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Historischer Kalender 15. April

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15. April

  • 136 v. Chr.: Über Babylon ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis. Die genauen Aufzeichnungen hierüber gestatten es den Astronomen, die seitdem eingetretene Verlangsamung der Erdrotation zu berechnen.
  • 73: Nachdem alle 967 Bewohner Selbstmord begangen haben, erobern 6.000 römische Soldaten nach einem Jahr Belagerung die jüdische Felsenfestung Massada am Toten Meer.
  • 1191: Heinrich VI. aus dem Geschlecht der Staufer wird von Papst Coelestin III., der sich dagegen gesträubt hat, in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt.
  • 1452: Leonardo da Vinci - Universalgenie: Maler, Plastiker, Architekt, Ingenieur, Wissenschaftler und Erfinder, geboren
  • 1517: Die kirchliche Ablasskampagne vom Frühjahr 1517, gegen die sich Martin Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober richtet, wird von der Kasseler Regierung, die sich gegen Niedergang und Defizite in der Kirche wendet, von vornherein untersagt.
  • 1588: Claudius Salmasius, französischer Altphilologe und Universalgelehrter, geboren
  • 1632: In der Schlacht bei Rain am Lech besiegen die Schweden unter König Gustav II. Adolf während des Dreißigjährigen Krieges die Truppen der Katholischen Liga. Deren Feldherr Johann t’Serclaes von Tilly stirbt 15 Tage später an einer erlittenen Schussverletzung im Oberschenkel.
  • 1684: Katharina I. - russische Zarin, geboren
  • 1707: Leonhard Euler - schweiz. Mathematiker, schuf d. moderne Zahlentheorie, geboren
  • 1720: Erbprinz Friedrich von Hessen-Kassel wird vom Reichstag in Stockholm anstelle seiner schwedischen Frau auf den Thron Schwedens gewählt. Erste Aufgabe, die Friedrich I. als König angeht, ist die Liquidation der schwedischen Großmachtrolle - sie ist nurmehr ein historisches Relikt.
  • 1724: Friedrich IV., Landgraf von Hessen-Homburg, geboren
  • 1764: In Versailles stirbt Madame de Pompadour (Marquise de Pompadour, Jeanne-Antoinette Poisson, 1721-1764), die Mätresse (seit 1745) des französischen Königs Ludwigs XV. (1710-1774). Sie übte nachhaltigen Einfluss auf die Politik des Königs aus.
  • 1765: Michail Wassiljewitsch Lomonossow, russischer Universalgelehrter, gestorben
  • 1809: Hermann Graßmann, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1812: Théodore Rousseau - französischer Maler und Grafiker, geboren
  • 1819: Oliver Evans, US-amerikanischer Erfinder, gestorben
  • 1832: Wilhelm Busch (†09.01.1908), dt. Dichter, Zeichner und Maler, geboren
  • 1861: Sylvester Jordan, Schuhmacher, Jurist und Geisteswissenschaftler, Professor des Staats- und Verwaltungsrechts in Marburg, Leitfigur der liberalen Bewegung in Kurhessen, 1830-1833 als Vertreter der Universität Marburg Mitglied der konstituierenden und ersten konstitutionellen kurhessischen Ständeversammlung - Vorstand und Referent des landständischen Verfassungsausschusses: gilt als Vater der liberalen kurhessischen Verfassung von 1830/31 (in Verwirklichung des Prinzips der konstitutionellen Monarchie eine der freiheitlichsten Verfassungen in Europa), nach polizeilicher Überwachung 1839 verhaftet, vier Jahre Untersuchungshaft im Marburger Schloss, 1843 aufgrund von Kontakten zu republikanisch gesinnten Personen zu fünf Jahren Haft wegen Beteiligung an revolutionären Umtrieben verurteilt, 1845 Freispruch durch Appellationsgericht Kassel in zweiter Instanz - gesundheitlich gebrochen, 1848/49 Mitglied des Vorparlaments, des Siebzehnerausschusses und der Frankfurter Nationalversammlung (Wahlbezirk Kurhessen - Fritzlar), zunächst linker Demokrat, dann erbkaiserlich rechts, in der Grundrechtsdebatte Einsatz für Versammlungsfreiheit zu politischen Zwecken (geb. 30.12.1792), gestorben.
