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Historischer Kalender Juli

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Juli (Heuert, Heumond)

  • Der Juli ist der siebte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
  • Ursprünglich Quintilis, der „fünfte Monat“. Geburtsmonat Caesars (Gaius Julius Caesar). Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr. Julius genannt.
  • Er hat 31 Tage und ist nach dem römischen Staatsmann Julius Caesar benannt, auf den die Kalenderreform des Jahres 46 v. Chr. zurückgeht (siehe Römischer Kalender, Julianischer Kalender).
  • Der alte deutsche Name ist Heuet oder Heuert oder auch Heumonat genannt, da im Juli die erste Heu-Mahd eingebracht wird. Andere alte Namen für den Juli sind Bären- oder Honigmonat.
  • Kommt es auf deutlich hörbare akustische Unterscheidbarkeit zum Monatsnamen Juni an, wird der Juli umgangssprachlich manchmal auch als „Julai“ ausgesprochen und umgekehrt der Juni dann als Juno.
  • Der Juli beginnt mit dem selben Wochentag wie der April und in Schaltjahren auch wie der Januar (Jänner).
  • 1962: Die bereits 1926 in Frankfurt geplante Autobahn Hamburg-Frankfurt-Basel („Hafraba“) ist fertig gestellt – Gesamtlänge 820 Kilometer –, wie noch in der Weimarer Zeit angestrebt, als Teil eines Autobahnnetzes. – Trotz des forcierten Autobahnbaus durch die Nationalsozialisten war die Hafraba-Strecke in der NS-Zeit unvollendet geblieben.
  • Ein ordentlicher Juli bildet den Kern des Sommers. Er ist heiß und sonnig. Einige Gewitter sind dabei durchaus normal. Doch wehe, wenn diese sich zu Clustern oder Linien organisieren, über alle Maße entwickeln und auch noch für ein Weilchen ortsfest werden! Ganz furchtbar dramatisch passierte dies im Juli 1342. Wer im Sommer 2006 beobachtet hat, wie wenig die teils sehr schweren Wolkenbrüche auf die grossen Flüsse gewirkt haben, mag sich ungefähr ausmalen können, wie schrecklich, grossflächig und andauernd die Unwetter im Juli 1342 gewesen sein müssen, die an fast allen Flüssen Mitteleuropas zu den größten Hochwassern des Jahrtausends führten! Ähnlich, jedoch nicht ganz so schlimm, lief es im Juli 1515 und im Juli 1020. Es ist sicher ein sehr seltenes Ereignis, doch man sollte gewarnt sein: Es kann auch an großen Flüssen wie dem Rhein mitten im Hochsommer zu gewaltigen und sehr schnell steigenden Hochwassern kommen.
  • Nicht immer beruhen die am Rhein seltenen Juli-Hochwasser auf schweren Wolkenbrüchen im Zusammenhang mit besonders langlebigen und verbreiteten Sommergewittern. Manchmal ist der Monat auch herbstlich kühl und total verregnet. Wie 1980, als wegen des hohen Rheinpegels beinahe die berühmte Kirmes in Düsseldorf abgebrochen wurde. Viel schlimmer kam es 1404: Ein großes Rheinhochwasser währte die letzte Juni-Woche, den gesamten Juli und die erste August-Woche.
  • Es kann im Hochsommermonat Juli auch "Herbststürme" geben: Am 21.7.1495 zog ein Orkan über Deutschland hinweg und führte in Ostfriesland zu einer großen Sturmflut. Kaum zu glauben, aber auch schneien kann es im Juli! So geschehen in Norddeutschland am 13.7.1453. Der 15.7.994 brachte an mehreren Orten in Deutschland Nachtfrost. Vorangegangen war ein strenger Winter, der bis Mitte Mai dauerte, während der Sommer 994 einer der heißesten und trockensten war, die man bei uns je registriert hat, trotz dieser ungewöhnlich kalten Nacht.
  • Am 19. Juli 1528 überquerte eine verheerende Hagelfront Süddeutschland von Ost nach West. Der 12.7.1984 wird vielen noch gut in Erinnerung sein: München wurde von einem besonders schlimmen Hagelunwetter getroffen, das Schäden in Höhe von 3 Milliarden Mark anrichtete. Ähnlich schlimm wie dieses dürfte dort das Hagelunwetter vom 19.7.1761 gewesen sein. Einer der schrecklichsten Hageltage für Mitteleuropa war der 13.7.1788. Damals bildeten sich im Grenzgebiet zwischen Spanien und Frankreich zwei mächtige und sehr langlebige Superzellen. Sie zogen bis nach Mecklenburg-Vorpommern und hinterließen eine extrem lange Spur der Verwüstung. Ähnlich höllisch verlief der 15.7.1290, der vielen 1000 Menschen in Mitteleuropa den Tod durch Hagelstürme brachte. Die schwersten je in Deutschland gefundenen Hagelbrocken wogen rund vier Kilo! Sie fielen im Juli 1680 bei Bielefeld.
  • 1997: Anfang Juli 1997 regnete es tagelang. Die ersten Landstriche stehen in Oberschlesien in Polen, im Nordosten Tschechiens, in Teilen der Slowakei bis nach Östereich am 8. Juli unter Wasser. In den Fluten ertrinken 16 Menschen. Am 9. Juli werden in Brandenburg erste Vorbereitungen auf das zu erwartende Hochwasser getroffen. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich in Polen und Tschechien bis zum 10. Juli auf 39. Am 17. Juli erreicht die Flut Brandenburg. Mit 6,20 Metern erreicht der Pegel in Ratzdorf eine Höhe, die 4 m über normal liegt. 167 km Deichanlagen werden von 500 Deichwächtern kontrolliert.


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Siehe auch

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