Lohra-Wiki

IT-Sicherheit

Aus Lohra-Wiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Update 8.11.)
(Update 22.11.)
Zeile 1: Zeile 1:
-
Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 08.11.2007 und wichtiges von älteren Ausgaben.
+
Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 22.11.2007 und wichtiges von älteren Ausgaben.
-
Wohin man auch blickt: Ueberall im Netz spriessen Online-Plattformen und Tauschboersen, die Musik-, Foto- oder Videodateien verfuegbar machen. Web-Plattformen wie YouTube, MySpace oder Flickr erfreuen sich vor allem bei Jugendlichen wachsender Beliebtheit. Denn dort koennen nicht nur Kontakte geknuepft oder eigene Profile erstellt, sondern auch Dateien - wie beispielsweise Fotos oder Videostreams - zum Tauschen bereitgestellt werden. Tauschboersen-Netzwerke haben teilweise mehrere Millionen Teilnehmer und bieten insgesamt eine grosse Auswahl an unterschiedlichen Inhalten. Aber ist das auch alles so harmlos wie es scheint? Nicht unbedingt. So koennen etwa Computerschaedlinge, die sich in online verfuegbaren Foto-, Musik- oder Videodateien verbergen, auf Rechnern ernste Probleme verursachen.  
+
Keine Lust auf volle Kaufhaeuser und lange Schlangen an der Kasse? Wer dem vorweihnachtlichen Einkaufsstress entgehen moechte, dem bietet das Online-Shopping eine gute Alternative. Ganz entspannt am Rechner sitzen und mit ein paar Klicks alle Einkaeufe erledigen - schliesslich gibt es heutzutage kaum etwas, das nicht auch ueber das Internet zu bekommen ist. Aber Vorsicht: Das Einkaufen im Netz bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern birgt auch Gefahren.  
Die Themen des neuen Newsletters:
Die Themen des neuen Newsletters:
-
  * Alles weg: Schaedling loescht MP3-Dateien und Videos
+
  * Musiker in der Malware-Falle: Cyberkriminelle nutzen MySpace-Profile zur Schaedlingsverbreitung
-
  * Unerlaubter Aufstieg: Mac-Probleme durch Norton AntiVirus
+
  * Nicht weiterleiten!: Falsche Warnung vor "Super-Virus" im Netz unterwegs
-
  * Optische Taeuschung: Bildverarbeitung bei ACDSee kann zu Problemen fuehren
+
  * Gefaehrliche Suche: Malware-Links tarnen sich als Google-Treffer
-
  * Aus dem Takt: Sicherheitsluecke in Sonys MP3-Player-Software
+
  * Spion statt Schutz: Schaedling gibt sich als Anti-Spyware aus
-
  * Ganz schoen gruselig: Trojanisches Pferd tarnt sich als Halloween-Gruss
+
  * Nicht locken lassen: Trojanisches Pferd tarnt sich als Flash-Player
-
  * Safer Media : Gefaehrliche Schwachstellen in QuickTime geschlossen
+
  * Passwort-Klau: Sicherheitsluecke in Firefox entdeckt
-
  * Rundum geschuetzt: Mehrere Sicherheitsluecken im RealPlayer geschlossen
+
  * Vorsicht, falsches Update!: Spam-Mail mit angeblichem Microsoft-Patch in Umlauf
-
  * Notfall-Loesung: Schwachstelle in aelteren Versionen von Adobe Reader und Adobe Acrobat weiter kritisch 
+
  * Achtung, gefaehrliche Bilder!: Apple stellt Update fuer iPhone zur Verfuegung
-
  * Wieder gesund: Trend Micro veroeffentlicht Patch fuer Antivirus-Produkte
+
  * Schnell aktualisieren!: Microsoft beseitigt Schwachstelle
-
  * Sicher bloggen: Wordpress schliesst Sicherheitsluecken
+
  * Nachzuegler: Mozilla Foundation schliesst Luecken in Thunderbird
-
  * Ausgefuchst: Firefox-Update beseitigt Absturzgefahr
+
  * Rundum gesunder Apfel: Apple behebt mehrere Schwachstellen in Mac OS X
-
  * Nicht jugendfrei: Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt
+
  * Sichere Testversion: Sicherheitsluecken in Apples Windows-Safari beseitigt
 +
 
