Lohra-Wiki

IT-Sicherheit

Aus Lohra-Wiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (STOERENFRIEDE:)
Zeile 39: Zeile 39:
-
= STOERENFRIEDE: =
+
= STÖRENFRIEDE: =
   
   
Zeile 363: Zeile 363:
findet sich auch hier ein Trojanisches Pferd im E-Mail-Anhang. Nutzer
findet sich auch hier ein Trojanisches Pferd im E-Mail-Anhang. Nutzer
sollten keinesfalls die Mail-Anhaenge oeffnen.
sollten keinesfalls die Mail-Anhaenge oeffnen.
-
 
-
 
-
 
-
 
= SCHUTZMASSNAHMEN: =
= SCHUTZMASSNAHMEN: =

Version vom 21:01, 11. Mai 2007

Der Newsletter von www.buerger-cert.de Ausgabe vom 10.05.2007 und wichtiges von älteren Ausgaben.


"Cyberkriminelle haben bei mir keine Chance!"  - Das ist immer noch die  Meinung vieler Internetnutzer. Aber nur einige der
versandten Trickmails  sind leicht zu erkennen, denn die Vorgehensweisen der Online-Betrueger  werden immer raffinierter: In
perfekter Aufmachung, inklusive Firmenlogo  und Signatur wirken die Spam-Mails oft absolut glaubhaft - und schnell hat man auf
den virenverseuchten Anhang geklickt oder ist auf  Datenfischer hereingefallen. Anwender sollten daher generell beim Oeffnen
von Dateien vorsichtig sein und keinesfalls auf in E-Mails  angegebene Links klicken. Welche perfiden Tricks sich Hacker & Co
derzeit zu Nutze machen, lesen Sie wie immer in unserem Newsletter!


Die Themen des neuen Newsletters:

1. Gemeiner Hinterhalt: Betrueger drohen mit angeblich eingeschleustem Trojaner

2. Gefaehrliche Aktivitaeten: Schwachstellen im Word-Viewer

3. Vermieste Urlaubsstimmung: Spam-Mail lockt mit Billig-Fluegen

4. Kredithaie: Phishing-Programm taeuscht Windows-Aktivierung vor

5. Fotofalle: Kritische Schwachstelle in Adobe Photoshop und Corels Paint Shop Pro

6. Wichtige Routine: Microsoft schliesst am Patchday 19 kritische Luecken

7. Eingeschraenkter Schutz: Neuversion des Antivirenprogramms Avira weist Luecke auf

8. Wieder sicher: Apple veroeffentlicht Update fuer QuickTime

9. Hoerschaden: Sicherheitsluecke im Medienplayer Winamp

10. Heimliche Horcher: Sicherheitsluecke im Instant-Messenger Trillian beseitigt

11. Keine Chance fuer Phisher & Co: Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"


Inhaltsverzeichnis

STÖRENFRIEDE:

Betrueger drohen mit angeblich eingeschleustem Trojaner

Gemeiner Hinterhalt Dass Online-Kriminelle aktuelle Ereignisse gerne als "Aufhaenger" fuer ihre Trickmails nutzen, ist nichts Neues. Derzeit versenden Hacker Trojaner-E-Mails, die vermeintlich vom Landeskriminalamt Mainz oder vom Bundeskriminalamt stammen sollen und die Betreffzeilen wie z.B. "Onlinedurchsuchung", "Aktenzeichen" oder "Bericht" haben. Es wird behauptet, der PC der Empfaenger sei bereits von einem Trojaner durchsucht und illegale Software, Filme und Musikdateien auf dem Computer des Empfaengers seien sichergestellt worden. Es wuerde umgehend Anzeige gegen den Nutzer erstattet. Im Anhang der Mail befindet sich eine Datei, die angeblich Details zum Ermittlungsverfahren enthaelt. Wird diese jedoch geoeffnet, installiert sich ein Schaedling auf dem Rechner. Empfaenger sollten sich nicht verunsichern lassen und keinesfalls den Anhang oeffnen, sondern die Mail umgehend loeschen.


