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Historischer Kalender 19. April

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19. April

  • 65: Nach Aufdeckung der pisonischen Verschwörung gegen den römischen Kaiser Nero nimmt sich Gaius Calpurnius Piso das Leben. In der Folge werden neben anderen auch Seneca, Marcus Annaeus Lucanus und Titus Petronius als angebliche Mitverschwörer zum Selbstmord gezwungen.
  • 69: Vitellius wird in Rom als Kaiser akzeptiert, nachdem er sich in der ersten Schlacht von Bedriacum durchgesetzt und Otho sich das Leben genommen hat.
  • 1054: Leo IX., Papst von 1049 bis 1054, gestorben
  • 1213: Papst Innozenz III. beruft ein Konzil ein. Es findet als Viertes Laterankonzil im November 1215 statt.
  • 1390: Robert II., schottischer König 1371–1390, gestorben
  • 1501: Erasmus Sarcerius, lutherischer Theologe und Reformator, geboren
  • 1529: Auf dem zweiten »Reichstag zu Speyer« fordert Ferdinand I. (1503-1564, ab 1531 römischer König, Kaiser von 1556-1564, ungarischer und böhmischer König 1526-1564), der Bruder Karls V. (1500-1558), die Aufhebung des Reichstagsbeschlusses von 1526, der den Landesherren die persönliche Stellung zur Reformation überlassen hat. Die 19 evangelischen Reichsstände lehnen dies in einer »protestatio« ab. Die Vertreter der neuen Glaubensrichtung werden daraufhin »Protestanten« genannt. Der Protest bedeutet die endgültige Spaltung der evangelischen und katholischen Reichsstände.
  • 1560: In Wittenberg stirbt der deutsche reformatorische Theologe und Humanist Philipp Melanchthon (Philipp Schwarzerdt, »Praeceptor Germaniae«, 1497-1560), der engste Mitarbeiter Martin Luthers.
  • 1567: Michael Stifel, deutscher Theologe und Mathematiker, gestorben
  • 1587: Der Engländer Sir Francis Drake „versengt den Bart des spanischen Königs“ Philipp II. Er greift mit seinen Schiffen, von den Spaniern unerwartet, die im Hafen von Cádiz liegende Armada an und zerstört ohne große eigene Verluste die meisten Schiffe. Einige werden gekapert und die Stadt an zwei Tagen geplündert.
  • 1661: Der britische Generalpostmeister führt den Poststempel ein.
  • 1713: Kaiser Karl VI. verfügt in der Pragmatischen Sanktion die Unteilbarkeit der habsburgischen Länder; beim Fehlen eines männlichen Erben sind die weiblichen Nachkommen erbberechtigt.
  • 1721: In Kassel wird eine Leih- und Commerzbank gegründet. Landgraf Karl steigert die Wirtschaftskraft durch Manufakturen und schafft Instrumente der Wirtschaftsförderung.
  • 1759: Amos Whittemore - amerikanischer Erfinder, geboren
  • 1775: Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775-1783) mit dem Gefecht bei Lexington in Massachusetts. Die amerikanischen Rebellen bleiben erfolgreich. Am 15. Juni 1775 werden die amerikanischen Armeen zur Kontinental-Armee (Continental Army) erklärt und George Washington (1732-1799) zum Oberbefehlshaber ernannt. Der Krieg endet am 19. Oktober 1781 mit dem Sieg der verbündeten US-amerikanischen und französischen Landstreitkräfte über die Armee des britischen Generals Charles Cornwallis bei Yorktown.
  • 1793: Ferdinand I. - österreichisch- ungarischer Kaiser, geboren
  • 1801: Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph, geboren
  • 1805: Der von Joseph-Marie Jacquard verbesserte Webstuhl lässt das automatisierte Weben groß gemusterter Stoffe zu.
