Lohra-Wiki

IT-Sicherheit

Aus Lohra-Wiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
Aktuelle Version (21:06, 30. Apr. 2016) (Quelltext zeigen)
(Update 28.4.)
 
(Der Versionsvergleich bezieht 67 dazwischen liegende Versionen mit ein.)
Zeile 10: Zeile 10:
'''IT-Sicherheit'''
'''IT-Sicherheit'''
-
'''15.08.2013'''
+
'''28.04.2016'''
-
Sie haben auch schon viel Zeit damit verbracht, Ihr Smartphone zu suchen oder mit Bangen gehofft, dass niemand Ihre Daten nach einem Diebstahl missbraucht? Android Nutzer erhalten bald technische Unterstützung beim Auffinden des Geräts und bei der Datenlöschung aus der Ferne. Wer darüber hinaus etwas für die Sicherheit seiner mobilen Kommunikation tun möchte, findet neue Empfehlungen auf den Webseiten der Initiative klicksafe sowie ein Überblickspapier zu Apple iOS auf www,bsi.bund.de. Wenn Sie einen Vodafone EasyBox Route oder einen HP LaserJet Pro verwenden, dann sollten Sie diesen Newsletter besonders aufmerksam lesen: Das Bürger CERT informiert über aktuelle Sicherheitslücken in diesen Geräten.
+
Die Bedrohung durch Ransomware steigt weiter. Nahezu wöchentlich tauchen neue erpresserische Trojaner auf oder Cyber-Kriminelle entwickeln bereits bestehende Schädlinge weiter, wie zuletzt die neuen Varianten TeslaCrypt 4.1A, CryptXXX und Jigsaw zeigen. Allerdings schaffen es Sicherheitsexperten in Einzelfällen, durch Krypto-Trojaner verschlüsselte Dateien zu entschlüsseln. Das belegen aktuelle Meldungen, wonach nach es gelungen ist, die Verschlüsselung des Schadprogramms Petya zu knacken.
-
'''01.08.2013'''
+
'''14.04.2016'''
-
Auch Schutzmaßnahmen für Smartphones und Tablets sind Ihnen vielleicht schon vertraut. Aber wie steht es mit der Sicherheit der vielen anderen Dienste und Programme, die wir tagtäglich wie selbstverständlich nutzen? Haben Sie private Daten an Clouddienste ausgelagert? Betreiben Sie ein eigenes Blog und nutzen ein entsprechendes Content-Management-System? Oder sind Sie vielleicht als passionierter Gamer schon einmal Geld an Cyber-Kriminelle losgeworden?
+
In den Medien wird oft nur dann von Hackern gesprochen, wenn es darum geht, dass Unbekannte in fremde Computersysteme eingedrungen sind und die Kontrolle darüber übernommen haben. Allerdings haben Hacker im eigentlichen Sinn nicht unbedingt schlechte Hintergedanken. Im Gegenteil setzen manche von ihnen ihre Kenntnisse zur Abwehr von Cyber-Angriffen ein und spüren im Auftrag von IT-Sicherheitsfirmen Sicherheitslücken in Produkten und Systemen auf. Um junge "Hacking"-Talente für eine zukunftsträchtige Branche zu entdecken und sie für diese positive Seite zu begeistern, ruft die Cyber Security Challenge Germany jedes Jahr Computertechnik-Enthusiasten in Schulen und an Hochschulen zum Mitmachen auf. Die schädlichen Apps im Google Play Store, über die wir in dieser Ausgabe berichten, wären möglicherweise ohne den Einsatz solcher Hacker unentdeckt geblieben. Denn eine russische IT-Sicherheitsfirma machte Google auf die mehr als 100 mit Schadsoftware infizierten Apps aufmerksam.
-
'''18.07.2013'''
+
'''31.03.2016'''
-
IT- und Internetnutzer müssen in diesen Tagen wieder viele Löcher in ihrer Software stopfen. Neben den regelmäßigen Patchdays, wie zum Beispiel Microsoft und Adobe sie monatlich durchführen, gilt es eine ganze Reihe weiterer aktueller Sicherheitslücken zu schließen. Zu den betroffenen Produkten gehört der Opera-Browser, das mobile Betriebssystem Android sowie Router und IP-Kameras der Firma D-LINK. Wer den Sommerurlaub ohne PC, Tablet oder Smartphone verbringt, kann daher schnell einige Updates verpassen. Das Bürger-CERT empfiehlt Urlaubern deswegen nach der Rückkehr zu prüfen, ob alle Geräte noch dem aktuellen Stand der Sicherheit entsprechen. Falls nicht: Installieren Sie verpasste Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem, Ihr Virenschutzprogramm, Ihre Firewall oder andere Software sofort nach.
+
Seit Herbst 2015 steigt die Bedrohung durch Ransomware stetig an. Immer wieder treten neue Fälle solcher Schutzgeld-Forderungen im Netz auf. Kryptotrojaner werden via E-Mail oder Drive-by-Download auf Rechner geschleust, infizieren diese und verschlüsseln auf ihnen gespeicherte Daten. Meist dauerhaft, sodass diese dann – auch nach Bereinigung des Schadprogramms – nicht mehr zur Verfügung stehen. Viele Nutzer entscheiden sich dafür, das geforderte Lösegeld zu zahlen in der Hoffnung, wieder an ihre Daten zu gelangen. Davon rät das BSI nach wie vor ab. Aktuell treiben insbesondere die Schädlinge TeslaCrypt 4, Surprise und Petya ihr Unwesen und legen mittlerweile teilweise den kompletten Rechner lahm.
'''[http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-beschliesst-neues-BSI-Gesetz--/meldung/140769 BSI-Gesetz]'''
'''[http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-beschliesst-neues-BSI-Gesetz--/meldung/140769 BSI-Gesetz]'''
-
 
= „Sozialen Netzwerke“ =
= „Sozialen Netzwerke“ =
Zeile 85: Zeile 84:
'''Fazit:'''  
'''Fazit:'''  
-
Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwünschten Angreifern absichern. Ob Sie alle nötigen Maßnahmen für den Basisschutz getroffen haben, können Sie anhand einer Checkliste auf der [https://www.bsi-fuer-buerger.de/ContentBSIFB/MeinPC/BasisschutzComputer/welchenschutz.html BSI-Web-Seite] überprüfen.
+
Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwünschten Angreifern absichern.  
[[#top|↑ nach oben]]
[[#top|↑ nach oben]]
Zeile 91: Zeile 90:
= Aktuelle Warnung! =
= Aktuelle Warnung! =
-
== Betrüger versenden E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern ==
+
'''Router des Herstellers AVM ("Fritz-Boxen")'''
-
Aktuell versuchen Betrüger per E-Mail an Konto- und Kreditkarteninformationen von Steuerzahlern zu gelangen. Ihre Masche: Sie geben sich per E-Mail als „Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)“ aus und geben vor, die betroffenen Bürger hätten zuviel Einkommensteuer gezahlt. Um diese nun zurückzuerhalten, müsse ein in der E-Mail angehängtes Antragsformular ausgefüllt werden, bei dem unter anderem Angaben zu Kontoverbindung und Kreditkarte sowie Sicherheitscode gemacht werden sollen.
+
In den vergangenen Tagen sind Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit Routern des Herstellers AVM mit aktiviertem Fernzugriff bekannt geworden. Dabei haben die Täter von außen auf den Router zugegriffen und kostenpflichtige Telefonnummern im außereuropäischen Ausland angerufen. Der Hersteller empfiehlt die Deaktiverung des Fernzugriffs, sofern dieser zuvor durch den Anwender aktiviert wurde. Eine entsprechende Anleitung und weitere Informationen hat [http://www.avm.de/de/News/artikel/2014/sicherheitshinweis_telefonmissbrauch.html AVM] veröffentlicht. Das BSI sieht keinen Zusammenhang mit den kompromittierten 16 Millionen Adressen.
-
Das BZSt warnt davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren.
+
Das BSI empfiehlt allen Nutzern eines Routers, in regelmäßigen Abständen auf den Webseiten des Herstellers zu prüfen, ob eine aktualisierte Firmware für das eingesetzte Modell angeboten wird und dieses bei Verfügbarkeit umgehend einzuspielen. Sofern ein automatisierter Update-Mechanismus angeboten wird, sollte dieser aktiviert werden.
-
Benachrichtigungen über Steuererstattungen werden nicht per Mail verschickt und Kontenverbindungen nie in dieser Form abgefragt. Zuständig für die Rückerstattung von überzahlten Steuern ist zudem nicht das BZSt, sondern das jeweils zuständige Finanzamt.
+
[[#top|↑ nach oben]]
-
== Fremdes Foto auf [http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,826671,00.html Facebook-Pinnwand]: Ein Klick und [http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,813571,00.html Hunderte Euro sind weg] ==
+
= [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/informationen_node.html Warnungen und aktuelle Informationen] =
-
= Extraausgabe =
+
* '''Android:''' Malvertising-Kampagne infiziert ältere Mobilgeräte
 +
* '''Ransomware zum Ersten:''' Petya ist entschlüsselt
 +
* '''Ransomware zum Zweiten:''' TeslaCrypt, CryptXXX und Jigsaw
 +
* '''Phishing:''' Falsche PayPal-Mails stehlen persönliche Daten
 +
* '''Mozilla:''' Sicherheitsupdates für Thunderbird und Firefox
 +
* '''Apple:''' Keine Unterstützung mehr für QuickTime unter Windows
-
== 06.05.2013 Kritische Sicherheitslücke im Internet Explorer 8 ==
+
* '''Google:''' Neue Version des Chrome Browsers verfügbar
 +
* '''DuMont-Verlag:''' Zeitungsleser sollten Zugangsdaten ändern
 +
* '''Google Play Store:''' Schädliche Apps entdeckt
 +
* '''Android:''' Sicherheitsupdates für Nexus-Geräte
 +
* '''Adobe:''' Sicherheitslücke in Flash Player geschlossen
 +
* '''Microsoft:''' Patchday April 2016
-
'''Die Nutzung nicht betroffener Browser wird empfohlen:''' Microsoft hat ein Advisory zu einer Zero-Day-Schwachstelle im Internet [http://blogs.technet.com/b/msrc/archive/2013/05/03/microsoft-releases-security-advisory-2847140.aspx Explorer 8] veröffentlicht. Demnach ermöglicht die Schwachstelle Online-Kriminellen, fremden Code auszuführen, wenn der Nutzer eine präparierte Webseite besucht. Betroffen von der Schwachstelle ist nur die Version 8 des Internet Explorers von Microsoft. Ein Sicherheitsupdate gibt es noch nicht. Die Schwachstelle wird bereits in gezielten Angriffen aktiv  [http://labs.alienvault.com/labs/index.php/2013/u-s-department-of-labor-website-hacked-and-redirecting-to-malicious-code/ ausgenutzt]. Des Weiteren wurde im Internet bereits Angriffscode veröffentlicht, der diese Schwachstelle [https://community.rapid7.com/community/metasploit/blog/2013/05/05/department-of-labor-ie-0day-now-available-at-metasploit ausnutzt]. Das Bürger-CERT empfiehlt allen Nutzern von Windows Vista, 7 oder 8 auf die nicht betroffenen Versionen 9 oder 10 des Internet Explorers zu wechseln. Da der Internet Explorer unter Windows XP nur bis zur Version 8 nutzbar ist, haben Anwender von Windows XP diese Option jedoch nicht. Das Bürger-CERT empfiehlt die von Microsoft in dem [http://blogs.technet.com/b/msrc/archive/2013/05/03/microsoft-releases-security-advisory-2847140.aspx Security Advisory] beschriebenen Maßnahmen umzusetzen und die Sicherheitseinstellungen für die „Internetzone“ auf „Hoch“ zu setzen. Diese Einstellung führt jedoch zu deutlichen Einschränkungen der Nutzbarkeit des Internet. Als Alternative steht dem Nutzer der temporäre Einsatz eines aktuellen alternativen Browsers offen.
+
* '''Root-Tools erschleichen sich Administrator-Rechte:''' Android
-
 
