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Historischer Kalender 17. April

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17. April

  • 166: Anicetus, römischer Bischof und Märtyrer, gestorben
  • 642: Angehörige einer Adelspartei der Westgoten im Tolosanischen Reich rebellieren gegen König Tulga, mit dessen Politik sie unzufrieden sind. Als Nachfolger wird der 80jährige Chindaswinth genannt, der am 30. April formell zum König erhoben wird.
  • 1492: Der Seefahrer Christoph Columbus wird vom spanischen Königshaus beauftragt, den Seeweg nach Indien zu finden.
  • 1521: Auf dem Wormser Reichstag (17./18. April 1521), wo Martin Luther seine Lehre vor Kaiser Karl V. (1500-1558) verteidigt, und den Widerruf sowie eine stumme Unterwerfung verweigert, wird er von Karl V. als Ketzer bezeichnet und mit der Reichsacht belegt (»Wormser Edikt«, unterzeichnet von Karl V. am 25. Mai 1521). Durch einen von Friedrich III. dem Weisen veranlassten Scheinüberfall gelangt Luther sicher auf die Wartburg, wo er vom 4. Mai 1521 bis zum 6. März 1522 als »Junker Jörg« lebt. Hier übersetzt er, anhand der griechisch-lateinischen Bibelübersetzung des Erasmus von Rotterdam (1466/69-1536), das Neue Testament in die »hochdeutsche« Sprache seiner Heimat.
  • 1525: Der Heerführer des Schwäbischen Bundes, Georg Truchsess von Waldburg-Zeil schließt während des Deutschen Bauernkrieges mit einem Teil der aufständischen Bauern den Vertrag von Weingarten. Der Vertrag bringt nur punktuelle Verbesserungen für die Bauern, verschafft dem Bund aber die benötigte Atempause, um den Aufstand endgültig niederschlagen zu können.
  • 1555: Nach 15-monatiger Belagerung durch florentinisch-kaiserliche Truppen gibt die Stadt Siena wegen Nahrungsmittelknappheit auf. Cosimo I. de’ Medici aus Florenz hat damit faktisch der konkurrierenden Republik Siena das Ende bereitet. Stadt und Territorium werden letztlich in sein Großherzogtum Toskana eingegliedert.
  • 1573: Maximilian I. - Kurfürst von Bayern, geboren
  • 1574: Joachim Camerarius der Ältere, deutscher Humanist, Universalgelehrter und Dichter, gestorben
  • 1711: Joseph I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, gestorben
  • 1761: Thomas Bayes, englischer Mathematiker und presbyterianischer Pfarrer, gestorben
  • 1774: Friedrich Koenig, deutscher Buchdrucker und Erfinder, geboren
  • 1823: Französische Invasion in Spanien: Truppen aus dem Nachbarland rücken im Auftrag der Heiligen Allianz in Spanien ein, um Aufständische zu bekämpfen und die Regentschaft von König Ferdinand VII. zu erneuern.
  • 1837: John Pierpont Morgan, US-amerikanischer Unternehmer und Bankier, geboren
  • 1839: Faktisches Ende der Zentralamerikanischen Konföderation
  • 1853: Arthur Moritz Schönflies, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1861: Der bisherige US-Bundesstaat Virginia schließt sich den Konföderierten Staaten von Amerika an.
  • 1862: William Wilson, britischer Maschineningenieur, gestorben
  • 1863: Augustus Edward Hough Love, englischer Mathematiker, geboren
  • 1867: Der Norddeutsche Reichstag nimmt die Verfassung des Norddeutschen Bundes unter Führung Preußens an.
  • 1894: Nikita S. Chruschtschow (†11.09.1971), sow. Politiker, Parteichef 1953-1964, Ministerpräsident 1958-1964, geboren
  • 1899: Bernhard Sprengel, deutscher Schokoladenfabrikant und Kunstmäzen, geboren
  • 1906: Der Markenname Osram wird in die Warenzeichenrolle eingetragen.
  • 1912: Eine ringförmige Sonnenfinsternis überzieht Deutschland in den Mittagsstunden vom Niederrhein bis zur Insel Rügen; im Ruhrgebiet ist sie mit einer Sonnenbedeckung von 99,9% fast total. Bei klarem Wetter herrschten ideale Beobachtungsbedingungen.