Schwachstellen im Word-Viewer

Gefaehrliche Aktivitaeten Nutzer des Word-Viewers sollten derzeit besser auf den Einsatz dieses Werkzeugs verzichten: Wie Experten des IT-Sicherheitsunternehmens Secunia [1] berichten, kann schon alleine der Besuch einer manipulierten Webseite fuer eine gefaehrliche Infektion mit Computerschaedlingen ausreichen. Ein Patch zur Behebung der Luecke ist noch nicht vorhanden. Das BSI empfiehlt aus Sicherheitsgruenden generell, Aktive Inhalte wie etwa Viewer-Controls zu deaktivieren, auch wenn dadurch zahlreiche Webseiten nicht in vollem Umfang genutzt werden koennen.


Spam-Mail lockt mit Billig-Fluegen

Vermieste Urlaubsstimmung Flugreisen online zu buchen ist praktisch und guenstig. Doch Vorsicht: Derzeit versenden Betrueger E-Mails unter der Absenderadresse "Air Berlin", die Empfaenger auf schaedliche Webseiten locken sollen. In der Nachricht werden guenstige Fluege angeboten, die man buchen koenne, wenn man dem angegebenen Link folge. Wird dieser angeklickt, landet der Empfaenger jedoch auf einer koreanischen Webseite - von der ein Schaedling auf den Rechner geladen wird. Dieser protokolliert private Daten wie PIN- und TAN-Nummern und leitet sie an die Betrueger weiter. Empfaengern wird geraten, dem Link keinesfalls zu folgen und die Mail umgehend zu loeschen.


Phishing-Programm taeuscht Windows-Aktivierung vor

Kredithaie Von einer neuen Betrugsvariante der Datenfischer berichtet das Sicherheitsunternehmen Symantec [2]: Zunaechst wird - z.B. durch infizierte E-Mails - ein Trojanisches Pferd auf den Rechner eines Nutzers geladen. Dieses laesst eine gefaelschte Eingabemaske fuer eine angebliche Windows-Aktivierung erscheinen. Darauf werden Opfer dazu verleitet, ihre Kreditkartendaten einzugeben. Das BSI empfiehlt, derartige Aufforderungen zu ignorieren und generell auf die Aktualitaet der Virenschutzsoftware zu achten.


Kritische Schwachstelle in Adobe Photoshop und Corels Paint Shop Pro

Fotofalle In den Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop und Paint Shop Pro wurde eine Sicherheitsluecke entdeckt, ueber die Angreifer schaedlichen Programmcode auf fremde Rechner schleusen koennen. Dies berichtet die IT-News-Seite Heise [3]. Fuer eine Infektion ist bereits das Oeffnen einer manipulierten PNG-Datei ausreichend. Betroffen sind Photoshop CS2, CS3 sowie Elements Version 5.0 fuer Windows, ausserdem Paint Shop Pro Version 11.20 sowie moeglicherweise weitere Versionen. Bislang stehen keine Updates bereit, die den Fehler beseitigen. Nutzern wird geraten, keine PNG-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen.


Online-Betrueger drohen mit Anzeige und Schufa-Eintrag

Nicht einschuechtern lassen! Cyberkriminelle versenden derzeit Spam-Mails, in denen sie den Empfaengern mit einer Strafanzeige und einem Schufa-Eintrag drohen, berichtet die IT-News-Seite Heise [4]. Der Nutzer habe kostenpflichtige Erotik-Angebote im Internet in Anspruch genommen, diese aber nicht bezahlt. Der "gerichtliche Streitwert" belaufe sich mittlerweile auf einen fuenf- bis sechsstelligen Betrag. Der Empfaenger wird aufgefordert, eine Gebuehr von 45 Euro auf das genannte Konto zu ueberweisen - sonst wuerde es zur Anzeige kommen. Das Perfide: Das angegebene Konto gehoert einem Kunden der Sparkasse Koblenz, der mit den Betrugsversuchen vermutlich gar nichts zu tun hat. Nach Einschaetzung der Bank sei das eigentliche Ziel der Spam-Versender, dem Inhaber dieses Kontos zu schaden. Empfaenger der Mails sollten der Zahlungsaufforderung keinesfalls nachkommen und die Mail sofort loeschen.


