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Historischer Kalender 7. Mai

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7. Mai

  • 973: Otto II., Mitkaiser seit 967, wird nach dem Tod seines Vaters Otto I. alleiniger Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
  • 1274: Das von Papst Gregor X. einberufene Zweite Konzil von Lyon wird eröffnet. Es befasst sich mit einer möglichen Beendigung des Morgenländischen Schismas durch eine Union der römisch-katholischen mit der Ostkirche, einem weiteren Kreuzzug und Kirchenreformen. Rund 400 Kirchenmänner nehmen an dem Konzil teil.
  • 1342: Nach zwölftägiger Sedisvakanz wählt das Konklave Pierre Roger als Nachfolger von Benedikt XII. zum Papst, der sich den Namen Clemens VI. gibt.
  • 1482: Diether von Isenburg, Erzbischof von Mainz, gestorben
  • 1525: Der radikale Theologe Thomas Müntzer (um 1490-1525), Anführer der Bauernaufstände in Thüringen, wird hingerichtet. Im Sommer 1524 brechen Bauernaufstände aus, die sich auf Martin Luthers Lehren berufen. In den »Zwölf Artikeln der Bauernschaft in Schwaben«, aufgestellt im Februar/März 1525 in Memmingen, fordern die Bauern u.a. die Abschaffung der Frondienste und der Leibeigenschaft sowie die Aufhebung der Standesunterschiede. Sie werden teilweise von Bürgern, aber auch von einigen Rittern - wie dem fränkischen Reichsritter Götz von Berlichingen (1480-1562) - unterstützt. Die Aufstände sind jedoch jeweils regional begrenzt und ohne zentrale Führung, und werden von den Landesfürsten und ihren Heeren niedergeschlagen. Die Anführer und insgesamt etwa 100.000 Bauern werden, oft auf grausame Art, hingerichtet.
  • 1605: Johann Hermann, deutscher Mediziner, gestorben
  • 1674: Heinrich Wolter von Streversdorf, Weihbischof in Köln und Mainz, gestorben
  • 1713: Alexis-Claude Clairaut, französischer Mathematiker und Physiker, geboren
  • 1771: Johann Jakob Humann, Bischof von Mainz, geboren
  • 1809: Der französische Kaiser Napoléon Bonaparte behauptet in Wien, Papst Pius VII. habe als weltlicher Herrscher aufgehört zu regieren und annektiert damit den Kirchenstaat.
  • 1832: Carl Gottfried Neumann, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1833: Johannes Brahms (†03.04.1897), dt. Komponist, geboren
  • 1840: Der deutsche Landschaftsmaler Caspar David Friedrich (1774-1840) stirbt in Dresden. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der romantischen Kunst. Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit sind Landschaftsbilder mit allegorischer, religiöser oder historischer Bedeutung.
  • 1840: Peter Iljitsch Tschaikowski (†06.11.1893), rus. Komponist, geboren
  • 1878: An Bord des Frachters "Paraguay" trifft in Le Havre erstmals unverdorbenes argentinisches Gefrierfleisch ein.
  • 1880: Oskar Perron, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1895: Der russische Physiker Alexander Stepanowitsch Popow verwendet erstmals eine Dipolantenne zum Empfang elektromagnetischer Wellen.
  • 1898: Der deutsche Reichstag beschließt ein Gesetz, das Sozialdemokraten das akademische Lehramt an Hochschulen verweigert.
  • 1907: Der Tierhändler Carl Hagenbeck (1844-1913) eröffnet in Hamburg-Stellingen den ersten gitterlosen Tierpark der Welt. Auf einer Fläche von 27 ha werden exotische Tiere artgerecht und in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt. Schon bald wird diese damals revolutionäre Idee von zoologischen Gärten in aller Welt nachgeahmt.
  • 1908: Max Grundig - deutscher Unternehmer, gründete 1930 das gleichnamigen Elektronik-Konzerns Grundig AG, Fürth, geboren
  • 1915: Torpediert vom deutschen U-Boot U-20 sinkt das britische Passagier- und Frachtschiff RMS Lusitania nach seiner Atlantiküberquerung vor der Küste Irlands. Rund 1.200 Menschen sterben. Da bei dem Ereignis auch zahlreiche US-amerikanische Staatsangehörige ums Leben gekommen sind, kommt es zu einer diplomatischen Krise zwischen dem Deutschen Reich und den USA und in der Folge zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg.