  • 1871: Jonathan Zenneck, deutscher Physiker und Funkpionier, geboren
  • 1874: Johannes Stark, deutscher Physiker und Träger des Physik-Nobelpreises, geboren
  • 1892: Die beiden Konkurrenzbetriebe Edison General Electric Company und Thomson-Houston Company werden zur General Electric Company mit Sitz in Schenectady, New York, fusioniert.
  • 1896: Gerhard Fieseler, deutscher Flugzeugkonstrukteur, geboren
  • 1912: Der Luxusdampfer Titanic versinkt nach ihrer Kollision mit einem Eisberg um 2:20 Uhr im Atlantik. 1496 Menschen sterben. Die RMS Carpathia, die als erstes beim Unglücksort eintrifft, findet nur noch Rettungsboote vor.
  • 1918: Die deutschen Unternehmerverbände erklären, dass sie in den Büros arbeitende Frauen nach Kriegsende entlassen werden, da sie dann die derzeit noch im Feld stehenden Männer wieder einstellen werden; damit soll das Familienleben gefördert werden.
  • 1919: Die deutsche Nationalversammlung erklärt den 1. Mai zum Feiertag für einen "gerechten Frieden".
  • 1920: Richard von Weizsäcker, dt. Politiker (CDU), Bundespräsident 1984-1994, geboren
  • 1921: Georg Heinrich Maria Kirstein, Bischof von Mainz, gestorben
  • 1937: In Deutschland werden Juden nicht mehr zu Doktorprüfungen zugelassen.
  • 1945: Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen. Von den etwa 60.000 Überlebenden sterben innerhalb der folgenden Tage und Wochen 13.000 an den Folgen ihrer Haft und an Krankheiten. In dem Lager starben insgesamt etwa 50.000 KZ-Häftlinge und 20.000 Kriegsgefangene.
  • 1951: In Imst in Tirol wird das erste von Hermann Gmeiner gegründete SOS-Kinderdorf eröffnet; es soll heimatlosen Waisen Unterkunft und Betreuung in familienähnlichen Gruppen bieten.
  • 1961: Die Deutsche Partei (DP) und der Gesamtdeutsche Block/Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) schließen sich zur Gesamtdeutschen Partei (GDP) zusammen.
  • 1972: Otto Brenner, Nietenpresser, Elektriker, Gewerkschafter, in der NS-Zeit Häftling, dann Tiefbauarbeiter und Zeitungsausträger, nach 1945 Mitgründer der Gewerkschaften und der SPD in Niedersachsen, seit 1952 Vorsitzender der IG Metall, Hinwendung nach Frankfurt, Präsident des Internationalen Metallarbeiterbundes (IMB), Kämpfer für Mitbestimmung der Arbeitnehmer, für Lohnfortzahlung, höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit, Vertreter eines gewerkschaftlichen politischen Mandats - Führungsfigur des Protests gegen die Notstandsgesetze in den 60er Jahren; in der Paulskirche in Frankfurt am 20. April 1972 die Trauerfeier (geb. 08.11.1907), gestorben.
  • 1989: Im Hillsborough-Stadion der englischen Stadt Sheffield sterben 95 Menschen bei dem größten Unglück in der europäischen Sportgeschichte. Als in dem völlig überfüllten Stadion die Tribüne zusammenzubrechen droht, werden die in den vorderen Reihen stehenden Menschen gegen die Gitterzäune gedrückt. 95 Menschen ersticken, werden erdrückt oder während der panikartigen Massenflucht zu Tode getreten.
  • 1994: Im marokkanischen Marrakesch wird die Vereinbarung zur Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) unterzeichnet. Sie nimmt ihre Tätigkeit am 1. Januar 1995 auf.
  • 1999: Nach dem Rücktritt von Oskar Lafontaine wird Hans Eichel, der frühere Ministerpräsident von Hessen, im Deutschen Bundestag als neuer Bundesfinanzminister vereidigt.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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