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IT-Sicherheit

28.04.2011

Eine neue EU-Studie zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen soziale Netzwerke. 77 Prozent der 13- bis 16-Jaehrigen und 38 Prozent der 9- bis 12-Jaehrigen in der EU haben ein Profil bei einem Social Network. Dabei gibt ein Viertel der Kinder an, dass ihr Profil auf "oeffentlich" eingestellt ist. Bei einem Fuenftel dieser Kinder sind sogar Adresse oder Telefonnummer oeffentlich einsehbar. Und nur 56 Prozent der 11- bis 12-Jaehrigen wissen, wie man die Privatsphaere-Einstellungen auf der von ihnen genutzten Plattform aendert.

14.04.2011

Betrueger denken sich zwar immer neue Mittel und Wege aus, um Nutzer zu schaedigen, aber die "Lockmittel" bleiben haeufig die gleichen. Eine Studie von Panda Security hat nun die beliebtesten Koeder analysiert, mit denen Cyberkriminelle versuchen, Anwender in die Malware-Falle zu locken. Auf Platz eins stehen dabei Videos und multimediale Inhalte. Platz zwei belegen Installer und vermeintliche Programm-Updates. Auf dem dritten Platz landen so genannte "Cracks", mit denen man den Kopierschutz von Programmen entfernen kann und "Key Generators", die Passwoerter fuer Verschluesselungsmechanismen erstellen. Ebenfalls ganz weit vorne: Die Verbreitung von Schadsoftware ueber Soziale Netzwerke.

17.03.2011

Das so genannte "Cybermobbing", also das Beleidigen, Bedrohen oder Blossstellen von Personen ueber elektronische Medien, gehoert fuer viele Jugendliche mittlerweile zum Alltag. Aber nicht nur Teenager werden Opfer von Cybermobbing. Eine Umfrage des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter privaten Internetnutzern zeigt, dass auch Erwachsene von dieser neuen Gewaltform betroffen sind. In einer gemeinsamen Pressemitteilung des BSI und der Polizeilichen Kriminalpraevention heisst es, das zwoelf Prozent der Nutzer, die in mindestens einem sozialen Netzwerk aktiv sind, in diesem Zusammenhang schon einmal Opfer von Mobbing oder sexueller Belaestigung waren. Dabei handelt es sich vorwiegend um weibliche Nutzer zwischen 14 und 39 Jahren. Mehr Infos und Tipps zum Thema Cybermobbing gibt es auf der Polizei-Webseite.

BSI-Gesetz

Inhaltsverzeichnis

Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

  • Seien Sie zurueckhaltend mit der Preisgabe persoenlicher Informationen!

Tipp 1: Nicht alles, was Sie ueber sich wissen, muessen andere Menschen wissen. Ueberpruefen Sie kritisch, welche privaten Daten Sie "oeffentlich" machen wollen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass immer mehr Arbeitgeber Informationen ueber Bewerber im Internet recherchieren. Auch Headhunter, Versicherungen oder Vermieter koennten an solchen Hintergrundinformationen interessiert sein.

  • Erkundigen Sie sich ueber die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz!

Tipp 2: Mit beidem sollten Sie sich gruendlich vertraut machen - und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie unbedingt die verfuegbaren Optionen des sozialen Netzwerks, mit denen die von Ihnen eingestellten Informationen und Bilder nur eingeschraenkt "sichtbar" sind: Sollen nur Ihre Freunde Zugriff darauf haben oder auch die Freunde Ihrer Freunde oder alle Nutzer?

  • Seien Sie waehlerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden!

Tipp 3: Bei Personen, die Sie nicht aus der "realen" Welt kennen, sollten Sie kritisch pruefen, ob Sie diese in Ihre Freundesliste aufnehmen wollen. Der oder die Unbekannte koennte auch boeswillige Absichten haben. Kriminelle koennten zum Beispiel ausspionieren, wann Ihre Wohnung leer steht. "Unechte Profile" werden nachweislich dazu genutzt, Personen zu schaden - sei es aus Rache, Habgier oder anderen Beweggruenden.

  • Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft ueber das soziale Netzwerk kontaktieren.

Tipp 4: Dafuer koennen Sie sich meistens direkt an die Betreiber des jeweiligen sozialen Netzwerkes wenden. Diese koennen der Sache nachgehen und gegebenenfalls das unserioese Profil loeschen. In besonderen Faellen sollten Sie auch die Polizei fuer eine Strafverfolgung informieren.

