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Historischer Kalender 14. April

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14. April

  • 43 v. Chr.: Bei der Belagerung von Mutina im Römischen Bürgerkrieg nach der Ermordung Julius Caesars fängt Marcus Antonius das Entsatzheer unter Konsul Gaius Vibius Pansa Caetronianus ab und fügt ihm in der Schlacht von Forum Gallorum schwere Verluste zu. Der Konsul wird dabei so schwer verwundet, dass er wenige Tage später stirbt. Die Truppen des Antonius werden nach dem vermeintlichen Sieg jedoch von Truppen des zweiten Konsuls Aulus Hirtius überrascht und geschlagen.
  • 69: In der ersten Schlacht von Bedriacum besiegt Vitellius seinen Rivalen Otho und übernimmt damit als dritter Kaiser des Vierkaiserjahres die Macht im Römischen Reich.
  • 216: Mani - babylonischer Religionsstifter (Manichäismus), geboren
  • 754: Der Frankenkönig Pippin III. verspricht Papst Stephan II. in Quierzy Unterstützung gegen die Langobarden unter Aistulf. Er garantiert ihm das Exarchat von Ravenna und legt mit dieser Pippinschen Schenkung die territoriale Basis für den Kirchenstaat und damit die weltliche Macht des Papstes. Im Gegenzug wird er vom Papst als Rechtsnachfolger des römischen Kaisertums anerkannt.
  • 972: Otto II. (955-983), König des ostfränkischen Reiches seit 961, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (967/973-983), heiratet in der Peterskirche in Rom Theophánu (auch Theopháno, um 955-991), die Nichte des byzantinischen (oströmischen) Kaisers Johannes Tzimiskes (um 924-976), wodurch die Anerkennung seines Kaisertums durch Byzanz erreicht wird.
  • 1028: Der zehnjährige Heinrich III. aus dem Geschlecht der Salier wird in Aachen auf Drängen seines Vaters Konrad II. von Erzbischof Pilgrim von Köln zum römisch-deutschen König gekrönt.
  • 1455: Landgraf Ludwig I. von Hessen, der Friedsame, folgt den Brandreden des italienischen Predigers Johannes von Capestrano und stellt mit seiner Landespolizeiordnung jegliches Glücksspiel sowie auch das "Nachtsitzen" in Bier- und Weinhäusern unter Strafe. Spieler werden mit vierwöchigem Stadtverweis bedroht.
  • 1568: In Dillenburg berufen Abgesandte der aufständischen niederländischen Provinzen den von dort 1567 − nach dem Einmarsch Herzog Albas – zurück in seine nassauische Heimat ausgewichenen Prinzen Wilhelm von Nassau-Oranien zum Führer ihres Freiheitskampfes gegen die spanisch-habsburgische Herrschaft. – Der Spross aus dem Hause Nassau-Dillenburg, der von einem Vetter niederländische Besitzungen sowie das südfranzösische Fürstentum Orange (der „Oranier“) geerbt hatte, war als spanischer Statthalter der nördlichen Niederlande zum Unterstützer der niederländischen Opposition gegen den antireformatorischen Zwang von König Philipp II. von Spanien geworden. Als die Rebellion mit blutiger Unterdrückung durch Alba 1568 scheitert, organisiert Wilhelm bis 1572 von Dillenburg aus, unterstützt von seinem Bruder Johann VI. und der gesamten Grafschaft und Umgebung im westlichen Hessen, den Volksaufstand zur Befreiung der Niederlande − am Ende steht die Unabhängigkeit.
  • 1575: Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt erlässt eine "Peinliche Gerichtsordnung", die mit harten Bestimmungen über das "gräuliche, ungöttliche und höchst strafbare Laster" der Zauberei zur Grundlage für Hexenprozesse wird.
  • 1629: Christian Huygens - niederl. Physiker, Mathematiker, Wellenlehre, Reflexion u. Brechung des Lichts, Polarisation, Erfinder der Pendeluhr u. d. Federuhr mit Unruh, geboren
  • 1648: Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel und Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt beenden den "Hessenkrieg", den seit 1604 geführten Erbfolgestreit um Oberhessen, der 1618 in die jahrzehntelangen Waffengeschehnisse des großen Dreißigjährigen Krieges übergegangen ist. Im Einigungs- und Friedensvertrag, den Herzog Ernst von Sachsen-Gotha vermittelt, verzichtet Hessen-Darmstadt zugunsten von Hessen-Kassel auf einen beträchtlichen Teil Oberhessens mit Marburg sowie auf sonstige Eroberungen, darunter die Herrschaft Schmalkalden in Thüringen.
