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Historischer Kalender 10. Januar

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10. Januar

  • 49: v.Chr. Der römische Senat verlangt am 1. Januar 49 v.Chr. von dem Feldherrn Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.), seine Truppen aufzulösen. Nach Caesars Weigerung erteilt der Senat am 7. Januar allen Imperiumsträgern und Volkstribunen diktatorische Vollmacht zum Schutz der Republik. Caesar überschreitet in der Nacht des 10. Januar den gallisch-italienischen Grenzfluss Rubicon (Rubikon). Damit löst Caesar einen blutigen Bürgerkrieg gegen die Senatspartei aus, den er siegreich gegen den Feldherrn Gnaeus Pompeius (106-48 v.Chr.) führt. Pompeius wird auf der Flucht nach Ägypten von Anhängern Caesars ermordet. Caesar feiert seinen Sieg über seine Feinde in einem prächtigen Triumphzug durch Rom. Der Senat beauftragt ihn 46 v.Chr. mit der diktatorischen Führung des Reiches - Caesar ist nun Alleinherrscher. 45 v.Chr. schlägt er einen letzten Aufstand von Pompeius' Sohn Sextus Pompejus in Spanien nieder.
  • 69: Der römische Kaiser Galba adoptiert aus finanziellen Gründen Lucius Calpurnius Piso Frugi Licinianus als Mitkaiser und Nachfolger. Damit bringt er den in bislang unterstützenden Otho gegen sich auf, der sich selbst Hoffnungen auf die Nachfolge gemacht hat.
  • 236: Fabianus wird nach siebentägiger Sedisvakanz als Nachfolger von Papst Anterus inthronisiert.
  • 681: Agatho, Papst seit 678; katholischer Heiliger, gestorben
  • 1276: Gregor X., Papst seit 1271, gestorben
  • 1356: Die ersten 23 Kapitel der so genannten »Goldenen Bulle« werden in Nürnberg bekannt gemacht. Acht weitere Kapitel kommen bei einem Hoftag in Metz am 25. Dezember hinzu. Am 6. Januar 1357 gibt Kaiser Karls IV. (1316-1378) den Abschluss des Werkes bekannt, das bis 1806 das wichtigste »Grundgesetz« des »Heiligen Reiches Deutscher Nation« darstellt. Die »Goldene Bulle« regelt die Rechte der sieben Kurfürsten und die Prinzipien der deutschen Königswahl. Der päpstliche Anspruch auf Anerkennung der Wahl wird übergangen. Wahlberechtigte Kurfürsten sind die Erzbischöfe von Trier und Köln, der König von Böhmen, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen-Wittenberg, der Markgraf von Brandenburg sowie der Erzbischof von Mainz, der zugleich Wahlleiter ist.
  • 1491: Der Gelehrte Petrus von Ravenna veröffentlicht sein Buch Phoenix, sive artificiosa memoria. Es bot erstmals einem breiten Publikum eine effektive Methode, das Gedächtnis zu trainieren und gilt als erstes urheberrechtlich geschütztes Druckwerk.
  • 1493: Der Geistliche Wigand Gerstenberg aus Frankenberg wird landgräflicher Schlosskaplan in Marburg. Schon im Vorjahr begann die Arbeit an seiner großen "Landeschronik von Thüringen und Hessen", mit der er zur Entwicklung eines regionalen Geschichtsbewusstseins entscheidend beiträgt; ein besonderer Anhang des mit Federzeichnungen bebilderten Werks gilt den Wundern der heiligen Elisabeth.
  • 1692: Robert Boyle, englischer Physiker, Chemiker, gestorben
  • 1833: Adrien-Marie Legendre, französischer Mathematiker, gestorben
  • 1838: Ein Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Hessen, der Freien Stadt Frankfurt und dem Großherzogtum Baden regelt den Bau einer Eisenbahn zwischen Neckar und Main bezogen auf die künftige Bahnstrecke von Frankfurt und Darmstadt nach Heidelberg und Mannheim; ein weiterer Staatsvertrag zwischen Frankfurt und Hessen betrifft den Bau einer Eisenbahn zwischen Frankfurt und Offenbach. Ein dritter Vertrag vom 10.02.1838 zwischen Frankfurt, Hessen und dem Herzogtum Nassau regelt den Bau von Eisenbahnen zwischen Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden/Biebrich und jeweils Mainz. Zwei Jahre vor dem hessischen Aufbruch, im Dezember 1835, hat der Pionier-Erfolg der Eisenbahn Nürnberg-Fürth stattgefunden.
  • 1840: Isaac Pitman bietet den ersten Fernunterricht an. Seine Schüler können per Post die von ihm erfundene britische Kurzschrift erlernen.
  • 1840: Von der englischen Postverwaltung werden die ersten Briefmarken der Welt herausgegeben.
  • 1858: Heinrich Zille - deutscher Grafiker, Lithograf, Maler, Zeichner und Fotograf, Karikaturist des Berliner Lebens, geboren
  • 1862: Samuel Colt, US-amerikanischer Erfinder, gestorben
  • 1863: Die erste U-Bahn der Welt, die Metropolitan Line in London, wird zwischen Farringdon und Paddington eröffnet. Die Linie ist heute Teil der London Underground.
  • 1866: Ludwig Aschoff - deutscher Mediziner, Begründer d. mod. patholog. Anatomie, geboren
  • 1866: Wilhelm Traube, deutscher Chemiker, geboren
  • 1876: Thomas Alva Edison jr., US-amerikanischer Erfinder, geboren
  • 1883: Aleksej Nikolajewitsch Graf Tolstoi - russischer Schriftsteller, geboren