+
* '''Der Kopierer als Absender:''' Malware
-
== 08.04.2013 Herstellerunterstützung für Windows XP endet ==
+
* '''TeslaCrypt 4, Surprise und Petya:''' Ransomware
-
 
+
* '''Phishing über Drittanbieter-Apps:''' Instagram
-
'''Keine Sicherheits¬aktualisierungen mehr für Windows XP ab den 8. April 2014:''' Microsoft hat angekündigt, die allgemeine Herstellerunterstützung für das Betriebssystem Windows XP am 8. April 2014 zu beenden. Nach diesem Zeitpunkt werden keine Sicherheits¬aktualisierungen mehr durch den Hersteller veröffentlicht. Bekannte Schwachstellen werden damit nicht mehr geschlossen und können leicht von Angreifern ausgenutzt werden. Die weitere Nutzung des heute noch weitverbreiteten Windows XP stellt nach diesem Zeitpunkt ein grundsätzliches Risiko dar. Daher empfiehlt das BSI, spätestens bis zum Zeitpunkt des Endes der Herstellerunterstützung auf ein alternatives aktuelles Betriebssystem dieses oder eines anderen Herstellers zu wechseln.
+
* '''Sicherheitsupdate für Chrome Browser:''' Google
-
 
+
* '''Sicherheitsupdates auf iOS 9.3, für Safari und Mac OS X:''' Apple
-
== 08.02.2013 Sicherheitslücken in Adobe Flash Player ==
+
* '''Update für Firefox:''' Mozilla
-
 
+
* '''Sicherheitsupdate für BlackBerry PRIV:''' BlackBerry
-
'''Ausführen beliebigen Schadcodes:'''
+
* '''Sicherheitsupdate für Java SE:''' Oracle
-
Adobe hat eine neue Version für seinen [http://get.adobe.com/de/flashplayer/ Flash Player] bereitgestellt, die zwei kritische Sicherheitslücken stopft. Über diese Lücken ist es in älteren Versionen möglich, beliebige Kommandos auf dem Rechner mit den Rechten des Benutzers auszuführen.
+
-
 
+
-
Angreifer sind bereits dabei, diese Lücke weiträumig zu nutzen. Hierfür werden zum einen aktiv Word-Dokumente mit eingebetteten Flash-Daten per E-Mail versendet, die nach Öffnen der Datei den Rechner infizieren. Zum anderen lässt sich eine der bekanntgewordenen Lücken sogar für sog. Drive-By-Exploits verwenden, d.h. dass ohne weitere Aktion des Benutzers bereits der Besuch einer infizierten Webseite ausreicht, um den Rechner in die Gewalt des Angreifers zu bringen. Es wird daher dringend empfohlen, auf die aktuelle Version zu wechseln.
+
-
 
+
-
[[#top|↑ nach oben]]
+
-
 
+
-
= [https://www.buerger-cert.de/archiv.aspx?param=Wmr75oC1mx2faxfVcnecb3Z19AQwXkki Warnungen und aktuelle Informationen] =
+
-
 
+
-
* '''Schadsoftware via Werbebanner:''' BSI weist auf Hintertür in aktueller Version des OpenX Ad-Servers hin
+
-
* '''Zugriff aufs interne Netz:''' Schwachstelle in der WLAN-Konfiguration
+
-
* '''Bösartige Plug-ins für Chrome und Firefox:''' Gekaperte Social-Media-Konten
+
-
* '''Sichere iPhone-Nutzung:''' BSI veröffentlicht Überblickspapier zu Apple iOS
+
-
* '''Löschen aus der Ferne:''' Google führt Suchdienst für verlorene Androiden ein
+
-
* '''Microsoft warnt:''' Passwort-Klau bei Windows Phones
+
-
* '''Microsoft:''' Sicherheitspatches von Microsoft für den August
+
-
* '''Sicherheitsupdate:''' Schwachstelle in verschiedenen HP Laserjet Pro Modellen
+
-
 
+
-
* '''Ausspähen von Informationen:''' Schwachstelle in Internet Explorer 6,7,8 und 9
+
-
* '''PC gesperrt:''' Erpressungssoftware in neuer Variante entdeckt
+
-
* '''Mobile Sicherheit:''' gehackte SIM-Karten
+
-
* '''Cloud Computing:''' Sicherheit im Test
+
-
* '''Sicherheit für Blogger:''' Kaspersky veröffentlicht Whitepaper mit Empfehlungen
+
Zeile 144: Zeile 131:
= PRISMA =
= PRISMA =
-
== Klicksafe ==
+
== Spotify ==
 +
 