  • 1711: Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger, Sohn Ludwigs XIV, gestorben
  • 1759: Georg Friedrich Händel, deutsch-britischer Komponist, gestorben
  • 1765: Auguste Wilhelmine Maria von Hessen-Darmstadt, Königin von Bayern, geboren
  • 1807: Jeremias Benjamin Richter, Chemiker, gestorben
  • 1812: Der Pariser Tischler Cochot meldet eine von ihm erfundene Jalousie mit verstellbaren Lamellen aus Holzbrettchen zum Patent an.
  • 1863: William Bullock erhält in den USA ein Patent auf seine Rollen-Rotationsdruckmaschine, eine Weiterentwicklung der Schnellpresse.
  • 1894: Die Gebrüder Holland eröffnen am New Yorker Broadway einen Raum mit Kinetoscope-Maschinen. Thomas Alva Edison (1847-1931) hatte das »Betrachtungs-Gerät für bewegte Bilder« 1891 erfunden, das jeweils nur von einer Person benutzt werden kann. Am 28. Dezember 1895 eröffnen die Brüder Louis Jean (1864-1948) und Auguste Marie Louis Nicolas Lumière (1862-1954) in Paris das erste Lichtspielhaus.
  • 1895: Im Frankfurter Palmengarten werden die ersten deutschen Leichtathletik-Wettkämpfe ausgetragen.
  • 1898: Alfred Bauer (†1984), dt. Verleger, geboren
  • 1898: Harold Stephen Black, Elektronikingenieur, geboren
  • 1900: In Paris wird die 13. Weltausstellung eröffnet, die von 47 Millionen Menschen besucht wird; erstmals werden Rolltreppen und ein rollender Bürgersteig eingesetzt.
  • 1910: Julius Kühn, Begründer des Universitätsstudiums der Agrarwissenschaften, gestorben
  • 1912: Der britische Luxusliner "Titanic" rammt auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York einen Eisberg in der Nähe der Großen Neufundlandbank und sinkt zwei Stunden später, rund 1.500 Menschen kommen ums Leben.
  • 1913: Carl Hagenbeck, Tierhändler und Zoodirektor, gestorben
  • 1917: Ludwik Lejzer Zamenhof, Begründer der Plansprache Esperanto, gestorben
  • 1927: Alan MacDiarmid, neuseeländischer Chemiker, Nobelpreisträger, geboren
  • 1929: In Monaco findet das erste Automobilrennen und gleichzeitig erste Straßenrennen überhaupt statt.
  • 1935: Erich von Däniken, schwz. Schriftsteller ("Erinnerungen an die Zukunft"), geboren
  • 1946: Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland genehmigt in einem ersten Schritt die Bildung von Gewerkschaften auf Landesebene.
  • 1948: Gerhard Anschütz, Staatsrechtler, Universitätsprofessor, Kommentator der Weimarer Verfassung ("Die Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919", "Handbuch des deutschen Staatsrechts "), maßgebender Teilnehmer der Länderkonferenz von 1928 über eine Zusammenfassung der hessischen Gebiete, 1933 als NS-Gegner in den Ruhestand, 1945 Berater der US-Militärregierung in Frankfurt, in dieser Funktion einer der Väter der Gründung und der Verfassung des neuen Landes Hessen, das historische und wirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigte und die alte Gebietseinteilung Hessens beseitigte (geb. 10.01.1867), gestorben.
  • 1960: Die Sozialisierung der Landwirtschaft in der DDR ist abgeschlosssen, 92,4 % der Nutzfläche sind in Staatsbesitz.
  • 1986: Bei einem Hagelunwetter im Distrikt Gopalganj, 100 km südlich der Hauptstadt von Bangladesch, Dhaka sterben 92 Menschen. Dabei fällt auch das mit 1,02 kg schwerste weltweit je gewogene Hagelkorn vom Himmel.
  • 1986: Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin (Das andere Geschlecht), gestorben
  • 1989: Der SPD-Parteivorstand beschließt, die erstmals 1876 erschienene Wochenzeitung "Vorwärts" einzustellen.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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