  • 1919: In Versailles erhält die deutsche Delegation den Entwurf des Friedensvertrages der Alliierten zur Beendigung des Ersten Weltkriegs ausgehändigt. Die quasi unabänderbaren Vertragsbedingungen bewirken im Juni den geschlossenen Rücktritt des Kabinetts Scheidemann.
  • 1945: Die Gesamtkapitulation der Deutschen beendet den Zweiten Weltkrieg in Europa. Im Hauptquartier Dwight D. Eisenhowers in Reims unterzeichnen Generaloberst Alfred Jodl (1890-1946), Großadmiral Hans-Georg von Friedeburg (1895-1945) und General Wilhelm Oxenius die deutsche Gesamtkapitulation, die am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr in Kraft tritt.
  • 1953: Durch ein vom Landtag verabschiedetes Verwaltungsgesetz wird für alle überörtlichen Aufgaben der sozialen Fürsorge der "Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV)" mit Sitz in Kassel gegründet. Der demokratisch verfasste, von allen 48 Landkreisen und kreisfreien Städten Hessens getragene Verband löst die auf preußische Verwaltungsstrukturen zurückgehenden "Bezirkskommunalverbände" der Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden ab. Zu den vom LWV übernommenen psychiatrischen "Heil- und Pflegeanstalten" gehören auch Häuser, die an den nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen beteiligt waren, darunter als eine der zentralen Vernichtungsanstalten die Anstalt Hadamar, wo 1941-1945 rund 15.000 Menschen durch Gas, Tabletten oder Injektionen ermordet wurden.
  • 1956: Das am 15.03. gegen die Stimmen der CSU und der Deutschen Partei verabschiedete Bundeswahlgesetz wird verkündet.
  • 1957: Auf der Büromaschinen-Fachausstellung der Hannover Messe wird zum ersten Mal eine elektrische Schreibmaschine vorgestellt.
  • 1960: Leonid Breschnew, seit 1957 Mitglied der KPdSU-Führung, wird Präsident der UdSSR als Nachfolger von Kliment Woroschilow.
  • 1970: Willi Brundert, Jurist, als Student im Reichsbanner aktiv, in der NS-Zeit sozialdemokratische Widerstandsarbeit mit Adolf Reichwein, Carlo Mierendorff und Theodor Haubach, nach 1945 Ministerialbeamter in Sachsen-Anhalt, in einem Schauprozess 1949 wegen "Spionage" zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, 1957 Freilassung durch westliche Einflussnahme - u.a. seitens Georg August Zinn, Leiter der hessischen Finanzschule in Rotenburg, ab 1964 bis zu seinem Tode Oberbürgermeister von Frankfurt (Bau der U-Bahn) (geb. 12.06.1912), gestorben.
  • 1974: Nach dem Rücktritt des deutschen Kanzlers Willy Brand am Vortag schlägt die SPD Helmut Schmidt als Nachfolger vor, Brandt bleibt Parteichef.
  • 1989: In der DDR finden Kommunalwahlen statt. Bürgerrechtler können Wahlfälschung nachweisen, der Protest gegen die manipulierten Wahlen ist ein wichtiger Auslöser für die Ereignisse im Herbst 1989.
  • 1995: Neogaullisten-Chef Chirac wird zum Nachfolger des französischen Staatspräsidenten Mitterrand gewählt.
  • 1996: Das Bundeskabinett beschließt die Anhebung des Rentenalters sowohl für Männer wie für Frauen.
  • 1999: Der deutsche Bundestag beschließt die „doppelte Staatsbürgerschaft“: Kinder ausländischer Eltern müssen sich bis zum 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit entscheiden.
  • 2003: Papst Johannes Paul II. beruft zum ersten Mal in der Geschichte des Heiligen Stuhls eine Frau an die Spitze einer päpstlichen Akademie. Letizia Pani Ermini, Spezialistin für Mittelalterliche Archäologie, wird der Akademie für Archäologie vorstehen.
  • 2008: Amtseinführung von Dmitri Anatoljewitsch Medwedew (*1965) als Präsident der Russischen Föderation. Er ist Nachfolger von Wladimir Putin (*1952), der das Amt des Ministerpräsidenten übernimmt.




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Siehe auch

Mai · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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