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IT-Sicherheit

30.09.2010

Gefaelschte Webseiten im Netz werden bei Online-Kriminellen immer beliebter. Indem sie Webseiten von Online-Shops oder Banken imitieren, versuchen Betrueger Schadcode zu verbreiten oder an Nutzerdaten zu gelangen. Dabei gehen sie sehr professionell vor: Sie manipulieren die Ergebnisse von Suchmaschinen und platzieren Links zu den gefaelschten Webseiten unter den Suchergebnissen.

16.09.2010

Viele Jugendliche sind zu leichtsinnig im Umgang mit dem Internet, beklagt der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD). Welche weitreichenden Konsequenzen dies haben kann, zeigt ein Fall aus einer westfaelischen Kleinstadt. Ein Hacker hatte den schlecht verschluesselten Instant Messenger Zugang eines Schuelers geknackt und ueber dessen Profil weibliche Kontakte aus dessen Adressbuch angeschrieben. Einigen Maedchen schickte der Hacker dann eine als Bildschirmschoner getarnte Schadsoftware. Mit dieser war es ihm moeglich, den Computer der Maedchen fernzusteuern. So konnte er nicht nur Daten und Bilder von den Rechnern herunterladen, sondern ueber die Webcam jederzeit in das Zimmer der Maedchen sehen. Der Hacker soll sich auf diese Weise Zugriff auf 150 Kinderzimmer verschafft haben.

09.02.2010 Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

Das Internet bietet heutzutage zahlreiche Plattformen, in denen sich Nutzer austauschen koennen: Sie veroeffentlichen die Fotos ihres letzten Urlaubs im studiVZ, pflegen und erweitern ihre beruflichen Kontakte in Xing und laden ihre Freunde ein, virtuelle Nachbarn in der Facebook-Anwendung FarmVille zu werden. Die so genannten sozialen Netzwerke eroeffnen Nutzern neue Moeglichkeiten, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und Informationen auszutauschen. Die Gefahren werden dabei aber schnell unterschaetzt. Privatsphaere und Datenschutz sind laengst nicht mehr die einzigen Themen, die im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert werden. Auch (IT-)Kriminelle haben die Beliebtheit dieser Plattformen als Chance erkannt und nutzen die Gutglaeubigkeit vieler Nutzer schamlos aus. In dieser Sonderausgabe des Newsletters stellen wir Ihnen 10 wichtige Tipps vor, wie Sie soziale Netzwerke sicher nutzen koennen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen Brennpunkt.

Bundestag beschließt neues BSI-Gesetz

Inhaltsverzeichnis

Sonderausgabe „Sozialen Netzwerke“

  • Seien Sie zurueckhaltend mit der Preisgabe persoenlicher Informationen!

Tipp 1: Nicht alles, was Sie ueber sich wissen, muessen andere Menschen wissen. Ueberpruefen Sie kritisch, welche privaten Daten Sie "oeffentlich" machen wollen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass immer mehr Arbeitgeber Informationen ueber Bewerber im Internet recherchieren. Auch Headhunter, Versicherungen oder Vermieter koennten an solchen Hintergrundinformationen interessiert sein.

  • Erkundigen Sie sich ueber die Allgemeinen Geschaeftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz!

Tipp 2: Mit beidem sollten Sie sich gruendlich vertraut machen - und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie unbedingt die verfuegbaren Optionen des sozialen Netzwerks, mit denen die von Ihnen eingestellten Informationen und Bilder nur eingeschraenkt "sichtbar" sind: Sollen nur Ihre Freunde Zugriff darauf haben oder auch die Freunde Ihrer Freunde oder alle Nutzer?

  • Seien Sie waehlerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden!

Tipp 3: Bei Personen, die Sie nicht aus der "realen" Welt kennen, sollten Sie kritisch pruefen, ob Sie diese in Ihre Freundesliste aufnehmen wollen. Der oder die Unbekannte koennte auch boeswillige Absichten haben. Kriminelle koennten zum Beispiel ausspionieren, wann Ihre Wohnung leer steht. "Unechte Profile" werden nachweislich dazu genutzt, Personen zu schaden - sei es aus Rache, Habgier oder anderen Beweggruenden.

  • Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft ueber das soziale Netzwerk kontaktieren.

Tipp 4: Dafuer koennen Sie sich meistens direkt an die Betreiber des jeweiligen sozialen Netzwerkes wenden. Diese koennen der Sache nachgehen und gegebenenfalls das unserioese Profil loeschen. In besonderen Faellen sollten Sie auch die Polizei fuer eine Strafverfolgung informieren.

  • Verwenden Sie fuer jedes soziale Netzwerk ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

Tipp 5: Seien Sie sich aber auch darueber bewusst, dass Ihre Daten auf fremden Rechnern gespeichert sind. Das heisst die Sicherheit Ihrer Daten haengt nicht nur von Ihnen ab, sondern auch von den Betreibern des sozialen Netzwerks: wird deren Server gehackt, sind Ihre Daten nicht mehr sicher. Wenn Missbrauch bekannt wird, informieren Sie auch Ihre Freunde.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen ueber Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

Tipp 6: Berufliche Informationen haben in sozialen Netzwerken nichts verloren. Auch Wirtschaftsspione haben soziale Netzwerke fuer sich entdeckt und versuchen dort, wertvolle Informationen abzuschoepfen. Das kann Ihre Firma Geld und Sie den Job kosten.

  • Pruefen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern und Texten einraeumen!

Tipp 7: Keine Leistung ohne Preis: Die Eintrittskarte in soziale Netzwerke kostet Sie die Preisgabe von Informationen. Viele Firmen sind bereit, fuer diese Daten Geld zu bezahlen, um gezielt Werbung verschicken zu koennen. Geben Sie den sozialen Netzwerken die Rechte an Ihren Bildern, koennen diese theoretisch von den Betreibern weiterverkauft werden. Pruefen Sie auch, ob das gewaehrte Nutzungsrecht womoeglich bestehen bleibt, wenn Sie Ihr Profil loeschen.

  • Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich ausserhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswuerdigkeit dieser Nachricht!

Tipp 8: Identitaetsdiebstahl ist ein Risiko des digitalen Zeitalters. Eine fremde Person kann mit Hilfe eines gehackten Accounts, eine fremde Identitaet uebernehmen und deren Freunde taeuschen. Betrueger koennen zum Beispiel Nachrichten verschicken, in denen sie eine Notsituation beschreiben und um finanzielle Hilfe bitten. Mit Hilfe des angelesenen Wissens ueber die gestohlene Identitaet kann dabei die Vertrauenswuerdigkeit untermauert werden.

  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstaerkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Tipp 9: Auf einen Link ist schnell geklickt. Aber Vorsicht: die Zieladresse koennte eine gefaelschte Startseite eines sozialen Netzwerkes sein. Geben Sie dort Ihren Benutzernamen und Kennwort ein, werden die Daten direkt an die Betrueger weitergeleitet. Besonders beliebt sind bei solchen Attacken so genannte Kurz-URLs, bei denen der Nutzer die eigentliche Zieladresse nicht erkennen kann.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern ueber deren Aktivitaeten in sozialen Netzwerken und klaeren Sie sie ueber die Gefahren auf!

Tipp 10: Viele Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht bewusst, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern - Spass geht ihnen haeufig vor Sicherheit. Die Staerkung der "Medienkompetenz" ist eine neue Aufgabe, die Eltern in der Erziehung uebernehmen muessen. Aber auch mit anderen Familienangehoerigen und Freunden sollten Sie sich ueber Risiken und Bedenken austauschen.

  • Das Netz vergisst nichts

Fazit: Informationen, die Sie ueber soziale Netzwerke verbreiten, bleiben fuer immer im Netz. Selbst wenn Sie Ihren Account loeschen, so ist es doch fast unmoeglich, Verlinkungen und Kommentare in anderen Profilen zu entfernen. Veroeffentlichen Sie also keine Informationen, bei denen es Ihnen spaeter leid tun koennte.