= STÖRENFRIEDE: =
= STÖRENFRIEDE: =
 +
 +
== Cyberkriminelle nutzen MySpace-Profile zur Schaedlingsverbreitung ==
 +
 +
'''Musiker in der Malware-Falle:''' Online-Kriminelle missbrauchen derzeit verstaerkt die MySpace-Profile von Musikern wie beispielsweise Alicia Keys dazu, Schadsoftware auf die Rechner von Nutzern zu schleusen, meldet die IT-News-Seite Heise [http://www.heise.de]. Dazu verstecken sie ein unsichtbares Bild auf der Webseite - wird dies aus Versehen angeklickt, wird der Anwender auf eine manipulierte Seite weiter geleitet. Dort wird er aufgefordert, einen Codec zum Abspielen von Medieninhalten zu installieren. Kommt der Nutzer der Aufforderung nach, wird ein Schadprogramm auf den Computer geladen. Nach Aussage von MySpace sind die praeparierten Links auf den betroffenen Musikerseiten in der Zwischenzeit beseitigt worden. Dennoch ist es moeglich, dass noch weitere Profile praepariert wurden. Nutzer sollten darauf achten, dass der Mauszeiger auf eigentlich "leerem" Hintergrund keinen Link anzeigt - denn dann ist die Gefahr gross, dass es sich um eine manipulierte Seite handelt.
 +
 +
== Falsche Warnung vor "Super-Virus" im Netz unterwegs ==
 +
 +
'''Nicht weiterleiten!:''' Falschmeldungen oder so genannte "Hoaxes" sorgen immer wieder fuer Verwirrung im World Wide Web. Derzeit verbreiten sich erneut gefaelschte E-Mails und Instant Messages, die vor einem gefaehrlichen Computervirus warnen. Angeblich soll dieser die Festplatte des Rechners loeschen und laut Microsoft der "zerstoererischste Virus, den es je gegeben hat" sein. Der Schaedling stecke in einer E-Mail mit dem Betreff "Einladung" und koenne z.B. von einem Bekannten versendet oder weiter geleitet worden sein, in dessen Adressbuch man stehe. Der Empfaenger wird aufgefordert, die Warnung vor dem Virus an alle Freunde und Bekannten weiterzuleiten, um sie vor einer Infektion mit dem angeblichen Super-Virus zu schuetzen. Sollten Sie eine Mail oder Instant Messenger-Nachricht mit der falschen Virenwarnung erhalten, leiten Sie sie keinesfalls weiter. Mehr Infos zu Hoaxes, finden Sie auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/04_05.htm].
 +
 +
== Malware-Links tarnen sich als Google-Treffer ==
 +
 +
'''Gefaehrliche Suche:''' Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro: [http://www.trendmicro-europe.com] berichtet, nutzen Cyberkriminelle die Google-Suchfunktion "Auf gut Glueck" dazu, um Internetnutzern Links zu manipulierten Webseiten unterzuschieben. Die "Auf gut Glueck"-Funktion von Google sorgt dafuer, dass man bei einer Suche direkt - ohne Umweg ueber die Anzeige aller Suchergebnisse - zum ersten Treffer weitergeleitet wird. Die Online-Kriminellen muessen zunaechst dafuer sorgen, dass die von ihnen praeparierte Seite bei einer Google-Suche als erster Treffer erscheint - dies ist mit nur wenig Aufwand leicht zu bewerkstelligen. Dann wird der "Auf gut Glueck"-Link per Spam-Mail versendet. Klickt der Empfaenger auf den manipulierten Link, wird er direkt zu der Malware-verseuchten Webseite geleitet. Nutzer sollten generell keine Links oder E-Mail-Anhaenge aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen
 +
anklicken.
 +
 +
== Schaedling gibt sich als Anti-Spyware aus ==
 +
 +
'''Spion statt Schutz:''' Online-Kriminelle platzieren derzeit Werbung auf hoch frequentierten Webseiten, die Nutzer auf manipulierte Webauftritte locken sollen. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Secure Works [http://www.secureworks.com]. Klickt ein Nutzer auf die Werbung, wird er zu der praeparierten Webseite weiter geleitet. Dort erscheint dann ein Pop-up-Fenster mit der Nachricht, sein Computer sei mit Schaedlingen infiziert. Um diese zu beseitigen, solle man das angebotene Anti-Spy-Programm herunterladen - zu einem Preis zwischen 19,95 und 79,95 US-Dollar. Nach Eingabe der Kreditkarteninformation wird jedoch keine Anti-Spyware auf dem Computer installiert, sondern ein Trojanisches Pferd. Dieses spaeht beispielsweise private Daten aus oder ermoeglicht dem Angreifer, die Kontrolle ueber das System zu uebernehmen. Nutzer sollten generell beim Klicken auf Werbung oder Links im Internet vorsichtig sein und prinzipiell keine Software von nicht vertrauenswuerdigen Webseiten herunterladen.
 +
 +
== Trojanisches Pferd tarnt sich als Flash-Player ==
 +
 +
'''Nicht locken lassen:''' Cyberkriminelle versenden derzeit E-Mails, die einen Link zu einem vermeintlichen YouTube-Video enthalten, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Websense [http://www.websense.com/global/de/]. Klickt der Empfaenger auf den Link, wird er auf eine gefaelschte Webseite gefuehrt, die der echten YouTube-Seite taeuschend aehnlich sieht. Um das Video ansehen zu koennen, solle man den auf der Seite bereit gestellten Flash-Player herunterladen. Kommt man der Aufforderung nach, installiert sich jedoch ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Die Experten gehen davon aus, dass der Schaedling Zugangsdaten ausspioniert. Empfaenger sollten generell keine Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen folgen und das Antivirenprogramm stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/04_04.htm].
 +
 +
== Sicherheitsluecke in Firefox entdeckt ==
 +
 +
'''Passwort-Klau:''' Ueber eine Schwachstelle in Firefox ist es Angreifern moeglich, private Anmeldedaten auszuspionieren, meldet das US-Cert [http://www.us-cert.gov/]. Dazu genuegt der Besuch einer manipulierten Webseite, beispielsweise ueber einen E-Mail-Link. Einen Patch fuer die Luecke gibt es bislang nicht. Nutzern wird geraten, keine Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anzuklicken.
 +
 +
== Spam-Mail mit angeblichem Microsoft-Patch in Umlauf ==
 +
 +
'''Vorsicht, falsches Update!:''' Ueber eine besonders dreiste Masche von Online-Betruegern berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Panda Security [http://www.panda-software.de/index.htm]. Denn derzeit kursieren gefaelschte Microsoft-Mails mit einem vermeintlichen Sicherheitspatch im Netz. In der perfekt aufgemachten Mail wird vor einer real existierenden Sicherheitsluecke gewarnt. Man solle dem angegebenen Link folgen, um ein Update zu installieren, das die Luecke schliesst. Kommt man der Aufforderung nach, wird man zu einer gefaelschten Microsoft-Seite gefuehrt - die ebenfalls taeuschend echt wirkt. Das Kuriose: Bei dem dort angebotenen Update handelt es sich zwar um einen echten Microsoft Patch, der die Schwachstelle beseitigt - zusaetzlich wird jedoch Schadcode in das System geschleust. Dadurch ist es Angreifern moeglich, weitere Schadsoftware nachzuladen oder Zugriff auf den Computer zu erhalten. Empfaenger sollten dem Link nicht folgen und keinesfalls die angebotene Datei installieren. Updates von Microsoft sollten Sie grundsaetzlich nur ueber das automatische Microsoft-Update oder ueber die Microsoft-Webseite beziehen.
== Schaedling loescht MP3-Dateien und Videos ==
== Schaedling loescht MP3-Dateien und Videos ==
Zeile 53: Zeile 83:
Die E-Mail-Programme Outlook Express und Outlook 2000, der Adobe Acrobat Reader, der Netscape Browser, das Instant-Messaging Programm Miranda sowie die Internet- Telefonie-Software Skype haben Probleme mit der Verarbeitung spezieller URLs, die ein Prozent-Zeichen enthalten, berichtet die IT-News-Seite Heise [http://www.heise.de]. Mit dem Internet Explorer 7 unter Windows XP koennen solche Links direkt zum Aufruf beliebiger Programme fuehren. Dazu genuegt bereits der Klick auf einen manipulierten Link oder das Oeffnen eines praeparierten PDF-Dokumentes. Fuer Skype hat der Hersteller ein Update veroeffentlicht. Anwender sollten umgehend die aktuelle Version 3.5.0.239 installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber "Hilfe/Auf Aktualisierung pruefen". Fuer die anderen Programme gibt es derzeit keine Patches. Nutzer sollten die Updates einspielen, sobald diese bereit stehen. Ausserdem raet das BSI generell dazu, keine Links oder Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anzuklicken.
Die E-Mail-Programme Outlook Express und Outlook 2000, der Adobe Acrobat Reader, der Netscape Browser, das Instant-Messaging Programm Miranda sowie die Internet- Telefonie-Software Skype haben Probleme mit der Verarbeitung spezieller URLs, die ein Prozent-Zeichen enthalten, berichtet die IT-News-Seite Heise [http://www.heise.de]. Mit dem Internet Explorer 7 unter Windows XP koennen solche Links direkt zum Aufruf beliebiger Programme fuehren. Dazu genuegt bereits der Klick auf einen manipulierten Link oder das Oeffnen eines praeparierten PDF-Dokumentes. Fuer Skype hat der Hersteller ein Update veroeffentlicht. Anwender sollten umgehend die aktuelle Version 3.5.0.239 installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber "Hilfe/Auf Aktualisierung pruefen". Fuer die anderen Programme gibt es derzeit keine Patches. Nutzer sollten die Updates einspielen, sobald diese bereit stehen. Ausserdem raet das BSI generell dazu, keine Links oder Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anzuklicken.
-
== Angriff auf Online-Ticketservice==  
+
= SCHUTZMASSNAHMEN: =
-
'''Schwankendes Kartenhaus''':
+
== Apple stellt Update fuer iPhone zur Verfuegung ==
-
Das Online-Ticketservice-Unternehmen Kartenhaus [http://www.kartenhaus.de] hat bekannt gegeben, dass Cyberkriminelle einen Angriff auf die Webseite des Unternehmens durchgefuehrt haben. Dabei sind Kundeninformationen wie Kreditkartennummern und Rechnungsadressen gestohlen worden. Betroffen seien Ticketkaeufer, die im Zeitraum vom 24. Oktober 2006 bis 30. September 2007 ueber die Kartenhaus-Webseite Tickets mit ihrer Kreditkarte erworben haben. Lediglich Kreditkarten, die fuer den Kauf von Tickets fuer Heimspiele von Hertha BSC, HSV Handball oder Eisbaeren Berlin genutzt wurden, sind nicht betroffen. Nutzern wird empfohlen, sowohl ihre aelteren als auch zukuenftigen Kreditkartenabrechnungen auf unrechtmaessige Abbuchungen zu ueberpruefen und sich mit Ihrem Kreditkarteninstitut in Verbindung zu setzen. Fuer Fragen steht das Unternehmen Betroffenen unter der E-Mail-Adresse kreditkartenhilfe@kartenhaus.de zur Verfuegung.
+
-
== Trojanisches Pferd tarnt sich als Nachricht des Dalai Lama==
+
'''Achtung, gefaehrliche Bilder!:'''  Ein Fehler in der TIFF-Bibliothek ermoeglichte es Angreifern bislang Schadcode auf Apples iPhone und iPod Touch zu schleusen. Dazu genuegt das Oeffnen eines manipulierten TIFF-Bildes. Nun hat der Hersteller ein Update veroeffentlicht, das die Luecke schliesst. Anwender, die mit Ihrem iPhone oder iPod im Internet surfen, sollten das Update 1.1.2 installieren. Mehr Infos dazu gibt es auf der Apple-Webseite [http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=306993-de].
-
'''Boeser Schaedling statt gute Botschaft''':
+
== Microsoft beseitigt Schwachstelle ==
-
Nach wie vor werden aktuelle Ereignisse von Online-Kriminellen gerne als Aufhaenger fuer Spam-Mails genutzt - so beispielsweise auch die Unruhen in Birma. Derzeit kursieren E-Mails im Netz, die angeblich vom Dalai Lama stammen sollen, berichtet das Sicherheitsunternehmen Sophos [http://www.sophos.de]. Die vermeintliche Botschaft befindet sich als Word-Dokument im Anhang der Mail. Wird die Datei jedoch geoeffnet, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Ausserdem wird der Empfaenger dazu aufgefordert, die "Botschaft des Dalai Lama" schnellstmoeglich weiter zu verbreiten. Das BSI raet dazu, derartige Mails keinesfalls weiterzuleiten, sondern umgehend zu loeschen. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/04_04.htm].
+
-
== Online-Videos als neue Spam-Gefahr==
+
'''Schnell aktualisieren!:''' Microsoft schliesst im Rahmen seines November-Patchdays eine kritische Sicherheitsluecke. Ueber die Schwachstelle ist es Angreifern bislang moeglich, auf fremden Computern schaedlichen Programmcode mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegte der Klick auf einen manipulierten Link. Betroffen sind Windows-Systeme, auf denen der Internet Explorer 7 installiert ist. Anwender sollten das Update MS07-061 schnellstmoeglich installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber das automatische Update oder den Download von der Microsoft-Webseite [http://windowsupdate.microsoft.com].
-
'''Manipulierte Filmchen''':
+
== Mozilla Foundation schliesst Luecken in Thunderbird ==
-
Cyberkriminelle lassen sich immer neue Methoden einfallen, um Spam-Filter zu umgehen und schaedliche Software auf Rechner zu laden. So sind nach der Verbreitung von E-Mails mit pdf-Anhaengen oder 3D-Bildern nun auch die ersten Nachrichten mit manipulierten Online-Videos aufgetaucht. Dies meldet das Georgia Tech Information Security Center [http://www.gtisc.gatech.edu/] Viele Anti-Spam-Filter haben Probleme mit der Analyse von grossen Dateianhaengen oder integrierten Bildern und sortieren sie daher nicht als Spam aus. Ausserdem setzen die Betrueger darauf, dass die Verlockung ein vermeintlich witziges oder spannendes Video anzusehen so gross ist, dass die Datei einfach angeklickt wird - ohne dass an die Konsequenzen gedacht wird. Empfaenger sollten generell keine Dateianhaenge oder eingebettete Links in E-Mails aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen. Mehr Infos zum Thema Spam gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/05_06.htm.
+
-
== Altnet Download Manager fuer Kazaa und Grokster beinhaltet Schwachstelle==
+
'''Nachzuegler:''' Nach dem Update fuer den Browser Firefox veroeffentlicht Mozilla nun
 +
auch eine neue Version fuer seinen E-Mail-Programm Thunderbird. Mit der aktuellen Version 2.0.0.9 werden zwei Sicherheitsluecken geschlossen, die es Angreifern unter Umstaenden  ermoeglichten Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden. Die neue Version wird ueber das automatische Update verteilt oder kann bei Mozilla [http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/] herunter geladen werden. Anwender sollten die Version 2.0.0.9 schnellstmoeglich installieren.
-
'''Filesharing-Falle''':
+
== Apple behebt mehrere Schwachstellen in Mac OS X ==
-
Ueber eine Sicherheitsluecke im Altnet Download Manager (ADM) ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegt bereits der Besuch einer manipulierten Webseite. ADM ist eine Software, welche die Dateisuche der Filesharing-Programme Kazaa und Grokster unterstuetzt. Betroffen sind die ADM-Version 4.0.0.6 und ihre Vorgaenger sowie Kazaa 3.2.7.0 und Grokster 2.6 inklusive ihrer Vorgaengerversionen. Ein Update wurde bislang nicht veroeffentlicht. Nutzer sollten den Patch einspielen, sobald dieser zum Download bereit steht.
+
-
== Spam-Mails versprechen kostenfreie Spiele und lukrative Jobs ==
+
'''Rundum gesunder Apfel:''' Apple hat fuer sein Betriebssystem Mac OS X mehrere Sicherheitsupdates heraus gegeben. Ueber Schwachstellen ist es Angreifern beispielsweise moeglich, Schadcode auf fremden Rechner einzuschleusen und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Dazu genuegt der Besuch einer praeparierten Webseite oder das Oeffnen einer manipulierten Datei, zum Beispiel in E-Mail-Links oder -Anhaengen. Betroffen sind Mac OS X 10.4 sowie 10.3.9. Nutzern wird geraten, die Patches schnellstmoeglich zu installieren. Die Patches koennen automatisch ueber die Funktion "Software-Aktualisierung" heruntergeladen und installiert werden oder direkt von der Apple-Webseite [http://www.apple.com/support/downloads/] herunter geladen werden.
-
'''Vorsicht Bot-Netz!:'''
+
== Sicherheitsluecken in Apples Windows-Safari beseitigt ==
-
Derzeit werden von Cyberkriminellen E-Mails im Netz verbreitet, die mit kostenlosen Spiele-Downloads locken, berichtet die Online-Ausgabe des Magazins PC Welt [http://www.pcwelt.de]. Klickt der Empfaenger auf den angegebenen Link, wird er auf eine Webseite gefuehrt, von der er sich die vermeintlichen Spiele herunterladen kann. Oeffnet er die dort hinterlegte Datei namens "ArcadeWorld.exe" wird ein Trojanisches Pferd auf den Rechner geladen, der ihn an ein Bot-Netz anschliesst. Eine weitere Spam-Mail der Bot-Netz-Betreiber, die derzeit vermehrt im Netz kursiert, bietet dem Empfaenger einen Job als Geldwaescher. Folgt man dem dazugehoerigen Link, landet man auf einer Webseite, die ganz offen eine Provision von 10 Prozent fuer eine Geldwaesche offeriert. Die Experten von Symantec [http://www.symantec.de] gehen davon aus, dass diese Job-Mails von den bereits "gekaperten" Rechnern des Bot-Netzes aus verschickt werden. Das BSI raet dazu, Mails aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen umgehend zu loeschen. Mehr Infos zu Bot-Netzen gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-SEITE [http://www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/bot_netze.htm].
+
-
== Sicherheitsluecke im AOL Instant Messenger ==
+
'''Sichere Testversion:''' Apple hat fuer seinen Web-Browser Safari 3 fuer Windows die vierte Beta-Version veroeffentlicht. In der aktuellen Version wurden einige, zum Teil kritische, Schwachstellen behoben. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Anwender sollten die aktuelle Version 3.0.4 umgehend installieren. Sie steht bei Apple [http://www.apple.com/safari/download/] zum Download bereit.
-
 
