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Historischer Kalender Jahr

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Historischer Kalender Jahr

Inhaltsverzeichnis

Jahr

Das Jahr (lateinisch annus) ist eine Zeiteinheit.

Je nach Definition ist ein Jahr von unterschiedlicher Dauer:

  • Aus Sicht des physikalischen Messwesens stellt ein Jahr ein gewisses Vielfaches der SI-Basiseinheit Sekunde dar.
  • Kalender verwenden Jahre zur Zeiteinteilung. Dazu ordnen sie einer Zeitspanne von einem Kalenderjahr Jahresdaten zu.

Sowohl im julianischen Kalender, als auch im gregorianischen Kalender dauert es entweder 365 Tage (Gemeinjahr) oder 366 Tage (Schaltjahr).

Im Alltag verstehen wir unter dem Begriff „Jahr“ das Gemeinjahr oder aber die Zeit von Neujahr bis Silvester.

  • Phänomenologische Jahre repräsentieren den Zyklus der vier Jahreszeiten. Sie orientieren sich meist an bestimmten Naturereignissen im Jahresablauf.
  • Ein Jahr ist im astronomischen Sinne als die Zeitspanne eines vollständigen Umlaufs eines Himmelsobjekts. Im engeren Sinne ist mit „Jahr“ nur das Erdenjahr gemeint: Es dauert je nach Definition um die 365¼ Tage.
  • „Eigentliches Kalenderjahr“; Die mittlere Länge des Jahres nach dem astronomisch korrekten Mädler-Kalender
   Dauer:  365,2421875 Tage oder 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden.

Monat

Ein Monat (von Mond) ist eine Zeiteinheit und ein Teil eines Jahres.

Je nach Definition ist ein Monat von unterschiedlicher Dauer:

  • Im allgemeinen Gebrauch die Spanne von 4 Wochen.
  • Im unserem Kalender dauert ein Monat 28, 29, 30 oder 31 Tage.
  • Ein Monat ist im astronomischen Sinne als die Zeitspanne eines vollständigen Umlaufs eines natürlichen Satelliten (Trabant) definiert. Im engeren Sinne bezieht sich „Monat“ nur auf den Erdmond: Der Mondmonat dauert je nach Definition zwischen 27⅓ und 29½ Tage.
  • Im Privatrecht gilt in Deutschland ein Monat ohne nähere Bestimmung als der Zeitraum dreißiger Tage (§ 191 BGB).

Der Begriff „Monat“ wird zur Bezeichnung von Zeitspannen im Kalendersystem verwendet:

Monatsnamen

Da wir den Julianisch-Gregorianischen Kalender von den Römern übernommen haben, sind auch die heute im allgemeinen gebräuchlichen Monatsnamen lateinischen Ursprungs, und die meisten davon lassen sich auf den altrömischen Kalender, den Vorläufer des julianischen Kalenders, zurückführen. Auch bei den wahrscheinlich meisten anderen Völkern, die den Julianisch-Gregorianischen Kalender benutzen sind die allgemein verwandten Monatsnamen von den lateinischen abgeleitet. Indes bestanden in etlichen Sprachen auch nebenher eigene Monatsbezeichnungen oder wurden zeitweise eingeführt, wie beispielsweise im französischen Revolutionskalender.

Heute bezeichnet der Begriff „Monat“ im gregorianischen Kalender nur noch festgelegte Jahresabschnitte, deren Länge von der eines Mondzyklus mehr oder weniger stark abweicht.

Januar

(österreichisch nur Jänner) (Hartung, Eismond)

Nach Janus, dem Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, dargestellt mit zwei Gesichtern, blickt nach zwei Seiten, nämlich vorwärts und rückwärts. lateinisch ianua „Schwelle“ (zum neuen Jahr).

Februar

(österreichisch auch Feber) (Hornung, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Rebmond, Hintester)

Der Reinigungs- bzw. Sühnemonat, weil an Jahresende das Fest Februa zur Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde (februare „reinigen“).