  • IT-Sicherheit ist Datensicherheit

Fazit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwuenschten Angreifern absichern. Ob Sie alle noetigen Massnahmen fuer den Basisschutz getroffen haben, koennen Sie anhand einer Checkliste auf der BSI-Web-Seite ueberpruefen.

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Extraausgabe

- 21.09.2010 Sicherheitsupdate von Adobe verfuegbar

Zu der am 14.09.2010 im BSI berichteten Schwachstellen im Adobe Flash Player hat Adobe ein ausserplanmaessiges Sicherheitsupdate APSB10-22 veroeffentlicht. Dieses schliesst die dort beschriebene kritische Sicherheitsluecke.

- 14.09.2010 Kritische Schwachstelle im Adobe Flash Player

Adobe Reader ebenfalls betroffen.

Adobe warnt in einem neuen Advisory APSA10-03 vor einer kritischen Schwachstelle im Adobe Flash Player. Betroffen sind sowohl die Flash Player fuer Windows, Mac OS X, Linux und Solaris als auch fuer das mobile Betriebssystem Android. Da auch die PDF-Software Adobe Reader und Acrobat eine eigene, ebenfalls verwundbare Version des Flash Players beinhalten, sind auch diese auf den Plattformen Windows, Mac OS X und Unix betroffen.

Durch Ausnutzung dieser Luecke kann ein Angreifer mit Hilfe von speziell manipulierten Flash-Inhalten auf einer Webseite die Kontrolle ueber ein System uebernehmen, wenn ein Nutzer dieses Systems eine entsprechend praeparierte Webseite mit seinem Browser besucht. Darueber hinaus koennen Systeme auch durch das Oeffnen von PDF-Dokumenten mit dem Adobe Reader erfolgreich kompromittiert werden, wenn der Angreifer seinen Schadcode in diesen Dokumenten platziert und den Nutzer zum Oeffnen eines solchen Dokuments verleitet.

Die kritische Sicherheitsluecke existiert im Adobe Flash Player in der aktuellen Version 10.1.82.76 und allen frueheren Versionen auf allen unterstuetzten Plattformen. Ebenso sind die aktuelle Version 9.3.4 des Adobe Reader und des Adobe Acrobat sowie fruehere Versionen, ebenfalls auf allen unterstuetzten Plattformen betroffen. Die Schwachstelle wird bereits gegen den Adobe Flash Player aktiv im Internet ausgenutzt, das BSI rechnet in Kuerze auch mit Angriffen gegen den Adobe Reader. Generell ist aufgrund der hohen Verbreitung der betroffenen Produkte mit einer Zunahme von Angriffsversuchen zu rechnen.

Der Hersteller Adobe arbeitet bereits an der Behebung des Fehlers und wird voraussichtlich in der Woche ab dem 27. September 2010 ein Update fuer den Adobe Flash Player und in der Woche ab dem 4. Oktober 2010 ein Update fuer Adobe Reader und Acrobat zur Verfuegung stellen.

Bis dahin sollten als Schutzmassnahme nur PDF-Dokumente aus vertrauenswuerdigen Quellen geoeffnet werden. Insbesondere sollten Browser und PDF-Software wie der Adobe Reader nicht mit Administratorrechten ausgefuehrt werden.

Das Betrachten von Flash-Inhalten sollte derzeit auf wenige vertrauenswuerdige Anbieter beschraenkt werden. Um dies umzusetzen, koennen Erweiterungen wie z. B. das Add-On NoScript fuer den Browser Firefox verwendet werden. Wenn eine solche Beschraenkung nicht umgesetzt werden kann, sollte vorlaeufig auf Flash-Inhalte voellig verzichtet werden. Dazu kann der Adobe Flash Player entweder im Browser deaktiviert oder auf dem Betriebssystem deinstalliert werden.

- 01.09.2010 Kritische Schwachstelle in Apple QuickTime

Installation von Schadprogrammen moeglich: Es existiert eine Schwachstelle im ActiveX-Control von Apple QuickTime, das im Webbrowser Internet Explorer fuer die Darstellung bestimmter Mediendaten verwendet wird.

Ein entfernter Angreifer kann die Sicherheitsluecke ueber manipulierte Webseiten ausnutzen, um Schadsoftware auf den Rechnern der Opfer auszufuehren.

