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Historischer Kalender August

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August (Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmonat, Ernting, lat. Augustus)

  • Der August ist der achte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
  • Der August hat 31 Tage und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt, da er in diesem Monat sein erstes Konsulat angetreten hat.
  • Im römischen Kalender war der August ursprünglich der sechste Monat, und hatte vor seiner Umbenennung den Namen Sextilis (lat. sex = sechs). Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings auf den 1. Januar verlegt.
  • Der Sextil hatte ursprünglich 29 Tage und bekam durch Julius Caesars Reform 30. Um ihm nach der Umbenennung die gleiche Länge zu geben wie dem nach Caesar benannten Juli erhielt er dabei einen 31. Tag auf Kosten des Februar.
  • Tageslängen der folgenden Monate September, Oktober, November und Dezember (31 und 30 Tage) wurde umgekehrt, da andernfalls drei Monate (Juli bis September) mit je 31 Tagen unmittelbar aufeinander gefolgt wären.
  • Der August beginnt in Schaltjahren mit dem gleichen Wochentag wie der Februar
  • Der männliche Vorname August wird im Gegensatz zum Monatsnamen auf der ersten Silbe betont.
  • Dieser wird auch als Spitzname verwendet, z. B. Dummer August.
  • Der Freibad-Monat? Nicht immer. Klar, es kann sogar - wie im Jahre 2003 - vorkommen, daß dieser Monat außerordentlich sonnig und heiß ist. Aber es geht auch ganz anders: 1510 zum Beispiel gab es Mitte August eine Nordsee-Sturmflut, genau wie am 1.8.1474 und am 15.8.1597.
  • Anfang August 1295 gab es am Oberrhein ein solches Hochwasser, daß der Fluß seinen Lauf änderte. Der August 1648 begann im Südwesten Deutschlands mit schrecklichen Hagelunwettern. Die schwersten Hagelsteine wogen über zwei Kilo!
  • Überschwemmungen im Sommer an Donau und Elbe sind - anders als am Rhein - nicht ungewöhnlich. Insbesondere ein so genanntes "Vb-Tief" kann diese auslösen.
  • Es kommt allerdings nur ganz selten so schlimm wie im August 2002, als der bisherige Regenrekord für Deutschland eingestellt wurde.
  • In Sachsen fielen bis zu 312mm an nur einem Tag. In Tschechien gab es teilweise noch deutlich mehr Regen. Für die Elbe hatten diese ungeheuren Niederschläge ein Hochwasser zur Folge, wie es nur etwa alle 500 Jahre vorkommt. In Dresden stieg der Pegel auf 9,40m. Welch ein Kontrast zum August 2003, als er bei ca. 70cm lag. Tiefer kann er heute wegen der Flußregulierung kaum noch fallen.
  • Sehr ungewöhnlich war der August 1784, der in Deutschland verbreitet Nachtfröste brachte. Dies war wohl eine der Spätfolgen des sehr grossen Vulkanausbruchs auf Island im Jahre 1783, zu denen auch ein extrem strenger Winter 1783/84 und das Jahrtausendhochwasser an vielen deutschen Flüssen im Februar 1784 gehören.
  • 1947: Auf dem Frankfurter Schwarzmarkt gelten folgende Preise: Ein Pfund Kaffee 360 RM, ein Pfund Butter 250 RM, ein Ei 10 RM, amerikanische Zigaretten − immer mehr der Währungsersatz − 20 Stück für 150 RM. Die schwarzen Märkte sind verboten, sie florieren trotz der Razzien, Schieber machen das Geschäft. Von normaler Arbeit sind die Schwarzmarktpreise nicht zu zahlen, Tauschgeschäfte an der Tagesordnung.


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