 +
'''Nutzerdaten im Netz:''' [http://www.chip.de/news/Spotify-gehackt-Sind-auch-Ihre-Daten-im-Netz_92893887.html chip.de] berichtet, dass auf der Webseite Pastebin eine Liste von Spotify-Accountdaten aufgetaucht sei, die sowohl Nutzernamen, Passwörter und Kontoinformationen umfassen. Der Musikstreaming-Anbieter kann nicht erklären, wie die Daten ins Netz gelangen konnten, eine Hack-Attacke schließt Spotify bislang aus. Laut dem englischsprachigen Nachrichtenportal Techcrunch hatte der Streaming-Dienst auch früher schon Probleme mit Sicherheitslücken. Daher könnten die jetzt im Netz kursierenden Daten auch auf einem älteren Leak basieren. Bisher hat Spotify noch keine betroffenen Nutzer informiert. Als Vorsichtsmaßnahme sollten Nutzer ihre Passwörter ändern. (160428)
-
'''Neuer Bereich "Smartphone und Apps" veröffentlicht:''' Im Juli 2013 hat klicksafe ein neues [http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/smartphone-und-apps/ Webangebot] mit Informationen rund um die sichere Nutzung von Smartphones und Apps freigeschaltet. Der Bereich beantwortet wichtige Fragen u.a. zu den Themen "Apps und Kostenfallen" sowie "Apps und Jugendschutz". Für Eltern stellt klicksafe nützliche Informationen zu Angeboten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Viele Apps greifen nach der Installation auf dem Smartphone auf Daten des Nutzers zu, vom Adressbuch bis hin zu der Favoritenliste des Browsers. Nicht selten werden hierbei Daten von Apps abgefragt, die für den Betrieb der Anwendung gar nicht erforderlich sind. Das Thema Datenschutz ist daher ein weiterer Schwerpunkt im neuen Webangebot zu Smartphones. (130815)
+
== Sicherheits-Irrtümer ==
-
== Ferngesteuerte Drucker ==
+
'''Computer- und E-Mail-Sicherheit:''' In unserer Reihe „Sicherheits-Irrtümer im Internet“ beschäftigt sich BSI mit Missverständnissen über IT-Sicherheit. Wir haben einige gängige Irrtümer identifiziert und zeigen auf, wie die Risiken, die aus einem falschen Sicherheitsverständnis resultieren, minimiert werden können. Im Fokus des dritten Teils steht das Thema [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Irrtuemer_Computer-Sicherheit.html;jsessionid=BB697C31132A4A9849FD76C44EFE811B.2_cid351 Computer-Sicherheit]. Hier hinterfragen wir zum Beispiel die verbreitete Annahme,dass sich ein Schadprogramm auf dem Computer schon irgendwie für den Nutzer bemerkbar macht. Im vierten Teil steht das Thema [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Irrtuemer_E-Mail-Sicherheit.html „E-Mail-Sicherheit“] im Mittelpunkt. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass Schadsoftware nicht nur im Anhang einer E-Mail versteckt sein kann, sogar auch direkt im Text? Daher kann schon das Öffnen einer solchen E-Mail zum Sicherheitsrisiko werden. (160428)
-
'''"Hi, ich bin der Drucker-Troll":''' Gut 100.000 Drucker weltweit die aus dem Internet erreichbar sind haben Anfang August scheinbar von selbst eine Seite mit einem QR-Code ausgedruckt. Dahinter steckte wie [http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/ferngesteuerte-drucker-post-aus-den-niederlanden-a-914309-druck.html SPIEGEL ONLINE] berichtet, eine Gruppe von deutschen Hackern, die in den Niederlanden zeltete. Weltweit sollen rund 218.000 Drucker einen Druckauftrag vom Zeltplatz aus erhalten haben. Bei gut der Hälfte davon wurde tatsächlich eine Seite ausgedruckt. Wenn die Nutzer dann den darauf befindlichen QR-Code mit einem Mobilgerät abscannten, wurde auf eine vom Campingplatz aus gehostete Seite geleitet. Dort steht auf Englisch: "Hi, ich bin der Drucker-Troll, und ich drucke gern auf Deinem Drucker, der weltweit erreichbar ist." Die Aktion sei als Warnhinweis gemeint gewesen, versicherten die Initiatoren. Schadsoftware sei keine installiert worden. (130815)
+
== Bottom-Up ==
-
== Royal Baby ==
+
'''Berufsschüler für IT-Sicherheit fit machen:''' Wie der DsiN-Sicherheitsmotor Mittelstand 2015 belegt, ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter einer der grundlegendsten und gleichzeitig am meisten vernachlässigten Faktoren der IT-Sicherheit. Genau hier setzt Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) mit “Bottom-Up: Berufsschüler für [https://www.dsin-blog.de/dem-chef-zeigen-wos-lang-geht-beim-thema-it-sicherheit IT-Sicherheit“] an. Dieses Projekt richtet sich an Berufsschüler und künftige Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie werden bereits während ihrer dualen Ausbildung in wesentlichen IT-Sicherheitsfragen geschult, sodass sie das erlernte Wissen auch in ihre Ausbildungsunternehmen weitertragen können. Mittelpunkt von Bottom-Up ist ein Wissens- und Webportal. Es gibt Berufsschullehrern praxisnahe Lehr- und Lernangebote an die Hand. Zudem erhalten Lehrer detaillierte Unterrichtspläne, die hilfreiche Anregungen zum Einsatz der modularen Lerneinheiten zu vielen IT-Sicherheitsthemen geben. (160428)
-
'''Spam-Mails verbreiten Malware:''' Der Sicherheitsdienstleister Eleven Research berichtet über mehrere [http://www.eleven-securityblog.de/2013/07/real-time-spam-zum-koniglichen-baby/ Spamwellen], die sich das große öffentliche Interesse an der Geburt des britischen Thronfolgers zunutze machten. Am 23. und 24. Juli beobachteten die Fachleute insgesamt acht Wellen, in denen massenhaft E-Mails zum Thema „Royal Baby” verschickt wurden. Die in den Mails enthaltenen Links führten dabei zu verschiedenen, zum Teil mit Schadsoftware infizierten Webseiten. Die Kampagnen endeten bereits wieder am 24. Juli 2013 und sind damit ein weiteres Beispiel für den Trend „Real-Time-Spam“, bei dem auf tagesaktuelle Ereignisse Bezug genommen und das große Interesse vieler Leser ausgenutzt wird. Ähnliche Phänomene konnten in diesem Jahr schon bei der Papstwahl oder den Terroranschlägen von Boston beobachtet werden. (130801)
+
== BSI ==
-
== Cyber-Angriffe ==
+
'''Sieben Thesen für eine sichere Informationsgesellschaft:''' Im Rahmen der „Denkwerkstatt Sichere Informationsgesellschaft“ sind Anfang April in Lohmar circa fünfzig Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung auf Einladung des BSI zusammengekommen, um über die digitale Zukunft zu diskutieren. Im Fokus stand die Frage nach einer smarten und gleichzeitig sicheren Informationsgesellschaft. Gemeinsam wurden sieben Thesen erarbeitet und im Konsens verabschiedet. Diese Thesen können Sie hier [https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Kurzmeldungen/Meldungen/news_worldcafe_21042016.html nachlesen]. (160428)
-
'''weltweit Schäden von bis zu einer Billion Dollar jährlich:''' Eine Studie von McAfee und dem [http://mcaf.ee/1xk9a Center for Strategic and International Studies] kommt zu dem Ergebnis, dass Cyberangriffe jedes Jahr Kosten zwischen 300 Milliarden und einer Billion Dollar weltweit verursachen. Diese Summe entspricht den Autoren zufolge etwa 0,4 bis 1,4 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Die Studie untersucht Kosten in den sechs Kategorien Cybercrime, Verlust von geistigem Eigentum, Verlust von Geschäftsdaten, Service-Ausfälle, Absicherung von Netzwerken und Schädigung des Rufs eines betroffenen Unternehmens. Dem Bericht zufolge ist es jedoch schwierig, die tatsächlichen Schäden zu ermitteln, da viele Unternehmen keine Angaben zu ihren Verlusten machen oder den Wert der gestohlenen Daten gar nicht kennen. (130801)
+
== WhatsApp ==
-
== Gaming ==
+
'''Durchgängig verschlüsselt:''' WhatsApp führt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, das berichteten mehrere Medien, so auch [http://www.focus.de/digital/handy/whatsapp-verschluesselt-alle-nachrichten_id_5410419.html focus.de]. In den neuen Versionen des beliebten Messenger-Dienstes ist die Funktion bereits aktiviert. Das BSI befürwortet Verschlüsselung und begrüßt daher diese Entscheidung des Unternehmens. Entscheidende Voraussetzung, dass die Inhalte der Nachrichten, Gruppenchats, Fotos und ausgetauschte Dateien nur von Sender und Empfänger gelesen werden können, ist jedoch eine geeignete Implementierung der Verschlüsselung und deren sichere Konfiguration. Eine Möglichkeit zur Nachprüfung dieser Implementierung besteht jedoch derzeit nicht. Wer den Messenger bereits nutzt , muss zuerst ein Update durchführen, damit die neue Funktion verfügbar und die Verschlüsselung aktiviert ist, wie [http://www.giga.de/apps/whatsapp-fuer-android/news/whatsapp-risiken-whatsapp-sammelt-daten-und-hoert-mit-update giga.de] berichtet. Ohne diese Aktualisierung ist der gesamte Chat – wie bisher auch – unverschlüsselt. Von der Verschlüsselung unberührt bleiben nach wie vor die so genannten Metadaten, d.h. Informationen über Sender und Empfänger, deren Telefonnummern, ihre jeweiligen Kontakte, Sendedaten, etc. Diese können von WhatsApp weiterhin genutzt werden, beispielsweise für Werbezwecke. Um sicher mit Instant Messengern zu kommunizieren, haben wir Ihnen [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/DigitaleGesellschaft/KommunikationUeberInternet/Messenger/Tipps/tipps_node.html hier] einige Tipps zusammengestellt. Einen guten Überblick zu den Sicherheitsfunktion von Messengern bietet die [https://www.eff.org/de/node/82654 Electronic Frontier Foundation]. (160414)
-
'''Virtuelle Spiele, reale Angriffe:''' Kaspersky Lab veröffentlicht im Vorfeld der Spielemesse gamescom (21. Bis 25. August in Köln) aktuelle Zahlen zu [http://newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/gamer-weiter-ein-attraktives-ziel/ Gaming-Schädlingen]: Demnach gibt es derzeit 4,4 Millionen verschiedene Schadprogramme, die es auf Gamer abgesehen haben, im Vergleich zu 3,3 Millionen Gaming-Schädlingen im Vorjahr. Das Ziel dieser Schadprogramme sei vor allem der Diebstahl von Spiele-Account-Daten und virtuellen Gegenständen. Gamer blieben ein lukratives Ziel für Angreifer, so Kaspersky. Die zunehmende Einbindung von echtem Geld zum Kauf von spielinternen Gegenständen sei für Cyber-Kriminelle sehr gewinnbringend. Neben Angriffen durch Malware sei auch Phishing nach wie vor stark präsent. Fazit: Auch wer seinen PC vor allem für Online-Computerspiele nutzt, muss auf die [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/MeinPC/BasisschutzComputer/basisschutzComputer_node.html Standard-Sicherheitsmaßnahmen] achten. Besonders wichtig für Gamer sind starke [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/MeinPC/Passwoerter/passwoerter_node.html Passwörter]. (130801)
+
== Hacking ==
-
== Cyber-Angriffe ==
+