März

(Lenzing, Lenzmond)

Benannt nach Mars, dem Gott des Krieges und der Vegetation. Im altrömischen Kalender begann das Jahr mit dem März, daraus ergibt sich die Verschiebung der numerischen Monate September bis Dezember und dem Februar als Jahresende. Seit 153 v. Chr. traten in Rom die für ein Jahr gewählten Konsuln ihr Amt jeweils am 1. Januar an, der sich bald als Jahresbeginn einbürgerte.

April

(Launing, Ostermond)

Wird abgeleitet von lat. aperire „öffnen“, der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens.

Mai

(Wonnemond, Blumenmond)

Maia, eine Bergnymphe, Tochter des Atlas und der Pleione gab diesem Monat den Namen. Auf dem arkadischen Berg Kyllene vermählte sich Zeus, der Göttervater, mit ihr. Hermes, der Götterbote ist ihr Sohn. Maia war zuständig für Wachstum und Vermehrung.

Juni

(Brachet, Brachmond)

Benannt nach Juno, einer altitalischen Gottheit, der die meisten Eigenschaften der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden.

Juli

(Heuert, Heumond)

Ursprünglich Quintilis, der „fünfte Monat“. Geburtsmonat Caesars (Gaius Julius Caesar). Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr. Julius genannt.

August

(Ernting, Erntemond, Bisemond)

Dies war ursprünglich der sechste Monat, dementsprechend Sextilis genannt, des alten römischen Kalenders. Er wurde zu Ehren des ersten römischen Kaisers Augustus im Jahre 8 v. Chr. in Augustus umbenannt. Dies war verbunden mit einer Verlängerung des Monats um einen Tag, der dem Februar genommen wurde, nach welcher der Monat des Augustus ebenso lang war wie der Caesars. 22 Jahre später, 14 n.Chr., wurde der August der Sterbemonat seines Namenspatrons. (Die Reihenfolge der Ereignisse scheint sonderbar, aber zumindest die letzte Jahreszahl darf als sicher gelten.)

September

(Scheiding, Herbstmond)

Der siebente Monat (lateinisch septem „sieben“) im Römischen Kalender. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann. Er sollte nach dem Kaiser Tiberius benannt werden.

Oktober

(Gilbhart, Gilbhard, Weinmond)

Der achte Monat (octem „acht“) nach dem Römischen Kalender. Auch hier konnte sich die Bezeichnung Domitianus nicht durchsetzen.

November

(Nebelung, Windmond, Wintermond)

Monat neun (novem „neun“).

Dezember

(Julmond, Heilmond, Christmond, Dustermond)

Der 10. Monat (decem „zehn“) im Julianischen Kalender.

Jahresübersicht

Januar Februar März April
1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7
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15 16 17 18 19 20 21 15 16 17 18 19 20 21 15 16 17 18 19 20 21 15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28 22 23 24 25 26 27 28 22 23 24 25 26 27 28 22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 29 (30) 29 30 31 29 30
Mai Juni Juli August
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September Oktober November Dezember
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29 30 29 30 31 29 30 29 30 31

