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Hirten

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Der Ausdruck Hirte (auch Hirt) oder Hüter bezeichnet eine Person, die eine Herde von Nutztieren hütet (bewacht) und versorgt (z. B. Schafe, Ziegen, früher auch Gänse, Schweine, Rinder, Pferde, Esel. Das traditionelle Arbeitsumfeld des Hirten zeichnet sich durch die Nähe zu seinem Vieh aus.

Der Hirte bleibt zum Teil auch nachts auf der Weide und beschützt seine Herde vor Räubern und Raubtieren.

Die Bibel verwendet die Gestalt des Hirten als eine Metapher für Gott oder den König, z. B. im 23. Psalm oder im Gleichnis vom guten Hirten. Bereits Abel war ein Hirte. Die Gestalt des Hirten (lat.: Pastor) ist als Leitbild sowohl in das Berufsbild des christlichen Geistlichen (Pastor), als auch in die Kunst (Pastorale) geflossen.

Der Gemeindehirte bzw. Dorfhirte war ein Hirte (Hiata), den es in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert gab. In jedem Dorf gab es diesen Hirten für das Vieh. Die Schweinehirten gab es nach dem Aufkommen der Stallfütterung noch bis in die Zeit der beiden Weltkriege. Der Gemeindehirte war oft am unteren Rand der ländlichen Gesellschaft. Er erhielt seinen vereinbarten Lohn (meist am Sonntag vor Martini) von der Gemeinde und von den Bauern und lebte u.a. auch vom Hirtenacker.

Inhaltsverzeichnis

Kirchvers

Schefer

Haus: Pfarrstraße 17, alte Nr. 67

Deutung: Beruf Schäfer

Herkunft: Johannes Jung (1876-1955), verheiratet mit Anna Margaretha geb. Laus (1880-1950) aus Fronhausen, stammte aus Leidenhofen und war Schäfer in Kirchvers. Das von ihm erbaute Haus ging dann in den Besitz seines Sohnes Andreas Jung (1903-1945), genannt „Schefer-Andrees“, über, der mit Katharina geb. Rühl (1904-1988) aus „Jirje“ verheiratet war. Deren Sohn ist Heinrich Jung, der inzwischen „In der Grafschaft“ neu gebaut hat. 47)

Schefersch I

Haus: Bornweg 2, alte Nr. 24

Deutung: Beruf Schäfer

Herkunft: Der Platz, worauf die heutigen Gebäude stehen, gehörte früher zu dem Besitz des Kirchverser Kirchenkastens. In den entsprechenden Leihbriefen, die im Regelfall alle acht Jahre ausgestellt wurden und mit denen der Grund und Boden an Kirchverser Einwohner verpachtet wurde, wird der Platz stets „Will Veltens Hoffreide“ genannt. Dieser Velten Will lebte Anfang des 17. Jahrhunderts in Kirchvers und hatte wohl damals das Grundstück gepachtet. 1599 heißt es im Salbuch der Pfarrei unter Einnahmen an Geld: „ 1 alb.(us) 3 heller die Wille Anna von ihrer Hoiffreide vor der Weller Gaße gelegen“. Sie dürfte die Mutter des Velten Will gewesen sein, nämlich die Witwe des Hans Will oder „Wüllen Hans“.

Wann genau die zu diesem Hof gehörenden Gebäude verschwunden sind, ist nicht mehr feststellbar. Laut dem ältesten Kataster aus dem Jahr 1745 ist der Platz bereits ein Garten, den die Bewohner von „Roths“ inne hatten. Von diesen erwarb im Jahr 1809 Johann Luh (1769-1827) das Grundstück und baute ein Wohnhaus darauf. Wenige Jahre später folgte eine Scheune. Luh war gebürtig aus Fronhausen und Schäfer in Kirchvers; daher der heutige Dorfname. Seine Ehefrau Anna Elisabeth geb. Rühl stammte aus der Kreuzmühle. Der Sohn Johann Ludwig Luh (1810-1887) übernahm das Haus mit seiner Ehefrau Anna Kunigunda geb. Rühl aus „Juusts“ und gab es später an seinen Sohn Johann Georg (1834-1903) weiter, der mit Elisabeth geb. Velten aus Kehna verheiratet war. Deren Enkel war Heinrich Luh (1880-1962), verheiratet mit Elisabeth geb. Wagner (1881-1960) aus Damm. Das Anwesen ging anschließend in den Besitz des Sohnes Friedrich Luh über. 47)

Schefersch II

siehe Rinks I

Siehe auch

Kirchvers · Straßen · Geographie · Wüstungen · Link-Service · Literatur · Recherche · Hausnamen · Flurnamen

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