installer und vermeintliche Programm-Updates (21,6 Prozent). Auf dem dritten Platz landen mit 16,5 Prozent so genannte "Cracks", mit denen man den Kopierschutz von Programmen entfernen kann und "Key Generators", die Passwoerter fuer Verschluesselungsmechanismen erstellen. Ebenfalls ganz weit vorne liegt die Verbreitung von Schadsoftware ueber Soziale Netzwerke: 16 Prozent der geblockten Seiten waren URLs zu Social Networks wie Facebook, MySpace oder Messenger. Weiter hinten im Ranking folgen eBooks (5,3 Prozent), P2P Downloads (4,2 Prozent) und Seiten mit pornografischen Inhalten (4,2 Prozent). (110414)

Webseite "Social Network Security" informiert ueber Sicherheitsluecken in sozialen Netzwerken

Facebook, XING & Co.: Auf der neuen Webseite Social Network Security werden Nutzer ueber Sicherheitsluecken in sozialen Netzwerken wie Facebook, XING und wer-kennt-wen informiert. Die Betreiber der Seite geben ausserdem Tipps rund um die Sicherheit in sozialen Netzwerken und fordern die Besucher der Seite dazu auf, selbst Sicherheitsluecken zu melden. Gleichzeitig appelliert Social Network Security aber auch an die Betreiber der Portale: Diese sollen sich der Gefahren bewusst werden und werden aufgefordert, die Gesamtsicherheit ihrer Angebote und somit auch die Sicherheit der Benutzerdaten zu steigern. Die Betreiber von Social Network Security moechten anonym bleiben. (110303)

Neue Webseite fuer Kinder und Eltern gestartet

surfen-ohne-risiko.net: Das Bundesfamilienministerium geht mit einem neuen Internetangebot fuer Eltern und Kinder online: Auf surfen-ohne-risiko koennen Familien sich ueber den sicheren Umgang mit dem World Wide Web informieren. Mithilfe eines speziellen Moduls ist es ausserdem moeglich, sich eine individuelle Startseite zu erstellen: Kindgerechte Nachrichten, Kinderchat, Kindermail, Surf-Tipps und Spiele koennen ganz einfach per Mausklick wie auf einer Magnetwand zusammengestellt werden. In verschiedenen Quizzes zu den Themenbereichen "Surfen", "Chatten" und "Spielen" koennen Kinder und Eltern ausserdem ihr eigenes Wissen testen. Kurzfilme zu den genannten Bereichen klaeren ueber verschiedene Gefahren auf. (110303)

Neue Broschuere rund um Rechtsfragen im Netz erschienen

Rechte und Pflichten: "Darf ich Fotos anderer Personen auf Facebook veroeffentlichen?", "Wie reagiere ich, wenn ich eine Abmahnung geschickt bekomme?" Diese und andere Fragen beantwortet die Broschuere "Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechte-Dschungel" der EU-Initiative klicksafe und des Online-Portals iRights.info. Die Experten klaeren in acht Themenschwerpunkten ueber Rechte und Pflichten auf, die man als Internetnutzer hat, und geben nuetzliche Tipps. Schwerpunkte sind beispielsweise Datenschutz in sozialen Netzwerken, Cyberbullying oder Internet-Downloads. Die Broschuere steht auf der Klicksafe-Seite als PDF zum Download bereit oder kann dort als Printversion bestellt werden. (101125)

Klicksafe ueberarbeitet Leitfaden zu Facebook-Sicherheitseinstellungen

Licht im Dunkel: Die EU-Initiative klicksafe hat ihren Leitfaden zur sicheren Nutzung des sozialen Netzwerks Facebook ueberarbeitet. Grund dafuer: Facebook hat die Einstellungen zur Privatsphaere fuer Nutzer geaendert. Trotz der verbesserten Moeglichkeiten ist die Nutzung der entsprechenden Optionen jedoch immer noch unuebersichtlich und erfordert zum Teil komplizierte Einstellungen. Klicksafe stellt nun eine aktualisierte Schritt-fuer-Schritt-Anleitung zur Verfuegung, die mit zahlreichen Screenshots und Praxisbeispielen versehen ist. Der Leitfaden steht auf der Klicksafe-Webseite als PDF-Dokument bereit. (101111)

Anti-Botnet-Beratungszentrum geht online

www.botfrei.de: Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) hat ein Anti-Botnet-Beratungszentrum eingerichtet. Internetnutzer, deren Rechner mit einem so genannten "Bot", also einem zentral fernsteuerbaren Botnetz-Schadprogramm, infiziert sind, finden auf der Internetseite Botfrei Hilfe. Dort gibt es Anleitungen und Programme, mit denen der Computer von den Schadprogrammen befreit werden kann. Eine telefonische Hotline unterstuetzt ausserdem Nutzer, die zusaetzliche Beratung benoetigen. Das Projekt wird vom BSI technisch unterstuetzt. Teilnehmende Internet-Zugangs-Provider informieren Kunden, deren Rechner vermutlich Teil eines Botnetzes sind - Betroffene selbst bemerken die Infektion in der Regel nicht. Auf botfrei.de finden Nutzer auch ausfuehrliche Informationen zur Vorbeugung und nachhaltigen Sicherung ihres Rechners. Mehr Infos zu Botnetzen gibt es auch auf der BSI-Webseite. (100930)

BSI-Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" online

Sicher shoppen: Das BSI hat einen neuen Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" veroeffentlicht. Die Zahl der Menschen, die im Internet einkauft, steigt stetig - im vergangenen Jahr hat fast die Haelfte der Deutschen Online-Shopping betrieben. Beim Einkauf im Netz lauern jedoch auch Gefahren: So hat jeder vierte deutsche Internetnutzer nach einer Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge schon einmal einen finanziellen Schaden im Web erlitten. Worauf muss ich also achten, wenn ich im Internet einkaufe? Welche Bezahlarten gibt es und wie sind sie sicherheitstechnisch zu bewerten? Das sind Fragen, die im Brennpunkt beantwortet werden. Der BSI-Brennpunkt steht auf der BSI-Webseite bereit. (100709)

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