Jahre in Lohra

  • 1952: Die 1200-Jahr-Feier in Lohra, das erste große Volksfest nach dem Kriege, findet mit einem umfangreichen Programm in der Zeit vom 4. Juli bis 7. Juli in Lohra statt. Höhepunkte der Festtage waren der Festzug mit über 60 Gruppen und das Festspiel »Lohra überm Wiesengrund« von Wilhelm Ide mit ca. 28 Sprechrollen und fast 50 bis 60 Mitwirkenden.
  • 1953: Das Stellwerk im Bereich des Bahnhofs wird beseitigt. Der Bahnhof wird nur noch als sog. Agentur geführt. Die Gemeinde Lohra erhält eine eigene Wasserversorgung und wird den »Mittelhessischen Wasserwerken« angeschlos­sen.
  • 1954: Für die Gemeinde Lohra wird ein Ortsprospekt herausgegeben. Er soll bei der Belebung des beginnenden Fremdenverkehrs eingesetzt werden.
  • 1955: Im Dezember beschließt die Gemeindevertretung die erste Erweiterung der Grundschule.
  • 1956: Interessante Zahlen über die Erträge in der Landwirtschaft (Stat.1956) in Lohra: Erträge in dz/ha: Roggen 26, Winterweizen 28, Sommergerste 26, Hafer 24, Kartoffeln 190, Zuckerrüben 320.
  • 1957: In der Zigarrenfabrik Rinn & Cloos sind zur Zeit 160 Personen, überwiegend Frauen, beschäftigt.
  • 1958: Das bisher als Scheune und Unterstellraum genutzte landwirtschaftliche Gebäude des Pfarrhofes wird zum Gemeindehaus mit umfangreichen Nutzungsmöglichkeiten umgebaut.
  • 1959: Die Gemeinde Lohra kann als aufstrebender Fremdenverkehrsort erstmals auf 4 Beherbergungsbetriebe mit ca. 20 Betten hinweisen. Der »Burgverein Lohra« wird gegründet.
  • 1960: Der Verein zur Förderung des Baues einer Mehrzweckhalle wird gegründet, der im Laufe seines Bestehens 70.000,00 DM aufbrachte und der Gemeinde zu Verfügung stellte.
  • 1961: Die erste Prämierung von vorbildlich renovierten Fachwerkhäusern wird durch den Gewerbe- und Verkehrsverein vorgenommen.
  • 1962: In der Gemeinde Lohra können in Gemeindestatistiken nachgewiesen werden: 87 Arbeitsstätten, darunter 37 Handwerksbetriebe mit insgesamt 433 Beschäftigten.
  • 1963: Ein erneuter Erweiterungsbau der Grundschule Lohra wird genehmigt. Die erste Ausgabe des »Lohraer Mitteilungsblatts« erscheint. Herausgeber sind die Gemeinde Lohra und der Gewerbe- und Verkehrsverein Lohra. Die Einwohnerzahl der Gemeinde Lohra beträgt z. Z. 2030 Personen (ohne 2. Wohnsitz).
  • 1964: Der Abwasserverband »Mittlere Salzböde« mit den Gemeinden Weidenhausen, Erdhausen, Gladenbach, Mornshausen, Lohra und Damm wird gegründet. Das diesjährige Heimatfest brachte wieder einen Reinerlös von 7.000,00 DM. Frau Emma Braunß, Gladenbacher Straße, kann bei guter Gesundheit ihren 100. Geburtstag feiern.
  • 1965: Die Katholische Kirche in der Gladenbacher Straße wird durch den Domkapitular Dr. Abel, Fulda, eingeweiht. Die Gesamtkosten des Kirchenneubaues betragen 230.000,00 DM. Ca. 50.000,00 DM werden durch Spenden aufgebracht. Sie wird auf den Namen »Dreifaltigkeitskirche« getauft.
  • 1966: Das neu errichtete Bürgerhaus in Lohra wird seiner Bestimmung übergeben. Die Einwohnerzahl ist in diesem Jahr auf 2089 angewachsen. Der Omnibusbetrieb der Deutschen Bundesbahn wird erstmals mit ihrer Linie Herborn-Marburg über Lohra geführt.
  • 1967: Neue Straßennamen werden festgelegt: Dresdner Str., Breslauer Str., Königsberger Str., Danziger Str., Berliner Str., Kehnaer Weg und in Sachsenhausen: Waldstraße, Altvaterstr., Sudetenstr., im übrigen Ortsgebiet: Dammer Weg, Friedhofsweg, Bürgerhausstr., Kantstr., Uhlandstr., Roseggerstr.