+
-
'''Tueckische Nachrichten:'''  
+
-
Ueber eine Schwachstelle im AOL Instant Messenger "AIM" ist es Internetkriminellen unter anderem moeglich, beliebige Schadsoftware auf Rechnern zu installieren und auszufuehren. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Core Security [http://www.coresecurity.com]. Laut den Experten koennen Angreifer schon durch das Senden einer Nachricht vollen Zugriff auf den Computer erlangen - der Nutzer muss die Nachricht dazu nicht einmal oeffnen. Einen Patch, der die Luecke schliesst, gibt es bislang nicht. Anwendern wird geraten, die AIM-Software solange nicht zu nutzen, bis ein Update zur Verfuegung steht.
+
-
 
+
-
== Schwachstelle in Adobe Reader entdeckt ==
+
-
 
+
-
'''Gefaehrliche PDFs:'''
+
-
Ueber eine Sicherheitsluecke im Adobe Reader koennen Angreifer beliebigen Schadcode auf fremde Rechner schmuggeln und die vollstaendige Kontrolle ueber den Computer erlangen. Dazu genuegt bereits das Oeffnen manipulierter PDF-Dokumente. Bislang gibt es keinen Patch, der die Luecke schliesst. Das BSI raet Nutzern dazu, keine PDF-Dateien aus unbekannten oder nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen und umgehend das Update einzuspielen, sobald dieses bereit steht.
+
-
 
+
-
= SCHUTZMASSNAHMEN: =
+
== Gefaehrliche Schwachstellen in QuickTime geschlossen ==
== Gefaehrliche Schwachstellen in QuickTime geschlossen ==
Zeile 130: Zeile 146:
'''Wieder im Takt:''' Ueber eine Sicherheitsluecke im Winamp-Mediaplayer ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremde Rechner zu schleusen, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen iDefense [http://labs.idefense.com/]. Dazu genuegt der Klick auf einen Link zu einer manipulierten FLAC-Audiodatei. Der Hersteller hat nun eine neue Winamp-Version veroeffentlicht, die die Luecke schliesst. Anwendern wird geraten, die aktuelle Winamp-Version 5.5 schnellstmoeglich zu installieren. Sie steht beim Hersteller Nullsoft unter http://de.winamp.com/ zum Download bereit.
'''Wieder im Takt:''' Ueber eine Sicherheitsluecke im Winamp-Mediaplayer ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremde Rechner zu schleusen, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen iDefense [http://labs.idefense.com/]. Dazu genuegt der Klick auf einen Link zu einer manipulierten FLAC-Audiodatei. Der Hersteller hat nun eine neue Winamp-Version veroeffentlicht, die die Luecke schliesst. Anwendern wird geraten, die aktuelle Winamp-Version 5.5 schnellstmoeglich zu installieren. Sie steht beim Hersteller Nullsoft unter http://de.winamp.com/ zum Download bereit.
-
 
-
== AOL veroeffentlicht neue Netscape-Version ==
 
-
 
-
'''Frisch gepatcht:''' Die neue Version des Browsers Netscape schliesst mehrere Sicherheitsluecken, ueber die es Angreifern beispielsweise moeglich ist, die Kontrolle ueber fremde Rechner zu erlangen. Unter anderem wurde auch das Problem bei der Verarbeitung von speziell praeparierten URLs beseitigt. Anwender sollten die Netscape-Version 9.0.0.1 schnellstmoeglich installieren. Sie steht unter http://browser.netscape.com/downloads zum Download bereit.
 
