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Historischer Kalender 30. April

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30. April

  • 65: Marcus Annaeus Lucanus, römischer Dichter, gestorben
  • 311: Der Kaiser von Ost-Rom, Galerius Maximianus, erläßt kurz vor seinem Tod ein Toleranzedikt und erklärt das Christentum zur erlaubten Religion.
  • 313: Licinius macht sich nach seinem Sieg über den Mitregenten Maximinus Daia bei Herakleia Pontike zum Alleinherrscher im Osten des Römischen Reichs.
  • 642: Chindaswinth übernimmt im Tolosanischen Reich nun formell die Funktionen des Königs der Westgoten, nachdem er bereits faktisch seit einigen Tagen durch den Sturz seines Vorgängers Tulga ihr Herrscher ist.
  • 1000: Kaiser Otto III. bestätigt dem Kloster Helmarshausen das Recht, an seinem Ort einen Markt und eine Zollhütte einzurichten sowie eine eigene Münze zu prägen. Im hessischen Raum, der bis dahin mit Geld aus den Münzstätten der rheinischen Bistümer versorgt wurde, beginnt damit eine eigenständige Münzprägung. Bald werden auch in Fritzlar, Fulda und Hersfeld die Münzen geschlagen. Um die Jahrhundertmitte kommen noch die im Süden gelegenen Klöster Seligenstadt und Lorsch hinzu.
  • 1315: Der frühere Kammerherr des verstorbenen Königs Philipp IV. von Frankreich, Enguerrand de Marigny, wird auf Betreiben von Karls von Valois wegen verschiedener Vorwürfe, unter anderem der Zauberei, hingerichtet und sein Leichnam zwei Jahre hängengelassen. 1317 wird er rehabilitiert.
  • 1415: Der römisch-deutsche König Sigismund (1410-1437) überlässt dem Burggrafen von Nürnberg die marktgräfliche und kurfürstliche Würde in der Mark Brandenburg, was die bis 1918 andauernde Herrschaft der Hohenzollern in der Mark bzw. Preußen begründet.
  • 1632: Johann Tserclaes Reichsherr von Tilly (1559-1632), kaiserlicher Feldherr im »Dreißigjährigen Krieg«, Heerführer der Katholischen Liga, stirbt an den Folgen einer Verletzung, die er sich bei der Verteidigung des Lechübergangs bei Rain am 15. April 1632 zugezogen hat.
  • 1642: Christian Weise - deutscher Schriftsteller, geboren
  • 1662: Maria II., britische Königin, geboren
  • 1685: Hermann Friedrich Teichmeyer, deutscher Mediziner, geboren
  • 1756: Philipp Friedrich Theodor Meckel, deutscher Mediziner, geboren
  • 1777: Karl Friedrich Gauß - Mathematiker, Astronom, begründete die moderne Zahlentheorie u. d. Algebra, geboren
  • 1789: George Washington (1732-1799) wird in New York in sein Amt als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt. Das Wahlmännergremium hatte sich zuvor am 6. April einstimmig für den Oberbefehlshaber der US-Truppen im 1783 erfolgreich beendeten Unabhängigkeitskrieg ausgesprochen.
  • 1825: In Leipzig entsteht der "Börsenverein der Deutschen Buchhändler", der erste über alle damaligen Ländergrenzen hinweg handelnde Berufsverband der Branche "Buch". - Nach 1945 in Frankfurt ansässig, ist der Börsenverein (jetzt "Börsenverein des Deutschen Buchhandels") die Spitzenvertretung der deutschen Buchhändler und Verlage. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse und verleiht seit 1950 jährlich in der Paulskirche den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, einen der bedeutendsten Kulturpreise der Bundesrepublik.
  • 1870: Franz (Ferenc) Lehár - ungar. Operettenkomponist, Militärkapellmeister, begr. zusammen mit Emmerich Kálmán die 'reformierte' Wiener Operette: 'Die lustige Witwe' (1905), 'Der Zarewitsch' (1927), 'Das Land des Lächelns' (1929), geboren