  • 1968: Die drei vorgesehenen Glocken in der Dreifaltigkeitskirche werden geweiht und erstmals benutzt. Kommunalwahlen am 20. 10. 1968: Zahl der Wahlberechtigten 1341, Abgegebene Stimmen 1081, Ungültige Stimmen 69, Verteilung der Stimmen: Bürgerliste 494 = 7 Sitze, Überparteiliche Dorfgemeinschaft 171= 3 Sitze, Freie Wählergemeinschaft 337= 4 Sitze. Mit einem zünftigen Richtfest im Bürgerhaus wird die seit 3Vz Jahren andauernde Verlegung der Abwasserkanäle abgeschlossen. Die Baukosten betragen 3,6 Mio Mark. Das neu errichtete Klärwerk des Abwasserverbandes »Mittlere Salzböde« wird durch den Staatssekretär Frank Seiboth und Landrat Dr. Sorge in Betrieb genommen. An dem mit 5,5 Millionen Mark veranschlagten Projekt sind zur Zeit die Gemeinden Weidenhausen, Erdhausen, Gladenbach, Mornhausen und Lohra angeschlossen.
  • 1969: Dorfstatistik: Gesamte Einwohnerzahl 2173, 344 Einwohner haben ihre Beschäftigung in Lohra, darunter sind 78 Einpendler aus anderen Gemeinden, 38 Personen sind in auswärtigen Betrieben beschäftigt, 105 landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 0,5 ha Nutzfläche, Viehbestände: 8 Pferde, 444 Stück Rindvieh, 1092 Schweine, 2 Schafe, 4 Ziegen und 3608 Hühner. Die Gemarkungsfläche umfasst 1.162,20 ha. Der Rat der Evgl. Kirche in Kurhessen-Waldeck hat den Pfarrer Waldemar Immel aus Lohra zum Dekan des Kirchenkreises Marburg-Land ernannt. Das landwirtschaftliche Anwesen Naumann in der Lindenstraße muss der Ortskernsanierung weichen und wird abgebrochen.
  • 1970: Nach 20-jähriger Tätigkeit wird die Gemeindeschwester Diakonisse Helene Redlitz verabschiedet. Die Jagdgesellschaft Lohra I (Cordes) feiert ihr 50-jähriges Pächterjubiläum im Bürgerhaus.
  • 1971: Die Gebietsreform beginnt: Eingliederung der Gemeinde Damm (299 Ew.), Nanz-Willershausen (201 Ew.) und Rodenhausen (229 Ew). Der Revierforstbezirk Lohra wird geteilt: Revierforstbezirk West zust. Forstamtmann Karl Leonhäuser und Revierforstbezirk Ost zust. Revierförster Wolfgang Fischer, Damm-Etzelmühle.
  • 1972: Es folgt die Eingliederung der Gemeinde Reimershausen (96 Ew.). Kurt Gabriel wird Ortsbrandmeister für den neu gebildeten Gebietszusammenschluss, Michael Fleischhacker wird Stellvertreter; Wehrführer Lohra: Wolfgang Kühnel, Ot. Damm: Heinrich Böth, Ot. Nanz-Willershausen: Michael Fleischhacker, Ot. Rodenhausen: Herbert Laucht, Ot. Reimershausen: Erwin Rink, Ergebnisse der Kommunalwahlen am 22. 10. 1972: Bürgermeister: Konrad Gaul Beigeordnete: Jakob Dörr, Siegfried Sitter, Walter Schorge, Herbert Naumann, Gemeindevertreter: Jakob Schlag, Wolfgang Kühnel, Lieselotte Dörr, Adolf Jacobi, Johannes Amenda, Wolfgang Wieser, Herbert Assler, Anna Karger, Konrad Balzer, Ludwig Klein, Walter Schreiner, Rolf Wrede, Walter Kuhl, Heinrich Schäfer, Willi Horst, Jakob Schlienbecker, Herbert Schorge, Friedrich Wagner, Heinz Vaterrodt, Gerhard Gödde, Schriftführer: Hans Bodenbender, Stellvertr. Hermann Maier.
  • 1973: In der Zeit vom 3. bis 7. September findet ein großes Truppenmanöver im Raum Lohra, Damm, Altenvers und Reimershausen statt. Zum Einsatz kommen 250 Soldaten und 110 Fahrzeuge. Am 1. Oktober wird erstmals ein Altenclub in Lohra gegründet. Im Bürgerhaus findet die erste Gewerbeausstellung statt. Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortst. Rodenhausen wird eingeweiht.