-
 
-
== Opera veroeffentlicht neue Browser-Version ==
 
-
 
-
'''Aufpoliert:''' Opera hat eine neue Version des gleichnamigen Browsers veroeffentlicht. In der aktuellen Version 9.24 wurden mehrere Schwachstellen geschlossen, ueber die es Angreifern beispielsweise moeglich ist, Schadcode auf fremde Rechner zu laden. Eine der Sicherheitsluecken laesst sich von Angreifern ausnutzen, wenn auf einem Mac OS X-System neben einer aelteren Opera-Version auch eine Version des Adobe Flash Players installiert ist. Anwendern wird geraten, die aktuelle Opera-Version 9.24 umgehend zu installieren. Sie steht beim Hersteller unter http://www.opera.com/download/ zum Download bereit.
 
-
 
-
== Kaspersky beseitigt Schwachstelle im Online-Scanner ==
 
-
 
-
'''Sicher surfen:''' Kaspersky stellt eine neue Version seines Online-Scanners zum Download bereit. Ueber eine Sicherheitsluecke ist es Angreifern bislang moeglich, beliebigen Schadcode mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auf dem System auszufuehren. Verfuegt der Benutzer dabei ueber Administratorenrechte, koennen Cyberkriminelle die vollstaendige Kontrolle ueber den Rechner erlangen. Die Schwachstelle kann schon durch den Besuch einer manipulierten Webseite ausgenutzt werden. Betroffen sind alle bisherigen Versionen des Scanners. Das Buerger-CERT raet Nutzern dazu, die aktuelle Version des Online-Scanners 5.0.98.0 umgehend zu installieren. Diese kann bei Kaspersky [http://www.kaspersky.com/kos/eng/partner/default/kavwebscan.html] herunter geladen werden.
 
-
 
-
== Neue Version von Instant-Messenger Miranda veroeffentlicht ==
 
-
 
-
'''Fast dicht:''' Die neue Version 0.7.1 des Instant-Messengers Miranda behebt mehrere Schwachstellen. Ueber diese ist es Angreifern moeglich, mithilfe von praeparierten Nachrichten schaedliche Software auf fremde Rechner zu spielen und auszufuehren. Nutzern wird geraten, die aktuelle Version umgehend zu installieren. Nach wie vor bestehe jedoch das Problem bei der Verarbeitung spezieller URLs, die ein Prozentzeichen enthalten, berichtet die IT-News-Seite Heise [http://www.heise.de]. Ueber diese Schwachstelle seien Systeme nach wie vor angreifbar. Anwender sollten daher generell keine Links in Nachrichten aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anklicken.
 
-
 
-
== Sicherheitsluecke in Bildbetrachter-Software Irfanview geschlossen ==
 
-
 
-
'''Zu bunt getrieben:''' Das IT-Sicherheitsunternehmen Secunia [http://www.secunia.com] berichtet von einer Schwachstelle in der Bildbetrachter-Software Irfanview. Die Sicherheitsluecke ermoeglicht es Angreifern, fremden Code auf Rechner zu schleusen und auszufuehren. Dazu genuegt das Oeffnen einer praeparierten Farbpaletten-Datei (.pal). Betroffen sind die Versionen 3.99 und 4.0. Der Hersteller stellt nun die fehlerbereinigte Version 4.10 zum Download bereit. Diese kann von der Irfanview- Webseite [http://www.irfanview.com/main_what_is_ger.htm] herunter geladen werden.
 
= PRISMA: =
= PRISMA: =

Version vom 21:40, 22. Nov. 2007

Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 22.11.2007 und wichtiges von älteren Ausgaben.

Keine Lust auf volle Kaufhaeuser und lange Schlangen an der Kasse? Wer dem vorweihnachtlichen Einkaufsstress entgehen moechte, dem bietet das Online-Shopping eine gute Alternative. Ganz entspannt am Rechner sitzen und mit ein paar Klicks alle Einkaeufe erledigen - schliesslich gibt es heutzutage kaum etwas, das nicht auch ueber das Internet zu bekommen ist. Aber Vorsicht: Das Einkaufen im Netz bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern birgt auch Gefahren.

Die Themen des neuen Newsletters:

* Musiker in der Malware-Falle: Cyberkriminelle nutzen MySpace-Profile zur Schaedlingsverbreitung
* Nicht weiterleiten!: Falsche Warnung vor "Super-Virus" im Netz unterwegs
* Gefaehrliche Suche: Malware-Links tarnen sich als Google-Treffer
* Spion statt Schutz: Schaedling gibt sich als Anti-Spyware aus
* Nicht locken lassen: Trojanisches Pferd tarnt sich als Flash-Player
* Passwort-Klau: Sicherheitsluecke in Firefox entdeckt
* Vorsicht, falsches Update!: Spam-Mail mit angeblichem Microsoft-Patch in Umlauf
* Achtung, gefaehrliche Bilder!: Apple stellt Update fuer iPhone zur Verfuegung
* Schnell aktualisieren!: Microsoft beseitigt Schwachstelle
* Nachzuegler: Mozilla Foundation schliesst Luecken in Thunderbird
* Rundum gesunder Apfel: Apple behebt mehrere Schwachstellen in Mac OS X
* Sichere Testversion: Sicherheitsluecken in Apples Windows-Safari beseitigt


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Cyberkriminelle nutzen MySpace-Profile zur Schaedlingsverbreitung

Musiker in der Malware-Falle: Online-Kriminelle missbrauchen derzeit verstaerkt die MySpace-Profile von Musikern wie beispielsweise Alicia Keys dazu, Schadsoftware auf die Rechner von Nutzern zu schleusen, meldet die IT-News-Seite Heise [1]. Dazu verstecken sie ein unsichtbares Bild auf der Webseite - wird dies aus Versehen angeklickt, wird der Anwender auf eine manipulierte Seite weiter geleitet. Dort wird er aufgefordert, einen Codec zum Abspielen von Medieninhalten zu installieren. Kommt der Nutzer der Aufforderung nach, wird ein Schadprogramm auf den Computer geladen. Nach Aussage von MySpace sind die praeparierten Links auf den betroffenen Musikerseiten in der Zwischenzeit beseitigt worden. Dennoch ist es moeglich, dass noch weitere Profile praepariert wurden. Nutzer sollten darauf achten, dass der Mauszeiger auf eigentlich "leerem" Hintergrund keinen Link anzeigt - denn dann ist die Gefahr gross, dass es sich um eine manipulierte Seite handelt.

Falsche Warnung vor "Super-Virus" im Netz unterwegs

Nicht weiterleiten!: Falschmeldungen oder so genannte "Hoaxes" sorgen immer wieder fuer Verwirrung im World Wide Web. Derzeit verbreiten sich erneut gefaelschte E-Mails und Instant Messages, die vor einem gefaehrlichen Computervirus warnen. Angeblich soll dieser die Festplatte des Rechners loeschen und laut Microsoft der "zerstoererischste Virus, den es je gegeben hat" sein. Der Schaedling stecke in einer E-Mail mit dem Betreff "Einladung" und koenne z.B. von einem Bekannten versendet oder weiter geleitet worden sein, in dessen Adressbuch man stehe. Der Empfaenger wird aufgefordert, die Warnung vor dem Virus an alle Freunde und Bekannten weiterzuleiten, um sie vor einer Infektion mit dem angeblichen Super-Virus zu schuetzen. Sollten Sie eine Mail oder Instant Messenger-Nachricht mit der falschen Virenwarnung erhalten, leiten Sie sie keinesfalls weiter. Mehr Infos zu Hoaxes, finden Sie auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [2].