'''Nicht jeder Eindringling ist böswillig:''' Wenn in den Medien über Cyber-Kriminelle berichtet wird, ist nahezu immer von Hackern die Rede. Der so stark negativ konnotierte Begriff des [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/Hacker/hacker_node.html Hackers] wird in der Welt der IT-Fachexperten jedoch differenziert angewendet. Hier ist es der Cracker, der aus kriminellen Absichten in Systeme eindringt und diese manipuliert. Nicht jeder, der im Volksmund gesprochen „hackt“, verfolgt böse Absichten. Im Gegenteil: Hacker helfen oftmals dabei, die Sicherheit von IT-Systemen zu verbessern, teilweise arbeiten sie im Auftrag von Sicherheitsfirmen. Gemeinsam haben Hacker wie auch Cracker ein sehr profundes technisches Verständnis und Talent, Sicherheitslücken zu erkennen. Um computertechnik-begeistertem Nachwuchs die Möglichkeit zu geben, solche Fähigkeiten für gute Zwecke einzusetzen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusammen mit weiteren Kooperationspartnern einen „Hacking-Wettbewerb“, die Cyber [https://www.cscg.de/cscg/challenge/ Security Challenge Germany], ins Leben gerufen. Auch dieses Jahr ist dieser Wettbewerb für alle interessierten Schüler und Hochschüler bis zum 1. August zum Teilnehmen geöffnet. Die Gewinner qualifizieren sich sogar weiter für die Teilnahme des Wettbewerbs auf europäischer Ebene. (160414)
-
'''EU-Rat beschließt härtere Strafen:''' In unserem Newsletter vom 21. Juni 2013 hatten wir bereits darüber berichtet, dass die EU die Strafen für Cyber-Kriminelle erhöhen will. Nun hat der EU-Rat den [http://heise.de/-1923132 Richtlinienentwurf] über Angriffe auf Informationssysteme gebilligt, nachdem dieser bereits im Juli das EU-Parlament in Straßburg passiert hatte. Bis zu fünf Jahre können Hacker demnach ins Gefängnis kommen, wenn Ihnen schwerwiegende Angriffe wie beispielsweise Botnetz-Attacken nachgewiesen werden. Die Mitgliedsstaaten müssen die Regelungen nun innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. (130801)
+
== IT-Sicherheit ==
-
== Mehr Sicherheit in App-Stores ==
+
'''Die häufigsten Irrtümer im Überblick:''' Meine PC Firewall schützt mich vor allen Angriffen aus dem Internet“ oder „Wenn ich ein aktuelles Virenschutzprogramm habe, muss ich Updates für andere Software nicht sofort installieren“ - zum Thema Internet-Sicherheit existieren viele Missverständnisse. Sie werden oftmals wiederholt und dadurch schnell als Wahrheit angenommen, auch wenn es keine Belege dafür gibt. Wir haben einige gängige Irrtümer identifiziert. Erfahren Sie auf der Seite [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Irrtuemer_Internet-Sicherheit.html BSI] mehr über diese Irrtümer und wie Sie Risiken, die aus einem falschen Verständnis von IT-Sicherheit resultieren, minimieren können. Ähnliche Missverständnisse gibt es auch im Hinblick auf mobile Sicherheit. Hier kursieren Aussagen wie „Meine Daten sind in der Cloud sicher vor Fremdzugriff geschützt“ oder „Das Surfen in öffentlichen WLANs spart nicht nur Kosten, sondern ist auch sicher“. Auch hier haben wir einige Irrtümer identifiziert und [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Irrtuemer_Mobile-Sicherheit.html hier] für Sie zusammen gestellt. (160414)
-
'''Microsoft führt neue Sicherheitsrichtlinien ein:''' Microsoft hat die [http://www.microsoft.com/security/msrc/app_management.aspx Sicherheitsrichtlinien] überarbeitet, die für Apps im Windows Store, Windows Phone Store, Office Store und Azure Marketplace gelten. Damit die Hersteller Sicherheitslücken in den von Ihnen angebotenen Apps schnellstmöglich schließen, setzt Microsoft ihnen nun eine Frist von 180 Tagen. Sollten die Lücken bis dahin nicht geschlossen sein, behält sich Microsoft vor, die App aus seinem Store zu entfernen. Werden Schwachstellen bereits aktiv ausgenutzt, können auch kürzere Fristen gelten. (130718)
+
== Internet ==
-
== Transparenzbericht ==
+
'''Senioren beim sicheren Umgang mit dem Netz begleiten:''' Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) haben auf der Senioren-Messe „Die 66“ ein neues [https://www.sicher-im-netz.de/press/releases/bagso-und-dsin-starten-digital-kompass-fuer-senioren Online-Angebot] für ältere Menschen vorgestellt. Damit sollen die mehr als zehn Millionen Menschen im Rentenalter unterstützt werden, die in Deutschland täglich das Internet nutzen. Die Plattform [http://www.digital-kompass.de/ Digital-Kompass] richtet sich an Senioren-Computerclubs, Volkshochschulen, Vereine, Kirchengemeinden und andere Einrichtungen, die Senioren im Alltag begleiten. Sie finden hier Lehrmaterialien und praktische Tipps für Schulungen und die Beratung älterer Menschen. Darüber hinaus ermöglicht der Digital-Kompass einen direkten Austausch mit Gleichgesinnten. So können beispielsweise über digitale Stammtische Fragen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer direkt von Experten per Videokonferenz beantwortet werden. (160414)
-
'''Google listet verseuchte Webseiten auf:''' Google hat einen neuen Abschnitt in seinem [http://www.google.com/transparencyreport/safebrowsing/ Transparenzbericht] eingeführt, mit dem das Unternehmen mehr Aufschluss über die Quellen von Malware- und Phishing-Angriffen gibt. Nutzer können dem Bericht nun unter anderem entnehmen, wo in der Welt betrügerische oder bösartige Webseiten gehostet und wie schnell die Seiten nach einer Säuberung von Malware erneut befallen werden. Demnach sind aktuell rund 10 Prozent aller hierzulande gehosteten Webseiten mit Schadsoftware infiziert. Damit zählt Deutschland zu den Ländern mit hohem Malware-Anteil: In den USA liegt dieser Wert bei nur 2 Prozent, in Frankreich bei 7 und in Großbritannien bei 5 Prozent. Die Daten stammen aus Googles Safe Browsing Programm, mit dem das Unternehmen Internetnutzer (unter anderem der Programme Chrome, Firefox und weiterer Browser) warnt, bevor sie eine potentiell gefährliche Webseite besuchen. Rund 10.000 dieser gefährlichen Seiten findet und blockiert Google nach eigenen Angaben jeden Tag. (130704)
+
== Apple und Yahoo ==
-
== Phishing ==
+
'''Neue Authentifizierungsmethoden:''' Apple und Yahoo haben neue Authentifzierungsmethoden eingeführt. Apple verwendet ab sofort für alle Nutzer der iCloud eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die eine Erweiterung der bisherigen zweistufigen Authentifizierung ist. Sie soll die Verwendung der Schutzfunktion deutlich einfacher machen. Zudem soll sie verhindern, dass Nutzer den Zugriff auf den eigenen Account komplett verlieren. Dies gilt für alle mobilen Apple-Geräte, die auf dem Betriebssystem ab iOS 9 basieren beziehungsweise für Desktop-Rechner ab Version 10.11 El Capitan) des stationären Betriebsssystems OS X. Mit dem alten Schutzsystem war dies möglich, wie auf [http://www.heise.de/security/meldung/Apple-Neue-Zwei-Faktor-Authentifizierung-jetzt-fuer-alle-3150213.html heise.de] zu lesen ist. Bei der neuen Zwei-Faktor-Authentifizierungen wird auf einen Wiederherstellungsschlüssel verzichtet, eine Bestätigung erfolgt beispielsweise über ein Smartphone, dessen Nummer vorab hinterlegt wurde. Auch Yahoo erweitert seine Authentifizierungsmethode, wie [http://www.zdnet.de/88264258/yahoo-fuehrt-anmeldung-ohne-passwort-breiter-ein/ zdnet.de] berichtet. Um diese zu nutzen, müssen Anwender auf ihrem Mobilgerät die zugehörige Yahoo-App verwenden und den Account Key freigegeben haben. Wollen sich Nutzer auf einem Desktop in ihr Konto einloggen, müssen sie einfach auf einen Button klicken, ein Passwort ist nicht erforderlich. Das Smartphone informiert den Anwender über den Log-in-Versuch und fordert ihn auf, diesen zu bestätigen. (160331)
-
'''Zahl der Betroffenen steigt drastisch an:''' Laut einer Studie von [http://media.kaspersky.com/pdf/Kaspersky_Lab_KSN_report_The_Evolution_of_Phishing_Attacks_2011-2013.pdf Kaspersky Lab] ist die Zahl der von Phishing betroffenen Internetnutzer im vergangenen Jahr drastisch angestiegen. Zwischen Mai 2012 und April 2013 sahen sich weltweit 37,3 Millionen Anwender mit einem Phishing-Angriff konfrontiert, das entspricht einem Anstieg von 87 Prozent. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es lediglich 19,9 Millionen Nutzer. In Deutschland hat sich die Zahl der Betroffenen auf 2,3 Millionen mehr als verdoppelt. 6,2 Prozent aller Phishing-Angriffe haben deutsche Nutzer zum Ziel. Damit liegt Deutschland auf Platz vier der betroffenen Länder hinter Russland, den USA und Indien. Auch wenn es um den Ursprung der Angriffe geht, liegt Deutschland weit vorne: 6,0 Prozent aller betrügerischen Webseiten liegen in Deutschland – mehr Angriffe stammen nur aus den USA (18,7 Prozent) und Großbritannien (6,7 Prozent). Weltweit hat sich die Zahl der gefundenen betrügerischen Webseiten und Server gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht. Wie Sie sich vor Phishing schützen können, erfahren Sie auf der [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/GefahrenImNetz/Phishing/phishing.html BSI Webseite]. (130704)
+
== Facebook ==
-
== Studie ==
+
'''Neues Werkzeug gegen Identitätsdiebstahl:''' Das Sicherheitsteam von Facebook hat eine neue Funktion entwickelt, die zukünftig Anwender umgehend informieren soll, wenn jemand ihren Account imitiert, das berichtet [http://mashable.com/2016/03/22/facebook-impersonation-alert/#RHbgQI.nVgq0| Mashable] und beruft sich hierbei auf Antigone Davis, Global Head of Safety bei Facebook. Sobald ein verdächtiges Profil auftaucht, erhält die betroffene Person eine Nachricht, dieses zu überprüfen. Mithilfe von persönlichen Daten könne Facebook feststellen, ob es sich tatsächlich um ein imitiertes Profil handelt. Seit November 2015 wird das Feature getestet und ist mittlerweile für drei Viertel aller Anwender verfügbar. So sollen Facebook-Mitglieder vor Belästigung geschützt werden, denn es ist ausdrücklich verboten Fake-Profile zu erstellen. [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/ID-Diebstahl/Schutzmassnahmen/id-dieb_schutz_node.html Hier] haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre digitale Identität schützen können. (160331)
-
'''Zahl mobiler Malware legte um 614 Prozent zu:''' Der dritte [http://newsroom.juniper.net/press-releases/juniper-networks-finds-mobile-threats-continue-ram-nyse-jnpr-1029552 Mobile Threats Report] des Netzwerkausrüsters Juniper Networks offenbart einen Anstieg an mobiler Malware zwischen März 2012 und März 2013 um 614 Prozent auf 276.259. Im Vorjahr betrug die Wachstumsrate 155 Prozent. Der Bericht basiert Juniper zufolge auf einer Analyse von mehr als 1,85 Millionen mobilen Anwendungen und Schwachstellen. Er berücksichtigt alle großen Mobilbetriebssysteme und Daten aus 173 Ländern. Informationen wie Sie sich sicher im mobilen Netz bewegen erhalten Sie auf der [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/MobileSicherheit/mobileSicherheit_node.html BSI Webseite]. (130704)
+
== Snapchat ==
-
== EU will Strafen verschärfen ==
+
