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Historischer Kalender 13. April

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13. April

  • 1479 v. Chr.: Nach dem Tod von Thutmosis II. aus der 18. Dynastie wird sein dreijähriger Sohn Thutmosis III. am 4. Pachon des Ägyptischen Kalender zum Pharao des Alten Ägypten gekrönt. Seine Stiefmutter und Tante Hatschepsut übernimmt für ihn die Regentschaft.
  • 1055: Gebhard, Bischof von Eichstätt, der auf Betreiben von Kaiser Heinrich III. im Vorjahr zum Papst gewählt worden ist, wird in Rom als Viktor II. inthronisiert.
  • 1059: Papst Nikolaus II. erlässt das Papstwahldekret, das die Bestimmung des katholischen Kirchenoberhaupts ausschließlich Kardinalbischöfen vorbehält. Mit dem Ausschluss weltlicher Mächte von der Wahl soll vor allem Simonie verhindert werden.
  • 1111: Der in Geiselhaft befindliche Papst Paschalis II. krönt Heinrich V. auf Basis des unter Zwang geschlossenen Vertrags von Ponte Mammolo in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs.
  • 1180: Auf dem Reichstag zu Gelnhausen wird der bereits geächtete Welfe Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, mit der Reichsacht belegt und seiner Reichslehen für verlustig erklärt ("Gelnhäuser Urkunde"). Den langjährigen Machtkampf mit dem Welfen hat der staufische Kaiser Friedrich Barbarossa für sich entschieden. Das Herzogtum Sachsen, die wichtigste Machtbasis Heinrichs des Löwen, wird aufgeteilt, Bayern an Otto von Wittelsbach übertragen.
  • 1204: Der Vierte Kreuzzug endet mit der Plünderung des am 17. Juli 1203 eroberten Konstantinopel (Istanbul) durch das Heer der Kreuzfahrer. Drei Tage lang wird geplündert, wohl 2.000 Griechen werden ermordet. In der »Hagia Sophia« wird Balduin I. von Flandern und Hennegau (1171-1206) am 16. Mai 1204 als erster »lateinischer Kaiser« zum neuen Herrscher gekrönt.
  • 1519: Katharina von Medici, französische Königin, geboren
  • 1598: Der französische König Heinrich IV. unterzeichnet das Edikt von Nantes. Er gewährt den Hugenotten im katholischen Frankreich nach 36-jährigen Auseinandersetzungen die freie Religionsausübung und beendet damit die Hugenottenkriege.
  • 1742: August Gottlieb Richter, deutscher Chirurg, geboren
  • 1743: Thomas Jefferson - amerik. Politiker, verfasste die Unabhängigkeitserklärung der USA, US-Präsident 1801-1809, geboren
  • 1759: In der Schlacht bei Bergen nahe Frankfurt am Main versuchen preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg dreimal vergebens, von Victor-François de Broglie befehligte französische Stellungen zu erobern. Herzog Ferdinand von Braunschweig bricht den Angriff schließlich ab.
  • 1771: Richard Trevithick, britischer Erfinder und Maschinenbauer, geboren
  • 1808: Antonio Meucci, US-amerikanischer Erfinder, geboren
  • 1809: Die Franzosen kapitulieren vor Andreas Hofer in Witten (Tirol).
  • 1823: Oskar Schlömilch, deutscher Mathematiker, geboren
  • 1829: Der vom britischen Parlament am 24. März beschlossene Catholic Relief Act erhält die formelle königliche Einwilligung. Das Gesetz gewährt den Katholiken im Vereinigten Königreich die freie Religionsausübung. Damit wird unter anderem die Testakte von 1673 aufgehoben und der Suprematseid abgeschafft, womit die Katholikenemanzipation ihren Abschluss erreicht.
  • 1839: Der Mineralogie-Professor Franz von Kobell (1803-1875) und der Physik- und Mathematikprofessor Carl August von Steinheil (1801-1870) stellen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Proben ihrer fotografischen Versuche vor.
  • 1852: Kurhessen erhält eine neue Verfassung oktroyiert, mit der die in der Konstitution von 1831 errungenen liberalen Rechte eingeschränkt und alle Zugeständnisse der Jahre 1848/49 aufgehoben werden. Der Widerstand gegen den Kurs der Reaktion und gegen die neue Verfassung wird zum Dauerthema im Land. Am 21. Juni 1862 muss Kurfürst Friedrich Wilhelm die Wiederherstellung der Verfassung von 1831 zugestehen, wie es die liberale Mehrheit des kurhessischen Landtags gefordert und ein von Preußen betriebener Beschluss des Deutschen Bundes schließlich durchgesetzt hat.
  • 1852: Winfield Woolworth, Gründer der Supermarktkette Woolworth, geboren
  • 1853: Leopold Gmelin, deutscher Chemiker, gestorben
  • 1858: Carl Hasenpflug, deutscher Maler, gestorben