  • Verwenden Sie fuer jedes soziale Netzwerk ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

Tipp 5: Seien Sie sich aber auch darueber bewusst, dass Ihre Daten auf fremden Rechnern gespeichert sind. Das heisst die Sicherheit Ihrer Daten haengt nicht nur von Ihnen ab, sondern auch von den Betreibern des sozialen Netzwerks: wird deren Server gehackt, sind Ihre Daten nicht mehr sicher. Wenn Missbrauch bekannt wird, informieren Sie auch Ihre Freunde.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen ueber Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

Tipp 6: Berufliche Informationen haben in sozialen Netzwerken nichts verloren. Auch Wirtschaftsspione haben soziale Netzwerke fuer sich entdeckt und versuchen dort, wertvolle Informationen abzuschoepfen. Das kann Ihre Firma Geld und Sie den Job kosten.

  • Pruefen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern und Texten einraeumen!

Tipp 7: Keine Leistung ohne Preis: Die Eintrittskarte in soziale Netzwerke kostet Sie die Preisgabe von Informationen. Viele Firmen sind bereit, fuer diese Daten Geld zu bezahlen, um gezielt Werbung verschicken zu koennen. Geben Sie den sozialen Netzwerken die Rechte an Ihren Bildern, koennen diese theoretisch von den Betreibern weiterverkauft werden. Pruefen Sie auch, ob das gewaehrte Nutzungsrecht womoeglich bestehen bleibt, wenn Sie Ihr Profil loeschen.

  • Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich ausserhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswuerdigkeit dieser Nachricht!

Tipp 8: Identitaetsdiebstahl ist ein Risiko des digitalen Zeitalters. Eine fremde Person kann mit Hilfe eines gehackten Accounts, eine fremde Identitaet uebernehmen und deren Freunde taeuschen. Betrueger koennen zum Beispiel Nachrichten verschicken, in denen sie eine Notsituation beschreiben und um finanzielle Hilfe bitten. Mit Hilfe des angelesenen Wissens ueber die gestohlene Identitaet kann dabei die Vertrauenswuerdigkeit untermauert werden.

  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstaerkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Tipp 9: Auf einen Link ist schnell geklickt. Aber Vorsicht: die Zieladresse koennte eine gefaelschte Startseite eines sozialen Netzwerkes sein. Geben Sie dort Ihren Benutzernamen und Kennwort ein, werden die Daten direkt an die Betrueger weitergeleitet. Besonders beliebt sind bei solchen Attacken so genannte Kurz-URLs, bei denen der Nutzer die eigentliche Zieladresse nicht erkennen kann.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern ueber deren Aktivitaeten in sozialen Netzwerken und klaeren Sie sie ueber die Gefahren auf!

Tipp 10: Viele Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht bewusst, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern - Spass geht ihnen haeufig vor Sicherheit. Die Staerkung der "Medienkompetenz" ist eine neue Aufgabe, die Eltern in der Erziehung uebernehmen muessen. Aber auch mit anderen Familienangehoerigen und Freunden sollten Sie sich ueber Risiken und Bedenken austauschen.

  • Das Netz vergisst nichts

Fazit: Informationen, die Sie ueber soziale Netzwerke verbreiten, bleiben fuer immer im Netz. Selbst wenn Sie Ihren Account loeschen, so ist es doch fast unmoeglich, Verlinkungen und Kommentare in anderen Profilen zu entfernen. Veroeffentlichen Sie also keine Informationen, bei denen es Ihnen spaeter leid tun koennte.

  • IT-Sicherheit ist Datensicherheit

Fazit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwuenschten Angreifern absichern. Ob Sie alle noetigen Massnahmen fuer den Basisschutz getroffen haben, koennen Sie anhand einer Checkliste auf der BSI-Web-Seite ueberpruefen.

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Extraausgabe

- 19.04.2011 Erpressungsversuche durch Schadsoftware

Verbreitung durch "Drive-by-Exploits": In einer Pressemitteilung vom 01.04.2011 warnen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt vor einer aktuellen Erpressungsvariante durch Schadsoftware. Die Infektion des PCs zeigt sich durch ein Pop-Up-Fenster, in dem der Nutzer zur Zahlung einer vermeintlichen "Strafe" aufgefordert wird. Andernfalls werde seine Festplatte geloescht. Die Taeter nutzen dabei rechtswidrig die Logos des Bundeskriminalamtes, der Bundespolizei und anderer Institutionen, wie zum Beispiel der Hersteller von Virenschutzprogrammen.