Angebliche Anwaltskanzlei fordert vermeintlich offene Rechnung ein

Dreiste Drohung Das Buerger-CERT warnt vor weiteren, derzeit massiv im Netz kursierenden E-Mails, die mit einer vermeintlichen Strafanzeige die Nutzer verunsichern wollen. Die E-Mails mit dem Betreff "Erstattung einer Anzeige" bergen allerdings ein Trojanisches Pferd im Anhang. Der angebliche Absender ist eine Anwaltskanzlei, die den Empfaenger dazu auffordert, eine hohe Summe auf genanntes Konto zu ueberweisen. Angeblich habe man kostenpflichtige Internetdienste in Anspruch genommen, diese aber nicht gezahlt. Zu der Rechnungssumme wuerden ausserdem noch Anwaltsgebuehren faellig. Die Originalrechnung koenne man im Anhang einsehen - man solle sie unbedingt als wichtiges Dokument aufbewahren. Oeffnet der Empfaenger jedoch die in dem angehaengten ZIP-Archiv enthaltene Datei, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Nutzer sollten weder den Anhang oeffnen noch auf die gestellten Forderungen eingehen, sondern die Mail umgehend loeschen.


Schwachstelle in Skype entdeckt

Kein Anschluss unter dieser Nummer Derzeit verbreitet sich ein Wurm namens "Pykse" im World Wide Web, der es auf Skype-Anwender abgesehen hat. Dies berichtet das Virenschutzunternehmen F-Secure [5]. Ist ein Rechner mit dem Schaedling infiziert, schaltet dieser die Software in den "Do not disturb"-Modus - und der Nutzer ist fuer Anrufer nicht mehr zu erreichen. Ausserdem verschickt "Pykse" Nachrichten mit einem Link an alle Kontakte des Anwenders. Wird dieser angeklickt, installiert sich der Schaedling auf dem Rechner. Nutzern wird geraten, die Anti-Virensoftware stets auf dem aktuellen Stand zu halten.


Trojanisches Pferd tarnt sich als Virenscanner

Schmutz statt Schutz Das Buerger-CERT warnte bereits in einer Extraausgabe [6] vor Betruegern, die derzeit E-Mails mit vermeintlichen Lizenzschluesseln fuer das Virenschutzprogramm "Avira AntiVir Personal Edition Premium" versenden. Die Mail traegt die Betreffzeile "Referenznr.: 595169: Ihre Bestellung von Avira GmbH Produkten". Als vermeintlicher Absender der Mail wird das Unternehmen cleverbridge genannt - ein Partner der Avira GmbH. Im Anhang der Nachricht befindet sich jedoch kein Lizenzschluessel, sondern ein Trojanisches Pferd. Empfaenger der Mail sollten den Anhang keinesfalls oeffnen und die Mail sofort loeschen. Wichtige Information: Das auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [7] zum Download angebotene "Avira Antivir Personal Edition Classic"-Programm steht damit in keinem Zusammenhang und kann gefahrlos heruntergeladen werden.


Sicherheitsluecke im Bildbetrachter ACDSee ermoeglicht fremden Zugriff

Boese Bilder Ueber eine gefaehrliche Schwachstelle in der Bildbetrachter-Software ACDSee ist es Angreifern moeglich, schaedlichen Programmcode auf fremde Rechner zu schleusen. Dazu genuegt das Oeffnen einer manipulierten XPM-Datei - ein Grafik-Format fuer die Darstellung von Bitmap-Grafiken, beispielsweise von Icons. Betroffen von der Sicherheitsluecke sind ACDSee 9.x, ACDSee Photo Editor 4.x sowie ACDSee Pro 8.x. Es gibt bislang keinen Patch, der die Luecke beseitigt. Das Buerger-CERT raet Anwendern dazu, keinesfalls XPM-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen - beispielsweise von Webseiten oder aus E-Mail-Anhaengen.


Schwachstelle in Adobe Photoshop

Ich sehe was.... Eine Schwachstelle in der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop bei der Verarbeitung von Bitmap-Dateien (z.B. .BMP, .DIB, .RLE) ermoeglicht einem Angreifer, mit Benutzerrechten auf den PC eines Anwenders zuzugreifen. Zur Ausnutzung der Schwachstelle muss der Angreifer eine speziell manipulierte Bitmap-Datei erstellen und sein Opfer dazu verleiten, diese mit Photoshop zu oeffnen. Bislang wurde die Schwachstelle nicht geschlossen. Das Buerger-CERT raet daher dringend dazu, keine Bitmap-Dateien aus unbekannter Quelle mit Photoshop zu oeffnen.


