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Historischer Kalender 16. April

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16. April

  • 69: Otho, römischer Kaiser, gestorben
  • 556: Pelagius I. wird Bischof von Rom. Man verdächtigt ihn der Schuld am Tod seines Vorgängers Vigilius, die er eidlich bestreitet. In der Folge kommt es auf Grund des Dreikapitelstreits zu einem Schisma.
  • 1071: Die Normannen unter Robert Guiskard erobern die Stadt Bari, den letzten Besitz des Byzantinischen Reichs in Italien. Die Normannische Eroberung Süditaliens konzentriert sich in der Folge auf das von den Arabern beherrschte Sizilien.
  • 1227: Die bisher vom Kirchspiel Oberweimar abhängige Cyriacuskirche in Marburg wird selbstständige Stadtpfarrkirche. Bis dahin bildete Oberweimar, zu dessen Martinus-Pfarrei auch Marburg gehörte, den Mittelpunkt der Gegend. Größere Bedeutung erhält die Stadt, als Landgräfin Elisabeth von Thüringen 1228 Marburg als Witwensitz erwählt.
  • 1319: Johann II., König von Frankreich von 1350 bis 1364, geboren
  • 1346: Stefan Uroš IV. Dušan lässt sich zum „Kaiser Serbiens und des Römerreichs“ krönen. Da er mit dem Patriarchen von Konstantinopel in Fehde liegt, hat er dazu vorher in einem Konzil den Erzbischof von Peć zum Patriarchen von Serbien erheben lassen.
  • 1521: Martin Luther trifft in Worms ein. Er soll nach Fürsprache durch Kurfürst Friedrich III. von Sachsen an beiden Folgetagen seine Thesen vor dem Reichstag zu Worms noch einmal erläutern und verteidigen.
  • 1652: Clemens XII., Papst von 1730 bis 1740, geboren
  • 1682: John Hadley, englischer Astronom und Mathematiker, geboren
  • 1697: Mit der Immatrikulation des jüdischen Arztsohns Abraham Heymann aus Mannheim ist Gießen die zweite deutsche Universität (nach Halle 1695), die einen Juden zum Studium zulässt. Der Schritt wird, in Gießen wie in Halle, durch Pietisten ermöglicht, die Schlüsselpositionen als Professoren und in der Uni-Leitung innehaben.
  • 1728: Joseph Black, schottischer Physiker und Chemiker, geboren
  • 1800: Jakob Heine, deutscher Mediziner und Entdecker der spinalen Kinderlähmung, geboren
  • 1823: Gotthold Eisenstein, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1828: Der spanische Maler, Zeichner, Radierer und Lithograph Francisco de Goya y Lucientes (1746-1828) stirbt in Bordeaux. Ab 1789 arbeitet Goya y Lucientes als Hofmaler - es entstehen ungeschönte, charaktervolle Porträts der königlichen Familie. Ereignisse seiner Zeit stellt er in dramatischen Szenen dar. Durch eine schwere Erkrankung verliert er 1792 sein Gehör. 1819 zieht er sich in sein Landhaus »Quinta del sordo« (Haus der Tauben) zurück, wo 1821-1823 der Zyklus der »Pinturas negras« entsteht.
  • 1838: Ernest Solvay, belgischer Chemiker und Amateurforscher, geboren
  • 1850: Aufgrund der Resonanz, welche durch 730 im Gleichschritt marschierende Soldaten verursacht wird, kommt es zum Einsturz der Hängebrücke von Angers in Frankreich. Bei der Resonanzkatastrophe sterben 226 Menschen.
  • 1867: Der verfassungsgebende Reichstag nimmt die Verfassung des Norddeutschen Bundes an, die im wesentlichen mit der vier Jahre später verabschiedeten Reichsverfassung identisch ist.
  • 1871: Die Verfassung des Deutschen Reiches, die auf Entwürfe des Reichsgründers und ersten Kanzler des neuen Staates Otto von Bismarck (1815-1898) zurückgeht, tritt in Kraft. Dem Deutschen Reich gehören als konstitutionelle Monarchie 25 Einzelstaaten unter der Vorherrschaft Preußens an. Neben den vier Königreichen Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg gehören sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer und die drei Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck zu diesem Bundesstaat. Der Reichskanzler ist politisch nur dem Kaiser, nicht dem Parlament (Reichstag) verantwortlich.
  • 1886: Ernst Thälmann, Hamburger Arbeiter und Politiker (Vorsitzender der KPD), geboren
  • 1889: Charlie Chaplin (Sir Charles Spencer Chaplin) - Schauspieler, tragischer und zugleich komischer Darsteller des 'kleinen Mannes', geboren
  • 1901: Henry Augustus Rowland, Physiker, gestorben
  • 1913: Albert Schweitzer und seine Frau Helene treffen in Lambaréné in Französisch-Äquatorialafrika ein. Sie beginnen noch im selben Jahr mit dem Aufbau einer Missionsstation.