Bereits das Aufrufen einer manipulierten Webseite reicht aus, um schadhaften Code auf Systeme einzuschleusen, auf denen die Software Apple QuickTime installiert ist.

Betroffen sind alle Windows-Versionen von QuickTime bis einschliesslich Version 7.6.7. Anwendern ist unter Umstaenden nicht bewusst, dass QuickTime auf ihrem Rechner installiert ist, da diese Software z. B. gemeinsam mit Apple iTunes, durch Spiele-Software oder durch Zusatzsoftware fuer Digitalkameras automatisch installiert wird.

Derzeit ist kein Sicherheitsupdate vom Hersteller verfuegbar. Bis zur Verfuegbarkeit eines Updates empfiehlt das Buerger-CERT, das verwundbare ActiveX-Control im Internet Explorer temporaer zu deaktivieren.

Fuehren Sie dazu die folgenden Schritte durch:

0. Starten Sie den Internet Explorer.

1. Klicken Sie im Internet Explorer im Menue "Extras" auf "Add-Ons verwalten", um den Add-On-Manager aufzurufen.

2. Setzen Sie unter "Anzeigen" die Auswahl auf "Alle Add-Ons" (IE7 und IE8) bzw. "Von Internet Explorer verwendete Add-Ons" (IE6), um eine vollstaendige Liste aller vorhandenen Add-Ons zu erhalten.

3. Waehlen Sie in der Liste der Add-Ons den Eintrag "QuickTime Object" des Herausgebers "Apple Inc." aus.

4. Klicken Sie auf die Schaltflaeche "Deaktivieren", um dieses Add-On abzuschalten; der angezeigte Status wechselt entsprechend auf "Deaktiviert".

5. Schliessen Sie den Dialog und starten Sie den Internet Explorer erneut.

Nach der Umsetzung der Empfehlungen koennen QuickTime-Medienformate nicht mehr im Internet Explorer wiedergegeben werden.

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Warnungen und aktuelle Informationen

  • Neue Masche: Phishing-Angriffe ueber Facebook-Chat
  • Ungeduld ausgenutzt: Betrueger locken mit vermeintlichen Jailbreak-Tools fuers iPhone
  • Nicht mehr sicher: Datenfischer nehmen SMS-TAN-Verfahren ins Visier
  • Telefon-Abzocke: Betrueger locken mit vermeintlicher SMS
  • JavaScript-Angriff: Kriminelle versenden gefaelschte Kreditkartenmails
  • Hintertuer geschlossen: Apple veroeffentlicht Update fuer Mac OS X
  • Praeparierte Webseiten: Update fuer Adobe Flash Player erschienen
  • Wieder dicht: Update fuer Betriebssystem Ubuntu verfuegbar
  • Praeparierte PDFs und Flash-Inhalte: Sicherheitsluecken in Adobe Reader, Acrobat und Flash Player
  • Alte Masche: E-Mail-Wurm verbreitet sich im Internet
  • Abgehoert: Datenspionage ueber manipulierten Flash-Player
  • Abgeguckt: Alte Schwachstelle im Internet Explorer ermoeglicht Datenklau
  • Multifunktional: Scareware passt sich an Browser an
  • Luecke geschlossen: Update fuer Apple QuickTime Player verfuegbar
  • Wurmsicher: Microsoft beseitigt 11 Schwachstellen
  • Neues vom Fuchs: Mozilla schliesst 14 Sicherheitsluecken
  • 24 Luecken geschlossen: Update fuer iPod Touch und iPhone erschienen
  • Nachgebessert: Opera gibt Update heraus
  • Sicher surfen: Apple veroeffentlicht Update fuer Safari