Die Verbreitung dieses Schadprogramms findet nach aktuellem Kenntnisstand durch so genannte "Drive-by-Exploits" statt. Dabei werden beim Surfen im Internet Schwachstellen im Betriebssystem oder einer Anwendungssoftware ausgenutzt, um ohne weitere Nutzerinteraktion schaedliche Programme auf dem PC zu installieren.

Nach der Infektion des PCs ist der Zugriff auf den Desktop blockiert. Im laufenden Betrieb kann das Schadprogramm daher nicht entfernt werden. Abhilfe ist durch die Verwendung einer so genannten "Rescue-CD" moeglich, wie sie von verschiedenen Herstellern von Antivirus-Software kostenfrei zur Verfuegung gestellt wird.

Nicht alle dieser Rescue-CDs entfernen das Schadprogramm jedoch vollstaendig und setzen die durch das Schadprogramm durchgefuehrten weiteren Modifikationen am Betriebssystem korrekt zurueck. Weitere Informationen hierzu koennen Sie bei den einzelnen Herstellern erfragen.

Nach aktuellem Kenntnisstand des BSI ist kostenfrei zumindest die vom Hersteller Kaspersky zum Download angebotene "Rescue Disk 10" in der Lage, die aktuelle Variante des Schadprogramms vollstaendig zu entfernen und weitere Modifikationen rueckgaengig zu machen. Informationen und Download "Kaspersky Rescue Disk 10".

Das Service-Center des Bundesamts fuer Sicherheit in der Informationstechnik steht fuer Fragen von Privatnutzern unter 01805-274100 (14 ct/Minute aus dem deutschen Festnetz) oder unter mail@bsi-fuer-buerger.de zur Verfuegung.

Angebliche Probleme mit der Lizenz des Betriebssystems: Eine weitere aktuelle Erpressungsvariante durch Schadsoftware sperrt den Benutzer von seinem System aus und fordert ihn auf, die Lizenz seines Betriebssystems ueberpruefen zu lassen. Dazu sei es notwendig, eine Telefonnummer im Ausland anzurufen, um einen Entsperrcode fuer seinen PC zu erhalten.

Auch hierbei handelt es sich um eine Erpressungsvariante, bei der die Taeter das bekannte Layout von Meldungen zur Lizenzierung des Betriebssystems Microsoft Windows nachbilden. Ruft ein Betroffener eine dieser Nummern an, entstehen hohe Telefonkosten, bis er einen Entsperrcode erhaelt, wie der Sicherheitsdienstleister F-Secure herausgefunden hat.

In diesem konkreten Fall koennen Betroffene auf einen teuren Anruf verzichten, und sich stattdessen mit dem fuer diese Schadsoftware generischen Freischaltcode 1351236 behelfen. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass der Zugriff auf den PC nach Eingabe dieses Freischaltcodes wieder moeglich ist.

In beiden Faellen jedoch gilt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Infektion zeitgleich auch noch weitere Schadsoftware auf dem PC installiert wurde. Daher empfiehlt das BSI, infizierte Systeme grundsaetzlich neu aufzusetzen oder eine Komplettsicherung (Backup) des PCs von einem Zeitpunkt vor der Infektion zurueck zu spielen.

Zum Schutz vor Infektionen durch Drive-by-Exploits sollten Anwender darauf achten, neben der Verwendung eines aktuellen Virenschutzprogramms zeitnah alle jeweils verfuegbaren Sicherheitsupdates fuer das Betriebssystem und Anwendungssoftware (wie beispielsweise Webbrowser, Acrobat Reader, Flash, Java, Multimedia-Player, usw.) zu installieren.