Schaedling lockt mit Nacktfotos von Britney Spears

Kesser Koeder Dass Cyberkriminelle mit vermeintlichen Nacktbildern von Prominenten Anwender dazu bringen wollen, gefaehrliche E-Mail-Anhaenge zu oeffnen, ist nichts Neues. Derzeit versenden Hacker jedoch E-Mails mit tatsaechlichen intimen Aufnahmen von Britney Spears und Paris Hilton - hinter denen sich ein Schaedling verbirgt. Dies meldet das Virenschutzunternehmen Panda Software [8]. Bei einem Klick auf eines der Fotos, die im Fliesstext der Mail eingebaut sind, installiert sich das Schadprogramm auf dem Rechner. Von dort aus laedt es dann weitere Schaedlinge aus dem Internet nach. Empfaenger der Mail sollten die Bilder keinesfalls anklicken, sondern die Mail umgehend loeschen und die Antivirensoftware stets auf dem aktuellen Stand halten.


Wurm schuetzt sich mit Passwort

Verschluesselte Gefahr Ein besonders trickreicher Vertreter von Computerschaedlingen ist ein Wurm der so genannten "Nuwar"-Familie, der momentan sein Unwesen im Internet treibt. Dies meldet die IT-News-Seite Heise [9]. In einer E-Mail wird der Empfaenger vor einem gefaehrlichen Wurm gewarnt, gegen den der angehaengte Sicherheitspatch schuetzen solle. Dieser sei jedoch verschluesselt - man muesse erst das angegebene Passwort eingeben, bevor man den Patch installieren koenne. Kommt der Empfaenger der Aufforderung nach, infiziert der Nuwar-Wurm den Rechner. Durch die Verschluesselung ist der Wurm von den meisten Virenscannern nicht zu erkennen. Anwender sollten generell keine E-Mail-Anhaenge aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen oeffnen. Mehr Infos zum Thema Wuermer gibt es auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [10].


Casino-Mails weiterhin im Anstieg

Wett-Rausch Immer oefter werden elektronische Postfaecher mit Nachrichten verstopft, die angeblich Startguthaben fuer Besuche in Online-Casinos bieten. "Magic Casino", "Las Vegas Casino", "Poker Community" oder "Swiss Casino", so die klingenden Absendernamen, locken bisweilen mit einem Startbonus von bis zu 3000,- Euro und Jackpots in astronomischer Hoehe. Die Urheber sind allerdings oft zweifelhafte Firmen, deren einzige Absicht es ist, die Adressaten zum Absenden von Antwortmails zu bewegen. Denn dadurch wird klar, dass es sich um eine echte E-Mail-Adresse handelt - und die ist auf dem "Spam-Markt" viel wert. Das BSI empfiehlt daher, derartige Mails umgehend zu loeschen und keinesfalls zu antworten.


Luecken in AOLs Instant Messenger und ICQ

Gespraechsstoerung Die Kommunikationstools Instant Messenger und ICQ von AOL weisen Schwachstellen auf, die Eindringlingen den Zugriff auf fremde Systeme ermoeglichen. Das Problem tritt waehrend des Transfers von Dateien auf: Sobald der Empfaenger waehrend einer Messenger- oder ICQ-Sitzung prinzipiell einen "File Transfer" erlaubt, koennen Angreifer willkuerlich bezeichnete Dateien an beliebigen Orten auf dem fremden Rechner speichern. Wie die IT-Sicherheitsexperten von iDefense [11] berichten, ist die Luecke in der ICQ-Version 5.1 (plus Vorversionen) sowie in den Messenger-Versionen 5.9 (ebenfalls plus Vorversionen) enthalten. Derzeit sind noch keine Aktualisierungen verfuegbar. Als Nutzer dieser Werkzeuge sollten Sie daher besonders darauf achten, einer Dateiuebertragung nur dann zuzustimmen, wenn die Partner vertrauenswuerdig sind.