'''Apps von Drittanbietern meiden:''' Der kostenlose Instant-Messaging-Dienst Snapchat ermöglicht es, Fotos via Smartphones und Tablets an Freunde zu verschicken, die dann nur einige Sekunden sichtbar sind. Mittlerweile sind verschiedene Drittanbieter-Apps im Umlauf, mit denen Nutzer die Funktionalitäten des beliebten Dienstes erweitern können. Allerdings ist dies nicht ratsam, wie bei [http://www.golem.de/news/sicherheitsluecken-snapchat-erweiterungen-fuer-ios-kopieren-zugangsdaten-1603-119652.html golem.de] nachzulesen ist. Denn die vermeintlichen Lösungen für iOS sind nicht nur unsicher, sondern sie speichern zudem die Zugangsdaten der Anwender. Wie Sie und Ihr Kind sicher mit dem beliebten Messenger umgehen können, erfahren Sie in unserem [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Snapchat.html Service-Überblick]. (160317)
-
'''Cyber-Angriffe:''' Der Innenausschuss des EU-Parlaments hat einen [http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+IM-PRESS+20130603IPR11005+0+DOC+XML+V0//EN Richtlinienentwurf] über Angriffe auf Informationssysteme verabschiedet, der einheitliche und hohe Strafen für Cyberkriminelle fordert. Zwischen zwei und fünf Jahren sollen kriminelle Hacker demnach ins Gefängnis kommen. Als schwerwiegende Angriffe werden unter anderem Botnetz-Attacken, der Missbrauch personenbezogener Informationen oder Attacken auf Kritische Infrastrukturen gewertet. Die Richtlinie sieht jedoch auch Strafen vor, wenn Hackerwerkzeuge verkauft, beschafft und verbreitet werden, mit denen sich Cyber-Angriffe ausführen lassen. Der Richtlinienentwurf hat auch zum Ziel, dass IT-Systeme besser gegen Angriffe geschützt und die Sicherheitsvorkehrungen erhöht werden. Dazu werden die Mitgliedstaaten z.B. verpflichtet, rund um die Uhr besetzte nationale Kontakt- und Meldestellen für den Informationsaustausch über Cyber-Attacken und Internetkriminalität einzurichten. Die Kooperation zwischen Staat, Wirtschaft und Bürgern im Kampf gegen Cyberkriminalität soll verbessert werden. In Deutschland traten bereits 2007 verschärfte Regelungen zu Cyber-Kriminalität in Kraft. Nun soll mit der europaweiten Richtlinie mehr Einheitlichkeit geschaffen und der Internationalisierung der Cyberkriminalität Rechnung getragen werden. (130621)
+
== Treuhandbetrug ==
-
== Passwort-Manager ==
+
'''Polizei warnt vor falschen Dienstleisterseiten:''' Laut der [http://www.polizei-praevention.de/aktuelles/gefaelschte-transportunternehmen-suggerieren-seriositaet.html Polizei Niedersachen] setzen Cyber-Kriminelle bei vorgetäuschten Handeln falsche Treuhänder ein, um ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen. Bei dem sogenannten Treuhandbetrug bieten Kriminelle Ware zum Kauf oder Verkauf an und kontaktieren ihre Opfer oftmals über bekannte, seriöse Verkaufsplattformen im Internet, beispielsweise für Autoverkäufe, Immobilien oder Kleinanzeigen. Als Verkäufer einer Ware geben die Betrüger vor, sich zeitweilig außer Landes zu befinden, weswegen der Kauf über einen Treuhänder oder Transportdienstleister abgewickelt werden sollte. Dieser wird über eine gut gestaltete Homepage als seriöses Unternehmen dargestellt. Sobald Interessenten ihr Geld überweisen, sind sie bereits in die Falle getappt, denn den angeblichen Treuhänder gibt es gar nicht. Manchmal gehen Kriminelle auch umgekehrt vor, indem sie Verkäufern vorgaukeln, dass sie das Geld für eine Ware bereits auf dem Konto eines seriösen Treuhänders eingezahlt hätten. Damit wollen sie erreichen, dass der Verkäufer die Ware unbezahlt versendet. Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, sollten Sie bei Angeboten oder Kaufgesuchen aus dem Ausland oder in englischer Sprache vorsichtig sein. Außerdem sollten Sie nur bekannte und seriöse Zahlungs- beziehungsweise Treuhanddienste oder Transportdienstleister nutzen – um dies herauszufinden, hilft meist schon eine Recherche über Suchmaschinen. Prüfen Sie Schecks immer bei Ihrer Bank, bevor Sie Ware versenden. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, bei der Polizei nachzufragen und beispielsweise zugesandte Ausweiskopien überprüfen zu lassen. (160303)
-
'''Sicheres Speichern sicherer Passwörter:'''
+
== Cybermobbing ==
-
Sichere Passwörter, die lang genug sind, Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten, sind nicht leicht zu merken. Leicht zu merkende Passwörter dagegen sind in der Regel nicht sicher. Abhilfe können Passwort-Manager schaffen, also Programme, die viele verschiedene, sichere Passwörter speichern und diese mit einem Master-Passwort gut verschlüsselt absichern. Es gibt einige verschiedene Passwort-Manager, alle mit bestimmten Vor- und Nachteilen. Die IT-Zeitschrift [http://www.computerwoche.de/a/die-besten-passwort-manager,2519783 Computerwoche] getestet hat einige und aufgeschrieben, für welchen Anwendungszweck welcher Passwort-Manager der am besten geeignete ist. Das Online-Magazin [http://www.pcwelt.de/news/Password_Depot_7-7576856.html PC-Welt] empfiehlt noch ein weiteres Programm: Password Depot 7, das in der neuen Version auch die Cloud-Dienste Dropbox und Google Drive unterstützt. Wer ohne Passwort-Manager auskommen will, findet auf der Webseite von BSI [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/MeinPC/Passwoerter/passwoerter_node.html Tipps], wie man sich sichere Passwörter erstellt und einfach merken kann. (130314)
+
-
== Aufklärung nicht nur für Eltern ==
+
'''Beleidigungen im Netz vermeiden:''' Das Internet bietet viele Chancen, die Kommunikation mit anderen Menschen einfacher, und schneller zu gestalten – im positiven, aber leider auch im negativen Sinne. Cybermobbing beispielsweise ist ein Phänomen, das besonders bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Die Initiative [http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing-zahlen-und-fakten/ klicksafe] führt auf, dass 38 Prozent der Jugendlichen jemanden kennen, der schon einmal Opfer von Beleidigungen oder Verleumdungen über das Internet wurde. 17 Prozent der Altergruppe der 12- bis 19-Jährigen waren sogar selbst davon betroffen. Für Jugendliche kann Mobbing im Netz schwerwiegende Folgen haben. Während die Verleumder die Möglichkeit haben, anonym zu bleiben, sind Betroffene einer großen Öffentlichkeit ausgesetzt, und das oftmals für lange Zeit. Denn bösartige Kommentare und Bilder lassen sich oft nicht endgültig aus dem Netz löschen. Mehr Informationen dazu und mit welchen Maßnahmen sich Cybermobbing vermeiden lässt, erfahren Sie auf der [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Cybermobbing.html BSI-Webseite]. (160218)
-
'''Infos zum Datenschutz und Recht im Internet:'''
+
== PIN-Management ==
-
„Eltern haften für ihre Kinder“ - im Cyberspace gilt dieser Satz nicht immer. Zwei aktuelle Broschüren der Initiative klicksafe.de informieren Eltern darüber, wann und in welchem Umfang sie für das Verhalten ihrer Kinder im Netz juristisch verantwortlich sind und welche Maßnahmen sie ergreifen können, um Ärger zu vermeiden. Der Flyer [http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/datenschutz-tipps-fuer-eltern/ „Datenschutz-Tipps für Eltern – So sind persönliche Daten im Internet sicher“] klärt Eltern darüber auf, welche Folgen die unbedachte Weitergabe und Verbreitung persönlicher Daten im Internet haben kann. Auch gibt es Hilfestellungen für das korrekte Verhalten im Fall der Fälle. Die Broschüre [http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/spielregeln-im-internet-2-durchblicken-im-rechte-dschungel/ „Spielregeln im Internet 2“] behandelt Rechtsfragen im Internet umfassender. Auf 68 Seiten werden u.a. folgende Themen abgehandelt: Veröffentlichen und Zitieren im WWW, sicheres Kaufen und Verkaufen im Netz, Umgang mit digitaler Musik, Abofallen, Marken- und Urheberrecht. Der Flyer und die Broschüre können unter den genannten Weblinks kostenlos heruntergeladen oder als Print-Produkt bestellt werden. (121220)
+
-
== Webseite fuer Kinder und Eltern ==
+
'''Kostenloses Infomaterial der TU Darmstadt:''' Informatiker der TU Darmstadt haben auf Basis von Benutzerstudien und Umfragen Tipps erarbeitet, mit denen Anwender ihre PIN-Sicherheit erhöhen können. Denn immer noch gibt es Nutzer, die ihre PIN gemeinsam mit der Bankkarte aufbewahren oder leicht zu erratende PINs verwenden. In einem Flyer sind die wichtigsten Hinweise zum Thema PIN-Management zusammengefasst. Eine Privatsphären-freundliche Android-App zeigt auf, wie sich Nutzer eine PIN besser merken können. Das Informationsmaterial steht kostenlos zum [https://www.secuso.informatik.tu-darmstadt.de/de/secuso/neuigkeiten/einzel-ansicht/artikel/wie-merke-ich-mir-meine-pin-einfache-sicherheitstipps-fuer-besseres-pin-management-german-only/ Download] bereit. (160218)
-
'''surfen-ohne-risiko.net:'''
+
== Kinderschutz ==
-
Das Bundesfamilienministerium geht mit einem neuen Internetangebot fuer Eltern und Kinder online: Auf [http://www.surfen-ohne-risiko.net surfen-ohne-risiko] koennen Familien sich ueber den sicheren Umgang mit dem World Wide Web informieren. Mithilfe eines speziellen Moduls ist es ausserdem moeglich, sich eine individuelle Startseite zu erstellen: Kindgerechte Nachrichten, Kinderchat, Kindermail, Surf-Tipps und Spiele koennen ganz einfach per Mausklick wie auf einer Magnetwand zusammengestellt werden. In verschiedenen Quizzes zu den Themenbereichen "Surfen", "Chatten" und "Spielen" koennen Kinder und Eltern ausserdem ihr eigenes Wissen testen. Kurzfilme zu den genannten Bereichen klaeren ueber verschiedene Gefahren auf. (110303)
+
-
== Broschüre rund um Rechtsfragen im Netz ==
+
'''Wie der Nachwuchs das Internet sicher nutzen kann:''' PC, Smartphone und das Internet gehören zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Dabei begegnen sie auch Inhalten, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Zudem können sie leicht Opfer von betrügerischen E-Mails oder Werbeanzeigen werden, die dann beispielsweise über Schadsoftware Zugriff auf persönliche Daten nehmen oder zum Download von teuren Angeboten verleiten. Um Kinder und Jugendliche davor zu schützen, ist eine verantwortungsbewusste Medienerziehung in der Familie der sicherste Weg in die [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Kinderschutz_11012016.html Online-Welt]. Kindgerechte Angebote können den Nachwuchs zudem bei einem kompetenten und umsichtigen Umgang mit PC und Internet unterstützen. Wir haben Ihnen eine [https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/Kinderschutz/Checkliste/checkliste_node.html Checkliste] erstellt, die Sie Punkt für Punkt mit Ihren Kindern besprechen können, um Ihnen die Gefahren der digitalen Welt bewusst zu machen. (160121)
-
'''Rechte und Pflichten:'''
 