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Links zu IT-Themen

PRISMA

Anti-Botnet-Beratungszentrum geht online

www.botfrei.de: Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) hat ein Anti-Botnet-Beratungszentrum eingerichtet. Internetnutzer, deren Rechner mit einem so genannten "Bot", also einem zentral fernsteuerbaren Botnetz-Schadprogramm, infiziert sind, finden auf der Internetseite Botfrei Hilfe. Dort gibt es Anleitungen und Programme, mit denen der Computer von den Schadprogrammen befreit werden kann. Eine telefonische Hotline unterstuetzt ausserdem Nutzer, die zusaetzliche Beratung benoetigen. Das Projekt wird vom BSI technisch unterstuetzt. Teilnehmende Internet-Zugangs-Provider informieren Kunden, deren Rechner vermutlich Teil eines Botnetzes sind - Betroffene selbst bemerken die Infektion in der Regel nicht. Auf botfrei.de finden Nutzer auch ausfuehrliche Informationen zur Vorbeugung und nachhaltigen Sicherung ihres Rechners. Mehr Infos zu Botnetzen gibt es auch auf der BSI-Webseite. (100930)

Jede Woche 57.000 neue gefaelschte Webseiten im Netz

Gut kopiert: Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Panda Security meldet, stellen Online-Kriminelle jede Woche rund 57.000 neue gefaelschte Webseiten ins Netz. 65 Prozent der gefaelschten URLs imitieren dabei die Webseiten grosser Banken, rund 25 Prozent die Seiten von Online-Shops und Auktionshaeusern. Eine beliebte Vorgehensweise der Kriminellen: Die Betrueger manipulieren die Ergebnisse von Suchmaschinen und platzieren Links zu den gefaelschten Webseiten unter den Suchergebnissen. Die Seiten dienen vornehmlich dazu, Schadcode zu verbreiten oder private Daten zu stehlen. Immer haeufiger erstellen Betrueger auch Webseiten von Online-Shops, die es gar nicht gibt, und versuchen so nichts ahnende Nutzer um ihr Geld zu bringen. Diese so genannten Fake-Shops sind professionell gestaltet und taeuschen auf angeblichen Bewertungsseiten positive Beurteilungen vor. Oft deckt ein Anruf bei der im Impressum genannten Nummer den Betrug auf. Ist die Nummer nicht vergeben oder erreichen Sie nur eine Bandansage, ist Vorsicht geboten. (100930)

Hacker beobachtet Kinder ueber ihre eigenen Webcams

Spanner im Kinderzimmer: Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) schlaegt Alarm: Schueler sind sich haeufig nicht bewusst, welche weitreichenden Konsequenzen ein leichtsinniger Umgang mit dem Internet haben kann. Ein aktuelles Beispiel: Ein Hacker hatte den schlecht verschluesselten Instant Messenger Zugang eines Schuelers geknackt und ueber dessen Profil weibliche Kontakte aus dessen Adressbuch angeschrieben. Einigen Maedchen schickte der Hacker dann eine als Bildschirmschoner getarnte Schadsoftware. Mit dieser war es ihm moeglich, den Computer der Maedchen fernzusteuern. So konnte er nicht nur Daten und Bilder von den Rechnern herunterladen, sondern ueber die Webcam jederzeit in das Zimmer der Maedchen sehen. Der Hacker soll sich auf diese Weise Zugriff auf 150 Kinderzimmer verschafft haben. Ans Licht kam der Vorfall im Rahmen des BvD-Projekts "Datenschutz geht zur Schule". Dabei besuchen professionelle Datenschuetzer weiterfuehrende Schulen, um ueber Gefahren im Internet aufzuklaeren. Bei diesen Schulbesuchen berichteten mehrere Maedchen, dass die Kontrollleuchte ihrer Webcam auch dann leuchte, wenn sie eigentlich ausgeschaltet war. Nach naeherer Untersuchung der Rechner, fanden die Experten die Schadsoftware und kamen dem Hacker auf die Spur. (100916)

