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Das DNS-Protokoll ist fuer die Umsetzung von Domainnamen wie z.B. "www.buerger-cert.de" in die entsprechende Internetadresse (IP-Adresse) 62.50.36.75 zustaendig. Durch die Schwachstelle ist es einem Angreifer potenziell moeglich, Ihren Internetverkehr umzulenken, Daten mitzulesen und Inhalte zu manipulieren.
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Um diese Schwachstelle zu schliessen, muss Ihr Internetanbieter Softwareupdates einspielen. Viele Internetanbieter haben dies bereits getan, jedoch noch nicht alle.
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Da zwischenzeitlich Hackerprogramme geschrieben wurden, die genau diese Schwachstelle ausnutzen, empfiehlt das Buerger-CERT, die eigene Internetverbindung auf Anfaelligkeit fuer die DNS-Schwachstelle zu ueberpruefen.
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Ob Sie als Internetnutzer davon betroffen sind, koennen Sie einfach herausfinden. Das BSI hat eine Anleitung veroeffentlicht, die Sie Schritt fuer Schritt durch die Ueberpruefung fuehrt. Der Link in der Anleitung fuehrt Sie auf eine vertrauenswuerdige Internetseite, auf der Ihre Verbindung auf die Schwachstelle hin ueberprueft wird. Dazu muessen Sie nur den Button "Test My DNS" anklicken und erhalten wenige Augenblicke spaeter das Ergebnis der Pruefung am Bildschirm angezeigt.
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Falls die Ueberpruefung ergibt, dass Ihre Internetverbindung nicht verwundbar ist (Ergebnis gruen, "Great" oder "Good"), ist Ihre bestehende Internetverbindung angemessen geschuetzt.
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Bei einem anderen Ergebnis hat Ihr Internetanbieter seine Systeme noch nicht aktualisiert, so dass diese eventuell fuer Angriffe anfaellig sind. Das bedeutet: Bis zum Zeitpunkt, zu dem Ihr Internetanbieter die Systeme aktualisiert hat, surfen Sie unsicher im Internet. Es besteht das Risiko, auf gefaelschte Webseiten geleitet zu werden, die z.B. fuer das Phishing von Zugangsdaten missbraucht werden. Weiterhin koennen E-Mails umgeleitet oder eingesehen werden.  Auch sind die automatischen Updatemechanismen in Anwendungssoftware nicht mehr vertrauenswuerdig.
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Eine Loesung dieses Problems ist durch die Privatanwender nicht ohne weiteres moeglich und sollte zentral durch Ihren Internet-Provider erfolgen.
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Bitte beachten Sie, dass das Testergebnis nur fuer die bestehende Internetverbindung  aussagekraeftig ist. Bei einer erneuten Einwahl ins Internet koennen sich auch die DNS-Einstellungen aendern.
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- Informationen finden Sie unter  [https://ssl.bsi.bund.de/presse/pressinf/dnsluecke310708.htm] des BSI.
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- Anleitung zur Ueberpruefung der Internetverbindung [https://ssl.bsi.bund.de/presse/pressinf/dnstest.htm]
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- Link zur Online-Ueberpruefung [https://www.dns-oarc.net/oarc/services/dnsentropy] der Internetverbindung
== Trojanisches Pferd statt Lieferschein ==
== Trojanisches Pferd statt Lieferschein ==

Version vom 19:46, 31. Jul. 2008

Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 26.06.2008 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Das hat uns noch gefehlt: Hackern kann es gelingen, die teure italienische Kaffeemaschine, die sie sich vielleicht anschaffen wollen, zu manipulieren und zu Fehlfunktionen zu verleiten! Diese beim ersten Lesen unglaublich klingende Meldung ist symptomatisch fuer die IT-Sicherheitslage: Je mehr Alltagsgeraete mit dem Internet vernetzt werden, desto mehr Betaetigungsfelder ergeben sich auch fuer Internet-Kriminelle. Es ist ein Wettruesten mit den Herstellern von Schutzsoftware

Extraausgabe:

Ueberpruefen Sie Ihre Internetverbindung

Trojanisches Pferd statt Lieferschein

Die Themen des neuen Newsletters:

* Nicht ganz sicher: Schwachstelle in Firefox

* Kassieren statt schuetzen: Anrufaktion von falschen Datenschuetzern

* Mailverkehr gestoert: Schwachstelle verursacht Scannerabsturz bei ClamAV

* Hoffnungslos verschluesselt: Trojaner manipuliert Dateien

* Aggressive Videocodecs: Trojaner Zlob bedroht Windows-Rechner

* Mit der Sensationsgier kalkuliert: Trojaner-Mail installiert falsche Banken-Webseite

* Wieder dicht: Adobe schliesst Sicherheitsluecke

* Schnell updaten: Apple entschaerft Safari Schwachstelle

* Zweiter Versuch: Erneuter Patch fuer Windows XP

* Millionenfach herunter geladen: Mozilla Firefox 3 verbessert Sicherheitsfeature

* Unbeschwerter surfen: Neue Sicherheitsstandards bei Opera 9.5

* Verleideter Genuss: Hackerangriff auf Kaffeemaschine moeglich


Inhaltsverzeichnis

EXTRAAUSGABE:

Ueberpruefen Sie Ihre Internetverbindung

Schwachstelle in einem wichtigen Internetdienst gefaehrdet die sichere Internetnutzung:

In einem fuer das Internet wichtigen Dienst, dem DNS (Domain Name System), wurde kuerzlich eine Schwachstelle entdeckt, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Das DNS-Protokoll ist fuer die Umsetzung von Domainnamen wie z.B. "www.buerger-cert.de" in die entsprechende Internetadresse (IP-Adresse) 62.50.36.75 zustaendig. Durch die Schwachstelle ist es einem Angreifer potenziell moeglich, Ihren Internetverkehr umzulenken, Daten mitzulesen und Inhalte zu manipulieren. Um diese Schwachstelle zu schliessen, muss Ihr Internetanbieter Softwareupdates einspielen. Viele Internetanbieter haben dies bereits getan, jedoch noch nicht alle.