Malware-Links tarnen sich als Google-Treffer

Gefaehrliche Suche: Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro: [3] berichtet, nutzen Cyberkriminelle die Google-Suchfunktion "Auf gut Glueck" dazu, um Internetnutzern Links zu manipulierten Webseiten unterzuschieben. Die "Auf gut Glueck"-Funktion von Google sorgt dafuer, dass man bei einer Suche direkt - ohne Umweg ueber die Anzeige aller Suchergebnisse - zum ersten Treffer weitergeleitet wird. Die Online-Kriminellen muessen zunaechst dafuer sorgen, dass die von ihnen praeparierte Seite bei einer Google-Suche als erster Treffer erscheint - dies ist mit nur wenig Aufwand leicht zu bewerkstelligen. Dann wird der "Auf gut Glueck"-Link per Spam-Mail versendet. Klickt der Empfaenger auf den manipulierten Link, wird er direkt zu der Malware-verseuchten Webseite geleitet. Nutzer sollten generell keine Links oder E-Mail-Anhaenge aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anklicken.

Schaedling gibt sich als Anti-Spyware aus

Spion statt Schutz: Online-Kriminelle platzieren derzeit Werbung auf hoch frequentierten Webseiten, die Nutzer auf manipulierte Webauftritte locken sollen. Dies meldet das IT-Sicherheitsunternehmen Secure Works [4]. Klickt ein Nutzer auf die Werbung, wird er zu der praeparierten Webseite weiter geleitet. Dort erscheint dann ein Pop-up-Fenster mit der Nachricht, sein Computer sei mit Schaedlingen infiziert. Um diese zu beseitigen, solle man das angebotene Anti-Spy-Programm herunterladen - zu einem Preis zwischen 19,95 und 79,95 US-Dollar. Nach Eingabe der Kreditkarteninformation wird jedoch keine Anti-Spyware auf dem Computer installiert, sondern ein Trojanisches Pferd. Dieses spaeht beispielsweise private Daten aus oder ermoeglicht dem Angreifer, die Kontrolle ueber das System zu uebernehmen. Nutzer sollten generell beim Klicken auf Werbung oder Links im Internet vorsichtig sein und prinzipiell keine Software von nicht vertrauenswuerdigen Webseiten herunterladen.

Trojanisches Pferd tarnt sich als Flash-Player

Nicht locken lassen: Cyberkriminelle versenden derzeit E-Mails, die einen Link zu einem vermeintlichen YouTube-Video enthalten, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Websense [5]. Klickt der Empfaenger auf den Link, wird er auf eine gefaelschte Webseite gefuehrt, die der echten YouTube-Seite taeuschend aehnlich sieht. Um das Video ansehen zu koennen, solle man den auf der Seite bereit gestellten Flash-Player herunterladen. Kommt man der Aufforderung nach, installiert sich jedoch ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Die Experten gehen davon aus, dass der Schaedling Zugangsdaten ausspioniert. Empfaenger sollten generell keine Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen folgen und das Antivirenprogramm stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [6].

Sicherheitsluecke in Firefox entdeckt

Passwort-Klau: Ueber eine Schwachstelle in Firefox ist es Angreifern moeglich, private Anmeldedaten auszuspionieren, meldet das US-Cert [7]. Dazu genuegt der Besuch einer manipulierten Webseite, beispielsweise ueber einen E-Mail-Link. Einen Patch fuer die Luecke gibt es bislang nicht. Nutzern wird geraten, keine Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anzuklicken.

Spam-Mail mit angeblichem Microsoft-Patch in Umlauf

Vorsicht, falsches Update!: Ueber eine besonders dreiste Masche von Online-Betruegern berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Panda Security [8]. Denn derzeit kursieren gefaelschte Microsoft-Mails mit einem vermeintlichen Sicherheitspatch im Netz. In der perfekt aufgemachten Mail wird vor einer real existierenden Sicherheitsluecke gewarnt. Man solle dem angegebenen Link folgen, um ein Update zu installieren, das die Luecke schliesst. Kommt man der Aufforderung nach, wird man zu einer gefaelschten Microsoft-Seite gefuehrt - die ebenfalls taeuschend echt wirkt. Das Kuriose: Bei dem dort angebotenen Update handelt es sich zwar um einen echten Microsoft Patch, der die Schwachstelle beseitigt - zusaetzlich wird jedoch Schadcode in das System geschleust. Dadurch ist es Angreifern moeglich, weitere Schadsoftware nachzuladen oder Zugriff auf den Computer zu erhalten. Empfaenger sollten dem Link nicht folgen und keinesfalls die angebotene Datei installieren. Updates von Microsoft sollten Sie grundsaetzlich nur ueber das automatische Microsoft-Update oder ueber die Microsoft-Webseite beziehen.

Schaedling loescht MP3-Dateien und Videos

Alles weg: Ein neu entdecktes Trojanisches Pferd vernichtet alle auf infizierten Rechnern gespeicherten MP3-Dateien und Videos. Wie das IT-Softwarehaus Sophos [9] berichtet, ersetzt der Schaedling mit dem Namen MediaDel-A die Dateien durch eine Textnachricht. In dieser wird angeblich im Namen der Musikindustrie davor gewarnt, Musik- und Videodateien illegal zu kopieren. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [10].

Mac-Probleme durch Norton AntiVirus

Unerlaubter Aufstieg: Die Virenschutzsoftware von Symantec weist in mehreren Versionen fuer Macintosh eine Sicherheitsluecke auf. Dadurch koennen am System angemeldete Anwender unerlaubt ihre Rechte ausweiten und Daten manipulieren. Betroffen sind Norton AntiVirus fuer Macintosh 9.x-10.x, Norton Internet Security fuer Macintosh 3.x und Symantec AntiVirus fuer Macintosh 10.0 und 10.1. Bisher existiert noch keine Software-Aktualisierung. Symantec gibt allerdings Hinweise [11] dazu, wie das Problem manuell beseitigt werden kann.

Bildverarbeitung bei ACDSee kann zu Problemen fuehren

Optische Taeuschung: Die Verarbeitung von praeparierten Bildern mit der Fotosoftware ACDSee kann gefaehrliche Folgen haben: Angreifer koennen nach Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens Secunia [12] auf diesem Weg schaedliche Programmcodes auf fremde Rechner einschleusen. Betroffen sind folgende Versionen der Software: ACDSee Photo Manager Version 9.0 Build 108, ACDSee Pro Photo Manager Version 8.1 Build 99 und ACDSee Photo Editor Version 4.0 Build 195. Die Luecke wird durch ein vom Hersteller veroeffentlichtes Update geschlossen, das ACDSee-Nutzer umgehend von der Webseite des Unternehmens [13] herunter laden und installieren sollten.

Sicherheitsluecke in Sonys MP3-Player-Software

Aus dem Takt: Ueber eine Schwachstelle in der Verwaltungssoftware SonicStage CP, die von Sony fuer das Bespielen seiner MP3-Player eingesetzt wird, ist es Angreifern moeglich, Schadcode auf fremden Rechnern zu installieren und auszufuehren. Dies berichtet der IT-Sicherheitsdienstleister Secunia [14]. Damit die Luecke ausgenutzt werden kann, genuegt bereits das Oeffnen einer manipulierten Playlist im .m3u-Format. Betroffen sind die aktuelle Version SonicStage CP 4.3 sowie moeglicherweise auch aeltere Versionen. Ein Update wurde bislang nicht veroeffentlicht. Nutzer sollten keine .m3u-Playlisten aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen und den Patch einspielen, sobald dieser zum Download bereit steht.

Trojanisches Pferd tarnt sich als Halloween-Gruss

Ganz schoen gruselig: Wieder einmal nutzen Cyberkriminelle ein aktuelles Ereignis als Aufhaenger fuer ihre Spam-Mails: Derzeit kursieren vermeintliche Halloween-Gruesse im Netz, die Nutzer auf infizierte Webseiten locken sollen, berichtet die IT-News-Seite Heise [15]. Die Mails mit dem Betreff "Happy Halloween" oder "Dancing Bones" ("Tanzende Knochen") fuehren ueber einen Link zu einer Webseite, die die Datei "halloween.exe" enthaelt. Man wird aufgefordert, die Datei anzuklicken - angeblich zeige sich dann ein tanzendes Skelett. Stattdessen laedt sich jedoch ein Trojanisches Pferd auf den Rechner, das den Computer an ein Bot-Netz anschliesst. Gleichzeitig versuchen die Webseiten, den Schaedling auch ueber Luecken in aelteren Browser-Versionen einzuschleusen. Empfaenger sollten generell keinen E-Mail-Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen folgen und sowohl die Antivirensoftware als auch verwendete Programme stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zu Bot-Netzen gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [16].

