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Historischer Kalender 27. April

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27. April

  • 1509: Der zur Liga von Cambrai gehörende Papst Julius II. verhängt über die Republik Venedig ein Interdikt, um den Mitgliedern der Liga zu ermöglichen, ihr Territorium auf Kosten der Seerepublik zu erweitern.
  • 1521: Martin Luther kommt auf der Rückreise vom Wormser Reichstag, wo er nach Bruch mit Kirche und Papst vor den Großen des Reiches erneut nicht widerrufen hat, durch Frankfurt, das er 1524 als "Silber- und Goldloch" des Reiches bezeichnet.
  • 1605: Leo XI. (Alessandro Medici), Papst vom 1. bis 27. April 1605, gestorben
  • 1622: Schlacht bei Mingolsheim: Die vereinigten Heere Mansfelds und Georg Friedrichs von Baden-Durlach besiegen im Dreißigjährigen Krieg die Kaiserlichen unter Tilly in Mingolsheim (auch als Schlacht am Ohrenberg bekannt).
  • 1650: Charlotte Amalie von Hessen-Kassel, als Gattin Christians V. Königin von Dänemark und Norwegen, geboren
  • 1667: Der blinde und verarmte englische Dichter John Milton (1608-1674) verkauft die Rechte an seinem Werk »Paradise Lost« für 10 £. In zwölf Gesängen wird darin der Fall des Menschengeschlechts beschrieben. Die Sprachgewalt beeinflusst nachhaltig die englische Romantik. John Milton gilt als Englands bedeutendster Dichter nach William Shakespeare. Er stirbt am 8. November 1674.
  • 1682: Fjodor III., Zar von Russland von 1676 bis 1682, gestorben
  • 1755: Marc-Antoine Parseval, französischer Mathematiker, geboren
  • 1790: In der Zeit der Französischen Revolution wird der als radikal geltende Club des Cordeliers gegründet. Seine Mitglieder popularisieren das Motto Liberté, Egalité, Fraternité.
  • 1791: Samuel Morse (†1872), US-amerikanischer Maler und Erfinder (Morsetelegraf), geboren
  • 1803: Helfrich Bernhard Wenck, Pädagoge und Historiker, „Vater“ der Landesgeschichte („Hessische Landesgeschichte“), seit 1769 wie vordem sein Vater Rektor des „Pädagogs“ (Gymnasium) in Darmstadt - strebte danach, den traditionellen humanistischen Bildungsbetrieb der klassischen Sprachen durch Realienunterricht („reelle Kenntnisse“) und eine umfassendere Bildung für alle Volksschichten zu erweitern (Lehrplanreform von 1778) (geb. 18.06.1739), gestorben.
  • 1808: Fürstprimas Carl von Dalberg ordnet nach französischem Vorbild die Bildung einer Handelskammer für Frankfurt an, um den Frankfurter Handel zu fördern; am 23. Mai findet die konstituierende Sitzung statt. Die Kammer hat das Recht, Gutachten abzugeben und Vorschläge zu machen, ihr obliegt auch, die Geschäfte der Börse zu führen; die Entscheidung über die Handelsangelegenheiten liegt bei der fürstlichen Regierung.
  • 1837: Paul Albert Gordan, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1848: Otto I. - König von Bayern, geboren
  • 1860: Franz Winkelmeier, größter Mensch der Welt (2,59m), geboren
  • 1865: In Ludwigshafen wird die badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) von Friedrich Engelhorn gegründet; sie stellt vor allem Anilinfarben und deren Vorprodukte her und das Gründungsdatum markiert den Beginn des Aufschwungs der chemischen Industrie in Deutschland.
  • 1876: Heinrich Mache, österreichischer Physiker, geboren
  • 1882: Ferdinand Reich, deutscher Chemiker und Physiker, gestorben
  • 1884: Arthur Wieferich, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1896: Wallace Hume Carothers - amerikanischer Chemiker, geboren