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Warnungen und aktuelle Informationen

  • Follower-Fake: Betrueger locken mit gefaelschter Twitter-App
  • Apfel-Update: Apple schliesst Sicherheitsluecken in Mac OS X
  • Sicherheit fuer iPhone, iPad und iPod: Apple schliesst mehrere Schwachstellen in iOS
  • Praepariert: Kritische Schwachstelle in Flash Player, Adobe Reader und Acrobat beseitigt
  • Sicher surfen: Neue Safari-Version veroeffentlicht
  • Drei Luecken weniger: Google veroeffentlicht Update fuer Chrome
  • Rechte einschraenken: Patch fuer WordPress erschienen
  • Nichts mehr offen: Sicherheitsupdate fuer OpenOffice erschienen
  • Datenschutz: Sicherheitsluecke in Skype-App fuer Android geschlossen
  • Gesperrter Rechner: Angeblicher Polizei-Trojaner erpresst PC-Nutzer
  • Gefaehrliche SMS: Betrueger stehlen mTANs deutscher Online-Banking-Nutzer
  • "Lebst du noch?": Betrueger versenden kuriose Spam-Mails
  • Nicht installieren!: Gefaelschtes Microsoft-Update per Mail verbreitet
  • Infizierte Word-Dateien: Kritische Schwachstelle im Flash Player entdeckt
  • Illegales Filesharing: Schaedliche Android-App stiehlt Nutzerdaten und versendet Spam-SMS
  • Praeparierte Dateien: Sicherheitsluecken in VLC Media Player
  • Keinesfalls anrufen!: Trojanisches Pferd sperrt Windows
  • Mega-Patchday: Microsoft schliesst 64 Sicherheitsluecken
  • Sicher bloggen: Update fuer Wordpress erschienen

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Links zu IT-Themen

Computer-Glossar

BSI-Startseite

PRISMA

Immer mehr Kinder nutzen soziale Netzwerke

Besserer Schutz noetig: Eine neue EU-Studie zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche sind in sozialen Netzwerken aktiv. Darueber berichtet die EU-Initiative klicksafe. So haben 77 Prozent der 13- bis 16-Jaehrigen und 38 Prozent der 9- bis 12-Jaehrigen in der EU ein Profil bei einem Social Network. Dabei gibt ein Viertel der Kinder an, dass ihr Profil auf "oeffentlich" eingestellt ist. Bei einem Fuenftel dieser Kinder sind sogar Adresse oder Telefonnummer oeffentlich einsehbar. Und nur 56 Prozent der 11- bis 12-Jaehrigen wissen, wie man die Privatsphaere-Einstellungen auf der von ihnen genutzten Plattform aendert. Von den 15- bis 16-Jaehrigen sehen sich immerhin 78 Prozent dazu in der Lage, ihre Privatsphaere-Einstellungen zu veraendern. Befragt wurden insgesamt 25.000 Kinder und Jugendliche in 25 europaeischen Laendern. (110428)

Die Lieblings-Fallen der Online-Kriminellen

Videos, Programm-Updates & Co.: Betrueger denken sich zwar immer neue Mittel und Wege aus, um Nutzer zu schaedigen, aber die "Lockmittel" bleiben haeufig die gleichen. Eine Studie von Panda Security hat nun die beliebtesten Koeder analysiert, mit denen Cyberkriminelle versuchen, Anwender in die Malware-Falle zu locken. Dazu wurden Webseiten analysiert, die von Hackern am haeufigsten fuer ihre Cyberangriffe genutzt werden. Auf Platz eins stehen dabei mit 25 Prozent Videos und multimediale Inhalte. Platz zwei belegen Installer und vermeintliche Programm-Updates (21,6 Prozent). Auf dem dritten Platz landen mit 16,5 Prozent so genannte "Cracks", mit denen man den Kopierschutz von Programmen entfernen kann und "Key Generators", die Passwoerter fuer Verschluesselungsmechanismen erstellen. Ebenfalls ganz weit vorne liegt die Verbreitung von Schadsoftware ueber Soziale Netzwerke: 16 Prozent der geblockten Seiten waren URLs zu Social Networks wie Facebook, MySpace oder Messenger. Weiter hinten im Ranking folgen eBooks (5,3 Prozent), P2P Downloads (4,2 Prozent) und Seiten mit pornografischen Inhalten (4,2 Prozent). (110414)