17 Millionen Euro Schaden durch Phishing erwartet

Fleissige Fischer: Das Bundeskriminalamt und der Branchenverband Bitkom rechnen fuer 2010 mit einem Schaden von 17 Millionen Euro durch Phishing. Im ersten Halbjahr 2010 lag der durchschnittliche Schaden der gemeldeten Einzelfaelle bei rund 3.500 Euro. BKA und Bitkom gehen fuer 2010 von 5.000 angezeigten Phishing-Faellen aus - ein Plus von rund 71 Prozent. Den Hauptgrund fuer die steigenden Phishing-Zahlen sehen die Experten in neuen Schadprogrammen, die auch anspruchsvolle Sicherungsmechanismen ueberwinden. Auch die Angriffsmethoden zur Infektion von PCs mit Schadsoftware seien raffinierter geworden. Wichtig seien gesundes Misstrauen und eine moderne Sicherheitsausstattung. Jedoch surfe jeder Fuenfte Nutzer noch immer ohne Virenschutz. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auch auf der BSI Webseite. (100916)

Nutzer gehen zu unvorsichtig mit Freundschaftsanfragen in sozialen Netzwerken um

Freund oder Feind?: Bei einem Experiment des IT-Sicherheitsunternehmens BitDefender zeigte sich, dass Nutzer von sozialen Netzwerken zu unvorsichtig bei eintreffenden Freundschaftsanfragen sind. 94 Prozent von weltweit 2.000 angeschriebenen Nutzern bestaetigten eine von BitDefender gefakte Freundschaftsanfrage. 55 Prozent der auf die gefaelschte Freundschaftsanfrage hereingefallenen Personen arbeiten dabei in der IT-Branche, 31 Prozent sogar im Bereich IT-Security. Die Untersuchung gliederte sich in zwei Schritte. Zunaechst wurden die Probanden nur nach Bestaetigung des Kontaktes - eine vermeintlich 21- jaehrige Blondine - gefragt. Im Anschluss wurde eine weitere Gruppe ausgewaehlt, zu der die vermeintliche neue "Freundin" persoenlich Kontakt aufnahm. Hier sollte herausgefunden werden, wie viele private Informationen die Testpersonen von sich preisgeben. Das Fazit: 10 Prozent der IT-Mitarbeiter hatte bereits nach einer halben Stunde privater Konversation mit dem Kontakt private Informationen wie Adresse und Telefonnummer verraten. Nach zwei Stunden hatten 72 Prozent vertrauliche Daten ueber ihren Arbeitsplatz preisgegeben, etwa ueber noch nicht veroeffentlichte Software. (100916)

Google Street View - so legen Sie Widerspruch ein

Privatsphaere schuetzen: Die Diskussion um Google Street View erhitzt derzeit die Gemueter. Das Bundesministerium fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt auf seiner Webseite Informationen zu dem Thema zur Verfuegung, u.a. einen Musterwiderspruch zum Herunterladen. Google plant detaillierte Aufnahmen von Haeusern und Strassenzuegen der 20 groessten deutschen Staedte noch im Jahr 2010 im Internet zugaenglich zu machen. Betroffen sind Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Duesseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Koeln, Leipzig, Mannheim, Muenchen, Nuernberg, Stuttgart und Wuppertal. Google hat zugesagt, Wohnungen, Haeuser und Gaerten unkenntlich zu machen, sofern die Bewohner Widerspruch gegen die Bildaufnahmen einlegen. Wer seine Privatsphaere schuetzen moechte, findet mehr Infos auf der Webseite des BMELV. (100902)

Polizei geht gegen jugendliche Raubkopierer vor

Jugend schuetzt vor Strafe nicht: "Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschuetzter Werke", so lautet der Vorwurf, den die Polizei gegen zwoelf Kinder und Jugendliche in der Region rund um das saechsische Zschopau erhebt. Wie die Saechsische Zeitung berichtet, sollen die Beschuldigten Filme, Computerspiele und Musikdateien illegal aus dem Internet geladen und weitergegeben haben. Im Falle einer Verurteilung drohen hohe Geldstrafen. Die Beschlagnahme zahlreicher Computer, Festplatten und Speichermedien erfolgte im Rahmen einer Grossrazzia. (100902)