  • 1913: Philip Hauge Abelson, US-amerikanischer Physiker und Chemiker, geboren
  • 1920: Das Parlament des Freistaats Preußen verabschiedet das Groß-Berlin-Gesetz zur Neuordnung der Stadtgemeinde Berlin: Mit dem Zusammenschluss der sieben Stadtgemeinden Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf mit 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken verdoppelt sich die Einwohnerzahl Berlins auf 3,8 Millionen; die Fläche des Stadtgebiets verdreizehnfacht sich auf 883 km² (heute: 892 km²).
  • 1921: Die Reparationskommission in Paris legt ihre Zahlungsforderung an das Deutsche Reich verbindlich auf 132 Milliarden Goldmark fest.
  • 1925: In der Eifel wird mit den Bauarbeiten für eine neue Rennstrecke, den Nürburgring, begonnen.
  • 1932: Gian-Carlo Rota, italienisch-US-amerikanischer Mathematiker, geboren
  • 1945: Der Konzentrationslagerkomplex Kaufering bei Landsberg am Lech, der größte Konzentrationslagerkomplex des Deutschen Reichs mit dem Status eines Außenlagers des KZ Dachau wird durch die US-Armee befreit.
  • 1956: Der italo-amerikanische Boxer Rocky Marciano (Rocco Francis Marchegiano, 1923-1969), Weltmeister im Schwergewicht von 1952-1955, tritt ungeschlagen nach 49 Kämpfen (siebenmal um den Titel) zurück. Marciano, der »Fels« (»Rocky«), gilt als einer der besten Boxer der Sportgeschichte. Er stirbt am 31. August 1969 bei einem Flugzeugabsturz.
  • 1959: Der Staatsgründer Mao Tse-tung tritt als Staatspräsident Chinas zurück und wird durch Liu Schao-chi ersetzt.
  • 1969: In Frankreich stimmen bei einem Referendum die Wähler über die Regionalisierung der Verwaltung ab. Der Empfehlung des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle wird mehrheitlich nicht gefolgt. Kurz nach Mitternacht wird am 28. April sein Rücktritt bekannt.
  • 1972: Im Deutschen Bundestag scheitert völlig überraschend das Konstruktive Misstrauensvotum der CDU unter Rainer Barzel gegen die sozial-liberale Regierung Willy Brandt. Später wird bekannt, dass das Ministerium für Staatssicherheit der DDR die beiden CDU-Abgeordneten Julius Steiner und Leo Wagner bestochen hat.
  • 1975: Die Italienerin Lella Lombardi kommt beim Formel-I-Grand-Prix-Rennen in Spanien als bisher einzige Frau in die Punkteränge. Sie belegt Rang sechs.
  • 1982: Nachdem er bei einer Beförderung nicht zum Zug gekommen und seine Hochzeit an Geldmangel gescheitert ist, begibt sich der südkoreanische Polizist Woo Bum-kon auf einen Amoklauf durch fünf Ortschaften der Provinz Gyeongsangnam-do. Der schlimmste Amoklauf in moderner Zeit, bei dem inklusive dem Täter 58 Menschen getötet und 35 weitere verletzt werden, führt auch zum Rücktritt des südkoreanischen Innenministers Suh Chung-hwa.
  • 1987: Der US-amerikanische Außenminister Edwin Meese setzt den neu gewählten österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim auf Antrag des Jüdischen Weltkongresses und nach Befürwortung des Office of Special Investigations auf die „watch list“ der Vereinigten Staaten und verhängt damit ein Einreiseverbot. Die Waldheim-Affäre wegen seiner unklaren Rolle bei nationalsozialistischen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg hat bereits während des Wahlkampfes für die Präsidentschaftswahl 1986 begonnen.
  • 2002: Ruth Handler, US-amerikanische Präsidentin der Firma Mattel, Erfinderin der Barbie-Puppe, gestorben
  • Welttag des Designs


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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