Phisher bedrohen Besitzer von Ferienhaeusern

Betruegerische Gaeste Wenn Datenfischer auf ihren Beutezuegen erfolgreich sind, dann sehen sie sich einem Problem gegenueber: Wie kann das aus betruegerischen Quellen stammende Geld weissgewaschen werden? Von einer neuen Masche berichtet die Arbeitsgruppe Identitaetsschutz im Internet [12]. Sie zielt auf die Vermieter von Ferienhaeusern ab: In E-Mails, die meist in englischer Sprache verfasst sind, buchen die Betrueger solche Immobilien und ueberweisen dann weit ueberhoehte Betraege auf die Konten der Vermieter. Die Differenz wird rueckerstattet - und schon ist das Geld "sauber". Wenn Sie als Vermieter den Verdacht hegen, auf diese Weise in illegale Aktivitaeten verstrickt zu werden, so wenden Sie sich bitte an die Polizei [13].


Sicherheitsluecken in OpenOffice.org

Alles Offen Ueber Schwachstellen in der freien Buero-Software OpenOffice ist es Angreifern moeglich, Kommandos auf fremden Rechnern auszufuehren. Dazu genuegt das Oeffnen eines manipulierten OpenOffice-Dokumentes - beispielsweise in E-Mail-Anhaengen oder auf Webseiten. Betroffen sind die Versionen der Reihe 1.x sowie 2.x. Eine aktualisierte Version der Software gibt es vom Hersteller bislang nicht, die Version 2.2 steht kurz vor der Veroeffentlichung. Nutzern wird geraten, keine Dokumente aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu oeffnen.


Gefaelschte E-Mails von Amazon und eBay enthalten Schaedlinge

Fast unsichtbar Virenautoren scheinen keine Pausen zu machen, denn schon wieder ist eine Welle gefaelschter E-Mails im Netz unterwegs berichtet der IT-Informationsdienst Heise [14]. Vermeintliche Absender sind diesmal eBay und Amazon. In der angeblich von eBay stammenden Mail wird der Empfaenger aufgefordert, seine E-Mail-Adressaenderung zu bestaetigen. Hat er seine Adresse nicht geaendert, soll er den Anhang "Ebay.de_bitte_lesen.pdf.exe" oeffnen und den dortigen Anweisungen folgen. Geschieht dies, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Bei der Amazon-Nachricht handelt es sich um eine vermeintliche Rechnung. Doch statt der Bestelldetails findet sich auch hier ein Trojanisches Pferd im E-Mail-Anhang. Nutzer sollten keinesfalls die Mail-Anhaenge oeffnen.

SCHUTZMASSNAHMEN:

Microsoft schliesst am Patchday 19 kritische Luecken

Wichtige Routine Am traditionellen monatlichen Patchday hat Microsoft mit der Veroeffentlichung von sieben Sicherheitsupdates in dieser Woche insgesamt 19 Sicherheitsluecken geschlossen. Die gefaehrlichen Schwachstellen betreffen gleich mehrere der populaersten Microsoft-Produkte wie den Browser Internet Explorer, das Textverarbeitungsprogramm Word und das Tabellenkalkulationsprogramm Excel. Die Patches koennen ueber die automatische Update-Funktion eingespielt werden oder manuell von der Microsoft-Webseite [15] herunter geladen werden.


Neuversion des Antivirenprogramms Avira weist Luecke auf

Eingeschraenkter Schutz Ein Programmierfehler in einer Neuversion des Antivirenprogramms Avira fuehrt bei manchen Anwendern dazu, dass gerade diese Updates nicht funktionieren. Dies ist der Fall, wenn vom Benutzer bei der Installation des Programms ein anderer Pfad als der von Avira angegebene gewaehlt wird und dieser laenger als 49 Zeichen ist. Nutzer der neuesten Avira-Version sollten daher zur Sicherheit ueberpruefen, ob die Update-Funktion einwandfrei funktioniert. Wenn dies nicht so ist, sollten Sie die Software noch einmal installieren. Achten Sie diesmal darauf, dass die Programmdateien auch tatsaechlich unter dem von Avira angegebenen Ort gespeichert werden. Dies gilt auch fuer die Version des Virenscanners in der Toolbox der Webseite BSI-FUER-BUERGER [16]. Der Hersteller plant noch in dieser Woche aktualisierte Installationspakete bereitzustellen. Weitere Informationen auf der Avira-Seite [17].