Vermeintliches Skype-Programm entpuppt sich als Schaedling

Trojaner statt Telefonat: Wie der Internet-Telefonie-Softwarehersteller Skype berichtet, ist derzeit ein Trojanisches Pferd im Netz unterwegs, das sich als "Skype-Defender-Programm" ausgibt. Cyberkriminelle versuchen ueber Links in Spam-Mails oder in Instant-Messenger-Nachrichten, den Empfaenger dazu zu bringen, die infizierte Datei mit Namen wie "65404-Skype-DefenderSetup.exe" zu oeffnen. Klickt man die Datei an, erscheint eine gefaelschte Eingabemaske, in die man seinen Skype-Nutzernamen und Passwort eingeben soll. Die Daten werden dann an die Betrueger weitergeleitet. Ausserdem stiehlt der Schaedling weitere private Daten, die im Internet Explorer gespeichert sind. Empfaenger sollten generell keine Dateien oder Links aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [17].

Sicherheitsluecken in BitDefender, GSView und Curl

Unordnung in der Bibliothek: Die Kompressionsbibliothek zlib ist Bestandteil verschiedener Programme wie beispielsweise des Virenscanners BitDefender, des Postscript-Betrachters GSView und des Download-Tools Curl. Ueber eine Schwachstelle in den Bibliotheks-Versionen 1.1.3 und 1.2.2 ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremde Rechner zu laden und mit den Rechten des Nutzers auszufuehren, berichtet die IT-News-Seite Heise [18]. Dazu genuege das Oeffnen einer manipulierten Datei. Betroffen sind BitDefender 10 "Free Edition", BitDefender 7.2 und 8.0, GSView 4.8 und Curl 7.17.0. Ausserdem ist nicht auszuschliessen, dass auch aeltere Versionen oder die kommerziellen Ausgaben von BitDefender betroffen sind. Updates fuer die verschiedenen Programme gibt es derzeit nicht. Anwendern wird geraten, die genannten Produkte zu deinstallieren bis Patches zur Verfuegung stehen.

Sicherheitsprobleme bei Outlook Express und 2000, Adobe Acrobat Reader, Netscape, Miranda und Skype

Epidemie: Die E-Mail-Programme Outlook Express und Outlook 2000, der Adobe Acrobat Reader, der Netscape Browser, das Instant-Messaging Programm Miranda sowie die Internet- Telefonie-Software Skype haben Probleme mit der Verarbeitung spezieller URLs, die ein Prozent-Zeichen enthalten, berichtet die IT-News-Seite Heise [19]. Mit dem Internet Explorer 7 unter Windows XP koennen solche Links direkt zum Aufruf beliebiger Programme fuehren. Dazu genuegt bereits der Klick auf einen manipulierten Link oder das Oeffnen eines praeparierten PDF-Dokumentes. Fuer Skype hat der Hersteller ein Update veroeffentlicht. Anwender sollten umgehend die aktuelle Version 3.5.0.239 installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber "Hilfe/Auf Aktualisierung pruefen". Fuer die anderen Programme gibt es derzeit keine Patches. Nutzer sollten die Updates einspielen, sobald diese bereit stehen. Ausserdem raet das BSI generell dazu, keine Links oder Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen anzuklicken.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Apple stellt Update fuer iPhone zur Verfuegung

Achtung, gefaehrliche Bilder!: Ein Fehler in der TIFF-Bibliothek ermoeglichte es Angreifern bislang Schadcode auf Apples iPhone und iPod Touch zu schleusen. Dazu genuegt das Oeffnen eines manipulierten TIFF-Bildes. Nun hat der Hersteller ein Update veroeffentlicht, das die Luecke schliesst. Anwender, die mit Ihrem iPhone oder iPod im Internet surfen, sollten das Update 1.1.2 installieren. Mehr Infos dazu gibt es auf der Apple-Webseite [20].

Microsoft beseitigt Schwachstelle

Schnell aktualisieren!: Microsoft schliesst im Rahmen seines November-Patchdays eine kritische Sicherheitsluecke. Ueber die Schwachstelle ist es Angreifern bislang moeglich, auf fremden Computern schaedlichen Programmcode mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszufuehren. Dazu genuegte der Klick auf einen manipulierten Link. Betroffen sind Windows-Systeme, auf denen der Internet Explorer 7 installiert ist. Anwender sollten das Update MS07-061 schnellstmoeglich installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber das automatische Update oder den Download von der Microsoft-Webseite [21].

Mozilla Foundation schliesst Luecken in Thunderbird

Nachzuegler: Nach dem Update fuer den Browser Firefox veroeffentlicht Mozilla nun auch eine neue Version fuer seinen E-Mail-Programm Thunderbird. Mit der aktuellen Version 2.0.0.9 werden zwei Sicherheitsluecken geschlossen, die es Angreifern unter Umstaenden ermoeglichten Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden. Die neue Version wird ueber das automatische Update verteilt oder kann bei Mozilla [22] herunter geladen werden. Anwender sollten die Version 2.0.0.9 schnellstmoeglich installieren.

Apple behebt mehrere Schwachstellen in Mac OS X

Rundum gesunder Apfel: Apple hat fuer sein Betriebssystem Mac OS X mehrere Sicherheitsupdates heraus gegeben. Ueber Schwachstellen ist es Angreifern beispielsweise moeglich, Schadcode auf fremden Rechner einzuschleusen und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Dazu genuegt der Besuch einer praeparierten Webseite oder das Oeffnen einer manipulierten Datei, zum Beispiel in E-Mail-Links oder -Anhaengen. Betroffen sind Mac OS X 10.4 sowie 10.3.9. Nutzern wird geraten, die Patches schnellstmoeglich zu installieren. Die Patches koennen automatisch ueber die Funktion "Software-Aktualisierung" heruntergeladen und installiert werden oder direkt von der Apple-Webseite [23] herunter geladen werden.

Sicherheitsluecken in Apples Windows-Safari beseitigt

Sichere Testversion: Apple hat fuer seinen Web-Browser Safari 3 fuer Windows die vierte Beta-Version veroeffentlicht. In der aktuellen Version wurden einige, zum Teil kritische, Schwachstellen behoben. Die Sicherheitsluecken ermoeglichten es Angreifern Schadsoftware auf fremde Rechner zu laden und auszufuehren oder private Daten auszuspionieren. Anwender sollten die aktuelle Version 3.0.4 umgehend installieren. Sie steht bei Apple [24] zum Download bereit.

Gefaehrliche Schwachstellen in QuickTime geschlossen

Safer Media: Mit der Version 7.3 schliesst Apple sieben gefaehrlichen Luecken in seinem Mediaprogramm QuickTime. So war es etwa fuer Angreifer bisher moeglich, mithilfe von praeparierten Java-Applets in fremde Rechner einzudringen. Fuer eine Gefaehrdung reichte dabei oft schon der Besuch auf einer manipulierten Internetseite aus. QuickTime 7.3 wird ueber die automatische Update-Funktion angeboten, kann aber auch ueber die Apple-Webseite [25] herunter geladen werden.

Mehrere Sicherheitsluecken im RealPlayer geschlossen

Rundum geschuetzt: Der Hersteller RealNetworks hat fuer verschiedene Versionen des RealPlayers sowie des RealOne Players wichtige Sicherheitsupdates veroeffentlicht. Ueber manipulierte Multimedia-Dateien (wie mp3-, rm-, SMIL-, swf-, ram-, oder pls-Dateien) in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten ist es Angreifern bislang moeglich, beliebige Aktionen auf dem Computer des Anwenders durchzufuehren. Nutzer sollten die bereit gestellten Patches umgehend installieren. Sie stehen bei RealNetworks [26] zum Download bereit.

Schwachstelle in aelteren Versionen von Adobe Reader und Adobe Acrobat weiter kritisch

Notfall-Loesung: Fuer die kritische Sicherheitsluecke in den Produkten Adobe Acrobat und Adobe Reader, ueber die in der letzten Ausgabe des Newsletters berichtet wurde, gibt es fuer die Versionen 7 und Vorgaengerversionen noch kein Update des Herstellers. Ueber die bereits aktiv ausgenutzte Luecke ist es Angreifern moeglich, schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen und die vollstaendige Kontrolle ueber das System zu uebernehmen. Dazu genuegt das Oeffnen einer manipulierten PDF-Datei - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Adobe hat einen Workaround, also eine Anleitung, veroeffentlicht, die beschreibt, wie die Ausnutzung der Schwachstelle verhindert werden kann. Der Workaround steht auf der Adobe-Webseite [27] bereit.

Trend Micro veroeffentlicht Patch fuer Antivirus-Produkte

Wieder gesund: Ueber eine Schwachstelle in der Trend Micro Scan Engine ist es einem Angreifer bislang moeglich, seine Benutzerrechte auszuweiten und die vollstaendige Kontrolle ueber den Computer zu erlangen. Betroffen sind die Trend Micro PC-Cillin Internet Security 2007, die Client Server Messaging Security fuer SMB, die Client Server Security fuer SMB, OfficeScan sowie ServerProtect. Der Hersteller hat eine aktualisierte Scan Engine Version (8.550-1001) zur Behebung der Schwachstelle auf den ActiveUpdate-Servern bereit gestellt.