Da zwischenzeitlich Hackerprogramme geschrieben wurden, die genau diese Schwachstelle ausnutzen, empfiehlt das Buerger-CERT, die eigene Internetverbindung auf Anfaelligkeit fuer die DNS-Schwachstelle zu ueberpruefen.

Ob Sie als Internetnutzer davon betroffen sind, koennen Sie einfach herausfinden. Das BSI hat eine Anleitung veroeffentlicht, die Sie Schritt fuer Schritt durch die Ueberpruefung fuehrt. Der Link in der Anleitung fuehrt Sie auf eine vertrauenswuerdige Internetseite, auf der Ihre Verbindung auf die Schwachstelle hin ueberprueft wird. Dazu muessen Sie nur den Button "Test My DNS" anklicken und erhalten wenige Augenblicke spaeter das Ergebnis der Pruefung am Bildschirm angezeigt.

Falls die Ueberpruefung ergibt, dass Ihre Internetverbindung nicht verwundbar ist (Ergebnis gruen, "Great" oder "Good"), ist Ihre bestehende Internetverbindung angemessen geschuetzt.

Bei einem anderen Ergebnis hat Ihr Internetanbieter seine Systeme noch nicht aktualisiert, so dass diese eventuell fuer Angriffe anfaellig sind. Das bedeutet: Bis zum Zeitpunkt, zu dem Ihr Internetanbieter die Systeme aktualisiert hat, surfen Sie unsicher im Internet. Es besteht das Risiko, auf gefaelschte Webseiten geleitet zu werden, die z.B. fuer das Phishing von Zugangsdaten missbraucht werden. Weiterhin koennen E-Mails umgeleitet oder eingesehen werden. Auch sind die automatischen Updatemechanismen in Anwendungssoftware nicht mehr vertrauenswuerdig. Eine Loesung dieses Problems ist durch die Privatanwender nicht ohne weiteres moeglich und sollte zentral durch Ihren Internet-Provider erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass das Testergebnis nur fuer die bestehende Internetverbindung aussagekraeftig ist. Bei einer erneuten Einwahl ins Internet koennen sich auch die DNS-Einstellungen aendern.

- Informationen finden Sie unter [1] des BSI.

- Anleitung zur Ueberpruefung der Internetverbindung [2]

- Link zur Online-Ueberpruefung [3] der Internetverbindung

Trojanisches Pferd statt Lieferschein

Angreifer versenden gefaelschte E-Mails im Namen von UPS:

Zur Zeit versenden Angreifer in grossem Stil gefaelschte E-Mails im Namen des Paketdienstes UPS in deutscher und englischer Sprache. Der Absender der E-Mails gibt vor, dass ein Paket aufgrund einer nicht existierenden Adresse nicht zugestellt werden konnte. Der Empfaenger der E-Mail wird aufgefordert, den im Anhang befindlichen Lieferschein auszudrucken, um das Paket abzuholen. Anstatt eines Lieferscheins enthaelt der Dateianhang jedoch ein Trojanisches Pferd. Die Betreffzeilen der E-Mails lauten zum Beispiel "Ihr UPS Paket N6847454574".

Es wird empfohlen, derartige E-Mails umgehend zu loeschen und keinesfalls den Dateianhang zu oeffnen.

Aus gegebenem Anlass raet das Buerger-CERT weiterhin zur Vorsicht beim Download von Dokumentenvorlagen aus dem Internet. Angreifer platzieren derzeit Webseiten, auf denen angebliche Vorlagen zu Arbeitsvertraegen, Versicherungskuendigungen oder auch Gedichte im PDF- oder Word-Format zum kostenlosen Download angeboten werden. Beim Download erhaelt der Nutzer jedoch anstelle eines PDF- oder Word-Dokuments eine ausfuehrbare Datei, welche ein Schadprogramm enthaelt.

STÖRENFRIEDE:

Schwachstelle in Firefox

Nicht ganz sicher: Eine erste Sicherheitsluecke in Firefox 3 ist bereits am Starttag identifiziert worden. Diese ermoeglicht es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegt der Besuch einer praeparierten Webseite. Die Sicherheitsluecke besteht auch in Firefox 2, meldet der Internet-Dienst Heise [4]. Ein Update gibt es bisher nicht.

Anrufaktion von falschen Datenschuetzern

Kassieren statt schuetzen: Bislang unbekannte Trickbetrueger geben sich seit vergangenem Monat in Telefonaktionen als Mitarbeiter des "Bundesamtes fuer Datenschutz" aus und wollen fuer vermeintlichen Datenschutz von den Angerufenen Geld erhalten. Angeblich haben sie Informationen ueber die betroffenen Buerger im Internet gefunden. Fuer das Unterbinden der weiteren Veroeffentlichung dieser Informationen sei eine Gebuehr von 59 Euro faellig, so die Anrufer. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar warnt davor, auf dieses Angebot einzugehen. Er weist ausdruecklich darauf hin, dass es kein "Bundesamt fuer Datenschutz" gibt. Schaar hat zudem Strafantrag gegen die Urheber dieser Anrufe gestellt.