  • 1816: Das Fürstentum Waldeck erhält durch Vermittlung des Freiherrn vom Stein eine als "Landes-Vertrag" von Fürst und Ständen gemeinsam verabschiedete Verfassung. Sie überwindet das von Fürst Georg Heinrich aufgrund der desolaten Finanzlage des Staatskörpers oktroyierte Organisationsedikt vom 28. Januar 1814 (mit strikter Zentralisierung und Subordination, straffem Behörden- und Instanzenzug, Beseitigung der kameralistischen Finanzverfassung, Aufhebung aller Steuerprivilegien) durch die wieder ausdrückliche Bestätigung der "hergebrachten Landständischen Rechte". Als Neuerung ziehen in den waldeckischen Landtag, der bisher nur aus geborenen Repräsentanten und städtischen Amtsträgern bestand, auch zehn auf Lebenszeit gewählte Abgeordnete des Bauernstandes ein, der die Mehrzahl der Bewohner des Agrarlandes darstellt.
  • 1867: James Cullen, irischer Mathematiker, geboren
  • 1882: In Downe House (heute zu London-Bromley) stirbt der britische Naturforscher Charles Robert Darwin (1809-1882), der Begründer der modernen Evolutionstheorie.
  • 1883: Richard von Mises, österreichischer Mathematiker, geboren
  • 1886: Louis Ruyter Radcliffe Grote, deutscher Arzt, geboren
  • 1899: In Wien wird der erste Zigarettenautomat - "k.k. Tabakverschleißautomat" - aufgestellt.
  • 1906: Der französische Physiker und Nobelpreisträger Pierre Curie (1859-1906) stirbt bei einem tragischen Verkehrsunfall - das Hinterrad eines Pferdefuhrwerks zermalmt den Kopf des gestürzten Forschers. Seit dem 26. Juli 1895 war Curie mit der polnischen Physikerin Maria Sklodowska (1867-1934) verheiratet, mit der er 1898 das Radium und das Polonium als Spaltprodukte der Pechblende entdeckt hatte. 1903 wurden die beiden dafür mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet.
  • 1914: Charles Sanders Peirce, US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph und Logiker, gestorben
  • 1920: Die deutsche Nationalversammlung billigt das Gesetz über die Einführung der obligatorischen Grundschulen mit den Klassen eins bis vier.
  • 1943: Beginn des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Als die letzten 60.000-70.000 dort noch lebenden Menschen von Bataillonen der SS deportiert werden sollen, leistet die jüdische Untergrundorganisation unter Führung von Mordecai Anielewics erheblichen Widerstand und kann die SS zunächst zum Rückzug zwingen. Kurz darauf beginnt die Beschießung des Ghettos und am Tag darauf wird mit Flammenwerfern jedes Haus in Brand gesteckt. Am 16. Mai wird der Aufstand nach Sprengung der Synagoge niedergeschlagen. Über 56.000 Menschen sterben, die Überlebenden werden in die Vernichtungslager deportiert.
  • 1945: In Hannover erfolgt bei einer Zusammenkunft ehemaliger Sozialdemokraten die Wiederbegründung der SPD. Am 5. Oktober 1945 findet in Wennigsen am Deister die erste Gesamtkonferenz der deutschen Sozialdemokraten statt. Maßgebliche Persönlichkeiten des Wiederaufbaus der Partei sind Kurt Schumacher (1895-1952) und Erich Ollenhauer (1901-1963). Der erste Parteitag der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg findet am 9. Mai 1946 in Hannover statt. Zum Vorsitzenden wird Kurt Schumacher gewählt.
  • 1951: 1. deutsche Automobilausstellung in Frankfurt am Main. Eröffnung durch Bundespräsident Theodor Heuss.
  • 1965: Gordon Moore veröffentlicht in der Zeitschrift Electronics seine später als Mooresches Gesetz bekannte Beobachtung, dass die Komplexität der jeweils modernsten integrierten Schaltkreise exponentiell anwächst.
  • 1967: In Rhöndorf bei Bonn stirbt der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, im Alter von 91 Jahren.
  • 1971: Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation. Nach einer Nutzungszeit von 123 Tagen verglüht sie am 11. Oktober.
  • 1999: Das Reichstagsgebäude in Berlin wird Sitz des Deutschen Bundestags.
  • 2005: Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger wird, im Alter von 78 Jahren, vom Konklave zum Papst gewählt. Er gibt sich den Namen Benedikt XVI. Er ist der erste deutschstämmige Papst seit fast 500 Jahren. Die Sedisvakanz 2005 ist nach 17 Tagen beendet.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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