Lohra-Wiki

Historischer Kalender 8. April

Aus Lohra-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

8. April

  • 217: Der römische Kaiser Caracalla wird von seinem Leibwächter Iulius Martialis auf einem Feldzug gegen die Parther ermordet. Zur Tat hat ihn Macrinus, der Präfekt der Prätorianer, angestiftet.
  • 412: Proklos - griechischer Philosoph, geboren
  • 1196: Knut Eriksson, König von Schweden, gestorben
  • 1218: König Friedrich II. gewährt dem Zisterzienserkloster Eberbach für seine Schiffe und Ladungen die für den Weinhandel wichtige Befreiung von den Zöllen des Reichs durch Zollfreiheit auf dem Rhein zu Boppard und an allen Reichszollstätten.
  • 1336: Timur Lenk - Mongolenherrscher, herrschte über das größte zusammenhängende Staatsgebilde in der gesamten Geschichte der Menschheit, geboren
  • 1364: Johann II., König von Frankreich von 1350 bis 1364, gestorben
  • 1378: Bartolomeo Prignano wird unter dem Namen Urban VI. zum Papst gewählt. Er ist der letzte Papst, der zur Zeit seiner Wahl nicht dem Kardinalskollegium angehört. Wochen später wird er Ursache für das Abendländische Schisma.
  • 1455: Alonso de Borja aus dem Geschlecht der Borgia wird zum Papst gewählt. Er nimmt den Namen Kalixt III. an.
  • 1492: Der italienische Politiker und Stadtherr von Florenz (ab 1469) Lorenzo de'Medici il Magnifico (1449-1492) stirbt in Florenz. Unter seiner Herrschaft wurde Florenz kultureller und politischer Mittelpunkt Italiens. Der Renaissancefürst Lorenzo förderte Künstler wie Sandro Botticelli und Michelangelo Buonarotti.
  • 1525: Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Albrecht von Brandenburg-Ansbach, säkularisiert das Gebiet des Ordens und leistet den Huldigungseid an seinen Onkel König Sigismund I. von Polen, der ihm das Land als Herzogtum Preußen zum Lehen überlässt. Das Heilige Römische Reich anerkennt die Säkularisierung nicht und ernennt im folgenden Jahr Walther von Cronberg zum Hochmeister.
  • 1530: Der Augsburger Reichstag beginnt, auf dem die protestantischen Reichsstände die Confessio Augustana ablegen werden.
  • 1667: Im Pariser Salon du Louvre wird die weltweit erste Kunstausstellung eröffnet.
  • 1779: Johann Salomo Christoph Schweigger, Chemiker und Physiker, geboren
  • 1795: August von Bethmann-Hollweg, deutscher Jurist und Politiker, geboren
  • 1801: In London wird das erste Geschäft mit Schaufenstern, eine Schneiderei, eröffnet.
  • 1818: August Wilhelm von Hofmann, Chemiker, Schüler von Justus Liebig, Universitätsprofessor, 1845-1863 am Royal College of Chemistry, 1867 in Berlin Gründer und erster Präsident der "Deutschen Chemischen Gesellschaft", entwickelte erstmals synthetische Anilinfarbstoffe - Voraussetzung für die industrielle Farbenerzeugung, "Hofmannscher Apparat" zur Demonstration der Erzeugung von Wasserstoff und Sauerstoff durch elektrolytische Wasserzerlegung (gest. 05.05.1892, geboren).
  • 1835: Wilhelm von Humboldt, deutscher Gelehrter und Staatsmann, gestorben
  • 1859: Edmund Husserl - deutscher Philosoph, Begründer der Phänomenologie, geboren
  • 1866: Kurz vor Beginn des preußisch-österreichischen Krieges schließen Preußen und Italien ein Angriffsbündnis gegen Österreich. Preußen verstößt damit gegen die 1815 beschlossene Deutsche Bundesakte.
  • 1868: Werner von Bolton, Erfinder der metallischen Glühfäden, geboren
  • 1872: Ivan Bloch - deutscher Mediziner, Begründer der Sexualwissenschaft, geboren
