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Historischer Kalender Dezember

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Dezember (Julmond, Christmonat, Wintermonat, Wolfmonat)

  • Der Dezember ist der zwölfte und letzte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage.
  • Am 21. oder 22. Dezember ist der Tag der Sonnenwende - die Sonne steht genau über dem Wendekreis des Steinbocks am südlichen Breitengrad von 23°26'. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel der kürzeste im Jahr, die Nacht ist die längste, auf der Südhalbkugel exakt umgekehrt.
  • Der alte deutsche Name des Dezember ist Julmond. Der Name kommt vom Julfest, der germanischen Feier der Wintersonnenwende. Andere Namen für Dezember sind Christmonat, da Weihnachten, das so genannte Christfest, im Dezember gefeiert wird, oder auch Heilmond, da „Christus das Heil bringt“. Letztere Namen sind natürlich erst nach der Umwidmung des Julfestes im Zuge der Christianisierung entstanden.
  • Im römischen Kalender war der Dezember ursprünglich der zehnte Monat (lat decem = zehn) des 304-tägigen Mondkalenders. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, so dass die Namens- und Zählbeziehung entfiel.
  • Was das Kirchenjahr betrifft, so beginnt es, abweichend von der weltlichen Kalenderzählung, mit Sonntag, dem 1. Advent. Dieser kann schon im November oder auch im Dezember liegen, je nachdem, an welchem Wochentag Weihnachten liegt.
  • Der Dezember beginnt mit dem selben Wochentag wie der September.
  • Ist der 29., 30. oder 31. Dezember ein Montag, werden die Tage ab Montag der ersten Kalenderwoche des Folgejahres zugerechnet. In diesem Fall endet die letzte Kalenderwoche des Jahres nach der DIN-Norm mit dem letzten Sonntag des Dezembers. Ein solches Jahr hat dann immer 52 Kalenderwochen.
  • Heutzutage sind wir gewohnt, daß der Winter im Dezember noch nicht so richtig los geht. Das war nicht immer so, und manchmal war der Dezember sogar der härteste Wintermonat. Das gilt vor allem für 1788, als dieser Monat in Deutschland Tiefsttemperaturen bis unter minus 35°C brachte, beispielsweise in Bremen! Dazu kamen enorme Schneemassen.
  • Der Dezember 1978 endete mit einem Schneesturm. Ganz Deutschland war betroffen, besonders schwer der Norden und der Osten. In Schleswig-Holstein brach das öffentliche Leben total zusammen. Fahrzeuge konnten teilweise nur mit Hilfe der Bundeswehr aus den Schneemassen befreit werden.
  • Im Jahre 1289 war der Dezember warm wie ein Frühlingsmonat. Bäume blühten, und man konnte Blumen pflücken. Einige Gewässer waren noch warm genug, um darin zu baden, genau wie im Jahre 1540. Sehr warm war auch der Dezember 1529.
  • Der erste Weihnachtstag 1277 brachte eine fürchterliche Nordsee-Sturmflut, die ungefähr 50 Dörfer vernichtete und den Dollart formte. Der wohl schwerste Sturm, den Europa je erlebt hat, tobte am 7. und 8. Dezember 1703. Seine maximalen Böen in bewohntem Gebiet werden auf 260 Stundenkilometer geschätzt!
  • Hin und wieder gibt es Gewitter im Dezember, und die können durchaus heftig ausfallen, wie zum Beispiel am 20. Dezember 1638 in Süddeutschland.


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