Nationales Cyberabwehrzentrum nimmt Arbeit auf

Rundum geschuetzt: Am ersten April hat das nationale Cyber-Abwehrzentrum unter der Federfuehrung des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seine Arbeit aufgenommen. Beteiligt an der Kooperation sind das Bundesamt fuer Verfassungsschutz sowie das Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Insgesamt werden zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Cyberabwehrzentrum eingesetzt. Deren Aufgabe ist es, IT-Sicherheitsvorfaelle schnell und umfassend zu bewerten und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu werden unter anderem Informationen ueber Taeterbilder und Schwachstellen in IT-Produkten ausgetauscht sowie IT-Vorfaelle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen analysiert. Die offizielle Eroeffnung des Cyber-Abwehrzentrums wird Mitte Juni erfolgen. (110414)

Auch Erwachsene werden Opfer von Cybermobbing

Demuetigungen den Kampf ansagen: Auch Erwachsene koennen von Cybermobbing - also dem Beleidigen, Bedrohen oder Demuetigen per Handy oder Internet - betroffen sein. Dies zeigt eine Umfrage des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter privaten Internetnutzern. Vor allem in Sozialen Netzwerken kommt es zu verbalen Attacken oder Veroeffentlichungen von verunglimpfendem Foto- oder Videomaterial. In einer gemeinsamen Pressemitteilung des BSI und der Polzeilichen Kriminalpraevention heisst es, das zwoelf Prozent der Nutzer, die in mindestens einem sozialen Netzwerk aktiv sind, in diesem Zusammenhang schon einmal Opfer von Mobbing oder sexueller Belaestigung waren. Dabei handelt es sich vorwiegend um weibliche Nutzer zwischen 14 und 39 Jahren. Das Fatale am Cybermobbing: Veroeffentlichte Inhalte verbreiten sich rasch vor einem grossen Publikum und sind haeufig nicht mehr zu entfernen. Mehr Infos und Tipps zum Thema Cybermobbing gibt es auf der Polizei-Webseite. Darueber hinaus werden auf der Webseite des Bildungsservers von Berlin und Brandenburg umfangreiche Informationen sowie Lehr- und Lernmaterialien fuer Eltern, Lehrer und Multiplikatoren zum Thema Cybermobbing zur Verfuegung gestellt. (110317)

Cyber-Sicherheitsstrategie fuer Deutschland

Sicher informiert: Unter Federfuehrung des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll im Rahmen einer neuen Cyber-Sicherheitsstrategie das Nationale Cyber-Abwehrzentrum eingerichtet werden. Es soll ermoeglichen, schnell und abgestimmt alle Informationen zu Schwachstellen in IT-Produkten oder IT-Vorfaellen zu vernetzen, diese zu analysieren und Empfehlungen zum Schutz der IT-Systeme zur Verfuegung zu stellen bzw. auszusprechen. Ausser dem BSI sind das Bundesamt fuer Verfassungsschutz, das Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie weitere Behoerden beteiligt. Koodiniert werden soll die Arbeit durch einen neu einzurichtenden Cyber-Sicherheitsrat. Ziel der Strategie ist, Cyber-Sicherheit in Deutschland auf einem hohen Niveau zu gewaehrleisten. Kernpunkte der neuen Sicherheitsstrategie sind ausserdem etwa der verstaerkte Schutz Kritischer Infrastrukturen vor IT-Angriffen sowie der Schutz der IT-Systeme in Deutschland einschliesslich der Sensibilisierung der Buergerinnen und Buerger. Weitere Informationen stehen auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern zur Verfuegung. (110303)

Trojaner-Baukaesten foerdern Ausbreitung von Botnetzen

Do it yourself: Nach Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens Damballa hat sich die Zahl der mit so genannten "Bots" infizierten Rechner im Jahr 2010 fast versiebenfacht. Ein Grund dafuer sollen "Trojaner-Baukaesten" sein, mithilfe derer Betrueger sich auf einfache Art und Weise Schadsoftware selbst zusammenstellen koennen. Die zehn groessten Botnetze sollen fuer 47 Prozent aller mit Bots infizierten Rechner verantwortlich sein. An erster Stelle steht dabei "TDLBotnetA", das knapp 15 Prozent der Infektionen weltweit verursachte, gefolgt von "RogueAVBotnet" (5,7 Prozent) und "ZeusBotnetB" (5,3 Prozent). Mehr Infos zu Botnetzen auf der BSI-Seite bereit. (110303)