  • 1874: Der am 5. Februar 1874 von Reichskanzler Otto von Bismarck dem Reichstag vorgelegte »Entwurf eines Gesetzes über den Impfzwang« tritt in Kraft, damit wird die Pockenschutzimpfung zur Pflicht. Dies ist die Konsequenz aus der verheerenden Pockenepidemie im Deutschen Reich, die während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 in Frankreich ausgebrochen und nach Deutschland eingeschleppt worden war. In Preußen starben 1871 fast 60.000 Menschen an Pocken, 400.000 weitere erkrankten.
  • 1895: Emil Behring, Erfinder von Impfstoffen gegen die Volksgeißel Diphtherie und gegen Tetanus, wird - auf dem Erfolgsweg in seiner Forschungsarbeit gegen die tödlichen Krankheiten - als Professor für Hygiene nach Marburg berufen.
  • 1911: Melvin Calvin - amerik. Chemiker, 'Calvin-Zyklus', Chemie-Nobelpreis 1961, geboren
  • 1917: Im Volkshaus zum Mohren in Gotha endet die Reichskonferenz der sozialdemokratischen Opposition, auf der die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) gegründet worden ist. Der kriegsbejahende Teil der Sozialdemokraten wird damit zur Mehrheitssozialdemokratischen Partei Deutschlands (MSPD).
  • 1919: Genf wird Sitz des Völkerbundes.
  • 1927: Gegen die Stimmen von SPD, KPD und DDP nimmt der Reichstag das Arbeitszeitnotgesetz an: formal wird der Achtstundentag eingeführt, die erlaubte Höchstgrenze aber auf zehn Stunden festgelegt, in Ausnahmen noch mehr.
  • 1937: Mit Juden verheiratete deutsche Beamte müssen auf Anweisung des Reichsinnenministers in den Ruhestand treten.
  • 1938: Kofi Annan - UN-Generalsekretär, ghanaischer Politiker, geboren
  • 1966: Das Zentralkomitee der KPdSU wählt Leonid Breschnew einstimmig zum Generalsekretär.
  • 1971: Fritz von Opel, Industrieller, Ingenieur, Autotechniker, Fahrrad- und Motorsportler, Luftfahrt- und Raketenpionier, Opel-Testleiter, dringt mit einem in Zusammenarbeit mit Max Valier und Friedrich Sander entwickelten Opel-Raketenprogramm in neue Dimensionen der Antriebstechnik vor, erreichte 1928 mit dem raketengetriebenen Rennwagen "RAK 2" auf der Berliner Avus 235 km/h, mit dem unbemannten Schienenfahrzeug "RAK 3" 254 km/h, startete und flog 1929 auf dem Frankfurter Flugplatz am Rebstock das erste bemannte Raketenflugzeug der Welt "Opel-Sander RAK 1", wobei er nach dem Raketenstart mit 150 km/h in 20-30 Metern Höhe eine Strecke von rund zwei Kilometern zurücklegt, Promotor des Rückstoßmotors für die Zukunft des Flugwesens, früher Visionär von Überschallgeschwindigkeit und Mondflug - der neue Opel-Mehrheitseigner, General Motors, präferiert jedoch das Fahrzeuggeschäft, ging in den 30er-Jahren in die USA, nach dem Krieg in die Schweiz, Aufsichtsratsvorsitzender von Maschinenfabriken in Offenbach und Wiesbaden, Absolvent und Ehrensenator der TH Darmstadt, Enkel von Adam Opel (geb. 04.05.1899), gestorben.
  • 1973: In Mougins (Südfrankreich) stirbt der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso (Pablo Ruiz Picasso, 1881-1973), einer der bedeutendsten, kreativsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
  • 1987: Das Bundesverfassungsgericht verkündet, dass die Länder verpflichtet sind, Privatschulen das Überleben zu sichern.
  • 1989: Die IG Medien entsteht durch Fusion der IG Druck und Papier und der Gewerkschaft Kunst.
  • 2002: Die Kirch-Gruppe stellt Insolvenzantrag; mit einem Schuldenstand von 6,5 Mrd. Euro ist es die größte Firmenpleite der Nachkriegszeit.


		

    Μ  		


Siehe auch

April · Jahr · Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

Ansichten
Persönliche Werkzeuge