Apple veroeffentlicht Update fuer QuickTime

Wieder sicher Apple stellt die aktualisierte QuickTime-Version 7.1.6 zum Download bereit. Ueber eine Sicherheitsluecke war es Angreifern moeglich, beliebige Schadprogramme auf fremden Rechnern zu installieren. Anwendern wird geraten, die aktuelle Version schnellstmoeglich zu installieren. Da die Version unter Windows noch nicht ueber die in QuickTime integrierte Update-Funktion angeboten wird, sollten Nutzer diese manuell von der Apple-Webseite [18] herunterladen.


Sicherheitsluecke im Medienplayer Winamp

Hoerschaden Ueber eine Schwachstelle in der Multimedia-Software Winamp war es Angreifern moeglich, Schadprogramme auf fremde Rechner zu laden und auszufuehren. Dazu genuegt schon das Oeffnen einer manipulierten MP4-Datei - beispielsweise auf Webseiten oder in E-Mail-Anhaengen. Betroffen sind neben der Version 5.34 moeglicherweise auch weitere Versionen. Ein Update steht unter http://download.nullsoft.com/winamp/client/wa5update.exe zur Verfuegung. Die kommende Winamp-Version 5.35 soll den Fehler ebenfalls nicht mehr enthalten - ein Erscheinungstermin steht allerdings noch nicht fest.


Sicherheitsluecke im Instant-Messenger Trillian beseitigt

Heimliche Horcher Mehrere Sicherheitsluecken in der Instant-Messenger-Software Cerulean Studio Trillian ermoeglichen es Angreifern, Schadcode auf fremde Rechner zu schleusen oder Nachrichten einzusehen. Betroffen sind die Versionen vor 3.1.5.0. Nutzern wird dringend geraten, die Software auf die neueste Version zu aktualisieren. Diese steht beim Hersteller unter http://www.ceruleanstudios.com/downloads/ zum Download bereit.


Wichtiges Sicherheitsupdate fuer Mac OS X veroeffentlicht

Rundumschlag Apple schliesst mit einem aktuellen Update 25 Schwachstellen in seinem Betriebssystem Mac OS X. Verschiedene Schwachstellen konnten von Angreifern ausgenutzt werden, um beliebigen Programmcode auf fremden Computern auszufuehren, private Daten auszuspaehen, Sicherheitseinstellungen zu umgehen oder Programme zum Absturz zu bringen. Betroffen sind Mac OS X v10.3.9, Mac OS X Server v10.3.9, Mac OS X v10.4.9 sowie Mac OS X Server v.4.9. Das Buerger-CERT raet Nutzern dringend dazu, das Update schnellstmoeglich zu installieren. Dies geschieht am einfachsten ueber die integrierte Software-Aktualisierung. Alternativ kann das "Security-Update 2007-004" von der Apple-Webseite [19] heruntergeladen werden.


Keine Updates mehr fuer Firefox 1.5

Auf dem Trockenen Schlechte Nachrichten fuer die Nutzer von Firefox 1.5: Ab Mitte Mai werden fuer diese Version des Browsers keine Updates mehr zur Verfuegung gestellt. Somit werden beispielsweise zukuenftig auftretende Sicherheitsluecken nicht mehr geschlossen. Anwendern wird daher dringend geraten, die aktuelle Version 2.0.0.3 schnellstmoeglich zu installieren. Nutzer koennen sich die aktuelle Firefox-Version bei Mozilla [20] herunterladen.


Sicherheitsluecken im Virenscanner ClamAV geschlossen

Schnell aktualisieren! Anwender des freien Virenscanners Clam Antivirus sollten die von ihnen eingesetzte Software-Version auf den aktuellen Stand bringen: Ueber eine Sicherheitsluecke ist es Angreifern moeglich, Schadprogramme auf fremde Rechner zu schleusen und dort beliebige Kommandos auszufuehren. Betroffen sind die Versionen 0.9 vor 0.90.2. Anwender von Linux Betriebsystemen sollten die Updates ihres Distributors installieren, sobald diese bereit stehen. Nutzer anderer Betriebssysteme sollten sich die aktualisierte Version 0.90.2 schnellstmoeglich auf der Webseite von ClamAV [21] herunterladen.