Schwachstelle verursacht Scannerabsturz bei ClamAV

Mailverkehr gestoert: Beim Verarbeiten manipulierter komprimierter Dateien durch den freien Virenscanner ClamAV kann ein Speicherfehler ausgeloest werden, der zum Absturz des Scanners fuehrt, berichtet der Internet-Dienst Heise [5]. Die fehlerbereinigte, aktualisierte Version 0.93.1 von ClamAV kann von der Internet-Seite des Herstellers [6] herunter geladen werden.

Trojaner manipuliert Dateien

Hoffnungslos verschluesselt: Nicht neu, aber immer noch gern genutzt: Das Internet-Sicherheitsunternehmen Kaspersky [7] hat einen Trojaner identifiziert, der Dateien auf Festplatten von PCs verschluesselt. Es handelt sich hier um einen Fall von Erpressung, denn zur Entschluesselung bietet der Urheber des Trojaners ein Programm an, das man angeblich bei ihm kaufen kann, berichtet die Internetseite virenschutz.info [8]. Allerdings loescht der Trojaner die Originaldatei nicht wirklich, sondern nur den Eintrag im Inhaltsverzeichnis der Festplatte und erstellt eine verschluesselte Kopie der Datei. Bei einer Infektion koennen Datenrettungsprogramme moeglicherweise die geloeschten Originaldateien rekonstruieren. Der Trojaner, der verschiedene Namen hat, beispielsweise gpcode.ak, wird ueber einen Mailanhang gestartet. Das BSI warnt davor, Mails mit unbekannten Anhaengen zu oeffnen und empfiehlt, die Virenschutzprogramme immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Trojaner Zlob bedroht Windows-Rechner

Aggressive Videocodecs: Ein Computerexperte der Washington Post [9] hat entdeckt, dass eine neue Version des Trojaners Zlob erstmals von infizierten Windows-PCs aus auch Router befallen kann, die fuer das Verteilen von Daten zustaendig sind. Der Trojaner probiert eine Liste mit Standard-Passwoertern und -Usernamen aus um sich Zugang auf den Router zu verschaffen. Ist der Angriff erfolgreich, versetzt dies die Angreifer in der Lage, den Datenverkehr auf ihren eigenen Server umzuleiten. Der Trojaner verbirgt sich in einem angeblichen Programm zum Umwandeln von Videoformaten, das zum kostenlosen Herunterladen offeriert wird. Das BSI empfiehlt, das Standard-Passwort bei Routern zu aendern und keine unbekannten Mailanhaenge zu oeffnen.

Trojaner-Mail installiert falsche Banken-Webseite

Mit der Sensationsgier kalkuliert: Eine Mail, die angeblich vom Internetradiosender "Radio Powerplay" (RPP) stammen soll, verspricht dem Empfaenger, dass er sich ein Video von einem Japaner, der vor einigen Wochen Amok lief und zahlreiche Menschen niederstach, ansehen kann, wenn er einem in der Mail angegebenen Link folgt. Das meldet die Internetseite virenschutz.info [10]. Beim Herunterladen der Datei wird allerdings ein Trojaner eingeschleust, der unechte Webseiten von Banken auf dem Rechner installiert. Hat der Nutzer sein Konto bei einer dieser Banken und waehlt nun das naechste Mal sein Bankportal an, wird er auf eine Phishing-Seite umgelenkt, die dann seine eingegebenen Daten ausspioniert. Das BSI warnt davor, Mails mit unbekannten Anhaengen zu oeffnen und empfiehlt, das Virenschutzprogramm immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Windows-Servicepack installiert veraltete Flash-Version

Eingebaute Falle: Wie das Internet Storm Center [11] meldet, wird bei der Aktualisierung von Windows XP Service Pack 3 eine veraltete Flash-Player Version installiert. Diese Flash-Version enthaelt eine Sicherheitsluecke, die von Adobe, dem Hersteller des Flash Players; schon vor Monaten beseitigt wurde. Anwendern von Windows XP Service Pack 3 wird geraten, die alte Flash-Version umgehend durch die aktualisierte Version zu ersetzen. Sie steht bei Adobe [12] zum Download bereit.

Praeparierte PDF-Dateien in Umlauf

Unbedingt Updaten: Online-Betrueger versuchen derzeit ueber manipulierte PDF-Dokumente Trojanische Pferde auf fremde Rechner zu schleusen. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure [13]. Dem Unternehmen liegt eine praeparierte PDF-Datei vor, welches wie ein Formular des amerikanischen Department of Homeland Security aussieht. Es ist nicht auszuschliessen, dass noch weitere manipulierte PDFs mit unterschiedlichen Inhalten in Umlauf sind. Werden die manipulierten PDF-Dokumente geoeffnet - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten - installiert sich Schadsoftware auf dem Rechner. Anwender sollten keine PDFs aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen und - sollte dies noch nicht geschehen sein - den Adobe Reader auf Version 8.1.2 aktualisieren. Dieser steht bei Adobe [14] zum Download bereit.