Betrueger nutzen gerne gepatchte Schwachstellen aus

Internet Explorer, RealPlayer & Adobe: Wie wichtig es ist, bekannt gewordene Schwachstellen moeglichst umgehend zu patchen, zeigt einmal mehr eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens M86 Security. Der Report zeigt, dass Angreifer haeufig Sicherheitsluecken ausnutzen, fuer die bereits Patches zur Verfuegung stehen. Ganz weit vorne auf der Beliebtheitsskala der Betrueger sind Schwachstellen im Internet Explorer, RealPlayer und Adobe. Fuer einige der ausgenutzten Schwachstellen wurden bereits vor Jahren Patches veroeffentlicht - trotzdem werden sie von Cyberkriminellen immer noch zur Verbreitung von Schadcode genutzt. Anwender sollten von den Herstellern veroeffentlichte Updates und Patches fuer Betriebssystem und Anwendungen immer umgehend einspielen. Tipps fuer ein sicheres Update- und Patch-Management gibt das BSI auf seiner BSI-Seite. (110303)

Webseite "Social Network Security" informiert ueber Sicherheitsluecken in sozialen Netzwerken

Facebook, XING & Co.: Auf der neuen Webseite Social Network Security werden Nutzer ueber Sicherheitsluecken in sozialen Netzwerken wie Facebook, XING und wer-kennt-wen informiert. Die Betreiber der Seite geben ausserdem Tipps rund um die Sicherheit in sozialen Netzwerken und fordern die Besucher der Seite dazu auf, selbst Sicherheitsluecken zu melden. Gleichzeitig appelliert Social Network Security aber auch an die Betreiber der Portale: Diese sollen sich der Gefahren bewusst werden und werden aufgefordert, die Gesamtsicherheit ihrer Angebote und somit auch die Sicherheit der Benutzerdaten zu steigern. Die Betreiber von Social Network Security moechten anonym bleiben. (110303)

Neue Webseite fuer Kinder und Eltern gestartet

surfen-ohne-risiko.net: Das Bundesfamilienministerium geht mit einem neuen Internetangebot fuer Eltern und Kinder online: Auf surfen-ohne-risiko koennen Familien sich ueber den sicheren Umgang mit dem World Wide Web informieren. Mithilfe eines speziellen Moduls ist es ausserdem moeglich, sich eine individuelle Startseite zu erstellen: Kindgerechte Nachrichten, Kinderchat, Kindermail, Surf-Tipps und Spiele koennen ganz einfach per Mausklick wie auf einer Magnetwand zusammengestellt werden. In verschiedenen Quizzes zu den Themenbereichen "Surfen", "Chatten" und "Spielen" koennen Kinder und Eltern ausserdem ihr eigenes Wissen testen. Kurzfilme zu den genannten Bereichen klaeren ueber verschiedene Gefahren auf. (110303)

Datendiebe kennen alle Tricks

Nicht locken lassen: Kriminelle lassen sich immer neue Methoden einfallen, um an die persoenlichen Daten oder das Geld von Nutzern zu gelangen. Spiegel Online hat die dreistesten Vorgehensweisen zusammengestellt. So gab ein Betrueger etwa eine Sex-Kontaktanzeige auf, sammelte saemtliche Daten der Antwortenden und stellte sie anschliessend oeffentlich ins Netz. Darunter auch private E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Fotos. Beim Roulettebetrug wird den potenziellen Opfern weisgemacht, sie koennten mit einem einfachen Spielsystem das Online-Roulette austricksen und so an viel Geld gelangen. Ueber YouTube verteilen Mittelsmaenner der Betrueger sogar vermeintliche Anleitungsvideos fuer das angeblich lukrative Spielsystem. Wird diesen vermeintlich Unbeteiligten vertraut, verliert der Nutzer eine Menge Geld. Anwender sollten generell vorsichtig mit der Preisgabe von persoenlichen Daten sein und misstrauisch werden, wenn Fremde hohe Gewinne oder lukrative Verdienstmoeglichkeiten versprechen. (110120)