Microsoft schliesst kritische "Mauszeiger-Luecke"

Gefaehrlicher Klick Wie das Buerger-CERT bereits in einer Extraausgabe [22] berichtete betrifft eine aktuelle Schwachstelle der Microsoft-Betriebssysteme Windows 2000, XP, Server 2003 und Vista Fehler bei animierten Mauszeiger-Dateien. Diese Dateien mit der Endung .ani koennen Angreifern als Einfallsschleuse auf fremde Computer dienen und werden auch bereits aktiv durch Wuermer ausgenutzt. Microsoft hat die .ani-Luecke mit einem Patch geschlossen, der ueber die automatische Windows-Update-Funktion verteilt wird. Sie koennen die Aktualisierung aber auch ueber die Microsoft-Webseite [23] herunter laden. Mit dem Patch wurden uebrigens eine Woche vor dem regulaeren Patchday auch gleich sechs weitere Fehler beseitigt, die den Computer zu Absturz bringen oder angreifbar fuer Hacker machen koennen.


Aktualisierungen fuer Medien-Player Winamp verfuegbar

Verstaerkung Eine Reihe von Programmierfehlern im Medien-Player Winamp kann nach Angaben des IT-Informationsdienstes Heise [24] zu Sicherheitsproblemen fuehren. Beim Oeffnen speziell praeparierter Dateien kann das Programm nicht nur zum Absturz gebracht werden, moeglicherweise wird das Geraet auch anfaellig fuer Schadprogramme. Die Fehler wurden in der aktuellen Version 5.33 von Winamp entdeckt, sind aber moeglicherweise auch in Vorversionen enthalten. Da bisher noch keine aktualisierte Version verfuegbar ist, sollten Nutzer von Winamp die Herkunft von Dateien, wie z.B. Playlists, derzeit ganz besonders vorsichtig pruefen.


Yahoo beseitigt Schwachstelle im Messenger

Riskanter Chat Eine Luecke in Yahoos Messenger fuehrt dazu, dass Angreifer die Kontrolle ueber fremde Rechner uebernehmen koennen. Die Schwachstelle betrifft alle Messenger-Versionen, die vor dem 13. Maerz 2007 herunter geladen wurden. Das Problem entsteht allerdings erst dann, wenn ActiveX auf dem betreffenden Computer aktiviert ist. Nutzer sollten die auf der Herstellerwebseite [25] verfuegbare Neuversion moeglichst rasch installieren. In dieser wurden die Fehler beseitigt.


Microsoft schliesst am Patchday Windows-Luecken

Fensterputzer Microsoft hat zwar bereits zu Monatsbeginn ausserplanmaessig einige gefaehrliche Sicherheitsluecken in seinen Programmen geschlossen. Trotzdem gab es eine Woche danach am regulaeren "Patchday" auch noch einiges zu bereinigen: Fuenf der teilweise als kritisch bewerteten Aktualisierungspakete ("Security Bulletins") betreffen das Betriebssystem Windows, eines den Content Management Server. Die Aktualisierungen werden wie ueblich ueber die automatische Update-Funktion verteilt, naehere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Microsoft [26].


Probleme bei Microsoft Vista senken Arbeitstempo

Warteschleife Nutzer des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows Vista koennen in seltenen Faellen zu extremen Wartezeiten gezwungen werden: Ein Programmfehler fuehrt dazu, dass der Rechner fuer bestimmte Vorgaenge wie etwa das Loeschen oder Kopieren einer Datei Stunden benoetigt. Microsoft stellt den Betroffenen ein spezielles Update ("Hotfix") zur Verfuegung. Naehere Informationen dazu finden Sie auf der Microsoft-Support-Webseite [27]


Version 8.1.3 von Netscape schliesst Sicherheitsluecken

Wieder sicher Mit der neuen Version 8.1.3 hat AOL einige Schwachstellen im Browser Netscape geschlossen. Ueber den genauen Charakter der Luecken haben sich die Hersteller nicht geaeussert. Es duerfte sich aber um jene handeln, die im Schwesterprodukt Firefox vor kurzem bereits geschlossen worden waren. Netscape 8.1.3 kann bislang nur von der internationalen Netscape-Webseite [28] herunter geladen werden.