-
"Darf ich Fotos anderer Personen auf Facebook veroeffentlichen?", "Wie reagiere ich, wenn ich eine Abmahnung geschickt bekomme?" Diese und andere Fragen beantwortet die Broschuere "Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechte-Dschungel" der EU-Initiative klicksafe und des Online-Portals iRights.info. Die Experten klaeren in acht Themenschwerpunkten ueber Rechte und Pflichten auf, die man als Internetnutzer hat, und geben nuetzliche Tipps. Schwerpunkte sind beispielsweise Datenschutz in sozialen Netzwerken, Cyberbullying oder Internet-Downloads. Die Broschuere steht auf der [https://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren---ratgeber/spielregeln-im-internet-durchblicken-im-rechte-dschungel.html Klicksafe-Seite] als PDF zum Download bereit oder kann dort als Printversion bestellt werden. (101125)
 
[[#top|↑ nach oben]]
[[#top|↑ nach oben]]

Aktuelle Version


IT-Sicherheit

28.04.2016

Die Bedrohung durch Ransomware steigt weiter. Nahezu wöchentlich tauchen neue erpresserische Trojaner auf oder Cyber-Kriminelle entwickeln bereits bestehende Schädlinge weiter, wie zuletzt die neuen Varianten TeslaCrypt 4.1A, CryptXXX und Jigsaw zeigen. Allerdings schaffen es Sicherheitsexperten in Einzelfällen, durch Krypto-Trojaner verschlüsselte Dateien zu entschlüsseln. Das belegen aktuelle Meldungen, wonach nach es gelungen ist, die Verschlüsselung des Schadprogramms Petya zu knacken.

14.04.2016

In den Medien wird oft nur dann von Hackern gesprochen, wenn es darum geht, dass Unbekannte in fremde Computersysteme eingedrungen sind und die Kontrolle darüber übernommen haben. Allerdings haben Hacker im eigentlichen Sinn nicht unbedingt schlechte Hintergedanken. Im Gegenteil setzen manche von ihnen ihre Kenntnisse zur Abwehr von Cyber-Angriffen ein und spüren im Auftrag von IT-Sicherheitsfirmen Sicherheitslücken in Produkten und Systemen auf. Um junge "Hacking"-Talente für eine zukunftsträchtige Branche zu entdecken und sie für diese positive Seite zu begeistern, ruft die Cyber Security Challenge Germany jedes Jahr Computertechnik-Enthusiasten in Schulen und an Hochschulen zum Mitmachen auf. Die schädlichen Apps im Google Play Store, über die wir in dieser Ausgabe berichten, wären möglicherweise ohne den Einsatz solcher Hacker unentdeckt geblieben. Denn eine russische IT-Sicherheitsfirma machte Google auf die mehr als 100 mit Schadsoftware infizierten Apps aufmerksam.

31.03.2016

Seit Herbst 2015 steigt die Bedrohung durch Ransomware stetig an. Immer wieder treten neue Fälle solcher Schutzgeld-Forderungen im Netz auf. Kryptotrojaner werden via E-Mail oder Drive-by-Download auf Rechner geschleust, infizieren diese und verschlüsseln auf ihnen gespeicherte Daten. Meist dauerhaft, sodass diese dann – auch nach Bereinigung des Schadprogramms – nicht mehr zur Verfügung stehen. Viele Nutzer entscheiden sich dafür, das geforderte Lösegeld zu zahlen in der Hoffnung, wieder an ihre Daten zu gelangen. Davon rät das BSI nach wie vor ab. Aktuell treiben insbesondere die Schädlinge TeslaCrypt 4, Surprise und Petya ihr Unwesen und legen mittlerweile teilweise den kompletten Rechner lahm.


BSI-Gesetz

Inhaltsverzeichnis

„Sozialen Netzwerke“

  • Seien Sie zurückhaltend mit der Preisgabe persönlicher Informationen!

Tipp 1: Nicht alles, was Sie über sich wissen, müssen andere Menschen wissen. Überprüfen Sie kritisch, welche privaten Daten Sie "öffentlich" machen wollen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass immer mehr Arbeitgeber Informationen über Bewerber im Internet recherchieren. Auch Headhunter, Versicherungen oder Vermieter könnten an solchen Hintergrundinformationen interessiert sein.

  • Erkundigen Sie sich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz!

Tipp 2: Mit beidem sollten Sie sich gründlich vertraut machen - und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie unbedingt die verfügbaren Optionen des sozialen Netzwerks, mit denen die von Ihnen eingestellten Informationen und Bilder nur eingeschränkt "sichtbar" sind: Sollen nur Ihre Freunde Zugriff darauf haben oder auch die Freunde Ihrer Freunde oder alle Nutzer?

  • Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden!

Tipp 3: Bei Personen, die Sie nicht aus der "realen" Welt kennen, sollten Sie kritisch prüfen, ob Sie diese in Ihre Freundesliste aufnehmen wollen. Der oder die Unbekannte könnte auch böswillige Absichten haben. Kriminelle könnten zum Beispiel ausspionieren, wann Ihre Wohnung leer steht. "Unechte Profile" werden nachweislich dazu genutzt, Personen zu schaden - sei es aus Rache, Habgier oder anderen Beweggründen.

  • Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft über das soziale Netzwerk kontaktieren.

Tipp 4: Dafür können Sie sich meistens direkt an die Betreiber des jeweiligen sozialen Netzwerkes wenden. Diese können der Sache nachgehen und gegebenenfalls das unseriöse Profil löschen. In besonderen Fällen sollten Sie auch die Polizei für eine Strafverfolgung informieren.

  • Verwenden Sie für jedes soziale Netzwerk ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

Tipp 5: Seien Sie sich aber auch darüber bewusst, dass Ihre Daten auf fremden Rechnern gespeichert sind. Das heißt die Sicherheit Ihrer Daten hängt nicht nur von Ihnen ab, sondern auch von den Betreibern des sozialen Netzwerks: wird deren Server gehackt, sind Ihre Daten nicht mehr sicher. Wenn Missbrauch bekannt wird, informieren Sie auch Ihre Freunde.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen über Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

Tipp 6: Berufliche Informationen haben in sozialen Netzwerken nichts verloren. Auch Wirtschaftsspione haben soziale Netzwerke fuer sich entdeckt und versuchen dort, wertvolle Informationen abzuschöpfen. Das kann Ihre Firma Geld und Sie den Job kosten.

  • Prüfen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern und Texten einräumen!

Tipp 7: Keine Leistung ohne Preis: Die Eintrittskarte in soziale Netzwerke kostet Sie die Preisgabe von Informationen. Viele Firmen sind bereit, für diese Daten Geld zu bezahlen, um gezielt Werbung verschicken zu können. Geben Sie den sozialen Netzwerken die Rechte an Ihren Bildern, können diese theoretisch von den Betreibern weiterverkauft werden. Prüfen Sie auch, ob das gewährte Nutzungsrecht womöglich bestehen bleibt, wenn Sie Ihr Profil löschen.

  • Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht!

Tipp 8: Identitätsdiebstahl ist ein Risiko des digitalen Zeitalters. Eine fremde Person kann mit Hilfe eines gehackten Accounts, eine fremde Identität übernehmen und deren Freunde täuschen. Betrüger können zum Beispiel Nachrichten verschicken, in denen sie eine Notsituation beschreiben und um finanzielle Hilfe bitten. Mit Hilfe des angelesenen Wissens über die gestohlene Identität kann dabei die Vertrauenswürdigkeit untermauert werden.

  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstärkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Tipp 9: Auf einen Link ist schnell geklickt. Aber Vorsicht: die Zieladresse könnte eine gefälschte Startseite eines sozialen Netzwerkes sein. Geben Sie dort Ihren Benutzernamen und Kennwort ein, werden die Daten direkt an die Betrüger weitergeleitet. Besonders beliebt sind bei solchen Attacken so genannte Kurz-URLs, bei denen der Nutzer die eigentliche Zieladresse nicht erkennen kann.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken und klären Sie sie über die Gefahren auf!