Sturm-Wurm lockt wieder mit Liebes-Mails

Kein Ende in Sicht: Nicht neu, aber laestig: Derzeit verbreiten Online-Kriminelle wieder vermeintliche Liebesgruesse im Netz, berichtet die Online-Ausgabe der PC-Welt [15]. Die E-Mails haben Betreffzeilen wie "Madly in love" ("Schwer verliebt") oder "Wanna hug you" ("Will dich umarmen"). Sie enthalten einen Link, der auf eine manipulierte Webseite fuehrt. Dort findet sich ein Bild mit dem Text "Who is loving you? Don't you want to know?" ("Wer liebt dich? Willst du das nicht wissen?"). Klickt man auf die hinterlegte Datei mit dem Namen "loveyou.exe", installiert sich der seit 18 Monaten kursierende "Sturm-Wurm" auf dem Rechner. Dieser schliesst den PC an ein Botnetz an und missbraucht ihn zum Spam-Versand. Empfaenger sollten die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zum Thema Botnetze gibt es auf der Seite [16].

Safari-Browser unter Windows sorgt fuer Probleme

Vertragen sich nicht: Eine Schwachstelle in der Kombination zwischen dem standardmaessig eingestellten Downloadverzeichnis im Webbrowser Safari (= Desktop) und der Behandlung ausfuehrbarer Dateien in Windows ermoeglicht Angreifern das Herunterladen, Ablegen und Ausfuehren von Code ohne weitere Bestaetigung durch den Benutzer. Benutzer sollten bei der Verwendung des Webbrowser Safari, diesen so konfigurieren, dass heruntergeladene Dateien nicht automatisch auf dem Desktop abgelegt werden. Dies geschieht in den Browser-Einstellungen ueber die Einstellung "Downloads sichern in".

Deutsche Webseiten verbreiten Schadcode

Gut versteckt: Cyberkriminelle nutzen derzeit vermehrt deutsche Webseiten, um Schadsoftware zu verbreiten, berichtet die IT-News-Seite Heise [17]. Dazu hacken die Angreifer serioese Internetauftritte - wie beispielsweise von Staedten, Gemeinden und Landkreisen - und integrieren dort Links die wiederum auf Seiten mit Schadsoftware verweisen. Durch Luecken im Webbrowser werden die PCs von Besuchern der Seiten dann mit Schadcode infiziert. Die betroffenen Webseiten erkennt man an Zeilen wie "script src=xx://www.banner82.com/b.js" oder "xx.adw95".com in der Adressleiste. Nutzer sollten saemtliche eingesetzte Software stets auf dem aktuellen Stand halten und veroeffentlichte Patches umgehend einspielen. [18].

Kriminelle missbrauchen Webseiten fuer Angriffe

Angriff auf Adobe Flash Player: Angreifer nutzen derzeit Schwachstellen in den Flash-Player-Versionen vor 9.0.124.0 massiv aus, um Schadcode auf betroffenen Rechnern zu installieren. Die Angreifer haben dazu zahlreiche vertrauenswuerdige Webseiten manipuliert, indem sie in diese schadhaften Flash Code einbetten. Bereits das Betrachten einer infizierten Webseite reicht aus, um den schadhafen Code auf betroffene Systeme einzuschleusen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie die aktuellste Version 9.0.124.0 des Flash Players installiert haben. Besuchen Sie dazu die Webseite [19] von Adobe. Dies sollten Sie fuer jeden Browser durchfuehren, der auf Ihrem System installiert ist, da verschiedene Browser auch unterschiedliche Flash-Versionen installiert haben koennen.

Kriminelle missbrauchen Webseiten fuer Angriffe

Angriff auf Adobe Flash Player: Angreifer nutzen derzeit Schwachstellen in den Flash-Player-Versionen vor 9.0.124.0 massiv aus, um Schadcode auf betroffenen Rechnern zu installieren. Die Angreifer haben dazu zahlreiche vertrauenswuerdige Webseiten manipuliert, indem sie in diese schadhaften Flash Code einbetten. Bereits das Betrachten einer infizierten Webseite reicht aus, um den schadhaften Code auf betroffene Systeme einzuschleusen. Das Buerger-CERT raet Nutzern daher dringend, sicher zu stellen, dass stets die aktuellste Version des Flash Players installiert ist (derzeit 9.0.124.0). Dies geschieht am einfachsten ueber den Besuch der Adobe-Webseite [20]. Dies sollte fuer jeden Browser durchgefuehrt werden, der auf dem PC installiert ist, da verschiedene Browser auch unterschiedliche Flash-Player-Versionen installiert haben koennen. Das Buerger-CERT empfiehlt jedoch, generell Aktive Inhalte im Browser zu deaktivieren.

Sicherheitsluecke im Internet Explorer ermoeglicht das Einschleusen von Schadprogrammen

Gefaehrliche Ausdrucke: Eine Schwachstelle im Internet Explorer ermoeglicht Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen oder Daten auszuspionieren. Dazu genuegen der Besuch einer manipulierten Webseite und das anschliessende Ausdrucken einer praeparierten Link-Liste. Dies meldet die IT-News-Seite Heise [21]. Betroffen sind der Internet Explorer 7, eventuell die Beta-Version des Internet Explorers 8 sowie moeglicherweise aeltere Versionen. Einen Patch gibt es bislang nicht. Anwendern wird geraten, keine Link-Listen von Webseiten auszudrucken, bis ein Update bereit steht. Ausserdem sollte die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Trojanisches Pferd tarnt sich als Vertrag