  • 1890: Papst Leo XIII. veröffentlicht die Enzyklika Sapientiae christianae, „Über die Christen als Bürger“, in der er über die Pflichten der Gläubigen in der Zivilgesellschaft schreibt.
  • 1905: Ruth Moufang, deutsche Mathematikerin, geboren
  • 1918: August Oetker, deutscher Unternehmer, erfand das gebrauchsfähige Backpulver, gestorben
  • 1918: Der deutsche Publizist Eduard Stadtler hält vor einer von Paul Mankiewitz organisierten Versammlung deutscher Großindustrieller, bei der unter anderem Hugo Stinnes, Albert Vögler, Otto Henrich, Ernst von Borsig, Felix Deutsch und Arthur Salomonsohn anwesend sind, den Vortrag über den „Bolschewismus als Weltgefahr“. Diese stellen seiner Antibolschewistische Liga daraufhin rund 500 Millionen Mark als Antibolschewistenfonds zur Verfügung.
  • 1919: Durch einen Vermessungsfehler entsteht auf dem Gebiet der preußischen Provinz Hessen-Nassau zwischen den nach dem Ersten Weltkrieg von Frankreich und den USA besetzten Gebieten die Mikronation Freistaat Flaschenhals, die bis 1923 Bestand haben wird.
  • 1920: Der in Versailles unterzeichnete Friedensvertrag tritt in Kraft. Dadurch wird auch der auf dem 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson basierende Völkerbund gegründet, der unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges das Ziel hat, den Frieden dauerhaft zu sichern.
  • 1924: Die Interalliierte Militärkontrollkommission nimmt ihre Tätigkeit nach einer Unterbrechung durch die Ruhrbesetzung im Deutschen Reich wieder auf; sie kontrolliert, ob das Deutsche Reich den Abrüstungsbestimmungen des Versailler Vertrages von 1919 nachkommt.
  • 1927: Uraufführung des visionären Stummfilms »Metropolis« des Regisseurs Fritz Lang (1890-1976). Der nach Buch seiner Frau Thea von Harbou (1888-1954) entstandene Science-Fiction-Film ist das bisher aufwendigste Projekt der Ufa, die Produktion verschlingt sieben Millionen Reichsmark. Der erste deutsche Science Fiction Film wird ein finanzieller Misserfolg und stürzt die Ufa in eine Finanzkrise. Der Film handelt von den »Herrenmenschen«, die im Luxus leben, und den Massen der Arbeiter, die unter der Stadt schuften. Überwacht und kontrolliert wird die Stadt von allgegenwärtigen Maschinen. Freder (Gustav Fröhlich), der Sohn des Herrschers Joh Fredersen (Alfred Abel), verliebt sich in die Arbeiterin und Freiheitskämpferin Maria (Brigitte Helm). Fredersen lässt von dem Magier Rotwang (Rudolf Klein-Rogge) einen Roboter in Gestalt Marias bauen, der die Massen aufwiegelt...
  • 1928: Leo Trotzki wird mit 30 anderen Angehörigen der Opposition aus Moskau ausgewiesen. Trotzki selbst wird nach Wjerny in Sibirien verbannt.
  • 1928: Papst Pius XI. erlässt eine Enzyklika gegen die kirchlichen Einheitsbestrebungen.
  • 1946: Erste Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO), deren Hauptziel der Weltfrieden ist. Gegründet wurde die UNO am 26. Juni 1945.
  • 1951: In seiner Regierungserklärung vor dem Landtag stellt der neue Ministerpräsident Georg-August Zinn den "Hessenplan" zur wirtschaftlichen Eingliederung der Heimatvertriebenen vor. Mit diesem Programm sollen die Flüchtlinge und Vertriebenen der wirtschaftlich schwachen Einweisungsgebieten dem Arbeitsprozess zugeführt werden: In den ländlichen Regionen sollen einerseits 25.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen; anderseits sollen 100.000 Flüchtlinge und Vertriebene in die industriell geprägten Regionen umgesiedelt und dort für sie 25.000 Wohnungen gebaut werden. Perspektive ist, den Vertriebenen in Hessen ein dauerhaftes Auskommen - vor allem in der mittelständischen Industrie - und eine akzeptable Wohnung zu ermöglichen.
  • 1957: Harold Macmillan (1894-1986) wird britischer Premierminister (bis 1963). Er ist Nachfolger von Anthony Eden (1897-1977), der wegen seiner Politik in der Sueskrise (1956) am 9. Januar 1957 zurückgetreten war. Macmillian war seit 1924 Unterhausabgeordneter der Konservativen, 1955 Außenminister und seit 1955 Schatzkanzler. Während seiner Amtszeit wurden die meisten britischen Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen.
  • 1968: Das erste Ärztehaus der Bundesrepublik, das Arztpraxen von 14 Medizinern der verschiedensten Fachrichtungen unter einem Dach zusammenfasst, wird in Neu-Isenburg eröffnet.
  • 1993: Werner Best, Waldgirmes/Wetzlar/Wiesbaden, Rechtsanwalt und Volkswirt, Kommunalpolitiker, Landrat, SPD-Landtagsabgeordneter und -Fraktionsvorsitzender, 1970 hessischer Minister für Landwirtschaft und Umwelt, erster Umweltminister eines Landes in der Bundesrepublik, tritt im Oktober 1973 infolge des Hanauer Giftmüllskandals zurück, später Vorsitzender des Bundes für Vogelschutz in Hessen (geb. 07.06.1927), gestorben.


		
		
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