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Historischer Kalender 9. April

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9. April

  • 193: Die Truppen in Pannonien rufen Septimius Severus als Gegenkaiser zu Didius Julianus aus. Er ist damit der dritte Kaiser des zweiten Vierkaiserjahres im Römischen Reich.
  • 715: Konstantin I., Papst, gestorben
  • 1024: Benedikt VIII., Papst, gestorben
  • 1217: Peter von Courtenay wird von Papst Honorius III. zum Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs von Konstantinopel gesalbt. Doch wird der neue Kaiser sein Reich keinen einzigen Tag regieren, weil er im Verlauf der Anreise gefangen genommen wird.
  • 1256: In der päpstlichen Bulle Licet ecclesiae catholicae fasst Papst Alexander IV. die römischen Bettelorden zum Augustinerorden zusammen.
  • 1368: Peter Stromer beginnt seine Versuche mit der Wald-Saat im Nürnberger Reichswald, woraus sich der erste Kunstforst der Welt entwickelt. Stromer gilt damit als „Vater der Forstkultur“.
  • 1486: In Aachen wird Maximilian I. noch zu Lebzeiten seines Vaters Friedrich III. zum römisch-deutschen König gekrönt.
  • 1555: Marcello Cervini wird als Marcellus II. Papst. Er ist der letzte Papst, der seinen Geburtsnamen als Papstnamen verwendet. Bereits am 1. Mai, dem 22. Tag seines Pontifikats stirbt er - vermutlich an einem Nierenleiden.
  • 1667: Im Pariser Salon du Louvre wird die weltweit erste Kunstausstellung eröffnet. Dem französischen König Ludwig XIV. gefällt diese Neuerung so gut, dass von nun an jährlich eine Ausstellung erfolgen soll.
  • 1701: Andreas Elias Büchner, deutscher Mediziner, geboren
  • 1754: Christian Wolff, deutscher Universalgelehrter und Philosoph, gestorben
  • 1770: Thomas Johann Seebeck, bedeutender Physiker, geboren
  • 1821: Die Bundesversammlung in Frankfurt legt mit der "Kriegsordnung des deutschen Bundes" die Länder-Kontingente fest, aus denen sich das künftige "Bundesheer" zusammensetzt. Jeder Staat soll ein Prozent der Bevölkerung unter Waffen halten. Die Brigade des Großherzogtums Hessen umfasst 6.195 Soldaten, Kurhessen steuert 5.679 und das Herzogtum Nassau rund 4.000 Mann bei. Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck gehören zur Reservedivision, die im Kriegsfall die Bundesfestungen sichert.
  • 1848: Helene Lange - deutsche Lehrerin Frauenrechtlerin aus Oldenburg, gründete 1894 den »Bund Deutscher Frauenvereine«, geboren
  • 1850: William Prout, britischer Mediziner und Chemiker, gestorben
  • 1865: Louis Pasteur präsentiert seine Entdeckung, dass zahlreiche Krankheiten durch Mikroorganismen ausgelöst werden können. Seine Methode des kurzfristigen Erhitzens tötet die Keime ab.
  • 1866: Der Kongress der USA erlässt die »Civil Rights Act«, die allen in den Vereinigten Staaten geborenen Personen die Bürgerrechte gewährt. Dies gilt auch für Farbige, jedoch nicht für die Indianer.
  • 1867: Die noch im annektierten Kurhessen bestehenden Zünfte werden aufgehoben - im neuen Regierungsbezirk Kassel ist damit, wie generell in Preußen seit den Reformen der napoleonischen Zeit und auch in Nassau seit 1819, die allgemeine Gewerbefreiheit hergestellt. Die Stadt Frankfurt, die wie Nassau nunmehr dem preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden zugehört, hat den Übergang noch 1864 vollzogen. Im Großherzogtum Hessen insgesamt wurde der Zunftzwang 1866 aufgehoben (bereits vor 1820 bestand Gewerbefreiheit im französisch geprägten Landesteil Rheinhessen und in Offenbach).
  • 1869: Élie Cartan, französischer Mathematiker, geboren
  • 1870: In Berlin wird die Deutsche Bank AG mit einem Anfangskapital von 15 Millionen Mark gegründet.
  • 1889: Michel Eugène Chevreul, französischer Chemiker, gestorben
  • 1900: Die ersten Lose der großherzoglich hessischen Landeslotterie werden gezogen. Der Hauptgewinn beträgt 30.000 Mark, bei der zweiten Ziehung am 09. Mai 40.000 Mark. Gespielt wird in fünf Klassen, für die auch Teillose erhältlich sind. Ein ganzes Klassenlos kostet 33, ein Voll-Los für alle Klassen 165 Mark. Dem Finanzministerium in Darmstadt ist eine neueingerichtete Landeslotteriedirektion unterstellt.
  • 1900: Im Deutschen Reich tritt ein Gesetz in Kraft, das die "Entziehung elektrischer Arbeit" - also das Anzapfen von Stromleitungen - unter Strafe stellt.
  • 1903: Ernst von Siemens (†1990), dt. Industrieller, geboren
  • 1912: Lew Sinowjewitsch Kopelew - sowjetisch-ukrainischer Schriftsteller, geboren
  • 1919: In Braunschweig übernimmt der spartakistische Revolutionäre Aktionsausschuß die öffentliche Gewalt, ordnet die Bewaffnung des Proletariats an und proklamiert den Generalstreik.
  • 1925: Heinz Nixdorf, deutscher Firmengründer und Wirtschaftsmanager, geboren
  • 1934: Oskar von Miller, deutscher Ingenieur und Begründer des Deutschen Museums, gestorben
  • 1938: Wiktor Stepanowitsch Tschernomyrdin - russischer Politiker, Ministerpräsident der Russischen Föderation 1992-1998, geboren
  • 1939: Der französische Dampfer "Flandre" läuft mit 102 jüdischen Flüchtlingen nach Kuba aus; nach zwei Monaten kehrt er zurück, da kein Land bereit war, die Menschen aufzunehmen.
  • 1943: Das Konzentrationslager Lublin-Majdanek in Polen wird von den Nationalsozialisten in ein Vernichtungslager erweitert und von den rund 500.000 Insassen werden bis 1944 250.000, nach anderen Schätzungen 360.000 Menschen, zumeist Juden, umgebracht.
  • 1945: Im Konzentrationslager Flossenbürg werden kurz vor Kriegsende die NS-Widerstandskämpfer Admiral Wilhelm Canaris (Chef der deutschen Abwehr), Generalmajor Hans Oster, der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer auf Befehl Hitlers hingerichtet
  • 1949: Der Wirtschaftsrat in Frankfurt verkündet das Tarifvertragsgesetz.
  • 1966: Der Vatikan schafft den Index der für Katholiken verbotenen Bücher ab.
  • 1992: Das Bundesverfassungsgericht erklärt wesentliche Teile des Parteienfinanzierungsgesetzes für verfassungswidrig.


		

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Siehe auch

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