Remote Images in Spam-Mails nehmen zu

Integriert statt angehaengt: Spam-Versender greifen immer haeufiger auf so genannte Remote Images in ihren Mails zurueck, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Silicon. Das bedeutet, dass an die Mail keine Bilddatei angehaengt wird, sondern ein HTML-Link in die Mail integriert wird, der auf ein Bild verweist. Die Mail an sich enthaelt so nur einige Textzeilen, waehrend die externen Bilder allen moeglichen Inhalt haben koennen. Da die Datenuebertragung bei dieser Methode viel schneller ist, kann der Spammer eine viel groessere Anzahl an Spam-Mails verschicken. Ausserdem werden die Remote Spams in den meisten Faellen nicht von Anti-Spam-Filtern erkannt. Der Spammer hat zudem die Moeglichkeit, ueber die Remote Images zu erkennen, wie oft seine Mails angeklickt wurden - zusaetzlich kann er persoenliche Daten ueber den Empfaenger wie etwa die IP-Adresse sammeln. Wie Sie sich vor Spam schuetzen koennen, erfahren Sie auf der BSI-Webseite. (100902)

10 Millionen neue Malware-Varianten im ersten Halbjahr 2010

Trauriger Rekord: Noch nie ist die Malware-Produktion so schnell angewachsen wie im ersten Halbjahr 2010. Das ist das Fazit des vierteljaehrlich erscheinenden "Threat Report" ("Bedrohungsreport") des IT-Sicherheitsunternehmens McAfee. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden von dem Unternehmen 10 Millionen neue Schadsoftware-Varianten katalogisiert. Jeden Tag erscheinen rund 55.000 neue Schadprogramme. Schadsoftware, die sich ueber Wechseldatentraeger verbreitet, stellt wie im ersten Quartal 2010 die populaerste Malware-Kategorie dar, gefolgt von gefaelschten Antivirenprogrammen und Schadsoftware, die auf soziale Netzwerke spezialisiert ist. Das taegliche Spam-Volumen nahm im zweiten Quartal 2010 um 2,5 Prozent zu: McAfee registrierte 142 Milliarden Spam-Nachrichten pro Tag. (100819)

Internetnutzung via Smartphone stark im Kommen

Sicher mobil: Mobile Internetnutzung wird immer beliebter: 38 Prozent der Nutzer von Smartphones gehen mindestens einmal am Tag online. Bei den jungen Nutzern zwischen 12 und 19 Jahren sind es sogar 58 Prozent. Dies zeigt eine Umfrage unter 500 Smartphone-Nutzern in Deutschland, die vom IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky in Auftrag gegeben wurde. Rund 14 Prozent der Befragten nutzen dabei derzeit ein Antivirenprogramm fuer ihr mobiles Geraet. Immerhin 75 Prozent der Nutzer verwenden ein Passwort, um den Zugang zu ihrem Geraet zu sichern. Anwender sollten sich bewusst sein, dass bei Smartphones die gleichen Sicherheitsregeln wie bei PCs gelten, um sich vor Angriffen aus dem Netz schuetzen. (100819)

Klicksafe veroeffentlicht neuen Schwerpunkt zum Thema Filehoste

Teilen - aber legal!: Die EU-Initiative Klicksafe hat in Zusammenarbeit mit dem Portal iRights.info einen neuen Themenschwerpunkt rund um das Thema Filehosting veroeffentlicht. Im Text "Download auf Knopfdruck - wie legal sind Filehoster?" werden die rechtlichen Rahmenbedingungen von Filehostern wie Rapidshare oder Mega-Upload vorgestellt. Filehoster sind praktisch und einfach zu benutzen: Ueber diese Dienste werden Dateien hochgeladen und im Netz zwischengespeichert. Ueber einen Link kann man sie dann anderen zur Verfuegung stellen. Dies bietet sich vor allem fuer Dateien an, die fuer ein Versenden zu gross sind. Laedt man hierbei Dateien hoch oder herunter, fuer die man selbst die Rechte hat, ist dies problemlos moeglich und voellig legal. Wie sieht es aber aus, wenn es um urheberrechtlich geschuetzte Dateien wie Kinofilme, Software oder Spiele geht? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Filehosting werden im aktuellen Schwerpunkt auf der Klicksafe-Seite beantwortet. (100819)