Test zeigt Maengel von Kinderschutzprogrammen auf

Filtern reicht nicht! Eltern oder Erziehungsberechtigten stehen in der Verantwortung, ihre Kinder ueber Gefahren des Internet aufzuklaeren und einen klaren Rahmen zu setzen. Zum Schutz vor Internetseiten mit ungeeigneten Inhalten wie Darstellungen von Gewalt und Pornografie oder mit rassistischem Inhalt sind etwa zahlreiche Webfilter erhaeltlich. Wie das Computermagazin c't [29] in einem Test berichtet, sind diese Programme allerdings nur mit Einschraenkungen empfehlenswert: Sie funktionieren nur bedingt und lassen sich leicht umgehen. So genuegt es oft schon, Windows im abgesicherten Modus zu starten, um den Filter auszuschalten. Das Fazit: Internetfilter koennen nur eine unterstuetzende Massnahme sein, viel wichtiger ist aber die Vermittlung von Medienkompetenz. Naehere Informationen zum Kinderschutz finden Sie auch auf der Webseite BSI-FUER-BUERGER [30].



PRISMA:

Kostenlose Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher"

Keine Chance fuer Phisher & Co Der Geldtransfer per Online-Banking wird immer beliebter. Aber mit dieser schnellen und praktischen Methode sind auch Risiken verbunden. Die Landesinitiative "secure-it.nrw" klaert in ihrer kostenfreien Broschuere "Geldgeschaefte - online und sicher" darueber auf, welchen Weg die Daten beim Online-Banking nehmen und an welchen Stellen Gefahren lauern. Ausserdem informiert sie ueber Moeglichkeiten, mit denen sich die Vorteile des Online-Bankings mit hoher IT-Sicherheit kombinieren lassen. Die Broschuere kann bei der Landesinitiative unter http://www.secure-it.nrw.de/material/fitra.php bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Online-Banking finden sie auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [31].


Alle 39 Sekunden ein Computerangriff

Unter Dauerbeschuss Zu einem interessanten Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Universitaet Maryland: Computer mit Internetzugang werden statistisch alle 39 Sekunden angegriffen - das sind im Durchschnitt 2244 Hacker-Angriffe pro Tag. Es zeigte sich, dass die meisten Angreifer mit automatisierten Woerterbuch-Skripten arbeiten, um Zugriff auf fremde Rechner zu erlangen. Dabei werden automatisch Listen mit gebraeuchlichen Nutzernamen und Passwoertern "ausprobiert" - und das auf tausenden Computern gleichzeitig. In 43 Prozent der Angriffs-Faelle wurde der Nutzername gleichzeitig auch als Passwort eingegeben. Haben die Angreifer die Zugangsdaten einmal geknackt, laden sie in den meisten Faellen Schadsoftware auf den betroffenen Rechner oder schliessen ihn an ein Bot-Netz an. Die Studie zeigt erneut, wie wichtig es ist, bei der Auswahl von Nutzername und Kennwort gewissenhaft vorzugehen. Tipps dazu finden Sie auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite [32].


Internetfibel fuer die Grundschule

Von Anfang an clever ins Netz Im Internet surfen und chatten gehoert auch fuer die Juengsten mittlerweile schon zum Alltag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch Grundschulkinder ueber die Gefahren im Internet aufzuklaeren. Dazu hat die nordrhein-westfaelische Landesinitiative secure-it.nrw einen Leitfaden entworfen, der Lehrer und Eltern bei der Vermittlung von Internet-Kompetenz unterstuetzen soll. In dem Heft werden vier Themenbloecke bearbeitet: "Sicheres Passwort", "Chatten", "Suchmaschinen und Raubkopien" sowie "Viren, Wuermer und Trojaner". Ausserdem gibt es verschiedene Unterrichtsmaterialien und Uebungsblaetter zu den jeweiligen Themen. Der Leitfaden kann kostenlos unter http://www.secure-it.nrw.de herunter geladen oder bestellt werden. Mehr Infos zum Thema Kinderschutz im Internet gibt es auch auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm


Unter http://www.buerger-cert.de haben Sie die Moeglichkeit, den Newsletter zu abonnieren

Ansichten
Persönliche Werkzeuge