Tipp 10: Viele Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht bewusst, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern - Spaß geht ihnen häufig vor Sicherheit. Die Stärkung der "Medienkompetenz" ist eine neue Aufgabe, die Eltern in der Erziehung übernehmen müssen. Aber auch mit anderen Familienangehörigen und Freunden sollten Sie sich über Risiken und Bedenken austauschen.

  • Das Netz vergisst nichts
Informationen, die Sie über soziale Netzwerke verbreiten, bleiben für immer im Netz. Selbst wenn Sie Ihren Account löschen, so ist es doch fast unmöglich, Verlinkungen und Kommentare in anderen Profilen zu entfernen. Veröffentlichen Sie also keine Informationen, bei denen es Ihnen später Leid tun könnte.
  • IT-Sicherheit ist Datensicherheit

Fazit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwünschten Angreifern absichern.

↑ nach oben

Aktuelle Warnung!

Router des Herstellers AVM ("Fritz-Boxen")

In den vergangenen Tagen sind Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit Routern des Herstellers AVM mit aktiviertem Fernzugriff bekannt geworden. Dabei haben die Täter von außen auf den Router zugegriffen und kostenpflichtige Telefonnummern im außereuropäischen Ausland angerufen. Der Hersteller empfiehlt die Deaktiverung des Fernzugriffs, sofern dieser zuvor durch den Anwender aktiviert wurde. Eine entsprechende Anleitung und weitere Informationen hat AVM veröffentlicht. Das BSI sieht keinen Zusammenhang mit den kompromittierten 16 Millionen Adressen.

Das BSI empfiehlt allen Nutzern eines Routers, in regelmäßigen Abständen auf den Webseiten des Herstellers zu prüfen, ob eine aktualisierte Firmware für das eingesetzte Modell angeboten wird und dieses bei Verfügbarkeit umgehend einzuspielen. Sofern ein automatisierter Update-Mechanismus angeboten wird, sollte dieser aktiviert werden.

↑ nach oben

Warnungen und aktuelle Informationen

  • Android: Malvertising-Kampagne infiziert ältere Mobilgeräte
  • Ransomware zum Ersten: Petya ist entschlüsselt
  • Ransomware zum Zweiten: TeslaCrypt, CryptXXX und Jigsaw
  • Phishing: Falsche PayPal-Mails stehlen persönliche Daten
  • Mozilla: Sicherheitsupdates für Thunderbird und Firefox
  • Apple: Keine Unterstützung mehr für QuickTime unter Windows
  • Google: Neue Version des Chrome Browsers verfügbar
  • DuMont-Verlag: Zeitungsleser sollten Zugangsdaten ändern
  • Google Play Store: Schädliche Apps entdeckt
  • Android: Sicherheitsupdates für Nexus-Geräte
  • Adobe: Sicherheitslücke in Flash Player geschlossen
  • Microsoft: Patchday April 2016
  • Root-Tools erschleichen sich Administrator-Rechte: Android
  • Der Kopierer als Absender: Malware
  • TeslaCrypt 4, Surprise und Petya: Ransomware
  • Phishing über Drittanbieter-Apps: Instagram
  • Sicherheitsupdate für Chrome Browser: Google
  • Sicherheitsupdates auf iOS 9.3, für Safari und Mac OS X: Apple
  • Update für Firefox: Mozilla
  • Sicherheitsupdate für BlackBerry PRIV: BlackBerry
  • Sicherheitsupdate für Java SE: Oracle


↑ nach oben

Links zu IT-Themen · Hilfe, Tipps und Tricks · Computer-Glossar · BSI-Startseite · Blog botfrei

PRISMA

Spotify

Nutzerdaten im Netz: chip.de berichtet, dass auf der Webseite Pastebin eine Liste von Spotify-Accountdaten aufgetaucht sei, die sowohl Nutzernamen, Passwörter und Kontoinformationen umfassen. Der Musikstreaming-Anbieter kann nicht erklären, wie die Daten ins Netz gelangen konnten, eine Hack-Attacke schließt Spotify bislang aus. Laut dem englischsprachigen Nachrichtenportal Techcrunch hatte der Streaming-Dienst auch früher schon Probleme mit Sicherheitslücken. Daher könnten die jetzt im Netz kursierenden Daten auch auf einem älteren Leak basieren. Bisher hat Spotify noch keine betroffenen Nutzer informiert. Als Vorsichtsmaßnahme sollten Nutzer ihre Passwörter ändern. (160428)

Sicherheits-Irrtümer

Computer- und E-Mail-Sicherheit: In unserer Reihe „Sicherheits-Irrtümer im Internet“ beschäftigt sich BSI mit Missverständnissen über IT-Sicherheit. Wir haben einige gängige Irrtümer identifiziert und zeigen auf, wie die Risiken, die aus einem falschen Sicherheitsverständnis resultieren, minimiert werden können. Im Fokus des dritten Teils steht das Thema Computer-Sicherheit. Hier hinterfragen wir zum Beispiel die verbreitete Annahme,dass sich ein Schadprogramm auf dem Computer schon irgendwie für den Nutzer bemerkbar macht. Im vierten Teil steht das Thema „E-Mail-Sicherheit“ im Mittelpunkt. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass Schadsoftware nicht nur im Anhang einer E-Mail versteckt sein kann, sogar auch direkt im Text? Daher kann schon das Öffnen einer solchen E-Mail zum Sicherheitsrisiko werden. (160428)

Bottom-Up

Berufsschüler für IT-Sicherheit fit machen: Wie der DsiN-Sicherheitsmotor Mittelstand 2015 belegt, ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter einer der grundlegendsten und gleichzeitig am meisten vernachlässigten Faktoren der IT-Sicherheit. Genau hier setzt Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) mit “Bottom-Up: Berufsschüler für IT-Sicherheit“ an. Dieses Projekt richtet sich an Berufsschüler und künftige Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie werden bereits während ihrer dualen Ausbildung in wesentlichen IT-Sicherheitsfragen geschult, sodass sie das erlernte Wissen auch in ihre Ausbildungsunternehmen weitertragen können. Mittelpunkt von Bottom-Up ist ein Wissens- und Webportal. Es gibt Berufsschullehrern praxisnahe Lehr- und Lernangebote an die Hand. Zudem erhalten Lehrer detaillierte Unterrichtspläne, die hilfreiche Anregungen zum Einsatz der modularen Lerneinheiten zu vielen IT-Sicherheitsthemen geben. (160428)

BSI

Sieben Thesen für eine sichere Informationsgesellschaft: Im Rahmen der „Denkwerkstatt Sichere Informationsgesellschaft“ sind Anfang April in Lohmar circa fünfzig Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung auf Einladung des BSI zusammengekommen, um über die digitale Zukunft zu diskutieren. Im Fokus stand die Frage nach einer smarten und gleichzeitig sicheren Informationsgesellschaft. Gemeinsam wurden sieben Thesen erarbeitet und im Konsens verabschiedet. Diese Thesen können Sie hier nachlesen. (160428)

WhatsApp

Durchgängig verschlüsselt: WhatsApp führt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, das berichteten mehrere Medien, so auch focus.de. In den neuen Versionen des beliebten Messenger-Dienstes ist die Funktion bereits aktiviert. Das BSI befürwortet Verschlüsselung und begrüßt daher diese Entscheidung des Unternehmens. Entscheidende Voraussetzung, dass die Inhalte der Nachrichten, Gruppenchats, Fotos und ausgetauschte Dateien nur von Sender und Empfänger gelesen werden können, ist jedoch eine geeignete Implementierung der Verschlüsselung und deren sichere Konfiguration. Eine Möglichkeit zur Nachprüfung dieser Implementierung besteht jedoch derzeit nicht. Wer den Messenger bereits nutzt , muss zuerst ein Update durchführen, damit die neue Funktion verfügbar und die Verschlüsselung aktiviert ist, wie giga.de berichtet. Ohne diese Aktualisierung ist der gesamte Chat – wie bisher auch – unverschlüsselt. Von der Verschlüsselung unberührt bleiben nach wie vor die so genannten Metadaten, d.h. Informationen über Sender und Empfänger, deren Telefonnummern, ihre jeweiligen Kontakte, Sendedaten, etc. Diese können von WhatsApp weiterhin genutzt werden, beispielsweise für Werbezwecke. Um sicher mit Instant Messengern zu kommunizieren, haben wir Ihnen hier einige Tipps zusammengestellt. Einen guten Überblick zu den Sicherheitsfunktion von Messengern bietet die Electronic Frontier Foundation. (160414)

Hacking

Nicht jeder Eindringling ist böswillig: Wenn in den Medien über Cyber-Kriminelle berichtet wird, ist nahezu immer von Hackern die Rede. Der so stark negativ konnotierte Begriff des Hackers wird in der Welt der IT-Fachexperten jedoch differenziert angewendet. Hier ist es der Cracker, der aus kriminellen Absichten in Systeme eindringt und diese manipuliert. Nicht jeder, der im Volksmund gesprochen „hackt“, verfolgt böse Absichten. Im Gegenteil: Hacker helfen oftmals dabei, die Sicherheit von IT-Systemen zu verbessern, teilweise arbeiten sie im Auftrag von Sicherheitsfirmen. Gemeinsam haben Hacker wie auch Cracker ein sehr profundes technisches Verständnis und Talent, Sicherheitslücken zu erkennen. Um computertechnik-begeistertem Nachwuchs die Möglichkeit zu geben, solche Fähigkeiten für gute Zwecke einzusetzen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusammen mit weiteren Kooperationspartnern einen „Hacking-Wettbewerb“, die Cyber Security Challenge Germany, ins Leben gerufen. Auch dieses Jahr ist dieser Wettbewerb für alle interessierten Schüler und Hochschüler bis zum 1. August zum Teilnehmen geöffnet. Die Gewinner qualifizieren sich sogar weiter für die Teilnahme des Wettbewerbs auf europäischer Ebene. (160414)