Wordpress schliesst Sicherheitsluecken

Sicher bloggen: Der Hersteller der Blog-Software Wordpress hat die neue Version 2.3.1 des Programms veroeffentlicht, die mehrere Schwachstellen schliesst. Ueber eine der Sicherheitsluecken ist es Angreifern moeglich, beliebigen Code einzuschleusen und im Browser des Anwenders auszufuehren. Die neue Wordpress-Version steht auf der Herstellerseite unter http://wordpress-deutschland.org/ zum Download bereit. Nutzern wird geraten, diese umgehend zu installieren.

Firefox-Update beseitigt Absturzgefahr

Ausgefuchst: Mit der neuen Version 2.0.0.9 korrigiert die Mozilla Foundation mehrere Fehler in ihrem Browser Firefox. So soll etwa die Windows-Version nun wieder sicher vor Abstuerzen sein. Aber auch in den Versionen fuer Linux und MacOS X wurden Verbesserungen durchgefuehrt, die optimierten Versionen stehen auf der Mozilla-Webseite [28] zum Download bereit. Die Fehler wurden uebrigens auch im Schwesterprodukt Netscape Navigator beseitigt. Dessen neue Version 9.0.0.2 kann fuer Windows, Linux und MacOS X von der Netscape-Webseite [29] herunter geladen werden. Entsprechend aktualisiert wurde auch der Mac-Browser Camino [30].

Schwachstellen in Mozilla Firefox, Thunderbird und SeaMonkey geschlossen

Dringend Updaten: Mozilla hat eine neue Version des Browsers Firefox, des E-Mail Programms Thunderbird und der Websuite SeaMonkey veroeffentlicht. Ueber verschiedene Sicherheitsluecken ist es Angreifern bislang moeglich, persoenliche Daten auszuspionieren, eigene Kommandos auf dem Rechner auszufuehren oder Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Betroffen sind Mozilla Firefox und Thunderbird vor Version 2.0.0.8 sowie SeaMonkey vor Version 1.1.5. Anwender sollten die aktuelle Version 2.0.0.8 von Firefox und Thunderbird sowie die Version 1.1.5 der Websuite SeaMonkey schnellstmoeglich installieren. Dies geschieht am besten ueber die automatische Update-Funktion oder den manuellen Download ueber die Mozilla- Webseite [31].

Update fuer Schwachstelle im Adobe Reader und Adobe Acrobat veroeffenticht

Wieder sicher: Eine kritische Sicherheitsluecke im Adobe Reader und Adobe Acrobat ermoeglicht es Angreifern, schaedliche Software auf fremde Rechner zu schleusen und die vollstaendige Kontrolle ueber das System zu uebernehmen. Dazu genuegt das Oeffnen einer manipulierten PDF-Datei - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Betroffen sind Adobe Reader 8.1 und Adobe Acrobat 8.1 sowie aeltere Programmversionen auf Microsoft Windows XP-Systemen mit Internet Explorer 7. Der Hersteller Adobe stellt auf der Herstellerseite fuer den Reader [32] und fuer Acrobat [33] die Version 8.1.1 bereit, in der die Schwachstelle behoben wurde. Anwendern wird geraten, die Versionen 8.1.1 schnellstmoeglich zu installieren.

Patch fuer den Realplayer schliesst Sicherheitsluecke

Schoene Toene: Das Unternehmen Real Networks hat ein Update fuer seinen Realplayer veroeffentlicht. Ueber eine Schwachstelle ist es Angreifern moeglich, schaedliche Programme auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegt schon der Besuch einer manipulierten Webseite. Betroffen sind Windows-Nutzer, die den Internet Explorer zusammen mit dem Realplayer-Plugin verwenden. Anwendern wird geraten, den Sicherheitspatch umgehend einzuspielen, da die Schwachstelle bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt wird. Dieser kann bei Real Networks [34] herunter geladen werden.

Neue Winamp-Version beseitigt Schwachstelle

Wieder im Takt: Ueber eine Sicherheitsluecke im Winamp-Mediaplayer ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Code auf fremde Rechner zu schleusen, berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen iDefense [35]. Dazu genuegt der Klick auf einen Link zu einer manipulierten FLAC-Audiodatei. Der Hersteller hat nun eine neue Winamp-Version veroeffentlicht, die die Luecke schliesst. Anwendern wird geraten, die aktuelle Winamp-Version 5.5 schnellstmoeglich zu installieren. Sie steht beim Hersteller Nullsoft unter http://de.winamp.com/ zum Download bereit.

PRISMA:

Internetfilter fuer Kinder haben zu wenig Effekt

Nicht jugendfrei: Filtersysteme fuer das Internet, die Kinder und Jugendliche vor Webseiten mit gewalttaetigen oder rechtsextremen Inhalten schuetzen sollen, funktionieren nur unzureichend. Dies berichtet die Kommission fuer Jugendmedienschutz [36]. Demnach werden zum Teil Seiten mit problematischen Inhalten angezeigt, waehrend Webseiten, die eigens fuer Kinder gemacht sind, geblockt werden. Die Kommission pruefte insgesamt neun Filtersysteme - keines davon koenne Eltern und Paedagogen derzeit als ausreichend wirksame Schutzmassnahme im Internet empfohlen werden. Die Experten setzen darauf, dass die Anbieter solcher Filtersysteme ihre Anstrengungen verstaerken, zukuenftig anerkennungswuerdige Jugendschutzprogramme zu entwickeln. Weitere Infos und Tipps zum Kinder- und Jugendschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [37].

Mehr Schutz fuer Kinderhandys

Aus-getauscht: Auf Initiative des rheinland-pfaelzischen Jugendministeriums haben die Mobilfunkunternehmen T-Mobile, O2, e-plus, Vodafone, Mobilcom, Talkline und Debitel eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, um gegen Gewalt- und Pornovideos auf deutschen Kinderhandys vorzugehen. Dies berichtet die Netzeitung [38]. Die Unternehmen verpflichten sich demnach dazu, den Internetzugang und die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen von Kindern und Jugendlichen komplett zu sperren, wenn die Eltern dies wuenschen. Damit soll verhindert werden, dass Minderjaehrige Videos mit gewalttaetigem oder pornografischem Inhalt aus dem Internet auf ihr Handy laden und anschliessend untereinander austauschen koennen. Um Eltern ueber weitere Gefahren der Handynutzung aufzuklaeren, sollen in den kommenden Monaten auch kostenfreie Telefon-Hotlines und Info-Webseiten zum Thema eingerichtet werden. Mehr Infos ueber "Kinderschutz im Internet" gibt es auch auf der BSI-Webseite [39].

Social-Networking-Plattformen erleichtern gezielte Spam-Angriffe

MySpace, StudiVZ & Co.: Online-Communities bieten eine gute Recherche-Basis fuer Cyberkriminelle. Darauf weist das IT-Sicherheitsunternehmen TrustDefender [40] hin. Denn ueber die einzelnen Nutzerprofile lassen sich jede Menge persoenliche Daten zusammenstellen - von Namen ueber Vorlieben und Abneigungen bis hin zur Schuhgroesse. Diese Informationen werden von Spam-Versendern anschliessend ganz gezielt fuer Werbe-Mails genutzt - die Erfolgsquote der Mails koenne dadurch auf bis zu 80 Prozent steigen, meinen die Experten. Nutzer von Networking-Plattformen sollten sich bewusst machen, dass alle angegebenen Daten unter Umstaenden auch von Fremden gelesen - und somit auch missbraucht - werden koennen. Mehr Infos zur Sicherheit in Online-Communities finden Sie auch im aktuellen BSI-FUER-BUERGER-Brennpunkt [41] zum Thema "Web 2.0".

Wieder mehr infizierte E-Mails im Netz unterwegs

Zugelegt: Die Anzahl an Spam-Mails ist im Monat September erneut angestiegen - eine von 833 Mails war nach Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens Sophos [42] mit einem Schaedling infiziert. Im Vormonat war es noch eine von 1000 E-Mails. Diese Zunahme fuehren die Experten auf eine im September massiv verbreitete Mail zurueck, die vermeintliche Nacktbilder von Angelina Jolie und weiteren Prominenten enthalten sollte, stattdessen jedoch ein Trojanisches Pferd namens "Pushdo" barg. Dieser Schaedling war teilweise in fast vier von fuenf infizierten Mails zu finden. Ausserdem nimmt die Anzahl von manipulierten Webseiten weiter zu - im September wurden 5400 neue Seiten gefunden, die mit Schadsoftware verseucht waren. Ueber die Haelfte der Webseiten wurden - wie schon in den Vormonaten - auf Servern in China betrieben.