Wichtigtuer: Cyberkriminelle versenden derzeit E-Mails mit den Betreffzeilen "Mietvertrag", "Abbuchungsvertrag" oder "Konto eroeffnet", die den Empfaenger dazu bewegen sollen, den manipulierten Mailanhang zu oeffnen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [22]. Die Nachricht ist in recht gutem Deutsch verfasst und informiert den Empfaenger darueber, dass sein Vertrag vorbereitet sei und die gewuenschten Paragraphen hinzugefuegt wurden. Anbei finde man die Datei mit dem angefertigten Vertrag. Klickt der Empfaenger jedoch auf die komprimierte Datei "Vertrag.RAR" und anschliessend auf das darin enthaltene Dokument "Vertrag.exe", installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Dieses spioniert beispielsweise Passwoerter oder Kontodaten des Nutzers aus. Empfaenger sollten die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Adobe schliesst Sicherheitsluecke

Wieder dicht: Adobe hat eine kritische Luecke im Acrobat und Reader geschlossen, ueber die es Angreifern bislang moeglich war, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte bereits das Oeffnen einer praeparierten PDF-Datei. Betroffen sind die Versionen 8.0 bis 8.1.2 sowie alle Versionen vor 7.1.0. von Adobe Acrobat und Adobe Reader. Nutzer sollten schnellstmoeglich das Security Update 1 von der Herstellerseite [23] herunterladen und installieren.

Apple entschaerft Safari Schwachstelle

Schnell updaten: Das Sicherheits-Update 3.1.2 der Windows-Version des Apple-Browsers Safari wurde jetzt auf der Herstellerwebsite [24] zum Herunterladen bereitgestellt. Der Anlass: Durch das automatische Abspeichern aller aus dem Internet geladener Dateien auf dem Desktop des PCs entstand ein Sicherheitsrisiko im Zusammenspiel mit dem Internet Explorer, da der Explorer am selben Ort nach ausfuehrbaren Programmdateien sucht Nach dem Update auf die aktuelle Version 3.1.2 wird beim Nutzer nachgefragt wohin die Datei gespeichert werden soll. Das Update behebt zudem eine weitere Luecke im Safari-Browser, die das Einschleusen von Schadcode ermoeglichte.

Erneuter Patch fuer Windows XP

Zweiter Versuch: Microsoft musste bei einem Patch fuer eine Sicherheitsluecke in den Betriebssystemen Windows XP SP2 und SP3 jetzt nachbessern, berichtet ein Microsoft-Mitarbeiter [25]. Ein am letzten "Patchday" verteiltes Update erzielte nur fuer Windows Vista die gewuenschte Wirkung, nicht aber fuer Windows XP. Es ging um eine Sicherheitsluecke in Zusammenhang mit der Bluetooth-Technologie fuer die Datenuebertragung zwischen Computern und mobilen Geraeten wie Handys und PDAs. Der neue Patch wird automatisch an alle Windows-XP-Nutzer verteilt.

Mozilla Firefox 3 verbessert Sicherheitsfeature

Millionenfach herunter geladen: Mehr als 5,9 Millionen Mal wurde die neue Version 3 des Open-Source-Browsers Firefox [26] bereits am Tag der Veroeffentlichung herunter geladen. Bei der neuen Version wurde unter anderem der Schutz gegen Phishing und Schadsoftware verbessert. Beispielsweise gibt der Browser beim Online-Banking und Online-Shopping nun nuetzliche Hinweise: Das Mini-Symbol der Internetseite verfaerbt sich blau oder gruen, wenn Sicherheitsinformationen vorliegen. Fehlen diese, bleibt das Icon grau. Weitere Informationen ueber die neuen Sicherheitsfeatures finden Sie auf der Herstellerseite [27].

Neue Sicherheitsstandards bei Opera 9.5

Unbeschwerter surfen: Die neue Version 9.5 des kostenfreien Internetbrowsers Opera [28] hat neben der Ueberarbeitung der Benutzeroberflaeche und der Erhoehung der Geschwindigkeit auch den Schutz vor gefaehrlichen Online-Inhalten verbessert. Opera warnt den Nutzer nun vor dem Besuch von Phishing-Seiten, zeigt mit einem Schloss-Symbol die fuer eine Internetseite gueltige Sicherheitsstufe an und arbeitet mit der 256-Bit-Verschluesselung, der hoechsten Standardverschluesselung fuer das Web.

Apple schliesst Sicherheitsluecken in QuickTime

Wieder sicher: Apple hat ein Update veroeffentlicht, das in der Multimedia-Software QuickTime mehrere Schwachstellen beseitigt. Ueber die Sicherheitsluecken war es Angreifern bislang moeglich, Schadprogramme auf fremden PCs zu installieren. Betroffen sind alle Versionen von QuickTime vor Version 7.5 fuer Windows und Mac OS X. Das BSI raet Nutzern dazu, die aktualisierte Version 7.5 schnellstmoeglich einzuspielen. Sie wird ueber die automatische Update-Funktion verteilt oder kann ueber die Apple-Webseite [29] bezogen werden.

Microsoft veroeffentlicht Sicherheitsupdates

Patchday: Microsoft schliesst am monatlichen Patchday insgesamt elf Sicherheitsluecken mit sieben Updates (MS08-30 bis MS08-36). Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang unter anderem moeglich, Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Betroffen ist auch der Internet Explorer. Anwender sollten die Updates zuegig installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion oder ueber den Besuch der Microsoft-Webseite [30].