  • 1876: Das Osmanische Reich erklärt seinen Staatsbankrott. Der finanzielle Ruin hat sich bereits ein halbes Jahr zuvor abgezeichnet, als am 6. Oktober 1875 die Zinszahlungen für seine Auslandsschulden auf die Hälfte herabgesetzt worden sind.
  • 1901: In München-Schwabing tritt unter dem Namen Die Elf Scharfrichter das erste politische Kabarett Deutschlands erstmals auf. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Otto Falckenberg, Wilhelm Hüsgen und Willy Oertel.
  • 1906: Samuel Beckett (†22.12.1989), ir.-fr. Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger 1969 ("Warten auf Godot"), geboren
  • 1909: Stanisław Marcin Ulam, polnischer Mathematiker, geboren
  • 1932: Der deutsche Innen- und Wehrminister Wilhelm Groener verfügt mit Rückendeckung von Reichskanzler Heinrich Brüning ein Verbot der nationalsozialistischen Organisationen SA und SS. Das kostet den Kanzler Sympathien beim Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und wird im Juni von der Regierung Franz von Papen wieder aufgehoben.
  • 1940: Max Mosley, Präsident des Welt-Automobilverbands FIA, geboren
  • 1955: Nach einem erfolgreichen Großversuch gibt die US-Regierung den von Jonas E. Salk entwickelten Impfstoff gegen die spinale (Poliomyelis) Kinderlähmung frei.
  • 1962: Im Haus Große Freiheit 39 im Hamburger Stadtteil St. Pauli eröffnet Manfred Weissleder den Star-Club. In den sieben Jahren seines Bestehens gastieren dort zahlreiche Größen der Rockmusik. Vor allem der Auftritt der Beatles trägt zum Weltruhm des Clubs bei.
  • 1967: Christian Stock, Zigarrenmacher, Gewerkschafter und SPD-Politiker, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung, Kommunalpolitiker in Heidelberg: 1918 an der Spitze des Arbeiter- und Soldatenrats, dann Stadtverordneter, Stadtverordnetenvorsteher und Stadtrat, von Friedrich Ebert berufener Unterstaatssekretär im Reichswehrministerium zur Aufklärung und Überwindung des Kapp-Putsches, badischer Landtagsabgeordneter, AOK-Direktor in Heidelberg - ab 1932 in Frankfurt, 1933 von den Nazis entlassen, KZ-Häftling, Handelsvertreter, Tabakwarenhändler in Seeheim und Darmstadt - im Tabakladen verdeckte politische Kontakte mit Heinrich Delp, Heinrich Zinnkann und Ludwig Bergsträsser, 1945 zunächst Präsident der Landesversicherungsanstalt Hessen in Darmstadt (Bereich ehemaliger Volksstaat Hessen), dann erster Präsident der neuen gesamthessischen LVA in Frankfurt, Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung, Landtagsabgeordneter, erster demokratisch gewählter hessischer Ministerpräsident 1946-1951, Vorsitzender der westdeutschen Ministerpräsidentenkonferenz zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (geb. 28.08.1884), gestorben.
  • 1968: Frankfurt wird neben West-Berlin zum Zentrum der vehement angewachsenen "Außerparlamentarischen Opposition (APO)": Nach dem Attentat auf Apo-Anführer Rudi Dutschke am 11. April kommt es über Ostern in Frankfurt zu schweren Unruhen. Tausende von Demonstranten, angeführt vom sozialistischen Studentenbund SDS, belagern die Societäts-Druckerei, in der eine Teilauflage der "Bild"-Zeitung gedruckt wird, deren Auslieferung sie verhindern wollen. Gewalt eskaliert - zur Bilanz der "Osterunruhen" zählen Hunderte von Verletzten und großer Sachschaden.
  • 1986: Johannes Paul II. besucht die Synagoge in Rom. Er ist der erste Papst, der ein jüdisches Gotteshaus betritt und stärkt damit den interreligiösen Dialog mit den „älteren Geschwistern der Christen“.
  • 1989: In Hamburg lösen sich die bislang eigenständigen Gewerkschaften IG Druck und Papier sowie die Gewerkschaft Kunst auf und sind künftig in der IG Medien vereint.
  • 1992: 236 Jahre nach dem letzten Erdbeben am Niederrhein erschüttert ein mittelschweres Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richter-Skala die Grenzregion zu Holland. Das Epizentrum des Bebens liegt in Roermond. In der deutschen Stadt Heinsberg werden etwa 150 Häuser zum Teil erheblich beschädigt. 1 Mensch wird getötet, mehr als 40 werden verletzt, der Sachschaden beläuft sich auf etwa 100 Millionen Mark. Ausläufer des Bebens sind bis nach Niedersachsen, Hessen und Thüringen zu spüren.
  • 1996: Die EU-Finanzminister einigen sich auf ein neues Währungssystem, mit dem die Einführung des EURO vorbereitet werden soll.


		
		
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Siehe auch

April · Jahr · Aktueller Historischer Kalender · Wikipedia Kalender · Lohraer Chroniken · Chronik Hessen · Aktuelle Ereignisse

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