Verbraucherzentralen starten Online-Umfrage zu Abzocke im Internet

Nachgehakt: Noch bis zum 26. Oktober koennen Internetnutzer an der Umfrage der Verbraucherzentralen zum Thema "Internet-Abzocke" teilnehmen. Durch die Erhebung soll festgestellt werden, wie viele Leute durch vermeintliche Gratisangebote im Internet in die Abo-Falle gelockt werden - und die geforderten Geldsummen anstandslos bezahlen ohne sich zur Wehr zu setzen. Durch die Umfrage wollen die Verbraucherzentralen Forderungen an den Gesetzgeber konkretisieren. Das Formular zur Umfrage kann ganz einfach online auf den Webseiten der Verbraucherzentralen [43] anonym ausgefuellt werden.

Anti-Spam-Datenbank "Spotspam" startet im September

Ausgespammt: Spam-Mails sind nicht nur laestig, sondern verursachen jaehrlich auch Kosten von mehreren Millionen Euro. Um zukuenftig effektiver gegen die "Muell-Mails" vorgehen zu koennen, starten europaeische Provider das Projekt Spotspam [44]. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft [45]. In der Spam-Datenbank sollen europaweit Informationen von Anwendern und Providern gesammelt werden, um die Verfolgung der Spam-Versender zu erleichtern. Derzeit sucht die Initiative noch Kooperationspartner zur Datenbankpflege. Das Projekt soll aber noch im September als Prototyp online gehen.

Das Branchenbuch fuer Sicherheitsloesungen ist da

Einzigartige Hilfe: Das neue Branchenbuch zur IT-Sicherheit [46] stellt Produkte und Dienstleister fuer den IT-Sicherheitsbereich zusammen. Die Plattform bietet einen Ueberblick ueber bisher rund 600 Loesungsanbieter in ueber 60 Kategorien. Anwender koennen schon mit einer Suchanfrage herausfinden, welche Produkte zu Ihren Anforderungen passen, und wo das naechste Systemhaus dafuer zu finden ist. Bis zum Ende des Jahres 2007 streben die Initiatoren der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Landesinitiative secure-it.nrw [47] 1000 Eintraege von Unternehmen an.

Computer und Internet bei Kindern hoch im Kurs

Nachwuchs im Netz: Laut der KidsVerbraucherAnalyse 2007 nutzen bereits ueber 80 Prozent der 10 bis 13-Jaehrigen regelmaessig einen Computer, bei den Sechs- bis Neunjaehrigen sind es immerhin schon 46 Prozent. Besonders beliebt ist mit 93 Prozent das Spielen am Computer, gefolgt vom Internet-Surfen mit 64 Prozent. Aber auch Textverarbeitung, Lexika- und Sprachsoftware sowie Lernprogramme werden etwa von jedem zweiten Kind verwendet. Fuer 77 Prozent der jungen User dient das Internet als Informationsquelle fuer die Schule, 57 Prozent nutzen E-Mails als Kommunikationsmittel. Etwa jedes zweite Kind verbringt Zeit in Chatrooms oder beschaeftigt sich mit Online-Spielen. Die Studie zeigt einmal mehr, welch grosse Rolle Computer und Internet fuer Kinder spielen. Damit ihre Kinder stets sicher im Netz unterwegs sind, haben wir fuer Sie Informationen zum Thema "Kinderschutz im Internet" auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm zusammengestellt.

Daten auf gebrauchten PCs oft immer noch lesbar

Loeschen ist nicht gleich Loeschen: Der Schutz von privaten Daten scheint bei Computer-Nutzern nicht gerade an erster Stelle zu stehen: Nur jeder Zweite trifft Massnahmen, um Datenspionage nach der Computer-Entsorgung zu verhindern, fand das Sicherheitsunternehmen Utimaco [48] nun durch Testkaeufe gebrauchter PCs heraus. So fanden die Experten beispielsweise Rechner, auf denen die E-Mail-Korrespondenz noch vollstaendig erhalten war oder sich private Kundendaten auslesen liessen. Es reicht nicht aus, die Daten auf der Festplatte einfach zu loeschen, da sie sich leicht rekonstruieren lassen. Auch das Formatieren der Festplatte bietet nicht genuegend Schutz gegen Datenmissbrauch. Sicherheitsexperten empfehlen deshalb, die Festplatte siebenfach mit einem Zufallscode zu ueberschreiben. Mehr Infos zum "richtigen loeschen" gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [49].

"Botnetze" bei Internetnutzern kaum bekannt

Wer weiss Bescheid?: Laut einer Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec [50] kennen die meisten Internetnutzer die Bedeutung von "Botnetz" bzw. "Bot" nicht. Ganze 62,4 Prozent der 1000 befragten Internetnutzer wussten mit den Begriffen nichts anzufangen. Unterschiede lassen sich jedoch in den verschiedenen Altersgruppen feststellen: Waehrend ueber die Haelfte der 14 bis 29-Jaehrigen "Botnetze" kennen, sind es bei den ueber 50-Jaehrigen nur 20 Prozent. Auch bei den Geschlechtern variieren die Ergebnisse. Waehrend kaum ein Drittel der befragten Frauen die Begriffe einzuordnen wusste, kannten sich immerhin 45,5 Prozent der Maenner aus. Falls Sie Wissensluecken rund um das Thema Botnetze haben sollten, koennen Sie sich auf den Seiten des BSI [51] informieren.

Bei Filesharing-Boersen haben Datenfischer leichtes Spiel

Wie im Schlaraffenland: Internet-Tauschboersen wie Gnutella oder eDonkey werden immer beliebter - sie bergen jedoch auch Gefahren, derer sich viele Nutzer nicht bewusst sind. Wie eine Studie des Glassmeyer/McNamee Center for Digital Strategies [52] zeigt, gehen Anwender haeufig zu leichtsinnig mit privaten Daten um. So durchsuchten die Experten beispielsweise verschiedene Filesharing-Boersen nach den Namen von US-Banken - und fanden sensible Dokumente wie beispielsweise Ueberweisungsauftraege, Passwortlisten sowie Steuererklaerungen. 11 Prozent dieser Daten stammten sogar aus bankinternen Netzwerken, berichten die Forscher. Dass Datenfischer diese Leichtsinnigkeit bereits ausnutzen, zeigt eine Analyse der Suchanfragen innerhalb der Tauschboersen: Im Zeitraum von sieben Wochen gab es ueber eine halbe Million Anfragen nach Banknamen - und das in Filesharing-Boersen, die sich ausschliesslich dem Thema "Musik" widmen.

Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"

Keine Chance fuer Phisher & Co: Der Geldtransfer per Online-Banking wird immer beliebter. Aber mit dieser schnellen und praktischen Methode sind auch Risiken verbunden. Die Landesinitiative "secure-it.nrw" klaert in ihrer kostenfreien Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher" darueber auf, welchen Weg die Daten beim Online-Banking nehmen und an welchen Stellen Gefahren lauern. Ausserdem informiert sie ueber Moeglichkeiten, mit denen sich die Vorteile des Online-Bankings mit hoher IT-Sicherheit kombinieren lassen. Die Broschuere kann bei der Landesinitiative unter http://www.secure-it.nrw.de/material/fitra.php bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Online-Banking finden sie auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [53].

Internetfibel fuer die Grundschule

Von Anfang an clever ins Netz: Im Internet surfen und chatten gehoert auch fuer die Juengsten mittlerweile schon zum Alltag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch Grundschulkinder ueber die Gefahren im Internet aufzuklaeren. Dazu hat die nordrhein-westfaelische Landesinitiative secure-it.nrw einen Leitfaden entworfen, der Lehrer und Eltern bei der Vermittlung von Internet-Kompetenz unterstuetzen soll. In dem Heft werden vier Themenbloecke bearbeitet: "Sicheres Passwort", "Chatten", "Suchmaschinen und Raubkopien" sowie "Viren, Wuermer und Trojaner". Ausserdem gibt es verschiedene Unterrichtsmaterialien und Uebungsblaetter zu den jeweiligen Themen. Der Leitfaden kann kostenlos unter http://www.secure-it.nrw.de herunter geladen oder bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm

Unter http://www.buerger-cert.de haben Sie die Moeglichkeit, den Newsletter zu abonnieren.

Aktuelle Ereignisse

Ansichten
Persönliche Werkzeuge