Kaspersky veroeffentlicht Update fuer Antivirusloesungen

Fehler im Treiber: Ueber eine Schwachstelle im Treiber von verschiedenen Kaspersky- Sicherheitsloesungen ist es moeglich, Administratorenrechte auf einem System zu erlangen. So kann ein Anwender trotz eingeschraenkter Nutzerrechte beispielsweise Systemeinstellungen aendern. Betroffen sind Kaspersky Anti Virus 6.0 und 7.0, Internet Security 6.0 und 7.0 sowie Anti-Virus 6.0 fuer Windows Workstations. Das Unternehmen hat Updates heraus gegeben, die den Fehler beseitigen. Diese werden ueber das automatische Update verteilt oder koennen von der Kaspersky-Webseite [31] herunter geladen werden.

Update fuer OpenOffice erschienen

Nichts mehr offen: Die Entwickler des OpenOffice-Projekts haben eine neue Version der Buerosoftware veroeffentlicht. Ueber eine Schwachstelle war es Online-Kriminellen bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden und auszufuehren. Dazu genuegte bereits das Oeffnen eines manipulierten Dokumentes - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Anwender sollten die aktualisierte Version 2.4.1 umgehend installieren. Sie steht auf der OpenOffice-Webseite [32] in deutscher Sprache zum Download bereit. Auch fuer die Nutzer von StarOffice, steht ein Update zur Verfuegung. Anwender koennen das Update 11 von der Sun-Webseite [33] herunterladen.

Neue Version fuer VLC Mediaplayer

Nach g kommt h: Die Entwickler des VLC Mediaplayers haben eine neue Version veroeffentlicht, in der mehrere Sicherheitsluecken geschlossen wurden. Ueber die Schwachstellen war es Angreifern bislang moeglich, Schadsoftware auf fremde Computer zu schleusen. VLC-Nutzer sollten die Software umgehend auf Version 0.8.6h aktualisieren. Die aktuelle deutsche Version des Players kann beispielsweise von der Chip-Webseite [34] herunter geladen werden.

Skype beseitigt Schwachstelle

Neue Version: In der Internet-Telefonie-Software Skype wurden zwei Sicherheitsluecken geschlossen, die es Angreifern ermoeglichte, Schadcode einzuschleusen. Durch eine Schwachstelle im Filter der Software werden potenziell gefaehrliche Dateitypen wie .pif, .vbs und .scr nicht von Skype blockiert. Betroffen sind alle Skype Windows-Versionen bis einschliesslich 3.8.*.115. Nutzer sollten die aktuelle Version 3.8.0.139 umgehend einspielen. Sie steht auf der Skype-Webseite [35] zum Download bereit.

Kritische Sicherheitsluecken im Instant Messenger Trillian beseitigt

Gefahrlos chatten: Der Hersteller des Instant Messengers Trillian hat ein Update veroeffentlicht, das mehrere Schwachstellen schliesst. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Online-Kriminellen bisher, Schadcode auf fremde PCs zu schmuggeln. Dazu genuegte beispielsweise das Oeffnen einer manipulierten Nachricht. Nutzer sollten umgehend die aktualisierte Fassung des Trillian Messengers v3.1.10.0 einspielen. Sie steht auf der Webseite des Herstellers Cerulean Studios [36] zur Installation bereit.

Schwachstelle im Foxit Reader geschlossen

Wieder sichere PDFs: Ueber eine Sicherheitsluecke im Foxit Reader war es Angreifern bislang moeglich, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegte das Oeffnen eines manipulierten PDF-Dokumentes. Betroffen sind der Foxit Reader in Version 2.3 Build 2825 sowie aeltere Versionen. Nutzer sollten die aktualisierte Fassung 2.3. Build 2923 umgehend installieren. Die aktuelle deutsche Version steht beispielsweise auf der Webseite des Computermagazins Chip [37] zum Download bereit.

Microsoft schliesst kritische Sicherheitsluecken

Umgehend aktualisieren!: Microsoft hat mehrere Updates veroeffentlicht, die unterschiedliche Schwachstellen beseitigen. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen und auszufuehren. Dazu genuegte beispielsweise das Ansehen eines manipulierten .rtf-Dokumentes in der Outlook-Voransicht. Betroffen sind unter anderem Microsoft Word und Publisher. Anwendern wird geraten, die Updates MS08-26 bis MS08-29 umgehend einzuspielen. Dies geschieht am einfachsten ueber die automatische Update-Funktion von Windows oder den manuellen Download von der Microsoft-Webseite [38].

Update fuer Adobe Reader veroeffentlicht

Wieder sichere PDFs: Adobe hat ein Update fuer seinen Reader heraus gegeben, das mehrere Schwachstellen beseitigt. Manipulierte PDF-Dateien ermoeglichten Online-Kriminellen beliebigen Schadcode auf fremden Computern auszufuehren. Anwender sollten die aktualisierte Version 8.1.2 des Adobe Readers schnellstmoeglich installieren. Sie kann von der Herstellerwebseite [39] herunter geladen werden.

PRISMA:

Hackerangriff auf Kaffeemaschine moeglich

Verleideter Genuss: Jura, ein italienischer Hersteller von Kaffeemaschinen, hat bei seinem ersten Versuch, eine Kaffeemaschine mit einem "Internet Coffee System" auf den Markt zu bringen, den Aspekt der IT-Sicherheit zu wenig beruecksichtigt. Um die Online-Wartung der Kaffeemaschinen ueber ein Computernetzwerk zu ermoeglichen, muss auf dem Computer des Nutzers eine spezielle Software installiert werden. Wie der amerikanische Internet-Dienst Security Focus [40] meldet, kann diese jedoch so manipuliert werden, dass die Maschine beim Zubereiten des Kaffees zu viel Pulver oder zu wenig Wasser einsetzt oder signalisiert, dass ein Techniker vor Ort zur Wartung notwendig sei. Der Hersteller ist ueber das Problem informiert.