  • 1897: Dem britischen Physiker Joseph John Thomson gelingt der experimentelle Nachweis der bereits von George Johnstone Stoney vorhergesagten Existenz des Elektrons.
  • 1904: Der deutsche Erfinder Christian Hülsmeyer meldet ein Patent auf sein Telemobiloskop, einen Vorläufer des Radars an.
  • 1911: Luise Rinser - deutsche Schriftstellerin, geboren
  • 1916: Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn führen als weltweit erste Länder die Sommerzeit ein, um die Stundenzahl an nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.
  • 1917: Im Darmstädter Landtag beantragt die SPD-Fraktion die Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Noch ist - am Vorabend der Revolution - das Landtagswahlrecht im Großherzogtum zum Teil ständisch geordnet, auf Steuer zahlende Männer beschränkt und mit einem Doppelstimmrecht für Männer über 50 Jahren versehen.
  • 1925: Als Nachfolger des verstorbenen Sozialdemokraten Friedrich Ebert tritt der frühere Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg das Amt des deutschen Reichspräsidenten an.
  • 1939: Im Deutschen Reich tritt das „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“ in Kraft. Es hebt den Mieterschutz für Juden auf und leitet den Ghettoisierungsprozess ein. Deutsche Juden müssen ihre Wohnungen verlassen und werden in „Judenhäusern“ konzentriert.
  • 1942: Der Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes, Oswald Pohl, formuliert in einem Befehl das Prinzip der „Vernichtung durch Arbeit“. Der Befehl führt zu einer gewaltigen Expansion von Nebenlagern, verschlechtert die Lebensbedingungen der KZ-Häftlinge noch weiter und erhöht ihre Sterberate.
  • 1945: Die Rote Armee hisst die sowjetische Fahne auf dem Berliner Reichstagsgebäude. Eva und Adolf Hitler nehmen sich im Führerbunker das Leben. Die Amerikanische Armee nimmt die ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“, München, ein.
  • 1980: Juliana von Oranien-Nassau dankt an ihrem 71. Geburtstag als Königin der Niederlande ab. Nachfolgerin wird ihre Tochter Beatrix.
  • 1986: Vier Tage nach dem Unglück von Tschernobyl wird in Süddeutschland eine 45-fach erhöhte Radioaktivität gemessen, ein Run auf Jodtabletten setzt ein.
  • 1991: Ein tropischer Wirbelsturm trifft Bangladesch und fordert ca. 125.000 Menschenleben.
  • 1991: In Zwickau rollt der letzte Trabant vom Band direkt in das Automobilmuseum der Stadt; seit 1957 waren drei Millionen der robusten, aber technisch veralteten Zweitakter aus Duroplast gebaut worden; die 3.690.099. "Renn-Pappe" rollt direkt ins firmeneigene Automobilmuseum.
  • 1993: Das über das Internet abrufbare Hypertext-System »World Wide Web« (»WWW«), 1989 als Projekt am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in Genf entstanden, wird zur allgemeinen Benutzung weltweit freigegeben.
  • 1994: In Imola wird der Große Preis von San Marino durchgeführt. Das Training kostet den Österreicher Roland Ratzenberger das Leben, im Rennen am darauf folgenden Tag stirbt der Brasilianer Ayrton Senna.
  • 1998: Nach jahrzehntelangen Bemühungen beschließt der Bundestag den gesetzlichen Einstieg in die Beteiligung der Arbeitnehmer am volkswirtschaftlichen Produktivvermögen.
  • 2006: Der deutsche Journalist und Unternehmer Paul Spiegel (1937-2006), Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland seit Januar 2000, stirbt nach langer, schwerer Krankheit in Düsseldorf.
  • Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird auch als Walpurgisnacht bezeichnet
  • Volksbrauch, Tanz in den Mai


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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