Erste Polizei-App fuer mehr Zivilcourage veroeffentlicht

Schau hin!: Die Polizei hat im Rahmen ihrer Aktion "Tu was" nun eine erste App veroeffentlicht, die Buerger und Buergerinnen zu mehr Zivilcourage anregen soll. Wird jemand etwa auf offener Strasse belaestigt oder koerperlich attackiert, trauen sich viele Menschen nicht einzugreifen. Mithilfe der kostenlosen App fuer das iPhone kann nun schnell ein Notruf abgesetzt werden. Dabei wird automatisch per GPS der Aufenthaltsort des Anrufers an die Polizei uebermittelt. Ueber die App sind ausserdem sechs Regeln abrufbar, die zeigen, wie man sich im Ernstfall richtig verhaelt. Darueber hinaus helfen die grundlegenden Notruf-Informationen mit den fuenf W-Fragen (Wer ruft an? Wo ist etwas passiert? Was ist passiert? Wie viele Personen wurden verletzt? Warten auf Rueckfragen) dabei, im Gespraech mit der Polizei an alle wichtigen Punkte zu denken. Die App ist bei itunes erhaeltlich. (110106)

Neue Broschuere rund um Rechtsfragen im Netz erschienen

Rechte und Pflichten: "Darf ich Fotos anderer Personen auf Facebook veroeffentlichen?", "Wie reagiere ich, wenn ich eine Abmahnung geschickt bekomme?" Diese und andere Fragen beantwortet die Broschuere "Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechte-Dschungel" der EU-Initiative klicksafe und des Online-Portals iRights.info. Die Experten klaeren in acht Themenschwerpunkten ueber Rechte und Pflichten auf, die man als Internetnutzer hat, und geben nuetzliche Tipps. Schwerpunkte sind beispielsweise Datenschutz in sozialen Netzwerken, Cyberbullying oder Internet-Downloads. Die Broschuere steht auf der Klicksafe-Seite als PDF zum Download bereit oder kann dort als Printversion bestellt werden. (101125)

Klicksafe ueberarbeitet Leitfaden zu Facebook-Sicherheitseinstellungen

Licht im Dunkel: Die EU-Initiative klicksafe hat ihren Leitfaden zur sicheren Nutzung des sozialen Netzwerks Facebook ueberarbeitet. Grund dafuer: Facebook hat die Einstellungen zur Privatsphaere fuer Nutzer geaendert. Trotz der verbesserten Moeglichkeiten ist die Nutzung der entsprechenden Optionen jedoch immer noch unuebersichtlich und erfordert zum Teil komplizierte Einstellungen. Klicksafe stellt nun eine aktualisierte Schritt-fuer-Schritt-Anleitung zur Verfuegung, die mit zahlreichen Screenshots und Praxisbeispielen versehen ist. Der Leitfaden steht auf der Klicksafe-Webseite als PDF-Dokument bereit. (101111)

Anti-Botnet-Beratungszentrum geht online

www.botfrei.de: Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) hat ein Anti-Botnet-Beratungszentrum eingerichtet. Internetnutzer, deren Rechner mit einem so genannten "Bot", also einem zentral fernsteuerbaren Botnetz-Schadprogramm, infiziert sind, finden auf der Internetseite Botfrei Hilfe. Dort gibt es Anleitungen und Programme, mit denen der Computer von den Schadprogrammen befreit werden kann. Eine telefonische Hotline unterstuetzt ausserdem Nutzer, die zusaetzliche Beratung benoetigen. Das Projekt wird vom BSI technisch unterstuetzt. Teilnehmende Internet-Zugangs-Provider informieren Kunden, deren Rechner vermutlich Teil eines Botnetzes sind - Betroffene selbst bemerken die Infektion in der Regel nicht. Auf botfrei.de finden Nutzer auch ausfuehrliche Informationen zur Vorbeugung und nachhaltigen Sicherung ihres Rechners. Mehr Infos zu Botnetzen gibt es auch auf der BSI-Webseite. (100930)

BSI-Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" online

Sicher shoppen: Das BSI hat einen neuen Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" veroeffentlicht. Die Zahl der Menschen, die im Internet einkauft, steigt stetig - im vergangenen Jahr hat fast die Haelfte der Deutschen Online-Shopping betrieben. Beim Einkauf im Netz lauern jedoch auch Gefahren: So hat jeder vierte deutsche Internetnutzer nach einer Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge schon einmal einen finanziellen Schaden im Web erlitten. Worauf muss ich also achten, wenn ich im Internet einkaufe? Welche Bezahlarten gibt es und wie sind sie sicherheitstechnisch zu bewerten? Das sind Fragen, die im Brennpunkt beantwortet werden. Der BSI-Brennpunkt steht auf der BSI-Webseite bereit. (100709)

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