Broschuere zum Thema Musik aus dem Netz

Legal laden: Musik aus dem Internet herunter zu laden ist praktisch: Ein paar Klicks und der gewuenschte Song ist blitzschnell zu Hause auf dem eigenen Rechner. Was sich so einfach anhoert, kann aber auch zu Problemen fuehren. Naemlich dann, wenn bei illegalem Download Urheberrechte verletzt werden. Die EU-Initiative klicksafe und die Verbraucherzentrale NRW haben eine Broschuere veroeffentlicht, die ueber den Umgang mit Musikportalen und Tauschboersen im Internet informiert. "Musik im Netz: Runterladen ohne Reinfall" gibt Tipps fuer das legale Downloaden von Musik. Fragen wie: "Wo und wie kann ich legal Musik herunter laden?" "Wie ist die Rechtslage bei Tauschboersen?" "Was mache ich, wenn ich eine Abmahnung erhalte?" werden in der Broschuere beantwortet. Der Flyer kann bei klicksafe [41] als PDF-Datei herunter geladen werden.

Hacken eines offenen WLAN-Netzes ist strafbar

"mal schnell eingewaehlt": Ein Anwender, der ein privates WLAN-Netz zum "schwarz surfen" nutzte, hat sich nach einem Urteil des Amtsgerichts Wuppertal des Abhoerens von Nachrichten strafbar gemacht und gegen das Datenschutzgesetz verstossen. Wie die Rechts-Seite eRecht 24.de [42] berichtet, hatte sich der Angeklagte ohne Erlaubnis in ein ungeschuetztes WLAN-Netz in seiner Nachbarschaft eingewaehlt, weil er aus finanziellen Gruenden auf einen eigenen Internetzugang verzichtete. Der Besitzer des Funknetzes bemerkte den Missbrauch und erstattete Anzeige. Das Gericht sprach eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus. Der Laptop des Angeklagten wurde als "Tatwerkzeug" eingezogen. Im Wiederholungsfall muss der Angeklagte ausserdem eine Geldstrafe von 20 Tagessaetzen zu 5 Euro zahlen.

Die meisten Computernutzer haben keine Angst vor Datenmissbrauch

Passwoerter, PIN-Nummern & Co.: 57 Prozent der deutschen PC-Anwender halten ihre persoenlichen Daten im Internet fuer sicher. Dies ergab eine Forsa-Umfrage im Namen des Telekommunikations-Verbandes Bitkom [43], bei der mehr als 1000 Internetnutzer befragt wurden. 32 Prozent der Computeranwender halten ihre Daten fuer "eher unsicher" und 7 Prozent sind der Meinung, ihre Daten seien "voellig unsicher". Der Branchenverband fordert eine bessere Aufklaerung der Nutzer. Denn besonders soziale Netzwerke wie MySpace oder StudiVZ, in denen Anwender viele private Informationen preisgeben, werden von Cyberkriminellen immer haeufiger zu Phishing-Zwecken missbraucht. Mehr Infos [44].

Neue Broschuere zum Kinder- und Jugendschutz im Netz

Internet, Handy & Co.: Ob Computerspiele, Chatforen oder Handy-Downloads - fuer Kinder und Jugendliche gibt es im Netz viel Spannendes zu entdecken. Aber diese Angebote bringen nicht nur Spass, sondern bergen auch Gefahren: Die 75 Seiten starke Broschuere "Im Netz der neuen Medien: Internet, Handy und Computerspiele - Chancen und Risiken fuer Kinder und Jugendliche" informiert Eltern und Lehrer umfassend ueber den Umgang mit Computer & Co. und bietet Antworten vor allem auf folgende Fragen: Wo finden sich jugendgefaehrdende Inhalte? Worauf muss ich achten, wenn mein Kind in Chatforen unterwegs ist? Was ist mit modernen Handys alles moeglich? "Im Netz der neuen Medien" ist eine gemeinsame Initiative der Kultusministerkonferenz, der Jugend- und Familienministerkonferenz, der Polizeilichen Kriminalpraevention der Laender und des Bundes sowie klicksafe und Schulen ans Netz e.V. Die Broschuere kann auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalpraevention [45] herunter geladen werden.

Schaedlinge verbreiten sich immer haeufiger ueber Online-Netzwerke

Vorsicht beim "Social Networking": Bekannte und haeufig besuchte Webseiten sowie Online-Communities wie beispielsweise MySpace und StudiVZ werden von Cyberkriminellen zunehmend fuer Phishing-Zwecke missbraucht. Dies zeigt der aktuelle Sicherheitsreport von Symantec [46]. Nutzer setzen viel Vertrauen in etablierte Webseiten und geben dort eine Vielzahl an privaten Informationen preis. Dies nutzen Angreifer dann dazu, um Anwender gezielt auszuspionieren. So ist die Zahl der von Symantec registrierten Server mit betruegerischen Webseiten im zweiten Halbjahr 2007 weltweit um 167 Prozent auf 87.963 gestiegen. Ausserdem nutzen die Hacker webseitenspezifische Sicherheitsluecken aus, um ueber so genannte Drive-by-Downloads Trojanische Pferde oder Spionagesoftware auf Rechner zu schleusen. Dazu muss noch nicht einmal eine schaedliche Datei angeklickt werden - die Schadsoftware installiert sich automatisch. Mehr Infos zum Thema Phishing [47].