  • 1919: Die US-amerikanischen Filmstars Charles Chaplin, Douglas Fairbanks, Mary Pickford und Regisseur David Wark Griffith gründen die Filmproduktionsgesellschaft United Artists als Vertrieb für unabhängige Filmproduktionen.
  • 1926: In Frankfurt wird die frühere Polizeifürsorgerin und Leiterin der Kölner Frauenwohlfahrtspolizei Josephine Erkens nach bestandenem Examen als erste deutsche Kriminalkommissarin eingesetzt; sie leitet die erste Dienststelle der vom Land Preußen eingerichteten "weiblichen Polizei". Bei den Polizeibeamten stößt die weibliche Polizei auf Kritik und Widerstand; man will die Tätigkeit auf den Bereich Fürsorge verschieben und ausschließen, dass es weibliche Vorgesetzte für Männer gibt.
  • 1929: Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220 kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt.
  • 1933: Aus Protest gegen das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums legt der Physiker und Nobelpreisträger James Franck seine Professur an der Universität Göttingen zurück.
  • 1937: Im Hampden Park in Glasgow sehen sich 149.547 Besucher das Länderspiel Schottland gegen England an. Es ist die höchste Besucherzahl bei einem Fußballspiel vor dem Zweiten Weltkrieg.
  • 1945: Im Westen erlischt der letzte Widerstand der Wehrmacht, 350.000 deutsche Soldaten geraten im Ruhrkessel in amerikanische Gefangenschaft.
  • 1947: Ministerpräsident Christian Stock (SPD) gibt bekannt, dass die Lebensmittelvorräte in Hessen gerade noch für 14 Tage reichen, ab Mitte Mai sei man völlig auf amerikanische Hilfe angewiesen. - Seit Sommer 1946 - die Kriegsvorräte sind verteilt - sind die Rationen auf ein bislang nie gekanntes Maß gesunken (reale Durchschnittszuteilung um 1.000 Kalorien täglich bei fallender Tendenz), die katastrophale Versorgungslage wurde durch den Flüchtlingsstrom aus dem Osten verschärft, Care-Pakete aus den USA bedeuten vielfach Rettung, können die Hungersnot jedoch nur mildern: Die offiziellen Rationen im Frühjahr 1947 liegen unter dem Existenzminimum, in Darmstadt z.B. pro Kopf wöchentlich 500 Gramm Brot, 150 Gramm Fleisch, 50 Gramm Butter, keine Kartoffeln; in Wiesbaden ist die wöchentliche Fleischration auf 100 Gramm gefallen, schließlich gibt es stattdessen nurmehr 40 Gramm Zucker. - Am Abend des Pfingstsonntags (25. Mai) spricht Stock in einer Rundfunkansprache die große Hilfsbereitschaft seitens der Vereinigten Staaten und die neuerliche Hilfezusage "auch für diese Notzeit" dankbar an.
  • 1956: In Palmdale (USA) wird der erste F-104 Starfighter der Firma Lockheed Aircraft Corporation vorgestellt; der Typ F-104 G wird ab 1961 von der Bundeswehr geflogen.
  • 1958: In Brüssel wird unter dem Motto »Bilanz der Welt - für eine menschlichere Welt« die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg durch den belgischen König Baudouin I. (1930-1993) eröffnet. Spektakuläres Wahrzeichen ist das Atomium, ein »165 Milliardenfach vergrößertes Eisengitterkristall«, bestehend aus 9 Kugeln mit einem Durchmesser von jeweils 18 Metern. Die Verbindungsröhren sind drei Meter dick, das Gebilde aus Stahl und Leichtmetall ist 102 Meter hoch und mit einer Aluminiumhaut überzogen. Entworfen wurde das Atomium von dem Ingenieur André Waterkeyn, als »Symbol des Atomzeitalters und der friedlichen Nutzung der Atomenergie«.
  • 1964: Im Großherzogtum Luxemburg wird an der Our das Pumpspeicherwerk Vianden offiziell eröffnet. Es ist das größte Kraftwerk seiner Art in Europa.
  • 1969: Alexander Dubček muss – als Vater des „Prager Frühlings“ – seine Funktion als Chef der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei auf sowjetischen Druck Gustáv Husák überlassen und übernimmt den Vorsitz in der Nationalversammlung.
  • 1986: Der Bundestag verlängert den Grundwehrdienst von 15 auf 18 Monaten.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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