  • 1974: Eingliederung der Gemeinden Altenvers (471 Ew.), Kirchvers (681 Ew.) Rollshausen (234 Ew.), Weipoltshausen (366 Ew.) und Seelbach (75 Ew.) Die Kerngemeinde Lohra hat zu dieser Zeit 2146 Einwohner. Auf Grund einer gesetzlichen Regelung wird der bisherige Standesamtsbezirk Kirchvers aufgelöst und dem Standesamtsbezirk Lohra zugeordnet. Der V.f.B. Lohra erreicht erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel »Bezirksklassenmeister«. Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortst. Rodenhausen wird den Bürgern übergeben. Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortst. Weipoltshausen wird fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben. Dr. Richard Hubmann kann auf eine 30-jährige ärztliche Tätigkeit in Lohra im Rahmen einer kleinen Feier hinweisen. Das bisherige Lohraer Mitteilungsblatt wird zum Amtsblatt der Gemeinde ernannt. Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses im Ortst. Reimershausen.
  • 1976: Am 1. April beginnt die Amtszeit des neu gewählten Bürgermeisters Hermann Brand. Nach 24-jähriger Dienstzeit wird der Bürgermeister Konrad Gaul in den Ruhestand verabschiedet. Der Männergesangverein »Liederhort« feiert sein 100-jähriges Bestehen.
  • 1977: Der Bürgermeister a. D. Konrad Gaul erhält das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Die 700 Jahre alte Eiche auf der Nanzhäuser Heide wird ein Opfer von Brandstiftern. Nach 30 Jahren Kirchendienst im Ortst. Kirchvers wird Pfarrer Gipper in den Ruhestand verabschiedet. Das Feuerwehrhaus mit Gemeinschaftseinrichtungen im Ortst. Seelbach wird eingeweiht.
  • 1978: Pfarrer Hans-Ludwig Schmank wird zuständiger Pfarrer für die Kirchengemeinde Fronhausen-Lohra. Der Verein für Geschichte und Volkskunde e.V. Lohra wird gegründet. Pfr. Kerste übernimmt die 2. Pfarrstelle in Lohra. Im Ortst. Altenvers wird eine neue Friedhofshalle mit einer Andachtsstunde eingeweiht. Der Bürgermeister a. D. Konrad Gaul wird der erste Ehrenbürger der Gemeinde Lohra.
  • 1979: Der Verein für Geschichte und Volkskunde e.V. Lohra beginnt mit der Restaurierung der Alten Kirche im Ot Altenvers. Im Ot. Weipoltshausen brennt eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder.
  • 1980: Die Gemeinde Lohra erhält im örtlichen Telefonbuch einen eigenen Gemeindenamen. Im Ortst. Damm wird erneut eine Scheune durch einen Brand vernichtet. Die neu erbaute Friedhofshalle wird im Ot. Lohra eingeweiht.
  • 1981: Bürgermeister Hermann Brand wird für eine weitere Amtsperiode wieder gewählt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wird die Historische Kirche im Ortsteil Altenvers der Öffentlichkeit vorgestellt. Die erste Gewerbeausstellung des Gewerbe- und Verkehrsvereins Lohra in der Zeit vom 1. bis 2. Mai wird eröffnet. Die Molkereigenossenschaft »Blankenstein« stellt endgültig ihre Produktion ein. Das »Alte Rathaus« der Gemeinde wird für 90.000,00 DM an die Kreissparkasse Marburg verkauft. In den Ortsteilen Altenvers und Kirchvers werden die ehemaligen Schulen zu Dorfgemeinschaftshäusern umgebaut.
  • 1982: Das neu erbaute Rathaus im Heinrich-Naumann-Weg wird bezogen und mit einem »Tag der offenen Tür« den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Pfr. Dr. Gerhard Lehmann übernimmt die II. Pfarrstelle von Lohra in der Nachfolge von Pfr. Kerste. Die historische Kirche im Ortst. Altenvers erhält wieder eine Glocke.
  • 1983: Das Abwasserpumpwerk Reimershausen wird in Betrieb genommen. Die Gemeinde Lohra tritt dem Gasversorgungs-Zweckverband des Lndkrs. Marburg-Biedenkopf bei. Die Zigarrenfarbrik Rinn & Cloos stellt die Arbeit ein. Bei einem Brand im Ortst. Altenvers kommen 32 Stück Großvieh in den Flammen um.