Neue Broschuere zu Kundenschutz fuer Jugendliche

Sicher Surfen und Telefonieren: Kostenfallen bei Handy und Internet sind das Thema einer Broschuere des Verbraucherschutzministeriums in Rheinland-Pfalz. Der Hintergrund: 96 Prozent der 14- bis 19-Jaehrigen besitzen ein eigenes Handy, 94 Prozent gehen regelmaessig ins Internet. Die Broschuere benennt die Gefahren, die dabei auftauchen koennen, zum Beispiel Abovertraege im Internet, Phishing, Viren und Trojanische Pferde und gibt allgemein verstaendliche Tipps zum sicheren Surfen und Telefonieren, die nicht nur fuer Jugendliche lesenswert sind. Ein besonderes Plus der Broschuere: Der umfangreiche Anhang mit Kontaktadressen, Infomaterial und Webseiten zur IT-Sicherheit. Die Broschuere kann von der Seite des Verbraucherschutzministeriums [48] als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Online-Kriminelle umgehen vermehrt Spam-Schutz von E-Mail-Diensten

Provider muessen nachruesten: Cyberkriminellen gelingt es immer haeufiger, den Spam-Schutz von E-Mail-Diensten zu umgehen. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs [49] in seinem Intelligence Report fuer den Monat Februar. Viele E-Mail-Anbieter nutzen das so genannte "Captcha"-Verfahren (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, zu Deutsch etwa: Vollautomatischer Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden), um sich vor Missbrauch zu schuetzen. Bei diesem Verfahren wird beispielsweise eine Zahlenfolge angegeben, die der Nutzer manuell eintippen muss, bevor er sich auf einer Seite registrieren kann. Cyberkriminelle wenden nun Techniken an, um die Captcha-Abfrage zu umgehen und nutzen ihre Bot-Netze dazu, um massenweise E-Mail-Konten anzulegen. Diese werden anschliessend zum Spam-Versand eingesetzt. Laut MessageLabs werden 4,6 Prozent der Spam-Mails ueber Webmail-Dienste verschickt. Den weitaus groessten Anteil nimmt dabei Yahoo Mail mit 88,7 Prozent ein. Der Anteil der Spam-Mails ueber Google G-Mail hat sich seit Januar von 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent verdoppelt. E-Mail-Provider muessten daher auf lange Sicht umdenken, um ihre Dienste wirksam vor Missbrauch zu schuetzen.

Alles was Recht ist…

Kompendium zum Internetrecht aktualisiert: Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei (3,2 MB) zum Download [50] bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts [51] durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Prof. Hoeren folgt dem Shareware-Prinzip, das heißt, wem das Skript zusagt, der kann einen Obolus oder mehr in die Kaffeekasse entrichten.

Beschwerden gegen jugendgefaehrdende Inhalte im Netz nehmen zu

Gut aufgepasst!: Ob pornografische Videos, Gewalt verherrlichende Fotos oder rechtsradikale Aeusserungen - jugendgefaehrdende Inhalte finden sich im Internet zuhauf. So meldet die Organisation Jugendschutz.net [52] 750 Hinweise von Nutzern auf derartige Jugendschutzverstoesse fuer den vergangenen Monat - eine Rekordzahl. In den vergangenen zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der Beschwerden fast verdoppelt. Ein positives Zeichen. Denn fuer die Organisation sind Beschwerden von Internetnutzern enorm wichtig: "Je mehr Hinweise wir bekommen, desto besser koennen wir gegen Verstoesse vorgehen und dafuer sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch im Netz auf nichts stossen, was wir ihnen offline nicht zumuten wuerden", sagt Friedemann Schindler, der Leiter von Jugendschutz.net. Wenn auch Sie im Netz auf jugendgefaehrdende Inhalte stossen sollten, schreiben Sie eine E-Mail an: [hotline@jugendschutz.net] oder nutzen Sie das Online-Beschwerdeformular [53].

Kontoinhaber muessen sich vor Phishing-Angriffen selbst schuetzen

Aktiv statt passiv: Kontoinhaber, die Ihren Rechner nicht ausreichend vor Phishing-Angriffen schuetzen, haften selbst fuer entstandene Schaeden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Koeln. Wie die Webseite Trojaner-Info [54] berichtet, hatten Datenfischer die PIN- und TAN-Nummern eines Bankkunden ausgespaeht und Geld von dessen Konto entwendet. Obwohl vor Gericht nicht genau geklaert werden konnte, wie die Kriminellen an die Daten des Opfers gelangt sind, war das Urteil der Richter eindeutig: Die Bank muss nicht fuer den entstandenen Schaden haften, sondern der Kontoinhaber. Die Richter begruendeten ihre Entscheidung damit, dass von einem Online-Banking- Nutzer bestimmte Vorsichtsmassnahmen erwartet werden koennten: Dazu gehoere beispielsweise die Installation einer Firewall, eines Virenschutzprogramms sowie das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches fuer Betriebssystem und Software. Ausserdem muesse der Nutzer wissen, dass er PINs und TANs niemals auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail weitergeben duerfe. Auch offensichtlich gefaelschte Internetadressen von Banken muesse der Nutzer erkennen. Mehr Infos zum Thema Online-Banking [55].

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [56]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet [57].

Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [58]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [59]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [60] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [61] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [62] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.


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