IT-Sicherheit

Die häufigsten Irrtümer im Überblick: Meine PC Firewall schützt mich vor allen Angriffen aus dem Internet“ oder „Wenn ich ein aktuelles Virenschutzprogramm habe, muss ich Updates für andere Software nicht sofort installieren“ - zum Thema Internet-Sicherheit existieren viele Missverständnisse. Sie werden oftmals wiederholt und dadurch schnell als Wahrheit angenommen, auch wenn es keine Belege dafür gibt. Wir haben einige gängige Irrtümer identifiziert. Erfahren Sie auf der Seite BSI mehr über diese Irrtümer und wie Sie Risiken, die aus einem falschen Verständnis von IT-Sicherheit resultieren, minimieren können. Ähnliche Missverständnisse gibt es auch im Hinblick auf mobile Sicherheit. Hier kursieren Aussagen wie „Meine Daten sind in der Cloud sicher vor Fremdzugriff geschützt“ oder „Das Surfen in öffentlichen WLANs spart nicht nur Kosten, sondern ist auch sicher“. Auch hier haben wir einige Irrtümer identifiziert und hier für Sie zusammen gestellt. (160414)

Internet

Senioren beim sicheren Umgang mit dem Netz begleiten: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) haben auf der Senioren-Messe „Die 66“ ein neues Online-Angebot für ältere Menschen vorgestellt. Damit sollen die mehr als zehn Millionen Menschen im Rentenalter unterstützt werden, die in Deutschland täglich das Internet nutzen. Die Plattform Digital-Kompass richtet sich an Senioren-Computerclubs, Volkshochschulen, Vereine, Kirchengemeinden und andere Einrichtungen, die Senioren im Alltag begleiten. Sie finden hier Lehrmaterialien und praktische Tipps für Schulungen und die Beratung älterer Menschen. Darüber hinaus ermöglicht der Digital-Kompass einen direkten Austausch mit Gleichgesinnten. So können beispielsweise über digitale Stammtische Fragen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer direkt von Experten per Videokonferenz beantwortet werden. (160414)

Apple und Yahoo

Neue Authentifizierungsmethoden: Apple und Yahoo haben neue Authentifzierungsmethoden eingeführt. Apple verwendet ab sofort für alle Nutzer der iCloud eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die eine Erweiterung der bisherigen zweistufigen Authentifizierung ist. Sie soll die Verwendung der Schutzfunktion deutlich einfacher machen. Zudem soll sie verhindern, dass Nutzer den Zugriff auf den eigenen Account komplett verlieren. Dies gilt für alle mobilen Apple-Geräte, die auf dem Betriebssystem ab iOS 9 basieren beziehungsweise für Desktop-Rechner ab Version 10.11 El Capitan) des stationären Betriebsssystems OS X. Mit dem alten Schutzsystem war dies möglich, wie auf heise.de zu lesen ist. Bei der neuen Zwei-Faktor-Authentifizierungen wird auf einen Wiederherstellungsschlüssel verzichtet, eine Bestätigung erfolgt beispielsweise über ein Smartphone, dessen Nummer vorab hinterlegt wurde. Auch Yahoo erweitert seine Authentifizierungsmethode, wie zdnet.de berichtet. Um diese zu nutzen, müssen Anwender auf ihrem Mobilgerät die zugehörige Yahoo-App verwenden und den Account Key freigegeben haben. Wollen sich Nutzer auf einem Desktop in ihr Konto einloggen, müssen sie einfach auf einen Button klicken, ein Passwort ist nicht erforderlich. Das Smartphone informiert den Anwender über den Log-in-Versuch und fordert ihn auf, diesen zu bestätigen. (160331)

Facebook

Neues Werkzeug gegen Identitätsdiebstahl: Das Sicherheitsteam von Facebook hat eine neue Funktion entwickelt, die zukünftig Anwender umgehend informieren soll, wenn jemand ihren Account imitiert, das berichtet Mashable und beruft sich hierbei auf Antigone Davis, Global Head of Safety bei Facebook. Sobald ein verdächtiges Profil auftaucht, erhält die betroffene Person eine Nachricht, dieses zu überprüfen. Mithilfe von persönlichen Daten könne Facebook feststellen, ob es sich tatsächlich um ein imitiertes Profil handelt. Seit November 2015 wird das Feature getestet und ist mittlerweile für drei Viertel aller Anwender verfügbar. So sollen Facebook-Mitglieder vor Belästigung geschützt werden, denn es ist ausdrücklich verboten Fake-Profile zu erstellen. Hier haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre digitale Identität schützen können. (160331)

Snapchat

Apps von Drittanbietern meiden: Der kostenlose Instant-Messaging-Dienst Snapchat ermöglicht es, Fotos via Smartphones und Tablets an Freunde zu verschicken, die dann nur einige Sekunden sichtbar sind. Mittlerweile sind verschiedene Drittanbieter-Apps im Umlauf, mit denen Nutzer die Funktionalitäten des beliebten Dienstes erweitern können. Allerdings ist dies nicht ratsam, wie bei golem.de nachzulesen ist. Denn die vermeintlichen Lösungen für iOS sind nicht nur unsicher, sondern sie speichern zudem die Zugangsdaten der Anwender. Wie Sie und Ihr Kind sicher mit dem beliebten Messenger umgehen können, erfahren Sie in unserem Service-Überblick. (160317)

Treuhandbetrug

Polizei warnt vor falschen Dienstleisterseiten: Laut der Polizei Niedersachen setzen Cyber-Kriminelle bei vorgetäuschten Handeln falsche Treuhänder ein, um ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen. Bei dem sogenannten Treuhandbetrug bieten Kriminelle Ware zum Kauf oder Verkauf an und kontaktieren ihre Opfer oftmals über bekannte, seriöse Verkaufsplattformen im Internet, beispielsweise für Autoverkäufe, Immobilien oder Kleinanzeigen. Als Verkäufer einer Ware geben die Betrüger vor, sich zeitweilig außer Landes zu befinden, weswegen der Kauf über einen Treuhänder oder Transportdienstleister abgewickelt werden sollte. Dieser wird über eine gut gestaltete Homepage als seriöses Unternehmen dargestellt. Sobald Interessenten ihr Geld überweisen, sind sie bereits in die Falle getappt, denn den angeblichen Treuhänder gibt es gar nicht. Manchmal gehen Kriminelle auch umgekehrt vor, indem sie Verkäufern vorgaukeln, dass sie das Geld für eine Ware bereits auf dem Konto eines seriösen Treuhänders eingezahlt hätten. Damit wollen sie erreichen, dass der Verkäufer die Ware unbezahlt versendet. Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, sollten Sie bei Angeboten oder Kaufgesuchen aus dem Ausland oder in englischer Sprache vorsichtig sein. Außerdem sollten Sie nur bekannte und seriöse Zahlungs- beziehungsweise Treuhanddienste oder Transportdienstleister nutzen – um dies herauszufinden, hilft meist schon eine Recherche über Suchmaschinen. Prüfen Sie Schecks immer bei Ihrer Bank, bevor Sie Ware versenden. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, bei der Polizei nachzufragen und beispielsweise zugesandte Ausweiskopien überprüfen zu lassen. (160303)

Cybermobbing

Beleidigungen im Netz vermeiden: Das Internet bietet viele Chancen, die Kommunikation mit anderen Menschen einfacher, und schneller zu gestalten – im positiven, aber leider auch im negativen Sinne. Cybermobbing beispielsweise ist ein Phänomen, das besonders bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Die Initiative klicksafe führt auf, dass 38 Prozent der Jugendlichen jemanden kennen, der schon einmal Opfer von Beleidigungen oder Verleumdungen über das Internet wurde. 17 Prozent der Altergruppe der 12- bis 19-Jährigen waren sogar selbst davon betroffen. Für Jugendliche kann Mobbing im Netz schwerwiegende Folgen haben. Während die Verleumder die Möglichkeit haben, anonym zu bleiben, sind Betroffene einer großen Öffentlichkeit ausgesetzt, und das oftmals für lange Zeit. Denn bösartige Kommentare und Bilder lassen sich oft nicht endgültig aus dem Netz löschen. Mehr Informationen dazu und mit welchen Maßnahmen sich Cybermobbing vermeiden lässt, erfahren Sie auf der BSI-Webseite. (160218)

PIN-Management

Kostenloses Infomaterial der TU Darmstadt: Informatiker der TU Darmstadt haben auf Basis von Benutzerstudien und Umfragen Tipps erarbeitet, mit denen Anwender ihre PIN-Sicherheit erhöhen können. Denn immer noch gibt es Nutzer, die ihre PIN gemeinsam mit der Bankkarte aufbewahren oder leicht zu erratende PINs verwenden. In einem Flyer sind die wichtigsten Hinweise zum Thema PIN-Management zusammengefasst. Eine Privatsphären-freundliche Android-App zeigt auf, wie sich Nutzer eine PIN besser merken können. Das Informationsmaterial steht kostenlos zum Download bereit. (160218)

Kinderschutz

Wie der Nachwuchs das Internet sicher nutzen kann: PC, Smartphone und das Internet gehören zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Dabei begegnen sie auch Inhalten, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Zudem können sie leicht Opfer von betrügerischen E-Mails oder Werbeanzeigen werden, die dann beispielsweise über Schadsoftware Zugriff auf persönliche Daten nehmen oder zum Download von teuren Angeboten verleiten. Um Kinder und Jugendliche davor zu schützen, ist eine verantwortungsbewusste Medienerziehung in der Familie der sicherste Weg in die Online-Welt. Kindgerechte Angebote können den Nachwuchs zudem bei einem kompetenten und umsichtigen Umgang mit PC und Internet unterstützen. Wir haben Ihnen eine Checkliste erstellt, die Sie Punkt für Punkt mit Ihren Kindern besprechen können, um Ihnen die Gefahren der digitalen Welt bewusst zu machen. (160121)


↑ nach oben

Unter Buerger-Cert haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren

Siehe auch

Aktuelle Ereignisse · Hilfe · Verbraucherberatung · Ortsrecht · Recht · Hilfreiche Links

Ansichten
Persönliche Werkzeuge