  • 1984: Durch anhaltende Regenfälle entsteht im Salzbödetal, besonders im Ot. Damm, ein schlimmes Hochwasser. In Lohra wird die getrennte Mülleinsammlung eingeführt. Im Ortst. Rollshausen wird ein Gedenkstein für die Opfer in beiden Weltkriegen eingeweiht. Mit einem schrecklichen Mordfall musste sich die Kriminalpolizei in Lohra beschäftigen.
  • 1985: Der Tennisclub Grün-Weiß 80 Rollshausen kann den neu geschaffenen Tennisplatz in den Spielbetrieb nehmen. Die Evangelisch-methodistische Kirche in Lohra kann die Christuskirche im Hollersgraben ihren Gläubigen zur Verfügung stellen. In Lohra wird in der Bahnhofstraße die erste Ampel zur Sicherung der Fußgänger eingerichtet.
  • 1986: In Lohra wird im Kirchweg der Grundstein für die neue Schulturnhalle gelegt.
  • 1987: Wiederwahl des Bürgermeisters Hermann Brand. Kurt Gabriel wird zum Ehren-Ortsbrandmeister ernannt. Der Pastor der Evangelisch-methodisti­schen Kirche in Lohra verlässt nach 5-jährigem Kirchendienst die Gemeinde. Er wird abgelöst von Pastor Sieghard Kurz. In Lohra wird ein Gedenkstein für die aus Lohra deportierten Juden eingeweiht. Hans Peter Koväcs wird neuer evangelischer Pfarrer im Ortst. Kirchvers. Die Schulturnhalle der Grundschule in Lohra wird im Rahmen einer Eröffnungsfeier eingeweiht.
  • 1988: Die Bewohner im Asylbewerberheim im Ortst. Kirchvers treten in einen Hungerstreik. Durch den unsachgemäßen Umgang mit der Wasserleitung kommt es am Grillplatz Speckbrücke zu einem erheblichen Wasserschaden. An den Waldrändern der hiesigen Laubwälder breitet sich eine beängstigende Raupenplage aus. Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortst. Damm wird nach einer Planungs- und Bauzeit von fast acht Jahren eingeweiht. Im Ortst. Rodenhausen wird die neue Friedhofshalle ihrer Bestimmung übergeben. Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortst. Rollshausen wid eingeweiht.
  • 1989: Im Ortsteil Weipoltshausen wird eine erste Streuobstwiese mit 250 Bäumchen angepflanzt. Am 14. 3. übernimmt die Post den umgebauten Raum im alten Bahnhof und eröffnet dort den Postbetrieb. Die singenden und musizierenden Vereine von Lohra nehmen eine Schallplatte auf, sie erhält den Titel: »Ein klingender Gruß aus Lohra«. Im Bürgerhaus wird die neunte Gewerbeausstellung eröffnet. Der 33 m hohe Schornstein der ehemaligen Molkerei wird gesprengt. Die von Karl Huth verfasste Chronik »Lohra und seine 10 Ortsteile im Wandel der Jahrhunderte« wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Vivonne wird Partnergemeinde von Lohra. Durch den Gewerbe- und Verkehrsverein werden an den Ortseingängen Hinweistafeln aufgestellt.
  • 1990: Die Fusion der Raiffeisenbank Lohra mit der Raiffeisenbank Marburg e.G. wird beschlossen. Kurt Gabriel erhält vom Landrat des Ldkrs. die »Sankt-Florians-Medaille«.
  • 1991: Ein Aufzug wird im Rathaus von Lohra eingebaut. In Lohra wird ein hauptamtlicher Ortsjugendpfleger eingestellt.
  • 1992: Jürgen Meyerhofer verlässt den Gesangverein »Liederhort«. Die Gemeinde-Partnerschaft mit Herges-Hallenberg wird schriftlich und mit Urkunden besiegelt. Die Heimatstube im OT Weipoltshausen wird den Einwohnern zur Verfügung gestellt. Die Sportanlage »Hainbuchshöhe« wird mit einem großen Sport- und Leichtathletikfest eingeweiht.
