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Historischer Kalender September

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September (Scheiding, Herbstmond, Herbsting, Holzmonat und Engelmonat)

  • Der September ist der neunte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender und hat 30 Tage.
  • Am 22. September oder 23. September ist die Tagundnachtgleiche - die Sonne steht genau über dem Äquator und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An diesem Tag beginnt, astronomisch gesehen, der Herbst.
  • Im römischen Kalender war der September ursprünglich der siebte Monat (lat. septem = sieben). Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, so dass die Namens- und Zählbeziehung entfiel.
  • In der römischen Provinz Kleinasien galt dieser Monat als erster des Jahres, weil Kaiser Augustus im September Geburtstag hatte (eine kuriose Marginalie der Weltgeschichte). Diese lokale Tradition wurde später im Byzantinischen Kaiserreich übernommen und galt auch in Russland bis zum Jahr 1700; erst danach schloss man sich den allgemeinen Kalenderregeln an, was den Jahresbeginn betrifft. Als der Senat vorschlug, den September zu seinen Ehren ebenfalls umzubenennen, lehnte Tiberius mit der Frage ab, was denn dann mit dem dreizehnten Caesar sei.
  • Der September beginnt mit dem gleichen Wochentag wie der Dezember.
  • Herrlich, wenn er als Spätsommermonat daherkommt, uns ruhiges, sonniges und mäßig warmes Wetter mit wunderschönen Sonnenuntergängen beschert!
  • In den Jahren 1509 und 1596 hat das allerdings nicht so ganz hingehauen: Gegen Ende des Monats gab es große Nordsee-Sturmfluten, wie auch am 11.9.1751. Mitte September 1497 tobte ein heftiger Sturm über Norddeutschland. Halb so wild, verglichen mit 1442, als die letzte Septemberdekade der Beginn eines acht Monate dauernden Winters war! Im großen Sommerhochwasser-Jahr 1651 war auch der September total verregnet. Der September 1675 fiel durch verbreiteten, tagelangen dichten Nebel unangenehm auf. Am 9. September 1716 hinterließ ein Hagelunwetter im Breisgau eine weiße Schicht von bis zu einem halben Meter Höhe.
  • 1566 Im September haben die Rosen und Bäume wieder geblüht.
  • 1634 Im Monat September haben die Rosen wiederum geblüht, es ist warm und trocken gewesen.
  • In Deutschland wird seit 1993 am zweiten Sonntag im September im Rahmen der European Heritage Days der Tag des offenen Denkmals unter dem Leitspruch „Geschichte zum Anfassen“ abgehalten.
  • In München beginnt traditionsgemäß seit 1950 das Oktoberfest in der zweiten Hälfte des Septembers.
  • 1587: Der Renner des Buchgeschäfts auf der Frankfurter Herbstmesse ist die „Historia von Dr. Johann Fausten, dem weitbeschreyten Zauberer und Schwartzkünstler“, von unbekannt verfasst zu „abscheuwlichem Exempel und treuhertziger Warnung“, gedruckt von Johann Spieß in Frankfurt. Rasch erscheinen Raub- und Nachdrucke, auch Bearbeitungen – so begegnet Goethe im 18. Jahrhundert dem Stoff vom Teufelsbündler aus Erkenntnisdrang. – Der historische Faust aus Schwaben, als Quacksalber und Trickkünstler legendär, starb bereits 1540. Auf den Jahrmarktsfahrten kam er durchs Hessische, was für Gelnhausen und das waldeckische Korbach bezeugt ist.
  • 1947: In Hessen gibt es pro Kopf und Woche 100 Gramm Fleisch und 37,5 Gramm Fett; viele Städter versuchen, bei „Hamsterfahrten“ aufs Land Lebensmittel zu besorgen. Aus Mangel an Saatgut, Dünge- und Betriebsmitteln fiel auch die Ernte misslich aus. Im Vergleich zur schon ungenügenden Vorjahresernte gibt es einen weiteren Rückgang von durchschnittlich 16 Prozent bei Brotgetreide, 20 Prozent bei Kartoffeln und 15 Prozent bei Futtergetreide; im Raum Wiesbaden-Frankfurt- Darmstadt liegen die Ernteeinbußen sogar bei 30-50 Prozent.


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Siehe auch

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