Nutzer verwenden zu wenige unterschiedliche Passwoerter

Eins fuer alles: Wie eine aktuelle Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens BitDefender zeigt, gehen viele Nutzer von sozialen Netzwerken fahrlaessig mit der Verwendung ihrer Zugangsdaten und Passwoerter um. So waehlten 75 Prozent der zufaellig ausgewaehlten Nutzer das gleiche Passwort, das sie fuer das soziale Netzwerk verwenden, auch fuer ihren E-Mail-Account. Innerhalb einer Woche gelangte BitDefender an mehr als 250.000 E-Mail-Adressen, Passwoerter und Benutzernamen - und das ueber einfache Online-Recherche in Suchmaschinen oder Blogs. Die Folgen eines allzu sorglosen Umgangs mit Zugangsdaten koennen verheerend sein: Cyberkriminelle koennten private Daten ausspionieren, den E-Mail-Account zu Spam-Zwecken missbrauchen oder gezielt zur Schadcode-Verbreitung nutzen. Tipps und Infos zum Thema sichere Passwoerter gibt es auf der BSI-Webseite. (100819)

BSI-Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" online

Sicher shoppen: Das BSI hat einen neuen Brennpunkt zum Thema "Einkaufen im Netz" veroeffentlicht. Die Zahl der Menschen, die im Internet einkauft, steigt stetig - im vergangenen Jahr hat fast die Haelfte der Deutschen Online-Shopping betrieben. Beim Einkauf im Netz lauern jedoch auch Gefahren: So hat jeder vierte deutsche Internetnutzer nach einer Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge schon einmal einen finanziellen Schaden im Web erlitten. Worauf muss ich also achten, wenn ich im Internet einkaufe? Welche Bezahlarten gibt es und wie sind sie sicherheitstechnisch zu bewerten? Das sind Fragen, die im Brennpunkt beantwortet werden. Der BSI-Brennpunkt steht auf der BSI- Webseite bereit. (100709)

Verbraucherzentrale veroeffentlicht Liste mit Abofallen

Kampf den Abzock-Websites: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste mit Abzock-Websites online gestellt. Denn was auf den ersten Blick wie ein kostenloser Service aussieht, entpuppt sich haeufig als Abofalle. Der Nutzer registriert sich fuer einen vermeintlich kostenlosen Dienst und bekommt einige Tage spaeter die Rechnung praesentiert. Dass es sich um ein kostenpflichtiges Abonnement handelt, erkennt man haeufig nur im Kleingedruckten. In der Liste der Verbraucherzentrale finden sich nicht nur die Namen solcher Abzock-Seiten, sondern auch die von den Betreibern beauftragten Inkassounternehmen und Anwaelte. Ausserdem enthaelt sie Kontakte von Beschwerdestellen und Tipps fuer das richtige Verhalten im Schadensfall. Die Liste steht auf der Seite der Hamburger Verbraucherzentrale bereit. Weitere Infos zum Thema Kostenfallen im Internet gibt es auf der BSI-Webseite. (100709)

Klicksafe veroeffentlicht neue Leitfaeden fuer soziale Netzwerke

Richtig eingestellt: Soziale Netzwerke wie Facebook oder studiVZ sind beliebt und werden besonders von jungen Menschen haeufig intensiv genutzt. Die Frage nach der Privatsphaere geraet dabei schnell in den Hintergrund. Dabei ist es wichtig, nicht jedem Zugriff auf persoenliche Daten zu gewaehren. Worauf man bei der Nutzung der verschiedenen sozialen Netzwerke achten sollte und welche Sicherheitseinstellungen besonders wichtig sind, erklaert die EU-Initiative Klicksafe in neuen Leitfaeden zu Facebook, studiVZ und wer-kennt-wen. Denn die richtigen Einstellungen zu waehlen, ist haeufig gar nicht so einfach. Die Leitfaeden erklaeren, welche Auswirkungen es haben kann, wenn man seine Privatsphaere in den Netzwerken nicht ausreichend schuetzt. Es wird ausserdem Schritt fuer Schritt erlaeutert, welche Sicherheitskonfigurationen wo und wie im System vorgenommen werden koennen. Die Leitfaeden stehen als PDF-Dateien auf den Seiten von Klicksafe bereit. (100527)

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Siehe auch

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