  • 1918: Die Metallmobilmachungsstelle des Kriegsministeriums in Berlin kündigt harte Strafen für die Nichtablieferung von Kupfer und Messing an, nachdem ein Ablieferungsaufruf vom 26.03. kaum Beachtung gefunden hatte.
  • 1922: In Rapallo, einem Vorort von Genua, schließt der deutsche Reichsaußenminister Walther Rathenau (1867-1922) mit dem sowjet-russischen Außenminister Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin einen Vertrag über gegenseitige völkerrechtliche Anerkennung und Gleichberechtigung. Beide Länder verzichten auf Reparationsforderungen und sichern sich gegenseitige wirtschaftliche Unterstützung zu. Man erhofft sich mit dem Vertrag eine Stärkung gegenüber den Alliierten, die Russland zur Reparationsforderung an das Deutsche Reich bewegen wollten.
  • 1927: Benedikt XVI., Papst (bürgerlich Joseph Alois Ratzinger), geboren
  • 1938: In Hamburg besiegt der deutsche Schwergewichtsboxer Max Schmeling den Amerikaner Steve Dudas durch Abbruch in der fünften Runde.
  • 1943: Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann entdeckt bei Sandoz zufällig die psychoaktive Wirkung des LSD, das er bereits 1938 auf seiner Suche nach einem Kreislauf-Stimulans hergestellt hat.
  • 1945: Die Versenkung des mit Flüchtlingen beladenen deutschen Schiffes Goya in der Ostsee vor der pommerschen Küste durch das sowjetische U-Boot L 3 fordert ca. 7.200 Tote, 175 Menschen können gerettet werden. Am selben Tag im Jahr 2003 wird das Wrack entdeckt.
  • 1946: Die USA starten mit der ersten Forschungsrakete, die aus der deutschen V2 entwickelt wurde, ein Programm zur Bestimmung des Sonnenspektrums in der oberen Erdatmosphäre.
  • 1948: Gründung der »Organisation for European Economic Co-operation« (OEEC), der »Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit«, durch 18 europäische Länder. Hauptaufgaben sind die Organisation und die Durchführung von Wiederaufbauprogrammen im Rahmen des Marshallplans.
  • 1968: Albert Betz, deutscher Physiker und Pionier der Windkrafttechnik, gestorben
  • 1978: Lucius D. Clay, Armee-Ingenieur, Vier-Sterne-General, Businessman, "Father of Westgermany", 1945 Stellvertreter des amerikanischen Oberbefehlshabers in Deutschland und Militärgouverneurs der US-Besatzungszone, General Dwight D. Eisenhower, und von dessen Nachfolger Joseph T. McNarney, Leiter der Zentrale der US-Zone OMGUS mit Sitz in Frankfurt, seit 15. März 1947 selbst Oberbefehlshaber der US-Besatzungstruppen und Militärgouverneur der US-Zone, früher Einsatz für eine Revision der deutschen Wirschaftsbeschränkungen, Förderer einer raschen Demokratisierung und unabhängigen deutschen Kommunal- und Länderverwaltung, während der sowjetischen Berlin-Blockade seit Juni 1948 Initiator und Organisator der "Luftbrücke" mit Headquarter in Wiesbaden, Symbolfigur des Durchhaltens - "hero of the airlift", 1950 Vorstandsvorsitzender, später Aufsichtsratsvorsitzender von "Continental Can", gleichzeitig Deutschland-Berater von US-Präsident Eisenhower, nach dem Bau der Berliner Mauer persönlicher Beauftragter von Präsident John F. Kennedy in Berlin; Erinnerungen zu seinem Wirken in Hessen und für Deutschland in den 1940er Jahren ("Entscheidung in Deutschland") - (geb. 23.04.1897), gestorben.
  • 1982: Das erste deutsche durch In-vitro-Fertilisation gezeugte „Retortenbaby“ Oliver wird an der Universitätsklinik in Erlangen geboren.
  • 1993: Der Bundesrat billigt den Solidarpakt zur Finanzierung der deutschen Einheit.
  • 1996: In Deutschland wird das fast vollständige Verbot des Anbaus von Cannabis sativa im Betäubungsmittelgesetz, aufgehoben. Zur Vermeidung des Anbaus von Cannabis ist der Nutzhanfanbau jedoch weiterhin genehmigungspflichtig und der Hanf darf den Tetrahydrocannabinol-Gehalt von 0,3% nicht überschreiten.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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