  • 1993: Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde Lohra beträgt 857,00 DM. Hermann Brand wird erneut mit 68 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Neuer Pastor der evangelisch-methodistischen Gemeinde wird Martin Waitzmann. Im Ot. Altenvers wird ein erstmals gefeiertes Dorffest ein großer Erfolg. Werner Oertel wird der 1. Ortsvorsteher im Ot. Lohra. Im Glockenturm im Ot. Reimershausen wird eine 2. Glocke untergebracht.
  • 1994: Jakob Wagner, Ot Rollshausen, Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Volkskunde e.V. Lohra, erhält den Otto-Ubbelohde-Preis, besonders für die Erhaltung und Renovierung der historischen Kirche im Ot. Altenvers. Das Naturkundehaus im Ot. Damm wird der Öffentlichkeit vorgestellt und seiner Bestimmung übergeben. Unbekannte Täter verüben einen Einbruch im Postamt in Lohra und entwenden dabei Bargeld und Briefmarken im Werte von 35.000,00 DM.
  • 1995: Zum 775. Geburtstag der Evgl. Kirche im Ot. Weipoltshausen wird dort eine neue Orgel mit Gesamtkosten von 100.000,00 DM eingebaut. Das Zentrum der Diakoniestation Fronhausen-Weimar-Lohra wird im »Alten Bahnhof« eröffnet.
  • 1996: Die Schutzhütte mit einer Grillstelle im Ot. Reimershausen wird in Betrieb genommen. Nach gründlicher und umfangreicher Renovierung wird das Waldschwimmbad im 0T Kirchvers wieder geöffnet. Der Verein für Partner­schaft und Kultur e. V. Lohra wird gegründet. Der Erste Vorsitzende wird Bernd Bobenau Der neue Pfarrer der Evgl. Luth. Kirchengemeinde Herwig Klein wird im Rahmen eines Einführungsgottesdienstes in sein Amt einge­führt.
  • 1997: Das vom Schützenverein u. a. mit viel Eigenleistung errichtete Schützenhaus wird eingeweiht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 470.000,00 DM. Das erste Konzert der Kapelle «Die fidelen Luftpumpen«, an dem auch Musiker aus Lohra beteiligt sind, wird ein großer Erfolg. Drei mal drei Schaflämmer, als drei Drillinge, werden in einem Schafstall im Ortsteil Damm zur Welt gebracht.
  • 1998: Der vor Monaten entwendete Kirchturmhahn vom Ortst. Kirchvers wird durch einen neuen ersetzt. In Anwesenheit von Didier Lernould aus Vivonne (Frankreich) und dem Vorsitzenden des Vereins für Partnerschaft und Kultur enthüllt Bürgermeister Brand eine Gedenktafel für die Partnerschaft Vivonne - Herges-Hallenberg - Lohra am Rathaus. Die erste Versammlung aller Vereinsvorsitzenden im Ortst. Lohra, in der unter der Leitung der Ortsvorsteherin E. Holtus Gespräche über eine geplante 1250-Jahr-Feier geführt werden, findet statt. Der neue Pfarrer der Kirchengemeinde Lohra II, Jens Heyden, wird eingeführt Ein Rate-Team aus Lohra nimmt an der Ratesendung »8....und fertig los« des HR im Studio Kassel teil.
  • 1999: Die seit 1993 geplante und 1997 begonnene Restaurierung des Pfarrhauses wird beendet und somit das Haus seinem ursprünglichen Verwendungszweck wieder zur Verfügung gestellt. In einer Feierstunde im Bürgerhaus wird an das 25-jährige Bestehen der Gemeinde Lohra als Zusammenschluss von 10 Ortsteilen erinnert. Elisabeth Holtus übernimmt die Leitung der Grundschule in Lohra. Bürgermeister Hermann Brand wird mit 71,9 % wieder zum Bürgermeister gewählt. Das WDR-Fernsehen dreht in Lohra einen Dokumentarfilm: »Die Schwangerschaft Im Wandel der Zeit«. Mitwirkende sind u. a. die Hebamme Lydia Willershausen, Katharina Schlienbecker, Elisabeth Sohn und Else und Hermann Maier.
  • 2000: Unter dem Namen www.lohra.de ist Lohra im Internet vertreten. 37)


Siehe auch

Aktuelle Ereignisse · Historischer Kalender · Kalender und Termine · Chronik · Veranstaltungskalender

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